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Wiener Morgenzeitung · 1924-02-24 · Heft 1805 (24.2.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1805 (24.2.1924)
Date
1924-02-24
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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GeH* 6 Wien, Sonntag Das Schönste in Von Anltta Müller-Cohen! Wenn man Usfischkin fragt, was das Schönste in Palästina fed, so pflegt er zu antworten: Drei Dinge: der Himmel, die bobräiscke Sprache und die Jagend. Das aFurne Blau des palästinensischen Himmels ist eiu W:-' ^'7 '' - ■'=•••. >o': N".e"dl'ch tiefen Hrrnitteil Italiens über sich wölben sab, was weiß der noch von dem Himrrrel Palästinas! Wer einmal die Duelle all der wnudn.a^n Sagm,, all der inbrünstigen Poesie, die durch --'V.. den Völkern der Anticke erzeugt worden ist, erforschen will., der gebe nach Griechenland, nach Italien und dort wird chm so wunderbar barnwnisch all die Scbönbeit klassischen Geistes erscheinen, tote der Himmel, zu dem diese Volker andächtig hinaufblicken, selber ist. Der Himmel Palästinas ist anders. Er ist so durchsichtig, so unendlich weit in seiner Klarheit, daß seiner ein Olymp unwürdig ist. Der Himmel Palästinas birgt den Gott der Juden. Er ist unendlich und unbegrenzt, unerforschbar und erhaben, wie Gott selbst. Wenn abends die Sternenmhriaden diesen Himmel bevölkern, dann spurt der Mensch die Hand der Ewigkeit. Die Gewalt dieser Erscheinung zwingt ifm auf die Knie. Der Hinrmel Palästinas gebärt»die Religion der Inden. Tief menschlich ist dieser Himmel, er hat eine Seele: so unergründlich wie die Menschenseele selbst. Wenn man aus den Hinrmel blickt, so glaubt man einem Blicke von ihm zu begegnen. Dieser Himmel scheint zu suhlen, daß man ihn anblickt und darun: fühlt sich der Mensch so nahe, so wesensverwandt mit ihm: genau tote der Jude mit feinem Gott. Nichts stört die heilige Stille, die dem sternenklaren Himmel m Jerusalem erst den richtigen Kolorit gibt. Dam Zauber, dem einzigartigen romantischerr Reiz, der auch oder gerade Jerusalem anszeichnet, kann sich keiner entziehen. Man muß nicht einmal auf den Hinrmel blicken, itm eine Reihe von Dingen zu beobachten, die das Palästina zu einer der stimmrnigsvollsten bezauberndsten Gegenden des Erdrundes machen. Die gewaltigen Steinblöcke der Studtmauerri und das barock: Getriebe innerhalb der bunt zusammengewürfelten Gäßchen mit den orientalisch baufälligen Häusern, das seltsam weite Gewand der Araber, die mit maicstätischeu Schritten, die eher eines Fürsten, als eines Bakschischjägers würdig wären und inmitten des bunten Gemisches der Farben, der klagende Ton des Muezzins, die Weichen Klänge der orientalischen Musik, das alles ist einzigartig. Es gibt noch etwas Einzigartiges in Palästina, das ist die hebräische Sprache. Nicht als ob man auch anderswo nicht hebräisch sprühen würde, aber anderswo ist die hebräische Sprache die Ausnahme. Hier ist der Jude, der nicht hebräisch spricht, eine Rarität, auf die das Land übrigens keinen besonderen Wert legt. Denn, kommt man in eine Gesellschaft oder zu einem Vortrag, man wird hebräisch angesprochen und muß man es bekennen, daß man diese schöne Sprache nicht genügend beherrscht, so wird man mitleidig angelächelt. Mitleidig, nicht