Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1750 (30.12.1923)
- Date
- 1923-12-30
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite S_Wien, Sonntag Höhe tat mkwHenS 10.000 vsterr. Kronen für den Kcreu Hc«iSrachi lefftm. Jugendarbeit. Die Konferenz ist sich deS großen Wertes der m i L r a S» i* stifchen Jugeadgruippe» bewußt und beschließt, daß die Zentrale die bereits bestehenden Ingendgmppen mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln unterstütze und ihnen eine ent« stnechend« Vertretung in den verfchiedemn Körperschaften gewähre. Ferner beschließt die Konferenz, überall in den Donau« uno Balkanländern die Gründung von ne neu 3u» -endgrirppen zu fördern. Angesich-S der Wichtigkeit der misrachistffchen Frauen- und Mädchengruppen und in Anerkennung ihrer bisherigen Leistungen für Crez Israel und auf dem Gebiete der sozialen Fürsorge beschließt die Konferenz, die bereits bestehen« den Frauen, und Mädchengruppen mit allen Mitteln zu fördern und die Gründung solcher neuen Gruppen zu unterstützen. Alrjah. 1. Die Konferenz wünscht, daß im Zentralrctte ein spe« zielkS Referat für Chaluzfragen errichtet werde. 2. Die Konferenz beauftragt die nnrgegrütibet« Zen« trale in Men,«ine besondere Sektion für Immigration nach Palästina zn eröffnen. Die Konferenz empfiehlt allen Ortsgruppen, Immigration: reserenttn einp.'.setzcn, die sich mit der Diener Zentrale m Verbindungen zu setzen haben. Hachscharah. 1. Die Konferenz twpsiichtet alle Msrachiortsgruppen der Donau« und Ballanländer, der Zentrale in D-ien an;ugeben: a) die bei ihnen bestehenden AnsbildrmgSmöalrchkeiten landwirtschaftlicher Natur, und zwar 1. Angabe von Namen und Adressen jener Landwirte, die für die Ansbildung uiisrachi' stischer Chaluzim in Betracht kommen, 2. Anerbe eventuell vor« handener jüdischer landwirrschaftlikher Schulen; b) dir bri ihnen bestehenden DnsbildungsMöglichkeiten ge« toerblicher Natur, und zwar 1. Schulen, 3. Einzelbetriebe, die für misrachistische ChaLuzim in Betracht kommen können. 2. Di« Konferenz becruftraz: die n'n.geschafsenc Zentrale, Vorsorge zu treffen, daß die erforderlichen Lehrwerk« st ä t: e n zur Ausbildung von mierachistischen Ehaluzim in Betrieb gesetzt werden. Erziehung. 1. Es wird fämltichen Ortsgruppen en-.pfvyül:, jojern es irgendwie durchfichrbar ist, Talmud-Thora-MiSrachi zu errichten. 2. Die Wiener Zentral« wird beauftragt, eine speziell« Untere ichtSsektion zu errichten. Dies« Sektion soll sich mit allen Fragen der jüdischen Erziehung in-den angeschlossenrn Landern befassen, ein detailliertes Programm für Talmud« Thora-Misrachi ousarbeiten, di« Begründung von Handwerkertr:L» Gewerbeschulen fördern, Sie Beschaffung von geeian-eten Lehrern venuitteln und an die Herausgabe von geeigneten Lehrbüchern schreiten. Politische Betätigung. Die Art der Betätigung der Misrachisben in den Tunau- «nd Balkanländeru m'.f politischem Gebiet, ebenso auch in Gemeindeangelegenheiten, zu bestimmen, wird den einzelnen Landesorganisationen, bezw. Ortsgruppen an« heimgestellt. * Zu unserem am 2S. Dezember veröffentlichten Bericht schreibt unS Herr Dr. Wolfgang WeiSl: „ES heißt in Ihrem Bericht, ich hätte unter Hinweis auf die äußerst mühevolle Arbeit der Chaluzim di« besondere Wichtigkeit der Heranziehung von besitzenden Elementen zur Einwanderung betont. Tatsächlich habe ich bei dieser Konferenz fast nur über C h a l u z i n t h gesprochen und drei Viertel meiner Referates galten der Darlewng: solange nicht -die MiSrachffkm ihre eigenen Kinder z« Chaluzim — un'er Verzicht auf alle Annehmlichkeiten beS Lebens — erziehen, solange kann der MiSrachi nicht hoffen, die Ausöcmarbeit in Palästina in seinem Sinne durchzuführen." Wir bemerken, daß unser Bericht den offiziellen Mitteilungen deS PreßbureanS der MiSvachikonfer-nz entnommen war. Sroßfruer In Srknzkng. Gestern vormittags kam in dem Gebäude der Zahn- «rdbahnstation Grinzing ein Brand zum Ausbruch, de« das Bahnhofsobjekt und sine Bauhütte ergriff. Infolge des herrschendem Windes drohte das Feuer auch auf eine benachbarte Billa m der Krapferrwald gaffe überzugreifen. Die städtische Feuerwehr entsandte auf die Brandmekdung, die um 11 Uhr vormittags in der Zentrale eintvaf, einen aus sieben Geraten bestehenden Fernlöschzug, da in den verschneiten Straßen die schweren Elektromobile nicht vorwartskommen konnten. Die Feuerwehr fand bsi ihrem Eintreffen das Stationsgebäude und die Bauhütte in Hellen Flammen. Um 1 Uhr mittags, also nach zweistündiger angestrengter Arbeit, kannte das Feuer gelöscht ftccVrt. Dem Brande fiel daS ganze Haus sowie die Bauhütte zum Opfer. Das Stationsgebäude wurde von einer Baufirma zur Einla^rung von Materialien verwendet, zu welchem Zwecke auch neben dem Haus eine Bauhütte errichtet wurde. In dem StationShaus selbst waren große hvlzvorräie zu Bauzwecken eingelagert. Gestern dürfte infolge Heizung oineS Ofens die Holzwand eines Zimmers in Brand geraten fein. Im Nu griffen die Flammen um sich, di« reichliche Nahrüng an den aufgefpapelten Holzvorräten fanden, so daß binnen wenigen Minuten de« ganze Bau ln hellen Flammen stand. Die Freiwilligen Feuerwehren von Grinzing und Umgebung konnten mit ihren Pferdefuhrwerken die steile Auffährtsstratze zur Zahnradbahrchaltstelbe nicht erklimmen. _Wiener Morzerizettims. 36. Dezember 1923 Nr. 17V- Set Aebftahl vom Favoriten« Postamt. (Sin einträglicher Griff. Der Di MIM im PostainL au, f ’bm Quellempilatz stellt sich <M cm mrßcrordcm'^ich vevir-egeuer Gaunerstreich dar. ES gölämg dem Dieb, mit einen» em>;ig?n Griff SSO Millionen Kvoncrt zu evbau-ten und gu verschwinden. Bis jcht sind Vi« Nachforschungen nach dem Täicr otzne Nes-ult-at gr- VlicÄen. Mau ist lediybich aus die schr tvngemlne Persans« beschrevbmrg a-ngewrasen, die der Compwirist Pawlitsch geben konnte. Das Postoint liogt im Erdgeschoß und seine Fenster gehen anvs den Duellcnpiatz. Durch di« hellerleuchteien Fenster koumie der Dieb dir Vorgänge in, Auusurmu beobachten v.itö sich über-Mgen, daß die Gelegenheit günstig war, da mrr ein Be-amt er Dienst anachir. Im Kasjemanuu war vovgfftern nachmittoyS der Postobewssizioil Loro,^ Bart h. Er hcttte die Pak-vte mir T-pogat zu vepchuü^u., was er auch tat. Zu oberst log das verschnürte Paket, das sieben Pakete mit je 