Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1924-02-02 · Heft 1784 (2.2.1924) · p. Seite 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1784 (2.2.1924)
Date
1924-02-02
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/2979076-2980834-2980867--17670-3004677
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Mt. 1784 Men, SaniStaq ' Wienev MorkgenzesitUtK. -er V-orkviDgLzeir steigt, d>nn wird, während die Preiife und tri* ©Mlomtmett such auf ihren Vorkriegsstand zurückkonmuen werden — oder -darnn'e>r! —, der 0uiat Vcvpftichiei frleibcn, seine Sch'Uldzinisen in GoAfranken zu zahlen, obwohl er sich Papierifr-cnken geliehen hat. U«nid in diesem Falle tbird, da die Zinsen der ösfentllichen Schuld 20 Milliarden Goldfranlen bet ragen wenden, wahrend das gasamee Volkseinkommen aus 3 5 Milliarden GchdsranEcn znrückgegMsen sein wird, die Bellastiung durch di» öfftnüiche Schn>ld 57 Prozent des Gesamteinkommens der Franzosen ausmachen, Md wenn man di>e 12 Milliarden für das Bndiget h'.nzuzähhi, me'hr als 90 Prozent des Brökseink-ommens! Wird Frankreich oine solche Belastung ertragen?önne>n? Ich glaude es nicht, ebensowenig wie irgendein anderes Land. Uebriaens hört Deutsch'and nicht auf zu sagen. es wende ihm unmöglich sein, eine solche Last zu tragen; warum also sollte, was für Doutschland unmöglich wäre, für Frankreich möglich sein? Glearioikürse der Csferrpfekfseksn Katimalbank vnm 1. Oevisen Scheck» nnck ^us- Ftbiuar 1924, turn vom 31. Jenn. rsbiunxen) Geld War« Geld Ware Aw5lerdam u i holl. Gulden 26*V>. - 26RK 26470.-?5B70.- Acrnm t!»„. Kronen , , , P2*’ r,n POPS-, P 7.— 626.- Pei"»nd 1 nipnr ...••* 8? 50 P20.50 072 f°6, - Per^n* 1 deit^r’tp Pp!p*»«mark * 11.7., ,5 70 16.3' Prllffpe1! Pr/inr« * 9 1 nti?ar1flche Kronen * 2951 29*«.- 2851. 23'^.- ’.G o.51 ".41 ".Kl PtiVerrst t I.e* "61.- Clirf't^rfn 1 nnrv>p». Kronen , o*so .. flRo0. OfQO . 0620.- Konnnhnom t dt>ni«rh« Kronor . liNqi.E 117?o.- Imao.- II600.- I.ondnn i Pfund Sterling . . . 3'd'nn . Z05°>"0— 307^0',.- 303 nr.- Iti-drid I pp»<»ta!i.T 9n°0— 6600.- pnoo. _ MaPnnd t Ur*>. 3^74.- 3oqs.- New Vorv i Potlur.] 7 Nl15._ 71100— 70013.- 71135.- Pflrls 1 Frnnne .......?iio— 3"4".- 3? 3.- Prs« 1 tRoWho-Rlow. Kronen I oOsi _ 2063— 2050.— SoHn t | pw»n r 5 7.- 5'1.- 403.- f pchwedfcrl'e^rnnof . 1R470.- 18530— >8270.-- 183 (0.- VVer^ci'nit** f rntnUnt’P Mark . . Zürich 1 schwHrerl«che Francs . Noten 12305.- 12155.- 12275.- 12315 — AmerfVan. Noten v. K f^nllar aulvf. 7n<^\ _ 71?f>'>.—. r m .. . 7JTO.- . . p'rln-r»» , , , FeMsnlie Noten 100 Frnnr, . . 7P7*-n. — 717*0.— 71160.- 291". - 20*0... 2°ii.- 26'5.- Bulgarische Noten zu inon j.eva . -85.- 491.— 476.- 484.- . . .mo.. . , Helnpre... Dllnl^che Nofen 100 Kroner . . »5.- 473.- ans.— d64.- fN»o.-!UT°.- 11470.- lfrno. - Deutsche Noten*. 15.10 16.00 15.30 J5.9o - 1*5*30 a . Heinere* . . , 1*.70 11.30 •4.70 Engl. Noten von 5 Uvrest. aufw. 3"27io.-. verono, — «mono,. . . Melrere . . ... FranrUVIsrhe Voten 100 Frnnrn , 3'-snn,_ ZO^I-'O.- 3COOTO. - 301 o’o.— ^05.-. 3315.- 17V?.- 3^15.- Holi?nd1<er1’e Voten ton Gulden , 25111.- 26510.— l’O'rn.— 26*71.- Italienische Noten v. too fjre aufur. 3o°o.— 31 0.- 3r7\— zo"o.