Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1744 (23.12.1923)
- Date
- 1923-12-23
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1744 Men. Sonntag Wiener MorgenzeUnng. Der österreichische G.esanidte m Dölgrad ha-yr nun beim jugostawiischen BrrkehrSminifterium ein?n freundschaftlichen Schritt unternommen, die Zahlung der. ausständigen Summen an die österreichischen FcvbMrn.zu erwirken. Die österreichischen Firmen hätten ihrerseits das VerkehrSministerium in Kenntnis gesetzt, daß die Waggons nicht abgeliefert würden, ehe nicht die Belgrader Regierung die erforderlichen Zahlungen geleistet ha>be. Die Blätter kritisieren das Vorgehen der Belgrader Regierung. welchegeeignet sei, den Kredit Jugoslawiens im, Ausland zu untergraben. Der Diener Geldmarkt. In den letzten Tagen ist Geld zu niedrigeren Sätzen, offeriert gewesen, allein e8 ist zu berücksichtigen, daß gestern einige Großbanken Reporttünidlgiinaen durckt^esührt hmlirn. Die Institute ziehen jene Betrage zurück, die sie der Börse nur deshalb in 'der vorigen Woche zur Verfügung gestellt hatten, weil damals befürchtet wurde. daß die Unregelmäßigkeiten in der Poftverbmdung infolge des Streiks Störungen rm Regortverkehr zur Folge gehabt haben können. Die besonderen Hilfsmaßnahmen werden vielleicht in der nächsten Woche rückgängig gemacht werden. Gestern ist der ZinSfatz noch ob ne Veränderung xMitzb?n. Eine Protestversammkuna der RatenhoMer gegen die Anschuldigungen der WirtschaitSPoli-ei. Die Detailkaufmannschaft auf Seite der Raten Händler. Genen die soaenannten Raterhändler wurden in letzter Zeit von der WirtschostLpolizei durch Pressepublikationen Anschuldigungen wucherischer Geschäf'.sgebarnng erhoben. Der Fachverein der Ratenhändler h'elt aeaen diese Anschuldignnnen Freitag abends im Saal „zur blauen Flatche" in der Neulerchenfelderstraße eine zahlreich besuchte Protestversammlung ab. Borstandsmitglid S u b a k nahm geoen diese Austtremingen der Wirstchaf'spolizei Stellung und erklärte, von Preistreiberei könne bei dm Ratenhändlern keine Rede sein, da keine Richtlinien herauS- 'aecieb-n, wurden. Redn r erklärt, die Wirtschaftspoli'ei habe kein Recht, wegen einiger außenstehender unlauterer Elemente einen ganzen Swnd zu derunalimip^en. Vizevräsident des Detaillistenverbandes Salzer bezeichnete es als eine tendenziöse unzutreffende Darstellung. wenn b-ha>'p'.xt wurde, daß ein Gegensatz zwischen Detaillisten und Ratenhänd'ern besteh". Redner nahm gegen das' Preistreibereigesetz und die Wirtschaf spolizei als ein überflüssiges Damoklesschwert S'tt'ttina, das stets über der Kanfmonnschaft schwebe. Nachdem auch noch Obmann Witrowslv zur Sache gesprochen hatte, wurde eine Entschließung ang"nommen. in der von der Leitung des Fachvereins Schritte zum Schutze der auf Kredit verkauftud'n Kaufleute verlangt werden. Ferner wuroe d-e amtliche Fkstsetzuna von Preisrichtlinien verlangt, die nach Anhörung von Fackexverten ermittelt werden. Bei der Polizeidirek'ion wäre vorstellig zu werden, daß gegen unlautere Elemente, die keinen Gewerbeschein besitzen, keine Stenern zahlen und die von den reellen Teilzahlungshändlern selbst bekämpft werden, ' ein^eschritten werde. Schließlich wären auch Schritte zu unternehmen, daß die Teilzahlunasbranche Gerichtssachverständige erhält und auch in der PreisprüfungssteNe mit Sitz und Stimnre vertreten ist. Ermäßigung der österreichischen Holzanssnhrabgal-e. Die Holzausfuhrabgabe wurde mit Wirksamk-it vom 1. Jänner 1924 auf d'e nachstehenden Sätze ermäßigt: Für je 600 Kilogramm Nadclschnittbolz, bezimmer'es Banholz, Eisenbahnschwellen und Brennholz, für ie b00 Kilogramm Lanbbolz (derartiges Rnnd- und Schnittholz) und für je 700 Kilogramm Navelrundholz be> trägt die Abgabe in Goldkronen: 1. Für Schnittholz. Lang- und Blochholz aus Nadelholz und Buche (2 Goldkronen, ansonst ioem Leubbntt 4 Goldkronen. 