Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1797 (16.2.1924)
- Date
- 1924-02-16
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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/ -w. IW .. . .»Dl. I' ——-tWt -*«.V|äll. Wie«, GamstcH Aühue und Kunst. , MMvMvWMMMK. •*h 1«. ffikrn IM GM 7 (Burgtheaitr.) Mcht ohne Bewegunig ficht man Licses rv-«^r. W W»r ja sittcs von den Änst-l-rischerk lHvttVwifsett der WsttzsistMa-hve. nachdem Ler Dinier nvit siimck Erstlings §SaMa Mütter" ttnftve Herzen erobert hatte. ÄN8 jungen JNden ging daK Stück besmlderZ rttche. Hier sahen wir, an einer Berliner jüdischen Familie ^vgt. Niedergang und Errettung vom Untergang durch die Kraft der jüdischest Mütter, hier sahen Ivi: Kultur und Feistigkeit über Zweckstrrberei Und hohle Eitelkeit triürttchhttrckt. Und neue Jugend, aus sich selbst gesteM. zuknnftKsicher, dort untauglichert Vätetn verzeihend, wie der Mgt HoMtt und seine Braut Herrn IorÄrn senror röchelnd verleihen und ihn mitleidig bevormunden, und Me andere Jugend, von der Art des zMitsn GoHn.eS, mit E6N Lrsdern in der Brust. Agnes Jordan hat rnMschsn eine erfolgreichere Ri^ bakin bekommen, Georg Hermanns Romanfigur JettchLN MMt. Tennöch ist sie uns auch heute noch lieber. Das ein Mtrig langatmige Drama ist zart Und tvesenhast. Dieser Onkel KrMl Zn jeder MistM Familie -- wir meinen Perlrü-Mest öder Dien-Gottäg-e --- gab und gibt es Men solchen Onkel» der sich dom Dvmptoir B BcklEH oder in firm« MnWlkMünM, iftt echM MäzenatMüN Mi im intimen Ättfehr mit den irststerbttchgst Phil-oschhen erlöste. Lebensecht die durch feinste Kultur und atavistische jüdische Mütterlichkeit geadelte Agnes Jordan, still duldend, was ihr auserlegt, heldenhaft Erniedrigung tragend u« der Kin^r willen» reich und heiter nt der Ueberlrgenheit rhrer Matrpnenjcchre, Gchlwester und Freundin der Söhne, die doS Glück hatten, von Agnes Jordan zu stammen. Lotte Medelsktz (in Nen'Szenen der ExpoDon als jüM ÄLüüt nicht ganz glaübwürbig) Äüchs während M Wichs zu der tzkotzest TrägMü. die M sitzt taMi ist, hielt sich ff?' von Üebekschwang und rMtischen Krampsen, war als Mater dolorosa erschütternd, im frohen Schlußakt von kÄnster Gi'.sirkeit dir Gkelö. DM windigeii Gemahl, den lMÜWMSMM, HeMMflett KömWs, gab .Herr Tkeßlöt .itteht W charaMriftisch. Herrn Rjali^r fiöl die SM von Hs«Mihat Mstielte Rööe bis Öftfe! Krebs Zu. Er schien uns iKcht' allzu tattieffärL M ditzsim grötzett Bepxichter und traurig lächelnden Frouckd ßSk Dusdn. Mit Hvoßer WM säh Mn AM LM Äiti tviebrt vor eine ernste MlsWhs WeW Uü-d sie meisterlich Ssirt. Ihre Oetth Wttner, das hetzWti DeMner MaVchtzu m eistfi, düs dir hoWSsi Mttisi des jüdWn tzroß- MDüüM wurde,, aber simb UÄVüchsiMt Mcht einbüßte, P ein DübittettstüS. UÜttt M üötiM MDiMnlSöft. fitw HSrt Gtrüßni und Frau D <v t i? ri f * $ i i ü hö t tf W fSnders hetvorDheben. Der ÄüttühMng fMte W Farbe Mischen Milieus, wie sie auch vem üffimiMörischLN Aus VMvE der MH in welchem das OM sst'ttli, fiöch Mtlich aMsteke. O. $. .SEM Smachm". 