weil man so dumm,, sondern weil man so unglücklich ist, hebräisch nicht zu verstehen. Ich bin viel in der Welt herumgekommen und war auch manchmal in einer Gesellschaft, deren Sprache ich nicht verstand, aber niemals fühlte ich diese Beschämung, die ein Jude, der nach Palästina kommt und nicht hebräisch spricht, empfindet. Die hebräische Sprache ist in Palästina eine wirklich lebendige und kein Wort vermag es zu schildern, welchen Eindruck die lang. vergessene Sprache der Väter in dieser lebendigen Alltäglichkeit auf den späten Enkel -macht. Die hebräische Sprache ist in Wirklichkeit nicht nur auf dem Papier eine der drei Landessprachen. Gleich an der Grenze fällt es einem ans. An der Front der Bahnstationsgebäude prangen die hebräischen Bezeichnungen neben den englischen und arabischen. Auch an der Uniform des Stationsoorstandes, bei den Beamten der Post, der Polizei usw., sind überall die hebräischen Namen sichtbar. Was aber das allerhübscheshe ist und gewiß mehr wert, als alle hebräisch sprechenden Staatsbeamten, Waggon-Lits, Kondukteure, sind die Kinder aus der Straße, die sich gegenseitig aus hebräisch necken, mit Spitznamen und unschuldigen Beschimpfungen überhäufen. Es ist ganz selbstverständlich, daß die Verhandlungen, Sitzungen der einzelnen Organisationen hebräisch geführt werden, daß die Jugend, die in der Schule hebräisch lernt, diese Sprache als Muttersprache betrachtet. Rührend aber ist der Eifer der Alten, die erst hebräisch lernen wollen. Da sitzen alte Mütterchen, manchmal bringen sie schon die Enkel mit, in der Bank, und lernen in den hebräischen Kursen, welche Frau Ussischkin gemeinsam mit Frau Lea Berliner hält, mit einem Fleiß, der geradezu bewundernswert ist. Eine hebräische Unterrichtsstunde wird, mir unvergeßlich bleiben. Taglöhnevinnen, Arbeiterinnen, oft von ihren Kindern begleitet, müde von der Tagesavbeit, halten krampfhaft den Bleistift in der ungeübten Hand und zeigen geradezu, unerhörte Freude, wenn sie wieder einmal eine neue Vokabel entern* haben. Oft hörte ich Vorträge, Reden in Hebräisch, aber noch niemals fühlte ich eine solche Beschämung und nahm mir fest vor, die Sprache zu erlernen, als unter diesen lernenden Taglöhnevinnen. Ich möchte gerne dieses Gefühl liss.T. Wiener: Modenzeitung.__ der Beschämung weiter fortpflanzen und auf jene übertragen, die es sich noch ersparen können, einst nach Palästina zu gehen, ohne hebräisch zu können. Den richtigen Ausdruck für dieses Nichthebräischkönnen haben die Gasseirbuben von Jerusalem geprägt, die den Kindern, welche aus dem Galnth neu ankomwen und noch nicht hebräisch sprechen, „Gojim" nachrnfen und sie als durchaus minderwertige Geschöpfe Gottes betrachten. In Palästina wird man an die Pflicht des Höbräisth-Sprechens immer wieder erinnert durch Zetteln in dem Auslagen der Lader:, durch Aufrufe in den Autos und an jeder erdenkbaren Stelle der Wände. Sie enthalten stets die ernste Mahnung: Inden, sprechet hebräisch! Zum Schluß gibt' es noch etwas, was in Palästina schön ist und das ist rmch den Wörter: Ussischkins die Jugerrd. Die Jrkgend aber ist eine so große Sackte, daß sie sich rächt als dritter Punkt erledigen läßt. Ueber die Jugend in Palästina will ich darum das nächstemal sprechen. Bialik gegen die „Helden des