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Wiener Morgenzeitung · 1924-01-11 · Heft 1762 (11.1.1924) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
6 (1924)
Issue
Heft 1762 (11.1.1924)
Date
1924-01-11
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Skr. 176S Men, Fveftcvg Wiener MorflenzeiLung. 11 Mmwr 1924 €5eik Die Palästina-Reise der Hakoah. Von Dr. I. H. Körner 8» Femfalem. ' (Dvahtbericht derlener Morgenzertmig") Jerusalem, 9. Jänner, haUb 11 Uhr nachts. Wir haben eigenhändig hier eignen Haikoah->WcÄd gepflanzt, der Empfmlg «n Jernsallem war ÄberwWrgenjd. D r. Körner. Aexandrien, 1. Jänner. Heute «m 9 Uhr früh stand eine AutoLolorme berevt, um <m& durch die Stadt zu führen. Wir fuhren durch herrliche patlmenalleen, durch Straßen, die von modernen, wunderichönen HLufern flankiert waren. Wir begegneten Menschen rller Rassen und aller Trüchiten. Wir Launen an den verkchledenart'iigtsten Wagen und Tragtiieren vorbei, wobei als letztere Pferde, Muli, Gsol und Kamele in Verwendung standen. Ms wir den NManal, der die Stadt durchquert, erreichten, schleppten Araber einen großen Dampfer. Der europäische Stadtteil von Alexandrien machte aus unS den denkbar günstigsten Eindruck. Das Araberviertel hingegen unterschied sich von dem früher Gesehenen ganz wesentlich. Während der europäische Stadtteil modern und peinlich rein war, bot sich uns das Viertel, das die Araber bewohnen, als schmutzig und verfallen dar. Wir begegneten aber Mich hier zahllose Europäer, was uns nicht wenig wunderte. Unsere Führer wissen schweigend auf auffallende VergnnWngsftätten, die wir unschwer als Freudenhäuser agno^ierten. Die Juden bewohnen nur das europäische Vierteil und erfreuen sich allseits der größten Achtung. Wir Laben an Baumwollpflanzungen und an ausgedehnten Magazinen vorbei, dann erfreuten wieder Parkanlagen mit orientalischer Flora unser Auge. Den DierparT ibestchtigten wir ebenfalls, wo wir neben Löwen, Digevn, Affen und Strauße noch viele andere Tiere sahen, die in unserem Klima nicht gedeihen können. Unser Weg Mrte uns hinauf entlang der Meeresküste ins Hotel Muck. SäuMche Hakoahner find im erstklassigen Hotel Regina »mtevgebracht. Ms wir den Speisesaal betraten, erwartete uns der ägyptische Finanzminister Gafvi Pascha Wall und begrüßte ums im Namen der Reyievung. Eisler überkmachte.die Grüße des österreichischen und Wiener Fußballverbandes. Hierauf sprach ich für die Hakoah. Földes dankte anschließend im Namen der Judenschaft. Später fuhren wir in bereitgeistellten Autos zum Sportplatz. Die Sportanlage befindet sich an dev äußersten Grenze der Stadt, in der Nähe der Meeresküste, und D von einer hohen Steinmauer umgebm. Auf den Längsseiten des Spielfeldes, anßechM des Sportplatzes, befinden sich zwar ungefähr 80 Meter hohe Steintribünen, die dicht mit ,-Gvatis- Mtzevn" besetzt waren. Das Bild, das sich uns bei Betreten des Sportplatzes darbvt, dürfte von keinem Reiseteilnchmer vergessen werden. Bei 81 Grad Wärme drängte sich die Menge Kopf an Kopf und aus der Masse hoben sich die weißen Turbane und die roten Feste von den Strohhütenplastisch ab. Zahlreiche, modern gekleidete Europäerinnen saßen neben schwarggeK'eidoten Mohmmnedanerinnen, deren Gesicht von einem Schleier zur Hälfte