Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1728 (6.12.1923)
- Date
- 1923-12-06
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Serk 4 Nr. 1728 Wien, Dvmrrrstag_ gPtcncr MorgenzettunU. Ae Pfund Aerling-Aabril in Pretzbaum. Die BarcknoterMIchevwervstirtte, di« gestern früh in LulLncrbach-Preßbanm von der GendarmeÄe ansyehoben wurde, ist wohl rin« drr größten Unter» nehmnngen dieser Art gewest, die di« KrinnnaLgelschichte tonnt. Es Sann kaum einem Zweifel Mterliegen, daß die englischen Pfundnoten, die täuschend ähnlich ansgeführt waren, ihren Weg gang unbeanistän-ei durch all« Länder genommen hätten, so daß ein rissiger Scheiden entstanden wäre. Die verhüteten vier Personen wurden nach Wien gebracht. Sie nennen sich Dr. Joses Nassier, Gmanuel Herzog. Rndoilf Fischer und Anna Fischer. Me die Bande ausgrhoben wurde. Ueder die Entdeckung der Fälscherwerfftatt evfchren wir «ch folgende interessante Einzelheiten: Es war dem Gendarmeriepofte»: in Preßbaum ausgefallen, daß di« Leut«, die in der Villa gewohnt hatten, offenbar bedenkliche Geschäfte machten. Es wurde eine Neberwachnng des Harvses durchgvführt und vorgestern früh schritten die Gendarmerieihecmtten ein. Tine starte Gendarmeriepatrouille umstellte, die Billa, und ein GendarmerieoberDeamter, der in Zivil Meidet war, läutete bei der Wohnung an. Es wurde nach längerer Zeit geöffnet, und zwar durch eine Frau, welche, wie später fesrgestrtlt wurde, die aus Kiew stammende Anna Fischer gewesen ist. Auf die Frage, wo die Mieter der Wohnung seien, erwiderte Anna Fischer, diese befänden sich noch im Bette. Tie wollte rasch di« Wohnungstür schließen, inzwischen war jedoch Rayonöinspektor s)ost-'2ntt hinzugetreten und verhinderte das Verschließen der Tür. Die Gendannerieorgane brgcchen sich nun in» Ziurmer -und nahmen hier vor allem ein verschnürtes Paket an sich, daß die Frau in den Ofen zu werfen versucht hatte. Man war, tote man sich überzeugt hatte, gurrst in das Laboratorium der Fälscher cingedruugen. Hier ^fanden sich einige große Holdsten mir allen möglichen Behelfen für die Herstellung von Banknoten. Eine große Tiegeldruckpresse joaoie eine WÄKresse, mit welcher auch Wasserdruckzeichen hergestellt werden können, weiter große Mengen von Chemikalien, Farben und Klischees, darunter solche zur Fälschung schtveizerischer Diplomatenpässe. Auch mrfchiedene Schri-ftlsätze (Lettern) waren vorhanden. Die geheimnisvollen Fremden. Bezüglich der Identität der vier verhafteten Pechorren ist noch nicht festgestellt, od die von ihnen angegebenen Namen und Nationale richtig sind. Bei Dr. Nassier fand man einen an* scheinend echten Reisepaß, von einer Schweizer Behörde aus* gestellt, welche damals die türkischen Interessen Vertreter: hat, da Nassier nicht, wie er zuerst angegeben hat, französischer Staatsbürger ist, sondern in Zha le in Syrien geboren ist. Er will an der Universität in Man in Syrien studiert und dort auch das Doktorat erlangt haben. Der angebliche Dr. Nassier erzählte unter anderem, baß sich in Liban zwei Unwersiräten befinden sollen, eine amerikanische und eine aEsche. Bon ihm dürfte der Plan zu den Fälschungen ausgegangen sein, während der technische Leiter dieses großzügigen Unternehmens der Privatbeamte Emanuel Herzog gewesen sein durfte. Der Inhaber der Wohnung rvar als ,.Dr. Gdnrmch Bertrand" gemesset. Anna Fischer 'and ihr Neffe Söu'dssf Fischer stamrrrcn aus Odessa. Die Geschichte von der reichen Braut. Der angebliche Dr. Nassier will in seiner Heimat n fremdländischen Daluten zumeist m österreichischen Kronen spekuliert und hiebei viel Geld verloren haben. Deshalb sei er schon im Mai v. I. nach Wien gekommen, um die Spekulationen forizusetzen. Auf Grund einer Zeitungsannonce will «r Frau Fächer