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Wiener Morgenzeitung · 1924-02-12 · Heft 1793 (12.2.1924) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1793 (12.2.1924)
Date
1924-02-12
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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®effc H W?en. DlenSbrg Wiener WorokengektNUA. 18. Februar 1324__Wt 1WI glimm.Ä-W'M 1 Ein Roman aas der jfiöiscliea Geselisciiaft Bad&pests §j IDieHeimiJoienl 3 von Wilma v. Vukellch 5 32 3 ss Zwei Dinge vor allem Infi'*' 'raffen Roman i'emerkenSlvert und irffelnd 3 r-, au« der Reibe der viele» ii treten: die sib rrasckende Kraft, m^t der 3 ss. das soziale Bild einer Zeit min eine» Kreise? gegeben >u:d dieunliekümmene 3 ss Äflhiibci* und erschütternde Ehrtichleir, mir der sein Gegenstand gebracht 3 ss wird. ,,Vinu Fm* Pr**seu 3 W Preis geheftet K 40.000 ln Halbleinwand K S6UMO sj= S de^isden durch ledo Buchhandlnnr oder direkt vom Verleit 3 2£ Dentseh-Oestorreienischer Verlag, Wien, L Fischeratiege 6 ~ * Die Technik im Dienste der Gemeindeverwaltung. Ueber dieses Thema sprach gestern Nniversitätsprofessor Doktor Liegmvnd Frankel, wobei er darauf verwies, daß das Beitreben der Gemeindeverwaltung darauf abziele, die interne S irrschafr sowohl des Gemeindehairshalies wie des einzelnen zu verbessern. In: Gaswerk wurde eine Benzolg e w i n n u n g s a n l a g e geschaffen, die jährlich 4 00 Ä a g g o n s erzeugt. Um den Anforderungen an Strom, die die Zl'U[;on 6ci cu cli tung. Industrie und Straßenbahn in erhöhtem Ausmaß stellen, gerecht werden zu können, wurdtz das Braun- "nhlenwerk Zillingsdors ausgestaltet und neue Schürtaelegenheiten erschlossen. Hand in Hand damit ging die Schaffung eines modernen Leiinngsnenes in ganz Niedwosterreich, das an zeder Stelle sowohl die .Zuführung als auch die Entnahme von Strom gestaltet. An diesem hängen anher der Ueberlandzenrrale Ebe'nfurt die der Gemeinde Wien gehörenden Werke S ppon t h und Gamin g wie auch das von Privaten übernommene Wert Partenstein bei Linz. Vor: diesen der PoNendnnq enrgrgcngehenden Anlagen benützt das erste die sKdbs. während das Gaminger Wert, die das ganze Jahr zu beuüoende zweite Wiener Wasserleitung ausnützi. Die erwa 340 Mibiarden betrage"den Kosten brachte die Gemeinte durch Einhebung einer Steuer auf den Verbrauch von Gas und Strom auf, die 1,5, beziehungsweise 4 Prozent des Verbrauches beträgt. ' ' R. Dldr. (Nachsslgende Notizen bis zu der Rubrik „Vereine" find entgeltlich.) * Wohlmuth, der elektro-galvanische Feinstrom-Hellapparat- Bei Nervenuno Muskelert'rankungen,. Lähmungen, Kückenmartleiven, Gicht, Rheumatismus und Ischias, Stoffwechsel-, Blut- und Verdauungsstörungen, Krankheiten der Sinnesorgane «Augen und Ohren», Körperschwäche, Erschöpfungszuständen und Frauenleiden wird der Wohlnmch- Heilapparctz stets mir Erwlg angcwenoct. Lesen Sie unsere ärztlichen Gutachten. Auskünfte und Prospekte kostenlos durch Bohlmitih-Monopolveririev für Oesterreich. Wien, 8. Bez.»' Schlösselgaise 2°. * Tanzinstitnt Hermann Braun. 14. Bez.. Reindorsgasse 42. Heute moderne Perfektion. Beginn halb 7 Uhr abends. NovMche BemkstMon Leovoldftadt .==== Sektor 1 ■ ----- Heute Dienstag den 19. d.. vräzife 6 Ubr abends, - d» Tischgesellschaft Jarschak Hotel - Restaurant Barschak, ll. Große Schiffgaste 3 Boümgr..»N"Ka«: „TensMonsprozeffe" Jeden Dienstag zwanglose Kusamrüenkünfte mit Vorträgen Gäste willkommen! _ Eintritt frei! Vornnzeige! Am 19. Februar Vortrag Dr. Gelber Vereine, DortrSge und Bersamumingen. Klub d e r P a l ä st i n e n s e r. Heute. 