bedeckt war. Viele englische Solldaten und ägyptische, Polizisten waren erschienen. Ein ganz eigenartiges Völkchen bildeten die gahl-vsichen Buhen, die alle erdenklichen Rasten vertraten. Neben schwargsn Kerlen gestikulierten braune und weiße Jungen. Wir hatten große Mühe, um überlMlPt auf den Platz gelangen zu können. Ms di« Zuschauer unserer ansichtig wurden, brachten sie in JubMlfe aus. Ratschen und Pfeifen ertönten, so daß wir uns nach London versetzt glaubten. Die Sportanlage war bis lauf das letzte Plätzchen gefüllt. Das Spielfeld wies nicht die geringste Grasnaribe auf, es trug den schönsten Wüstensand, war aber dennoch hart. Samtliche Fußballgrößm Aegyptens waren erschienen. Man setzte uns auch davon in Kenntnis, daß der bedeutendste Jude Aegyptens, Baron de Menasse, weiters die führenden Vertreter der Judenschast und der englischen Armee anwesend waren, Unsere Scouts besorgten den ONdnerdienist. Knapp vor Beginn des Spieles betraten der österreichische Konsul Dr. Straß und der ägyptische Finanzminister Gafri Pascha den Sportplatz. Die Menge ^begrüßte beide mit stürmischem Beifall. Unsere Mannschaft «betrat unter Führung von Eisler das FM. Letzterer hielt eine kurze Ansprache, aus die Jussnf Mohamumd Bei antwortete. Dann überreichte Neufeld der gegnerischen Mannschaft eirre herrliche Hakoah-Wimpel und erhielt dafür eine ebenso schöne von den AlexaNdvienern. Der Schiedsrichter pfiff das Spiel an. Die Hakoah, die Platzwahl hatte, spiM mit 'der Sonne em Rucken. Unser rechter Flügel greift sofort an, doch der gegnerische Läufer rettet ins Out. Gleich davau>f wird e>m Freistoß gegen unS diktiert, weil der EinwuNf nicht den Regeln entfpimchend erfolgt fein soll. Dies tvioderholt sich vor der Pause jedesmal, wenn der Hakoah ein Emwurs zugebilligt wird, da der Schiedsrichter eine merkwürdige Anffaspu-ng über wald übernimmt ein Zuspiel von Guttmann, unrgcht zwei Gegner, paßt zu Schwarz, der knapp verschießt. Neufeld gelangte sofort wieder in den Besitz des Balles, läuft auf und davon und flankt sehr genau. Grünwald hat aber das Pech, elbenfalls zu verschießen. Ein weiterer Angriff der Hakoah wird wegen Verletzung der Äbseitregel äbgepfiffen. Eine mustergMtige KmMnation zwischen Guttmann, Schwarz und Häusler bringt die Hakolhaner bis auf zwanzig Meter vor das generische Tor. Schwarz erhält bau Ball und jagt ihn trotz der großen Entfernung in die rechte obere Ecke des Gehäuses Hakoah führt 1:0. Ein langandauernder, stürmischer Beifall belohnt diese wunderschöne Aktion. Das Spiel wird offener, da die Gegner der Wiener sich von der ersten Verblüffung erholen. Insbesondere der rechte Berbindungsstürmer der Einheimischen bringt den Angriff nach vorne. Gold begeht das erste Foul, dabei sängt Dnldig den Ball nicht rein. Nun unternimmt wieder Neufeld einen seiner bekannten Sprints, er verschießt aber knapp. Bald darauf klärt Gold eine für uns unangenehme Situation. Das Spiel bewegt sich wieder in der Mitte des Feldes, bis Neufeld Juicber den Angriff nach vorne trägt. Den Flankeüball verkbpft Grünwald knapp. Nun kommen die Aegypter zu Wort. Ihr Linksverbindungsstürmer vermag eine sich bietende Chance nicht auszunutzen. Nun folgen eine Serie von Outeinwürfen, bte jedesmal, wie eingangs erwähnt, zu