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Wiener Morgenzeitung · 1924-02-13 · Heft 1794 (13.2.1924) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1794 (13.2.1924)
Date
1924-02-13
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Wte 10 Men. MWoH muäl Mit Ausnahme von Zinn blieben alle Gattungen un- «-rändert. Dieser Artikel bat seit einigen Wochen eine große Steigerung erfahren, und zwar stieg der Preis in London von 250 auf 264 Pfund 10 Schilling Auf dem diesigen Platze notiert heute Banka-Zinn 86.000 K. vro Kilogramm. Kupfer notiert: Original Wire bars Eakas und JnaotS 21.800 K., Katbodenkuvfer 21.300 K., Schwerkupfer rein, über 3 Millimeter Stärke 18.600 K., Altkupfer unter 3 Millimeter bis 1 Millimeter 17.500 K., Altkupfer unter 1 Millimeter und reine Kupferspane 16.500 K. ' Äupferlegierungen, Mesiingkartuschhülsen 18.000 K.. Meffing-Gewehrvatronenhülsen blank 17.000 K., wei^c Messingblechabfälle 17.000 K., barte und gemischte Messingblechabfälle 15.000 K., Gußmesiing und Messingstangenabfälle 14.500 K. Am deutschen Metall mar kt war in der letzten Woche gar keine Veränderung eingetreten. Vom Jnlande aus fehlte jede Anregung und auch die Anslandsfchwankungen für Metalle waren so minimal, daß die Markvreise nur verhältnismäßig geringe Korrekturen erfuhren. Die Stimmung wird mit der ständig gesünder werdenden finanziellen Lage des Reiches besser, zumal die Arbeit im Ruhrgebiet auch zuzunelnnen scheint; die Geschäftstätigkeit bei den Fabriken entwickelt sich langsam und zögernd, die Aufnahme von Metallen bleibt daher noch in ziemlich engen Grenzen, immerhin wird Material je nach Bedarf ständig gekauft. Vom Altmetallenmarkt ist nichts Neues zu berichten, dir Preise erfuhren kaum eine Veränderung. Kaffee. In der abgelaufenen Woche haben die Preise eine neuerliche Erhöhung erfahren. Auf dem New-Yorker Terminmarkte haben sich die Notierungen gleichfalls erhöht. Seit 1. Jänner hat sich Riokaffee von rund 53 auf 62 Schilling erhöht. Neben der Limitierung der Zufuhren wirken auch die äußerst kleinen Bestände, die in Riokaffee 240.000 Sack und in Santoskaffee 760.000 Sack betragen sollen, auf die Preisbewegung ein. -Der Konsum ist. namentlich. in den Vereinigten Staaten stark int Steigen begriffen, und zwar hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Alkoholverbot. Die Aussichten der nächsten Santosernte werden andauernd als klein angeseben und sie wird mit 7 bis 71/', Millionen Sack beziffert. Auch über die nächste Rioernte liegen wenig befriedigende Voraussagen vor, doch ist in der Provinz Viktoria jedenfalls mit einem besseren Erträgnis zu rechnen. Auf dem Markte wurden offeriert: Santos Prime zu 43.500 K., Santos superior zu 41.