Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1756 (5.1.1924)
- Date
- 1924-01-05
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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erfh I '"w (Mm, »mtlfe« i ■ ■ ' «mmmmm—"WMWW"' ■■——■— i .i■ ■, i. ■ —- gewinne«. Seither gehören dem Pratersprengel — nunmehr zioniAische Sektion Prater — Über 300 MLnner und eben so viel Frauen an, an deren Spitze «in arbeitSfvsudiger Ausschuß steht, welcher Abende und Verträge veranstaltet und i>2 Sammlungen für die nationalen Fonds durchführt. So z. B. wurde an den hohen Feiertagen ein „Minjan" organisiert, (sogenanntes Minjan Gerstl), dessen Reinertrag auZ Kartenverkauf und Thoraspenden im B.'trage von zehn Million« l Kronen dem Jüdischen Nationalvnds gewidmet war. Nach den Ferien wurde eine hebräische Schule in- Leben gerufen, b;e sich schön entwickelt und zwei Lehrkräfte und über 100 Schüler und Schülerinnen zählt. Unter der Leitung eines Ausschußmitgliedes halt ein Jugendbund Kurse Über jüdische (beschichte und hebräische Sprache ab und umerninrmt Wanderungen in die freie Natur. Die?.lrbeit wurde jedoch dadurch gehindert, daß die Sektion kein eigenes Lokal hatte, um den vielen Mitgl'Eern ein angenehmes Heim bieten zu können. Es konnte nichts der gesellschaftliche Berkehr unter den Mitglieder« gepflegt und auch das Vereinsleben litt darunter. So konnten d.e ^nsammenkünftr der Sektion wie die de- Ausschusses nur nn Kafieehause. manchmal sogar in ungehe'zten Räumen, staitjinden, wahrend die hebräische Schule von der ~ allenfalls lolenswerten — Gast'reundscha't des DrthauSvereineS „Tefilaih JesÄu"un" Gebrauch zu machen gezwungen war. Dem liebelstanbe ist neulich abgeholfen worden durch die Miete eines entsprechenden g<rroumigen Lokales samt Rebenränmen, wo genügender Raum vorhanden ist, um die hebräische Schule, d''e Monistische Sektion Pr'ter, den Jugendbund. sowie de» Müdchenverein „Bnoth Jehudah" unterzubr-in-en. De sekerl-che Eröffnung d«5 neu irstandgesetztsn Lx^nreS rm 2. Jungstraße 8. findet Sonntag den 13. d um 6 Uhr abends unter Be^eiliouni se'ner Ehrivürden des Le rn Oberr^bbiner Dr. P. Z. ChajeS, den Veetretenr de? »wnistischen Landeskomrtees und Lokalkonn'tees sowie der T-.'rtrewr oller zionistischen Be^rkS'ektionen M'cns statt. Ter Ausschuß, der keine Mühe scheute, um daS Leim zu erwerben und instandzusetzen. dankt ans diesem Wege ak'e-' Spendern und gibt der -Hoffnung Ausdruck, daß mich de der ZionS'idee Fernstehend?« bald für die zionistische S.^cke gewonnen werden, dank der nun einsetz-n^^n evweiterten und vertieften Propagandatätigkeit der Sektion. 8er WittennmsmiMwimg. Tauwetter und »euer Frost. DaS lange WMntävtä&t DauavEr Hai sich, wenn auch arrt bewächl-'iLer Verspätung» gestern rmgcstellt. Boi «rwt Temperatur von vier G ra Über Null begann et glück» lichtrwo'st langsam und twvsichtlg seinen „Si-egeSzng". Bc« d:n Dächern fing es an zu tropfen, das StraßonbiUd verlor seinen ws'tzm Glanz «nfo oCk8 war twft) gww w grau. Immerhin boten Sraßenbahw^esse und Fahrbahn bakd «inen grrrgeben AnÜlick und mx am Rande der Gehsteige tfiratt sich noch das düster graue Mt>te<yebirge des Wiener DeckenS, daS, so W^teruna und Gemeindeverwastnvg «S wollen^ basd tat Weg in den Sommelkanal nehme« wird Me S-'nefäubevunoSarbeiten wurden durch baß Tauwetter arg erschwert. Me Gemeinde und auch die Svtatzmlbah» hat^n ihren grnzen RemigungSopparat