- . « Meiner« . . .. Jngosl. Noten ungest. zit 1000 Dinar 3.1-5.- 3171.- 3(>60.- 821.- 627.— 817.- 823- » » » » ^00 , « kleinere . , PH.- 617.- 6"7.- 6»i.- Norweplsohe Noien 100 Kroner . 9450.- 9510.- 9100.— 9440.- Polnische Noten **. 71 — 61.- 7'.— 31.- » „ Heinere** . . , 66— 70.- 66.- 76.- Rumänische Noten ru1000ii.50nf.el 357— 361.- M7.— 356.- , . kleinere . . , 337— 341.— 332.- 336.- Russ. Noten (Roman.) tu 5M Rubel .— 0 a a * W0 a . » . - kleinere . . Schwedische Noten 10° Kronor , 18380.- 13 6".— «6160.- Schwelrerisrhe Noten 100 Franca. 12 40.- 12160.- 12°40,- Spanische Noten 100 Pesetas . . 8'550,— 8940.- 8760.- 8640.- T8checho»slow, Not. v.1000 aufw, 2^32— 2043.— 2030.— 2046.- . „ kleinere , Ungar. Noten (neue Fpt.) r.u lOOOKr. 2027. - 2043. - 2025. - 2041.- 1.62 1.82 1.62 1.32 . . ZU m.noo Kr. . . . , kleinere ..... 1.57 1.77 1.57 1.77 9 „ KTirrrc o 9»\)9 J*«l I J * Fiir 1000 «.-Mark, - für 10.000 pol». Marl. Die KWenbeWah». Von Oberbaurat Ing. Seligmaun. Sa wie die Sttzd'bahn, must» auch die Kahlenöergbehn während und nach dem Kriege den Verkehr cinstellen. Person'n- und Kohlenmangel, zuletzt die Unmöglichkeit, die Ausgaben mit den Einnahmen in Einklang zu bringen, zwangen die Unternehmung, bessere Zeiten abzuwarren. Dieser beschauliche Zustand erfuhr jedoch durch das Eingreifen des Staats eine jähe Unterbrechung. Angesichts de^ Lethargie der Bergbahnverwaltung war das Ver'hrsm'm'.stermm berechtigt und verpflichtet den Verfall der .Konzession auszusprechen. Durch diese einschneidende Maßregel wurde die ganze Frage ansgerollt. Die rechtliche Seite der Augelegenhei: und deren noch off nie Regelung ist m-<hr für die Aktionäre d'r Bahn von Wichtigkeit. Der Wiener ijtnur daran interessiert, daß die Kahlenbergbahnfrage ihre technische Lösung finde. Die Bahn nnttfre nn Iaüre 1871 als eine der ersten auf dem Stmüintuu dem Verkehr übergeben. Sie ist normalspurig mit einer Zahnstange nach dem System Rigi erbaut. Die' größte Steigung dieser, 5,5 Kilometer langen Zwoigeleisigen Bergbahn beträgt 100 Promille, der kleinste Bogenhalbmesser 180 Nlo'er. Der Höhenunterschied zwischen Anfang- und Endstation beträgt 316 Meter, was einer durchschnittlichen Steigung von rund 58 Promille entspricht. Die Anlaoeverhälinisse sind derart günstig, daß die Anwendung ein.'r Zahnstange nach dem heutigen Stand der Technik,, d. h. der Elektrotechnik, überflüssig erscheint. Die heutige Bahn ist gänzlich veraltet und eine rationelle Betriebssnhrung ausgeschlossen. Man wi'd sich entschließen müssen,, unter Benützung des Unterbaues eine elektrische Linie einzurichten. Die Modernisierung der Kahlenbergbahn ist technisch in einfacher Art zu lösen, es bleibt um noch die leidige Frage >oer Beschaffung der erforderlichen, nicht geringen Geldmittel offen. In diesem Belange ist ein Vorbild bereits g'- geben, die Elektrisierung der Stadtbahn. Auch der Kahlenberobahn hätte sich die Stadtgemeindc Wien,'welche schon früher einmal mit der Unternehmung in Verhandlung stand, anznnehinen und die Wiedererweckung und Analiederung an ihr Straßenbahnnetz durchzuführen. Die Gesellschaft kann bei einem billigen Arrangement nur profitieren, da sie auf alle Fälle Eigentümerin des Hotels bleibt und daher au der