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Wiener Morgenzeitung · 1923-12-29 · Heft 1749 (29.12.1923) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1749 (29.12.1923)
Date
1923-12-29
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Gell- 4 . Men, GmnSlaft Tagesbericht. Her etnseschachtelte Sakkovhag rntmthamrns. Au- London wird berichtet: Noch einem Kabel« relogramm aus Kairo hat M-r. Carter, der überleverrde Ent« d.cker der Gra-bkammern des Königs Dntankhamen in Luxor, mit den Arbeiten zur Eröffnung der eigentlichen Aufbclwahrungsstätte der Mumie deS Pharao begonnen. Schon feit mehreren Wochen war di« im vorigen Jahr« bereits eröffn.^, aber gleich infolge der vorgeschrittenen Jahreszeit wie« der geschloffen« und versiegelt.« letzte Grabkammer geöffnet und vom Schutt befreit worden, -und nun schritten Carter und seine Mitarbeiter an die Eröffnung der Sarykombinationen, in deren ökrn man den Sarkophag des Königs mit seiner Mumie vermutet. Vorerst wurde die erste Sargbulle geöffnet, ein monumentaler Holzbau von etwa 7 Fuß Höhe, Lessen imposante For« und herrlich: Verzierungen erst jetzt, nach Entfernung der ihn bisher verdeckenden Zwischemnomer, zur überraschenden Ortung kommen. Die Dekoration dieser ersten äußeren Hülle ist in Gold und Blau gehalten, welcke Farbkomlbimitirm sich wuntdsrvoll vom Hintergrund der hell gemalten Wandflächen auf gelbem Grunde abhebt. Zwischen der ersten Holzverschalung und der zweiten befindet oft ein Zwsschenraum von etwa 1 ÄS 5 Fuß. Hier befindet sich eine Art Katafalk uuS gitterartig gefügten Holzstäben, auf dem sich ein Linnenbahrruch mit Goldstickereien befunden zu haben scheint, daS aber bis auf kleine Ueberreste ganz in Staub zerfallen ist. T«r Katafalk ruht auf schwer vergoldeten, schwär; gefärbten Füßen in symbolischer Schnitzerei. Die Türen deS zweiten Sarges sind mit prachtvollen, ins Holz geschnittenen Bildnissen von Göttern und Göttinnen mit reich?: Goldornamentrk bedeckt. Die zweite Sargumhülle ist gleichfalls in monumenmlen Matzen gehalten. Man Vermutet, daß der Sarkophag mit der Dkrrnic DutanchcnnenS in noch weitsten vier oder fünf ähnlich in Schwarz und Gold gehaltenen Hüllen rinaesihächtÄt ift, aus denen man den steinernen Sarkophag wird herausfchälen müssen. Der Berichte^tatier der Exchange Telegraph Company, der der Eröffnung beiwohnte, teilt dieser Agentie mit, daß das fncher erwähnt« Bahrtuch auf dem zweiten Sargschreine mit goD:n>en Knöpfen reich verziert war, die man an winzigrn, urwermodertgebliebenen Stücken d.s Stoffes noch findet. Der erste öuhsre UmhüllungÄaften ist nach diesem Augenzeugen fett der -letzten Saison arg in Verfall geraten Mau mußte daS Aeußere des Schreines zum Schutze mit flüssigem Wachs bchandoln, und dies hat eine solche Staubansamm. Änrg bownckt, daß der Glanz der Goiddekorainonen, der im vorigen Jahre das größte Entzücken aller Beschauer wachgerrchn hatte, nunmehr verblichen ist. Auch die schwere Goldplattierung auf dem Holze ist stellenweise geborsten, wie nicht minder auch die in di« Golrylattierung eingelegten Fayenoefiguren der Isis and deS ^Schlüssels der Lebens" ab gefallen sind, so daß das ganze Semen schr erquicklichen Anblick mehr Larbietet. 