Wortes". Einer Bolkskundgebung für das arbeitende Palästina, die vor einigen Tagen im Berliner Musikvereinssaal stattfand und bei per unter anderem die sozialdemokratischen Mgeordneten Eduard Bernstein und Dr/ Oscar C§hn sprachen, sandte der Dichter Chainr Nachman B i a l i k, wie I. T. A. berichtet, ein Begrüßungsschreiben, dessen Wortlaut tviedergegeben zu werden verdient. Er lautet: ,Liebe, teure Brüder! Zu meinem Bedauern ist es mir unmöglich geworden, an Eurer heutigen wichtigen Versammlung teilzunehmen, aber erlaubt mir dennoch, Euch, wenn auch nur schriftlich, einen kleinen Teil davon zu sagen, was mein Herz für Euch fühlt — für Euch, die Ihr M der Wiedergeburt unseres Volkes und an dem Aufbau seines Heimes arbeitet. Je mehr und je tiefer ich die Arbeit unserer Chaluzim betrachte, die beit Aufbau unserer Heimat zum Ziele hat, desto stärker wird in mir das Bewußtsein: wenn es in unserer Mitte eine Bewegung gibt, die den Stempel von Wahrheit und Heiligkeit trägt, — eine Bewegung, welche im höchsten Sinne des Wortes ethisch ist, dann ist es die Arbeit unserer Jugend, der Chaluzim in Erez Israel. Wenn sie nicht wären, würde unsere Schande offenbar rverden, unfähig würden wir dasteheu vor Gott wtb. Menschen und verkriechen müßten wir uns. vor Schmach, Es gibt zwar unter uns viele Helden des Wortes, die Großes predigen und Großes vorc anderen verlangen stte Verbesserung der Welt durch ein Leben der Arbeit, schrverster Entbehrungen. Aber unsere Ehaluzim in Erez Israel, und nur sie allein, verwirkl-ichen diese Worte' durch ihrer Hände Arbeit, in dem Bewußtsein, daß sie vor allem selbst ihre Seele läutern und erheben müssen. Sie waren die einzigen, welche die Kraft gesunden hatten, den dornenreichen Pfad der ollen Wiederkehr" zu betreten, den Weg, der einzig und allein zur Erlösung und Wiedergeburt führen wird. Schwer und lang ist der Weg, aber er ist der einzige, den wir gehm können, da ohne chn jeder Wiederbelebungsversuch unnütz, jedes Streben Phantom ist." Bemerkenswert war m dieser Kundgebung auch die Rede des greisen Eduard Bernstein, der von der Versammlung stürmisch gefeiert wurde. Er führte aus: In der Zeit der „Eintrocknung des-Geistes", des Mangels an Idealen, hat die palästinensische A rbeiterschaft, getragen von großem Idealismus, in unmenschlicher Anstrengung viel Erfreuliches geschahen. Gewiß wird sie noch Großes vollbringen. Er sei kein Zionist, trotzdem rufe er zur werktätigen Hilfe für die palästinensische Arbektexschast mtf und wolle selbst mit tun. Desiderata der jüdischen Rationalbibliothek Dritte Folge. Die jüdische Nationalbibliothek sucht folgende Werker S. M e i s t X i: Westöstliche Miszellen. Jos. Meislr HaSkalah. Geschichte de« Aufklärung«. Bewegung unter den Inden in Rußland. — Die Juden im Zarentum Polen. . ,, A. M o r z k o w s k ir Der jüdische Bitz und seine Philosophie. . . .. ., H. N a t h' a n s o n: Hinter Mauern. — Protest gegen die Judenpogrome. . , , A. N o ssi g: Moderne jüdische Dichtung und integrale» Judentum. — Zionismus und Judenheit. KrisiA und Lösung. — Zur Lösung des Palästina-Problems. Ael. P e r l e s : Jüdische Skizzen. Dr. M. PineS: Die Geschichte der Msch-deutschen Literatur. A. Rund t, Nich. A. B e r m a n n (Arn. Hollriegl): Eine Palästina-Reise. Hugo S a