^00 K., Rio VII Iobnston zu 37,000 K. ab Wien, ferner Santos Prime vro 50 Kilogramm zu 89 Schilling, Santos superior zu 85 Schilling 6 Pence mtb Rio VII Johnston zu 68 Schilling cif Triest. Zucker. Die Tendenz in Zucker sprach sich fest aus und Abschlüsse erfolgten in ansehnlichen Mengen. Tschechischer notiert 4.30 tschech. -Kronen, Würfel 4.60 tschech. St. pro Februar ab Grenze unverzollt. unversteuert, Kristall 11.500 K. in Ganzwaggon versteuert frachtfrei Waggon Wien sowie Kristall 11.600 K., Würfel 12.500 Kronen ab Lager Wien. Die Auslandsmärtte hatten stetige bis feste Haltung. Eine schnelle Eirtwicklung des Geschäftes in Herbstware wird noch nicht erwartet, da voraussichtlich die Rübenverträge auf Grundlage des ZuckerpreiseS geschloffen werden und die Fabriken mit ihren Verkäufen noch zurückhalten, bis sie ihre Produktionskosten -tnigermaßen übersehen können. Biehnmrkte in St. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Borstenviehmarki. Angemeldet wurde« für Jett gestrigen Markt 3134 Schweine, allein zu Beginn besseren waren bloß 2934 Stück, darunter 1100 Fleisch- und 1534 Fettschweme, aufgetrieben. Ter Provenienz nach waren 38 inländische. 135 ungarische, 1441 jugoslawische, 1012 dänische und 718 niederländische. Bei fast gleichem Auftriebe ist sowohl in der Tendenz wie auch in den Prellen keine nennenswerte Veränderung zu konstatieren. Nur Fleischschweine stellten sich in einzelnen Fällen um 500 K. pro Kilogramm billiger im Preise. Es notierten: Fettschweine vrima 27.000 bis 28.500 K., mittelschwere 26.000 bis 27.000 K., Bauernschweine 24.000 bi? 27.000 St., alte Schweine 24.000 bis 26.000 K., alte dänische 21.000 bis 21.500 K. und Fleischschweine 24.000 bis 26.009 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. Pferdemarkt. Zum gestrigen Markte wurden 371 Schlächter- und 375 Gebrauchspferde gebracht. Verkehr lebhaft. Copyrigth 1923 by Nachdruck verboten. Deutsch-Ocstcrrerchilchcr Verlag, Wien. 19. Fortsetzung. Die Heimatlosen. Von Wilma Vukelich. Und er reichte dem Freunde die HanÄ, der seine letzten Argumente ins Feld führte und dessen Gesicht röter glühte wie sein roter, leuchtender Haarschopf. In dessen Augen aber, die seltsam hell und blau hinter dem weißen W'mpernlranz hervorglänzten. der schlichte Glaube des Kmdes brannte, der über jedem Argument, über jeder Logik steht. „Ja, ich will mittun. Was kann es auch schaden? Und weißt du, was? Ich werde dich mit Fenyö bekanntmacherr. Er kommt manchmal zu meiner Mutter. . . und ich glaube, er ist ganz unser Mann. Einer vom Fach. Einer, der gerne dabei ist, wo man Minen legt. Ein Idealist vom reinsten Wasser. . . und hat noch immer seinen großen Einfluß. Wirklich, wenn Fenyö mittut, dann kann aus der Sache etwas werden!" „Das brauchen wir gar nicht!" entgegnete Lajos hochmütig. Wie er sich ernst genommen sah, schwoll ihm sofort der Kamm. „Wir brauchen keine werktätige Mithilfe. Höchstens eine materielle Unterstützung, einen Rat. Denn unsere Ideen wurzeln im Volke. Sie werden durch sein Blut gespeist, von seinem Willen getragen. 'Das heißt, wenn ich vom Volke spreche, so meine ich jenen Teil von ihm, der bewußt lebt. Ter seine Bedürnisfe anerkannt hat. 