05 te Mrkl-ichLit nach den nunmehr offenlieyrnden Kvej Sargnuchüllungsn noch deren drei oder vier vorhanden sind, wird von Sträuchen Sachkennern beHweifeA, da die räumlichen Verhältnisse des ineinander geschachtelten rlmhüllungSanfdaneS dies «icht sehr wahrscheinlich machen. Man Kaubt, daß höchstens mich zwei Umhüllungen oder gar mvr eine vorhanden sind. Trotz des unleugbaren Bei» falles -der Funde findet ober auch dieser Zeuge die beiden Schreine nngvinoin interessant. CS wäre daS Beste, meint er zum Schluffe, daß man das gange Grabgewölbe so ließe. Eingabe böhmischer Juden <wS dem Jahre 1834 um Gewährung der Gleichberechtigung, über die im Jahrr 1838 ex officio erfolgte Rehabilitierung Adolf Fischhofs, dem bei seiner Verhaftung (1349) die.politischen Rechte aberkannt worden waren; über die von Ignaz Deutsch inspirierten'unb unterstützten Maßnahmen der Ssterreichischen Polder zur Unterdrückung der Bemühungen auf Gründung eines Zweigvereins der Alliance Jsraelite Universelle und schließlich über die „jüdischen Tartüfs" Ignaz Deutsch. Mit der Wiener Palmer geriet auch der „erste Sozialist in brr hebräischen Literatur" Aaron Liebermann (Freimannl in Konflikt, dem dann tn Perlin der Prozeß gemacht wurde. Zwei Auflätze enthalten Themen zur Geschichte des Zionismus. Wn: erfahren von einem Palästinaprojekt zweier Studenten, bas Cremieux im Jahve 1840 bei s>:ne:c Anwesenheit in Wien unterbreitet wurde und von dem Inhalt der interespn'«» Unterredung zwischen Adolf?ellinek und Leo Pinsker. deren Cr^ebnflle dieser, so:' t:\ se'n Stan'chun't tn'«’ in Frage fitnt. in der „Antv- «man--Nation" n> ergeleit hat. Gelber hat in emsigen Sammlerfleiß zu diesen h'storsichea Slvr-en ein nmsaflendes Materi-'l znsamwenge'r.rgen, bas für d-e Forschung von hohem Werte ust nnd dem» auch der Sr::e Interest abgewinnen wird, um so mehr als d-'e Darstellung durchaus anziehend gehalten ist. Cr hat vier wieder eine Probe seiner Befähigung als Gerichts« »orscher gegeben, der nicht nur seinen Stofs gut kennt, sondern -e'ch-'ckt nnd logisch zu kombinieren weiß. Weniger glücklich erscheint dagegen der Versuch, den Gosch Mslauf auf so primitive Formeln (wie in dem ersten Aufsätze) -zu komprim-e"en, schon weil man schließlich die ganze jüdische Geschich'r sub specke — Militarismus als Regulator der staatlrchen und gesellschaftlichen Beziehungen zu den Juden betrachten könnt«. Auch sind geschichtliche Vorgänge meist so wenig eindeutig, daß mit solchen Formeln schwerlich etwaS gewonnen ist, wiewohl es keinen Historiker gibt, der sich nicht an solche beliebte Versuche-gerne heramvagen würde. Wie dem auch sei. die vorl'egende Arbeit Gelbcrs weckt den 'Wunsch, daß seine Forfcherbemühungen von weiteren Trfolgen gekrönt sein mögen. Mener MoMmeMW. wie es seht ist, und ben Larl-ophag, wenn ein solcher gesurvdru werben wird, m'tt f-oinen Umhüllmngrn in bcmiMcn ursprünglichen Zustande belass«, da der Transport dem ganzen ficherlich nicht zum Vorteile gereichen würde. WaS gegenwärtig die wertvollsten un-d kostbarsten Antiquitäten der Welt sind, könntet: stchr leicht zu eineni zerfallenden Sranichaufen auf dom Doden der Totetcka-ntmer werden. Seginn des 3nteraoUonnIea Kougrek« d« geistige» Arbeiter. Aus Paris wirb gemeldet: Der Internationale Kongreß