ln sr Die Beschau. N. S a m n e l y: Kulturbilder aus dem jüdischen Leben in Galizien. . , Ing. Schipper: Anfänge bes Kapitalismus bei den abendländischen Juden. „ Abr. Schwadron: Von der Schande eurer Namen. Dr. Fritz Sternberg: Die Juden gls Träger einer neuen Wirtschaft in Palästina. .. ti A. Altmann: Geschichte der Juden in Stadt und Land Salzburg. . Alex. Dietzr Stammbuch der Frankfurter Juden. Dr. Josef S. Bloch: Ein Besuch beim Judentum in New-Pork. Dr. S. Frankfurter: Dar altjüdische Erziehung», und Unterrichtswesen. Ä Bücherspendm sind an Herrn Dr. Nathan Korn, Wien, 16. Bez., Vrunnengasse 34. der von der Nationalbrbliothek zu ihrer Entgegennahmebevollmächtigt ist, zu übermitteln. 24. Februar 1924 , : Nr. 1805 Das jüdische Jugendamt ist eine Neugründung und weder seine äußere noch seine innere Ausgestaltung kann als vollendet angesehen werden. 2Mr, obwohl die Einrichtung knappe sechs Wochen alt ist, läßt der Parteicnverkehr nichts zu wünschen übrig, jedes eingebürgerte, seit Jahrzehnten bestehende Amt brauchte sich der Frequenz nicht zu schämen. Eine Flut von Besuchern strömt täglich herbei und jeizt kann in ciit-ct halben Stunde Einblick irr die Vielgestaltigkeit des jüdischen Elends gewinnen. Wenn die Fernst elenden und ewig Unbeteiligten, deren es ach! so viele unter ^ns gibt, leichthin meinen, ein Fall sei 'wie der andere, so könnten sie sich im jüdischen Jugendamt in kürzester Frist darüber belehren, daß jedes ein Fall für sich, ein besonderer, ein einzigartiger Fall ist und — zm Ehre der jungen Fürsorgerinnen sei es gesagt — auch ccks solcher behandelt wird. Man kommt ja nicht nur mit materieller Not ins Amt, auch seelische Schäden sollen hiev geheilt werden. Die erste 'Besucherin setzt mit vielen Worten und großer Umständlichkeit ihre Geschichte auseinander. Es ist nicht ganz leicht, ihre Sprache, die ein sonderbares Gemisch von Deutsch, Jüdisch und Polnisch darstellt, zu verstehen, aber man hat im Jugendamt schon einige Uckbung auf diesem Gebiet. So viel wird auch mir klar: Der Mann ist nach Amerika gegangen („da die Erwerbsverhältnisse triste sind" heißt es in dem Gesuch — ohne ein Fremdwort geht's nun einmal nicht) urtb die Frau ist mit drei Kindern, in Erwartung des vierten zurückgeblieben. Sie wohnt bei einer Schwester, die Stickerin ist und ein Mcmsardenzimrnerchen innehat. In diesem Mansardenzimrnerchen kam vor knappen drei Wochen Nummer vier an und nun nmß die „Madame" gezahlt werden. Die Dollars laufen sehr spärlich und zögernd ein, augenscheinlich sind'die ErtverbSverhältirisse auch jenseits des Ozeans „trist" genug. Wovon die Familie lebt, ist trotz eindringlichen Befragens ■ —1 jede Frage ruft eine Gegenfrage hervor — nicht recht zu verstehen. Daß sie auf allen Seiten Schulden macht, ist leicht zu glauben. Sie scheint ein eigenes System erdacht zu haben, um mit jedem neuen Darlehen einen Teil der alten abzuzahlen und ihrer Versicherurrg, daß sich ihr ,-per Kopf dreht" ist ohrre- - weiteres Glauben zu schenken. Aber aus die Verwunderung ■- der jungen Fürsorgerin, daß sie immer wieder Menschen findet, die ihr Geld leihen, sagt die Frau einfach: „Es sind doch auch Juden — können sie mich denn verhungern lassen?