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Wiener Morgenzeitung · 1924-01-29 · Heft 1780 (29.1.1924) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1780 (29.1.1924)
Date
1924-01-29
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Wiener MnroenzeituNft. M. Jänner 1924 Seit« 7 Frankreichs Kämpfen» den Franken. Tie internationale Franken-Spekulation einaeenqt. - Kündigung aller Franken-Kredite. - Rückzug der Spekulation. Nr. 1780 Wien, Dienstag Amt kommt auch bei seinen Berechnun-gen zn einer w esentlich höheren Indexziffer als die Paritätische Kommission. Während diese für die letzte Indexperiode nur eine 4prozentige Steigerung der Lebenskosten errechne te. setzt das Bundesamt für Statistik den Index mit Plus 6 fest. Wenn man die Goldparität der Krone mit 14.400 annimmt. weist der G r o ß h a n d e l s i n d e x e i n e Steigerung auf das 18.748fache auf. Im abgelau'enen Jahre hat sich Mehl auf das 18 8O7fach? des Preises vom Juni 1914 verteuert. Brot auf das 16.3o3sache, Mi'ch auf das 18.76Ofache. Männerkleider auf das 21.211 fache. Wäsche aus das 19.87Ofache und Koh^e auf das 25.357fache. Die Kasten für B c k l e i d u n a. Beheizung und für d'e wichtigsten Nahrungsmittel haben, sohin d'e Goldparität weit überschritten. Nur die Preise der Mietwohnungen sind der allgemeinen Steigerung nicht befolgt und erreichen erst rund das 724fache der Friedenshöhe. _ Clearingkorse der Österreichischen Nationalbank vom 28. Jänner 1924. Devisen (Schecks und Aus- Kur« vom 26. Jitnn. Zahlungen) Veld Ware Oeld Ware A«!,Rferd*m f. 1 holl. Gulden . 26400._ 26500.— 26430.- 26580.- Aerem 1!»". Kronen . . . . 810. _ 814.- 8^>— 813. Pelf-rnd 1 Plnnr .. 810.- 814.- gen.- 813. Pfri'n* 1 dmf«<etie R»»lrli*niarlc . 10.20 10.80 16,20 16.8 BrH'-el 1 be1e>!«i*be Franc* . . 2» 4 291«. - 2894. 290-,.- Burlere't 1 ungarische Kronen . 2.40?.50 7.41 2.51 BtiVarrst 1 Lei ....... 157.- 3.69.— 354.— 356.- Chrl**lnnla 1 norwe«-. Kronen 058«.- 1)620. - 961«.- 9«70.- Korenhanen 1 rl!<nfsriie Kronor . 1160«.— 11660.- 117 o.- London 1 Pfund Sterling » , . Z' 25"''.- 3Ö1500,- 30« -00... 30130'.- Madrid I Pesetas 8*81.- 80«0>- 8880.- 8«?0.- Mailand t Lire 8080.- 31o1.— 3"84.- 3^6.- New Yorlr l Dollar. . . , 70Q75.— 7lt«r».— 70935.- 71185.— Pari« 1 Francs ....... 3242.- 325-1.— 3172.- 3188.- Pra<* 1 tsrheeho-slow. Kronen . 2057.- 7067.- 2059.- 2069.- Sohn 1 Lew» . . , . 5r2,— 5n6.— 502.- 506.- Stoelff'oltn 1 schwedlseheKmnor . 18170.- 18230.— >8170.- 18210.- Warschau** * nolnlsche Mark. . Zürich 1 schwelrerlsche Francs . 12245.- 12295.- 12255.— 12305.- Noten Amerlkan. Noten v. 1 Dollar, nufw. . 70800.- - 7126«.- 7086«.- 71260.- . » kleinere . . , 70750.- 71160.- 70-760.- 71160.- BMelsche Noten 100 Francs . , 2861.- - 28>5.— 2865. - 28«6.- Bulgarische Noten su 1000 Lev« , 480.- 488.'— -8^.- 4P8.— . . 100 . . 460. - 468.- . „ kleinere» » . 450.- 468.- Dänische Noten 100 Kroner , , 11320.- - 11400.- 1132°.— 11400.- Deutsche Noten*. 15.30!5.9o 15.V) I6.9O . . . tOO . . . , . kleinere* . . . 14.70 15.30 14.70 15.30 Engl. Noten von 3 Llvrest. aufw. 298700.- 80n3«0.- 2986)0.- 30« ian— » , kleinere. 298510.- 3001.1«.- 2983««. - 2999.«.- Französische Noten 100 Francs . 3225.- 3255.- 3135.- 3165.- HoUDndlsche Noten 100 fluiden . 26200,- 2640'!.- 2623-1.- 26430— Italienische Noten v. fOOLIreaulw. 3085.- 31 <15.- 3o60.— 3«80— , , Heinere . . , Jagotl. Noten ungest. zu 1000 Dinar 3055.- 3105.- 3041.— 3060— 809.- 817.- 806.- 812— . . . . 100 . . . . kleinere . . 8«t.— 815.- 796.- 8'2— Norwegische Noten 100 Kroner . 9460.