'Der wissentlich eine bestimmte Richtung verfolgt. Ich meine die Intelligenz Ungarns, seine Jugend, seine aufgeklärte Arbeiterschaft, die ich sammeln will um eine Fahne. Diese Fahne aber wollen wir vorantragen den Völkern Europas, allen jenen, die leben und sterben wollen unter den gleichen Farben. Damit auch sie ein Zentrum haben." Lajos sprach immer prachtvoll. Hingerissen. Aber was er sich jetzt leistete, überstieg alles Dageweseue. Es war sein Idealismus, der ewig zwischen dem Ich und der Idee hin und her pendelte: während Lachs-Napoleon seine Macht über die Völker Europas ausdehnte . . . starb Lachs-Galilei. taufend Tode für seine Mehrheiten. Und Es notierte»: Zugpferde, leichte 4,000.000 bis 10,000.000 K., schwere 8,000.000 bis 18.000.000 K., Kutschpferde 6,000.000 -iS 10,000.000 K., Pferde für Schlachtzwecke 5500 bis 12.500 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. fetüner üütfe. Berlin, 12. Februar. Fortgesetzte Realisationen der Spekulation, wozu die Versteifung oeS Geldmarktes den Anlaß gab, drückten bei Beginn auf den Kursstand. Aufträge seitens deS Privatpublikums fehlten, weil die hohen Spesen in der jetzigen Zeit eine lebhaftere Beteiligung am Börsengeschäfte hinderten. Am erfindlichsten litten naturgemäß die schweren Montanwerte, aber auch bei ihnen' gingen die Verluste nicht über drei Billionen Prozent hinaus, sonst hielten sich die Kursbewegungen in recht engen Grenzen. Die Ermäßigungen beschränken sich auf Bruchteile von einer Billion Prozent. Gute Widerstandsfähigkeit bekundeten die Bankaktien. Ausländische Renten stellten sich überwiegend etwas niedriger. Auch deutsche Anleihen, waren zum Test nicht behauptet. Jnsbcsondere Zprozentige und Iprozentige Reichsanleihe gaben nach. Das Geschäft spielte sich in engen Grenzen ab. Am Devisenmarkt machte die Entspannung Fortschritte. Die Anforderungen waren gering. Die Hauptdevisen wurden unverändert festgesetzt. (Alles i»l Billionen von Mark.) S ch l u ß k u r s e: Türkische Lose 29.9, Oesterr. Staatsbalm 41.75, Nordd. Llopd 8.9, Der. Elbeschiffahrt 7.—. Berliner Handelsgesellschaft 65.4, Kommerz. Privatbank 9.37, Darinsrädter Bank 17.5, Deutsche Bank 17.2, Diskonto- Kommandit 22.1, Dresdner Bank 11.25, Nationalbank für Deutschland —, Oesterr. Kredit 0.7, Oesterr. Länderbank —, N eichsbank 43.5, Wiener Bankverein 0.5. Wr. Unionbank 0.6, Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 14.8, Bochumer Gußstahl 75.—. Daimler Motoren 6.6. Deutsch-Luxemburger 63.—, Deutsche Maschineu 10.8, Dvnamit Nobel 12.3,. Felten n. Guilleaume 38.—, Gelsenkirchener Berg. 68.5, Th. Goldschmidt 21.5, Harpeuer Bergbau 87.—, Hirsch Kupfer 45.—. Höchster Farben 22.—, Hobenlohe-Werke 45.—. Lauraluitte 26.7, Mannesmalmröhren 50.7, Phönix Bergbau 46.37, Sckuckert u. Co. 57.—. Siemens n. Halske53.—, Telephon Berliner 8.9, Tollarschatzanweisungen 4.2. Prager Börse. Prag, 12. Februar. Die Börse eröfsucte wiederum in schwacher Halrung. Diesen Umstand benützte die Lokalkonterminc;u Deckungen der Baiffcposition. Tie Kurse der Jndustrtepapierc stiegen um 10 bis 50 Kronen, konnten aber die Gewinne nicht behaupten, da nach Abwicklung der Deckungskäuse Käufer fehlten. Eine gewisse Belebung herrschte in Blaupapieren. Zucker-, Ehemische- und Eisenwerte waren erholt. Kohlen- und Baupapiere konnten ihr erhöhtes Niveau beibehalren. Von Transportwerten lagen außer Nordbahnaktien, di-- sich um 150 Kronen besseren, auch Buscht'- ehrender wesentlich höher. Heimische Banker: konnten sich nach anfänglich schwacher Haltung etwas erholen; Wiener lagen vorwiegend fester. Auf dem Anlagemarkt war heute in Staatspapieren größeres Angebot, die Ware fand bei niedrigeren Kursen glatt Aufnahme. Exoten waren zum Großteil auf Deckungskaufe erholt. Ter Schluß war befestigt. S chlußkurse: Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Franken —, Böhm. Nnionbank 477.