der geistigen Arbeiter hat heute in P a r i s begonnen. An dem Kongreß nehmen auch Vertreter des österreichischen Zentral rates teil. Nachmittags fand im Rathaus ein Empfang statt, bei dem der Präsident des Pariser Gemeinderates LaloU und der Ceine-Präfekt die Delegierten begrüßten. Diese werden hierauf eingeladen, sich im Goldenen Buch der Stadt Parieinzutragen. Dr? erste Sitzung wurde vvm osterre-ichrschen Delogierten präsidiert. Der Komgreß Hai über seine Statuten -beraten. Nach längerer Diskussion tvurde unter anderem ein angenommen, in dem erklärt wird, daß alle Länder, d. h. auch di«-Mvg:n, die rm Völkerbund -nicht vertreten sind, dem internationalen Bund der geistigen Arbeiter bertv'ten können. Der Bund verfolgt keine politischen, sondern rein geistige Ziele. stxvlostm eia« Polverlager« la Nzlllrn. Aus Rom wird gemeldet: Nm 2 Uhr nackMÜtvgs ist bei Palermo -das Pulverlager von M onde l l o in die Luft geflogen. Wie verlautet, sind zahlreiche Todesopfer geborgen worden. Nähere Nachrichten fehlen noch. Ter „Doar Hajom". Ben Awi v»« der Leitung zurirckgetttl-n. Der Gründer und leitende R^dak-rur des Jerrrsa^nner JSjo<lz H a jo<nt", Itiha m a r den Aw i, der gLMmoavstig kn RewOork worlt, teilt in der Naw-Aorker sirdiqchen Presi« nÄt, daß er di« Sei-blMg des „Dorr H«jom" N'ödvÄege. Der ^Dcwir Ha-jam" -st bcka.mvA!ch jenes pal-Lstirvskrstsche TaM-cchj, welches durch stim vcheanemen Amgviffe geyvn die Sio-uiststhe Loi-Knug niirub -gegen eiinysi-nr Pevson>Sichs-ei.ien wieder^lt ummgeuchm-eS SbH'ehen hewvMvusen hat. Sem letztes Stück in Viafer Richtung war sme hch-öge Kampagne grysn Dr. Rupp-in, in deren Bevlanf diefsm allerlei imlautere Gestionen zum Vorwurf gonracht wurden. Bsmepk-ens« wert st, daß dieser Anyr-U zu einer ZeLt evfvlgie, da Doktor Ruppi-n. der gegenwärtig gemeinsam mit Dr. Wenzm-anin dre PaLastickEvbe'ik in Amerika leitet, von Pakästma MvssenD' war uwd daher -u den Angriffen koiueckei Stellung nehmen öormt«. Die Jton-stische EMrtive hat nach diäser Preßkampagne Dr. R-uppm ihr vollstes Vertraut ausgesprochen und jene Angrüsfe naö^miiMchst zurückgcwiesen. ES ist nicht -ausyoschlvssen, daß der RucktM B-en Avis mit dieser Anyckegenheit in Jusammenhong steht. 4>er Aufbim PaMlnas.' Die JnlcnrdSauflage der ,$2mm MorgengeiÄwg" vom 1. Jänner 1924 wird eine Sonderbeilage, „Der Aufbau Palästinaö", enthMen, die von -der österreichischen Keren Hajessob°KomMission vevansta-L«t und in svcker Folge erscheinen wird. Diese roich illustriert« Bvil-ayc bringt diesmal Aufsätze von Oskar Wassermann (Bers-in), Ariiur Rn« dt, Ovto Abel es sowie zahlreiche Nachrichten über den Aufbau von Erez Israel und über die Tätigksiir des Keren Hajessod. AdschMnp bnlgorksÄer Studenten!?«»Men. Gestrige NachnrittagMätter brachten die Nachricht, daß die Pcli^eidirckti-on gegen eine Reihe bulgarischer Staatsangshoriger, darunter ailch gegen t^n bulgarischen Kommnnisten Nicola H a r l a k o sf, wegen eines von diesen Personen geplanten Anschlages gegen den bulgarischen Geschäftsträger in Wien eingeschritien sei rrnd diese Perfonerr zur Abreise Verhalten habe. Diese Nachricht ist unzutreffend; ihr liegen folgerröe Tatsachen zugnrnd?: Am 20. Dezember 1523 hat das BezirkspoliMonimissariat Margareten au.s