Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1773 (22.1.1924)
- Date
- 1924-01-22
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. '1778 1©tat, Dknskig " MleE MMqMzieMilü. 88. JcinE 1924 mk b milatio-n aufgebürdet werde und daß er trotz der Schilderung de- Lebens Mendelssohnin Kayserling und Dubnows Werken heule als sogenannter Populävphilosoph ebenso mit Unrecht unterschätzt werde, wie ihn die Zeitgenossen überschätzten, sogar über Immanuel Kant stellten, den er, wie man weiß, bei einer Konkurrenz über die von der Akademie der Wissenschaften gestellten Preisaufgabrn besiegte. Diese Gesichtspunkte leiteten öen Vortragenden auch bei der Beurteilung Mendelssohns als Schulreformer. Hierüber führte er unter anderem auS: Mendelssohn hat durch David Friedländers jüdische Freischule in Berlin das Urbild aller Talmnd-T^ora« Schulen geschaffen, die jüdisches Wissen neben deutscher Bildung vermittelten. Er wurde aber auch von Basedow bei Gründung ftineS berühmten Instituts Phllantroipin zu Rate gezogen und hätte, ganz nach modernem Muster, mit Hilf« reicher Juden diese Anstalt vor dem Zusammenbruche bewahren sollen, wozu sich aber Mendelssohn und die damaligen Juden weniger verstanden als die heutigen in ähnlichen Fällen. Sonst ähnelt« die damalige Epoche mit ihrer an Pestalozzi und Basedow anknüpfrnden Schulreform nach der Pietistenschule sehr der heutigen Lage, da nach allzu großer Strenge vielleicht allzu große Milde im Schulwesen Platz greisen soll. Merkwürdigerweise war Mendelssohn sich der drei Hauptforderungen der modernen Schulreform wohl bewußt: des Lokalkolorits des Unterrichtes, der Konzentration, die schon im alten Cheder geherrscht hatte, der Arbeitsschule, das heißt Mit-arbsit der Schüler. Das Judentum als ein in modernem Sinne unbeschriebenes Blatt, als kulturell -vooauSsetzungslos, wie die arischen Philosophen glaubten, war den pädagogischen Zeitgenossen einer Locke und Hume besonders interessant, was auch MmdelssohnS beispiellose Popularität erklärt. Durch ge ist- und gemütvolle Zitat« aus Mendelssohns nicht mehr viel gelesener Schrift: „Jerusalem", seiner Apologie des Judentums und soiner eigenen Stellung zum Judentum gegen L a v a t e r, zeigte Simon, wie wenig Mendelssohn die schädliche Wirkung seiner Tätigkeit bei seinen Nachkommen und seinem Volke ahnen konnte. Neigende Nerpreise. Obwohl gestern, wie gewöhnlich am Montog° die Nachfrage auf allen Märkten sehr schwach war, sind die Preise für Eier weiter gestiegen. Für frische steirische Eier wurde bereits ein Preis von 3000 K. pro Stück verlangt. Auch die Kartoffelpreise sind wieder etwas gestiegen. Die Beschickung mit Fleisch und Vieh setzte gestern sehr gut ein. In der Großmarkthalle langten 26 Waggons mit 168,8 Tormen Fleisch ein, darunter 13 Waggons Rindfleisch. Auf dem Rindermarkt in St. Marx wurden 3450 Stück Schlachtrinder aufgetrieben. Leichte RiederschlSge. In Oesterreich ist die Bewölkung örtlich und zeitlich stark bevschreden. Die Temperatur war tagsüber über Null (Wien plus fünf Gvad), Steiermark und Kärnten hatten leichten Morgenfrost. Voraussage: Veränderliche Bewölkung, vielleicht leichte Niederschläge. Temperaturrückgang. Hochwassergefahr in Deutschland. Aus Berlin wird uns gemeldet: Infolge des plötzlich «ingetretzenen und bereits mehrere Tage anhaltenden Tauwetters laufen aus allen Teilen des Reiches