kennen gelernt haben, mit der er später ein Verhältnis einging. Um seine finanziellen Verhättriisi« zu ordnen, wollte «r eine reiche Heirat eingchen. Tr habe seiner künftigen reichen Braut Vortäuschen wollen, daß er seWst über groß« Mittel verfüge und habe zu diesem Zweck« selbst riesig« Mengen falscher Banknoten heystellen wollen, di« er lediglich zu dem Zwecke Verwvniden wollte, um sie seiner Braut zu zeigen. An ein« DerauSgabung habe er keineswegs gedacht. Bast» darauf habe er durch ein Zettuugsinferat, in dem ein Mann, «in tüchtiger Maler und Zeichner, um eine Stelle bat, di« Bekanntschaft des Enianue'l Herzog gemacht. Zunächst habe er ihn aber nicht in seinen Plan eingeweiht. Mit seiner Wirtschafterin und Herzog zog er dann nach Tullnerbach. Dann habe er sich von dm beiden getrennt und sei dann Wer Italien nach Kairo gefahren. Dort habe er die Bekanntschaft eines sehr reichen Mädchens gemacht. Nun sei der schon früher gefaßt« Plan in ihm zur Reife gelangt und mn der Dame zeigen zu können, daß er selbst ein steinreicher Mann sei, habe er sich entschlossen, sich mit derDanSnotenfälschung zu befassen. Sein erster Plan sei es gewesen, holländische Noten zu 10004© ulden herzustellen. In Wien traf er durch Zufall mit seiner alten Liebe Anna Fischer zusammen und sie soll in seinem Aufträge den jungen Herzog bewogen haben, mach Dullnerbach.zn fahren. Nun will ihm Dr. Nassier in seinen Plan ringeweiht hccken. Herzog habe sich gleich einverstanden crÄart. Nun wurde an die AuWhnurg geschritten. Nassier besorgte selbst die notwendigen Behelfe. Von den holländischen TawsendMldennoten wurden etwa 70 Stück angefertigt, doch wurden alle, bis auf drei Noten, die auch geftvrchen wurden, vernichtet. Nun faßte Nassier den Plan, englische Pfnndnoten zu Mähen. Die Noten waren überaus gelungen und unterscheiden sich fast kaum von den echten Noten der englischen Bank. Zur Erhöhung des Eindruckes der Echtheit hatte sich Staffier auch ungefähr 50 blaue Banderolen -es Credit Lyonnais Herstellen lassen, in denen dir Banknoten 511 je I60 gebündelt verausgabt hätten werden sollen. 760 Stück Banknoten zu 5, 10, 20, 60 und 100 Pfund waren fertig, wovon etwa 700 gebrauchsfertig Vorlagen. Um die fertigen Falsifikate, die ,Mr Täuschung 'der . Graut" berechnet sei« sollten, ungehindert nach Kairo zu bringen, sollten nach der Idee des Nassier Diplomat«npasfe hergestellt werden. Was Herzog erzählt. Dieser rech: plumpen Ausrede widersprach in seine»» Verhör Emamiel Herzog, der viel 'freimütiger ist. Im Jahre 1920 will er Nassier in einen: Cafe in Dresden durch Zufall kennen gelernt haben. Erst im Juli v. I. bekam er von Nassier Nachricht aus Tullnerbach. Herzog war in se'men Nöten froh. Cr schrieb, dem' Nassier, daß er ohne Geld und auf der Suche nach einem Posten sei und bat den Freund, ihm dabei behilflich zu sein. Darauf lud ihn Nassier ein, den Sommer bei ihm in Tullnerbach zu verbringen. Anfangs Juli v. I. reiste Herzog ratsächlich nach Tullnerlbach, wo er bis Ende September blreb. Dann kehrte Herzog wieder nach Dresden zurück. Im Mai d. I. berief Nassier den Freund wieder zu sich. Nach einigen Tagen trat Nassier mit dem Plane hervor, englische Pifundnoien herzustellen. Aber von enrer Braut und von der Absicht, sie zu täuschen, soll gar nie die Rede gewesen sein. Nassier trug im Gegenteil den: Herzog die tiefste Verschwiegenheit <ruf, mahnte ihn, daß er ihm Vertrauen schenke, und versprach ihm sogar ein Prozent des Reingewinnes, der umgesetzten Summe. Er sprach direkt davon, daß er dir Falsifikate ins Ausland schaffen und dort vera«8gaben wolle. Die Erhebungen werden fortgesetzt. Heute trifir das beschlagnahmte Material aus Tullnerbäch hier ein. 6. Dezember 1926 «ine Hälfte den Städkm Linz, Steyr