9Zene Wiester BÜHnr. WchestWS revolutionäre und MäßvMche Dichtung — rebellisch, weil sie eine Zeit und ihre ».Sittlichkeit" anttägt, örzichtrisch, weil kein Batet, keine Mütter das THSäter verläßt, ohne besser geworden zu sein — wird jetzt an det Reuen Äienör Bühtte unter Leitung des Herrn S t a h l - N a chb ä u r mit ernsten künstlerischen Absichten gespielt, ohne baß die Ergebnisse durchaus den löblichen Intentionen entsprächen. Das Geschick der beiden Knaben wird Nicht genug deutlich, weil die sehr bemühten und auch begabten Darsteller, Hert Aich er als Moritz Stiefel Und Herr Sntytt als Melchior» in diesem Falle nicht genügen» Beiden fehlt die leuchtende, fedetiide Kräft dtzr Sprache NW Gesik^ das träüiNhäfte Hin» übergleiten ins Ungemeine, bet genialische, eruptive ÄssM wie er außerordentlichen Menschen in den Zähren der Pubertät zü eigen ist. Karölä Lbelle, in Eöien Von ihrem früher reN Glistspiei geliebt Und geschätzt, spielt die Wendla mit keüschester Zartheit. Aber Such sie scheint uNs in biesir RM M fatbjös, MNAa darf erst iN 8dr letzten Szene, wenn sie. sich Mutter fühlt, über ihre Jahre hinaus sein. Herrlich die Szene, da sie, geweckte Jungfrau, vot dür Birke steht, knospend und kraftoewußt wie der jünge Bäum (hier hat die Spiel» leitung Bestes geleistet). Wtmbirdoll wieder Iemch Werner, die die Rvll^ vöü Wendlas Mütter aüch äck Deutschen Bollsrheater spielte und deren Verehrutigstvürdigr, echt künstlerische Schlichtheit nicht genügend geschätzt ist. Unter den übrigen Mitwirkenden rügen Else Schilling, Rudolf T e il b l c t sowie die Herren H e n d i i ch s, tz N g e l Ni n n N, Farkas und Stahl-Nachhanr hervor- HM W ä g e n e i offenbart in der Rolle der Ilse wieder ihr unge» wohnliches Talent. In der ProfessoreNszene erläübte sich die Regie ein? Abrändtzrüng des TchteL und tnächte aüs einM Herrn Kollegen eine Frau Kollegin. Glitches Bltrfahren mit eineni schon klassisch gewordenen Werke ist köM zu verantworten. % illttii KM 5i*-Bll)ltlnHri?if!il!yllUlIf?lllHUIlflll!lIll JltlfllinililllllllH JlgI!o^iiri{l*lilu%?iUf?ftHf Ein tain p«8 ü«k Mlsebaft WstM. —-—;—x —.' .Mm,.. * DieHelmatloten Van Wilma v. Vakalteii Ü&rt Sbrnce Öi»v allem laffn dieM MSM SeWkM»«wr«l AK »WkS aus ber vielen hervoetrettzi: hie überraschende Arqst, m't her *■** soziale Wld eij,re W ttvd Etz Oiüv» geardm imd die unbrkümmerie u , ,-y-r— - V”; .vf.” .«mj*. . vi. wt.veiufuwtriir Auimheu Aid erschütternde Ehrlichkeit, mit der sein Ara«ntz«kd «drncht v-ird. nJfrmii?