Meldungen über ein bedrohliches Anschwellen der Flüsse und starke Hochwassergefahr ein. In den gebirgigen Teilen Deutschlands sind di« Flüsse bereits über einen Meter geftlegcit und haben sich in reißende Ströme verwandelt. In den niedriger gelegenen Landesteilen ist die Umgebung der Flüsse, die große CiSmaffen mit sich führen, bereits überschwemmt. Verhaftung ChlumeckyS. Wie bekannt wird, Wirt Chlumecky nicht enthaftet werden. ES wird darauf verwiesen daß Chlumecky die französische Sprache sehr gut beherrscht, daher tue Nachhilfe der Sprachlehrerin Kadinetz nicht nötig hatte Grund der Verhaftung sei die Tatsache, daß Chlumecky bei öfteren von den Kindern im Salon Kadinetz gesehen worden sei v..* * ein Apotheker bestraft. Wegen mangelnde: Verläßlichkeit wurde dem Apotheker Robert Minnich 9. Bez., ZtmmermannSPlatz 1, vom Magistrat die Leitung de, Apotheke auf ein Jahr entzogen. Magister Emil Winkle, wurde von Amts wegen zu ihrem verantwortlichen Leiter bestellt. Der amtsführende Stadtrat Tandler erklärt hierzu das eme Kontrollaktion eingesetzt habe und bereits sechs ode, sieben derartige Fälle festgestellt wurden. DaS einzige Mittel ore Einsetzung eines ZwangSprovisorS, werde mit Er folg anaewenoet. w.t * Nach Veruntreuung von sieben Milliarden Kronen ge. flüchtet. Der Kaufmann Geza Kormos und der Bank kommissionar Armin Roth sind auS Budapest nach Ber don sieben Milliarden österr. Kroner geflüchtet. Obwohl sie in Budapest ansässig waren, weilten fii oft in Wien, zuletzt am 19. d., wo sie sich aus dem Hotel, ir dem sie wohnten, in ihrem eigenen Daimler-Automobil ent sernten. Die Firma Julius Farago hatte von dem sogenann cen Bankhailse Roth u. Comp, in Budapest ein Darlehe, von Mer Milliarden erhalten, wofür sie Wertpapiere n der Höhe von 6,5 Milliarden als Depot übergab. Das Bank hauS hat nun diese Papiere in Wien günstig verkauft. Für der 18. d. hatte Roth der Firma Farago m Wien die Glattstelluw . -T-v... -v« Bankhauses ... Gläubigerkomitee des Bankhauses S. Ultmann hat gestern d Geschäfte des Bankengeschäftes S. Ultmann übernommen m im Vereine mit Professor Artur Einöhrl als Buchsachverstä digen die Arbeiten zur Aufstellung ehre» Statuts bereits H «gönnen. Der Aktion des Gläubiger! o-miteeS hat si am gestrigen Tage eine Reihe weiterer Ei leger angeschlossen, die erklärt haben, keinerlei So deraktron zu beginnen. Diejenigen Einleger, die sich dies Aktion noch nicht angeschlossen haben, werden im eigenen I teresse ausgeßordert, sich unverzüglich zwischen 10 und 12 U vormittags und 3 und 5 Uhr nachmittags im Lokale des Bar tzeschästes S. Uftyrann zu melden An unsere PT. Momenten! Am 1. Februar 1924 beginnt ein neues Abonnement auf die „Wiener Morgenzeitung". Infolge namhafter Steigerung der Regien sehen wir un8 gleich den anderen Wiener Tageszeitungen genötigt, ünwefentllche Erl'öhunaen der Bezugdgebübren vorzunehmen. Wir erüiihen. die Bezugsgebühren rechtzeitig einznzghlen, damit die Zustellung des Blattes keine Unterbrechung erleide. BezussgeMren ab 1. Februar 1824: Abonnement für Wien (zum Abkolen im Expedit ober in einer DerfchleitzsteHe) monatlich...51. 35,000.— Verschlertzprerse für Wien ab 28. Jänner. Woch^ntapsnummer,'auch an Montagen. . .Si. 1200 Sonntaga»'Sgabe... 1400 DaS Abonnement wolle gefälligst recht»eitig in der Nächstliegenden Verschleißstell« erneuert und die Bezugsgebühr gleichfalls dortselbst erlegt werden. vetterretet, monatlich .......... . K. 3\000.