Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1760 (9.1.1924)
- Date
- 1924-01-09
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Wiener MorftenAeituttü. 9. Mmrer 1934 Üfctlil Bollsvirt. Seite 6 Wien, Mittwoch Deutschland durchzusetzen. Ungemein irrterch'artt bleibt das Äer? als Keimzelle semeL späteren SchassenL, tro^ der strengen Können regt sich schon mitunter der Flügelschlag seiner mächtigen Melodik, sein Humor und kleine Eulenspiegeleien melden sich ^gleich gut gelaunten Kobolden im Scherzo und im Finale. Nachdem Weingartner mit der F-Moll-Symphonie Richard Strang die schuldige Ehrenbezeigung geleistet hatte, konnte er in der Dante-Symphonie aus vollen: Herzen seinem Aügotte Liszr huldigen. Wenn er Liszt dirigiert, lehrt er in das Land seiner Jugend zurück, da schlägt die Flamme jünglingshafter Begeisterung hoch empor und greift auf Orchester und Zuhörer über. Trotz der prachtvollen Ausführung ermüdete man jedoch vorzeitig; mag man auch diesen Weg von der Hölle durch das Fegefeuer ins Paradies mit den besten Vorsätzen betreten, er wird doch immer wieder zu lang. Ms an der Endstation der Damenchor des Singvereines mit dem Gesang des „Magni-- ftcats" Labung spendete, fand er bereits ein völlig erschöpftes Publikum vor. fifc. Richard Strauß. Fest in Amsterdam.. Aus Armterda-m wird gsmelldet: Güstern den 7. d. fand in der hiesigen Gpooten Schouwdurg der erste Abend im Rahmen , beS " Ri cha r!>- Strauß-Festes statt. Unter, Leitung des Dividenten Willem Mengelberg, der in einiger Zeit Mch nach "Wien kommen Witt». gelangten „Tod und Berklärurrg'', SerMave für BssaSrNstrumanie und „Ein HsDenrüben". mit einem Violinsolv von Louis Zimmermann, zur AuMhmna. Die Vorlühvunaen fan-en stürmischen DeffM.. Die Schoükcknrg war vollstmck^ ausverkauft. Wiener Schauspielerinnen ans Filvrrrise». Immer größe-r wird die Zahl der BähnenNmstil-er, welche von: Film ervtsiühvt werden. So „arbLi-tei" Frau Förster, das anZgezeichne-te MityÄod des Rammnd-TÄeaters, fort Monaten in Spanien, und die schöne Nova Gregor, die öbenffÄs Zuletzt bei Direktor Beer boschSftiiyt '.var und auch an dvm Äeinhardt-Gastr'pieil im Redomensaal teÄrrahm. wird von einer, Filurcetellischast in Norwegen büschLitigt. — Ueibrigen-s har sich auch Herr Fensen von der BühneutätiHfeh vollkommen mrückgemgen (hoffeniMch nur vorläufig), um sich ausschließlich der Betät-iHung als Fklmschaufpicler Zu widmen. Ein« Dortragsreih« der Wiener Mnseumsstermdr. Der Verein der Diener MuseumSfrsunde bereüttt eine Reche von Vorträaen vor. Einige beidHutende reichsdeuifche K u n st h i st o r i? e r werden über snffchssöWge Themen sprechm. Der erste Abend findet am 21. d. um 7 1% abends M kleinen Festsaal der Universität ffeati. Karl Scheffler wird ein"n Lich'bKdervortrag über enropäischeMalerei i m 19. Jahrhundert hassten. Wertere Abend« werden von CornMus Gurssitt (Dresden). Meirr-Grose (BerÜn) und HoiMch Wölffsiug (Minchen) bestritten werden. — Zutritt haben nur Mitgliedsr und L'Mgeführte Gaste. Anmeldungen zum Beitritts nimmt Dr. Franz Ontmann. Wien, 19. Bez., Sieveringerstratze K. entgegen. BeremsmitMieder Laben zu di esen Bott ragen freien Zutnit t. Aus den Theatern. L u r g r h e a t e x. Morgen. 