100 Noteu zu je 500.000 Krön rn ent hielt. Ober» offizial Barth hat einen Doppelschrevbtisch, der mit einem Aufsatz versehen ist. der d-n AuEIck <mis den Tisch, ans dem daS Geid lag, hindert. ALS er aufftmvb. uw an den SchÄter zu treten, kam es ihm vor, als o-L sich bk Türe, die vom Kassenin den BorvaMn Mrr, bewegte und als ob somamd rcssch hinaiuKfchliüpftr. Dofor: wart cr einen Dl'ck auf den TW. <r.af dem das Geld lrrg, :mb nahm .zu fernem Schreckem wcchr, daß daS oberste Ptket mit den 358 Millionen fehlte. ... OkeroffiM Barch eilte augsrML-ich ans die Straße, ohne jedoch Mrcnrden cvalick-en zu können. Der Com ptoi rill Pawliffch eryäch-te, daß er .'öei der Tür mit einem smMN Mann zusArNmsNFchtoßsn sei. Er chl -ibn «nur gamy sllüchtig gchthen rm«d kann als Bc« schreLnng 'Er arrAcbrn, daß er erwa 1« I-chre all, Etelgr'^F, eher k ein u-nd bari'los war unk) «men duMen vumzen Ucherrock oder dunNes SaA-o, du Er Hofe und Kappe trug. Zur Ikich-n Zeit 'I,t auch ein Frärllein ins Drstarnt ge* ksnMren rrnd hat sich beim Sckwlter crufgehäliten. Auch diese Boucher in Ir bei der Tür mit PcÄvll.sch und dom jungen Durtschen, der weggmg, zusa-mmemgeistoßen. Die PvMreknon hat K.,f die Zusdandesbri'ngung deS ge* stchl«nen MilliomubetvageS von 880 Millionen Krone« ein« Belohnnng von 10 Prozent anSgeifetzit. Eine Spur des Täters? Abends wird uns berichtet: Ein Vorfall, der sich geistern früh inn Franz JosefSvahnhof zutvug. tomt mLy« llitieviveisse mit denn großen Pchdiobistahl m Zuffammenhans fvhen. Dekannttich wurden 700 Noten zu. je 800.000 Kvomen geraubt. Gestern früh kam zu der im Franz FosefSbchnhof owibl-ierten Konditor«ilwarenveffckMßerin Ddavie Dolezal ein etwa 22jähr!ger Bursche irnd ersuchte sie dringend, ihm zehn Banknoten zu je 600.000 Kronen in Roten zu 100.000 Kronen zu wechseln, Als tc ab» gewiesen wurde, euffemte sich der Duvsck-e rasch un» konnte nicht mchr emgehvlt werden Cr bogalb sich zum Bahnsteig, cnvf dem der Kremser Zug zur Abfahrt beroit stamd. Die Ovtlschaft-cm auf der ganzen Strecke wurden verlstandngit. Boi einer UmfraZe bei der Beamtenschaft des Postamtes auf dem Quell-enplatz wurde auch e.in Beamter eiiwevnommm, der aayzeben konnte, daß er vorgestern und am 27. d. nachmittags m Pavteionvonm des Postamtes zwei jung« B-ursche w-ahrgenommen habe, die sich in anffäLliger Weife dort herum: rieben. Rach der SchiLdevung des Pvftboamien ist der eine Bursche etwa 18 bis 20 Zehre all. mvttolgroß, schmächtig, hat d'.mllen Teinr, dunkeilürcouMs Haar. Er trug Luvzen, dMölem Ucbcrrock uind dmckolrbrcmne Dportkappe. Der Verdächiigc vom Franz JosefSbahnhof wird beschrieben als mittelgroß, mit länglichem, blaßam Gesicht, bartlos mir bl-ondem Haar, bekleidet mit grünem Uffder. Er-halt« kc-me Kcp/ibrdeckung und trug eine brau »lederne Aktentasche. Es wäre auch mögSich. daß der Bensche, der sin Franz Josefsbchu'hoj oie 600.000 Kronen m so m^ffullenider Weise z» Wechten versuchte, der Rümiber ist, der -den Sollizitator Rosenfel-v vor kurzem übevM und bewlchte. Bei diesem Ranlban-sall fielen dem, Tä^-er ebensallS eine Menge von 800.000 Knmen-Noven in d,e Hönde, die sich in einer Akt e»- t aj che bchmden. HirskWmt'Mmoßelle kche nßkl. 8mM, WlWn MMm«! 