Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1781 (30.1.1924)
- Date
- 1924-01-30
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2979076-2980834-2980864--17626-3004630- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 6 Men. Mittwoch kRachsolgende Notizen bis zu der Rubrik „Vereine" find entgeltlich.) * Tanzinstitut Hermann Braun. 14. Be,.. Reindorfgaffe 42. Beachten Sie bie Preise für Leinenwaren im Warenhaus Brüder .E ch i f f m a n n, 2. B e z., T a b o r st r a ß e 48. Webe. pro Meter 10.500 K. 8.500 K Chiffon.. . pro Meter 13.500. 11.000 K. 9.800 „ Streifqradl.. . . .pro Meter 19.800 K. 17.500 „ Damast ..pro Meter 22.800 K. 18.500 „ Jnlet....pro Meter 14.800 „ Molino . . ..- . . .pro Meter 8.900 „ Bettreupe ... •.pro Meter 15.800 K. 12.poo „ Batistckiffon .......... .pro Meter 15.t01 „ M'atratzengradl.pro Meter : o.000 K. 24.000 „ Bettüw . 26.500 K. 19.800 „ Tischtücker . ............... 48.000 „ Kaffeegarnituren. 98.000 „ Glasertücher. 8.000 _ * Alle Hansiraue» rufen 1« Chor: .Die beste Seife ist Kagor." Jfid. Tischgesellschaft Landstrafle Heute Mittwoch, V30 Uhr, im Cafe Ilion, III. Löweng. 39 VORTRAG Dr. Oskar brüll: „Der jüdische Witt“ Gäste willkommen! Gäste willkommen! Vereine, Vorträge und Versammlungen. Zionistische Frauenorganisation. Heute Mittwoch. 5 Uhr nachmittags, im Lokale. 2. Bez., Taborstraße 20a, wichtige Sitzung. — Jüdische Tischgesellschaft Land ft raffe. Heute Mittwoch, 7*9 fihr abends, im Cafe Ilion Vortraa Dr. £>. Brüll: „Der jüdisch« Witz." — Zionistische Sektion Landstraße. Heute Mittwoch, 7*8 Uhr abends, dringende AuSschußsitzunq. — Jüdischer VereinNord-O st. Wien, 2. Bez., Taborstraße 21 *. Heute Mittwoch, 8 Ubr abends, im Verein-lokale Vortrag der Frau Dr. Martha Hoffmann über „Probleme der jüdischen Jugend". Gaste willkommen! — Verein Tikwath Jebuda, 8. Bez.. Bennoplatz 1. Heute Mittwoch, präzise 7,9 Ubr abends. Lichtbilde Vortrag. „Das Leben der Europäer in Nieder!ändi'ch-Jndien". Am VortragStisch Mister Edward Philipps. Anschließend Tanz. Bühne und Kunst. Die Sperettenthrater gegen dl« Luftbarlelttstener. Keine neuen Vertrage für die nächst« Spielzeit. Der Diroktorenvevbcmd teilt mit: Die Direktoren der Wicrer Operettentheater (Theater an der L'ttn Eorl-Thcater. Mrvgerthertcr, Apollotheater, Staidttheater und Komodierchaus) traten gestern zu einer Sitzung zusammen und beschlossen e i nstimmig, di« gegemoartige Spielzeit möglichst früh zu beenden und ihre Duhnen unter keinen Umständen wieder zu eröffnen, bevor die städtische Lustbarkeitssteuer -Ms ein erträgliches Maß reduziert worden ist. Der gegenwärtige Satz von 30 Pr.'r.'w im Zusamm'nhange mit anderen erdrückenden städtischen Abgaben macht es angesichts der unausbleiblichen Verschuldung ihrer Betriebe den Theaterleitern unmöglich, für die Zukunft Verpflichtungen einzugehen. Es werden daher ablcmsende Verträge nicht erneuert, kündbare gelöst und neue nicht abgeschlossen werden. Zu dieser Maßnahme sehen sich die Direktoren nach reiflichcr Neberpribfung der Sachlage gezwungen, nachdem chr begründetes Ansuchen um eine Ermäßigung der Lustbarkeit sst euer durch Stadtvat Breitner urtter Mehnuua jeder Verhandlung schroff abgawiesen worden ist. Eine neue Bühne. Eröffnungsvorstellung im Modernen Theater. Ein Theaterraum, der vornehme Behaglich?.