Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 6 (1924)
- Issue
- Heft 1752 (1.1.1924)
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1T52 Men, Dienstag Wiener MorftenzeUunft. 1. Jänner 1924 Teile V «RtntiiN in der fteirischen Industrie. Lerelnignng der stetBche» Stahl«. Men« «nd saugung der Wutte-Konzrrnr. - kl» Nunmehr werden die Konlnr.n der Bestrebungen, welche auf eine Konzentrierung der fteirisch « n Industrie L'öizielcn, >Mn«r dcul'licher. Das großzügige Progvamm, ivrlch 8 die Bodenprodnktc, die I n d'n st r i e und die Wasserkräfte Dteiermarks vereinigen soll, ist nicht weit von seiner Verwirk ickiung en ftrnt.Von der A'pin x hat die Niederösterreichische ESkomp^egesellschaslt gemeinsam mit C a st i g l i o n i ihr Gebiet auf ander« steirische Eistr.wcrke ausgedehnt, die Fusion der SchoeHer-Bleckmann-Werke, welche die^ größten Stahiwerke S eiermarks umfaßt, kommt diesem Bcstr.b n cn'- gogen, zuitnal auch die Interessenten an der Alpinen hier ebenfalls^Interesse l)aben. Durch die Austrisizier-ung der Blckmann--Slclhl>wertc hat Stinnes seine Werke für eine Konzen« tration ebenfalls vobneitet, außerdem hat der Castiglioni« Konzern naben den Eisei/.verlen auch sein Interesse auf die gewaltigen sie iri,scheu Wasserkräfte ans.ze!d hnt, welche mit Hilfe der italienischen Beteiligung diesem Jnteressenkonzern einverlrrbt wurden. Dadurch, daß das Land Steiermark sich aller Rechte, welche chm vorher zustanden, wie Bestimmung der Elektrizitätsiarife der „Dtewrag"«Kräfte «sw. bcgab, wurde die Möglichkeit geschaffen, die Kräfte ganz in eine Form mit den sonstigen Jndustriekonzernbrstrvbun. gen zu gießen. Wohl haben Wutte undsein Konzern noch größere Kohlenwerke, doch mit Rücksicht darauf, daß die E'cktrizitätSw r!e die notwendige Kraft zu liefern imstande sind, ist der Stahl-Ei(en«Elektrizi;ä1skonzern von der Kohle viel unab- Wahrscheinlich, daß der Zinssatz nunmehr für einige Zeit sich bei 0,5 Prozent stabilisieren wird. Devise Warschau bis auf weiteres gestrichen. Die Oesterreich'ifche Nationa ixmi! teilt mit: Die bei der AÄvickilung der Geschäfte in Devilse Warfcheiu bostchrnlbrn Schwierig ei!,-n machen die DurchDhvuna des Cllearings in dieser Devise der«, zeit unmöglich. Cs entfällt dalhar a'b 2. Jänner bis auif weiteres das Clearing in Devise Warschau und hÄb-on von diesem Tage an für di-ase Devise (uivd zwar -sowohl für „Aus« zcch'.ung" als euch für Scheck) alle für nicht kodierte aus.'än« di-sche ZaHinrivgAmittel geltenden Beistnmmnnlgen sinngentäß Amtwenduniz zu finden. P-s'enmar?«No!en wenden dagegen auch weite vH'n im Cloa>r'.ng gehcmv-e>'.-t wcNd-rn. .,.Der fließende Handel an der Wiener Börse. Ab Freitag den 4. d. wird der fließende Handel im Schranken bei folgen« den Papieren wieder ausgenommen: 4 Prozent Südbähn- April-Oklcher Prioritäten, Tonau-Dampsschiff.-Ges. 1., Allg. osterr Bau-Gesellschaft. Verein f. chrm. u. metall. Prod. Aussig, Clotilde, ung. A. G. f. chem. Industvie, Bergu. Hüttenwerks-Gesellsch.. Brünn, Hu.ter u. Schrantz, S'.ebwaren- Fabriks A. G., Prager Eisen Industrie Gesellsch.. Bereinigte Elektri'itäts'Gescllsch I. Inwald Glasfabriks u. Raff. A. G., S. H. Gutmänn A. G., Belisce. Slavonija Holündustrie A. G>, Sierszaer sGaliz.) M ntanwerke, Oberung. Bergu. Hüttenwerke, Ungar. Allgem. Koblenbergban-Gesellsch... Urikanp- Zsilthaler ung. Kvhlenbergw.