Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1754 (3.1.1924)
- Date
- 1924-01-03
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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MÄr, ÄoMerssitg MMeilu«ge« aus dem Publikum. fflobefflgus grosse Ökkasion m den neuesten Sfariser Modellen j %aborstr. 1 tfßien, ff. %aborstr. 1 ciA${ziwscrnm Josef Ehrlich /. ROTGASSE 3 * MODERNE TÄNZE Billiger als überall kaufen Sie AklllrU» U. ZtgtftallUKIt scigitul Herrenstoffe ». Lamenmovewuren SrWe Allswahl in Fntterwaren MW |»inhWH> «.MjchWeiikt Richard Springer lev&fixnsäm mnnB Sensationelles unerreichtes Angebot la Satin da China in alten Farben* beste Kleiderseide. 85 cm ... ..K 76.000 CrOne da China in allen Farben. 100 cm K 66.006 la Penglt in allen Farben, für Wäsche, Lampenschirme etc., 93 cm ..... K 69.000 Saldanrasta spottbillig I Seidenbaus Richard Leitner Wien. IV., Margaretenstrasse 10 soos f, I «Tage Marke.Gebe" «rage Reklame-Verkauf Vor GiH&mf arrdeNvirts ßBerjeußjr, Li» sich von unserem ReNamevrrlaus i ©aBtotöt:, zweiflammig.Ä. 182.600 1 Kaz?ocher, zweiflammig, 2 AeitM'oüer.St. 288.000 1 GaSkocker, bret flammig, 2 Writerkocher ....... K. *28.000 i Ka-baSrshr O. 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V. i/,8 Uhr: Prof. Karl Rössel: Die wissenschaftlichen Grundlagen derStimmbildung.il. — Urania- Bit ch e r st u b e von 8 Uhr früh bis 6 Uhr abends geöffnet. ❖ Der Verband der hebräischen Lehrer in Wien, 2. Baz., Große Mohrengasft 16, hat im Saale der Bibliothek Zion, 2. Bez., Glockengasse 80, ein S t e l l e 11 v,e r m i t t l u n g sb n r e a n errichtet, worauf Lehrer und Eltern aufmerksam gemacht werden. Auskünfte jeden Montag und Donnerstag von 7 bis V»9 Ilhr bei Herrn Schach t e r. Für jüdische Kinder aus Deutschland. In Aarberracht der in Deutschland herrschenden großen Rot werden Wiener Familien, die bereit wären, erholungsbedürftige jüdische Kinder aus Deutschland als Gäste bei sich aufzunehmen, dringendst ersucht, ihre Adressen möglichst bald der Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge. 1. Be;.. Seitrnstettengasse 2, bekanntzugeben. Nr. 1784 INDJACKEN SahSosseransOger Arbaltamflatel ete. ra Wien,VII. Biarggassa81.Tal.34>0*25 H Stadtniederlage:!.v Schotttenvins 19 Tal. 16.2*81 tat HOTEL NEW YORK Wien, il. Kl. Sperlg., 5 Hlnnten 00m Stadtzentrum mit allem Komfort au**estattetes Familieshotel (geeignet für längeren Aufenthalt), 100 Zimmer mit fiiesiendem Kalt- und Wannwasser, Bader, Dampfheizung, Halle, Schreib- und Lesezimmer. — Rituell« Küche» — Massige Preise Was nicht .jeder weiss — ist, 'Jan feli ausser, meinem Speiialarttfeel (Tatar«) die eleganteste Bema- {arAereUa (Zivil, Sport, auch fflr Damen, UnHormen) sowohl aus eigenen als auch aus mitgebrachten Stoffen seit 30 Jahren erzeuge. 