~ Tfebecho-Slowallet monatttch .... lick,sch. Si, 18.— Voten monatlich ..ikste*r. K. 30,000.— Jupvffowion monoNich.Dinar 60.- Deuttchland monatlich.Goldmark 4.— AnmSnten monatlich.Lei 130.— Kolland monatlich . . ....... holl. N. 1.59 Glatten monatlich ..Lire 12- Schweiz monaili^k .... Schweizer Franken 4.— Frankreich monatlich .... franq. kranken 12.— Äelpien monatlich.vetg. Franken 1?.— ^natand monatlich... Schilling 3.— Amerika monatlich. Dollar 1.— Die BezugSgeliühren fitr Bolen können auch in Volenmark entrichtet werden. Der entfallende Gegenwerk ist nach aenauer Umrechnung zu der Kronennotierung in Warschau am EinzahlungStage festzustellen. SaMesirn: OeNsrreich"chs4 VottsparkaUenKonto 180.663. Tfchecho-flowakifches PoMparkaffenkonto (Prag) 88.831. Polnisches PoMoarkattenKonto (Warschaus 160.227. Deutsches PoNschechKonto (Berlin «i 7) 168.722. Rumänien und Bukowina: Ostbank A. G. unseren Filialen. Schweiz r Schweizer Dotksbank in St. Vallen. JriaoNawien: ^ostsparkaNenkonto (Zagreb) 40.085 Italien: Soeiela di Ereditv Commereiaie Triefte» Bia Mazzint 30. Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung" Wien» II.. Tcrborstratze 1—3 Telephon 44.« ÜW't-V * Die Lohnbewegung im Versicherungsgewerbe. Der Arbeitgeberverband der Versicherungsanstalten versendet eine Mitteilung, worin bekanntgegeben wird, daß die Lohnverhandlungen an einem toten Punkt angelangt sind. Die Angestellten fordern eine Erhöhung von 32 vis 45 Prozents während vie Unternehmerschaft höchstens zwei Drittel der Gehaltserhöhungen bewilligen könne. Durch das Angebot der Unternehmer würde der verzehnfache Monatsbezug auf 16 Monatsbezüge im Jahre ausgedehnt. In der Mitteilung heißt e8, daß ein 19jähriger Angestellter 1,840.000 K. monatlich, bei den Anstaltszulagen gewichrenden Gesellschaften 1.720.000 K. erhalten, ein Angestellter im siebenten Dienstjahre 1.570.000 K. bis 2,000.000, ein Angestellter im 19. Dienstjahre 2,930.000 K. monatlich und mit 32. Dienstjahren 8,064.000 bis 8,900.000 K. erhalten werde. Demgsaenüber wird aus Kreisen der VerstcherungSangestellten erklärt, daß die Mehrzahl über ein Gehalt von 1,6 Millionen Kronen monatlich nicht hinauszukommen. * Abnahme der Todesfälle km Jahre 1928. Nach dem wie alljährlich vom Magistrate Vorgelegen Nachweise über die Zahl der Beerdigungen im Zentralfriedhofe wurden im abgelaufenen Jahre 1923 auf der allgemeinen Abteilung des Zentralfriedhoses 12.087, auf der israelitischen Abteilung 884, zusammen 12.971 Beerdigungen vorgenommen. Da im Jahre 1922 die Zahl der Beerdigungen in beiden Abteilungen 16.666 betrug, hat im Jahre 1923 die Zahl der Begräbnisse um 2696 a b genommen. Exhumierungen wurden 106 vorgenommen. „Studienleichen" in 627 Grabstellen beerdigt; aus dieser Ziffer ergibt sich der Leichenmanael tu den Seziersälen, der jetzt so viel besprochen wrrd. Auf der allgemeinen Abteilung des Zentralfriedhoses wurden soit der Eröffnung bis 31. Dezember 1963 insgesamt 930.404 Leichen, auf der israelitischen Abteilung insgesamt 86.351 Leichen beerdigt. * Sterbefall. Aus Olmütz wird uns berichtet: Hier ist nach langem Leiden die durch ihre Fürsorge- und philanthropische Tätigkeit in allen Kreisen der jüdischen und nichtjüdischen Bevölkerung überaus populäre Frau Marie Oppenheim, die Gattin des bekannten