Freistößen gegen die Hakoah führen. Die jüdischen Stürmer arbeiten sehr genau, doch treffen Guttmann, Schwarz und Grünwald nicht ins Tor. Gvünwald spielt bei nächster Gelegenheit den Ball zu Häusler, der alles, was sich ihm. nn den Weg stellt, umgeht, und kaltblütig den Ball inä Netz jagt. (29. Minute.) Der Tormann ist derart ^überrascht, daß er keine Abwehrmaßnahmen trifft. Nicht endenwollender Jubel folgte diesem schönen Treffer. Das Team von Alexandrien rafft sich auf und dringt einige Male mit unheimlicher Schnelligkeit vor. Dnldig sängt einen gut placierten Schuß, wird aber von drei Germern foul angegangen. Er behält den Ball. Der Schiedsrichter ist nun der Ansicht, daß der Tormann mehr als zwei Schritte getan hat, und ordnet einen Frefftoß an. Nack Ausführung dieses Stoßes entsteht vor unserem Tor ein-Gedränge, bei welchen! ein Alexandriener zu Fall kommt. Daraufhin entscheidet der Schiedsrichter: E l f.m e Pe r st o ß g.eg e n H a k o a h. Der scharf getretene Ball wird aber Von Dnldig Prachtvoll abgewehrt. Der Unparteiische läßt aber den Elfmeterstotz wiederholen, da Gold vorzeitig vorgelaufen ist. Den zum zweiten Male placierten Schuß kann der nun aus der Ruhe gebrachte Dnldig nicht mehr meistern. Nun folgen zahlreiche Fehlentscheidungen des Schiedsrichters, die begreiflicherweise unsere Spieler sehr nervös machen. Sie finden sich nur schwer zusammen, doch zieht in ihren Reihen nach einiger Zeit wieder Ruhe ein. Grünwald, Schwarz und Katz verfehlen knapp das Ziel. Neufeldwird ständig von zwei Gegnern bewacht. Nach einem Freistoß gegen die Hakoah wegen eines Fonleinwnrfes schließt die erste Spielzeit. ■ - - Halbzeit 2:1 für die Hakoah. Gleich nach Seitenwechsel verschießt Häusler nach guter Kombination. Den Gegenstoß der Aegypter macht Scheuer durch „Wassern" unschädlich. Das Spiel wird zusehends schärftr, wobei die Einheimischen einige Male robust ins Zeug gehen. Die Hakoah erzwingt den ersten Eckstoß, doch ist der Tormann auf dem Posten. Auch die folgenden Eckstöße mißlingen fast immer, da die Zuschauer an der Outlinie sitzen, so daß der Flügelstürmer bei Durchführung dieses Freistoßes zu wenig Bewegungsfreiheit hat. Nun muß die Hakoah einen Eckstoß über sich ergehen lassen, dann folgen zwei Korner gegen die Alexandriener, wobei das erste Mal Katz und -das zweite Mal Nettfeld verschießen. Noch ein weiterer Eckstoß gegen Alexandrien bleibt resultatslos. Nun führt der Angriff der Wiener ein wundervolles Spiel vor. Schwarz übernimmt eine Flanke von Neufeld und der prächtige Drehschuß des ersteren streicht knapp über die obere Latte. Die Hakoah hat aber auch wirklich mit ihren Schüssen Pech. „Bomben" von Gvünwald, Katz und Schwarz werden vom gegnerischen Tormann in glän^nder Manier gefangen. Da sich Scheuers alte Verletzung empfindlich fühlbar macht, werden auch die Gegner oft gefährlich. Gold läßt Stoß-sicherheit vermissen, so daß sich unsere Verteidigung nicht ganz auf der Höhe befindet. Guttmann wehrt einen Eckstoß ab; gleich darauf läuft Katz auf und davon, aber sein aus kürzester Distanz abgegebener Schuß wird vom «en Tormann der Alexandriener - unschädlich gemacht. rmt wieder tu Front, er wird dabei vonl gegnerischen Verteidiger durch ein kräftiges Foul aufgehälten. Den darauf