Gniud einer Anzeige, daß sich im Hotel „Einhorn" bederrfliche Ausländer aushalten, die Hotelgäste dortselbst einer Perluistrienlng unterzogen. Dabei wurden unter arideren zweiundzwanzig bulgarische Staatsangehörige angetirffen. von deften bi« meisten Hcch- und Mittelschüler waren, einige aber den Zweck ihres A-rrifenthaltes in Wien nicht ausreichend auszuweisen vermochten und sich auch nicht im Besitze der vorgeschr'wbenen Reisedokumente befanden. Gegen diese wurde die polizeiliche Strasamtshandlnng und das Abschafsu'ngzversahren eingeleitet. Ohne Zusammenhang mit Vieser Amtshandlung wurde zufällig an «bendemstlben Tage der in einer Privatwohnung im vierten Wiener Gem-eindebozirk abgestieger« bulgarische Staatsangehörige Nicola H a r l a f o f f, der vor einiger Zeit auS Moskau nach Wien gekommen war. perlustriert. Harlakoff, der ztvar einen Empfehlungsbrief TrotzkyS bei sich hat, seine Zugehörigkeit zur kommu-nüslifchen Partei aber in Abred» stellt, wurde wegen Uebertretunq der Paßvorschriften polizeilich bestraft und auS O« st erreich 'abgeschafft. Das Aöschaffungserlen-ntnis ist infolge Rekuvses der Partei noch nicht in Rechtskraft erwachstw, .. W. E * M. vm Daß gegen den bulgarischen Geschäftsträger in Wie» oder gegen eine andere politische Pc^sönlichkert seitender vorertoShnken Person ein A n s i a g geplant ober vorbereitet tzewesen wäre, ist im Z..ge der polizeilichen Erhebungen nicht zutage getreten, Sie Praprder anÄindWm Beute. In der letzten Zeit wurde vielfach darüber geklagt daß Aerzten, die Ausländer sind, vom Magistrat die Berechtigung zur Ausübung der Praxis entzogen worden fei. Der Magistrat stellt fest, daß über «ine Weisung des Bundesministerirrms für soziale Verwaltung die Gemeinde seststellen mußte, ob bei den in Wien die Praxis ausübenden Aerzten auch die Voraussetzungen für die Praxis Berechtigung gegeben feien. Anläßlich dieser Revision, die noch nicht in allen Bezirken durchgeführt ist, wurde festgestellt, daß ungefähr fünfzig ausländische Aerzte in Wien die Praxi» ausüben. Es handelt sich hier in der Mehrzahl um Aerzte, die durch den Zerfall der Monarch'e die österreichisch« Staatsbürgerschaft verloren und weder di« Bundesbürgerschaft erworben noch für die Republik Oesterreich optiert haben. Da aber, wie auch der Verwaltungsgericht sh of im Jahre 1921 in bestimmtester Weise entschieden hat, für die Ausübung der ärztlichen Praxis in Oesterreich der Besitz der österreichischen Staatsbürgerschaft notwenoig ist, wurde unter Berufung daraus, den ausländischen Tlerztcn die Praxisberechtigung abgesprochen und ihnen der Rekurs an das Bunde'ministerium für soziale Verwaltung mit mrfschiebender Wirkung e'ngerSumt. In dieser Angelegenheit finden auch zwischen der Regierung und d«n Nachfolgestaaten, vor allein mit der tschecho-flowakischen Republik, bereits Unterhandlungen statt. Der Gemeinde ist jedoch nicht bekannt, wie weit diese Beratungen gediehen'sind. Uebrig^ls sieht auch der gegenwärtig dem Nationalrat vorliegende Entwurf zu einer Aerzteordnung gleichfalls den Besitz der Bunbesbürgerschaft unter den Erfordemissen für die Ausübung der ärztlichen Praxis vor. Me NrnWrrnacht. Di« Vorbereitungen -er Polizei. Für die NechahrSnacht treffen mcht nur Cafes, Reftaw