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Wiener Morgenzeitung · 1924-01-31 · Heft 1782 (31.1.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1782 (31.1.1924)
Date
1924-01-31
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 175?_Wien, Donnerstag s __ " Wlener MorfteiUkstUttÜ. 81. Fänmr 1924 Seite V , Bezirksgerichte -für Handelssachen in Men die. Klage anf.Zahlung der Differenzgebühr! von 703.670 K. ein. Der Geklagtenverlreter Dr. Norbert Korsche wies daxanf hin, daß nach den bestehenden Borschriften die Belörderungspreise dem Betrage nach feststeben müssen und die Fracht „nach den zu Recht bestehenden Tarifen" zn berechnen ist. Wenn daher, wie im vorliegenden Falle, die Aufgabe de8 Gutes vor einer unmittelbar, bevor st ehenden Tariferhöhung erfolgt. so bestehe am Aufgabstage der erhöhte Tarif noch nicht zu Recht, wenn auch das Gut erst nach dcni Stichtage auf die weitere Teilstrecke transitiert. Das Handelsbezirksgericht verurteilte die beklagte Firma zur Zahlung der eingeengten Frachtdifferenz und hob m der Begründung hervor, "aß die Aufgabestation nicht weiß, wann das Gut auf die Nachbarbahn gelangt, weshalb sie den Frachtbetrag nicht sofort errechnen könne. Die Vorschrift, dast die Beiörderungsvreise feststehen müssen, habe nur den Sinn, daß die Eisenbahn überhaupt zur Aufstellung von Tarifen verpflichtet und nicht etwa zur Einhebung von Frachtsätzen nach freiem Ermessen berechtigt ist. Da nun die aM 29. September in der Station Mürzzuschlag mit durchgehendem Frachtbriefe nach Warschau aufgegebene Sendung erst am 3. Oktober von der Südbahn auf die Strecke der österreichischen Bundesbahnen gelangte und tags vorher, nämlich am 1. Oktober, die Tariferhöhung auf den Bundesbahnen in Kraft getreten war, sei die nachträgliche Einhcbung der Frachtdifferenz gerechtfertigt. Gegen dieses Urteil brachte Dr. Korsche namens der beklagten Firma die Berufung an das Handelsgericht ein. Der Berufnngssenat (Vorsitzender Hofrat Dr. Löw) bestätigte das erstrichterliche Urteil mik der Begründung, daß nicht d.ie Tarife am Aufgabstage, sondern am Tage des U e b e r g a n g e s der Sendung in der betreffenden Uebergangsftation maßgebend seien. Der Kaufmann komme häufig in die Lage, in feine Preisberechnung ungewisse, den Preis beeinflussende Umstande einzubeziehen. Da am Tage des Ueberganges der Sendung von der Südbabn auf die Bundesbahnen (2. Oktober) die erhöhten Tarife schon in Kraft waren, sei der Frachtnachzahlungsanspruch der Bahn ein begründeter. Einfuhrverbote in Bulgarien. Wie der Kammer für Handel,. Gewerbe und Industrie aus Sofia berichtet wird, wurde am 17. d. in Bulgarien ein Gesetz betreffend ein Einfuhrverbot für Luxuswaren verlautbart. Die Liste der nunmehr einer Einfuhrbewilligung unterliegenden Waren ist gegenüber der durch Gesetz vom 9. Oktober v. I. aufgehobenen bedeutend erweitert. Bon diesem neuen Einfuhrverbote sind vornehmlich Genußmittel mittlerer und feiner Qualität, fast sämtliche