>M P/iiti* Preli K 4aM0 M #l)k«tt1t»MWM(i4 R B§J)ÖO Za datitzkaa durch jWei BucMh*«»dtii»(r 'KW dirokt Vom V«h»n D*tttBcb-ö*«it<>fr*lcftitt*hflr V*rlÄ*. W», L Fiwfenefotiöir* 6 i«n durch jWei BucUMftdtusfr 'KW -0**‘.«>rr«ricfiittiBfj8r 7«rfd«, M tet Protest Sie mslilche» Mßkelluulou gegen M Gafispi-l der Stnatrodtt. Bemerkenswerte «inglisch« PtesicstimrN«N. (ErgeNberich: der »M-iener MorgcnzertnNg^.) In Äesprechmig der Protestaktion der englischen Musikerunion gegen das geplante Gastspiel deS Wiener Operntheaters Ln London wenden sich die ,,D- Ms" irt MM. „ElttS MüsikköMödie" bk-Mlien Leitartikel in ironischer Weis« KeM M Beschluß der Musikerunion» die sich bei den Dohlen gegen das Schutzzollsystem ausgesprochen habe und sitzt „aus wirtschasttichen Gründen" den Ausschluß der Wiener Opir verlauf. Das Älköttö dvestt GrÜppe sii öffenbar: »^Bessid gar keine Oper als die Girner Oper mit Diener -Otchesttr^. — „ÄtzstnMW Gctsittr" kritisiert die Engherzigkeit der ÄusikerüUion Und erklärt, es sei -höchste Zeit, eine bistatilge nsülaritäaufzugeben. Dies sei auch dsi Ä-Wcht Ui Pübliküms, Vks der Meinung sei, daß die KÜeist internätioüal sein solle. — „Daily Chtönielr^ Arlantzt im LeitarEl freien Äarkt für die Künsts, ünid sägt, der Beschluß M MüstkeruniM gegen die Wieller Oper Di sehr zu bedauern. Die Union vdrgesie Mz dttt höheren Zweck ihres Berufes. Eine Sperre gegen ein weltberühmtes En-t semble sei lächerlich. Ligist tztrschlet» welcher heute tat KtSiM Müsikverem^ 'saäl einen jüdischen BolksliÄerabend beräsistqstet, bei welchem die LiedersäWrin Berta.Swertlin, Oberkäntor Marau- N e.s und oer Jtp Vischi ® e f a |t ä Ö ü r fl (Dirigent S. Bras.lqwsrm mitwitten, ist in Wien bisher noch wenig bekannt. Doch hat sich HiMler. als KoMpöütst und besonders als. Bearbeiter^ jüdischer BsMieM, denen. Sr seit längen JahrSn seine Üünstterische MfineÄsMM schtüsi, bereits, nn Austütrd einen RäMSn gSWcht. Er mit inj Bbrläg Nhvä KUijezara tit Zagreb ein „Mbum jüdischer Volkslieder" für SiUgstimme Mi -L, KlriAerbegleituna herausstekskben, das rasch populär wurde. Bor kurzem veröffentlichte die Edition Slave (Wiell) HiMlers . K l ä v i s r k y m p 8 f k t i o N e n; einige seiM sywvhoijischeti Werke wMevi bÄn...ZWever philharmbnischen Otchestet mit vollem Erfola anwesührt. Herr Hirschler ist. langjähriger.. Piriflütt det,. Miisiksektiott M Zägreber jüdischen Sportklubs Äakkybr. DM Wiener Publikum hat Mm ersten Matt „Gelegenheit, vie Bearbeitungen üsid KöntpositlönSn Hirschlers kennen zn lernen. . Mach Digmon hät sich dsirch den grdtzesi MosL den ihre drei Abeqve viti äMerkajisikm Häufe Mundeji yäbkn, 8eMlaßt gesehen, vor Dir Aüsländtzköürnee.heute noch im Keboütensam mit ihrim Msembtt M gleiche PrvMmta M Wiederholen. „Reue Mische Kunst." Die Gesellschaft zur Förderung moderner Kunst in Wien widmet folgere Veranstaltungen der „Reuen russischen Kunst: Heute bis 18. März: ÄusstElltt„ttH russischer Künstler (Archipenko, Chagall,. Kändiüskv..Lisiitzky u. a.)