—, Böhm. Eskomptebank 451.—. Böhm. Industrialbank 475.—, Zivnostenska Banka 447.50. Anglodank 165.—, Oesterr. Kredit 134.—, Wiener Unionbank 134.—, Wiener Bankverein 91.—, Buschtiebrader Eisenbahn Lit. A 603.—, Sit. B 229—, Ferdinands-Nordbahn 7700.—, Prag-Tnxer 218.—, Aussig-Teplitzer Eisenbahn 1270.— Nestomitzer Zuckerindustrie 1715.—, Bereinigte Elektrizität Wien 205.-, Brosche 1430.-, Koliner Sviritus 1235.—, Königshofer Zement 1245.-, Breitfeld-Dcmek 560.50, Ringhoffer 785.-, Sirnrneringer —, Rotbkosteletzer Textil 376.—, Alpine Montan 334.—, Poldihütte 394.—. Prager Eisen 910.—, Oesterr. Berg u. Hütten 2640.—, Skoda 610.—. Inwald 458.—. Budapest« Börse. Budapest, 12. Februar. Die bessere Grundftümnnng der letzten Tage war auch heute für die Gestaltung der Kurse maßgebend. Als jedoch von Wien Meldungen über die Kurssteigerung der ungarischen Krone eintrafen und das Wachender Hunger und die Schlaflosigkeit färbten seine Phantasien und gaben ihnen die purpurne Butfarbe. Seine Losgelöstheit von allen Realitäten aber gab ihnen das Schwebende, das über alle Grenzen Hinausgehende, und tatsächlich raubte er schließlich auch den Hörern jede Spur von Logik. Trotzdem blieb in seinen! überhitzten Gehirn noch soviel gesunde Urteilskraft übrig, daß er einsah, der Einfluß Fenhös, den er als Apostel, Märtyrer uird verwandte Natur ehrte, wäre für die Realisierung seines Zeitungsplanes von unbezahlbarem Wert. Also stimmte er zu, und es wurde Ä,schlossen, das Urteil Fenhös äbzuwarten, ehe man den Plan im Detail erörterte. Im Herrenzimmer, das aus unruhigem orientalischen Schmtzwerk bestand und von lauter rotverschlvievten Lampen in ein sonderbar schtoeres und mürrisches Licht getaucht wurde, veranstaltete Fvau Marianne ein wirkungsvolles Entree. Alfred hatte sich geirrt. Die Sache lvar sogar sehr nach ihrem Geschmack. Wo es Geschäftigkeit gab und etwas zu fördern, da war sie dabei. Und sie knüpfte sofort große Hoffnungen an diese Zeitung, die vorläufig nur als Plan in den Köpfen einiger unreifer Theoretiker spukte. Sie würde ein Tagesereignis in ihrer Darstellung. Geradezu eine prinzipielle Frage. Alles hing davon ab, oh diese Zeitung gegründet wurde: Ungarns Größe. Die Zukunft der Menschheit. Die Zukunft ihrer Schützlinge im besonderen. Und alles hing von ihm ab, dem großen und unbestechlichen Heroen seines Volkes, von Fenyö, der die Bedürfnisse, die Sehnsucht, ja die Seele dieses Volkes wie kein zweiter kannte und der helfen würde um ihretwillen, um der guten Sache willen. So sprach sie. Aspasia im Kreise der Philosophen — und lächelte kokett. Die Bündler aber fühlten sich sehr beengt; diese effektvolle Einführung war gar nicht nach ihrem Geschmack. ' Auch waren sie wie vor den Kopf geschlagen bei dem Gedanken, ihrem alten angebeteten Ideal nun in greifbare Nähe gerückt zu sein; denn Fenyö , war durch HatzWhytx das Zorüild dex chrHMMHen ~ iS. Februar 1383 .. 