7 Uhr, „D r e S c i a» r o m L e n". — Zn der SamStag de» 12. d. siattfindenben Avfführnng von »Moria Stuart" wird Herr Alfred Loh» »er von den städtischen Bühnen in Graz den Mortimer als Gast spielen. Im Akademietheater mußte die Erstaufführung von „Jolandas letztes Abenteuer von Donnerstag den 10. d. auf S a m s t a g den 12. d. ver s ch o b e n werden. Die für Donnerstag gelösten Karten Lebalten für die Samstag stattfindende Premiere Gültigkeit, können aber über Wünsch an den Verkaufsstellen während der festgesetzten Kassastunden ^urückqegebeu werden. Donnerstag den 19. d. gelangt zu gewöhnlichen Preisen das Lustspiel „D e r K r e i 8" zur Aufführung. Volksoper. Heute „T a » n h ä u s e r" mit Laurenz Hofer vom Operntheaier als Gast. Morgen (Donnerstag) „Madame Butterfly". Im Deutschen V.olkSthearer findet Freitag den 11. d. um 7 Ubr abends die Uraufsthrung von Raovl Auernbeimers Lustspiel in Versen „Casanova inWie n". von Tr. Heinz Schulbaur in Szene gesetzt, statt. De» Giacsmo Casanova svielt Alexander M o i s s i. Im Raimund-Theater sinder morgen, Donnersrag,. die Erstaufführung der Vorstadtlegende „L i l i o m" mit Max Pallenberg statt. Ten Proben wohnt der Dichter Franz M o l n a r bei. A v o l l v t h e a L e r. 3m Rahmen der klassische« Operetienauffübrungen gelangt Sonntag nachmittags, 3 Uhr. die Operette „D e r O p e r ir b a! l" von Richard Heuberger zur Aufführung. Gerichtssaal. Nie Gefahren der Laienhyvuose. Oberlandesgerichtsrat Dr. Sieber (Sirafbezirksßericht 1) hatte sich heute mit einer interessanten, gegen den Oberst des Ruhestandes Karl Rost wegen qualifizierter Gefährdung der körperlichen Sicherheit erhobenen Anklage zu befassen. Dem Beschuldigten, der seiner Angabe nach sich seit Jahrzehnten eifrig als Amateur mit Hypnose befaßt, lag zur Last, daß er wiederholt mit der Privaten Margarete K ad letz, einer nervösen und hysterisch veranlagten Frau, hypnotische Experimente vorgenommen und hierdurch deren Gesundheit arg gefährdet haben soll. Infolge der hypnotischen Experimente soll Frau Kadletz derartige Angstzustände bekommen haben, vaß sie schließlich auf den Steinhof gebracht werden mußte, woselbst sie längere Zeit in Pflege war. In der vom Gatten der Frau Kadletz erstatteten Anzeige hieß es auch, daß der Oberst die Frau zum Medium ausbilden und mit ihr öffentlich auftreten wolle. In der gestrigen Verhandlung war als Sachverständiger über Hypnose Professor Dr. Hoewel zugrzogeir. Er erklärte, daß vom wissenschaftlichen Standpunkt jede Laienhypnose unzulässig sei. Drei Gefahren sind bei der Hypnose möglich. Die erste Gefahr durch technische Fehler bei der Hypnose, die zweite Gefahr durch Schauhypnosen und die dritte, bedeutsamste Gefahr bei der Hypnose bilde bk ungeeignet Auswahl -es betreffenden Jndivid'.urms, b’i-- hyv-raiisieri wird. Pros. Hoewel v.uikLK, i:,'j bwtüy vor den hyvnotiskrten Vettern sehr kn schwere Erlrauliun-en herber- Mitteilungen aus dem Publikum. HOTEL NEW YORK Wien, ii. Kl. Herls.. 5 Minuten tont Stadtzentrum mit allem Komfort au-aesW.tetes FamiJi-nbotel (geefenet für lLngsrsn Aufenthalt), 100 Zimmer mit flies«end<>m Kalt* und Warmwasser. Bader. Dampfheizung. Halle, Schreib* und Lesezimmer. — Rituelle K Q C he. — Massige Preise issass Angebot!• Satin de Ctiine in allen Farben, beste Kleiderseide. 85 cm . . .. 