mi^ mehr als 14.33 ArbsitSkrSf en achg^oten. Me Straßenbahn benützt« 80 Mr orichneMügL und 15 Schneepftüg« mit Pferdebefpaunung. um die Meiitfe zu reinigen; 224 Gchnespstüge waren « ToÄVk-eqt gesetzt. ES daß der TauwMevembvuch nicht «ndgÄÜig ist, denn fc\« weitere Weiterentwicklung deutet auf abemmÄgen Irrst, lim so gefährlicher gsstaltot sich dann de, Zustand der Ech.r-eige, und die HauSbSforgsr feien abermals auf die «feinen» tave Wichtö:E«rt des AufftreevmS aufmerksam gemacht, um Unfälle nach Dnnllichfeit zu verhüten. Dar Nufetzen der FrcheS hafch^.i s'mige Unfälle zur Fo^ge gehabt. Go ist gestern nochmittags der Schlossermerster Rudolf DM«r in der Geyfchlägor» gasst gestürzt und evlidt amen Bvnch deS vech'en ZdnivgelenikeS. Tie Rv^ungSgefeHchÄf« brachte chn in das Sophivnfpital. Auf bctn nicht bestreuten Gehweg vor dem Haufe Bürgerfpitalgass« 28 stürzt« die HauSbosovgerin Leonfr Hönel und erlitt «inm Bruch der rechten Speiche. Die ReMmgSgetMchast IM:?« ihr erste Halse. — Mittags erlitt in der Mauergtss« der Buchthafiter Franz Scholz durch Sturz «ir« Verletzung deS Sprungolcnks und mutzte von dar Rettung Sgetsellfchaft i« daS Coph^nspi^l gebracht werden. — Die VsockauiseviR M'zzi Trentz wurde, alz ste auf dem Deffteig das Haars Gpiegklyaf^ Nr. 4 pasiiev!«, von einer Schnedwächte, die vom Dache de- .HaufeS hersbsau^e, pstroff'n, evlitt «in« Gehirnevsch-üttermog und mutze von dar RedtungSgefellschaft auf die Unfallstation gebracht weiden. Große Lawinenschaden in Tirol. Aus den Bergen kommen leider immer Wieder Nochrich'en über UnplückSkälle durch Dchneestü-rme und Lawine«. Aus Tirol werden mehrfach groß« SawinenistürKe gemÄdtzt, di« bedr-rrnden Schoden anrichteten. Eine Staublawine richtot« im Paznau«rtal große Verwüstungen an. Das Poznauerlal ist von der Autzenwelj abgeschrMen. Auch im Oetztal ha: ein? Riefenfowi-nr gwtze Verfchüt>tunge.n und Stauungen hervoogernfm. In Burgkirchen bei Braunau geriet «in 16'ÄhrigeS Mädchen in einen Schnsestai-vm, Md liegen und erfror. Hochwassergefahr m Budapest. Infolge <mdauevnd«n Schneefalles und CistreSbens ist i« Budapest Hochwassergefahr «ingetvoten, die den unseren DommLanack zu überschwemmen droht. Der Eisenbahnverkehr in Polen lahmgelegt. — Beregnng der Ott*. «k««er ~ B, gSniKt im Mt. 1788 Wildwest in «Berlin. Maskierte Banditen rauben aus einer Fabrik 10.088 Golbmark und entkommen. Berlin, 4. Jänner. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung«.) Ein schwerer Raubnberfall wurde heute in Pichelsdorf auf die Margarinefabrik Jserstält verübt. Eine Bande von 15 Männern, die mit schwarzen Masken» Armeepistolen und Handgranaten ausgerüstet war, drang in den Abendstunden in die Kassenräume der genannten Fabrik ein und raubte unter Bedrohung der dort befindlichen Personen 10.000 Goldmark (ungefähr 17 Milliarden Kronen). Nachdem von den Kassenboten die TageSlosnng in den Kassenraum gebracht worden war, nahmen der Kassier und ein Prokurist dar Sortieren und Zählen der Gelder vor. Im Hause waren nur mehr wenige Arbeiter unb Angestellte anwesend. Plötzlich drang die bewaffnete Bande in daS Gebäude, überwältigte den Pförtner, schleppte ibn in den T e l e p h n n r a u m, band lhn dort an, nahm den Telephonisten unter ständiger Bedrohung, nachdem man vorher alle Telephonleit »ngen durchschnitten Hütte, in den Kassenraum mit, wo sie mit vvrgehalteneu Revolvern die anwesenden Personen zur