Getränke. Toiletteseifen, Wachswaren, Parfümerien, sämtliche Möbel uno einige andere Holzwaren, Stein- und Tonwaren, einige Glas- und Papierwaren. Pelzwerk, Regenmäntel und elastische Webwaren aus Seide und Halbseide, sämtliche Seidenworen (außer schwarze Halbseide für Schirme), alle Sviften und Stickereien, verschiedene Gewebe aus Baumwolle, Wolle und Leinen, fast K. Konfektionen, alle garnierten Hüte, fein bearbeitete nd alle Messingmöbel, leonische Waren, Spielwerke (Grammophone usw.), Kunstblumen und Schmuckfedern, alle Kinderspiel- und Bifouteriewaren u. a. betroffen. Einfuhrbewilligungen für diese Waren werden nur in Einzelfällen aus besonderen wirtschaftlichen Gründen von einer eigens hierzu berufenen Kommission erteilt, die auch das Recht hat, weitere Waren unter Verbot zu stellen. Bei Erteilung von Einfuhrbewilligungen ist pro Warenrechnung eine Gebühr von 260 Leva zu entrichten. . - Die Bilanz des amerikanischen Stahltrustes. Aus New- Aork, 30. Jänner (Wolfs), wird gemeldet: Der heute veröffentlichte Ausweis der United States Steel Corporation gibt die Einnahmen für das vierte Quartal 1923 mit 49,659.000 Dollar an, gegen 47,054.000 Dollar im dritten Quartal 1923 und 37,552.000 Dollar im vierten Quartal 1922. Die Reineinnahmen nach Abzug der Zuwendungen an den Tilgungsfonds, der Abschreibungen und Erneuerungen stellten sich auf 36,617.000 Dollar gegen 33,926 000 Dollar im Vorauartal und 15,370.000 Dollar im vierten Quartal 1922. Die Dividendenerklärung brachte wie bisher 1,75 Dollar ans die Vorzugsaktie und 1,25 Dollar auf die Stammaktien. Außerdem, kam wieder wie im.Vorquartal auf die Stammaktie eine Extradividende, und zwar in der Höhe von 0,5 Dollar zur Verteilung. Nach Abzug der Zahlungen für die Dividende bleibt ein Surplus von 1,968.000 Dollar gegen ein Surplus von 6,349.000 Dollar im Vorquartal und ein Defizit von 1,375.000 Dollar im vierten Quartal 1922. Mitteilungen des Kreditorenvereiues von 1870. Diegerichtliche Geschäftsaufsicht wurde aufgehoben: Oe st er reich: Ein- und Verkaufsgenossenschaft ' der nichtprotokollierten Kaufmannschaft Kärntens reg. Gen. m. b. H.', Klagenfurt. Das gerichtliche Ausgleichsverfahren wurde eingeleitetr Oe st erreich: Klimbocker Franz, Kaufmann, Velden am See (Kärntens. Glanber Arnold. Händler, Wien 7. Bez., Kaiserstraße 100. Blau Albert, Kaufmann. Wien. 5. Bez.! Gartengasse 19». Blau Samuel und Hedwig, Kaufleute, Wien! 14. Bez., Reindorfeaffe 17'. Großmann Max, Bankgeschäft, Wien, 9. Bez., Rossauergalle 5. König Wilhelm, Tischler. Wien, 17. Bez., Murlitzergaste 90. Neugebaner Josef, Beamter, Wien 12. Bez., Tanbruckgaffe 12. „Vrimol" chemische ProduktionS- Ges. m. b. H., Wien, 9. Bez.. Wäbringer Gürtel 152. Puimann Otto, Wien, 9. Bez.. Sechsschimmelgasse 5. Rösch! Gustav, Kaufmann, Wien, 14. Bez., Schwendermarkt 192. Rosenfeld Hans, Kohlenhändler, Wien, 6. Bez., Königseggafse 28. Rotb Hans! Kaufmann, Wien, b. Bez., Margaretenplatz 5. Schiller Richard Seidenwaren, Wien. 1. Bez., Franz