8 Uhr abends, Heime der Leie- und ReKhalle jüdischer Hochschüler, 2. Bez., Türkensttaße 9, III. Stiege, Vortrag von Dr. R. B e n » S chem: .Mchmath Hamisrach" (Die Seele des Orients). Gäste willkommen. — Kulturgruppe derZionistischen Bezirksorganisation XX, Karl Meißlstraße 5. Heute, 8 Uhr abends, Literaturkurs. Prof. Wilhelm Menkes: „Literaturen des alten Orients". Gäste willkommen. — Z i onistrscheBezirkssektlonBrigittenau. Doktor Sanel Beer hält im Lokale unserer Sektion einen Kurs über Kinderpflege für Frauen und Mädchen. Erster Vortrag Mittwoch den 13. d. um V*>8 Uhr abends. — Zeir o t h M i s r a ch i, 2. Bez.. Untere Auqartenstraße 35. Heute, 7 Uhr abends, Vortrag Tr. Robert Weiß. Tbema: „Ist die jüdische Lebensform Freiheit oder Gebundenheit". — Beth- Waad L e i w r i m. Morgen Mittwoch, ',«8 Uhr abends, im Lokale. 9. Bez., Türkenstraße 9, Vortrag Tr. Ephraim R ritz in o w i t s ch «Jerusalem). Thema: „Ein neuer Kommentar zum Buche Samuel". LiouistiiÄe Lektion VI—VtN. Heute, 8 Uhr abends, -m Settionsbeim, 7. Bez., Bennoplatz 1. Lichtbilder- D e r t r a g Tr. Hans Berger- „Ter Jude in der Karikatur". Anschließend musikalisch-künstlerische Vorträge (Frl. Gisa Stark, Frl. Nanette Selbovicz, Herr Fritz Hollenbergl. — Donnerstag den 21. d., 10 Ubr abends, im Maria Theresien- Äino, 7. Bez.. Manabilferlttaße 70, Palästina i m Film. Einleitender Vortrag Dr. Wolfgang W e i s l. Karten im Vorverkauf; Sekretariat, 8. Bez., Bennoplatz 1, jeden Nachmittag; Ä'enorab. 6. Bez., Amerlingstraße 19; an der Kasse des Maria Tberesten-Kinos, Mariahilferstraße 70. Preis von 8000 Kronen amwätts. Vereinigte hebräische Schulen. Das Kuratorium der Bett rinigten hebräischen Schulen in Wien gibt hiermit den P. Z., Interessenten bekannt, daß in der hebräischen Schule, 2. Bez.. Große Mohrengasse 10-22, neue Kurse für Anfänger und. für Vorgeschrittene, für Kinder und Erwachsene eröffnet worden sind, und daß die Einschreibungen an Sonntagen von 8 Uhr bis 10 Uhr vormittags, an den übrigen Tagen von halb 5 Uhr nachmittags bis 8 Uhr abends stattfinden. „Concordia"-Vall. Beim „Concordia"-BaU, der Montag oen 18. d., 9 Uhr abends, in den Konzerthaussälen stattfindet, wird Heuer als Damenspewde ein reizendes kleines Buch, an seidener Armschlinge zu tragen, die Ballbesucherinnen erfreuen und unterhalten. In der Ballnacht verkehren Sonderzüge der Straßenbahn nach allen Hauptrichtungen. Fahrpläne in den Gardiwoberaumen des Konzerthauses. Herren erscheinen im Frack (Smoking ausgeschlossen», Damen ln Balltoilette (kein Hut, keine Perücke). Äartenausgabe im Bureau der „Coneordia", 1. Bez.. Rudolssplatz 12. täglich von 10 bis 12 Uhr vormittags und von 3 bis 3 Uhr nachmittags. Vorgemerkte Logenkarten. die nicht bis Donnerstag aozeholt werden, können nicht weiter reserviert bleiben. Zionistische Bezirkssektion 1, gemeinschaftlich mit der jüdischen Tischgesellschaft Innere Staat. Heute Dienstag» einviertel 9 Uhr abends, im großen Saale des Cafe Silier, 1. Bez., Franz Josefs-Kai, Vortrag des Herrn Professor Krauß über „Alte Synagogen in Oesterreich". Gäste willkommen. Bühne und Kunst. „Menschm von heute."' (Deutsches Volkstheater.) Herr Dr. Paul Wcrtheimer, als liebenÄverter Mann und Lyriker in weiten Kreisen geschäht, fühlte den löblichen Drang im Buisen, di« Not des Mrtielsiandes von heute