Wiederbelebung des Kahlenberg.es auch weiter interessiert ist. Bei der enormen Verbreitung des Wintersportes würden sich für 2abl<mb»ra auch in» Winter bedeutende PerspMHxm er» Gross - Steuerpflichtige chfuni! Sie kennen Ihr gr sp.e» Einkommen und Erwerbstener nur ein Minimum reduzieren, w»on Sie »loh bet einem Bau be‘silieren. Sie erha'ten dadurch beinahe geschenkte H&usar und antorde- IrungBtroie Wohnungen Auskunft erteilt Baugesellaöhatt, «Vlei. 2. ,.i aabv>thstra»S ' 1. 50S8 geben, wenn er durch ein modernes Verkehrsunternehmen in die Nähe der Stadt gerückt wird. Zum Schlüsse sei noch kurz das Projekt gestreift, welches dieser Tage in einigen Zeitungen erörtert wurde. Der Plan der Errichtung einer Drahtseilbahn auf den Kahlenberg. Es dürfte sich vermutlich — Einz"lheiten tvaren nicht angegeben — um eine Hängehahn handeln. Jedenfalls muß gesagt werden, daß eine solche Anlage sich für einen mäßig besuchten Alpenhochgipfel eignet, wie sie in Südtirol gebaut wurden, niemals jedoch für eine Massenfrequenz, wie sie der Kahlenberg an Sommersonntagen erlebt. Es sei nebenbei erwähnt, daß eine ähnliche Bahn auf die Sophienalpe bestanden hat, aber sich nicht halten konnte und abgetragen wurde. Auch ist die Notwendigkeit zu einer solchen mehr exotischen Bahn keineswegs gegeben, da eine gewöhnliche „Elektrische" genügt, um den Kahlenberg zu erreichen. Die RoMamkuhr aus Nolen benoten, (Eigeudienst der „Wiener Morgeuzeitung") Warschau, 81. Jänner. Der Handels- und Industrie a u s s ch u ß des Sejm hat heute einen Gesetzentwurf betreffend das Verbot der Ausfuhr von Rohöl aus Polen angenommen. Die gestrige Versorgung gestaltete sich insofern» schwieriger, als das Geld eine Versteifung erfahren hat. Das Wochengeld zog bis 1,50 Prozent an, doch waren zu diesem Satz größere Mengen vorhanden, so daß die Versorgung glatt 'bewerkstelligt werden konnte. Allgemeine Tepositen-Bank. Ans Grund des Beschlusses d^r Generalversammlung vom 28. September 1923 hat der Vorstand der Allgemeinen Driyostten-Vank beschlossen, nunmehr die Erhöhung des Akt ienkapitales von 12,5 Milliarden .Kronen ans 15 Milliarden -Kronen durchguführen. Von den neuen 1,250.000 Aktien zu Nominale 2000 K. werden 892-857 Stücke mit Dividendenberech tig-ung ab 1. I ä n n e r 1921 den Aktionären zum Preise von 60.000 K. tel q-uel pro Stück im Verhältnis von einer neuen 'ans s i -e be n. a l t e Aktien angeboten und die restlichen Stücke einer ausländischen Fm-anzgruppe -übergeben. Das Bezu-gsrccht kann in der Zeit vom 2. bis einschließlich 17. d. ausgcÄbt werden 'bei der Häupianstabt und 'sämtlichen Wechselstuben, Filialen und Expcsttnren der Allgemeinen Teposiwn-Bank. bei der Prager Kreditbank in Prag, beim BanGanse B. Fuchs u. Co. in Prag, bei der Mährischen Eskomptebant in Brünn, bei d:r. Banca Mgaw-lItaliano in Budapest und bei der Societa Jtaliana di Eredito Commerciale in Trieft. Nach durchgeführt-er Kepitaks-vemachru.ng werden sich die sichtbaren eigenen Mittel d.'r Bank ans rund 215 Milliarden Kranen belaufen. (Entgeltlich.) Zunahme der Einlagen bei den Sparkassen. Die Zunahme der Einlagen ln den österreichischen Banken und Sparkasien hält auch im neuen Jahre un-aefchwacht an. Anfangs