vollkommenen Ruhe aussorderten Sie erklärten, sie kämen im Namen der Revolution, um den Ra'>tn nach wertbeständigen Summen z« untersuchen. Sie stellten all« cmwosen^n Personen mit dem Gesicht zur Wand nutz machten 'sch sodann an baS Einpacken der Gelder in mitgebracht« Rucksäcke. Mtt5erwo!ll« wollt«« Vit noch m ihren Bureaus gewesenen Angestellten das HauS von lasiM, wurden jedoch von dem Rüuber« aufgehMpn und eben« falls cm di« Wand gestellt. Nach dem Raub verließen ste daS Gebäude, nicht ohne vorher den erschrockenen Angestellten mit dem Jn-die.Lust-sprengeu gedroht zu haben, falls einer von ihnen sich vühve« würde. EiNtM Anyest-ellteu war es gelungen, nach cmtzen zu entkommen, wo er die Polizei verständigt«, die sofort ein Ueberfallsdetacherneut nach dein Gebäude abfand:«. Die Banditen waren inzwiifchen jedoch schon verschwunden. Bisher fehlt von chnen jede Sprrr. SefirMen ob Mörder. Münster in Westfalen, 4. Jänner. (Tel. der ,Wierret. Morgenzeitun^.) Die hiesige Polizei ist einem furchtbaren Verbrechet: auf die Spur gekommen. Ihre Nachforschungen hoben ergeben, daß am 18. Dezember ein 17johriges Lehrling von zwei anderen IS- und 18jährigen Burschen in einen Garten gelackt, dort schwer mißhandelt und darauf in ein bereits vorbereitetes Erdloch geworfen und lebendig begraben wurde. Nach einigen Tagen ging der eine der beiden Täter in den Garten zurück, um dem Getöteten ein GlieddeS linken Fußes abzuhacken. Mit diesem abgehacktem Glied« gingen die beiden zu den Eltern des Ermordeten und verlangten eine große Summe unter der Drohung, mit deren vermißten Sohn, dessen Verbleib sie zu kennen behaupteten, ebenso zu verfahren, wie sie mit der Seiche deS Ermordeten verfahren wären, dessen Fuß sie vorwiesen. Bei ihrer polizeilichen Vernehmung zeigten die beiden Verbrecher keine Spur von Rene. Heftig« Schueestuvm« haben in Polen den Gif-mbahnveÄchr fast völlig lahmgelegt. Im W<rvsch«m«r Bahnhof ist feit zwei Tagen kein Zug mehr eigetvoffen Mb auch klüner mehr obgeilasson worden. Auch in Polnifckt-Obeoschlesten ist der Sisenbahnvertchr ebenso wie in DeuSifch^chlosten zum groß!«« TeA eingestellt. Dänische Meldungen berichten von einer begmn?rden Bereifung der Ostsee und der drehendrn Gefahr der LahmSegtl-ng der Schiffsverkehr». An einzelnen Stellen dev Ostsee sind bereitkleinere Dampfer eingefroren. Di« amtlich, Prognose» Die warm« WesÄust D bis au dm Mpenranid vorgedvmiym. Me DempeMur erreicht« in den TaNagm überall Rull Grad. In Wien brach die warme Lust movgenS ein. Die Tempevawr stieg auf drei Grad, sank aber mittagbereits wieder auf Null ®rd>. In der ^checho^Dkbwaksi har sich der Frost kaum vsramndert. ES fft mit einem Einfall kalter Suft, tvcchchchemlich bsi Schneefällen, zu rechnen. Voraussage: Borwiogend trüb, starker Tempera tu rrückgang («Vier —ö Grad), Schvvefall bei nvrd- 1t*.- MIL.L_ MtzM OHKn. Sie Lebensmlttelmgrkte. Die Witterung-Verhältnisse werdm von gewissenlosen Spekulanten in unerhörter Weise auSgenützt. So wurden gestem im Großhandel von den Gärtnern für Spinat auf dem Raschmarkt Preise von 20.000 bi- 24.000 K. für ein Kilogramm gefordert, für etnen Kohlkovf verlangte man emen Preis von 2000 K. Der Spinatpreientspricht demgemäß ungefähr dem Preise deS Fleische-. Auch fiit die anderen Gemissewrten find die ohnehin unerschwinglichen Preise weiter gestiegen. In der Großmarkthalle blieben die Preise kür Fleisch durchweg- «nverändert, obwohl