^ Neue Gälertt, 1.. Bez.,. G.rünänßeräaste j. Brsirchszeitt än. Wochentagen voii 9 bis 6 Uhr, Söitmägs von 9 dis 1 Uhr- Erösinung heute Ubr vormittägs. Dien-täg, best 19. b, 7 sihr abends;. Dr..FäsiNinä Halle: Russische Kunst vüd Küststler her Gegeuwärt. . Lichtbndiervörttäg ick WstWeichiMii Museum, 1.. Drz., Dollsiise Freitag best 22. d. Um halb st Ihr abends: Russische M n s {k. Säöl. der Settstion. Montag den 25. 8..M hM si Uhr MM: R ibssisHe Dicht sin st. Vörträgende: .KM FoMt, AUrel Nowotny, Häns Rodenkerg. Säa! Ut Sesistibü. Atz» ben Lheatenr. ^.uuuiy g^iuu)juif v o » i u? öj m t WM jMM üt M Hofbüih staltMäbte Btirlefütig aüß siß^ An WstUtiM jüt 8lle Gäste des Älleüdö etit ErldbUiß war, für eisten Mttest,ÄVW zsi gdwitruen. Die Dicht*riü w'rd £i East As HSWH aut'23. d. km L c: a le des Inßekrieür> ü ii d Ä r dj \ i g f f c h u c i c ii j, 1. BeEfchenbachgassi 9, Ms LigMiii Gerttrt lesen. .. B tt r g.i ü e ä l e r. Morgen. *I$K U? ßiachHtta-8, d.ufier dem ZähreSDöttUewentj O.kleiM VMien, GtillöWeijs M t b e ä*. 7 Ühd MM, wl äuDedobenenr. Llävte^ ybvnnentiittj m erbhbie« Primir, gnrs Zorbä u" pon Georg Hirschftlb. Montya W 18. b... Jtr junge. M e« d a r d ü 8''. ^rens^üg den 1v. d. ,D r e rote M ü d! e". A k a d e m .i e t b e tt t e r. Morsen. . 3 Uhr nachmittag«. m kleinen, Vreistji. ie Lskä.l b..a b n".. von. Ludwig Dboma. *hn Unt.abtM,?ii irbohteu Preisen. & i « k lei n e v£tt,8i£iHi, vön EWn Heltal, brünch von .Heinrich Horvat. MilLäg den 18, tz.. ö i f ö . i n d e.r .R a cb t". Dieii^aq den ist., Und . Mtw-H den Ä>. d., *}& Uhr äkendS, „$ o äi % t U fe i 8 5i eÄ. : A« Lüstsvieltheäter. wurde bas .GWpiei C b ä r l 6 t.t i And r tmolqe der starken Zuakrsft der Kvwöbixll ,^D i e, t ü u e,r? S t.i w ni c" und.. „Ei S g c» iästrkich^t Mensch" bis Eitde dsiseß Mouatetz vev» a utevsäS! i.6 u Hüd Ätz» Zw Neue.u Wiener Siabtr.beäter findetM Sönrtiag den 17b. um st. Ubr tzstchwittaD die vöü Oberregisseür Kneibinger Iti Szene WW AnWrÄng von Häweltz „OH «! 11 i G ö r g statt. ZM R ä i ck ö « b sDH s <iöei geläW heuti KMüß JSi e B e « c i n .a n d e x" mit P. a l l e n b e r $ und ® v f» nofcfc zur Wiedethölnnq. — Sonntag spielt PMnbera die Dstettölle ist „L .j l i ö m". — Alst, NächmittägsvorMulrgen finden beute, st. Uhr. nachwittägs, ^K8mS..d.ie der .Ir-> r.st N g e st*» xG e s ch W i st i ÄörM^ Nß Uhr MMittW, ^Ditz RSnStzr" statt? ' l öchst.stsßje fj f.H b e iMi ä a iß .8 st i r. SSM Db'jinZbtatt a^ 5 „tz offN«n«K * Diaa »lr". fcff '& i tf i. Xi & tr5, : 111 ine i i «ö. Gämstäg Mitütz .Fra e n s p i s l h.l ä n. im Rs Klössische Giitgspiele i ä ff i 6 tt f ä Hi ißi ft e*, .Lä jStibß Pa brS n H ö f s ö st. Sämstüü ö s i sau t u t t e"i Wochenspielvlan berVolksoper. Aöstu? tää» S Mr, Margarete" kFau-t». W Uhr I * Stamme VönVorttci*. Montag, VJ Uhr, ö h S «ri 7 Uhr. „F ü r st i n T a n ä q r a". Mlttwoch, Uhr, «Siegfrle 8 . Donnerstäg, * ,8 Uhr, „€ e t M.