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Wiener Morgenzeitung · 1923-12-16 · Heft 1737 (16.12.1923) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1737 (16.12.1923)
Date
1923-12-16
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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9h. 1737 Wien, Sonntag Die Palästina-Reise -er Hakoah. In der «am Freitag ftattgcfuHbcncn Spielerversammlung tmitbc die Palästina-Reise besprochen, Folgende Spieler werden die ftaftrt rttitmMicn: Duidip, Scheuer. Mw. Grünfeld, Trümmer. Pollak, Gntlmann. Ing. Slnzlky. Mollnar, Katz, Grünwald, Heß, Schwarz, Neufeliö. Häusler. Auch Fried wird Reiseteilnehmer sein, falls er vechtzeitig von den Cricketern freigegeben wird. Schließlich fährt noch ein Spieler der Reservemannschaft. der von ihr selbst zu bestimmen ist, mit. Die Reiseleitung haben die Herren Dr. Körner, Földes und Fleischer inne. Es zvs-en die Burschen . . . ES zogen sechs Burschen zu einem Verein, Es waren lauter .Kanonen": AlS „Slmateure", so kehrten sie cm, Man wird's uns. 'dachten sie. lohnon! Sie kamen just zur rechten Zent, Und daß ja keiner weiter wand're, Stand dampfend oft das Nachtmahl bereit Und sonst noch Manches andere". Ein jeder Bursche, der schien ein ,/Star". Man fühlt sich aus hoher Warte. Doch wurden zuletzt die Moneten rar, Man spielte M hoch die Karte. Vertrocknet ist der Gulofchsaft, Man har sie zielen geheißen. Wenn ihr, Burschen, am Ende eurer Kraft, Dann wird man hinaus euch schmeißen. . Ali. Der Streit zwischen Sparta und Slavia. Wir ha'ben kürzlich über den Abbruch der freunbschafttichen Besichnngen zwischen der Slckvia und Sparta kurz berichtet. Das Kluborgan d.'r Sparta bezeichnet als die eigentlichen Beweggründe der Slavia: die Gc-winnnng Metiehas für bi«' bevovstehende Spanienreisx der Sparta, Annäherung der Slavia an die C. S. O. (Oberste tschechische Sportgemeinde) und die Amateur-Union (den neuen tschechischen Fußballvcrbcmd) mir Rücksicht aus die bevorstehende Olympiade 1#M, eine Palastrvvoluiion in der Slavia u. dgl. mehr. Die „Lohemia" schreibt dazu: Weit davon entfern!. uns in den Streit der beiden isch-echst schon Vereine einznmischen, wollen wir immer feststellen, daß «5 uns nicht weiter interessiert, wie das Ausland über den tschechischen Fußballsport denkt. Eines aber ist gstviß, die neueste Wendung in der bekannten Pteticha-Affäre ha: ihn überall noch um den lebten Nest des etwa vorhandenen Ansehens gebracht. Ob unter solchen B.rh'iltnisstn die anderen Fußballer der anderen Stationen, die aus wirklicher Anratenr. rnndlage stehen, ferner (tust haben werden, mit einem Lande, as jetzt mit Haut und Haaren einem ganz offen betriebenen Brofefsionalismus verschrieben ist, bei einer Olympiade ihre Kräfte zu messen, ist mehr als zweiselhas:. Daran wird auch di« eventuelle Absicht dcr Slavia, die fetzt angeblich mit dem tschechischen Amatenrvcrband kokettiert, nichts andern, 'denn es ist ia ein offenes Geheimnis, daß di« Slavia-Spielrr zumindest' di« gleichen „Amateure". sind wie die der Sparta usw. Der beste Witz des Jahrhunderts wäv? es wohl, we-nn die Slcrvia als Vertreter das tschechischen Amateurverbaudes von der C. S. O. für di« Pariser Olympiadc vorgeschl'agen würde. Unsere Ansicht ist nach wie vor die, daß ein-Mohr über di« Nacht nicht weiß gewaschen werden kann. Bei all btcfcit Fragen, die sich mn der -Vertretung. des Fußballsportes in der TschechoElownte'i befassen, vermissen wir di« Stellnnanalyneder übr'igcu '.Ha« tionalverbando. da es doch bekanntlich außer dem tschechischen FußbaNverbande auch einen deutschen. jüdischen und ungarisrlwn. gibt. Diese aber schweigen 'beharrlich.