Olmützer Rabbiners Dr. Bertold Oppenheim, gestorben. Ihr Hinschoiden erweckte in der ganzen Stadt lebhafte Teilnahme, und am Leichenbegängnisse nahmen alle Schichten der Olmützer Bevölkerung teil, unter anderen auch der Vizepräsident des tschechischen Parlamentes Doktor Hruban. * Rabbiner L. Gesien gestorben. Am 15. d. starb in London der Rabbiner Lioncl Gessen, Prediger an der neuen Westend-Synagoge in London und Mitglied der Exekutive der Londoner Föderation ukrainischer Juden. Rabbiner Gesfen der in Kowno geboren war, erreichte ein Mer von 6g Jahren. Seit 30 Jahren lebte er in England und war während des Krieges Ehrenkapitän der Feldmacht. Rabbiner Geffen hatte gerade Vorbereitungen getroffen, um im Aufträge der ukrainischen Föderation ' nach Beßarabien zwecks Untersuchung der Lage der ukrainischen Flüchtlinge zr reisen, als ihn der Tod ereilte. * Jubiläum des Verbandes rumänischer Juden. Der Reichsverein der Juden Altrumäniens begeht dieser Tage das Jubiläum seines 26jährigenBestandes. Der Verein wurde im Jahre 1898 von Herrn Adolf Stern unid.dom vor kn Mm verstoubenen Ob,erraib>b>in>cr Book gegründet. Dr. Stern war der erste naturalisierte Jude in Rumänien. Der Verein hat seit seiner Gründung unablässig ( für die Bürgerrechte der rumänischen Juden und für die bürgerliche Gleichberechtigung aller in Rumänien wohnenden Juden gekämpft. * Der WirtschastSverband ausländischer Studenten in Florenz ist bereit, Informationen aller Art über Studienunb i ÄeibensverhAt-nW nt Florenz zu erteilen. Gleichzeitig werden sämtliche jüdische Studenten, welche die Absicht hMN. sich z» Studienzwecken nach Italien zu begeben, ersucht, sich mit der oben genannten Organisation vorher brieflich in Verbindung^u sehen, da die Organisation ihnen ansonsten keine Hilfe wrrd leisten können Adresse: Mensa Academica, Firenze, Bia Glambattista Vlco 21. , (Nachfolgende Notizen bis zu der Rubrik „Vereine" sind entgeltlich.) * Tanzknstitut Hermann Braun, 14. Bez., Reindorfgasse 42. Heute moderne Perfektion. Beginn halb 7 Uhr abends. * Sensationelles, unerreichtes Angebot im Seidenhaus Richard Leitner, 4. Bez., Margaretenstraße 10. Crepe de Chine, Satin de Chine, Bonais usw. in feinster Qualität zu 62.000 bis 98 000 K. pro Meter. Seidenreste für Lampenschirme usw. spottbillig. ' Vereine Vorträge «nd Vermmmlungen. Zionistische BezirkSiektion Breitew s e e. Nioraen, 8 Uhr aben 8. im Cafä Löblhof, 13. Bez., .^ütteldorferstraße 66, Vortrag Dr. Waldinann: „Tie wirtschaftlichen und sozialen Voraussetzungen des Zionismus". Palästinenser! Heute, 'A.8 Ubr abends, im Klubbeim der Lese- und Redehalle 9. Bez., Türkenstraße 9, St. III. Chagigat Cbamischah Assar B'Schwat. — Betb Waad Laiwiim. Mittwoch, '/*8 Uhr abends, Chamilchcch Affar-Feier im Saale der Lese- und Redeballe, 9. Bez., Türkenstraße 9. Gäste willkommen! Ein Roman püs der jüdischen Gesellschaft Badapests DieHeimatloien von Wi-ma v. Vokelleh Zwei Dinge vor allem logen diesen Roman bemerkenswert und segelnd au« der Reihe der vielen hervdrtreten: die überraschende Kraft, m t der da» soziale Bild, einer Zeit nnd eine» Kreise» gtkitbrn und die unbelümmme Kühnheit und nschütternde Ehrlichkeit, mit der sein Gegenstand gcvr.'cht wird. „Ntxu Freie Prem* Preis geheftet K 44.000 in Halbleinwand K 62.000 Za beziehen durch jede Buohhandlnn? oder direkt vom Vertag Dentsoh-Oesterreichiseher