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Di^' BWlsrin Marie Ä ch- 1 eis net lebte mehrere Jahrs Än gemeiMmen HauS- HMe mit dem * 1 * * 4 wach Böhmen Mänd'.'gen Kniffche-r Josef Strunz.^ Stoei Kin/der entstammten dem Auisamunenleben. Joses Sivunz war mit dom Gesetze rn KorAÄt geraten und inurde aus Os'terrsich abgefchafikt. Inzwischen hatte er auch die ZLdstanÄiLfkeit in seiner böhmischen Hefimatsgemeiner vertlottn und kchrte nach Wien zu LÄ^nSgesÄhrtin mch Kindenn zurück. AiÄZstÄch Revisionsamtshandlung tennfhe feiWstellt, Swß sich Josef Stvum seit Wechwachten 1832!Wa<m;vmeDe.t bei der ÄHletitnar auPhatte. Gegen sie wurde seitens der Stwüsa-niwaLtischast die Anklaye wegen Borfchud^eistung bei der verlboteneu Rückkehr erhoben. Die MyeNagte hatte sich gristvrn vor dem BeMsrichter Dr. KoeNner zu Verawttvorten. Sie er- Wtte. gewußt zu hckben, daß Stvumz ckdqeschM sei, aber sie habe nicht das Herz gchaht, chm den Amsrnchalt brli ihr und den Kindern, die doch auch di« seinen sind, zu vevsagen. Seme Hevmat^ustärdmckki't in Böhmen habe er verloren^ und da habe ihn die Sehnsucht §u chr urck ten Kirtderu get neben. Sie habe ihn nicht prEzsilich gemoDer, wcÄ das gleichbedeutend mit sSnsn, Bovra-t oder einer AusWeisevima gewesen war«. Nach durchosWvter BerhairvVumg spra'ch Vechirksvichter Dr. Kosllner die AngeWagte frei. In der Deigrüntt'Un-g wurde ausgrEvhvt, vaß der Airvreklaiaten nickt zu gemutet tverden könne, drn Monn, der ihr LebsnS^fÄhtte und der Vater ibrer Kinder sei, der Bchörde ainzveiHen, Ivos durch di« pckliMrliche MeDung geschehen wäre. Man kann von einem Normascnenschen nichts Uebermenschliches ver'langen; dem sich ergebertzen KonffM« war die Frau nicht gewachsen. Eine stürmisch« Deloqienmg. Franz und Frcmzrska Bene di? wohnten sm Borsohre als 11>ntermi^er m der Küche he\ dem DreckstergchAiftn Karl Sobotka. MS letzterer FamWienyuwachs erhielt, brauchte er den Raum, und Wntzrate dem Paare auf gerickttichem' Doge, ©t« wollten aber nicht ausziehen. WÄl sie kemc andere Wohnung batten. Auch sinem Zweiten Austtage kamen sie mchr nach. Ms sie eines Tages noch Hause Samen, sottdm sie die Tür v-rschVossen.' und wurden nicht hineikuoelvssen. Soho!^ erklärte, reicht zu offnen, da sie laut aerichttlickem Beschluß kem Anrecht mehr auf die .^DrchMng" hatten. Im Hausse seMt errtftond M stwchtborer Lärm, die Parteien nahmen S^elliung zu der Sache. Eine 'Frau tt^üvte, den Momr für eine N-wcht beherdergsn 5» wollen. In- -wischen hatten Fvcmg und FvcmMa Bonddik ' die WohnungStür eingedrückt, das Küchensensster zertrümmert, und machen Miene, auch die KAchsn» sinrich!u>naÄ'tücke zu zerschlage« und zu demolieren. Gestern hatte sich wegen des geschWdevten BovfMes das Ehepaar Benedik vor dem B^zir-soerichte FssnWouS zu vemnttvorten; die ArrAage lautete bloß ans Sachbeschädigu>no. Die Ghäleute verantworten sich mit großer Aiufwglmg. da sie. nicht wußten, wohin sie sich tveniden. wo sie ihr Hmcht niäderüeg^n sollten. Mit Rücksicht Mi zahlreiick« MildenwngÄmfftände, aus das Elettd und dsn W-ohnnnaHiammer Vevurtellte sie der Richter zu ic SO.CoO K. Geldstrafe. 