-Gcs..> Maschinenbau A. G vorm. Brektfeld-Danek u. Ca., Wiene^-Reustädter Lokomotivsabrik vorm. G. Sigl. C'immeringer Masch.- u. Wagganb.-Fabr. A. G., L Zielen iewski, Poln. Masch. u. Wagg.-Fa'w. A. G., Leykam-Iosefsthal A. G. f. Papieru. Truck-Ind, Soc. Renn. NettrtWtstnkreffrn. - Wahrscheinliche «ns« dreirdikiat für Mittelemopa ongesiredt. hlinstger und kann jetzt dem deutschnationalelt Kohlenmagnaten SteiermarkS alle Konzernbedingui'gen diktieren. Ta^u ist auch die Möglichkeit geschaffen, sich Stinnes' als Bermütler zu Mutte zu bedienen, wobei betont werden soll, daß sich der st «ier m-ä r k i s ch e Landeshauptmann wahrscheinlich ebenfalls, in den Dienst der Sache [teilen wird. So ist nun der gewaltige Wut'e-Konzern, der die Bodenschätze Steicrmacks mit Hilfe der Graz-Köflacheu bch.'rrscht, für die Aufnahme in den großen eisernen Konzern reif gemacht. Die Fühler hierzu wurden schon ausgestreckt. Damit den Preisbest.'ebungen dieses Konzerns, der doS Rohprodukt und die Kraft in sich vereinigt, keine Konkurrenz erwachse, werden schon seht mit den tschechischen Konkurrenzgesellschaften in aller Stille Preiskonv e n t i o n e n abgeschlossen. Stinnes ist schon län 'st damit einverstanden und so ist die Zeit nicht mehr ferne, wo aus der reichen steirischen Industrie ein etnziges Gebilde er« steht, das seine Preise in ganz Mitteleuropa dikü-'ren, das ohne jede Konkttrrenz gewaltige Gewinne wird e' utsen können. Ob dadurch der Eisenkonsum Oesterreichs - rert und der Eisenhandel mit dem Balkan gehoben wird, .ft eine and"re Frage. Tatsache ist, daß neben dem Holztrust, der an dieser Stelle schon längst besprochen wrtrde, nunmehr -auch ein großer Eisentrust in Bildung begriffen ist, welcher von der Niederosterreichischrn Eskomptegesellschast über Castiglioni, Stinnes, Schncider-Creuzol zur Berkehrsbank führt und sich anschickt, in der nächsten Zeit zielbewußt auf seinen Zweck loszusteuern. des Petrol Fanto, Genf. Schoeller u Co., Znckersabr. A. G,, Sckönpriesener Zuüerraff. A. G. ,Kraat.-siav. Zuckerind.-Gestllsch., Ungar. Zuckerindustrie-Ges., Oesterr. Eisenbabn-Berkehrsanstalt. , Wiener Wrse. S«hr s-ft. Stintulierertd wirkten größere M^in'M'skä'.lfe in eiit'.elnen führenden Kulissenwerten und die wesentliche Erleichterung der Geldverhältnisse —Wochengeld war zu 0,75 Prozent offeri ert —, so daß die letzte Börse des Iah »es 1923 einen ausgesprochen f e st e.tt. Charak er trug. (Im Bordergrunk-e des Jnwrcis s standen Alpineaktien, denen auch Deckungskärtse zu einer ansehnlichen Auswärtsbrwe>gltng'' verhalfeu. Mehr Beachtung fanden ferner Krn.pp-Ak'ien, Elektrizitätswerte und eine Re he von Bcmklverten. Nach Erledigung der ersten Orders trat zwar ein: lcich'e Abschwächung der tzöchstkrtrse ein, doch erfolg-e der Schluß wiederin sehr fester Haltung, so daß das Endergebnis ilt der Kulisse ein positives war. Gegenüber den letz gemeldeten Notierungen peofitierten' Bankverein 