ä«r e «6 a l l". Freitag.'/ 8 Uhr. „F i d et i o". Samstags V-6 Uhr. „Die G 9 r t e r d a m m e t u n g". WöchestsSielbkaitdrsDesttschee'Vülrsi. t h e a t e r s. Sonntag, 2 Uhr, «D. i e D e n k m a l 8 w e i b e". 7 Uhr ,A n a t v l“. 9Wön fß<? MtlhrlM Tel!". Dienstag e n s ch e n von 8 i ö f t .. Mittwoch „Tatfu n". Donnerstag neu eiustudiertl „ProfessorVernbardi". Freitag lneu ewftubiert> ^DerGardeoffirier". Sams-. tag i ö f e s s o r B e r n h a r d i". W-chenspieldlan desRaimustd-DSeat e r v. Ssstntaa. Uht. ,.D i e Räuber" und 7 Uhr „L i l i o va* Mar Pallenberg'. Montag ,,N e b e st e inan d e r". lMar Pallenberg und Anton Vdthoferl. Dienstag ^Famtkie S ch i m e k" (Mat PaklevbLrg). Mittwoch „D i e Dampfmaschine" (Max Pavenberq und Anton Ebtyoferl» DonnerStäst und Freitag Jl r m t r Kleiner" mit Max Pallenberg. Samstag. 3 ubr nachmittags. Diletkantenvorstellung r ,2 o I o * 8 a t e t“, 7 Uhr abends, „A r m e r K l e i n e r". Wochenspielplan des Mobernen Theaters.. Mönrag „D. ä s Weib ist bitte r". Dieuskäg und Mitwoch „DerBertragoon Nizza". Donnerstag „Das Weib i st.b i t t e r". Freitag (zum. ersten Mate) L o s y iw ata* (Das Haus der Laster), ein Spiel von Hststs Bach. Täglich, 10 Uhr abends, „ßf a m o u t m 4 8 q tt 4A. Gerichtssaal. KriegsMiz. Aus M ar schön berichtet I. T. A.r Bor dem Warschauer milltärischen Kreisgericht wurde soeben der Rehabilrtierungsptözeß zweier jüdischer Sol'dätön durchgeführt, die zür ^eit der bolschewittichest Invasion durch ein Feldgericht rü Biälystok zu nt Tobe verurteilt und sofort hingerichtet Mordest wärest. Diesit raschen Justiz war folgender Sächverhstli zugrunde gelegen: Äm 20. Juli 1920 wurden dir jüdischen Soldaten Mendel Levitan und Lewkü Lewkowitsch von rinösti Feivgendätmest mit Paketen anäetrössiu und ärtetiert. Sie wurden sofort Untsr Deschuidigustg dät PlüstdirUng vo'r eist Feldgericht gestellt. Die Soldatest beteuerten,- sie hätten iäUkitischen tt laste st Wäre abgestommen» uni ftö am nächsten Morgest einem beraubten jüdischen Händler zu rück zu gab e n; sie wöMn dtt. Mare bis zum nächsten Morgen in der Kaseins behalien. Sie forderten die Ladung von Zeugen, die bestätigen söllten, daß. ftc sich an keinerlei Raub beteiligt, söudern im Gegenteil den jüdi''chöst Händler bei dem tteberfäll bürch Manen g^chüßt hätten. Ohne aber auf diesi Boweisastträge tzitizugehen, 6srürtekltk daß Feldgericht die beiden Soldaten zum Tode durch' Erschießen und ließ das Urteil sofort vollstrecken, ohste daß das Urteil vorher der obersten Heerssleitüntz'zür Bestätigung dorgelegt wurde. Als nach Beendigung dir russisch-polnischen Krieges Bäs oberste