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Wiener Morgenzeitung · 1924-02-07 · Heft 1788 (7.2.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1788 (7.2.1924)
Date
1924-02-07
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. L7S8 Wien, DlmtMstag Wiener Morqenzeitung. 7. ^uar IM SetM Der Export der Galizischeu Naphtha-A.-G. „Galicia". Wiener Börse. Heber die Geschäftslage und den Absatz der Galizischen Naphtha- A.-G. „Galicia" schreibt der „Oesterreichischa Volkswirt": Die Ausfuhr und der Absatz im Jnlaude dürfte,r sich im abgelaufenen Bilanzjahre ziemlich die Wage gehalten haben. Petroleum und Schmieröl dürften zum grösseren Teile im Jnlande, Benzin und Gasöl vorwiegend im Auslande verlauft worden sein. Bei der Gelegenheit wäre zu bemerken, daß die Gasproduktion, die allerdings fast ausschließlich als Brennmaterial für die eigenen Heizanlagen verwendet und nur zu einem geringen Prozentsatz zu Gasolin verarbeitet wird, etwa 260.000 bis 300.000 Kubikmeter betragen dürfte. Der Export gebt hauptsächlich nach der Tschecho-Slowakei, Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Oesterreich und Ungarn kommen wegen der starken rumänischen Konkurrenz kaum in Frage. Da seit geraumer Zeit die Galicia bekanntlich nur in Dollar fakturiert und eine sehr vorsichtige Finanzgebarung hat, dürften sich ihre Währungsverluste trotz der katastrophalen Entwertung"der polnischen Mark in bescheidenen Grenzen bewegen. Die Geldflüssigkeit war jedenfalls, wie es auch in der Bilanz zum Ausdrucke konnnt, infolge der geringen Warenbestände am 30. April 1923 und der vorwiegenden Dollargestion sehr groß. Die stillen Reserven sind jedenfalls gewaltig. Auch dürfte die Gesellschaft von den Tochtergesellschaften in Polen und der Tschecho-Slowakei, die sich vorwiegend mit dem Handel mit Erdölprodukten' befassen, Gewinne in ansehnlicher Höhe bezogen haben. Ermäßigung der Kohlenpreise und Frachtsätze in Deutschland? Die „Vossische Zeitung" schreibt: Die bereits seit langer Zeit gepflogenen Vorbesprechungen über eine weitere Ermäßigung der Kohlenpreise und in: Zusammenhang damit über eine Herabsetzung der Frachtentarife dürften in kurzer Zeit in ein entscheidendes Stadium treten. lieber das Ausmaß der Kohlenpreisherabsetzung besteht naturgemäß noch keine feste Vereinbarung, da man zunächst das Förderergebnis des Jänner und den Lohnanteil daran abwarten muß, um eine Berechnungsgrundlage zu finden. Man geht jedoch kaum fehl, wenn man mit einer Ermäßigung um 10 bis 15 Prozent rechnet, da nach vorläufigen Schätzungen die Förderung im Jänner gegenüber Dezember um etwa 50 bis 60 Prozent gestiegen ist. Die Frachten werden alsdann, wie ans den Vorbesprechungen zu entnehmen ist, voraussichtlich um den gleichen Prozentsatz ermäßigt werden. Zur Finanzierung des Holztransiis über Königsberg. Vom Messeamt Königsberg wird mitgeteilt: In Königsberg find mit dem Ausbau des Hafens umfangreiche neue Holzlagerungsmöglichkeiten geschaffen worden und ein besonderes Hafenbecken zu einem ausgedehnten Holz- und Floßhafen ausgestaltet, der mit seinem Landflecken «etwa. 750.000 Quadratmeter umfaßt. Es ist jetzt von besonderer Wichtigkeit, alle Fragen aufmerksam zu verfolgen, die mit der Ausgestaltung Königsbergs zu einem wichtigen Holztransithafen' zusammenaen. Bei