2. Für besimmertts Bauholz. Eisenbahnschwellen (mit Ausnahme von Exttahölze-n'), rohe TelearaPhenstangen und Maste. Schleif- und Grubeuh-ttz 1.50 Go'dkronen. 8. Für rube Bretttr aus Nadelholz bis 8.75 Meter Länae und einseitia gehobelte Bretter aus Nadel- % 1 Goldkrone. 4. Für Brennbolz: Scher'er 1 Goldkrone, k. Talaphen 63-4-s« Judenplatz Nr. 6 Telephon 6%t-36 Kulanteste Dwrchföhrung aller kankgesetzSstiieben Trans* | aktlonen sowie Verwaltung von Qeldern Im Kontokorrent- I Verkehr zu dem jeweils geltenden Reportzinsfuss. 87 Prügel-, Spreitzel- und Bundholz und Sägsspäne 0.60 Goldkronen. Der deutsche Zinssatz für wertbeständige Kredit«. Aus Berlin wird uns gemeldet: Die Reichsbank hat den Zinssatz für tvertzbeftändig« DiSkontzkrediie auf 10 Prozent, für wertbeständige Lombarddarlehen aus 1L Prozent für daS Jachr festgesetzt. Ermäßigung der Briesgebühr «ach Polen. Die Handelskammer gibt bekannt, daß die im Postübereinkommen mit Polen vereinbarte Ermäßigung der Briefgebühr in Oesterreich mit 16. Dezember l. I. in Kraft getrettn ist. Diese Gebühr beträgt für. einen gewöhnlichen Brief bis zum Gewichte Von 20 Gramm 24q0 K. und für Postkarten 1400 K. Gegen deutsche Bankgründunge« in Wie». Wie wir erfahren, wird die Wiener B-örsökammer in ihrer nächsten Sih>'"n,g sich mit der geplanten Sitzverlcgung deutscher Banksirmen nach Wien -beschäftigen und dürfte ein großer Teil der Kammer entschleiden dagegen Stellung nehmen. Ms Ursache der Mchnendm. Haltung der Komm-er wird/ der Umstand angeführt, daß die deutschen Behörden in ähnlichen Fällen den Österreich Wen Behörden regelmäßig nnüderw'.nd'bare Sckiwieri^eiten in dm Weg aelegt hoben, wobei die Berliner Mrsekammer mit den deutschen VerwÄtzuuaSbehörden immer eines Sinnes war. Gerade in der -letzten Zeit Hot sich ein solcher krosser Fall neuerlich ereignet. MS die Berliner Internationale HandelSb-'nk, 'n deren Verwckltunosr-a-t sich zwei Österreicher befinden, um das Den^trecht ersucht«, wurde ihr tzle-'eS Anftich-en glast mit der Be- "r>"lnl?-u.na.aboelcdnt, daß dies nicht bewill-ipt werdm wür>e. wenn nicht die '.wei Oollerreicher durch zwei deutsche R-ichsan-gedöri-a«' im Verwaltun-osrat ansgetanübt werden würdon, Die Wiener Boriekanrmer will ae>g?n e-ine solchi^dom Hendelsverkehr wiedevipre^'-end« Praxis energisch Geling nehmen und erforderlltzchenfays Gegenmaßnahmen ergreifen. Wiener Entschiede» freundliche Tendenz. Die Stimmung an der Wiener Börse war gestern, knapp vor Feiertagsbeginn, eine ausgesprochen feste. Schon bei Beginn zeigte sich Nachfrage auf vielen Gebieten, die die Kurse einer großen Anzahl von Papieren höher eröffnen ließ. Es wurde die Hoffnung auf die entschiedene Besserung der Tendenz zu Beginn des neuen Jahves teilweise voreskomptiert. Es wird allgemein die Zuwanderung fremden Kapitals neuerlich erwartet. . -In derl Kulisse wären drei Papitte Gegenständ besonderen - Interesses. In erster Reihe die