^ Eine offene Ertläruug Leopoldl-Wlesenthal OLYMPIA PRUNK'SOJUL IRothgussa 5 — Tp!, 62-j.äO_ Sonntagtlfln 16. Dezember 1112.”, B Uhf aht-odis Grosse Fussballer-Akademie (Wft Ten») nolor persflnticbei f.eit'iag de« populären Zent&rhnlf SELA GUTTMANN, HAKOAH Ke treten an - Duett Brüder Hopps, Rudolf Kumpa, Slgi Hofer, Fred Williams, Schattenspiele, Conference Friedrich Deutsch. 101 Kintritt K iO.OOOim Vorvtrkau*. KaTtun sind«, cl.K&ipad. Gute ArlouerhMn- __ ^nev MorFenzeltung. der nichttfchechische'n Nationalverbände würde vielte ichegg: beitragen, daß die Fremde die Bechältniss« im ischechischen Fußballfporte verstellen lernt. Der Stand der Budapester Meisterschaft nach den Spielen von: 2. Dezember ist folgender: M. T. K. 22 Punkte, U. T. E. LV Punkte, F. T. C., B. T. C se 18 Punkte Dör-eSveS, Basas, 83er je 12 Piiirtt«, U. T. S. E. Vivo je 16 Punkte, 8. B-ostr! 9 Punkte, Zuglo 7 Punkte, Kisyest 6 Punkte. In Belgrad wurde ctm Sonntag Gradsanski au§ Agram vom S. C. Iugoslavia mit' 4:6 Toren geschlagen. MoravSka Skavia in der Türkei. Das erste Match gegen Galatea Serail endete 2:2. Im zweiten Treffen fpi-olten die Brunner gegen Ailtoun Ovdon 9:9. Ue-Ver Plattkos Heimkehr kursieren m Budapest Gerüchte. M. T. K. soll anläßlich seiner Spanienreist den Versuch machen, mit Pla-titw heimzukchren. Scheuer ist bereits hergeftelt, doch wirtz ihn die Hakoah erst im komnncn-dcn Fr-üh-Mr antreten lasst-n. ES ist auch zu hoffen, daß Holpern fein« wertvolle Kraft rm Frühjahr wieder dem jüdischen Verein zur Verfügung stell'en wird. Fischer, der sich mit der Absicht tvug. -der Hakoah beizutreten, erhielt von der Vienna kein« Freigabe. weshalb er wieder bei den DWingern sich sporlll'ich betätigen wird. Meisterschaftsspiele der Reserven. Wacken gegen Rapid (10 Uhr, Wacker-Platz; Heller). Mnateure gegen ZDrniva (12 Uhr, Amatenr-Platz; Pick). Hertha gegen Hstmark (cky Uhr, Hertha- Play; M. Braun). Das Entscheidunstsspiel um den Juniorsnenp ragen heuic um hallb 10 Uhr di« I'nngmannschasten vor: I. C. und J-edlers-dorif aus dem Nag-Platz aus. Schie-dsvichter Werner. Zum Wettspiel Hakoah—Amateure. Die Besucher dieses Wettspieles werden gebeten, sich di« Kart«u im Vorverkauf zu besorgen, da nur m-chr eine vcischränkt« Anzahl von Sitzplätzen vorhanden ist. Di« Mitglieder des Wiener Amateur-'Sporivereirres rrnd des SportAubs HÄoah weiden ausinerkjam gemacht, daß zu diesem Wetts-pieil keine Psl-icht!Lart«n ausgegelbrn werden. Den Funktron-ären des Fuhballverbanldes wird zur Kenntnis gebracht, daß ihre Michtkarten im Se'kretaria-t des Fußballvevbandes zu behoben sind. Der Länderkampf Spanien—Tschecho-Slowakes kommt wahrscheinlich nicht zur Austragung, M bi« DeMdde sich mit dom Termin nicht billigen konnten. Tschechische Fußballer in Amerika. Burger (früher Slavia). Pavliook (Cechie Karlin) und Hlavatp Waldno) spielten bereits bei Sparta Union in Chicago und haben sich beim Wettspiel Sparta. Union gegen Ulster United 3:2 besonders ausgezeichnet. Die Leipziger Eintracht fährt am 2S. Jänner nach Spanien, uim dort anfangs Jvbru-ar in Valencia, Murcia und Madrid je ztvei Spiele zu spielen. M. T. K. (Budapest) spielt am 38. b. in Zürich, -.im 25. und 26. d. in Strcißbnrg, zrr Neujahr in San Sebastian und am 5. und 6. Jänner in Barcelona gegen F. C. Barclona. Der Sportklub Ari ha: eine ÄLiitelschülerinannschast gegründet. Jüdische Mittelschüler werden zwecks Kompbcktiernng