Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-12-30 · Heft 1750 (30.12.1923) · p. Seite 14

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1750 (30.12.1923)
Date
1923-12-30
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
84% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980832--17268-3004256
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Lertr 14 Wien, Äonntag Wiener Morgenzeitung. 30. Dezenrber 19LS Nr. 1780 rilüii HS fällt uns schwer, besonnen zu bleiben! DoS Protestkomitee schädigt die Hakoah. •Ufitjcr größer südiischc-r Verein datt-e schwere Zeilen üurchtzmnachen, als er twch in dm -uhIdctcii Massen spivlte. Die Aavtiisemitein aller Parlic>i>schMiernna>en fanden auf den en-l- I^enen TpsviPlätzen ein pra-tl«qche4 Bsstäi.ig::-Msfe»ld, und nur den derben Faulsten und der uiti&oufljantcu (Encviflit batten es die HaLrahner zu verdanken, daß sie sich allen Hindernissen MN Trotz durchsetzten. Nach dem Einzug in die erste Klasse 'kannte dar Mische V-erSin die längste ^Avit ein ru'higeres Dasein «stihven. und erst der veuaau^oiren Spiel^it war es Vorbehalten, daß sich Terrorakte gegeu die Hakoah häuften. Weder die Presse, noch die VerVandÄxMvden zoigtan sich gewillt oder fmtden den Mut, die Mischen Sportler vor VeryejwailiqnnMn Kl -schützen. Die radaulustiMn antlissmit'Wm Zutschauer fanden mm m der ctibgelcnrfenen Spielzeit im Schiedsrichter Waqner ein — wir wollen es $n ssiner Ehre a-nnchmeu — uuifroiwilliges WeÄMig. Die Nerven dieses Herrn waren nicht frai# <*eniuifl, um im herrischenden Indianerlgcheuil nicht &n versagst:. Er ieHei-c Mei Spiele der He-loah und in beiden Treffen flintfl es drunter und drüber. X Spiel Hakoah aeaen AdtzNira trrw sich foraendes -nt Das Treifrn stand zchn Mmu- -ten vor Schluß 1:1, als der Schiedsrichter vollkonrut-cn berc-ch- W gegen Admira einen El-f-meley'toß diktierte. Neustl.d war «arrvlich in auUith sre «tster bracht wordear. Das überaus renitente Uoritd-dorfer PtObiöu-nt demonstrierte in der uNf-LMten Wolle und die Spi eler der Mmrra taten es nicht bester. Der Adinira-DtÄrmer Schi^cÄ ging sogar so weit daß er den Elfm-eterisioß nicht ausst'chren ließ. Herr Wagner wußte sich scheinbar keinen Rat. Nach eigener Aussage ge-trauiäe er sich nicht,'den Kamps LÄzubrechen, da er sine Woche vorher Augenrze-uHe. einer BerprügöLu.:vg eines SchickSrichterL ans dem Admiria-Platz war. Er nahm deshalb seine bereits gsfälltL Entscheiduna sch einba r zurück, -um das PMÄüm und die Spieler der- Admira -zu beruhigen. In verständlicher Erreflu-np drohte Scheuer, daß er mit seiner Atamtschaft hbrrsten werde. Seinen Worten folgte aber nicht die Tat. da der SektionsLe'i-ter die Anordnung zum Wei:«rfpikfon trÄs. Der -.Kamps wunde nun auch bis zu ©nse fortgesetzt. Gleich nach dam Spi-tzl gab Herr Wagner die Erklärung ab, daß er den Kampf zehn Minuten vor Spielende, aly'o mit dem früher erwähnten Zwischenfall, als abgebroche-n erachte, da sich die Admira seinen Anordnungen Widers etzi e. Das Spiel nahm nach Aussagen des Schiedsrichters ans dem.alleinigen Verschulden der Admira efn vorzeitiges Ende. Die epste Rechtsinstan;. der Striuimä, nahm die Aussagen des Schiedsrichters bei der Rechtsprechung -zur Grundlage. Sie entschied solgevrchrig, daß das WettispiÄ mit 3:0 Toren der Häkocch guilzuschro'tben sei. Gegen diese Entscheidung erhob nun die Admira Lei der nächschöheren Instanz. Mo beim PvotMkomitee, Einspruch