in ein dreiaktiges Drama samt Pwlog zu gießen. Das Mitleid, das er mit dem Helden seines Schauspieles an den Tag legt, ist groß, das mit den Dheatergästen ist geringer. Das Potpourri aus allen Mittelstandselendsstücken von Wildgans' „Armut" bis Schönherrs „Aerzte" ist weit besser gemeint, denn geraten. , Ms Darsteller der . verschiedenen Rollen waren die Herren Marr, Soltan, Werner-Kahle, Scharwenk a und Lackner. die Damen Janower, Daneg-- ger und Busch durchaus vortrefflich. Paul Wertheimer konnte wiederholt für die bemerkenswert freundliche Aufnahnw danken. O. A. Konzert Pietro Mazzini. Soll man es wirklich ein Konzert nennen'? Ein reizender, südlich-lebhafter Knirps mit blasiem, mähnegeschmückiem Musikerkopf in malerisch braunem Samtanzug mit Jabot betritt das Podium und spielt beherzt und recht und schlecht einige kleine Stückchen von Hunmiel und Kuhlau, von Haydn, Mozari und Dee'hoven. Natürlich ohne Pedal, das seine winzigen Füßchen nicht erreichen; die kleinen Fingerchen — für einen Sechsjährigen übrigens kräftig entwickelt — spannen ganz geschickt größere Intervalle, auch rhythmisch gelingt manches, freilich nicht alles, ganz gut. die Bässe werden mitunter energisch gehämmert und im fein abgetönten Anschlag und in der eigenwilligen Handl^altung zeigen sich ebenso Spuren starker musikalischer Begabung wie in der erstaunlichen Sicherheit, mit welcher der kleine Italiener seme Mutter Carla B e n a s s i begleitet, wenn sie mit kleinier, unsicherer Stimme italienische Weisen singt. Freilich geht es auch ohne falsch« Basse nicht ab, die Pietro durchaus nicht aus der Fassung bringen, oft genug b'leibr er stecken und fängt wie>d-r *n oder läuft auch vom Klavier davon. Er möchte Wohl av^enblicklich nicht Klavier, sondern Eisenbahn oder Pferdchen spielen und vergißt darob cm seine Künstlerwürde! Mag er auch in Paris auf Chopins Flügel gespielt haben und mag man auch mit schr viel gutem Willen AchnlichVeit seines Kopses und seiner Händchen mit Beethoven feststellen können, der Vergleich mit Mozart, der bekanntlich mit sechs Jahren durch sein OrgelspiÄ die Klosterbrüder von Abbs, durch sein Klavierspiel den österreichischen Kaiserhof zur Bewunderung hinriß, ist ganz lächerlich! Das reizende, feinnevvige Kerlchen ist kein Wunderkind, sondern ein allgemein geistig und insbesondere musikalisch begabter frühreifer Junge, welcher früh, leider allzu früh, ans Licht der Oefftntlichkeit gezerrt wurde. Mit dieser Anerkennung sei die Eitelkeit seiner Erzieher beftiedigt, und nun gönne man chm endlich Ruhe. Denn so sehr wir chm später einmal eine Künstlerlausbcchn gönnen, heute wünschen wir chm eine Kinderstube und einen Planmäßigen Klavierunterricht. Im Konzertsaal sollten nicht das kindliche Alter und sonstige mildernde Begleitumstände den Ausschlag geben, sondern vor allem die künstlerische Reise des Dargebotenen. Aßt man diesen Maßstab fallen, so bleibt eine mehr oder weniger gelungene amerikanische Barietenummer übrig! Unsere soziale Zeit besitzt Schutzgssetze für Kunstwerke und gegen Kinderarbeit, im Fall« Mazzini täte ein Gesetz zur Verbannung musikalischer Knirps« aus der Oefftntlichkeit in die Kinderstube not! Das Publikum, das an dem Temperament der kleinen Jungen seine Freude hatte und chn mit Beifall überschüttete, macht sich wohl keine Vorstellungen davon, w!