der heutigen schwierigen Lage der Holzwirtschaft i auch die Frage der Finanzierung der Transportkosten von den Sägemühlen bis zum Holzabfuhrhafen eine Rolle. Wenn diie hierzu notwendigen Kredite flüssig gemacht worden önnen, werden die Banken nach der Wiederherstellung der stabilen Währung wieder zu den Methoden des Warenkvedits. wie sie in der Vorkriegszeit bestanden haben, zurückkehren muffen. Diesen Gedanken in die Tat umzusetzen, ist die Holzsektion des Wirtschaftsinstituts für Rußland und die Oststaaten bei der Königsberger Stadtbank vorstellig geworden, damit diese mithilft, den Holztransit über Königsberg zu beleben. Die Stadtbank erklärte sich bereit, ihre Aufmerksamkeit in besonderem Maße der Finanzierung der Frachtkosten für Holztransporte nach Königsberg Auzuwenden. Sie wird dabei in engstem Einvernehmen mit der Holzsektion des Wirtschaftsinstituts für Rußland und die Oststaaten arbeiten. Versammlung der russischen Baumwollproduzenten. Am 19. Jänner fand in Moskau eine Versammlung der Baumwollproduzenten statt, an der die Bevollmächtigten dor baumwollproduzierenden Republiken Durkestan, Buchara, Chiwa, Aserbeidschau, Armenien, Grusien und Vertreter des Baumwallhandels und der Textilindustrie teiluahmen. Bei den Beratungen wurde nach der Russischen Telegrcchhen-Agentur sestgestellt, daß im Jahre 1923 die Baumwolliaatfläche das dreifache, der Saatfläche des Jahres 1922 und die Baumwollernte oas Fünffache der Ernte von 1922 betragen haben. Die Tätigkeit der baumwollereinigenden Betriebe sei gestiegen und die Frachtkosten seien gefallen. Das für 1923 vorgesehene Programm i‘ci fast durchgeführt. Der französische Getreidemarkt unter dem Einfluß des Frankensturzes. Auf dem Gctreidcinarkt in Monlins wurden inn 2. Februar, wie aus Paris gemeldet wird, für den Zentner Weizen 100 Franken und für.den Zentner Mehl 130 Franken notiert, was gegenüber der Vorwoche eine Verteuerung um 2 Franken bedeutet.. Die Getreidebörse in Paris notierte am 1. Februar noch 98,25, beziehungsweise 123,75 Franken. Jede Ausfuhr von - Mehl, Weiten, Grieß, Grütze und Teigwaren ans Frankreich ist amtlich verboten worden. Die russisch-amerikanische Gctreidekonkurrenz. Aus Warschau wird gemeldet: In Handelskveflen erregt es größtes Aufsehen, daß Rußland allein An'chein nach den alten Konkurrenzkampf gegen amerikanisches Getreide, wie in der Vorkriegszeit, ausgenommen, hat. Disser Tage sind hier und in Danzig große Sendungen rnGschrn Mehles eingetroffen, das die russische Getvüdeexporfltelle nach Polen verfrachtet hat. Das Mehl stellt sich nm 18 Prozent billiger als amerikanisches. Es stammt aus den Mühlen von Kiew und Charkow und ist von erstklassiger Beschaffenheit. Die jugoslawische Landwirtschaft im . Jahre 1923. Im Jahve 1923 wurden zirka 1,5 Millionen Hektar mit Weizen bebaut, das sind um etwa 25.000 Hektar mehr als die durchschnittliche Anbaufläche in den drei voraugegangeuen Jahren. Die Weizenernte wird auf 16,840.000 Zentner geschätzt gegenüber einem Durchschnittsertrag von 12,6 Millionen Zmtner in , den letzten Jahren, die Roggenernte auf 1,6 Millionen Zentner gegenüber einer -durchschnittlichen Jahresernte von 1,3 Mil- Rouen Zentner in den letzten Jahren. Schätzungsweise stehen hiervon 15.000 Zentner für den Export zur Vevfligung. Die