Josefs-Kai 46. Malson Lilly! Inh. Friedrich S chreckenstein und Aranka Winkler, Wien 8. Bez., Josefstädterftraße 35. Stochl Grete, Damenkleidererzeuoung, Wien, 18. Bez.. Michaelerstraße 16. Gotther Josef (früher Kokerda), Handelsmann, Attnang (Ob'erösterresch). Trink- - ler Josef und Marte, Holzhändler, Graz. Schützenhofgaffe 17, und Inh. d. Fa. M. Trinkler, Graz. Annenstraße 34. Nutoverkaufszentrale Weber & Co.. Inh. Karl und Margarete Weber, Graz, Grieskai 2. Gordesch Hans, Kaufmann, Ct. Ruprecht bei Klagenfurt. Schober Richard, Gcmischiwaren, Nattendorf (Kärnten). Hofer Anton, Sattler. Innsbruck. Mamma Josef, Kaufmann, Kibbühel. Zumtobel Josef, Kaufmann, Dornbirn (Vorarlberg. — Tichecho-Slowakei: Pelzer Emanuels. Nachf. Josefine Povper, Aussig. MareliS Ladislaus, Modewaren, Böbm.- Dudweis. Sitter Johann. LebenSmittclbändler. Böbm.-Trübau. Schneider & Welliich. Händler. Brünn. Zeleny & Deutsch, Händler. LIünn. Sedlacek Johann, Bäcker, Brünn-Cchimitz. Weißberger Samuel, Kaufmann. Hommona. Filivek Eduard, Schnittwarenhändler. Bruch. Rott Hans, Kaufmann. Franzensbad. Riskovic & Co., Gastwirte, Kciscbau. Geiger Karl, Bäcker, Kladno. Preiß Irene und Lucie, Kleinaujezd, Ges. d. Fa. „Ouarzsandgrübe in Kounovv bei Saaz W. Cchottenbammel L Co." Teplitz-Schönau. Cchößner Johann Wolfgang. Drogist, Liebeschitz . Simek Valentin, Kaufmann. Mähr.-Ostrau. Steiger Anna Handelsfrau, Mäbr.-Ostrau. - Meintraub Charlotte, Schnittwaren, Mäkr.-Wrißkirchen. Mltera Anton. Holzhandlung, Modran. Holicky Franz. Cchnitiwaren, Rcu-Holitz. Michaelis L Sohn, und d. Ges. Kail Michaelis ko«■. und j»n., Handelsleute, Aeudek. Zelenka Alois, Schnittwaren- und Huthändler, Neutitschem. Reha Anna, Hardelssrau, Oderfurt (Privoz). Pacovsky Richard, Kaufmann, Postelberg. Bauha Karl und Rosa, Fuhrwerke!, Prag. Tronicek Wenzel und Josefa, Ges. d. Fa. „Aide" loktrische Versicherungs-Schutzapparate-Erzrugung, Prag-WeinkflMwinnAiMM** IX. Hörlaasse Nr. 13; Telephon 16-2-20 qewährt Hypothekarkredlte, in jeder Höhe blll xst und schnell auf Häuser, Villen, Landwirtschaften, Industrie- Objekte etc., sowie Warenkredite an erstklassIgeKtufleute Vorschüsse sofort n».; berae. Jrrlacher Ladislaus, Kolonialwaren, Pxag. 8kraus Emil, Kaufmann, Prag. Samanek Wenzel, Modewaren, Vraa-Wein- Serge. Mele Leo. Autowerkstätte. Vraa-Pankrac. Anderle Josef, Kürschner, Prag-Karolinenthal. Culik Ferd. Nachf., Inh. Johann Druka, Kolonialwaren, Prag-Karolinenthal. Fasiold Olga, Schnitt- und Kolonialwaren, Nahschach. StrarSky Friedrich, Gastwirt, Preßburg. Flellchmann L Kunstabt- Kaufleute. Vreßbmg. Vietze Hans, Handelsmann, Rumbnrg. Teulcher & Co., Inh. Eduard Teufcher, Glas- und Porzellanwaren, Saaz. FuchS Jakob, ' Kaufmann, Senee bei Dreßburo. Simok Julie, Händlerin^ Trebnitz. Popper Alfred/ Kaufmann, "Nchech.