9fr. ITOj geld sich bis zu 3,6 Prozent erhöhte, schritt die Spekulation zu Verkäufen, was im weiteren Verlaufe, besonders von Arbn tragewerten ausgehend, einen allgemeinen Tendenzumschwunp zur Folge hatte. Gegen Schluß wurde-die Abschwächung allge^ mein, und Kursrückgänge, die mit wenigen Ausnahmen 8 W 6 Prozent ausmachten, bildeten die Regel. Der Schluß fcxul behauptet, der Verkehr träge. (Alles in Tausenden von Kronen.) S ch l u ß k u r s e: Britisch-Ung. Bank 141.—, Ung. Kredt 800, Oesterr. Kredit 228, Salgo Kohlen 798, Rimamuranhu 156, Südbahn 122, Staatsbahn 545.—. Anglobank —. Gran-« Szaszvarer 540, Oberung. Bergu. Hütten 1250, Drasch^ Ziegel 450, Ung. allg. Kohlen 3650, Urikanp Kohlen IIBOj Koburg 75, Spodium 270, Elotilde dient. Fabrik 154, Htijr; Eisenbahnverkehr 350, Verein. Holz 50, Adria 1150. Baumwollmarkt. New-Bork, 11. Februar. Banmwollzufuhren in beti atlcun und Golfhäfen 13.000, im Innen: 10.000 Ausftlhr «ach Groß/ britannien —. nach dem Kontinent 44.000. Lokalmarkt middling: 33.40 (letzt. Kurs 38.85). Tendetlz: Willig. — Termine: Februar 33.85 März 93.10, Avril Mai 33.28, Juni Juli 31.91, August 29.75. Sevtember 28.65 Oktober 27.93, November —Dezembe* 27.53, Jänner 27.25. Ae Devisenkurse. Berlin, 12. Februar. (Devisenkurse.)*) Amsterdam 1,571.063 (1,571.063», Belgien 167.580 (169.575), Cbristiania 564.685 (564.385,. Kovenbagen 674.310 (680.295). Stockholm 1,101.240 (1,101.240), Italienische 184.538 (184.538), London 18,054.750 (18.054.750), Rew-Wrk 4.189.500 (4.189.500), Paris 191.620 (191.620), Schweiz 729.173 (729.173), Svanien 593.663 (534.660), Wien 59 351 (59 351), Prag 121.695 (121.695), Budapest 147.630 (147-630). Sofia 31.521 (31.132), Belgrad 50.872 (50.872). li:) In Mllionen von Mark. Berti», 12. Februar. (Notenkurse.)*) — Noten: Dollar 4.189.500 (4,189.500), Pfund 18,054.750 (18,054.750), Italienische 192.511 (191.520), Polnische 443.000 (429.000), Tschechoslowakische 121.695 (121.695), Oesterr. gestempelte 59 351 (59'351). *) In Millionen Mark, ausgenommen polnische Mark. Prag, 12. Februar. (Devisenkurse. — Mitgekeilt vom Bankamte des tsckecho-slowakischen Finanzministeriums.) , — Berlin*) 7.90 (7.55), Zürich 607.- (601.50), Paris 158.12 (159.37%), London 149.70 (150.05), New-Aork :I4.82VS <34.827»), Belgrad 41.45 (41.46), Bukarest 17.40 (17.50), Wien 4.81 (4.81), Warschaus-) 3.427, (3.50), Agram —(—.—), Budapest 11.80 (11.75), Jugoslawische 41.37 (41.377z), Oesterreichische gestempelte Kraue 4.82 (4.827,) Polnisches-) --- (3.45), Ungarische 5.50 (6.-). *) pro Billion, f) pro Million. Brr-apekt, 12. Februar. (Kurse der Devisenzentrale.) — Amsterdam 12.150 bis 13.030, Bukarest 170.- bis 182.—, Kopenhagen 5240 6i8 5640, Christians« 4365 bis 4715, London 139.750 bis 148.750, Berlin—.— bis —Italien 1420.— bis 1520.—, Paris 1475.- bis 1585.—, Prag 941.- bis 1014.