4 Autowildlinge. Gme Arutopa-r>!ie, die der Poivaie Jvseif Pfister an eiuem Septemoertage in GessMckttft mehrerer BMmnttn rMiernammen, hat e^in furchssbareS Ende gefunden. Die Gel'sllsschaft tvar von einem KMeehanS zum Rockeuhmrer;rach Grinttna gefahren. Auf d^n Heimwege fuhr das Auto in der Mßdorse'ästraße an der Ecke der Birioigasse an rinen GaSkandslaiber an und alle Jn^ffen vmrdsn hewusgelfchlenchert. D'e Frau des Kaufmannes Georg Zeiner steil so unaiüück- Lich mit dem .Kopf auf das Pflaster, daß sie einen Schädelv r in ch erd-t und nach knwer Zeit den GM anihgÄb. Die anderen MitLfllieder der GeseUchaft wurden nur leicht verletzt. Heute hatten sich vor denr GmfiMck'er -Hossrat Dr. R a ms an er, Josef Pfister und der ChaiGeur Anton Kratoch Miss Weyen Vergehens gegen die Sicherheit der Lebens zudsrouttvorten. Pfister gab an. er habe damals den Krästwayrn ntiut gel-enTt. und sei daher an dem Unfall schuLlvS. Der Chauffeur KratochwA vevanlwor-tete sich dahin, er sck in einem mäßigen Tempo von Döbling gegen die Nußdorferstnaße gefahren. Da halbe Psister Mtzlich nach dom Boürnt gegriffen, dadurch sei der Wogen Ms der Richtnny gekormMtu! und das Unglück war geschahen. Diese Angaben wurden aber ö von '.ren GäslLN, die den AuMuy nvitgomacht Hecken, nicht be- S stätiyt. Zmgen ga>ben an, daß das Auto in rasender Fahrt mit mindestens fünfzig Kilometer Geschwindigkeit dahe-rgekommen und direkt an den Katt'oelaber angestihren sei. Nach durchgeniihr.'em Beweisverfahren wurde Jossf Vfister freigesprochen und Anckn Kvatüchwil A!' ' :'? r. M p v p t " r ■; r * * % - 7 ff I VestempÄte Srone — S.ßßSI Intimi. Aurrihlmg Men — G.tßMS lenürni. Irr Zürich notierte 8.(1. 74. die öftere, -eüemvelte Krone ...» 0.0081 0.0861 die österreichische Krone ...... 0.00807» 0.00903» die tschechische Strone. 18.70 18.70 die Mark . .... .pro Milliarde Holland.. . . . . 218.7» 318.90 New-Aork. .. 575.26 «74.2» London ...»...»».ch.« 24.88 34.78 Patts 28.15 38.75 eeeeoOeeoeO« 24.75 24.82 Belgrad. .......... 8.42V» «.«% Bukarest 2.92 2.90 Sofia.. 4.10 4.10 Bndovesi.. 0.0295 0.00 Warschau. *»*.•<**• Ar Soldnotendlilae Sei «men drutfchm NeichsbanlprSfidenteu. Aus Berlin wird uns gemeldet: Der Zeitpunkt der A«t6 Übernahme des neuen ReichSbankprSfidenten steht noch eicht fest. Dr. Schacht wird seine Tätigkeit als Reichsbankpräsident erst nach der Durchführung gewisser organisatorischer Maßnahmen beginnen. ES handelt sich hierbei nach Mitteilungen des „Deutschen Handelsdienstesim wesentlichen um folgend«-: Das Reichsbankdirektorium ist eine Lkvllegialbchörde, die unter Umständen in der Lage ist, die Bankpolitik des jeweiligen Präsidenten stark zu durchkreuzen. Wenn nun auch der neu« Präsident nicht — wie von anderer Seite behauptet wurde — diktatorische Befugnisse für sich beansprucht, so wird er doch daraus hinwirken» daß die Entscheidungen des Leiters deS Instituts unter allen Umständen durchdringen können. Ferner ist durch das Autonomiegesetz insofern eine eigenartige Stellung des Reichsbankpräsidenten geschaffen worden, als dieser für sein Tun und Lassen niemandem Rechenschaft schuldig ist. (Das ist u. E. auch durchaus notwendig! D. R.) Die Autonomie der Bank soll nicht angetastet werden, wohl aber muß in gewisser Beziehung die Verantwortlichkeit des Reichsbankpräsidenten gegenüber dem Reiche wiederhergestellt werden. Bekanntlich hatte vor dem Autonomiegesetz der Reichskanzler in den die Reichsbank betreffenden Angelgenheiten das letzte und