7 (3<rl«nf3|t(ttt: AMSi-Z-Sll Sntnlc II. Mtrpffr 11. Id. Mr II m 5665 Am Bvandplatze ergab sich ein weiterer Uebelstand, da der Wasserhydrant ein gefroren war Es wurde daher die Zentrale der Berufsfeuerwehr um Entsendung eines Hilfszuges gebeten. Doch waren die brennenden Objekte nicht mehr zu retten. Die Arbeit der Feuerwehren mußte sich vorwiegend darauf beschränken, die nahe gelegene Villa Nr. 4 in der Krapfenwaldgasse zn schützen, auf die das Feuer über zugreifen drohte. Der durch den Brand angerichtete Schade soll durch Versichemng gedeckt sein. Die Erhebungen über die Ursache der Brandes sind eingeleitet. z«gMsammukob in vSuserndorf. Der in Wien-Ostbahnhof gegen 7 Uhr fällige Schnellzug D 210, der den Derkehr von Warschau und Prag nach Wien über Sundeuburg vermittelt, fuhr gestern in der Station Gänserndorf infolge falscher Meichenstellung auf ein verstelltes Geieife ein. Durch den Anprall der Zugslokomotive an eine stehende Lokalbahnlokomotive mit zwei Wagen wurden di« beiden LÄomotiven alS auch die beiden Wagen erheblich be« schädigt. Verletzt wurden der Lokomotivführer der Lokalbahnlokomotiv«. der Verbrühungen durch drn ansströmenden Dampf erlitt, und Mi andere Bahnbediensbete in leichterem Grade. Bon den Reisenden haben nur Mi ganz unbedeutende Verletzungen erlitten. Die SchnellzugSreisritden wurden mit dem Personenzug nach Men gebracht. Durch den Unfall erlitten mehrere Züge erhebliche Verspätungen. r« N!te Wt «ach. Ter gestrige Tag hat eine Mlderung deS strengen Frostes, der ftit mehreren Tagen Men hoimsucht, gebracht. Die Morgentt-mperatur betrug 5 Grad unter Null und gegen Mittag stieg das Thermometer bis auf Minus 2 Grakk. Infolge deS Mndes machte sich die Kälte, sehr unangenehm fühlbar. Di« Cchneemassen, die in den Straßen liegen, werden immer mehr zu einer großen KalamiKt. Die Fortschaffung des Schnees macht fast gar kein« Fortschritte und der Zvstanv der Gehwege ist geradezu ein trostloser. DaS Passieren der TvotbÄrs ist mit Lebensgefahr verbünden und es ist erstaunlich, daß sich nicht mehr U-nglücksfälle durch das Glatteis ereignet haben. Den Hausbesorgern fällt eS trotz der behördlichen Bc-rschriften nicht «vn. die. TrottoirS zu bestreuen. Jedenfalls wäre eS hoch an der Zeit, daß von feiten der Gemein'devevwaltiU'Ng endlich an die BLwältigung des ,^chneeproblems" geschritten wird, ehe das Wetter sich der Angelegenheit bemächtigt und die ganze Schneeherrlichleit in ein en.dl-o.seS, troisÄr-foS Kottneer au fl oft. Alle Anzeichen -deu-ten darauf hin, daß di« Kälte nicht mehr lange anhalten und daß in kurzer Zeit T a u w e t t e r eintreten wird. In der Provinz. In den AlpeNländern hat sich die Wetterla^ - '--'siri- -gen Tage nicht geändert. Der Frost hält unvermlnde.rt an. In Tirol zeigt die Berkehrslage ke i n e V e sse ru ng, obwohl es geztzem nicht mehr geschneit hat, Die Straßenbahn in Innsbruck hat den Verkehr in beschranktem Umsang wieder ausgenommen. Auf den Fernbahnen <vleiden die Züge noch immer arge Verspätungen. Die Strecke Innsbruck—Kufftein ist schon feuft ganz