und dieses hob das Urteil des Struma dahingehend auf. daß der Kampf beim Stande 1:1 zehn Minuten fortznsetzen sei, wobei er mit einem gegen das Adinira-Tor auszuführenden Elfmeterstoß zu beginnen habe. Dem Protestkomitee kommt der Umstand zustatten, daß es seine Sitzungen unter' Ausschluß der Oeffentlichkeit abhält. Es fehlt also jede Kontrolle, so daß manche Herren dort anscheinend glauben, daß sie im Trüben fischen können. Es würde uns ivirklich interessieren, ob sich das Protestkomitee der Tragweite seines Beschlusses klar ist, da es durch seine Entscheidung die Hakoah einfach für vogelfrei erklärt. Sämtliche Radauantifemiten müssen nämlich zu-r Ansicht gelangen, daß sie das Recht haben, bei -den Spielen, an denen -die Hakoah beteiligt ist, tatkräftig mitzuwirken. Das Protestkomitee' s auktioniert also die Ausschreitungen. Noch in zweiter Hinsicht ist die Entscheidung bemerkenswert. Sie besagt nämlich, daß der Schiedsrichter Wagner ein Lügner sei. Wrc sind weit davon entfernt, diesen Herrn in Schutz zu nehmen, da er im Tressen Sportklub gegen Hakoah einen begangenen Fehler nicht eingestchen will und dadurch den jüdischen Verein schwer aeschädigt hat. Jeder objektive Zuseher hat aber damals in Floridsdorf den Eindruck gewonnen, daß .Herr Wagner mit seinem Tchemmanöder etwas menschlich Begreifliches gemacht har und sein Urteil richtig sei. Als der V. A. S. in den Verband eiuzog, da gab er phrasenhaft die Erklärung, ab. daß er reinen Tisch machen wolle. Wir stellen nun mit Bedauern fest, daß derzeit in den Unterausschüssen -des Verbandes viel mehr jedem Rechtsgcfühl hohnsprechende Entscheidungen getroffen werdet: als früher. Der Struma und das Protestkomitee haben dem jüdischen Verein zumindest vorläufig drei Punkte ans der abgebaufenen Saison weggetragen. Wenn es auf uns ankommen würde, dann sollte die Hakoah. gegen beide Entscheidungen nicht protestieren. Es besteht für sie nämlich keine Gefahr, ans der ersten Klaste heraus Zufällen und sie kann es unter den gegebeneir Umständen dett anderen Vereinen wohl gönnen, den „Meistertitel" von Oesterreich zu erringen. Die Entscheidungen der beiden Instanzen zeugen davon, daß manche Personen es nicht ertragen könnten, lvenn ein jüdischer Verein in Oesterreich an der Spitze steht. Diese Funktionäre mögen ihre Praktiken fortsetzen, damit unser Fußballverband zum Gespött des Auslandes wird. Die Hakoah soll ihr Hau ptaugenm erk auf zw i scheust a a t l i ch e Spiele richten und so wie bisher sich 'im Kampfe gegen berühmte ausländische Gegner ehrenvoll behaupten. Die Resultate dieser Kämpfe könnet: am ominösen grünen Tisch nicht umgestoßen werdet:, so daß die Hakoah nur im Ausland -den Ruf genießen wird, den sie verdient. Wir glaubet:, daß s:c mit diesem Geschick ganz zufrieden sein kann, da es weder angenehm noch ehrend ist, sich in Wien mit den gegnerischen Mannschaften, mit den antisemitischen Zuschanern, mit Schiedsrichtern und Verbandsinstonzen lrerumzurcmfen. Schade um die dabsi verbrauchte Energie, sie kann zu viel Wertvolleremverwendet werden. Der bedeutungsvolle Sieg der Admira in Belgrad. <Bon einem Roiseteilnchu:er.) Die Avuüra hat vor: aller: Wiener Vereinen, die in der Fremde weilet:, bisl>er den werbvollstet: Erfolg zu verzeichnen, da sie detr serbischen Meister I'wgolslavila in Belgrad 5:2 schlug. Die Wiener sind um: -Freitag nachts nach Wien zurückgekchrt und einer unserer MitarbÄter