entscheidende Wort. Erst wenn diese organisatorischen Maßuahmen durch eine Novelle zum Bankgesetz gesichert sind, wird sich eine klare und einheitliche ReichSbankpolilik beginnen lassen. In den letzten Tagen find die Goldnotenbankpläne Dr. Schachts in der Oeffentlichkeit lebhaft erörtert und zum Teil scharf kritisiert worden. Die Frage, ob die Zeit für die Errichtung einer Goldnotenbank schon gekommen sei, läßt sich dahin beantworten, daß jeder Zeitpunkt recht ist, sobald erst einmal die Frage der Beschaffung eines Gold- und Devisenfonds geklärt ist. Es steht noch dahin, ob vielleicht die Reichsbank selbst die Trägerin der neuen Goldwährung sein könnte. (DaS geht doch wohl nicht nach den bisher bekannt gewordenen Plänen Dr. Schachts! Oder soll die Reichsbank m die Goldnotenbank aufgehen? Die Red.) Sicher ist, daß vor der Schaffung einer Goldwährung das Verhältnis der Rentenmark zur Papiermark festgelegt werden muß. Der bisherige^Zustarck» daß die Papiermark, deren Umlauf eine« Goldwert von etwa 400 Millionen repräsentiert, gesetzliches Zahlungsmittel ist, und daß die ReNtenmark, die schließlich in Milliardenbeträgen umlaufen wird, nicht als gesetzliches Zahlungsmittel zu gelten hat, ist unhaltbar. Nach der Schaffung einer eckten Goldntork wird man vielleicht daran denken müssen, der Rentenmark den Tharakter eines gesetzlichen ZahlungSmrttels zu verleihen und die Papi«», mark dieses Charakters zu entk^eiven, da nicht zwei Papi«U» Währungen neben einer Goldwährung einherlaufen können. (Dar scheint uns nicht der richtige Weg zu sein, vielmehr müßte die Rentenmark so schnell toie möglich als Zahlungsmittel verschwinden und die Pariermark, die stabilisiert ist, kann neben der zukünftigen Goldmark durchaus bestehen. Die Red.) Die vielfach geäußerte Be'inchtung. daß die Aus,wve einer Goldmark die Rentenmark im Kurse drücken werde» ist unbegründet viel eher ist anzunehmen^ daß die Schaffung einer soliden Goldwährung mit internationaler Zahlungskraft der Rentenmark eine starke Stütze bieten werde. Der Aufruf des jetzt umlaufenden wertbeständigen Notgeldes ist bereits für den Monat Jänner zu erwarten. Aulgenommen ist lediglich das Notgeld be8 besetzten Gebietes. Je rascher die Schaffung einer Goldwährung in Angriff genommen wird, um so leichter werden sich auch. verschiede^ andere Probleme, wie z. B. die Frage der rheinischen Goldnotenbank, in einem für Deutschland günstigen Sinne regeln lassen. Die Hamburger Goldnotenbank von 1923 wird sich einer Goldnotenbank.für das Reich reibungslos eingliedern. Das Zusammenarbeiten der Deutschen Reichsbank mit de« neuen Reichsbankpräsidenten hat sich von Anfang an außerordentlich glatt und freundschaftlich vollzogen. In der nächsten Zeit wird Dr. Schacht, eine ganze Reihe europäischer Hauptstädte besuchen, unt, wie dies ja eigentlich selbswerständlich ist, bei seinem Amtsantritt hie Fühlung «tt den Leitern der Notenbanken der benachbÄrisn Länder herz«-- stellen. 9er MMang der VMoleumwerte. Aus Börsekrrijen toivd uns gemeldet: Der Rückgang b« Pelroleumwerte ist darauf zurückzuführen, daß die Kredita«- stalt dauernd abgibt. Informierte Kreise teilen mit, daß We8 deshalb geschieht, weil die Kreditanstalt ihre - Liquidität verbessern und Mittel für neue AuSlandSac-ickäffe l^reitstellen will.