rairts, Theater und BergnÄHrrngsotablisi-'-merrts aller Art umfangreiche Borbereitiu-ngen, um dem zu erwartenden Massenaufgebot von Drahrern gewachsen zn sein, sond rn auch die Polizei trifft Anstalten, daß die tradl-trönelle Neri-jahrsdrahverei stch in Formen vollziehe, die die Grenzen von Anstand und Sitte nicht überschreiten. Auch der Rummel rmrß in Dien rm Rahmen deS Gesetzes vor sich gehen. Jn-folgeV:ffen werden von der PolizeibirÄtion folge.nde Verfügungen erlassen: Das verkehrSstoven-de Stehen'bleibnr oder Gehen in Reihen, Gruppen'bilidungen wie Ansanmrlvmgen jeder Art sind verboten. In der K ä r n t n e r ft r a ß in der Rolerrturrnstraße, auf dem Stephans- Platz und auf dem Graben dürfen nur die in der Gchrrchtung linksseitig gelegnen Gehwege benützt werdcrr. Auch in allen anderen Straßen ist die Gchovdnung gonarr einzuhaken. Die Stvaßenfahrbahn soll von den Fußaärrgcrrr nach Mögllchkert überhaupt gemieden werden. Das ircherschre-iien der Fahrbähn in den vorgenannten Straßen ist nur an t.n von Dachorganen bezeichneten Stellen zulässig. Lärmende, di« nächtliche Ruh« und Ordnung stör-^'ndc- Kundgebungen sowie llnfug aller Art und jegliche gegen den Anstand verstoßende Bcl ä st i g u n g e n auf der Straße sind verboten. Auch ist das Singen und Musizieren auf der Straße sowie auch ansonsten alles zu unterlassen, wa8 zu großen Ansarumlun-gen Anlaß geben oder die BerkchrSsicherheir gefährden könnte. Den Weisungen der Polizeiorgane muß ohne Weigerung und ung.-fäumt Folge geleistet werden. Gegen Widerspenstige wird mit der Arretierung vorgogangen. Uebertretmrgen dieser Anordnungen werben gemäß den bestehenden Gesetzen und Verordnungen strenge bestraft. Eigentlich wäre es kürzer nnd einfacher gewesen, wenn man die Dinge, die erlaubt sind, orl-fgezählt hätte. W.'nn sich die Leute an all diese Bestimmungen halten werden, dann wird sich diese Nacht durch nichts auSzeichnen vor allen anderen Nächten. Außer, daß sie mehr kosten wird. Für das Jtntor&ffloHfibe Museum. Gründung des Vereins „Freunde des Raturhistorischru Museums in Wien". Vor einigen Tagen hat stch der Verein der „Freunde der» Naturhistorischrn Museums in Dien" konstituiert. Durch eine umsasserch« Propaganda sollen aus allen Schichten der Bevölkerrrng zahlreiche Mitglieder geworbrn werden, um das Museum baldigst durö^ Fördernng von Forschungsreisen, Ausgrabungen, Publikationen und Ankäufe» von Objekten unterstützen zu können. Das Naturh'storisS)« Museum, dieses größte, einzig b> stehende Forschungsinstitut» aus dem nicht nur jedermamr Belehrung, Nutzen und Freude, sondern auch zahlreiche Zweige der K u n st, .besonders Kunstgewerbe sowie das praktische Leben unendlich viel Anregung und Porteil ziehen, würde bald rückständig und veraltet sein, wenn eS keine ständigen Erneuerungen und Vermehrungen erführe. Dieser Gefahr zu begegnen, ist der vornehmliche Zweck de» unter dem Protektorate d's BundeSpräsidenten Dr. Michael Hainisch stehenden Vereines. Den ordentlichen Mitgliedern (Mindestbeitrag 10.000 St.) bi«t«t der Verein die Möglichkeit, da« Museum sechsmal im Jahr kostenlos zu bssuchen. Beitrittserklärungen und AuEnfte im Sekretariat. ‘ 1. Dez.. Burgrrng 7.

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