nahm die Gelegenheit wahr, um mit einen: der Reiseteilnehmer über dieses Wettspiel zu sprechen. Dreiser Herr machte uns sollende Mitteilungen : „Schon nach dem ersten Spiel gegen den S. C. Beograd, -den' wir' 4:2 schlugen, bekamen wir vor der Belgrader Spielstärke gehörigen Respekt. Das zweite Treffen gegen Iugosfovija bestätigte untsere schot: vorher gefaßte Ansicht, daß die Belgrader in erstaunlich kurzer Zeit ganz hervorragende * Fußballer geworden sind. Boransschicken will ich, daß mein Verein geMn den serbischen Meister vielleicht das beste Spiel seit seiner G.rü::.dnng geliefert hat und nur so ist es erklärlich, daß er Liber dis sehr tüchtigen Gegner einen derart hohen Sieg erringet: konnte. Der Sportklub Jngoslavrja ist nach unseren Begriffen absolut gute erste -Klasse. Seine MMMschaft Pflegt ein mcidernes Kombinationsspiel, wo- '&e: der Angriff die Fähigkeiten besitzt, lseM sehr gute -gegnerische Verteidigungen niederzuringen. Der bigste Mamnfchaftsi-eil der Belgrader ist das Stürmerguintett, das in den beiden Berbiwdern Jovanovic und PetLüvic ganz Msgezeichneie Kräfte besitzt. Die Deckung entsprach allen Anforderungen, die Verteidigung hingegen war etwas -schwächer, obwohl der Tormann sich als guter Pertrrtev seines Faches, erwies. Der Sportklub Iugoslavisa verdankt sein Kinnen zum Ha-uptbeil ftrnom Wiener Trcrnter Ames. der sich seinerzeit bei den Ericketern betätigts. Die ersten Cpielphafen 'bewiesen, -aß wir Stett Derben weder technisch noch t-cAl-isch etwas voru-ugtlben hati-on. Daß wir trotzdem -langsam di: Oberhand gewannen, war auf W.Kostra “Masswerkstätte für feine Sportbekleidung und vornehme Herrengarderoien (auch aas mit gebrachten Stoffen) .Wien, IV. 8er.. Paulanergaese Nr. 2 nniser fowiertes T-omposPt-el zurüchzutfühven. Wr wäre« schneller nnld vor allem viel aittsdauernder und das von uns vovgeilcigde Tempo „richtete wtilfm Gegner zugrunde". Wir stellten folgende Mamtschäst: Wieis-er; Schwrll 3, Bo,st; Flibhrlinger. Ännge, Kingall; Siegl, Klinta, Koch, Ianda, Mala. Die AtMtelluttig nniseres beltvälhrl-en MUtl-ello ufers Koch auf dem MidtWünm-eripoftan ibewährle sich glläuizend. Er verstand sich mit seltnen beiden N-eibeui'-mitc.u Mma und den von IvdlerSdcwf übern-omuronien Zandtt ganz anÄHeizeiSutet und diss-es Jwueutrio lbil-dste auch unsere stärkste Wäfst Nabet: diesen drei Gpiolern bot n-och ^der MügcLläufer Ki-ngall eime G>lanzlloisttmg. Qbiwoihl der Platz eilte Schneedecke trug, konnte man das SpiÄfeld a-ls gut bezvichne-n, so daß die vieviaiuff'etMcpfige Auschauerlmenge ein rejguläres Treffen M sichen bekam. Atvfawgs wechseln d-te Augrüffe. wobü: dt-e Wtzemr -schwer zu kämpfen haben, nm sich der Gegner zu erwehren. Die Gäste - werden aiber bald ruhig nn>- nun steigeivn sie züs-chonds das Te,tttpo. In der 26. Minute evstalt Siagl -rwch eline>m Zuispisl vom Ian>da das erste Tor. Das Spiel ijst auch wei-derhlin Men und in der 42. Minute Mti-ert der Schiedsvicht-cir BsvgwaÄd, mit dem wir sehr zufriodeu waren, gegen die -Einheimtischen einen Wmeter-stoß. R-nnge schoß scharf, doch rcit-t-st der gegneviische L-orma-t:n. Ohne Pa-use werden die Seiten g-eitvechsÄt. Zugoslabija fällt nun zuiseihe-nds zurück. Zainlda bucht in der 31. M-inute das zweite Tor und ‘f'iintf Minuten später lift Klima zmn dritten Male. -erlfoLgve-ich. Die Eitchvim'iischen utrtewnchtnen mr mehr Einzelvorstöße, wobei es 'Iovanovic i-n -der 30. Arinute