in den letzten ragen ans den Märkten in St. Marx Preisrückgänge zu verzeichnen waren. Der Verkehr in der Großmarkthalle ist ziemlich lebhaft, die Vorräte reichen vollauf für den Bedarf. Gestern waren in der Großmarkthalle mit der Bahn 18 Waggons verschiedener Fleischgattungen eingetroffen. * DaS Zionistische Landeskomitee gföt 'bekannt, daß die Au-aabe der Schekalim begonnen hat. Die Sektion:n und Ort-gruvpen» di« die auf sie entfallende« SchekeMockS noch nicht bchoben haben, können ihre Schskol tLplich, mit Ausnahme von Samstag, während der üblichen Amtsstunden beim Sefretariat der DandeskomiteeS, 2. Bez.. Taborstratze 20 a, durch die von ihnen delegierten Schekelkommissäre envgegen- «chmen. * Zionistisches Lokalkomitee. Sonntag, 11 Uhr vovmittagS, L. Bsz.. Ta>bovstratz? 20a. Si^nng. * Tie Sterblichkeit in Wien im November. Insgesamt starben im November 1923 in Wien 1841 Personen. Da vm Oktober nur 1818 Todesfälle gezählt wurden, ist die Zahl der Sterbefällr um 8 8 gestiegen. Di« aröß'e Zahl der Todesfälle. nämM 420, entifi.l <mf die Erkrankungen der Kreislcnnkor^..me. * Erklärung. Joach-'m Fei«, LedeühäMier in Wien, 2. Beg., Rombvcmd'lstratze 92 w^mhast, teilt uns mit, daß er mit dem Raubmörder Enge« Fein weder verwandt noch bekannt ist. , * Diolimmterrichl an den Diener Schulen. Bis jedt war bereits an 14 Wiener Bpliksunb Bürgortschul n der Violinunterricht als Freigvgenstand eingeführt. In der letzten Sitzung des GemeindercrtSaussch'usseS für allgemein« Derwaltu:tgSangelegenheiten wurde nun auif Antrag deS amtSfÄhreNden Stadtrares Richter beschlossen, daß an weiteren neun Schulen der unentgeltliche Dlolinun'erricht sofort erteilt werden soll. * Ein Nachkomme RaschiS gestorben. Herr UmversiES. Professor Dr. S. Ehr mann schreibt unS: In der Nummer der, ^Wiener MovaennaliiMig" vom 1. Jänner lese ich «ine Notiz über den Tod des enicOschsn Ehivuvgen Sir Frederlck TreveS, der anaMich ein Nachkomme von Rasch: gewesen sein soll. Ich weiß nicht, welch« Gründe dafür sprechen, sie mÄß'en jedenfalls sehr groß sein, usm nach acht Jo^rhuEvten stichhaltig zu sein. Kei-n-estve-'S a?er stammt der 2l>am« Trev e 8 von der S adt Trohes her, in der Raschi gelebt hat. Der Nan,« TreveS ist der fra-.rz"jiische Obern für die Stadt 2 r t c r a»m Rhein, i« der Juden gelebt haben noch znr Zeit, als sie Aobmutlftafet der Rom« war vom de» Kouiob Suaufta Trevivorum im Land« der germaeMchen Tvevira. cmS der ja noch ein wohlechalteneS Bcmdenltznal in Trier steht, die Porta auvea. Daher auch Pr alter Name TvcvireS oder TrsveveS. Don dovt testet sich auch der Name der bekannten stalien^chen BerlagShaMer FvateU TreveS in Mailand her. Weniger wahvschemstch ist es, daß dar Name vom einer kleinen Gräbt S« Namens m Güdfvankveich. stn Devartzoment Gard t. Ams dem Nomen TreveS wurde Übrigerauch durch llhornnng der Name der zahlreichen FamNen Dreifuß- Dvehfuß und Dveyfou« abgeleitet. Kleine khrontt. d Erfroren aufgefunde«. Aus Oedenburg wick und aametldst: Bovigsn Freitag fuhr der hststge. Kaufmann b. Kremser mst dem NechmÄmvSmv von Wien nach Vedenbiuvg. Der Zu« hatte infolge deS storSen Schneewettms große Dechpütmaa und ÄS derfelllbe ».ach Agendorf —- eine StMion vor Oedenbung — kam, stieg Krernfer, we'cher ein frommer Jude 4st. au-, um von Agendorf zu Fuß noch Oedmbunq zu gehen. Gestern w-,rbe er «Äschen Aaendors und Oedenlbulvg M Let chs aulmssundm. Er