folgenden Elfmeterstoß verschießt Schwarz. Die Einheimischen werden immer mehr zurückgcdrängt und können sich nur mit Mühe der Sturmläufe der Wiener erwehren. Wieder begeht ein Verteidiger an Katz ein Foul. Diesmal ist aber Neufeld ein glücklicherer Schütze, da der Elftneterstoß den Weg ins Netz findet. Hakoah führt 3:1. Das Team von Alexandrien ist sichtlich mit seinen Kräften zu Ende, doch geben sich die Hakoahner mit dein Resultat zufrieden. Sie legen jetzt mir iuehr darauf Wert, ein wirkliches Exhibitions-Game vomuflrhrc», was ihnen auch vollkommen gelingt. Guttinann brilliert und auch die anderen Hakoahner führen ihre Gegner an der Nase herum. Die Einheimischen kommen fast überhaupt nickt mehr zum Ball und sind sichtlich froh, als der Schlußpfiff ertönt. Unsere Spieler. Ueber jedes Lob erhaben war Guttmann. Er tauchte überall auf, wo er notwendig war. Er versorgte ununterbrochen den Ueberraschung bereitete auch Schwarz m oß nicht rmr ein t WWWgt. WgtA GO»-. t WerbetAbonnentensürdie t 1 „Wiener Morgenzeitimg" ’ 1» w»vtv vs/ViVIWIVv* u*UO Ivvl »vUU der Pause zu seiner Höcksfform auf, wobei er auch mit sehr ge nauen Flankenbällen auswartete. Neufeld erwies sich wieder als der gefährlichste Stürmer. nochte Pollak den, Auch Jtttz. vihvju^ m-g iuuy.x> jh Verteidigung war schwächer, als die übrigen Mannschaftsteile. Scheuer leidet noch immer an seiner alten Fußverletzung, dadurch fehlt ihm der rasche Starts durch den er sich stets auszeichnete. Gold betätigte sich als vierter Läufer. Sein Schußvermögen ließ diesmal viel zu wünschen übrig. Ueberdies dribbelte er zu viel, so daß er uns viel Herzklopfen, verursachte. Dnldig war zeitweise unsicher, er startete zu spät ms dem Tor und schuf dadurch brenzliche Situationen. Schwere Bälle hingegen meisterte er in vorbildlicher Weise. Zusammensassend kann festaestellt werden, daß unsere Mannschaft ein schönes S p i e l vorführte, ohne aber die Grenzet ihrer Leistungsfähigkeit zu erreichen. In Anbetracht der gewckltlgen Reisestrapazen verdient die Leistung der Hakoah uneingeschränktes Lob. Das Team von Alexandrien hatte den besten Mann im Rechtsverbindungsstürnker Dal» der ein langjähriger englischer Professional ist. Er überragte seine Partner um eine Klaffe. Auch der Tormann könnte in jeder erstklassigen Mannschaft als Star spielen. Unermüdlich war der Mittelläufer, der sich durch ein ganz hervorragendes Kopfspiel auszeichnete. Die Spielweise der Einheimischen kann als absolut fair bezeichnet werden. Sie sind überaus rasch am Ball, nur ist ihr Zuspiel noch ungenau, was wohl darauf zurückzusühren ist, daß sie das halbhohe Spiel kultivieren. Dos Team kann zusammenfassend als gute erstklassige Mannschaft angesprochen werden, die in unserer Meisterschaft sicher in der Spitzengruppe zu ftnden wäre. Das Schiedsrichteramt war einem Juden übertragen, der sicherlich objektiv sein wollte, abe* die Regeln nicht beherrschte.' Nach dem Spiel strömte das Publikum in den Platz und unsere Fußballer wurden auf den Schultern vom Felde getragen. Präsident Hffsuf Mohamed Bei dankte unserer Mannschaft für ihre herrlichen Darbietungen und überreichte jedem einzelnen Spieler eine Erinnerungsmedaille. Unsere gesamte Reisegesellschaft wurde photographiert und dann erst fuhren