Militärgericht aus eigener Initiative sastltliche Tkwesurteitt der Feldgericht« einer Durchsicht unterzog, kam es in VM Fall« der beiden jüdischen Soldaten Levitan und Lewkowitsch zu deck BesHlüß, daß das Richtertribunal falsch besitzt war. kein Protokoll geführt hat und auch sonst ungesetzlich vorgegangen ist. Somit Wurde die Revision angeordnet üirv eiste schriftliche Erklärung des Feldgendarmen verlesen, der die SötdateN verhaftet hat. Er erzählte, alle hätten damals geraubt, sogar die Angehörigen der Frauenlegion, deshalb ließ ersich in deck bezüglichen Fall aus nichts ein und verhaftete dve Soldaten. Als er äm nächsten Morgen von der Erschießung hörte, Wär «r selbst ick höchsten Mäße erstaunt, daß man ihn nicht als Zeugen vernöinmen hat. Der Vater des erschossesten Lewkotvitsch erklärte mit Tränen ist best Augen, in seiner Familie sei niemals ein Dieb gewesen und der erschossene Lewko Wär seist LieblingSkistd. Er bittet, angesichts seinis Alters, ihm dir Schände zu eripären, däß sein toter Sohn als D^b stigmatisiert bleibt. Räch einer halbstündigen Beratung verkündete das militärische Kre'isgertcht den Beschluß, daß die beiden erschöffesten jüdischen Sotdaten unschuldig verurteilt worbest waren nstb daß söckit das Urteil des Ersten Fel-dgerichirs zu kassieren sei. In Anbetracht dessen, daß immerhin fremde Werte bei den SÄbäten gefunden wurden, werden vie beiden erschossenen Soldaten nachträglich zu je zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Auf bUjc Weise sind jetzt, nach vier Jahren, zwei Hingerichtete jüdische Soldaten in ihrer Ehre rehabilitiert worden. Gegen den Vorsitzenden des damaligen Feldgerichtes wurde zwar winerzeit ein Disziplinarverfahren emgeleitet, aber bis heute nicht durchgeführt. Der Prozeß des Plocker Rabbiners Schapirä ist noch tmmed nicht revidiert. 1.5 Kranen täglich als Kistdrrrente. Gine Krieoerwitwe nrit Mi, Ain-drru ha.!e ei-itt, Beschwerde vor dem Verwaltnnfls« Gerichtshof., eingebracht, weil ihr und den Kindern nicht die volle Hinitzrblitzbe^enrtntt. Mdrrn mir ein Teil mpetprochen worden wär. G'k J^ä>lid-'«-eiütsch8diau>nt.rkommMon hatte nämlich ans Ävuny eines ärmlichen Gutachtens angenommen, daß der Tod ihres Mann s keine unmittelbare Krieasfolge war. Die Beschwc^sefLhrerin päb an, daß sie für.sides 'h'rer Kinder — 1»5 K r b.n en täglich als Rente erhalte und fragte, was sie M Minderst dafür kasifen solle. Der GirichtShdf wii'S dtt Mage.^b, Werl er.sich zttr.Ueb^rprüfnstq des ärztlichen Gutachtens.stach dem starren Wortlaut deS Gesetzes nicht köck* pri^ni erklären könne. Ans den. sich fetzt täglich evaebestdest Fälle«.ist ersichtlich, daß die Abänderung des JMilidenefttschadickinMesches diu« dringende Nsriprudiskeit geworden ist. W»> »> —- 235348532353235323234823235353484848482348535323482348482348232353