dürfte infolge Müdigkeit MvirMnenyeörvchen «und darvn sm Opfer des Frostes geworden s<tm. * AuSsterbende Völker. Die von der russischen Rätereaierung vor kurz-mi an-geoebene Statistik über di« Nationen und Nationalitäten, welche die große SowjetrepMlk bewohnen, ist das bunte Spiegelbild der verschkedenen Unterjochungsraubzüge, durch die die Zaren ihr Reich stetzu vergrößern suchten. Sie ist aber auch ein Bild des AbsterbenS einer ganzen Zahl von unter daß zaristische Joch geratenen Völkerschaften. Nicht weniger als 85 ethnologisch von einander v'rfchieden« kleine Völkerschasten wurden im Norden Rußland gezäW. DaS größte „Bolf umfaßt im ganzen 88?>8 Seelen, hingegen wird auch das „Volk der Solon?n" mst ihren 76 Seelen als eiaene Nation angeführt. Dieses auSsterbende Volk lebt an der Küste des Ussurrteiches. * Eine Vereinigung gegen das Fluchen. AvS Rom wird unS geschrieben: In ollen Städten Italien- und auch <nif dem stachen Land« haben sich in letzter Zeit Verernigungen Mi: Kampf gegen das Fluchen gHkldet. Abgeordnete. Senatoren, Professoren und Aevzte hallten vor Tausenden von Kindern Propagandavorträge, in dem ihnen die Unart deS Fluchens vor Augen geführt wird. Diese Mion steht, wie olles, was jetzt in Italien gsellschastlich geschieht, unter dem Ehrenschutz Mussolinis Es haben sich auch m verschiedenen Gegen^ den «Klubs g bildet, in denen für jeden Fluch eme Geldstrafe von 6 Lire festgesetzt ist. Jir einem ^dieser KlübS. -dessen Mitglieder Bahnbedlenstere sind, wurde fungst ein StMonsvorstand w'gen eines im Lause einer Erzählung gebrauchten FluchworteS mit der obligaten 6 Lire-Dtraf« belegt. Ter Gtatwnsvorstand erlegte den Betrag und meinte ärgerlich: „Corpo dr baeco!" Da Hab* ich mich wieder vergesson! Die Folge war eine neue Strafe von 5 Live. Der Schiffövcrkehr nach Kanada. Me Vumard Lmv kündigt sin« wichtige Euwestevumra ihrer kanadischen Schiiffchvl- Tnven -an. Die bSdsu>t«Ate Neuevm» bestch: in der (2# ttuwa einer muen Linie von Liverpool über BöWaft nach QmSbee, die dadurch ermöglicht wurde, daß die bisher rm Nsiv-AorKer Dienst stehenden Dampfer »Eavonlia" und „Garwuia", allgemein als „schwimmende Hote bSkanint, nnnrehr in den kanadischen Dienst Übergehen. Die Albf^vten bej'mnen im April 1924 mit dom Froilwerde« des Dt. Sawrenveiromes für die Schiffcchri. Die obgenanntm Dampfer wevden i« größten und schmlssten m diejem Dienste fvm. We-M hver Größe witzd eihnen unmopilich sein, weiter als brs üudjcc zu sichren, aber all« Vvvberestamgan sind vevests raffen worden, um dis Passoigisve dieser Dampfer dondeyzuges nach Montreal qu bafördern. Während der ZM» n der der Dt. Lawroncestvam für di« Schiffahrt geschlossen »leibt, bcstcht der kanadische Dienst aus den Linien über Liverpool oder Southampton nach Haiilfax mit den Dampsom Samaria", ,Thrrhmia", „Sev-thlva", .^Fvanvoma", «Anitvnia^ /Andartia", Musonlia", .Mheetia", ,Mbcmva" uind «Saxoma. Der Ausbau dieser vevschiedenen Linien wird eine groM. Zu-- rahnr« f« den Abfahrten nach Kanada, teilweise sogar ms gn> weimal wöchentlich, nach sich ziehen. Im Müm weck«r ftwü», m April acht, im Mai nenn Abfahrten statitst'mdsn. * Zweihundert Palästina-Wanderer ans Warschau adgA eist. Dieser Tage sind aus Warschau 2 00 Personen «ach Palästina abaewist. ES befanden sich unter ihnen emM kamstien, der größt« Teil aber setzt« sich aus Mdgmdern de» warschauer ChalusmEeveiilnes Haschom«: Hagair UU