-tt ausströmt; bis der Geruch von neuer Politur geschwunden ist, wird der Saal noch deutlicher den angenehmen Saloncharakter offenbaren. Dazu tragen die braunen Holzverkleidungen und das diskret gttönte Rot der Ueberzüge bei. Eine Weiße Decke schließt uwMfdringlich den Raum oben ab. Die Beleuchttmg ist ■ sympathisch gedämpft. Die Bühne erscheint durch glückliche Verteilung der Sitzanlaaen allen Bes>uchern gleich rmh: §u sein. Die Dinge in dem Guckkasten aber spielen sich deshalb nicht inder schwierigsten Projekt ion ab, wie es so oft in manchen Schauspielhäusern dem Park.tkbesucher vorkommt, der vom Schauspiel mit einem steifen Nacken nach Hause zu gehen verrnemr. Das gut. abkkingende gesprochene Wort trögt viel dazu bei, den angenehmen Kontakt zwischen Bühne und Zuschauerraum zu rrgänzen. Für den Ton des Instruments ist der Saal vielleicht noch zu neu; der Klang ist hart, auch wenn die E Saite der. Brimgeige nicht „kratzt". Im ganzen — das neue kleine Theater in der Johann esaasihat alle äußeren Möglichkeiten, , ein moderne.Kammerbühne zu werden. Per Name „Modernes Theater" verpflichtet. Jur Wiedergabe jenxr. Merke vibrierender, lebensvoller S elenstimmung,, welche einfangen und auswiröen zu kömren eine der vielen Vorzüge unserer bis zum veöerdruß gelästerten Jett ist. Ob nun Vergänglichkeiten oder EwigkeitSw r-te aus diesem Schwuren und Pulsen, der Nerven, im Schaffen nachgef-orint entstehn:, aas gilt jetzt gleich, ist Sache spawn rückschauend:» Urteiles. Diesem Theater, das am Anfang steht, fei der Wunsch mit-, gegeben, daß es suche,' was im Schaffen unserer Zeit zu finden- 'isr, daß es vor allem Glück habe, nicht nur Weck und Wert zu finden, sondern auch den Anwert, den die Gesellschaft den: Theater rhrer JE zollen muß, soll es mit -ihr fto-bimben sein. Wiener Mor-errzettunA. Mitteilungen aur dem Publikum. Xunerol billiger und ausgiebiger als jedes andere Feit Streng *1^3 erzeugt unter der Aufsicht Seiner Ehrwörden des Herrn Rabbiners S. B. EHRENFELD, MATTERSDORF SO. Jänner 19?4_ __Nr. 178l_ und zwei Aufführungen der „Ariadne auf Naxos" mit Kräften der Wiener StaatSoper. Die ersten drei Konzerte leitete Mengelberg vor seiner Abreise nach Amerika, das. vierte Muck, daS fünfte Richard Strauß selbst. Es war ein großer Triumph für den Meister, dessen Schaffen schon frühzeitig in Holland gewürdigt wnrdl'. Ein gemeinsames Denkmal für I. L. Perez, Dinesohn und An—sti. I. T. A. meldet, daß daS Warschauer Perez- Komitee nun daran gebt, seinen alten Beschluß anSzuführen und über dem Grabe des unmittelbar vor Kriegsausbruch in Warschau verstorbenen großen jüdischen Dichters L. I. Verez ein Denkmal zu errichten. Da hart an dem Grabe des Dichters die später verstorbenen bekannten jüdischen Schriftsteller I. Dinesohn und Sch. An—ski beigeseht sind. Hat das Komitee beschlossen, ein gemeinsames Denkmal über den drei Gräbern zu errichten. Die Ansfübrnng de8 Denkmals Hat der sunge indische Bildhauer