wir ins Hotel zurück. Noch auf den Straßen wurden uns Ovanonen dargebracht, und insbesondere die Juden Alexandriens waren in einen Begeisterungstaumel versetzt. Sofort wurde das Ergebnis telegraphisch in alle Städte und Länder Afrikas bekanntgegeben und der Radiodraht brachte das Resultat auch in die ganze übrige Welt. Wieder einmal hat die Hakoah dem jüdischen Namen Ehre eingebracht und auch die Farben Oesterreichs würdig vertreten. Unsere Spieler mußten sich im Hotel rasch um« ziehen, da sie zu einer vom Alexandrinischen Verband veranstalteten Jause eilen mußten. Die Spieler beider Parteien hatten sich rasch miteinander befreundet und manche Verbrüderung wurde gefeiert. Eisler begrüßte die Einheimischen nochmals im Namen Oesterreichs und Präsident Jussnf versprach uns den Besuch seiner Mannschaft in Wien. Um 8 Uhr abends wurden wir zum Bankett der B. B.- Loge abgeholt. Eine herrliche Tafel, die für dreihundert Personen gedeckt war, stand inmitten des palmengeschmückten Saales und alle Festgäste befanden sich in „Grande Toilette". Hier sollten wir den Äou unseres Aufenthaltes in Alexandrien erleben. Der Gouverneur Sadik Bei war mit dcnt Auto aus Kairo eingetroffen, um uns den Glückwunsch Sr. Majestät des Königs zu übermitteln und uns bekanntzugeben, daß Seine kaiserliche Hoheit Kronprinz Tarud das Protektorat über die zu Ehren der Hakoah vorgesehenen Veranstaltungen übernommen hat. DaS Bankett verlief in großartiger Weise. Es sprachen Präsident de Pieiotto (französisch), Gouverneur Sadik Bei (französisch), Konsul Stroß (deutsch), Präsident der B. B.-Loge Dr. Schlesinger (englisch), Dr. Levin Epstein aus Tel-Awiw (englisch), Mustapha Pascha, der Bürgermeister von Neu- Alexandrien (arabisch). Ich antwortete darauf in deutscher Sprache. Ich dankte für die überaus herzliche Aufnahme. Ich pries das große Verständnis Aegyptens für Oesterreich und versprach, zu Hause und überall, wo Juden wohnen, bekannt zu machen, wie brüderlich das Verhältnis der Araber und Juden in Aegypten sei. Ich bat den Gouverneur, Sr. Majestät den ergebensten Dank der Hakoah verdolmetschen zu wollen und an ihn die Bitte der Hakoah zu richten, er möge seinen großen Einfluß dahin geltend machen, daß in Bälde in Palästina das Verhältnis zwischen Juden und Arabern so wie in Aegypten sein möge. Als Sr. Exzellenz hierauf erklärte, die Bitte der Hakoah Sr. Majestät unterbreiten zu wollen und selbst seinen Einfluß bei den führenden Arabern in diesem Sinne geltend zu machen, erscholl frenetischer Beifall im Saale irnd alle Anwesenden, Juden, Christen und Araber aller Nationen erhoben sich bei den Klängen der Ti kW ah. In begeisterter Stlnunung endete das Bankett. Wir kamen in wahrstem Sinne des Wortes nicht zu Atem, da wir sofort wieder zu einem Ball abgeholt wurden, den die Union Artistique Jndeo-Oricntal uns zu Ehren veranstaltete. Unsere Mannschaft mußte noch eine Blitzlichtaufnahme über sich ergehen lassen, dann schleppte man sie zu einem Büffet, wo sie um jeden Preis essen mußten. Ein hochelegantes Publikum füllte die Säle, und erst um 3 Uhr morgens konnten wir endlich die Rückfahrt ins Hotel antreten, wo wir, voll ‘ der neuen Eindrü'F:, lange keinen Schlaf finden konnten

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