Gorstenernte wird ans 2,1 Millionen geschätzt und bleibt hiermit um einige hunderttausend Zentner hinter den letzten Jahren zurück. Ferner wurden zirka 2.8 Millionen Zentner Hafer ae- »rntet. was ungefähr der Produktion der Vorjahre entspricht. Der Ertrag pro Hektar ist verhältnismäßig gering und könnte durch eiue Intensivierung der Wirtschaft gehoben werden. Es werden duvscknittlich pro Hektar nur 7,63 Zentner Weizen, bezichungswe-i.se 12,02 Zentner Mais geerntet. Befestigt. An der gestrigen Börse war eine entschieden freundlichere, Stimmung zu konstatieren. Günstigen Eindruck übten die wesentliche Besserung der Geldverhältnisse, ferner Deckungen der Kontermine und Meinungskäufe der Spekulation. Namentlich die ungarischen Werte, für welche Kaufaufträge aus Budapest Vorlagen, fanden mehr Beachtung, ferner zeigte sich gesteigertes Interesse für Alvineaktien und Bankenwerte sowie für einzelne Aktien polnischer Provenienz. Im Eröffnungsstadium, wiesen die Kulissenwerte Besserungen von 2000 bis 15.000 K. auf. Mit dem Fortschreiten des Verkehrs verminderten-sich'die Umsätze, ein Teil der anfänglichen Steigerungen ging wieder verloren, da Gewinnslcherstevungen zur Ausführung gelangten, doch waren gegenüber dem letztgemeldeten Stand immerhin noch Besserungen zu verzeichnen. So profitierten Bankverein 9000 K.> österreichische Kredit 5000 K., ungarische Kredit 34.000 A., Anglobank 9000 K.. llnionbank 7000 K., Lombarden 6000 K., Alvine 10.000 K., Felten 13.000 K., Krupp 17.000 K., Skoda 10.000 K., Waagner 12.000 K., Salgo 20.000 K., ungarische Hofherr 19.800 K., Karpathen Petroleum 14.000 K. und Semverit 12.000 K. Lediglich Staatsbahn wurden um 11.000 K. und Timber Holding um 17.000 K. billiger abgegeben. Auch im S ch r a n k e n waren bei lebhafteren Umsätzen höhere Kurse in Geltung und namentlich ungarische und einzelne tschechische Papiere erstellten sich gesteigerter^ Nachfrage. Von den' fließenden Schrankenwerten gewannen Allgemeine Bau 23.000 K., Berg- und Hütten 50.000 K., Hutter & Schrantz 20.000 K., Guttmann Holz 30.000 K., Fanto 120.000 K., ungar. Zucker 80.000 K. lind österreichische Eisenbahnverkehr 70.000 K. Hingegen büßten Dampfschiff 30.000 K. und Prager Eisen 20.000 K. ein. Von den.übrigen Schrankenpapiere» erhöhten sich Pilsner. Brau um 90.000 K., Dynamit Nobel um 150.000 K., Jungbunzlauer unl 600.000 K. Auf dem Petroleummarkte wurden Galicia um 400.000 K., Schodnica um 80.000 K. und Naphtba um 20.000 K. höher bewertet. Auch einzelne Textilwerte zählten zu den bevorzugten Effektengattungen. Die unverkennbar freundlichere Teydenz erhielt sich ungestört bis zum Ende des Verkehrs. Bezugsrechte: Zentralbank deutscher Sparkassen 4500 K., Depositenbank 630 bis 800 K., Alpine chemische 300 K., Chemosan 9000 K., Slavonija 12.500 K., Schember 500 K., Leykam 6500 K. und Rhombus 100 K. Auf dem Anlagemarkte haben sich, ausgenommen der in Silber verzinslichen Prioritäten, welche schwächer lagen, geringe Verschiebungen ergeben. Von den E x o t e n notierten: Esseff 42.000 bis 43.500 K., Erdöl 37.500 bis 39.500 K., Jriag 270.000 bis 272.000 K., -Hohyerband 22.000 bis 23.000 Kronen, Ntraznica 187.000 bis 191.000 K., Tepege 100.000 bis 104.000 K. und Wiener Waffen 20.000 K. Welnmörke. Die „Neue Weinzeitung" berichtet über die Situation