- Gmünd. Cerny Karl, Schneider, Wällisck-Birken. Zlattnet Md ritz, Holzhandlung, Zilina. Wilhelm Ludwig, Handelsmann, Znaim. — Jugoslawien: „Rublje" erste slov. Waschefabrik, Jostpina Letonja, Marburg. Berger i drug. Kaufleute. Subotiea. Deutsch Simon, Kaufleute, Subotica. Milosavljevic L Acimovie. KaNfleute, Belgrad. — Italien: Mattiasi Adolf, Konfektion r, Vola. — Der Konkurs w u r d e v e r h a n g t: O e st erreich : Oeser Franz. Inb. Marie Oeser, Klaviersabrik, Wien, 5. Bez., Margaretenstraße 192. HaLermann F. & Söhne, Ges. m. b. H., Judenburg. David L Gebisch, Farbwaren, Wien, 12. Bez., Wertheimsteing'aste 10. Hutter Otto und Laura Schlatban-Hutter, Pension »Inhaber, Wien, 1. Bez., Syiegelgafle Pr. 23. Schreder Franz. Holzhandlung, Salzburg. Gaspari Alexandra (Sascha', Privater, Wien, 18. Bez.. Biragbigasse Nr. 39. Sturm-Kirckaaßner HanS, Holz- und Koblenhandlung, Leben In Salzburg. Willi Josef, Holzhändler. Bregenz. — Tsche ch o« Slowakei: Langer Ludwig. Kaufmann, Rubelsdorf. Korinek Wenzel, Kaufmann, Kuttenberg. Sknrek Josef, Schnittwaren^ . Hohenstadt. „Stella", Hulwaken. Konsum- und ProduktionSaenosienschaft, Gen. m. b. H., Motycin. Lignum Holzinbustfte- A.-G., Preßburg. —Jugoslawien: Erste dalmatinische Svinnerei und Weberei, Sibenik. < °— I t a l i e n : Giulio Cortella e figlio, Mailand. Wiener Börse. Geschaftslos. Timber-Mtieu höher. Die seit längerer Zeit anhaltende Geschäft, slosigkeit er-- fuhr auch an der' gestrigen 'Börse keine Unterbrechung. Die Spekulation verhielt sich mangels einer kräftigen Anregung teilnahmslos; private Aufträge lagen nun ganz vereinzelt vor. Demzufolge gestaltete sich die Eröffnung äußerst lustlos bei , niedrigeren Kursen. Der Markt bekundete nur ganz geringfügige Auftrcchmsfähigkeit. Stärker gedrückt waren ungarische. Werte in Uebereinstimmung mit' den aus Budapest vorgelegenen niedrigeren Notierungen. Im weiteren Verlaufe beSr Verkehres. trat erhöhtes. Anter.efse^ür Timber-^Kolding eilt; > diese profitiertest von der auf Grund des Pwtestes einer Ak-' tionärgrüppe getroftenen Verfügung der Schweizer Regierung, durch welche die Registrierung der auf Namen lautenden A'ktreu vorläufig nicht vorgenommen werden kann. Pon Timber-Aktien ausgehend übertrug sich die etwas ' gebesserte Stimmung auch auf die übrigen Berkehrsaebiete, so daß ein Teil der anfänglichen Einbußen wieder hereingebvacht wurde. Das Geschäft konnte sich aber nicht beleben. Staatsbähn verloren 14.000 K., Krupp 7500 K. Hingegen gingen Timber mit einer Steigerung um 44.000 K. aus dem Markt. Die übrigen Klüisicnwerte bewegten sich zumeist ans dem letztgemeldeten Stand. ' ' ' Die Schrank e n werte würden billiger abgegeben, da Realisationsneignng vorherrscherrd war. Namentlich Petroleumwerte wären stärker gedrückt. So verloren Fanto 90.000 K,, Galicia 400.000 K., Naphcha 36.000 K. Auch, die Aktien der Papierfabriken und Eiseniverte wuvden billiger abgegeben. Dagegen zeigte sich einiges Interesse für einzelne Texttlwerte. Der Gesamtverkehr nahm bis zum Schlüsse keinen größeren Umfang an. Be.zngsrechte: Chemosan 8200, Slavonija 14.000, Ungar. Hofhevr. 