- 9540.- 9510.- 9590— Polnische Noten **.. 71.- 81.- 71— 81— . , kleinere** . . , 66.- 76.- 66— 76- Rumänische Noten r>, 1000». 800Lei 356.- 360.- 343— 347- , , kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel 336.- 340.- 323— 327— —.— —.— , , kleinere . . Schwedische Noten 100 Krnnor . 17960.- 18061.- 17960.— 18060— Schweizerische Noten 100 Francs. 12210.- 12310.- 12140— 12220— Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.1000 aulw. 8760.- 8840.- 8160— 8840— 2034.- 20*0.- 2036— 2052— _ , kleinere . 2029.- 2045.- 2031— 2047— Ungar. Noten (neue Eni.) zu tOOOKr. 1.60 1.70 1.50 1.70 «zu 10.000 Kr. . , . . . kleinere. * Für 1000 «.-Mark, ** 1.45 1 65 1.45 für 10.000 poln. Mark. 1.65 Die Regelung der ungarischen Kronenaffaire. Ans Budapest, 28. d., meldet das Ung. Telegr.-Korresp.-Bureau: Direktor Arkauer von der Oesterreichischen Nationalbank traf heute früh hier ein und begab sich im Laufe des Vormittags in das staatliche Noteninstitut, wo er mit dem Vertreter der Devisenzentrale Tabakovics eine Konferenz hatte. Umtausch der Interimsscheine der Oesterreichischen Nationalbank. Die Oesterreichische Nationalbank wird gemäß einer in der „Wiener Zeitung" vom 25. Jänner d. I. veröffentlichten Kundmachung am 4. Februar d. I. mit dem Umtausch der Interimsscheine gegen definitive Titres ihrer Aktien beginnen. Da die Gewinnantcilscheine der Nationalbank nur gegen die den Aktien beigeaebenen Coupons ausbezahlt werden, liegt es wcgeu der bevorstehenden Auszahlung des Gewinnanteiles pro 1923 im Interesse der Parteien, kn Umtausch der Interimsscheine gegen definitive Aktien möglichst bald durchführen zu lassen. Einschluß zollpflichtiger Gegenstände in Briessendungen nach Oesterreich. Die Handelskammer gibt bekannt, daß auf Grund des Art. 18. 8 3, des Wellpostvertrages von Madrid von nun an der Einschluß zollpflichtiger Gegenstände in Briefsendim"«,: «ns dem Auslände nach Oesterreich unter der Bedingung acstattet wird, daß die Sendungen mit einem grünen Zettel versehen sind, der dm Berm"rk trägt: „Der Zollbehörde stellen" oder „A soumertre a la donane". Dieser Permerk kmn auch handschriftlich angebracht sein, muß aber auf jeden Fall sehr auffallet.d sein. Tie Schuhindustrie für die Auslösung der ehemaligen Leder^entrale. Bekanntlich war während des Krieges und der ersten Nachkriegszeit die Versorgung mit Leder eine überaus schwierige. Zur Regelung des Bedarfes wurde damals der Wirtschaftsverband der lederverarbeitenden Gewerbe vom Handelsministerium gegründet. Diesem w-rde später auch die Regelung der Ein. und Ausfuhr von Schuhen übertragen. Wie die „Cämhindustriczeitnng" berichtet, hat nun der Verband der österre'ch'.schen Schuhfabrikanten in seiner letzten G'neralversammlung die E i n st e l l n n o der Beitragslei st ungen an diese ehemaltge Zentrale beschlossen und-gleichzeitig an VaS Handelsministerium den Antrag aus Aufhebung derselben gestellt. Dieser Beschluß hat insbesondere c ch in Cchuhimporteur- und Großhändlerkreisen große Befriedigung hervorgerufen. da diese berei s vor mehr als einem Jahr den gleichen Beschluß gefaßt und diesbezügliche Anträge im Handelsnnnisterium gestellt hatten, jedoch mangels Unterstützung der Industrie nicht durchdringen konnten. Da sich nach dem letzten Gencralversammlungsbeschluß der Schuhindustrie die Forderungen von Schuhindustrie und -Handel decken, so besteht begründete Aussicht, daß der letzte Ausläufer der Lcderzeu.rale nun auch in absehbarer Zeit verschwinden wird. Galicia Raphtha-A.