auf dem Weinmarkte: Das Verkaufsgoschäft auf dem Wiener Platze ilnd in ganz Oesterreich ist in den letzten Wochen sehr schleppend gewesen, mib mit diesem Umstand ist es zuzuschreiben, daß das Preisniveau stabil geblieben ist. Die Vorräte m Oesterreich, welche derzeit die Haupteinkanfsquelle für den österreichischen Bedarf bilden, sind sehr stark zusammengeschrumpft und die Wempreise würden vielleicht eine wesentliche Steigerung erfahren, wenil nicht mit den Interessen des Handels auch die Abgabelust der Produzenten glcichcil Schritt' halten würde. Der österreichsi'che Produzent ist durch die Wirischaftsverhältnisse der Nachkriegszeit auch in finanzieller Be-. Ziehung sehr geschult worden, und er kann heute nachrechnen, oaß ein prompter Verkauf mit der guten Verzinsungsmöglichkeit günstiger ist. als wenn der Wein noch monatelang, im Keller lagert, selbst wenn er hernach einen etwas höheren Verkaufspreis erzielen könnte. Die. Pveise in Niederösterreich bewogen sich zwischen 6000 bis 6600 K. für Altwein und 7000 bis 8000 K. für Neuwein pro Liter. In Ungarn hat die Verschlechterung der Ungarkronc eine wntere Zurückhaltung der Produzenten zur Folge gchabt. WnnpMise sind sehr fest, es wird nur von den Produzenten verkauft, die dringenden Ge-Idbetdars Höchen. Es werden Sandweine zwischen 1200 bis 1500 ung. K. ausgeboten, Gyöngnöser kosten 1800 bis 2000 ung. K. und .für höherprozentige Herrscheftspartien werden 2500 bis 2800 nng. K. Pro Liter verlangt und auch gezahlt. Besonders hochprozentige Weine tverden stark gefragte weil die Vorräte, die ursprünglich kaum besonders groß waren, in der letzten Zeit stark aufgekanft wurden. . . . In der Tschecho-Slowakei hat die Plötzliche Ermäßigung des We.inzolles schon eine Verschiebung der Verhältnisse auf dem Weinmarkt zur Folge gehabt. Der adriatische Tarif gestattet Weine aus Triest für mäßigere Frachten als Weine aus der Karptho-Russia nach Prag zu bringen, was zweifellos zu Rekriminationen der slowakischen Weinproduzenten führen wird: Dem wäre wohl mit einer Frachtermäßigung bei den slowakischen Relationen zu begegnen. -Der tschecho-slowaki che Weinhandel ist angesichts der genannten Situation im Einkauf zurückhaltend, was sich bereits in den inländischen Produktiousgebieten bemerkbar macht. Iß Jugoslawien ist keine Aenderuug der Preisverhältnisse eingetveten. Qualitäten sind gut, fein und schön ausgebaut, es wird aber NM für den Jnlandbe-darf gekauft. In der Werschetzer Umgebung herrscht etwas lebbaftere Nachstage, bei relativ billigem Ausgebot, Äfprozentige Weine notieren 3,50 bis 4 Dinar ,pro Liter. In! Südtirol herrscht am Weinmarkt Ruhe. Bevorzugte Weinlagen sind heute schon beinahe gänzlich ansverkauft. Letztjährige St. Magdalenerweine notieren 400 bis 460 Lire. Lagreinerweine 320 bis 350 Lire. Kalterersee- und Traminer Rotweine 160 bis 180 Live pro Hektoliter Diese Weine wurden'fast anschließlich nach der Schweiz geliefert. Ebenso tritt Nordtirol als Käufer für gute Weine auf. Im Altausland ist die Tendenz ungleich. Börse sür landwirtschaftliche Produkte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Die seitherige Geschäftlosigkeit, die speziell zum Schluffe, der Vorwoche in Erscheinung getreten ist. hat infolge des Eintrittes müderen Wetters womöglich eine Verschärfung