gÄIiMt, den Borlspruug der Gäste .zn Vervin'gern. Äa>n,ge konnte sich Jlug-olsla-vli'ja dieses Erfolges -nicht -erfreiuen, da Zanda zwei Milvu-ten später den Stand au!f 4:1 brittlgt. Zn der 37. Minute -lt-nüminimt Petk-ovic e-inen Ei'wzoLinrchbriuch und verihiD den Einih-ejimiischeu zum zweiten Trclsf-er. Bon der Aufflage wdg, dringt Admlira in schöner Kom'binatlion vor -und J-a-nda steW das Endresn'lt-at her. 50i.it diesem Sieg hat Adtnira einet: seiner schönsten Erfolg: err-ruMt:." Die heutigen Spiele. Der F. A. E. beabsichtigt fytnie g-egeu den Sport kl-ub Slo-Van ein Freundschaftsspiel -a-uszutr-agen. Wir zwetsZn aber -daran, daß dieses Treffen statl-findcn wird, da die Witter-nngsverhältni-ss-e sich nicht -ae'bessert -habet:. Die F'loridsdorf-er -er« lklären aber, daß ihr Platz sich in spielfähinetn Zustand befindet. Die Ibr-i-dcn Gegner könne:: als -gleichwertig betrachtet werden, so daß ein interessanter 5kamps z-n crtvart-en ist. In einigen Grtt-ppcn der unteren Klassen sittd sogar Mei'sters-cha-ftss-piele angefetzt. Do stehen einander in der dritter: Klasse Wiest folgende Vereine gegenüber: llni-on 14 gegen Banmgartet: (10, Nicholson. Me-ni-k), Ober-Lt. Veit gegen Fünfhans <10, Red Star, Michel), Einheit gegen Novm-auia (10. St. Veit. Weiß). Die Leitung des?)oung Iewish Sporting Club sieht es als -ihre Pflicht an, der O-eisfentlichksit daboi: Mi-tteill-ung-zu machen, daß sie das Reinerträguis der am 2. d. stattgsstmdenLn Soiree von stvoieinhÄlb Millionen Kvon-en der FvmieuorgM-iisat.ro« 6—8 für ihre Deutschlands Hilfe notleidender Studiere uder zur Verfügung gestellt -hat. Der 'zwar von großem gcis-ellschaftl'iche« Erfolg gekrönte Abend brachte lei,der nicht das erwawtete große fiuanzi-elle Ergebnis. Aus den Vereinen. Hakoah. Mittwoch den 2. Jänner, 8-Uhr aibenLS, Kr-Me-itt:-ngssitz.trng. Die Herren we-rdem -gäbeten. b^rimmi KN erscheinen. -Hakoah (Leichtathlet-iikf«fitott). Das Wintertraining nulsever SMio-nist bereitsausgenommen worden. Das Training findet an follgeüden Tagen statt: Mir MstaMder. die älter als 18 Jahre sind, und für ält-er-e I-uarndm-ltglie-der Montag u-nd Donnerstag voa: halb 8 Uhr bis 'halb 10 Uhr, 9. Beiz., Aecht-erHein-straße 39. Für die jüngere I-u-genId i'bi-r -14 Jahre) Dienstag und Donnerstag ab ' 2 Uhr,' 1. Glisalbethstrahe 5 (Ri-nglo-k-al). Zu a-lc-icher Zeit -für alle Inaendmitglieider, die nachinittaas Z-eit halben. Sonn-tag, Ä Uhr vormitztags, Wäldlaufen für sämtliche Mitglie.der. A§- llärs vom Habo-a-h-Platz, halb 1-1 Uhr. Sämtliche Mitglieder halben den vor: der Vollversammlung beischloss-enen AkiivstÄsbeitrag ehestens zu 'bezahlen. Säxtitliclie Feinste Herrenmodehaus A RnronciAin Herrenmodearttkel Herrenprfleroäsn "» (Herrenwäsehe, Krawatten etc,) nach Hass Wien, II., Hollandstt*. 10 HSsilge Preise Konicfctio^giAbtcl Gopyright 1S2I.' Nnch2rut verboten. h Ladyschoikoff-Verlag, Berlin. (44. ZeUletzuiig-. Lnkel Stofes. Roman von Schalom Asch. „Gcrn.