freigelegt, die AÄberystrecke und die Mittenwaidbahn sind dagegen noch ganz gesperrt, da eS sich hier um die Freimachung der Gekeife vom Lawinenschnee han-delt und noch immer neue Lawinen nie.dergshen. Aus dem Montafoner Tal melden die Blätter za>hilreiche Lawinenschaden an Baulichkeiten und Ställen. Verluste an Mnschenleben werden bicher nicht gemeldet. Temprratmznnahme. In Oesterreich hält der Frost noch an. Die gestriges reichlichen Schneefälle haben aufgehört. Voraussage: Vorwiegend heiter, morgens AuSstrahlungsfrost, tagsüber Temperaturzunahme, Abflauen der westlichen Müde, fpäter südöstliche Winde mit zunehmender Starke. Ne LÄensmMÄmffr'kte. Sprunghafte PreiSerhShurge« für Fleisch. DaS Wochenende bracht« für alle Gattnngcn von Fleisch sprunghafte Preiserhöhungen. Im Kleinhandel der Großmarkt- . Halle mußte Rindfleisch um 6000 bis 660v K.. Kalbfleisch um 4000 bis 8000 K., Schnitzelfleisch um 4000 bis 9000 K.. Schwein'fleisch um 2000 K.. Speck um 1000 K. und Filz um 100o K. pro KUogramm teurer bezahlt werden als in der WeihnachlSwache. Der Absatz war infolge der hohen Preise nicht so lebhaft. wie dies sonst vor einem Feiertage zu ermatten war. Man rechnet noch am Montag mit einer starken Nachfrage nach Kalbfleisch und Schweineflersch. von denen genügende Vorräte vor- Händen sind. Di« Preis« für Geflügel und Fische blieben im Verhältnis zur vorigen Woche unverändert. Die Gemüsemärkt« waren mangelhaft beschickt, Spinat fehlt« gänzlich. Kohl und alle anderen Gärtnergemüse wurden meist in gefrorenem Zustand« zu Markte gebracht. Für olle sogenannten Luxusgemüse sind di« Preise gleichfalls sprunahaft in die Höhe gegangen. So kostete gestern ein Kilogramm Cl>ampignon. daS bis vor kurzem 80.000 bis 60.000 K. gekostet hatte. 100.00g K. Die Zustchren an Butter und Eiern haben stark »rachgelassen, es herrscht aber trotzdem kein Mangel. Die Preise wurden aber namentlich für Eier empfindlich erhöht. » Wie gegen den Zionismus gehetzt wird. Am DonnerS-ta^ fand hier i»n Hotel Corinen-tgl eine PropaganIda-BevsEnilung der Aguldah statt, in welcher di« Herren Hirschler (Preßbürg) und Dr. C a r l e b a ch (Hamburg) spvachen. D.r letztere erzählte seinen Zuhörern unter anderem, auf dem letzten Zio« nistenlongreß in Karlsbad habe «in Redner erklärt: ,Me zvh" Gebote werden wir nicht nach Erez Zsmel milnehnren!" Den Namen dieses Redners blieb Carlebach schuldig. Em anwHrvder Zionist forderte nach Schluß der Versammlung Herrn Doktor Carlebach auf. den von ihm zitierten Redner zu nennen, Dr. Carlebach nannte daraus Mrst den Dichter Bvalck. dann Martin Buber. Als er darauf aufmerksam gemacht Mwde. daß Bialtt am Kongreß nicht reilgenommen und Buber »Kt, gesprochen habe, entfernt« sich Dr. Carlebach mit der ScklußbemerEirng, er könne sich nicht mehr genau ■ evinnem. — Eine Kritik solcher Art Propaganda erübrigt sich wohl. * Der Raubübcrfall in der Leopoldstadt. Von interessier, ter Seile sind auf Angaben, die zur ErmittiuM des Tater« führen, der am 21. d.. nachmittags, im Hause Obere Donau, straße 48. den Advokatursboamten Siegmrmd Rosenfeie übrofalleir, durch Hiebr ichwm verletzt und ihm 76 Mmumetz