61.000 bis 54.000, Lehkam 15.000, Neusiedler 110.000 und Rhombus 800. Auf dem Anlagemarkte zeigte sich gesteigerte Nachfrage nach den Silberobligationen. Bon den Exoten notierten: Efleff 36.000 bis 39.000, Iriag 273.000 bis 279.000, Holtzxrband 21.000 bi§; 21.500, Mraznica 189.000 bis 196.000, Wiener Waffen 20.000. Die WarenmSMe. (Eigenbericht der „Wiener Morgmzeitung".) Baumwolle. Die Nackisraae am Bremer Baumwollmarkte war gut. Im Import- und Platzgeschäft fanden preiswerte Offerten, besonders für mittlere und niedrigere Grade, ziemlich schlanke Aufnahme. Die Terminmärkte zeiaten bei voMergehenben leichten Abfckwächnngen vorwieaend feste Tendenz. Der letzte Zensnsbericht meldete für entkörnte Baumwolle bis zum 16. Jänner 1924 9,946.000 Ballen, vom 1. bis 16. Jänner 24.139 Ballen. In der. letzten Woche wurden dem Bremer Mckte neu zuaeführt r 47.788 Ballen Baumwolle (gegen 21.786 Ballen in der Vorwoche), vom Bremer Markte wieder ausqeführr 25.629 Ballen. Baumwolle (25.976 Ballen). Der Bremer Baumwollvorrat betrup am 25: Jänner 75.515 Ballett (gegen 58.354 Bällen «an 18. Jänner). Metall (Ausland). Tie Geschäftslage im deutschen Metallhandel ist ziemlich ruhig. Kupfer tendierte etwas fester, doch verhielten sich die Käufer uach wie vor immer noch recht zögernd. Die Erhöhung des Kupferpreises beträgt zwei Pfund.pro.englische Tonne. Obwohl einige führende Firmen nach wie vor nicht recht an eine weitere Befestigung von Kupfer glauben wollten, so sind doch viele Stimmen laut, die der Ansicht sind, daß Kupfer M einem Stande angelangt war, unter den,eS — weil die Produktionskosten höher sind — kaum.noch weiter herunleravhen kann.; Da sich die übrigen Metalle wie Zinn, Zink und Blei schon früher erhöht haben, so ist eS immerhin nicht ausgeschlossen, daß sich jetzt auch Kupfer biefer Bewegung anschließt. Der Londoner Markt dürfte schon mit Mcksicht auf dem etwas hoch angegangenen Stand der Pfundes, leicht eine Erhöhung erfahren. In Altmetalleu'mackt sich jetzt tn Deutschland eine ziemlich» Knappheit bemerkbar, die ihren Hauptürsprung Wohl darin hat. daß die großen Reservevorräte, die birbetz immer noch im Land« waren/mit der Zeit aufgebraucht sind. Sollte sich diese Knappheit noch weiter als bisher verschärfen/ so Wäre damit zv rechnen, daß mehr Neumetalle als bisher von den metallverarbeitenden Industrien gekauft Werden müssen, was wiederum auf die Preisbildung nicht ohne Einfluß bleiben könnte. Wiener Holzbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgeuzeitu-ng".) Der Verkehr an gestrigen Holzbörse bot ein lebhafteres Bild, wenn auch geschäftliche Transaktionen nur spärlich erfolgten. Gesucht waren Eiche-Rundbolz. Puche-Rundholz. Sprellelbolz trocken, Lärchenpfosten 50 Millimeter von 18 Zentimeter aufwärts besetzt und Lärchenstäffeln. Der, Export war besser nach der Schweiz und ging auch etwas nach Frankreich. Abgeschloffen wurde vpn Nadelholz-Schnitt« material Staffeln 6/8 4 bis 6 Meter zu 670.00U K. ausfuhrfrei Buchs. AuSgeboten wurden von N a d e l h o l z - R n n d h o l % Langholz zu 260.000 K. ab niederösterreichischer Station, von Nadelholz-Schnittmaterial Bretter 20 bis 33 Millimeter von 20 Zentimeter aufwärts zu 660.000 K. ab Wien, Lärche poln. Pfosten 52 Millimeter 8 bis 10 Meter zu 1,200.000 K. ab niederösterreichischer Station, von L a u b h o l z -S ch n i t tmaterial Ahorn. 