Waagncr» Aktien, tvelche schon vorgestern einen Vorsprung gegenüber dem Vortage aufzntoeisen hatten und gestern neuerlich um 25.000 K. im Kurse stiegen. Es verlautet einerseits, daß hier Konterminedelkungen vorgenommen wurden, andererseits aber wurde der Erwartung Ausdruck verliehen, daß diesem Werke, welches über ausgedehnte ProduktionSstäten verfügt, bei Erneuerung der Bautätigkeit große Aufträge zufallen würden. Ueber die Ursache der Steigerung der galizischen Karpathen Cop y rieh & Lad;achnikofl-Verla?, Perlin. Nactidnili »rrbotrn* (39. Fouiktzung.) Stile! Moses. f Roman von Schalem Asch. Ma'cha schlug die Tür ihres Zimmers den Eltern vor der Nase zu. „Was >1 nun werden? Rosa, ich werde verrückt, ich werde nrch verrückt, ich. werde wahnsinnig!" Aaron sah plötzlich mit aller Teutzlichkert die Gefahr vor sich, wieder in das Grab der Armut zu sin len, aus dem er herausgost'.cgm war. Er sah sich wieder als Arbeiter und war verzweiscli. Doch wie es sttts der Fall war. wenn Aaren nicht aus ncch ein wußte, so ging auch diesmal Rosa daran, die Situation zu beherrschen: „Aar-'n, geh' fort, setze dich zum Tisch und esse. Der Onkel wird bald hier sein. . ." sprach sie in befehlendem Ton. Aaron gehorchte und setzte sich zum Tisch, die Hände ringend: „Was soll nun werden, was nun?" „W auf. Aaron, der Onkel wird sofort hier sei«, darf von nichts wissen, er Vars nichts werken." ■ Aaron sah ein. daß seine Frau recht hatte, er dämmte feine Verzweiflungkausbrüche ein und bemühte sich, ruhig beim Tisch zu sitzen. „Was ist denn geschehen? Gar nichts. Sie ist mit dein Burschen nach Eoney Island gefahren, und das ist ihr ein bißchen in den Kopf gestiegen. Wenn sie sich ausgeschsascn r-aben wird, wird sie wieder nüchtern sein." Aaron sah ein, daß seine Frau abermals recht hatte» und wurde gantz ruhig. Als der Onkel kam. traf er daS Ehepaar Melnik gcmüt ich bei Tisch sitzen und esien. „Wo ist Mascha?" fragte der Onkel noch in der Tür. Noch che er „Good Evening" sagt«, hatte er bereits gemevkt. daß Mascha nicht bei Tische saß. „Halioh. Moses!" (Seit der Onkel Maschas Bräutigam war, titulierte ihn Rosa nicht mehr mit „Onkel", sondern nannte ihn bloß ,sM.oscS7, da es ihr schien» dvS Passe besser für einen Mann vor der Heirat.) „Halloh, Moses!" rief Rosa, „Mascha hat Kopsschiaeouit und hat sich deshalb ein wenig in threin '';v Che noch der 83. Dezember 1923 Seite 11 ist an anderer Stelle Erwähnung getan. Hier sei nur beme^, daß ihre Steigerung im gestrigen Verkehr 80.000 K. betrug, und daß dieselben nachbörslich noch höher gehandelt wurden. Auch in Alpine zeigte sich ein regeres Geschäft. Hier begann sich wieder die Spekulation intensiver zu betätigen. Es wurde aber auch der Ansicht Ansdruck verliehen, daß dieses Papier bei der jetzigen Marktlage einen relativ niedrigen Kurs aufznweisen babe. Die Besserung der Alpinen betrug 16.000 K. Von den Bankenwerten erholten sich: Bankverein um 8000 K und Depositenbank -um 1000 K., während Länderbank um 8000 K. und Nnionbank um 8000 K. niedriger waren. Von den Industriewerten waren Staatsbahn um 7000 St., Felten um 11.000 K.» Krupp um 18.000 K., Poldi um 29.000 K. höher. Gummi Semperit profitierten 9000 K. Im Schranken war die Stimmung in den meinen Gebieten ebenfalls fest. Besonders begehrt waren neuerlich Baunnd Braupapiere. Sa stiegen Nied.