8ÜD0LF OOLrDSTEIRT »Me und Kunst. zur Smüemug des Bllntzestheaterr. Das Programm des neuen Berwalttmgschrfs. Liner unftr-er Mitarbeiter nahm GelsgLlcheii, an ümrperemer Stelle Informationen über die im Zuge befindliche Sanierung der Bundestheater eirtzuholen. Es dürfte zunächst die Oeffentlichkeit interessieren, daß in der obersten Leitung der Bundestheaterverwaltung ein Per<- sonalwechs-el cintriit. Herr Dr. Renkm ist bereits pensionier!. Seine Stelle wird nicht mehr besetzt. Die BerivaLtun-g der Bundesthoater wird vollständig dem Unterrichtsministerium einHcobdnet. Die Beranttvoriung für die Bundestheaterverwaltrmg überminm-t Soktionschef Doktor B r ü g e r. Die Reorganffmion der Bettvaltmrg nvuß noch im Laufe -^5 Monats Jänner erfolgen. Sie wird von dem Grundsätze geleitet fein: Möglichste Einschränkung der BerwaltunZss-esen und BeüveNdmrg der dadurch erzielten Ersparnisse für künstlerische Zwecke. Man kann dieses Programm nur billMn. Mbceu des Beamtentums in der Ämist und Erweiterung des Budgets für künstlerische Ausstattung und die so dringend gewordene Erweiterung des Ensembles wird eine Maßnahrne sein, die dem Burgthearer und dsm Ansehen Mens als Kunststadt nur förderlich sein Sann. Unser Gewährsmann nahm auch Gelegenheit, die Frage der Heranziehung des Pnvatkopttals zu SanismngSzwecken anKufchneiden. Nach den ihn: gemachten Versicherungen steht es fest, daß in beWg auf künstlerische Dinge für alle Fälle die Nnabhängigkeiii der. BundeStheater gewahrt bleibt. Nonzrrtr. Das vierte philharmonische Konzert bot ein recht bunt gemischtes Programm. Am Beginne stand Glucks pathH bische Ouvertüre zu ftiner Reformoper „Alceste", am Ende Brahms' F-Duv-Synchihonft, Äe voll Virtuosität von den PhiHarinonttern gespielt wurde. Dazwischen hörte man eine Symphonie von Luigi Boecherini, einem berühmten Vertreter der vorklassischen Shmphomk: Sie glitzert in allen Zierlichkeiten der Rokokozeit, deren Gglanterie wir heute nichr mehr recht. nachzuempfinden vermögen, höchstens dem entzückenden Menuett mit seinem reizenden Farbenspiele können wir noch Teilnahme entgegenbringen. Wie anders wirkt heute noch Beethovens große Fuge Op. 138, die ursprünglich als Schlußsatz des großen B-Dur-Streichquarteits komponiert war und später wegen ihrer ungewöhnlichen Länge und Schwierigkeit über Wunsch von Beethovens Verleger Artaria als selbständiges Opus herausgegeben wurde. Dieses etwa 100 Jahre alte Werk, in dem ein musikalischer Riese im Zerpflücken des überdimensionierten Themas spielend die schwerste Alhletenarbeit leistet, darf noch heute zur modernen Musik in bestem Sinne gezählt werden. Ob es freilich diesem Quartettsatze gut tut, «ihn in großer Streicherbesetzung wiederzugeben, wie es seit Hans v. Bülows Zeiten in Schwang ist, möchten wir bezweifeln: Zugegeben, daß die Wuchtigkeit der Instrumente, namentlich durch Hinzutritt der Bässe, größer wird, so wird andererseits das individuelle Gepräge der vier Stimmen durch die chorische Besetzung arg gefährdet. Selbstverständliche gab e§ nach diesem Stück wohlverdienten Beifall für den? ganz unübertrefflichen philharmonischen Streicherglanz. Einen neuen Dirigenten lernte man in Ludwig' Rüth kennen, er kommt aus der Schule des verstorbenen Artur Nikisch und siel in einem Arbe'-rtersymph'onrekonzert durch die mätzchenfreie geradlinige Wiedergabe' von Bruckners Zweiter Symphonie angenehm aus. Diesem begabten Musiker, der sich durch musikalische Fronarbeit in Nachtlokalen kümmerlich fortfretrei, müßte gcholftn werden! — Der Dausendsassa Hugo Knepler, rühriger Konzert» direkior und Verleger, Coupletsänger, Violinvirtuose usw^ A4 fiegr. 