13,000 K., österreich-iche Kr dit 7900 K.. Depositenbank 5000 K.. Anglobank 750o K., Uni^nbank 12.090 5k., Srog'sbahn 20.000 K., Alpine TOoO St, Felten 17.000 K., Krupp'' 44.000 K., Pold'Hütte 78.000 K., Rima 85-K) K.. Skoda 51X00 K., A. E. G. Ilnion und Siemens je 7000 K. unds Semperit 64.500 K. Lediglich Timber Holding lind Salgo Kohlen wu'.lden billiger abgegeben. . Auch der Schranken verkehrte in ausgesprochen fester Haltung, wobei einzelne Werte ganz kräftig« Aufwartsbewe» aungrn aufznweisen hatten. So stiegen von den Bonkpapieren Bester Kommerzbank um 89.060 K., Mercuvbank um 0000 K. und Allgemeine BerkehrSbank um 4000 K. Auf dem Transportmarkt gewannen Adria 80.000 K., Dampfschiff Genußscheine 40.000 K. Die Aufwartsbewegung der Bauwerte machte weitere Fortschritte. Allgemeine Ban stiegen um 58 000 K., Königs- Hofer um 60.000 K., Psrlmooser um 00.060 K..Von den Brauereiaktien erhöhten sich Pilsener um 150.000 K. und Sarajevo um 180.000 K. Dynamit Nol^l gewannen 66.000 K., Ilingbunzlauer 1,000.000 K. Meinl-Aktten erreichten den Kurs von einer Million Kronen. Auch Textilaktien tind die Aküen der M>aschinenfabrik.'n waren Gegenstanld regerer Nachfrage und fast durchwegs höher. Bezugsrechte: Vaterländische Bank 11.000, Lemberger Brau 146 0M, Scheidemandel 2,700.000. Ans dem Anlagemarkt waren die österreichischen Renten höher, die ungarischen Kaiogori:n behauptet. Von den Exoten notierten: Apollo-Film 35.000 bis Geld, Anzeigengasellschaft 170.000 bis Geld, Eos 8000 bis 8500, Erdöl 41.000 bis 45.000, Knobloch 28.000 bis 32.000, Mrazn'ca 185.000 bis 195.000, Universale 70.000 bis 74.009, Wiener Waffen 21.000 bis 26.000. Sie WarenmärUe. (Eigenbericht der „Wiener Morgrnzeitung".) Kohle. Mit Wivkusva ab 16. Da'.ewüer tnat im d'!sehi-:.n Gdktiist Dv''.t<fchi«'nds eine Ernräßigun" der K<t>l-:ry.rci>se e-in.^ Nunmehr soll auch im un'be-'epten Ee-bw' ein we-it-erer Pre>isa'bba>u für Kohle ein'-re'cn. Di« .'ctzte Kohk-nvrc.'söudernnia war am 15. Oktober «KfoW. Damail-s war Ke-ichzei^i'g mit rer Bosoi-tivon 8840 aus 21.92 Gc'dmark hevubaesetzt. Mit der mc<vgen am 2. Jänner vv'.yrie>h:nen EvM'iis'acr'-ng rm wc-i.er« 19 Prozent, die üiiiv'?am9 für die Sv7l"9?aw des bef«''!ten Gebie t es nich g-,5». würden sich, w'e es heißt, di« deutschen Koh erpvois« _ die in ’eitifl* n'.sse, deren Pv'dnVt'.enskrsten durch den Pr-ci'.s der Kohl« M einem wetsen-tÄch-n' Teil mitlbeftimmt Mrdm. Die Kohlen* M'lv^choiftSor^an« haben bere-'ns dara>"lf h:r,Mv-i«ifen, die Er« miüs>i!i"m>a ev>'^-'e in dar Enwa-v'>lM). d>aß der Pvc'.KMau.-vlM den ü'briven Wrrtsch-or''s^ruppen mit>".-mi'cht werde. Bei oiner Reihe wichtiger Irl Fdr'en, wie --um Bc.'^viÄ der Eisen-, Zenten't- und Ko^>'nl'' t'trie, so eit bereits einer Kebtene-rmäsr.