-G. Die galiziiche Naphtha Aktiengesellschaft Garic.a vermehrt ihr Aktienkapital von 14,280.609 Poln. Mark auf 114,2-10.090 poln. Mark durch Neuausgar-e von 4.0.090 Aktien. Bezugsrecht für eine alte Aktie fünf neue. Bezugspreis 2 Pfurrd 4 Schilling. Bezugsfrist 28. Iämter 1924 W LL. Februar 1924- Während die französische Regierung in ihren Ministerien die Entwürfe fertigstelken läßt, welche die Frankenspekulation im Inlands eindämmen soll, und zu diesem Zwecke verschiedene Maßnahmen ins Auge gefaßt sind, wie strenge Devisenbewirtschaftung, Kontrolle der Devisengeschäfte, Behinderung der Spekulation usto., beginnen die französischen Banken schon jetzt, ihre Maßnahmen danach einzurichten. Sie haben gestern die österreichischen Banken benachrichtigt, daß die in Anspruch genommenen französischen Kredite sowohl für Valutenals auch für Effekten zw ecke gekündigt seien und daß sie in keine Verlängerung der Kredite einwilligen. Bekanntlich hat sich die internationale Spekulation auf dem französischen Markte in der Weise betätigt, daß sie entweder französische Franken gegen Dollar, lieferbar nach einem gewissen Termin, verkauft hat, in der Hoffnung, daß bis dahin der französische Franken weiter sinken werde, oder dadurch, daß sie Effekten gegen Sicherstellung von Dollar oder anderen wertbeständigen Valuten im Kreditwege an der Pariser Börse sich verschafft hat. Es wurde dabei das Mittel zur Anwendung gebracht, welches schon in Oesterreich und in Deutschlaitd seinerzeit mit Erfolg angewendet wurde, indem die Spekulation die betreffende Valuta gegen entsprechende Sicherstellung schuldig geblieben ist. Bisher war es ziemlich leicht, gegen gute Bedeckung sich solche Effektenkäufe an der Pariser Börse durchführen zu lassen. Nun wird dies ersc^vert. Pakeiverkehr nach und über Frankreich im Durchgang durch Deutschland. Die Wiener Handelskammer gibt bekannt, daß die deutsche Postverwaltung den Paketverkehr (vorläufig nur gewöhnliche Pakete) mit Frankreich und Ländern im Durchgang durch Frankreich wieder ausgenommen hat. Sie vermittelt von setzt an wieder die Weiterleitung gewöhnlicher Pakete nach und über Frankreich hinaus. Es können daher solche Pakete wieder über Deutschland geleitet werden. Einsttveilen findet der Austausch der bezeichnten Pakete zwischen Deutschland und Frankreich nur über das Postamt 2 in Karlsruhe (Baben) statt. Die Leitung der Pakete über besetzte deusche Gebiete kann noch nicht erfolgen. In der Leitung der Pakete mit Wertangabe für Frankreich und darüber hinaus findet keine Aenderung statt und es bleiben die Bestimmungen der eben bezogenen Nachricht für diese Pakete vorläufig noch aufrecht. Die Krise in der landwirtschaftliche« Maschinenindustrie der Ukraine. Angesichts der katastrophalen finanziellen Lage der ukrainischen landwirtschaftlichen Maschinentrusts hat die Regievung beschlossen, ihm einen sofortigen Kredit von 560.009 Goldrubel zu gewähren. Gleichzeitig soll eine Vereinfachung des Verwaltungsapparates und eine weitgehende Konzentration der Betriebe unter Stillegung der am wenigsten leistungsfähigen vorgenommen werden. An unsere P. 2. Abonnenten! Am 1. Februar 1924 beginnt ein neues Abonnement auf die „Wiener Morqenzeitunq*. Infolge namhafter Steigerung der Regien sehen wir uns gleich den anderen Wiener Tageszeitungen genötigt, unwesentliche Erhöhungen der VezugSgebübren vorzunehmen. Wir ersuchen, die BezugSgebÜHren rechtzeitig einzmahlen, damit die Zustellung des Blattes keine Unterbrechung erleide. BezngrgMljren ab 1. Februar 1984: Abonnemenl Mr Wien (zum Abdolen im Expedtt oder in einer Derschleiststelle) monatlich..K. 35.000.