188« Suschrifteu au die Redaktion sowie tmverlangt sinlsugende» Manvfhripten welle ««» stets Rückporto -eilege«, Sa sonst «ine Aeanlwoetu«S» -sriehnngsweise Rücksendung nicht erfolge» kan«. ' '' 'S. Stömt« 'IM hat auch Heuer als flotter Dirigent und SoloKeiger etnekz lustigen Johann Strauß-Alands das neue Jahr eröffnet und! dürfte damit die Anerkennung tes SymPhomeorchestzerS und! der Äonzertdirektion Guttmann gefunden haben. Das Mairecker-Buxbaum-Quartett brachte! die Erstausführung eines Streichquartetts von Wilhelm - Kie n z l, den man als Komponisten volkstümlicher Opern allgemein schätzt. DaS Werk, das bereits die stattliche Op.- Zahl 99 trägt, steht in der düsteren C-Moll-Tonart und ist „der Stadt Wien zur Zeit der Not" gewidmet; gleichwohl ist in dem einfachen, melodregeftgneten. Werke, das harmonisch und kontrapunktisch durchaus keine Uebervaschungen bringt i von Not und Düsternissen nicht viel zu spüren: Im Adagio! singt es wie von einem zweiten Lenz und spätem Liebesglück,! mit feinen freundlichen Tänzen, die bald von der blauen Donau, bald von des Tondichters grüner steirischer Heimat erzählen, kommt das Werk zu JaschingSbeginn gerade recht und wird mit seiner Schubertschen Melodik dem grotzm Publikum willkommen ftin. — Ein in Wien noch nicht be- Sanntes D-Dur-Klaviertrio des Ruffen Taneieff wurde von den Herren Sirota, Pollak und Buxbaum in! ganz mustergültiger Weift wiedergegeben. Mit dem Rüstzeugeiner älteren Technik auSgestattet, schreitet es mit Schwung und Temperament unaufhaltsam vorwärts. In dem schönen, Bariationssahe gemahnt es an das Vorbild Tschaikowsky«, doch macht sich auch melodisches Eigenleben geltend Die junge Pianistin Lilly K e l e t i erledigte mit fern ziselierter Technik und regem Klangsinn ein abwechflungs-; reiches Programm, Jan Smeterling spielte mit prächtiger Virtuosität und meisterhaft scharftr Plastik dw dritte Äilavrersonate vrm Karol Szymanowsk-r. Dieser Ton- ■ dichter, bei dem blumige Wiesen der Melodik und fast un°.’ durchdringliches Gestrüpp des Mißklanges dicht neheneinaudee liegen, erscheint uns immer wieder Äs der polnische Mar Reger. Auch in der neuen Sonate, in der übrigens — nament-! lich in der rneisterhaften Fuge — auch Erinmrungen an Liszt«! Satzart und Tonfall wach werden, macht dieser moderne! Eigenbrötler kv'rnerlei Konzessionen an sine billige Geschmacksrichtnng.?ltz. Die Eröffnung des Berliner Bolttopernhanfetz. Wir haben über den künstlerisch und ftchnisch gegjlückten UmbaudeS Berliner Kroll-Theaters in ein Opernhaus bereits be-! richtet. Das von Oskar Kaufmann adaptiert« Haus wurden mit einer festHichen Vorstellung der „Meistersinger von Nürnberg" eröffnet, Re von Mnsikdivektor Klriber, Änem gebürtigen Oesterrsicher, geleitet wurde. Ein« Shaw-Premiere in Rew-Uork. Am 29. Dezember hatte Bernhard Shaws neuestes Stück „Jeanne d'Ar.c"! in New-Aork sein« Uraufführung. Die New-Aorker KrM und die Korrespondenten der Londoner Blätter waren sich darüber einig, daß das Stück ta8 beste Werk des DiLters sei. Seine Länge — die Ausführung dauerte vier Stunden — wird hervorgehoben. Das Publikum harrte intereffikri aus. In dem »reuen Werke überträgt Shaw auf