^ „So komm'." Sie bogen m eine schmale Gasse ein. Dorr betfevnd sich ein bekan-ntes ungarisches Restaurant, in welches nun der Onkel Mascha führte. Der Wirt kannte den Onkel; er wies ihnen einen Platz in einer Ecke an, wo sie ungestört, waren. Der Onkel bestellte das Essen -und ungarischen Wein. Bein: Essen blieb der Onkel weiter ernst; er schwieg, sah Mascha kaum au mib war in Gedanken -versunken; doch er aß mit Appetit und trank viel Wein; ad und zu ford-erte er auch Mascha zun: Trinkenauf. „Onkel, richte es doch ein, daß alles wieder^ gut wird. Du kannst das. immer so gut", begann Mascha plötzlich und legte ihre schmale Mädchenhaud ans die des Onkels. „Was soll ich wieder gut machen'?" „Du weißt ja. Bei uns ist es jetzt so traurig — Pa. weint und Ma weint." „Warum weinen sie?" fragte der Onkel verwundert. .,J-st etwas geschehen?" „Sie fürchten, S>it würdest Pa entlassen." „Warum soll ich denn Pa entlassen?" „Du weiß ja, irarttm", sagte Mascha schamhaft. Tann Ze. einen Augenblick; Mr MtzliH hoib P Wv großen klugen auf und sah dem On-kel frei und kindlich ins Gesicht und sprach mit kindlicher, aber sicherer Stimme: „Ich liebe dich, Onkel, Ich liebe dich sehr. Ich liebe dich mehr als Pa und mehr als Ma. Vielleicht bist du zu änderet: Leuten schlecht, doch zu mir bist du mvmer gut gewesen, imrner sehr gut uni? ich werde dich immer lieb -halben, werde nie ein schlechtes Wort über dich kommen lasten, ich liebe dich. Du bist mein teuerer, teuerer Onkel." „Schtveige, -Mascha, schweig!:!" Der Onkel sprach es halb vor sich. „Trink', trink', please." „Ich kann nicht." Akascha setzte das Glas an ihre Lippen und stellte es sofort wieder nieder. Listen, Onckel", bogaun sie und errötete zun: ersten Male, während sie mit &nf Onkel sprach, und ihre Augen erglänzten in einem feuchten Schimmer, „ich habe -bisher nicht gewußt, was heiraten heißt. Jetzt weiß ich es. Und ich glaube . . . und ich glaube, daß für uns beide -eine Heirat... nicht gut ist ... es wird nichi gut sein ... -Ich werde be:^ dir zu Hause wie eine Tochter mit dir sein. Ich werde dich lieb haben wie man einen te-uren, teueren Onkel -lieb hat, aber nicht so wie du willst. Meinst du es nicht auch?" Der Onkel schtvieg; er iwutl wieder ein GlaS Wein und forderte Mascha zum Trinken auf. „Trin-5, Mascha, please, trink'." „Don't^ Onkel, don't," erwidert« Akascha und' nahm dem Onkel das Glas iveg, „ich mag es nicht, daß du trinkst. Ich liebe es nicht — don't, -don't, antworte Mir, please, antworte mir. Warum sprichst du heute nicht mit mir?" Der Onkel blickte sie an und began-n fr-eu-Mich und liebüvoü zu LägM „Also du liebst -den Onkel nicht, wie, Mascha? Ich bin zu alt für dich, was? Ich passe dir «nicht, yes, Mascha?" Der Onkel lachte, brachte damit auch Akascha zum Lachen und das ganze Gespräch verlies im Sande. ,/O, Onkel, o old man, spricht nicht so, y lifo you, you are mH old good -u-ncle. Ich werde immer mit dir zusa-nnnen sein, ich iverde mit dir in dem neuen Hause wohnen, welches du eing-erichtet «hast — y like it — you old dear u-ncle." Der Onkel rief den Kelltter und zahlt-e. In: Hiuausgehen fragte er Mascha: „Willst du mit mir gehen?" „Wohin du willst, On-fol." Er win-kt-e ein Auto herbei und hieß es «nach -Haarlem West fahren. „Ich will dir die neuen Möbel zeigen,!der Tapezicrer hat «sie bereits fertig-gestellt. Alles ist fertig, ich «möchte, daß du es dir au siehst." Mascha wurde -traurig und schlvi-eg. Plötzlich begann sie wieder: „Onfol, warum antwortest du mir nicht?" „Was?" „Auf -das, was ich dir gesagt halbe." „Was, -was?" „Glaubst du nicht, daß es bester für -inich wäre, werm du mein -Onkel bleibst, my good, good u-ncfo, und ich dein« Tochter — als daß wir heiraten?" „Es ist recht, Mascha. Schweige, schwere!" Auf dem ganzen W>'-ae nach Haarlem sprachen «sie nicht -mehr. MEtzung HM,)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.