H. Ostrzega übernommen, der bekanntlich ans der diesjährigen polnischen Kunstausstellung den ersten Preis erhielt. Furtwängler in London. Funwäna-ler dirigierte in London in den Oueenshall-Konzerten die symphonische DickNuna „Don Inan" von Richard Strauß und die evste Symphonie von Brahms. Publikum und Presse feierten den großen Dirigenten. Jene sympathische Näh', die Zwischen Bühne und Zuschauer«, raum in dem kleinen Theater in der Johannesgasse herrscht, mag verheißungsvolles Symbol soin. Der Eröffnungsabend, von festlich gekleideten tntfb manchntxrl bis zum U 'berlautsein festlich gest-immten Menschen besucht, brachte vor allem geschmackvolle Dübnenibivder, die Hans Brahms entworfen hat. Eine gut .durchkomponierte Mischtmg von Venedig und M-Wien, deren Hauptvvrzug eS ist, nicht den Gedanken an Venedig in Wien aufkommen zu laffen, sei dankbar hervorgchoben. In zweiter Reihe kommt das. was sich auf der Bühne bewegt. Evelyn Landing Hai etwas von jener Wiener Grazie, die in der heutigen Wirklichkeit Wiens sich in die Proletarierbezirke geflüchtet hat, sonst nur in Ballberichren vorkommt. Das ist erfreulich, ebenso wie einige liebenswürdige Planderdöne dieser Darstellerin. Oskar Beregi spricht noch immer jeden Vokal 4M ein Schzehntel zu lang und hewisiert mit Anstand den Begriff „Schlimasl". Der zweite Hamlet, Herr O n n o, „vibriert" unentwegt wie in den Tagen der Jugend. Erfreuliche Begegnungen Emil Ritter, Max Wittmanu und Lotte Klinder. Richtig — es wurden einige dialogisierte Abhandlung^ über das Thema „Das Weib ist bittet gegeben. Ms Verfasser fungirt Marko Brociner, der einmal ein beifällig ausgonommenes Smck „Hinterm Vorhang" geschriebrn hat. Diesmal führen lange Reden von Athen über Venedig nach Wien. Gates Wege sind wunderbar und so ging es denn mit der Eröffnung di ses neuer Tk-orters auch, was das Kostüm betrifft. rechtschaffen zu, da sich ja alle Bühnenkunst von Athen herleiten muß. Die griechischen Kostüme waren prächtig und die Art, wie sie getragen wurden, erheiternd. Sie stammen aus der Wiener Werkstätte. Was erst nach dem verikleischen Zeitalter bei den venezianischen Szenen, die Lord Byron das Land der Griechen umständlich mit der Seele suchen und nebenbei den Philosophen Schopenhauer hörnen lassen, vankensw rt in Erscheinung trat. Men war in dieser weitschweifigen Reise durch Zeit und Raum durch einen Buragendarmen und das unvermeidliche süße Mädel vertreten. Damit wohl jedwedem G schmack Geuüae getan ist. Zu frouMichsnt Wilkkmmnengruß an die neue Bühne wurde viel und her-,sich applaudiert. Siegfried Schmitz. Heut« Mittwoch den 30. d., */,8 Uhr abends, f ndet im Vortragssaale der Scholle", II LHienbrunngasse la (Eingang nächst dem D’anabad), ein Jüdischer Abend statt Mitwirkend: Die Damen Hilda Dul'tzkaja. Betty Fischer, Lea Graf-Wein, »raub. Mirjam Schnabel-Hoeflich; die Herren Isaak Deutsch. Oberkantor O. Marguiies Am Klav er: ^arl Gimpel (Künstlerische Leitung: Bernhard Scharrer Rest Iche Karten am Schalter der .WrMoreetizeltunR* u an der Abendkassa Aus den Mater«. Operntheater. Frau Frida Leider von der Berliner Staatsoper wird in der e r st e H ä l