zweier Mannschaften aufgenommen. Anmeldung^ jeden Donnerstag .zwifchm 7 und 9 Uhr abends ibei Herrn Pais 2 im Klubtotal. Wiener Bürgercafe, 2. Bez., Praterstraße 11. Die neue Anschrift der Hakoah (Graz) ist S. Weiß, Graz, Stnbenberggasse 4. Otto Lichtenstern ist zrc Hagwor ^>i>ückgekbrt. Außerdem Haben sich riech Egon Spira und Edi Gold der Haaibvr angcmeldet, und waren bereits im Spiele g.'gen Hochstädt mit Erfolg tätig. Sparta fährt nach Südamerika. Sparta wird >n der Zeit vom 2. Februar bis 10. März zehn MeUsprÄle in Südamerika austragen urrd cchäl: dafür «'in* Ge sann eMchäd-iau ng von 100.009 Pssos. gleich ungefähr 1M).o00 tschech. K. Dastir muß sie all« Reis«' und AusenthaltSkosterl se-Übst tragen. Die Rückkehr nach Prag dürfte Mitte April 1924 erfolgen. 25.000 Pesos werden vor der Abrede ange.za'hlt. die reüttchen 75.000 werden bei oirtenu Bankhaus in Buenos Aires hinterlegt. Nach jedem WettsplÄ bekommt die Sparta 7500 Pesos bezahlt. Di« Sparta spielt in Barcelona, Valencia, Madrid, Lissabon, Buenos Aires, Cordoba. Tneuman. Uru-guay, Montevideo. Rio de Janeiro. Bevaustalter der Südameri-kaiour ist der Argentinische Fußballverband. Abfahr; der Sparta 19. d. \wh den Spielern: Hochman, Kopriva, Hojer, Steiner, Perner. Kuckr. Kolenatv, Ccrveny, Stevan. Sedl-acek. Hafnh. Bulla, Dooracek, Simonek, Bo'hata, Ku izek. l-opr/issk». Nachdruck txrbot«?. U Ladyschnlkoff-Verla^, Hurlis. CH. FrrrletznnxN 1 SM Stofes. Nouwn von Schalom Asch. Mascha Nickte Eharlie schweigend on. Sie horte rhit Hern sprechen. Charlie kouulc nicht ruhig sprechen, «r sprach Ms mit Begeisterung, mit sprühenden Augen und lebhaften (Soften —- er schien von feinem Vater, dem frommen Chassid, die religiöse Begeisterung geerbt zu. haben und da «r sie nicht anders enÄaden konnte, so tränkte e.r mit ihr fein« Ueberzeugnng. Diese, vom frommen Vater ererbte, ihm angeboren«? Begeisterung und Inbrunst hatte sogar frie amerikanische Normal schule bei Charlie nicht unterdrücken könnet:. „Sieh' dich um, Mascha/' Charlie, sprang vor Freude auf, „sieh' tmr, wie weit, wi« nncudlich weit sich di-e Menge hingroht, tansei-'de und hnnverttausclÄe, sich' nur, — alle sind glücklich, all« sreneir sich — ich liebe ibie dNdsse; wenn ich mitten in einem solchen Meer vor: Menschen bin, da ist mir, als tväre ich zu allem, zu Lien größten Taten fähig. Es gibt Demokraten, ja sogar Sozialistetl, welche die große Merdge nicht lieben. Die Masse ist ihnen zu roh, zu unkultiviert und beleidigt ihr ästhetisches Gcfühl. Ich habe oft von tneinen Katnevadvn redett höretl können, daß sie sich m der Menge einsam fühlen. Die Narren, — sie begreifennicht di« Idee der Metlge; sie glauben, di« Menge sei eine Stimme vieler einzelner, roher, ungeschlachter Einzelner. Sie loissett rt-icht, daß die Menge cht Körper, eine Seel«, ein Geschöpf.für sich mit eigener Jn'divibualität ist. Wenn ich unter einer Menige bin, so habe ich das Gefühl, als befände ich mich m der Unendlichkeit, in dem GcheimniS unserer Existenz, welches man als einzelner nicht erfasscit und erfühlen kann. Weißt du, Mascha, was di« Masse ist? Die Masse, das ist das groß« ewige Lebeit, welches vor uns war und riach uns sein wird. Wir werden sterbern, jeder ein.',e!