erfahren. Ausgehend von dem stockenden Absatz in Weizenmehlen ist dal Geschäft in Weizen nahe der Stagnation und die vorliegenden Offerte m heimischen, juslawischen,. rumänischen und bessarabischen Provenienzen bleiben gänzlich unbeachtet. Roggen wurde in rumänischer und österreichischer Ware in kleineren Partien aus dem Markte genommen. Die Haferpreilse haben nachgegeben, euerseits im Einklänge mit -der allgemeinen Stagnation im GetreidegeschLit, andererseits infolge stärker, hervortvetende Realisationsbedürfnisse der Eigner. Mais ist gleichfalls billiger offeriert, ohne daß notable Transaktionen zu beobachten sind. Die Gerstentendenz hat sich weiter abgeichwächt, der Konsum blieb gestern unvertveten, aber auch das Angebot ist keineswegs als dringlich zu bezeichnen. Hinsichtlich der Gerstentendenz befinden wir uns gänzlich im Schlepptau - der Ereignisse in der Slowakei. Bon sonstigen Artikeln sei erwähnt/daß sich die Kaufstimmung sür Hivse weiter gebessert hat. dagegen bleiben Mehle aller Art vernachlässigt. Käufe werden trotz billigerer Preisforderungen abgelehnt. Etwas günstiger ist die Situation in Roggenmehlen. Futtermehle bleiben vernachlässigt und Kleiepveise neigen gleichfalls zugunsten der Käufer. Es notieren pro Kilogramm ab Wien exklusive der Pauschalwarenumsatzsteuer r Weizen inländischer 3300 bis 3850 K.. ingoilawischer oder rumänischer 3600 bis 3650 K., Roggen 2950 bis 3000 K., Gerste inl. 3350 bis 3500 K., tschecho-slowakischv 3550 bis 3800 K., 1.60 bis 1.80 tschech. K. ab Marcheqg, MaiS 2900 bis 3000 K., Neumais 2775 bis 2875 K., Cinguantin 3200 bis 3300 K., Hafer 2650 bis 2750 K., Weizenmehl Nuller inländisches 5900 bis 5900 K., ungarisches 5150 bis 5450 K., Weizengrieß inländischer 6300 bis 6400 K., Weizenmehl amerikanisches Vollpatent 6200 bis 6600 K.. Brotmebl inl. I» 4200 bis 4300 K., Futtermehl Ia 2500 bis 2600 K., Rogaen- :m$l inl. Xa 4600 bis 4700 K.. Kleie 1600 bis 1650 K. Wiener Holzbörse. (Eig-enbericht der „Wiener Morgenzsrtumg".) An der gestrigen Holzbörse war der Besuch zufriedenstellend, jedoch machte sich bei lebhaftem Ausgebot nur schwache Nachfrage geltend und es waren lediglich gesucht: Werkbolzbuchenscheiter Ia und Fichten-Rundholz astrein trocken von 28 Zentimeter aufwärts. Auch das Exportgeschäft weist eine schwache Betätigung auf. Im weiteren Verlaufe des V- '-''res wurde es lebhafter und einige Umsätze wurden perfekt. t sind erwähnenswert von N ad elh o l z - S ch n i r > 'l ■ 'tat Banware 20 Millimeter von 16/16 Zentimeter ' io.ooo K. ab Buchs, Staffeln^ 4 Meter lang zu 400.000 K. ao niederösterreichischer Station, ferner von Lanbholz-Schnittmaterial inländische Eiche zu 1,200.000 K. und flawonischr Eiche BouleS Ia zu 1,900.000 K. ab Wien. Ausgeboten wurden: Brennholz Buchtrocken zu 3,650.000 K. ab Wien, von L a u b h o l z-S ch n i t tmaterial Ahorn zu 900.000 K. ab Wien, von Nadel- Holz-Schnittmaterial Tischlerware. Fichte 13 Millimeter 16 bis 32 Zentimeter zu 800.000 K. ab Wien, Kistenware 8 bis 16 Zentimeter zu 400.000 K., Kantholz 4 bis 6 Meter lang 8/10 10/10 15/15 zu 400.000, Kürzungsware 20 Millimeter von 14 bis 26 Zentimeter zu 500.000 K., Pfosten 65 bis 80 Millimeter von 18 Zentimeter aufwärts zu 500.000 K. alles ab steiermärkischer Station, Exportware sägefallend 24 