f t e?? e b rua r im Lperntheater ein mehrere Abende umfasiendes Gastspiel im hochdramatischen Fach absolvieren. Die Künstlerin ist dazu berufen. die durch einen schweren Trauersall in ihrer Familie am Auftreten verhinderte Frau Kammersängerin W e i d t in dieser Zeit zu vertreten. . Burgtheater. Morgen, 7 Uhr abends, „D t c t o t e Mühl e". ... , . Akademietheater. Morgen, 7,8 Uhr abends, „Jolandasletztes Abenten er". Volksoper. Heute „DerFreischütz'. JmDeutschenVolkstbeater wird als nächste Neuheit Paul Werth eimers Schauspiel „M e n s ch e n v o n heute" zur Uraufführung vorbereitet. Im Raimund-Theater findet Dienstag den 5. Februar die Erstaufführung des Volksstückes 1923 „Neben-? einander" von Georg Kaiser mit Max Pallenberg, Anion Edthofer, Magda Garden. Lilly Karoly. Emmy Förster» Maria Gutmann und Hans Siegler in den Hauptrollen statt. Die Inszenierung leitet Rudolf Beer. ™ Im Carl-Theater findet morgen Donnerstag die letzte Auffr-'rung der Operette „Glück bei Frauen mit Gisela Werbezirk und Ernst Tautenhayn in den Hauptrollen statt. — Freitag den 1. Februar beginnt die Premiere der Operette „Die s i l b e r n e T ä n z e r i n" präzise 7,7 Uhr abends. „ JmModernenTheater beginnt die heutige Premiere von Guitry-Blum-MeffaqerS „L’A mour m *? q u e' präzise 7 Uhr abends. - Morgen findet die Erstaufführung des französischen Lustspieles „Der Vertrag von Nizza" Ksavlerkoinert». Juliusz W o l f s o h n seht die Reihe seiner populären „Klavierparaphrasen über altjüdische Volksweisen" weiter fort und erspielte sich in seinem letzten Konzerte mit zwei neuen virtuosen Bearbeitungen einen starken Erfolg. Als weitere Novität brachte er eine fünfteilige Phantasie für Klavier, Tenorsolo (Gerson Margulies) und „stumme Geige" von Rudolf E. Prochazka. Die von Elsy Stein gespielte GZge. die natürlich nicht stumm, sondern nur unsichtbar blieb und ganz dünn und abgedämpft klang, mag eine Geigendecke ohne vollständigem Resonanzboden gewesen sein. Auch die Phantasie selbst fand bei den. Hörern keine starke Resonanz: diese schmerzdurchbebte, von der Nachtseite des Lebens kündende Studie, die gute alte Meister zeitgemäß nachempfindet, ist eine fleißige Amateurarbeit ohne eigenes Profil. Der Beifall, der vor allem der feinsinnigen Wiedergabe galt, stellte sich auch nach dem poetischen Bortrage des Brahmsschen Walzer Op. 39 in aller Lebhaftigkeit ein. Gleich Wolfsohn brachte seine Schülerin Nelly Friedländer-Reichlin. deren piamstisches Können die Methode ihres Lehrers lobt, eine liebenswürdige nichtssagende Novität: Die „Heinzelmännchen" von Erich Zeis! sind mit den Lisztschen Erdgeistern im Gnomenreigen ebenso nahe verwandt wie mit den Kobolden in Griegs „Pyer Gynth", da und dort haben sie manches abgeguckt und benehmen sich zierlich und manierlich, wie sie es in der Musikakademie für Heinzelmännchen gelernt haben. — Ein hervorragender Bach-Spieler ist Ludwig F r a n ch e t 1 i. Einen ganzen Abend lauscht man ohne Ermüdung dem plastisch klaren und dynamisch abgetönten Fugen- und Suitenspiel dieses Italieners, der in das Wesen detEer Kunst tiefer e-"gedrungen ist als so mancher seiner