>ue u.'ir- «sterben, doch di« Masse 'ivird leden, sic ha! ewig gelebte In allen Gene-' raüünen, in allen Formen. Ich glattbe: Gott hat nicht zuerst den einzelnet: geschaffen, fonberjt die Menge: we>m ich mit einer solchen Menge vor'. Atenscherr zusarmnerr birr, da bin ich überzeugt, da habe ich die Empfindung, daß ich mich aufgelöst Hab«, Vas; ich ein Teil der großen Gllngfett bin." Mascha schwieg -rend blickte Charlie fremd und verwundert an. Vieles in seinerr Worten verstand sie tticht, sie chttte nie jetnanden so sprechen gchört. Doch iwch mehr als seine Wort« erschien ihr Charlie selbst fremd. In dem Jahr, da sic mit dem OitM verlobt war und Charlie nicht wiedergesehen hatte, da tvar er nicht wiederzuerlkennen. Charlie hatte in Gesellschaft von Mädchen immer verlegen geschwiegen. Die Mädchen hattet: über ihn gespottet; tbenn er ihnen antwortete, so pariert« er ungeschickt und seine Spasse zündeten nicht — was tvar ans Charlie geworden? Wo war er doch in dieser Zeit gewesen? Was hatte er getan? Mascha begann vor Charlie verlegen zu rveri^tt, da sie nicht so sprechen kannte, wie er; imd zugleich zog in sie ein gewisstr Stolz auf ihn ein, sie hatte ihn gern, «weil er so sprach. Charlie kümmerte sich nicht dämm, ob Dkascha ihn veristand »der nicht. Er sprach mehr für sich als für sie. Uebrigens tvar er überzeugt, all« Menschen dächten so wie er und befaßten sich mit deit gleichen PrM^meru Charlie gehörte zu jener Heranwachsenden amerikanischen Jugend, deren Glauben an den Idealismus noch so jung und frisch ist, daß der Tan des Wachstums an ihnr git spüren ist. Wie alles in Amerika mit der'Energie einer jungen, reifenden Fmcht gefüllt ist, so ist auch der amerikanische Idealismus, wo' er zutage tritt, jung und de§ Glaubens voll, noch nicht befleckt von Steptigismus und Zweifel, Er weiß nichts vom Suchen und von mystisch verborgenen Ursachen. Der ganze Joealisnmö ist aus praktische Dinge und auf Bcquemlichfeit gerichtet und wird von dem energifch-optimistischen, lebensvollen Strom cims jungen Volksstauimes getviebbn. s Derselbe' «lwrgksche Strom jngeMich sprossender Kraft, 1k!. Dezember 1923 Seite 18 Kreis Oesterreich der Jüdische« Turn- und Sportvereins. Vwrqen um haW 8 Uhr abends finden -hx Hakoah-MuHhsdm, 1. Be«.. Wteßingerst'roße 11, «ine äußerst wichiia« gemeinsam« Kwisleittmigs- und Svartver>banld8sttz-una statt. ES iverden fo-lgend« Herren «inMüidcn: Direkter Gustav Sviaaiter. Paul sYSldes. Dr. Willheim, Wol'fensoisM. Emst Weiß. Läufer, Dorczyner, Tysser, Hoveüvitz und FvaM. Ringe«. Der Lärrderringkampf Oefterrerch—Ungarn^ Ter zweit« Länderringtampf O-csterreich—«Ungarn brachte den Ungarn einen Sieg m BechältniS 7:8. Dir einzeilnen Kämpf« brachten folgendes Resultat: Bantamgewicht: Herschmonn ^Defterreich)- Magyar (Ungarn). Eintöniger Kampf, welcher nach 3» Mirniten, wckb-er Hevschmann rn ständiger Dchrntswe sich befand, nir«nti>chieden endet«. Federgewicht: Mezulian (Oesterreich)—E. Neme tih (Ungarn). Der Ungar siegt nach 26 Mmuien mit Hammerlock <und Eindrücken der Brücke. Leichtgewicht: Sesta (Oesterreich)—M a t n r a i (Ungarn). Noch acht Minuten langer andauernder UebeÄ-egen» heit des Ungarn gelinge cs Seite, mit einem blitzschnellen Armfallgrisf Maturai auf beide Schultern zu legen. ' Rchultat der drei Kämpfe: 8:3. Mittelgewicht A: Stockbauer (Oesterreich)— E. S z a l a h (Ungarn). Nach uninterestantem StaMsmpf vermag Szotlay mit ein am wuniderschön vurchgchühvten „snppletz" Stockbaner zu besiegen. Mit t claew icht B: Percles (Oesterreich, Hcnkoah) —Domeny (Ungarn). Nach 16 Minuten, wttbei PerÄes deutlich überleg«n war (er hat Domenh schon veim Messechampionat besiegt), fällt der Ungar auf die in umn-ittsübarer Nähe der Matt« sichenden ScsfÄ und verletzt sich erheblich. Da Domenh, wie die Regeln vorschreibcn, nach fünf Minuten Paus« nicht imstande