27 Millimeter zu 750.000 K. Wien, une gedämpfte Buche 50 bis 80 Millimeter zu 570.000 K. ab niederösterreichischer Station, stowakische Buche gedämpft Boules zu 1,200.000 K. Wien, Nuß 13 bis 27 Millimeter uubeletzt zu 1,500.000 K.. B r -e n n h o l z trocken hart zu 2.^00.000 K. ab steiermärkischer Station, weich Rundlinge zu 3,100.000 K. ab Wien, Holzkohle weich zu 800 K. ab niederösterreichischer Statton, hart zu 1000 K. ab niederösterreichischer Station. Börse für laudwirtschaMiche Produtte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeiturrg".) Im Einklänge mit den matteren Budapester Berichte» sprach sich auch, hier die. Tendenz ruhiger aus. zumal die Kauflust nur ganz spovadifch hervortritr. Die lustlose Stimmung beherrscht ziemlich alle Verkehrsgebiete und wenn größere -Preisermäßigungen vorerst nicht eingetreten.sind, ist der Grund nur darin - zusuchen,- daß die allgemeine Absatzstockung Abschlüsse . auf, den minimalsten Umfang einschränkt. In Weizen wurdey einige Partien jugoflawifcher Herkunft sur die Slowakei geliandelt. Der Platzkonsum machte so gut wie keine Ankäufe. /Roggen lag relativ fester und erzielte in ungarischer Ware 10 höll. Gulden ex Schlepp Wien, in inländischer, und ungarischer Mare wurde der.Artikel mit 3050 K. bezahlt. Irr Hafer bleibt die Tendenz unverändert fest. Die Nachfrage für diesen Artikel ist ziemlich befriedigend, dagegen der Geschäftsverkehr außerordentlich eingeengt, da sich das Angebot lediglich auf Lagerware beschränkt. Gerste liegt im Einklänge mit der Slowakei matt und geschäftslos. Das Geschäft verfiel nahezu der Stagnation, da der Konsum vollkommen unvertreten war. Einige Abschlüffe in inländischer Brau- und rumänischer Futtergerste bildeten das Um und Auf.der Umsätze. -Mais ist in prompter- Ware gesucht, und erzielte in alter 8050 K., in. neuer . As 2956 K. ab Wien. Im Mehlgeschaft ist keine Bessarung. der AbsahverWtniffe eingetreten, obwohl die in. Geltung stehenden Preise billiger sind als diejenigen in den Erzeugungsgebieten. In Weizenmehlen beschränkt sich dev Konsum auf Deckung allerdringendsten Bedarfes, lebhaft dangen bleibt der Begehr für Futtermehle, insbesondere Kleie findet zu Vollpreisen Aufnahme. . Es notieren pto Kilogramm ab LLien exklusive der Pauschalwarenumsatzsteuer: Weizen inländischer 3350 bis 3400 K./ jugoslawischer oder rumänischer 3600 bis 3650 K., Roggen 2975 bis 3075 K., Mais 2975 bis 3075 K., Neumais 2850 bis 2950 K., Cinquantin 3200 bis 3300 K., Hafer 2700 bis 2600 K., Weizengrieß inländischer 6350 bis 6450 K., Weizenmehl Nuller inländisches . 