-Oest. Bau um 6000 K., Portland um 60.000 K, Unionbau um 5000 K., Vaterländische Bau um 8000 K. Hingegen büßten Wienerberger 180000 K. ein. Von den Brauereiwerten waren Lemberger Brau mn 14.0Oo K., Nußdarfer um 20.000 K., Pilsener um 250000 K., Sarafevoer um 90.000 K. und Schindler um 40.000 K. höher. Von den Petroleumwerten verloren Apollo 20.000 K., dagegen erhöhten sich Fanto um 150.000 K.» Naphtha um 50000 K., Schodniea um lOOoO K. und Wien-Floridsdorser um 10 000 K. Von den Holzwerteu waren Vaterländische Holzprodnktion um 15.000 K. höher. Von den MasHinenwerten erholten sich Rochau« Neudeck um 19.000 K., Tanek um 20.000 K. Hingegen waren Prager Eisen um 2o000 K. niedriger. Ans dem Anlagemarkte waren tschechische Eisenbahnobligationen mehr begehrt. Von den Exoten notierten: Esseff 83.000 K., Erdöl 45000 bis 48.500 K., Jriag 805000 bis 319.500 K, Mraznica 190.000 bis 201.000 K., Schubert n. Co. 16060 K.. Tepege 77.000 bis 80 000 K., Universale 73.000 bis 78.000 K. «nb Wiener Waffen 20.000 K. Re WmmmSrkte. Roheisen. Ter britische Robelkeumarkt blieb fest, da ambedeutende Abschlüsse sowobl in Gießereials auch in Hämatit-Robellen mit inländischen Verbrauchern getätigt wurden. Für Hämatit-Roheisen lMiddleSbrougb) verlangen die Fabrikanten 1 bi? 2 Schillina pro Tonne mebr. wie in der letzten Woche und haben für Dr-ember« Lieferung nur noch wenig Material verfügbar. Einiae Anfraaen trafen and den Vereinigten Staaten ein. doch dürften diele mebr für OrientierunaSzwecke ausgegeben worden sein, als daß wirkliche Kauft beabsichtigt wären. Baumwolle. Zn Alexandrien herrschte für ä g v v t i s ch e Baumwolle schwankende Stimmung, da Liquidierungen spekulativer Engagement- sowie Abgaben des Handels die Notierung für den Monat Jänner von 47.30 auf 47.25 Tollen» zurückweichen ließen. Die feste Tendenz de» amerikanischen Markte» jedoch und besonder» die außergewöhnliche Festigkeit de» Livervooker Markte» für aonptische Baumwolle bewirkten einen entschiedeuen Umschwung, so daß Preist sprungweise stiegen, um »u 50.35 TalleriS zu schließen, also mit einem Gewinn von 3 Talleri» gegenüber der Vorwoche. Angesicht» der gewaltigen Ausfuhren der letzten Woche, der immer beuunchigender lautenden Berichte über die amerikanische Ernte «nd der äußerst aünstigeu Berichte aus den Spinner« di strikten, wo vorzugsweise ägvvtische Baumwolle verivounen wird, ist man »u der Annahme gekommen, daß die fetzigen Preise sich hebauvten, wenn nickt rock weiter steigen werden. Obwohl die Tendenz in der letzten Woche ein wenig abaeschwächt ist, blieb der Mgrkt doch sebr lebhaft und beliefen sich die Totalumiätze auf 81.500 Ballen. Die Rachstoge in der verflosienen Woche er» - » n IJI.j II M" ■ I ' m Onkel Zeit gefunden hatte, sich nisderzufttzen, ries sie ins nächste Z'mmcr hinein: „Mascha. Mascha, schau' n-ur, wer hier ist!" „Wo ist st? gewesen, daß ihr der Kopf weh lut?" fragte der Orrkel. 2laron wurde blaß vor Schreck, und wie stets, wenn etwas nicht glatt ging, stammelte er verlegen^ Rosa aber ließ sich nicht aus der Fassung bringen: " „Sie war in Coneh Island baden, es ist ja so heiß; sie ist schlecht gelaunt nach Hause gekommen. Moses" Rr-sa. gab dem Onkel einen Wink mit den Augen, ,^cr könnte versuchen, sie zu rufen; wenn sie auch niemandem gehorcht. aber chm . . ." kokett winkte ihm Rofa zu, Aarons würde noch bleicher. Er hatte Angst vor dem, was kommen würde. Rosa beruhigte ihn mit einem Wink. Ter Onkel blieb gleichgültig