— Verschleißpreise für Wien ab 28. Jänner. Wochr«lag«nnmmer, auch a« Montage». . . SL 1200 Sonnkagausgabe... 1400 Das ylbonnemrnt wolle gelölligst recktreitia in der Nächstliegenden Verschleißstelle erneuert und die Bezugsgebühr gleichfalls dortftlbst erTcftt werden. OeffcrroirFi monnflicf) . . . , Sit Tfchecho-Slowastel nwnaittch. . . . ßfchech. M. 18.— Dolen mon«Nirst . . . . £ i gnpoflawien monaMch. 60.- DeukftkUanb monnINch . » . . ... Goldmark 4.- Rumänien monatlich . . . » .Gct m- KvNand monatlich . . . . .... holl. N. 1.50 staffelt monaNich ... .Vir» ir. Schweiz monatlich ... . Schweizer Franke« 4.— kvrankrejch monatlich . . . , franz. Franken 12.- Belgien monatlich . . . ... . belg. Franken 12.— England monatlich. . . » » . . . Schilling 3.- Amerika mvnalttch. . . . . . ..... Dollar 1gaMelen: veNerroichlfches Roftfvarka^enkons» 150.093. Tschecho-slowaklfches Polllparkafsrnkonlo (Prag) 59.531 Polnisches Po^parlm'fenbvnrv (Warschaus 100.237. Deutsches PoNschechßonto (Berlin W 7) 103.722. Bnmünlen und Bukowina: vslbauk A. G. und deren Filialen. Schweiz: Schweizer Bvlksbank in Si. Vallen. Jugoslawien: Poflsparkaflenkvnto (Zagreb) 40.085 Italien r Soeiela dt Credtto Commeretale Lrieste, Bia Mazzini 30. Die Berwattung der „Wiener Mvrgenzertung" Wien, FI.. T borstratzr 1-—3 Telephon 44.038« 43.319. Viele Spekulanten haben Ich größere Effekten« bündel an der Pariser Börse aufkaufen lassen und haben die Franken nicht gezahlt. Da die Fr-ankenschnlden gekündigt wurden und eine Verlängerung nicht möglich ist, müssen binnen kurzem die schuldigen Franken rückgezahlt werden. Es werden also entweder die französischen Effekten verkauft werden müssen oder es werden mit Hilfe der Sicherstellung die schuldigen französischen Franken zur Abzahlung cm geschafft werden. Die Folge davon hat sich schon gestern in Paris gezeigt. Es wurden größere Mengen Dollar an der Pariser Börse angeboten, um sich dafür französische Franken zu kaufen. Die Folge davon ist ein Steigen des französischen Franken und ein Sinken sämtlicher Valuten in Paris. Es verlautete, daß nunmehr nur Kassageschäste an der Pariser Börse gemacht werden sollen. In diesem Falle rst es sehr unwahrscheinlich, daß sich die Spekulation um die Betätigung in französischen Effekten allzu stark bemühen wird Auf dem Wiener Platze wurden gestern einer Anzahl von Kommittenten, welckie siir Paris Börsenaufträge gegeben hatten und sich nur mit Dollar oder anderen Kronen sichergestellt haben, nahegelegt, nunmehr entweder voll zu bezahlen oder die Effekten verkaufen zu lassen. Die Maßnahmen der französischen Banken haben bei der internationalen Frankenspekulation große Verwirrung Hervorgerufe w Die Anbauflächen für landwirtschaftlich« Kulturen in Rußland. Nach wrrtschaftsamtlichen Statistiken haben sich hie Anbauflächen für landwirtschaftliche Kulturen im Jahre 1928 im Vergleich zu 1922 folgendermaßen erhöht: Flachs 24 Prozent. Hanf 51 Prozent, Sonnenblumenöl 29 Prozent. Erbsen 89 Prozent. Zuckerrüben 24 Prozent. Die russische Handelsbilanz tm Geschäftsjahr 1922-L3 wurde vor einigen Tagen in einer Sitzung des Präsidiums des Gosplan erörtert. Nach dem Voranschlag der Pl-anwrrtschaftskommission sollte der Export einen Wert von 210,5 Millionen Tscherwonezrubel und der Import von 226 Millionen Tscherwonezrubel erreichen. Nach den Angaben der Zollbehörden von allen Grenzen, mit Ausnahme der östlichen, sind tatsächlich Maren im Werte von 133 Millionen Friedrnsrubel oder 210,6 Millionen Tscherwonezrubel auSaeführt worden. (Nach dem