Jänner .betrug die Gesa>m-!su>mme,der Einlagen 595 Milliarden Pap'ierkronen ' (11 Millionen Goldkronen'). Im Novomb.r 1923 -beliefen sich die Einlagen auf 508 Milliarden Vapiorkronen (85 Millionen' Goldkronen), im Det-omber 1923 a-uk 550 Milliarden Papierkronen (88 Mill-ionen Goldkronen). Die Bedeutung dieses b'n-tmuicrl'.chen Anwachsens der Einlagen ergibt sich ans einem Vergleich mit dem Stand' vom Septeinbor 1922, also'vom Beginneder 'T-auierungsaktion. Damals betrugen die Einlagen in.den nenn Wiener Großbanken, ferner in den größeren Wiener und Provin-zsparkassen im ganzen 31 Milliarden. Mprerkroner. (2 Millionen Goldkronen). Kommondiwesellsrhaft Sigmund Amarant n. Co. Die Kommanditgesellschaft Sigmund Amarant u. Co., Wien, 1. Bez., Graben 22 (Eingang Petersplatz 4), Tel Nr 60-5-80, hat bereits ihre Tätigkeit ausgenommen und befaßt sich mit allen ins Bankwesen einschlägigen Geschäften. Kommanditist Bernhard Neisler. Großkaumrann. London. (Entgeltlich.) ' „Die Steuer", Zeitschrift für Steuerwesen, Herausgeber Rechtsanwalt Dr. Emil K o l l e k, bringt in ihrer letzten Folge Aufsätze über: Die Festbeznge der Geschäftsführer, die Novellierung der Warenumsatzsteuer, aus den neuen Stenercutwürsen, praktische Ecke, die jüngsten Entscheidungen des Verwa'tnngsgerichtshoses, neue Stenergesei-e, Steuerkalender, Bücherschau. Verwaltung: Wien, 1. Bez, Wipplingcrstraße 22. Die reichsdentschen Tarife doppelt so hech als der Index. Der Deutsche Außenhandels-Verband (Handelsvertragsverein) Berlin nimmt in dem eben erschienenen 1. Heft seiner Zeitung „Deutscher Außenhandel" Stellung zu den übermäßig hohen Eisenbahngütertarifen in Deutschland. Tatsächlich sind die Gütertarife-der Deutsch"!« Reichsbahnen, der Goldmark gleichberechnet, durchschnittlich-ans das Zweieinhalbfache der Vor- . kriegss.rachlen erhöht. Wenn auch indessen die mit dem 20. Jänner d. I. eingetretene Gütertarifherabsetzung in der Höhe van acht Pr-'zent einen kleinen Abbau darstellt, so bleiben doch recht krasse Beispiele einer Schädigung des Außenhandels bestehen. Die-Gütertarife sind fast doppelt so hoch als der Großhändclsinder, zweicinhalbmal so hoch als der Preis von Stabeisen und. Grobblech, sünstnal so hoch wie der von Gießereiroheisen. Selbst die Steinkohle, das teuerste Betriebsmittel' der Eisenbahnen, bleibt nwch hinter der Steigernngszisfer der-Äüter- ,srachten zurück.. Der Lanowrrt befördert seine Produkte bis auf '100 Kilometer Entfernung mit Gespann oder Lastkraftführzeug) .wobei er gegenüber den Eisenbahntarisen noch tvesentliche Ersparnisie mawr In der Industrie liegen die Verhältnisse vielfach ähnftch. "': Seehäfen Genna Triest und Marseille treten an die Stelle .. m Hamburg und Bremen. Der internätioirale Transitgi'üc-rverlehr durch Deutschland besteht fast nicht -mehr. Bald iv'ird man es borstehen. Güter um Deutschland . herum als durch Deutschland befördern zu lassen. Diese und ähnliche berechtigte Beschwerden hat der Deutsche Außenhandels-Verband iu einer Eingabe an den Rcichsverkehrsminister , gesqminelt und die Bitte daran geknüpft, daß die Gütertarife'auf ' die Höhe der Vorkriegszeit herabgesetzt und die Seehakenansnahmstarife in irgend einer Form wiederhcrgestcllt werden. Tie Petrolenmindnstrie in Rumänien. 