ist. weiterzuringen, wird Pereles als Sieger erklärt. Die Ungarn verlangen di« AnnnNiernnig dieser GÄvichtsLlaffe und protestieren gegen di« En-ischeii^ung. Schwergewicht: Kantovsiky (Österreich)— Bado (Ungarn). Nach fünf Minuten Stendkampf siegt Bado mit «ine-m finnischen Hiiftschwuna. Erdresultat 7:5 für Ungarn. Die Beranstailtung selbst vereiaf unter sortwähre-ndem Lävm und Protestrufen des nicht zahlreichen aber stimnckrlWgen PMikums, woraus tvir noch zuruckkomumn Boxe«. Die Juniorenkonlurrenz. Heut« findet tnu halb 6 Uhr in der Halle des Wiener Sportklubs, 17. Beg., Rötzergasie 6. die Schlußrunde i:n IunwrenwetÄcwevb frait. Im •SonteKu* Mvicht hat der Hakoahncr Siharnrrnß die be-steit Aufsichten den Meistertitel zu nri-ngdn. Im WÄtergewicht bat der Hateobner Aelniter Ptotzchaneeu. TouMtt. Der Wiener Eislaufverein trügt heute um J Uhr aus «ige-* wem Platz« sein erstes internationales Spiel gegen den Trvp» paner Eislaufverein aus. I. A. C. (Touristensektion). Weihnachtstour: Dom 2A bis 26. d. Rottenmann lauern. Führer: Herr PlautuZ. Treffpunkt: Samstag den 22. d., 10 Uhr abends, zur 2tbfahrt nach Rottenmann über Selzial. Vorherige Anmeldung iur Klubcafe Baldia'hof, 16. Bez., Ottakringerstraße 102, bis Mittwoch den 10. d. schriftlich oder mündlich unbedingt erforderlich. Gäste willkommen. kür Usrrsn und Damen Gut, Wien, VI., Gumpendorferstrasse 15 Spezialist in welcher -die Wolkenkratzer erbaut und movlienlange Brücken über Ströme miti Täler wirst, er treibt auch die Denkkraft Aurerllas z-tt «irtem praktischen und nützlichen Idealist rn-us . . . Charlie gehörte einem engen Kreise jüdischer Smdentenßugend an, welche nicht um der Karriere willen sttldrertc, soitdern von diesem jungen amerikanischen Iöea- Lis-mus erfüllt war. Der Optimismus, welcher im Blute ihres alten Stammes steckte, trieb unbewußt in ihnen den praktischen Idealismus hervor. Ihr Godankeng-ang bewegte sich nicht über die Greritzen des gegenwärtigen, weltlichen Lebens hinaus Md verirrte sich nicht in ander«. Welten, sondern suchte eine praktische Llut-tvort auf alle PrM-emc innerhalb der GrenKeir des gegenwärtigen Leberts. Charlie war auch mit einer Gruppe rusiischgüdischer Irrtellig-enizler bekamt: geworden, welche sich in de.r Arbeiter« Lewegung betätigten. Durch sie hatte er von der Avbeiterbowegung in Rußland gehört, von der Rebobution. vorn russischen Idealismus, von Sibirien, vom- Gefängnis. Rußland, die Revolution, sie tvarerr für ihn eine zauberische Legende, ein Heiligtum, eit; .heiliges Land und die Wssifch-jüdische IntelligM 4var für ihn etwas Heiliges. Er war stolz darauf, daß er aus Rußland stemmte, auö dem Lan-de der Revolution und des Idealismus, daß er dorr geboren worden war. Und mit seiner ganFen unschuldigen IugeEvaft lvars er sich der Beiveguna hier in Amerika in die Arme. Da er sich des T^^ens der jüdischen Emigranten erinnerte und e8 mitfühlte, erweckte «s in ihm Protest, seinen Protest, den Protest eüdeS gesunden, in der Weichberechtlgung erzogenen simgen Menschen gegen das L-eden der Erniedrigung, itve.lches sein« Eltern geführt hatten. Vielleicht war auch seines B^rters religiöse Frömnrigteit daran schuld, daß Charlie nicht wie tausende seinesgleichen eine Berbesierung seiner eigenen persönlichen Lage suchte, sondern seine ganze Energie, feinen Glauben und seine Hoffnungen der Partei schenkte, welche nach seiner Ueberzeingung die Lage aller Manschen bester« tt nt,* c rle i chte nt würde. (FuttteMlg folgt.»

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