5650 bis 5950 K., ungarisches 5250 bis 5550 K., amerikanisches Vollpatent 6200 bis 6600 K.. Brotmehl I a 430.0 bis ,4400 K., Futtermehl Ia 2500 hjS 2800 5k., Roggen- - mehftIa 4700'bis 4«)0 K.. Kleie 1625 bis 1675 K. Berliner Börse. Berlin, 30. Jänner. Der Mangel am n-e-nen Momenten machte sich iim hmvtLgvn Börsenverkehr wirde-r^ außerordentlich WNbar. Boi hochgradiM Luistlosicckeit fenkre sich das Kursniveau durchwegs nach unten, doch wurde,n größere Verluste vermieden, da das Angebot keimeswegs dringlich anstrat. Die Abschwächunigeu gingen meist über Bruchteile von Billionen PrcMvten nicht hinaus. Bemerkenswert war die Befferuug der Bochumer Gutzstahl-"und Hösch-Mtien um fe vier Billionen ProHen'.e. Obevschlesiische 5bokswerte lugen behauptet. Banken gaben etwas im Kurse nach. Auch Darmstäd'er- und Nationalbank-Mtien stellten sich niedriger. Die AnsangSVurse konnten sich im späteren Verlaus bei völliger Geschäftsstille behaupten (Alles in Billionen von Mark.) S ch l u ß k u r s e: Türkische Lose 25.9, Oesterr. Staatsbahn 46.5, Nordd. Lloyd 9.75. Ber. Elbeschiffabrt 6.785, Berliner Handelsgesellschaft 69'5., Kommerz. Privatbank 9.75. Darmstädter Bank 20.1, Deutsche Bank 18.875, DiSkonto- Kommandit 21. Dresdner Bank 12.125, Nationalbank für Deutschland —, Oesterr. Kredit 0.75. Oesterr. Länderbank —, ReichSLonk 46.—, Wiener Bankverein 0.5, Wr. Unionbank 0.5, Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 14.—, Bochumer Guß stahl 70.—, Daimler Motoren 4.3. / Deutsch-Luxemburger 56.5, Deutsche Maschinen 11.—, Dvncmrit Nobel 10.—, Felten u. Guilleaume 34.5, Gelsenkirckener Berg. 64.87, Th. Goldschmidt 21.87, Harpener Bergbau 81°25, Hirsch Kupfer 45.75, Höchster Farben 21.75, Hohenlohe-Werke 36.-, Laurahütte 21.75, ManneSmannröbren 45.— , Phönix Bergbau 42.-.Schuckert u. Co. 49.87. Siemens u. Halrke 465, Telephon Berliner 7.37-, Tollarschatzanweisungen 4.2. Prager Börse. Prag, 30. Männer. Di-e Umstände, die in den letztem TaHen einem umümsdigen Einfluß aus die Hol-iumg aus-Zeuibt haben, machten sich honte ,stärker siWbar. Die fehlende Umteirmchmurrgslust hatte ein bedsutendes Nachlaffen der Kurse zur Folge. Dies. gilt picht nur von Avbivrogowertem, sondern auch vom den .heiinischen Papieren. Die schwache Hcrltuwg de-r tschecho-slowMiichen Krone im Ausland bliob ohne Einfluß. Heimische Bänken ft-uwen sich ku^m bchaupten, lvährend die Wiener allmählich a«l>br-öckolten. Von TranSpomwer'eu wawn Noritlbahnakt'ien niedriger stohaltei:. Aus de>m IndustrieMiM-- markt lagen Zucker- und Brauer«iakrien sehr schwach, doch gaben auch Eis ui. und Maschrmenwerte »m 5buvle nach. Chemische und Textilwerte blieben vernachläffigt. Im der Kuliffe stellton sich die Kurse durchwoas niedviger. Aus dem Exotenmarkt übertvog das Angebot und die auf den Markt gebrach:- Ware tonnte nur mit Mihe univvgebrächt wevden. Der Schluß war schwach. S ch t u ß k u r j e: Türk. EisLnbahn-AnlLihe 400 Franken —. Böhin. Unionban! 474.—. Böhm. ESkomptebank Ä4.—,

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