-, Stockholm 8520 bis 9130, Zürich 5650 bis 6050, Wien 0.4580 bis 0.4910, Sofia 246.— bis 262.-, Belgrad 389.— bis 416.-, New-Aork 32.500 bis 34.800, Warschau —.- bis —Brüssel 1318.- biS 1415.-. Agram, 12. Februar. (Devisen.) Wien 0.1168 bis — Berlin bis —. Budapest 0.27 bis —, Bukarest biS —, Italien 362.30 bis , London 356.50 bis —, New-Aork 83.10 bis —Paris 377.30 bis Prag 242.30 bis -.—, Sofia bis —Schweiz , 1452.80 bis —.—. Brüssel —bis —, Warschau —bis —.—, Amsterdam 3127.50 bis —, Stockholm —.— bis — Warschau, 12. Februar. (Devisen.) Berlin —.—, London 39,100.000, New-Aork 9,725.000, Prag 266.000, Wien 130.50. Nerv-Bork» 11. Februar. (Devisen.) London 430.—, Paris 454.50, Berlin 0.2175 für 1 Billion, Mailand 436.50 Zürich 1740.25, Kopenbagen 1607.—, Stockholm 2624.— Christiania 13 242, Amsterdam 8741.—, Prag 290.76, Wien, 0.14, Budapest 0.37. Bukarest 51.25, Warschau 0.000100, Madrid 1274.59, HelsingforS 251.50, Bri'ff'X 394.75, Kanada 2‘7„ unter pari, Brasilien 102.15, Argentinien 8 '13. Belgrad 119.—. Iugervd Ungarns. Und obwohl er in den letzten Jahren etwas zurückge,treten war, hatte sich ein Legendetllreis um serwe Person gesponnen, der diese über jedes irdische Urtei stellte und ihn bereits bei Lebzeiten in die Sphäre jener Unsterblichen rückte, die den Olymp der Nation bevölkern. Er hatte den Kopf eines blassen und leidenden Propheten. Seine Geste aber und das gesprochene Wort waren uneMich suggestiv, ja seine 2(.nsspvüche waren Urteilssprüche, auf * die sich der freigefinnte Tail ^r Nation berief. Trotzdem er außerhalb aller politischen Kreise stand, keiner Partei angeh orte und n-ur ein Führer jener unosfiziellen Minderheit ivar, die dasselbe wollte wie er: Wahrheit, soweit Wahrheit erreichbar ist. Ein Führer der Leidenden und Verfolgten. Ein Vertreter des Rechtes gegen das Unrecht. Der Protektionslosen gegen diejenigen, die aus der berüchtigten nragyarischen Korruption ihr Gewerbe machten. Er fiirchtete keine Gewalt und war durch kerne Mittel zu. kaufen. Würden verachtete er. Orden waren ihm lächerlicher Aufputz. Geld seiner Bedürfnislosigkeit eine Uebevflüssigkeit. Ebensowenig fürchtete er staatlichen Gewaltmittel und hatte als zwanzigjähriger )5veiwilliger seinen Feldwebel ins Gesicht geschlagen, weil dieser einen Soldaten grundlos mißhandelte. Hatte dafür eine einjährige Festungshaft verbüßt und sich in den feuchten Kasematten 5laschaus ein Gelenksleiden geyolt, das ihyr sein ferneres Leben zur Qual machte. Zehn Jahre später aber wurde er aus der Advokatenliste Budapests gestrichen, weil er cs gewagt hatte, einen sehr populären Minister öffentlich anzugreifen, feine Machenschaften an. das Licht zu ziehen, wobei er Veruntreuungen aufdeckte, durch die der Staat um Millionen geschädigt worden war. Und obwohl jedermann im heiligen ungarischen Reiche davon überzeugt war, daß Fenyö die Wahrheit gesprochen hatte, regte sich doch nicht eine Stimme zu seiner Verteidigung und er erlitt eine entehrende Gefängnishaft und den Verlust seines Diploms. . . (Foristtzrrng folgt.)

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