beim Tisch sitzen und sprach HM zu sich: „Wenn sie böse ftin will, so soll si« böse sein!" dann nahm er eine dicke Zigarre aus einem goldenen Etui, warf eine zweite Aaron zu. biß seine Zigarre ab, spuckte aus, kaute an ihr und fragte Aaron: „Me meinst du. der neue Administrator, dep ich für die Häuser in Dcwn-Town angestellt habe, w'e heißt er doch, na. Jidvel der Restaurateur, wird der all right sein?" „Ich weiß nicht, wozu der Onkel neue Leute braucht. Auf fremde Leute kann man sich doch niemals recht verlassen." antwortete Aaron, schon ziemlich gefaßt. „Auf fremde Leute kann man sich nie recht verlassen, ja, Aaron " wiederholte per' Onkel gleichgültig, erhob sich, trat zum-Spiegel und besah sich darin. Nach seiner Gewohnheit,, die er nicht loswerden konnte,«spuckte er in die Hände," glättete fein graumelierte- Haar, weiches beim Nacken sehr dicht wuchs und an den Wurzeln noch schwarz war. „Lie-ber Moses, tu' mir daS Vergnügen, und ko«ste meine M'rlchkrapftn; ich habe sie speziell für dich gemacht" warf R-osa ein; seit Mo ses Maschas Bräutigam -war. ging. Rosa sehr vertraulich mtt ihm um und duzte ihn. was ihr Mann' Aaron unter keinen Umständen über sich gebracht hätte. Ter Oh>H antwortete pichts; er ging zur Tür von MschaS.'Zimm-er/klbPste an und rief in beschlendemi Ton: ,He, Child, komm', das Auto wartet!" Aaron wurde wieder kreidebleich. Doch Rosa ^ruhigte ihn mit einem Seitenblick. Des Onkels Stimme schien Mascha unterwürfig gemacht zu haben. Die Dur öffnete sich und bleich trat Mascha ins Zimmer. Sie ging langsam, trat auf den OnSel zu und blieb stehen. Ter Onkei hob mit seinen kurzen, dicken Fingern chren Kopf empor und betrachtete sie: „Math iS the matter wich yort, Mascha?" Mascha heftete plötzlich ihren Blick auf dem Onkel. Ihre Augen waren größer als sonst und große Tränen füllten sie. Sie sa-h dem Onkel fest ins Gericht und sprach: „Muß ich denn heiraten? Ich kann nicht, ich kann "nicht!" dicke Tränen perlten über Maschas Wangen. Bleich und wortlos stand der Onkel da. „Mascha, mein Kind, was tust du?" „Mascha, Mascha!" begannen Vater und Mutter za schreien. „Laßt sie in Ruhe!" herrschte der Onkel beide mit einem harten, verächtlichen Blick an. „Allright, kid. geh' schlafen!" sprach er zu Mascha und ging, ohne die fassungslosen Eitern eines Blickes zu würdigen. 12. Vom Teufel geholt. Der Onkel kam spät in sein Geschäft. Cr war sch? ernst und setzte sich an seinen Schreibtisch, um die Aufträge durchgusehen. Sein Personal erschrack vor seinem bösen Blick und seinem Wveren At<m. Unaufhörlich brachte er seine Leute in Erregung und war noch mißtrauischer als sonst. Sein „Adsutant" Sam wich nicht von seiner Seite. Wenn dem Onkel etwas nicht recht war, machte er Sam Vorwürfe. Tabei richtete er seine Worte an ihn, feinen Blick jedoch auf dem. dem die Bovwürft galten; daS genügte, damit der Missetäter sich wünschte, in die Erde zu versinken. Onkel Moses ging zu den Schneidern im Ersten- Stockwerk. ES war die Zeit der toten Saison und der Onkel ließ auf Lager. arbeiten, damit die Landsleute Arbeit halten. Wie stets, wenn der 'Onkel auf Lager arbeiten ließ, ging er auch diesmal jibelgclaunt umher, und alle hatten Furcht vor ihm. Seit der Onkel jedoch Bräutigam geworden war, war. er lästiger geworden und wahrend der heißen Tage nicht in die- Werkstätte gekommen: daher wirkte fein Eintritt jetzt un-evwartet. Gortletzuns folsU