^ - Dieses zweifelsfreie Vertrauen mag manchem eine Beschämung bedeuten. Um so mehr, als die Frau ebenso gut sagen könnte: es sind doch Menschen — können sie eine Mutter von vier Kindern, deren ältester vier Jahre alt ist, verhungern lassen. Nach der Ostjüdin korrrmt eine Wienerin an die Reihe, die ein niedliches, zehnjähriges Mädelchen an der Hand führt. Die Frau ist verwitwet und hat nach langem Suchen 'eine Stellung als Verkäuferin gesunden. Nun gilt es,.die hübsche.-- Kleine nnterznbrmgen. Jmnrer wieder fährt die Muttern über - Jlkas blonde Kraushaare, während sie ihre Wünsche aus-, einanderfetzt. Das Kind ist gut gehalten, an viel Liebe gewöhnt, nur zu Juden tvill es die Mutter geben. Aber es müßte eine saubere Frau sein — ob sich das wohl finden ließe? Das Jugendamt hat schon vorgesorgt. Eine ältere Frau wird hereingerusen, groß, behäbig, die graugesprenkelten Haare sorgsam geordnet. Die Bedingungen werden vereinbart, der Mutter rollen zwar ein paar Tränen über die Wangen, aber sie lächelt doch, als sie Klein-Jlka an der Hand -der Fremden davontrippeln sieht. Sie ist eine große Sorge los, da .ftc ■ ihr Kind in guter Hut weiß. Da man sie trösten will, wischt sie entschlossen die Tränen fort und sagt herb: „Unsereins darf sich heutzutage den Luxus nicht erlauben." Es ist unklar, ob sie den Luxus des Weinens oder den Luxus meint, sein Kind neben sich auswachsen zu schen. In dem kleinen Zimmer wird es auf einmal sehr belebt. Eine ganze Schar dringt ein, zwei Frauen, ein halbwüchsiges Mädchen, zwei kleinere Mädchen und ein Bub. Der Bnb marschiert an der Spitze der Kolonne mrd blitzt mit seinen schwarzen Augen jedem kühn ins Gesicht, der ihm entgegenkommt. Ms ihn die Fürsorgerin fragt, ob er „gescheit" ist, bejaht er mit solchem Nachdruck, daß wir alle lachen müsse::. Die gestellte Aufgabe, einen Kasten zu öffnen, die große Dose herauszunchmen und dem Fräulein zu bringen, löst er mit Ebenso viel Eifer wie Geschick. Dann bekommt jedes der anwesenden Kinder ein Schleckzuckerl in den Mund unb ist dadurch für ein Paar Minuten unschädlich gemacht. Diese Minuten werden dazu benützt, um mit der Mutter den Fall aus? znnchmen. Er ist traurig genug: Der Mann nerverrkrauk aus dem Krieg gekommen, betätigt sich immer noch als „Harnsterer" mrd verdient damit „ein paar Kreuzer", sechs Kinder, die älteste fünfzehnjährig, ein abgebautes Modistenlehrnrädchen. Sie haben den Versuch einer Heimkehr nach Galizien gemacht. Aber man schrieb ihnen, daß dort die Wohnungsnot noch viel schlimmer als in Wien und es ganz unnröglich sei, ihnen eist Dach über dem Kops zu sichern. Also bleiben sie hier und. warten auf das große Glück, das einem bekanntlich in Wien alte Tage begegnen kann. Inzwischen üht sich die Fanril.ie, wenn schon nicht im Hungern, so doch im Frieren. Alle Kinder gehen in zerfetzten Schuhen, 'die kleinsteir müssen zu Hause bleiben, weil sie überhaupt keine haben. Der kleine Samuel trägt unter dem Rock ein altes Kinderkleidchen seiner Sckwester, weil für ihn kein Hemd vorhanden ist, mrd seine Beinnewvr sind selbst für einen Sechsjährigen von großer Unternehmüngslust ungelvöhnlich zerfetzt. Das ist überhaupt die größte Sorge - —. , , , - - |—I-1-1- 1 in allen Farben 'IE N. I.. ADLE RGASSE 5 '"«lefort Nr 76 2.6** sei-de STOTFEll KY* i

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