Verlag, Wien, 1. Fischerstiege 8 Bühne und Knnst. Wo bleibt die Mufikstadt Wien? Verdis „Falstaff" — in Dresden. — HändelS „Rodelinde" — in Rostok. — EchreckerS „Jrrelohe" — in Köln. Nach zehnjähriger Pause gelangt in der Dresdner Staatsoper Verdijugendliches Alterswerk „Falstaff" unter Busch mit Burg in der Titelrolle zur AuMhrung. Die Regie führte Alois Mora aus Weimar, dessen Mozart-Jnszenierungeir besonders berühmt werden. Er wurde nach dem großen Erfolg seiner Regieführung als Oberspielleiter an der Dresdner Staatsoper verpflichtet. — Händels Barockoper hatte unter der Leitung des Kapellmeisters Weund einen außergewöhnlichen Erfolg zu verzeichnen. — Die Uraufführung von Schreckers neuester Oper „Jrrelohe" findet am 22. Februar unter Leitung Klemperers in Köln statt. Sie künftigen Pläne ber Habimah. DaS Moskauer hebräische Theater. Der Gründer und Direktor der Moskauer hebräischen Theatertruppe Habimah, Herr N. Z e m a ch, hat eine längere Studienreise absolviert, die ihn nach Berlin, London uird Paris führte. Er studierte überall die Theaterverhältnisse, besonders von dem Gesichtspunkte aus, welche Möglichkeiten für die Veranstaltung einer Tournee durch Europa bestünden. Diese Tournee steht nunmehr fest und dürfte schon im Frühjahr, höchstenaber im Herbst dieses Jahres durchgeführt werden. Das Ensemble der Habimah wird, wie Herr Zemach einem Zeitungsberichterstatter mitteilt, der Reihe nach Litaueik, Lettland, Estland, Deutschland, Frankreich, Dänemark, Holland und fünf Städte ln England besuchen und begibt sich dann nach Amerika. Unter den Neukreierungen ihres Repartoirs befindet sich auch „Shylock", an dem die Habimah schon seit nahezu drei Jahren arbeitet. Auch Dramen von S ch n e u r und Tschernichowsky — letzterer schrieb einige Stück« eigens für die Habimah — werden vorbereitet. Ueberdies ist Direktor Zemach auch darangegangen, im Rahmen der Habimah Konzerte ernster jüdischer Musik zu organisieren und während der Tournee Bibelabende zu veranstalten, an welchen einzelne Kapitel aus den Propheten mit althebräischer Musikbegleitung vorgeführt werden sollen. Die Musik wird auf Grund des im Londoner British Museum vorhandenen Dokumentenmaterials rekonstruiert. Dr. gsrael Aiaschow gestorben. Die Trauerkundgebung in Kowno. Wir meldeten jüngst die ernste Erkrankung Elia» s ch o w s. Nun kommt verspätet die betrübende Nachricht, daß dieser hervorragende jüdische Publizist, der in der hebräischen- und jüdischen Literatur unter dem Namen B aal -Machsch owoth ein hohes Ansehen genießt, cnn 13. Jä^er gestorben ist. Die Besserung, die unmittelbar vor dem Ableben eingetreten war, hat neue. Hoffnungen erweckt, die sich aber als trügerisch erwiesen. Ueber bas Le'ichvnjbMiM'''s, bas amt 15. Immer morgens in Kowno stzaÄlsmch, wird uns gMte-l>dei: De>m Sarge folgten gegen 6000 PerlsEit. UnmiilitÄlbar hi Er dem Savae schritt ein beisonidcres Eh r enge folge, 'beistchonü aus den Mi'tgl'iüdern des j>Msche>n Gernminidovonftanldes sowie ans Vertretern ber ffidilschen Ovganisat'ionrn. Die MiltiM-eber deS Gpootkl-übS MaMbi fo-rigtzen für die Orbmmia. Ans dem ganzen Woge waren die GssichLste, sogar die chvistÄchen, zum Ze-iche« der Tvoner'geischüossem In bön Gassen bvcvM'drn di« eMvischer Äomipen. A-in Grabe sprachen der Prälsiden-t des Jübiischm NaPio- Mlrvtes, M-misteir Dr. Rosenbaum, Vertreter ber gioui»