- <i"-nia atltom-atnch eine Prei'ell-er>9ii'rt'.u,ri''. Man erwartet auch, daß d'-e R« i ch Sb ahnv erw oHötif, ain-e HeraHevumig ihror Tarife, inNdchender« wchl der Fr>acht't>ari'fe, e'mtrst«» lassen wird. Wiener SchMorse. (Eigenbericht der „Wiener Morg'nzeitung"9 Der 'letzt« Vevkchrswg in diesem Jahre an de»- gr!str>:yen Schnhb"rs« verlief in änderst ruhiger Haltung und die PveiSlage blieb nominell unverändert. Wiener Warenbörse. (Eigonbenchr der „Wiener Morgenzeitung".) Zum öffentliK"n Verkauf gelangen am 2. d., 10 Uhr, 496 Dutzend Damenstuümpf«. berliner Mrle. Berlin, 81. D"«mber. Der Verkehr am letzten Tage des Jahres war still. Es macht« sich kein besonderer Einfluß gel- Ctofiyriirh' >?L'. Mcdvrnck «rrboten. J, L»dy»ehnlkon-Vrrla?, Berlin. (4S. AonMing. Snkel Moses. Roman von Schakom Asch. 14. Das blaue Zimmer. Der Onkel führte Mascha in das Haus, welches er als Wohnung für die Zeit nach der Hochzeit bestimmt hatte. Die. Villa war vollstündfg eingerichtet, di« Möbel rochen noch nach Lack, die Vorhänge waren bereits befestigt und die gang^ Villa wartete auf die Bewohner. Der Onüel drehte' -das Licht in allen Zimmern an und die geschliffenen G ästr, die Va'en. die Hunde und Katzen aus Porzellan, mit denen alle Zimmer voll waren, binnen zu glitzern. Der Onkel führte Mascha von einem Zimmer ins andere. Die Zimmer waren prunkvoll nach dem Geschmack eines ManneS möbiiert, der sich etwas leisten konnte, vollgepfropft mit Möbeln und mit sehr vielen Kleinigkeiten. Der „Parleer" sah aus wie ein Geschäft mit elektrischen Lampen und Porzellanhundrn. Ter Onkel überraschte Mascha mit immer neuen Lichtejfckten. Bald starrt« eine Katze mit £«iMwillen* den Augen, bald begann «in« Traube auf einem Schrank zu leuchten, bald blitzt« in einem anderen Glasge^nstande ein Licht auf. Es war ofsewbar, daß der Oltzkel sehr viel Aui/merki-au Lcit auf die Einrichtung der Zimmer verwertet und' in sie seine Liebe und sein« Phantast« hineingelogt hatte. Doch die stärlften Spuren seiner Ausmerkfamkeit trug das Schlaszimmer. Es war mit der Zärtlichkeit eines gewöhnlichen Menschen eingerichtet. Das ganze Zimmer war biau, dir Wände waren mit billigen Landschaften. Wäldern, Flüssen mit ladenden Frauen, tanzenden Feen bemalt und die Deck« als sternbesäter Nachthimmel. Ein großer, blauer, französischer Teppich bedeckte das ganze Z'inmier. Das Bett stand ans einem P'.edestal und war mit einem blanseider.en Baldachin überdacht. Nur die Beleuchtung hielt sich nicht an den Stil d.s ganzen Zimmers. Sie war .auch hier. wie. im „Pavloo-r" versch'cdensarbig, rot, blau und gelb, und zerstörte die Farbenharmcnie des Zimmers. Der Onkel drückte auf einen Knopf: ein« elektrische Pianrla,i welche im nächsten Zitnmer stand und durch eine Leitung mit dem Schlafzimmer verbunden war, spielte gedämpft einen billigen Walzer. Der Onkel verweilte lange im Schlafzimmer und musterte'sehr aufmerksam 'das Bett mit allen seinen Einzelheiten. Mascha wurde rot; ihr Herz begann zu klopfen. Sie hatte-nur einen Wunsch: so schnell wie möglich das Zimmer zu verlasten. Das Zimmer mit dem Bott auf einem Piede-ftal bracht« ihr etwas in Erinnerung und rief in ihr Angst, heiße, bebende Wngft hervor — dieselbe AnA, wie sie einen zum Tode Verurteilten befallen wag, dem das Schafott gezeigt wird, auf dem sein Todesurteil' vcllstreckt werden scll. Und doch zeg es sie mit geheimnisvoller Macht an, das. Bett anzüschauen. Das Zimmer kam ihr ir-oendwie längst bekannt vor, als hätte sie es einmal schon im Traume gesehen, und sie fühlte eine