« viel Seelen- und Nervenkraft des körperlich schwächlichen Kindes hier vorzeitig leichtftvtig Vevbvaucht wird. flb. Di« Pflege klassischer' Opernmusi?. Generalmusikdirektor Leo Blech veabsichtigt, m der nächsten Spielzeit am Deutschen Berliner Opernhaus zwei Meisterwerke klassischer Opernliteratur. Glucks „A l c e st e", in der Bearbeitung von Abert, und Mozarts. „Jdomeneo", in den Spielplan aufzunehmen. Die Oper „Alceste" wird unter Benützung der Schinkelschen Entwürfe inszemert werden. Moderne Tanzkunst. „Negerhochzeit", ein Sketch des Ballettmeisters Max T e r p i s, wird von dem Ballett der Berliner Staatsoper am 16. d. in der Philharmonie zur Uraufführung gebracht werden. Modewe russische Musik. „Peiruschfa" von Igor S tr a w i n s k i hatte bei der ersten Münchener Aufführung in einem Konzert des Konzertvereinsorchesters unter der ausgezeichneten Leitung Walter Becks einen glänzenden Erfolg. Anatole Franee wlederhergesteM. Anatole France ist, wie die Agence Fournier meldet, völlig wiederhergestellt. Der berühmte Schriftsteller feiert am 16. d. seinen 80. Geburt s t a g. Aui de« Aeatem. S taa t s oper. Im Theater im R e,dontensä al der Hofburg findet heute Dienstag die Erstaufführung von Mary W i g m a n mit ihrer Tanzgruppe (26 Tänzerinnen) in ihren „Szenen aus einem Tauzdrama" statt. Anfang 7 Uhr abends. 'Bürgt he ater. Morgen, 7 Uhr abends, „DaS W i n 1 e r m ä r ch e n". Akademietheater. Morgen Mittwoch, halb 8 Uhr abends. „A m T e e t i s ch". In den Kammerspielen wurde das im Rohmen der Nachtvorstellungen stattfindende Gastspiel Maria Orska in Berneuils Karussell" bis einschließlich Donnerstag den 14. d. verlängert. Bolksoper. Heute Dienstag „T r a v i a 1 a". — Allessaildro Bonci gibt noch einen dritten Gastspielabend; der Künstler tritt Donnerstag den 21. d als Richard im „Maskenball" auf. — Mattia Battistini ist für ein neuerliches mehrabeMiches Gastspiel gewonnen worden, da? am 2. M ä r z beginnt. Im Neuen Wiener Staditbeaier gelangt ta Rahmen des für den Hawel-DenkmalsondS veranstaltete« Hawel-Zyklus Sonntag den 17. d., 3 Uhr nachmittags, Hawels „Mutter Sorge", vom Oberregisseur Ka« Kneidinger in Szene gesetzt, zur Aufführung Das Miener Büraertheater veranstaltet am Sonntag den 2. März eine Mat in er, in welcher der erst» Teil der Trilogie „Friedrich der Grbße" von FerdinanL Bonn. „Der junge Fritz", zur Aufführung gelangt. Roniertnachrichten. (Die nachstehenden Ankündigungen sind entgeltlich.) Pietro Mazzini gibt Freitag den 16. d. das zweite (letzttz) Konzert im Großen Musikvereinssaal. Der Künstler bringt ei« ganz neues Programm. Karten bei der Konzerthauskasse, Guttmann, Schmidt,' Kehlendorftr und „Musica" A.-G., 2. Bez., Aspernbrückcnstraße 1. Gerichtrsaal. Ae valorlfiemugsfragk vor dem Sterlmheo« «erlAt. In Anwesenheit eines zahlreichen Auditoriums von Kleinrentnern fand g stern die Berusu-ngsverhandlung gegen ein Urteil des Fivillandesgerichtes statt, mtt dem das Klagebeoebren des Kleingewerbetreiben«den Karl Reiter, der im Jahre 1916 seine mühsam zurückgelegten Ertvarnisse vom 34.000 K. in einer Hvpo'hek angelegt und als die Hvvothek fällig war, 34 000 K. Papierkronen erhalten batte, ans teilweise Valorisierung abgewiesen wurde. Der Kläger war zur Zahlung der Prozeßkosten von zirka 10 Millionen Kronen veruirieilt worden. In der Bvaründnng des Urteils wird hervott oeboben. die Amsicitt des Klägers, daß der innere Wert der Banknote mit der Goldbedeckung derart im Zusammenhang stehe, daß jener mit dieser stei-at und sinkt, entbehre i-'der gesetzlichen und