1933 sind in Rumänien 17. neu» Retröleumtzeselljchasten Mt 132^ Millionen 2. Febnmr 1924 . Teste 15 Lei Kapital errichtet worden. Dazu kommen noch vier in London domizilierende Gesellschaften mit 2,03 Millionen Pfund Sterling Kapital. Die bereits bestehenden Unternehmungen haben Kapitalserhöhungrn tm, Ausmaße von - 2138 Millionen Lei durchgefübrt. Ende 1933 bestanden in Rumänien insgesamt 181 Petroleumgesellschaften mit zirka 20 Milliarden Lei Kapital. D'e in Angriff genommenen Vetroleumselder vergrößerten sich 1933 von 84,052 auf 122 000 Quadratmeter. Die Brutto-Petrolenmpr-'duktion betrug 1-500 000 <1 V. 1.368.000) Tonnen. Der Wert der Petroleumausfuhr für die ersten elf Monate von 1923 betrug 2335,9 (im ganzen Jahre 1922: 1874,2) Millionen Lei. Schwach. Im Eröffnnngsstadium der gestrigen Börse wies das Kursniveau noch behaupteten Preisstand auf, doch war das Geschäft von vornherein in enge Grenzen gezogen, da sich die Spekulation, im Hinblick auf die Versteifung des Reportsatzes bis 1,25 Prozent pro Woche, weitestgehende Reserve auferlegte. Lediglich einzelne Werte ungarischer Provenienz fanden durch Deckungskäufe mehr Beachtung. Im weiteren Verlaufe des Verkehres verschärfte sich die Geschäftsstille, die Kurse bröckelten ab. da es an Anregung vom Auslande fehlte und private Orders nicht zur Ausführung gelangten. Als bekannt wurde, daß das Wochengeld abermals eine Erhöhung bis 1,60 Prozent erfahren hat, suchte sich die Spekulation auf fast sämtlichen Gebieten zu entlasten, so daß der Schluß in ausgesprochen schwacher-Haltung zu den tiefsten Tageskursen erfolgte. Timber Holding unterlagen mehrfachen Schwankungen. Gegenüber den lebten Notierungen verloren: Bankverein 8000 K., Britisch ungarische Bank 13,400 K., Oesterreichische Kredit 5500 K., Unionbank 13.000 K., Staatsbahn 6200 K., Alpine Montan 28.000 K., Felten 18.000 K., Krupp 15.000 K., Rima 8000 K. Waagner 23.000 K., A. E. G. Union 6800 K., Siemens 7900 K., Timber 13.000 K., Salgo Kohlen 31-000 K. und Semperit 20.000 K. Im Schranken war das Geschäft nicht einheitlich, gegenüber der Kulisse jedoch widerstandsfähig. Von den fließenden Schrankenwerten gewannen Dampfschiff 20-000 K. Hingegen fielen Ungar, allgemeine Kohlen mu 60.000 K., Urikany um 70.000 K., Fanto um 150.000 K., Schüller Zucker um 170.000 K. und österreichische Eisenbahnverkehr um 45-000 K. Bon den übrigen Schrankenpapieren verloren Nordbahn 250.000 K.. Galicia 600.000 K-, Naphtha 95.000 K. Hingegen wiesen Jungbunzlau eine Steigerung um 600.000 K. auf, ferner profitierten Wolfegg-Traunthaler 120.000 K., Veitscher Magnesit 200.000 K., Dynamit Nobel 90.000 und Heinrichtsthaler Papier ging mit einer Avance um 135.000 K. aus dem Markte. Bezugsrechte: Alpine chemische 400 K., Chemosan 8600 K., Slavonija 14.000 K., Leykam 16.800 K., 'Neusiedler 90.000 K. und Rhombus 250 K. Auf dem Anlage markt waren die in den letzten Tagen stark favorisiert gewesenen Goldrenten und Silberprioritäten schwächer. Bon den Exoten notierten: Effeff 40.000 bis 41.000 K., Erdöl 40 000 bis 42.000 K- Jriag 270.000 bis 284.000 K., Holzverband 21.000 bis 22.000 K-, Mraznica 194.000 bis 199.000 K., Schubert u. Co. 14.000 K., Tepege 105.000 - biß 108.000 K., Wiener Waffen 20.000 K. . Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgen-zeitimg".) An der gestrigen Warenbörse war das' Ausgebot in Chem» lallen zufriedenstellend, die Tendenz sprach -sichfest aus und fast alle Gattungen erfuhren Preiserböbunoen. Interesse war umnentlich vorhanden für Kupfervitriol. Essigsäure und Kalisalpeter. A u 8 q e b o t e u wurden : Eremor tartari zu 86.000 K. Wien, Kremserweiß zu-17.000 K.. Bleialätte zu 11.800 K., Bleiweiß zu 13.8 0 K . Bleizucker zu 16.800 K. -Borax zu 10.600 K., Ehlor''alk zu 2450 K. transit, Minium Bleiberger zu 13.000 K., Paraffin zu 8800 K. Wien, Stearin zu 20.200 K.,' Oxalsäure zu 15.300 K„ Cblorkalzium geschmolzen 70/75 zu-1950 K., Formaldehyd 40«/^ zu 22.800 K. transit Wien, Kupfervitriol zu 22 Pfund transit Wien, Milchsäure vol. technisch 50°/, zu 10.800 K. transit Wien, Pottasche 96,98 zu 7700 K., Montanwachs zu 7300 K. transit Wien. Abgeschlossen wurde Essigsäure 80°/, für Kenußzwecke zu 110 Schweizer Franken pro H>0 Kiioaramm transit Passan. O e l e u n d F e t t e. Ausgeboten wurdeiir'M. Leinöl l zu 17.600 K., Rüböl ru 14.200 K. Schweinefett ist um 600 K. billiger gegen im Wochenlauf, Faßpackung notiert 23.400 K. und in Kleinfässern 23.500 K. Kolonialwaren. Von Kaffeesorten ist Sautos PrimeK um 500 K. böher und notiert 4^.500 K. Wien, respektive 80 Schilling cif Triest. Rio Vl Iolmston 62 Schilling c<f Triest. TeeundKakao blieben unverändert, Gewürze tendierten fester, Cassia liqnea ist um 500 K. böber, notiert 48.000 5^ Kümmel 44.000 K. (+ 1000 K.), Pfeffer Sinaapore schwarz 37.000 K. (-i- 500 K.). R e i s ist um 200 K. höher und notiert 6000 K. , '- Zucker ist um 10 Punkte höher, Kristall notierte 4.05 tichech. K., Würfel 4.85 tichech. K. ab Grenze, ferner 11.000 K., respektive 12.00» K. ab Lager Wien. Lekwar 1923 befestigte fick um 100 K. auf 8500 K., bosnische Vstaumen 95/100 Sackware 1923 erhöhten sich um 200 K. auf 9800 K. und in Kisten um 200 K. auf 10.800 K.. Portugiesische Sardinen 200-Gramm-Toien (6 bis 8 Fische) erhöhten den Preisstand um 150 K. auf 5750 K. Leder behielt den vorwöchigen Preisstand auftecht. R o h h ä u t e. llnverändert blieben Kalbfelle ohne Kopf mit 83.500 K. pro Kilogramm, Roßbaute mit 240.000 K. pro Stück, Schafblößen mit 32.000 K., Sommer-Rebfelle mit 48.000 bis 50.000 K., Win: er-R eh feste mit 30.000 K.. Hirschfelle trocken pro Kilogramm mit 48.000 bis 50.000 K., Gemse' felle rntir 56.000 K.',. Rindshäute mit 17.000 bis 17.500 K. pro Woaramm. Schaffelle notieren: 40.000 bi§ 42.000 K. (-4 2000 K.), Jährlinae L8.l)00 5k. <— 2000 K.h Ziegenfelle 59.000 5t. (-j- 2000 K.), Hasenfelle Winter 16.000 bis 17.000 K. Zum öffentlichen Verkaufe gelangten laut Art- 343 de? H.-G.-B. 493 .Hektolit'" ungar^ Weine zu 2000 K. exklusive Gebinde. Börse für lmdwirtschaWche Produkte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitun-g".) Durch deu Entfall der Samstagbörse zeigte der gestrige Markt sehr günstige Frequenz von Interessenten arw den- In lande wie aus dem nahen Anslande, doch hielr T" i schästsumjatz in allerbeschewensteu Grenzen, wobei . "

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.