die bekannten Wonsche»» und legendären Vorgänge der Jeanne b'Ärc-Zeir Re Ideen des 20. Jahrhunderts. Eine Mendele-Ausführung in Aarschrnr. Im Zenttattheater in Warschau wurde das eine der beiden Theaterstück«, welche der „Großvater der jüdischen Literatur", Mendels Mocher Sforrm, verfaßt Hai, dieftr Tage zur Aufführung gebracht. Das Stück. „Der Prisyw" (Die Mentierung) betitelt, schildert in ftin humorvoller Weift die mit den Asientierungsbestimmungen in Rußland verbundenen Mißbräuche, der Kahalgewaltigen «in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Das Stück fand freundliche Aufnahme. MendeleZ Mettes Theater stück „D i e T a x e" harrt noch einer »nodernen Anffiihruug. Anatole France aus dem Sowjetiudrx. Der französische Schriftsteller Anatole France ist von der Zensur der Sow-- fttrevublik auf den Index gesetzt worden.' Seine Werke dürfen in Rußland nicht m-ehr verkauft werden. Die Zensur der Sowfttrevublik wirst ihm vor. daß er keine Ideale habe. — Es wäre interessant, den Motivenbericht der Moskauer Zensoren kennenzulemen. Richard Beer-Hosmau« wird in Zürich öine Vorlesung aus eigenen Aftrken halten. Strindberg als Mal«. Ein schwedisches Kunsthändler veranstaltet eittc Ausstellung, dir großem Interesse begegnen wird. Der große Dramatiker August Strindberg^ des bekanntlich auch Historiker und Naturforscher war. hat eme groß« Zahl von Bildern gemalt. Mehr als hundert Gemälde von der Hand StrindbergS werden in dieses Stvmvberg-AuS--, stellung zu sehen sein. Man erfährt übrigens erst fttzt, daß sich Strindberg auch als Bildhauer betätigt hat. Der Schlimme Bnben-Ball findet am Samstag den 5. b, im Restaurant „zum Weißen Engel". Hietzing, ^Am Platz 5> ltatt. _ MligÄttich.) Aar den Neatno. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr ÄbendS, „Jullnß Cäsar". Akademietheater. Morgen, Uhr obendS, e r g u t e K ö n i g". VolkSoper. Heute „Cavalleria ruftieana", „Der Bajazzo". Morgen „Boheme". — Die New« Aorker Koloraturprimadonna Luela M e l u i 8 wird Dienstag den 8. d. in Verdis „N i g 0 l e t»t 0" als Gilda gastieren. JmDeutschenVolkstheater kannGrillpayerr Trauerspiel „Die Jüdin von T0 led 0" mit Alexander M 0 i s s i als König Alsonft und Maria O r s l a als Rahek wegen anderweitiger Verpflichtungen der Frau Orska rmr «ehe zweimal, und zwar Freitag den 4. Md Montag de» 7. d. zur Aufführung gelangen. Im Neven Wiener Stadttheater findd Sonntag den 6. d. um F'Uhr nachmittags eine Wohltättgkeits- OpernvorstellMg statt, bei der „Der B a j a z z 0" mit Kammerlänger Leo S l e z a t in der Titelrolle. Kammersänger Emst F i s ch e r Md der Hamburger Koloratursängerin Jenny Jung-, d a u e r in den andere» Hauptrollen zur Auffühnmg gelangt. Dock Repertoke bringt außerdem Schuber-Llieder, vorgetrageu von Kammersänger Leo Slezak, und einen Liederzyklvs, gesungen van Kammersänger Emst Fischer. Das L u st s p i e l t h e a t e r hat da» neueste Stück von Dario Niecode mt „Die InnereStim me", Schaospiel in drei Akten, zur Auffühnmg mgrnommen. Die Proben haben bereits begonnen. Im A p 0 l l 0 t h e a t e r findet SamStag den S. b. Uff 28. Auffühnmg von Leo Falls Operette „Der säße Kav a^ s {t - " j - .'r;>7->.mierenbesetzMg statt.