deutschen Junftgenossen. flb.. Der Dresdener Theaterkrawall. Bei den Tulmulten im Dresdener Schauspielhaus, die die Aufführung des T o'Il erschen Dramas „Hinkemann" verhindern s'llten, wurden, wie jetzt bekannt wird, micht weniger als 0 7 Personen^ verhaftet, die meistenteils der Studentenschaft und dem tzochschulrina angehören. Gegen sämtliche poli'eilich sestgestellten Personen wird ein Gertchtsverfahren eingeleitet werden. Schreker in Duisburg. Anfangs Februar findet in Duisburg die deutsche Erstaufführung von' Schrekers Suite für großes Orchester „Der Geburtstag der Infantin" (nach Oskar Wilde)' statt. Der Komponist selbst wird am Komponistenpult erscheinen. Das Richard Strauß-Fest in Amsterdam. Anläßlich des 06. Geburtstages von Richard Strauß, veranstaltete die Direktion des Conzertgebouw-Orchesters einen Zyklus von fünf Orchesterabenden, einen Kammermusikabend Gerichtssaal. Mieter tmH Haurhenen. Kein Mieterschutz für ruffische Staatsan^hörige. T-er ehemalige russische Oberst K. Skrinnikof wsi r te in der Badener Villa des iW S t a v nb ' r g. d,e er bis Ende 1923 gemietet hatte. Im August des vorigen Jahves verlangte Skrinnikof die Verlängerung des Mietverträges, was der Mllenbesitzer mit dem Hinweis auf Eigenbedarf verweigerte. Skrinnikof versprach termingerecht auszuziehen. Der Eigentümer der Billa suchte auf alle Fäll« beim Bezirksgericht Baden um Erlassung des Räumungsauftvages für Ende 1923 an. wogegen Skrinnikof Einwendungen erhob, indem er den Mieterschutz für sich in Anspruch nahm. Der Vertreter des Hausherrn vertrat den Standpunkt, daß den russischen Staat sänge hörigen hier kein Mieterschutz zu ge billigt werden kömre. da ihn die Oe st er re ich er in Rußland auch nicht genießen. Dieser Standpunkt wurde vom Bezirksgericht Baden akzeptiert und trotz Berufung vom Kreisgericht Wi e n e r - N e u st a d t b e st ä t i g t. Der Hausherr darf de« Haustorschlüffel nicht verweigern. Ein Hauseigentümer in Währing hatte einer Mieterin den .Hauswrschlüffel entzogen, weil der bei ihr wohnende Vater einmal das Tor zu schließ.'n vergessen hatte. Die Mieterin klagte den Hausherrn auf Ausfolgung des Schlüssels gegen Erlag der Anschaffungskosten. Das Bezirksgericht Währing gab der Klage statt, da die E n tziehung des Schlüssels nur durch die Polizei bei Eigentumsgefährlichkeit erfolgen könne. Das Schicksal eines Kriegsblinden. Die Jlrvalideneut» schävigungskommisstion hatte das Begehren eines Kriegsblinden auf Gewährung des Hilf losen Zuschusses abaewiesen, obwohl rn.olge einer Kopfverletzung vollstandige Erblindungeingetreten war. Es wurde ihm bloß eine T e i l r e n t e zugesprochen. Der Berwaltungsgerich tshof hat die Beschwerde des Klägers ab ge wiesen, da der Hilflosenzuschuß nur gewährt werden könne, wenn der Bewe:ber im Genüsse der Vollrente stehe. Die Bollrente könne jedoch nicht belvilligt werden, weil der Kläger vor 20 Jahren Lues dlirchgemacht und die Verletzung im Kriege die Erblindung nur beschleunigt. aber nicht verursacht habe Infolgedessen wird der Kriegsblinde, d.r ohne Führer keinen Schritt machen kann, nicht den ihm gebührenden Zuschuß erhalten