Millimeter zu 235 Lire. 29/58 4 Meter lang zu 235 Lire, Morali und Halbmorali zu 235 Lire ab Tarvis oder Brenner ausfuhrfrei, Madriers zu 280 franz. Franken, 24 Millimeter Breitware Qualität normal zu 280 ftanz. Franken cif atlant. Hafen, ferner Lärchepfosten 50 Millimeter besäumt zn 700.000 K. ab steiermärkischer Station, Staffel 8/10 15/15 zu 550.000 K. ab steiermärkischer Station, Pfosten 50 Millimeter, poln. 14 bis 30 Zentimeter zu 500.000 K. ab steiermärkischer Station. Me Warmmörlte. (Eigenbericht der „Wiener MorgenFvitiMg".) Roheisen. Auf dem britischen Robeisenmarkt ist es rubiger geworden und die Prelle haben eine Kleinigkeit nachgegeben. Wie allgemein erwartet, war der Ausstand der Lokomotivführer und -Heizer imr von kurzer Dauer, es drohen aber neue Ausstände seitens der Hafenarbeiter, die eine Lohnerhöhung verlangen. Obwohl man hofft, daß diese Schwierigkeiten schließlich durch Komvromisie ftiedlich beigeleqt werden, so üben sie doch einen störenden Einfluß auf den vor kurzem eingesetzten besseren Geschäftsgang, worauf die eingangs erwähnte Ruhe im Geschäfte zurückznführen ist. Dew-Dork» 5. Februar. Baumwollzufuhren in den atfaitV, und Golfbcllen 22.000, im Innern 11.000, Ausfuhr nach Großbritannien 1060 nach dem Kontinent —. Lokalmarkt nnddlin»; 34.50 lletzt. Kurs 34.851. Tendenz: Willig. — Termine: Jänner 27.56. .Februar 83.92 März 34.20. Avril Mai 34.47, Juni Juli 33-, August 30.35. Sevtember 29.14. Oktober 28.28, November —.—, Dezember 27.81. Berliner Börse. Berlin, 6. Februar. Nach uneinheitlicher Eröffnung gestaltete sich die Terckenz an der heutigen Börse wiederum feft und die Aufwärtsbewegung der Kurse, die anfangs nur etwas zögernd erfolgte, setzte sich kräftiger durch. Sie nahm wieder von der Steigerung der oberschlesischen - Montanwerke ihren Ausgang. Die Kursgewinne betrugen bei diesen durchschnittlich sowie für einige Ma chinenfabriks- und Kaliwerte drei bis acht Billionen Prozent, während sie sich ansonsten zwischen ein bis drei Billionen Prozent hielten. Die B-eteiligung des Publikums am Geschäfte nahm weiter zu, was im weiteren Steigen der Cinbeitskursindustriepapiere zum Ausdruck kam. Heimische Renten setzten ihre Knrserhöhungen in mäßigerem Tempo fort. Am Geld- und Devisenmarkt hat sich nichts von Bedeutung geändert. (Alles in Billionen von Mark.) S ch l « ß k u r s er Türkische Lose —, Oesterr. Staatsbahn 41.—, Rordd. Lloyd 10.—, Ver. Elbeschiffahrt 7.5. Berliner.Handelsgesellschaft 68.375, Kommerz. Privatbank 10.875, Tärmstädter Bank 19.25, Deutsche Bank 18,875, Tiskonto- Kommandit 22.5, Dresdner Bank 12.3, Nationalbank für Deutschland —, Oesterr. Kredit 0.7, ' Oesterr. Limderbank —, Reichsbank 50.—, Wiener Bankverein 0.5, Wr. Unionbank 0.5. Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 16.-, Bochumer Gußftahl 73.—. Daimler Diotoren 6.126. Deutsch-Luxemburger 65.9, Deutsche Maschinen 14.—. Dynamit Nobel 14.—. Felten u. Guilleaume 45.75. Gelsenkirchener Berg. 69.26, Tb. Goldschmidt 26.126. Harpener Bergbau 90.26, Hirsch Kupfer 51.-, Höchster Farben 28.—. Hohenlohe-Werke 50.5, Laurahütte 28.5, Vtannesmannröhren 52.—, Phönix Bergbau 46.6, Schuckert u. Co. 65.—, Siemens u. HalSke 53.75' Telephon Berliner 9.25, Dollarschatzanweisunge» —.

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