praktischen Stütze. Der Bsrfasiunasaerichtshof könne zur Ueberprüfumq der Bollzugsanweis-ung vom 25. März 1919, durch die der Zwangskurs auf die g stempelten Banknoten übertragen wurde, nicht anaerufen werden, da das Gericht gegen die Anwendu-na der Verordnung kein B-edeu-en habe. Bei der Berufungsverbandlung morb'e Berufungsver-- iveter Dr. Z a l m a n geltend, es gebe kein Gesetz, das den Schuldner berechtigt, ein« in Goldkronen airfgenommeme Schuld in beinahe 15.000fach entwertetem Geld« zurückzuzal,len. Dadurch, daß die erste Instanz dem Geaner 10 Millionen am Proz'ßkasten zugesiprochen habe, habe da8 Gericht selbst am besten bewiesen, daß Kt 000 Goldkronen nicht gleichbedeMend ftien mit 34 000 Papierkronen. DaS Urteil des Bevufungssenates wird auf schriftlichem Wege bekanmtgegeben werden. Die Hotelschuld«« der gewe'ene« Prinzessin Luise von Belgien. Das LandeSaericht verurteilte gestern die oewoseme Prinzessin Luise vom Belgien zur Zahlumg von 129 Millionen an den Besitzer des Schönbrunner Schlosrhotels, Paul Hopfner, dem vom 4. Jänner 1922 bis zum Toge der Abreise, am 23. ftmw 1923. die Hotrlrechnung nicht bezahlt worden war. Da man st« damals nicht abreisen lassen wollte, hatte ste ihr königlicher Wort gegeben, daß ste län^tens in «zwei Tagen zurückkehren werde. Wenn ihre Schwester, Gräfin Lomhav, den Bvtrag nicht für sie erlegt, dann wird wohl nie eine Zahlung erfolgen, da die Schuldnerin vollständig verarmt ist. Bolkswirt. Srffempelte Stnrac “ 0.0081V, Sentlmrr. InsiaOItmo SBlcn — 0.0081 Centimes. I« Zürich notierte 11 .ft 0./2. die österr. «estemvelte Krone 0.008t V4 0.0081*/, die Lsteneichische Krone 0.0081 0.0081 die tschechische Krone.. 16.70 16.70 die Mark . .... -pro Milliarde —.— Holland ••••«••••.oo» 21610 216.25 Nein-Park •».•*,•••** , R74RO 575- LoNdoN 247« 24.70 Paris •••••»••••»«• 26.30 26- Mailand •«••(••tii.t 26.15 25.10 SPelflTob •••••••»•••»• 6.68 6.85 Q ' -chchOO»»»» 2.94 2.95 Sofia <•••••••••••• 4.25 4.27 Budapest »••••.«»••*« 0.0201 0.02 Warschau., . . . .. Sie Vufhebuns der gMredlte. Eine Aktion des Bölkerbundkommiffars. — Schwere Schädigung des österreichischen Transithandels. — Die I ausländischen Handelsattaches wollen eingreifen. Wie wir bereits gemeldet haben, plant die österreichische Regierung, die bisher den einzelnen Firmen gewährten, sechsmonatigen Zollkredite nunmehr aus drei Monate zu verkürzen und die von den Kauf- ’ feilten für die gestundeten Zölle erhaltenen Wechsel bei der Nationalbank zu eskomptieren. Die Kaufleute fühlen I sich natürlich durch diese Maßnahme sehr betroffen, da einerseits ihr sonstiger Mechseleskomptekredit durch die Einreichung der Zollwechsel geschmälert wird und außerdem auch die Verzinsung dieser Wechsel für die Kauf-- feute eine schwere Belastung bedeutet. Wie wir erfahren, stammt dieser Plan vom Generalkommissär Dr. Z i m m e r m a n n. Wenn auch der Standpunkt, alle Forderungen deS Staates rasch liquid zu erhalten, ein gereästfertigter sein mag, so geht es doch nicht an, daß bei der jetzigen Wirtschaftskrise und Geldknappheit den Kaufleuten neue Schwierigkeiten gemacht werden und ihr sonstiger Kredit durch diese staatliche Maßnahme geschmälert wird, abgesehen von der Erhöhung des Zmsenbudgets der Kaufmannschaft, die unter den gegenwärtigen Verhältnissen an und für sich hohe Zinsen zu zahlen hat^rr ° und dadurch das Geschäft stark belasten müssen.

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