durchschnittlichen Index des Volkskommissariats für Außenhandel wird der Friedensrubel mit 1.6 Tscherwonezrubel berechnet.) Der Import dagegen ist hinter der veranschlagten Summe beträchtlich zurückgeblieben. Nach den bisherigen amtlichen Unterlagen hat er nur den Wert von 187,4 Millionen Tscherwonezrubel erreicht, so daß sich ein Ausfuhrüberschuß von 23,2 Millionen ergibt Der Augenblick, in dem der Export den Import Überwog. trat im Juli ein. In den letzten Monaten des Geschäftsjahres vermindert« sich die Einfuhr von Gegenständen des täglichen Gebrauchs zugungsten von Industrvserzeuonissen. Im August betrug die Einfuhr von täglichen Gebrauch artikeln 22,7 Prozent, im September 19 Prozent und im Oktober nur noch 13 Prozent der Gesamteinfuhr gegenüber einem Friedensprozentsatz von 28,7. „Statistische Nachrichten". In der am 25. d. erschienenen Ausgabe der Monatsschrift „Statistische Nachrichten" ist eine Gesamtnbersicht über das Wirftchafisihar 1923 in Oesterreich enthalten, weiters die Wechselkurse in New-Bork im Dezember 1923 und Jänner 1924. di« Groß- und Kleinhandelspreise. Indexziffern usw. Besonders interessant sind die in dieser Nummer veröffentlichten Zusammenstellungen über die Gehälter der Privcrtanaestellten und die Löhn« der Arbeiter im Wien«r Industriegebiet im letzten Vierteljahr 1923. Die Nummer, die auch sonst reiches statistisches Material enthält, ist bei der Verwaltung, Wien, 1. Bez., Hohenstaufengasse 7, zu beziehen. Wiener Mrse. LustleS. Ungeachtet der Fakten Erledigung der Versorgung und der Erleichterung der Geldverhältnisse — Wochengeld war zu 0,60 und 0,626 Prozent Prozent reichlich angeboten —, eröffnet« die gestrige Börse in lustloser Haltung. Die Spekulation verhielt sich äußerst reserviert. Hierzu trtrgen vielfach die Unklarheit hinsichtlich der bevorstehenden Umwertung und das Fehlen der Privatorders bei. Im Eröffnungsstadium waren die Werte ungarischer Provenienz rückgängig, doch wurden die Einbußen im Verlaufe des Verkehrs teilweise wieder wettgemacht. Alpine^ Aktien litten unter Gerüchten über bevorstehende Lohndifferenzen bei der Alpine Montangesellschoft. Das Geschäft war im großen und ganzen äußerst gering. Vorübergehend fanden einzelne Dankenwerte auf günstige Bilanzschätzungen einige Nachfrage, doch war auch hier der Verkehr eng begrenzt. Südbahn-Prioritäten besserten sich um 5900 K., Bankverein und Unionbank um je 3000 K.. Timber-Holding um 12.000 K. und Brunner Maschinen um 16.060 K. Hingegen büßten Britischungarische Bank 6200 K., Zirnvstenska 15.000 K., Staatsbahn 11.000 K., Alpine 21.000 K-, Felten 15 0u0 K., Krupp 12.000 K. und ungarische Hosherr 11.000 K. ein. Ebenso wie in der Kulisie wickelte sich auch im Schranken das Geschäft im engen Rahmen ab Von den fließenden Schrankenpapieren verloren Dampfschiff 100.000 K., Prager Eisen 91.000 K, Fanto 100.000 K., Schönpriesener Zncker 10.000 K.. kroatischer Zucker 26.000 K. und österreichische Eisenbahnverkehr SO cOÖ K. Hingegen, wurden Allgemeine Baugesellschaft um 10.000 K., Aussig chemische um 20.000 K., Berg u. Hütten um 10.000 K.. Guttmann»Holz um 25.000 K., ungar. allgemeine Kohlen um 60.000 K. und ungarischer Zucker um 80 000 K. hoher gehalten. Von den übrigen Schrankenwerten gaben Novdbahn 160 000 K.» Westböhmische Kohle 30.000 K., Heinrichstaler 80.0(X) K., Galicia 50 000 K.. Schodnica 15.000 K. im Kurs ab. Dagegen würden Meinl-Aktien um 79.000 K. in die Höhe gesetzt. Das Geschäft «ahm bis zum Schlüsse keine größere Ausdehnung an.

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