gewisse familiäre V«rtränthcit mit dem Z'.mmw und mit dem Bett, wie ein Schwerkranker mit dom Tode. Sie erschrak vor dem Gedanken und versucht«, das Zimnrrr zu verlassen. Doch der Onkel blieb auf dem Be'irand' sitzen und rief sie zurück: „Wohin läufst du, Mascha? Bleibe hier. Wie gefällt eS dir, 'nun?" „O, gut", antwortete Mascha, indem' sie zur Seite bl'ckte: - „Schön, was?" Der Onkel lachte und drückte aus einen Knopf an der Wand; das ganze Zimmer wurde Niit blaurotem Licht erfüllt, welches d'e blauen Farben gelb machte; in dem ganzen Raume herrschte auf einmal ein unterirdischer S.,ein. Alle's' wurde geheimnisvoll verwandelt, die Möbel, die Farbe der Wände, und der Onkel saß wie ein fettes 'gelbes Tier auf dem Bett ... Doch dieser Lichtefsekt dauerte nicht lange. Der Onkel drückte auf . einen anderen Knopf und das Zimmer wurde mit blauem Licht/ dann mit weißem Licht erfüllt. Der Onkel liebte Lichteffekte und hatte im Schlafzimmer die verschiedenartigsten Lichtkombinationaen eingerichtet. Geheimiüsvoll spielte die elektrische Pianola im nächsten Zim- I mer einen billigen Walzer .... 1 „Nun, was sagst du dazu, Mascha?" „£). schön!" „Aber was nützt das alles, da du mich nur als den old good uncle liebst, nicht anders als den old good unele. So hast du es dock» gesagt, Mascka?", „Plcase, svr.ich nicht so, Onkel, ich mag es nicht, daß du so sprichst." ,L'sten. Mascha" — der Onkel wurde plötzlich ernst —, ,üch muß M't dir offen sprechen. Du List kein Kind mehr, du weißt, was ich meine. Dein good old uncle will ich nicktt sein, icb habe keine Lust dazu, ich will es nicht." Swmm senkte Mascha den Kops.. „Well, «s ist mir recht, daß es jetzt klar geworden ist und nicht erst stäter" — fuhr der CHet fort „jetzt wird es. wenigstens ka'.ne Unannehmlickkeiten geben. Die Villa kann ich ja vermieten oder etlvas anderes damit ansangen." „Bist du böse auf mich, Onkel?" fragte Mascha. ,^8öse? Warum soll ich bös« sein? W"g:n des Geldes, das du mich gekostet käst? Ach, meine Landsleute kosten mich obncdies viel Geld. Nein, ick» bin nicht böse U"d ich bin nicht gut. Hast du vielleicht sckwn jemanden, willst du ibn heiraten? Dann schicke den Vater zw mir. Was ich für alle meine Landsleute tue. das werde ick» auch für dich tun. Und ich wünsch« dir Glück. Mascka. Wenn der junge Mann etwas langt, so soll er zu mir kommen, vielleicht kann ich etwas für ibn tun." Mascha erhob ihre großen Angen zum Onkel. Sie war an ihn gewöhnt, wie ein Kind an seinem Vater, und die Sprache, die er jetzt führte/hatte sie noch nie von ihm gehört. S«'e bekam Furcht vor ihm. Doch sie war gewöhnt an ibn und daher ging sie auf ibn zu und schmiegt« sich an ihn wie ein Kind an einen Erwachsenen, vor dem es Furcht hat. „Dear uncle, please, sprich nicht so. Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich bin ein närrisches Madel. Du hast recht, du hast mir, Pa, Ma so viel gutes getan, und ich bin so schlecht, so dumm. My good, good uncle." Sie barg ihren Kopf an seinem Halse und he tze Tranen, ein kindlicher Kuß, welche von Hilflosigkeit und Trauer herkamen, wärmten des Onkels alte, harte Haut. (Forlschung folgt.) «