und Wels und dem Lande Oberiisterroich, Wc andere Hälft? der Stadt Wien gugule kominen wird. * Briessendungen nach dem Königreiche S. H. S. Nach v/toer MtetliAmg der Poiswerwaltung des Königreiches S. H. S. wage« zahlreiche dorthin gelangende Brieiffendiun» gen auf der AdveMeite außer der Angabe des Mtst>imim:vnigsortoS noch dir Beiftigung „chsmcils Österreich" oder eheaMS „llngavn"; weiterS tragen viele Brieiffendungen, die für den südlichen Teil des Landes bestimmt sn:d, die Bezeichuung ,MaKedor»E". Da dieses Gebiet Kvischen Griecheichaind. Bm° garim und dem Kön'greichr S. H. S. somerWit aufgeteilt worden A. erleide»» Brieffsendungen mit dicher Bezeichinrnp große Dechpätlungen. llim diäs^ Veum-viden, soll in der Adresse nach der Angabe ds BOitmEvngKo'vt'es nur der gegenwärtige Name des BestMtmunMandes auMchrt wenden. * Aushebung der Beschränkungen im Telegraphen- und Telephonverkehr an Sonnlagen. Die Bestimmung, daß sowohl im Inlandsals auch im AuÄandsverkehr an Sonntagen in der Zeit Von 12 bis 21 Uhr nur dringende Telegramme anz»»nahmen, bezw. nur dringende Staats- und Priva^osiprächr zugelassen sind, wird mit Wirksamkeit vom 1. Dezember 1928 aufgehoben. * Jüdische Lehrstellen in Litauen. Für ein jüdisches Realgymnasium in Litauen werden Lehrer für Hebräisch, Deutsch, Englisch, Zeichnen, Singen und Turnen gesucht. Die Unterrichtssprache ist hebräisch. Honorar 40 bis 80, Dollar »nonatlich. Reflektanten mögen sich an das Sekretariat de» Hebräischen Pädagogiums, 1. Be?., Drahtgasse 4 (Sonntag von 9 bis 1 Uhr, Dienstag und Donnerstag von 10 bis 12 Uhr vormittags, wenden. (Nachfolge«-« Notizen bis zu der Rubrik „Vereine" sind entgeltlich.) * Tanzinstitut Hermann Braun, 14. Bez., Reindorsgasse 41. Heute moderne Perfektion. Beginn halb 7 Uhr abends. Vereine. BorttSge und Versammlungen. Zionistisch^ K u l t u r a r u p p e, 20. Be?., Karl Meißlstraße 5. Heute, 8 Uhr abends. Literaturkurs. Samstag den 8. d., 5 Ubr nachmittags, Geschichtsknrs, Zwecks Ausbaues der Bibliothek bitten wir die Mitglieder um Bücherspende,» und Sa»nmlung von Büchern, die Herm Segall oder Herrn Feilich abzuliefer»» sind. — Verband d e r j ü di scheu Kriegsbeschädiaten «nd deren Witwe« ,»nd Waisen in Wien, 2. Be?., Obere Donaustraße 65/4. Jene Mitglieder des Verbandes, welche bei der Kleiderbeteilunp noch berücksichtigt werben wollen, n»e!den sich im VerbcmdSlokale 1 täglich zwischen 9 und 5 Uhr nachmittags. — Zionistische BezirkSsektio« XII, XlV und XV. SamStaa den 8. d., präzise V°8 Uhr abends, Makkabäer-Feier mit anschließenden» Tanz. Sieh« Inserat im Innern deS Blattes. Borverkaufskarten 18. Bez., Herklotzgasse 81. Urania. Heute: Großer Saal: 5 Uhr: Nanul, der Eskimo. */»t$ Uhr: Schriftstellerin Alice Schälet: Eine doppelte Durchquerung durch Sumatra. — Kleiuer Saal: 6 Uhr: Dr. Helene A n d e r l e: Physiologie und Hygiene der Frau. UI. V,8 Uhr: Dr. Hetnttch Prelingerr Die Physik der Röntgenstrahlen. — K n r S s a a l r 5 Uhr r Prof. Doktor Oswald Rosst: Vom Sinn der Träume. IV. */,7 Uhr: Doktor Fritz Zern er: Größe rmd Bau des Weltalls. IV. .8 Uhr: Univ.-Doz. Dr. Kurt Ebrenberg: Die Fosiilien {«^Sage. Volksglauben und Wissenschaft. IV. — K l u b s a a lr '/-6 Uhr: Kamillo Horn: Harmonielehre, l. V.8 Uhr r Alte u»tb neue Erzähler. X. Dr. Werner R i e m e r s ch m i e d: I. D. Jacobsen. Hilfskomitee der vere'migte» jüdischen Bethäuser und Körperschaften in Wien für die notleidenden Juden in Teutschland, 2. Bez., Pazmanitengasse 6. Unter der Devise „Das silbische Kind für das jüdische Kind" findet zugunsten der «otleiden. den Kinder tu Deutschland heute um 7 Uhr abends t»n Theatersaale Reichshof, 3. Bez., Pratersttaße 60. eine von Kindern veranstaltete Chanukkah-Feier für Kinder und Erwachsene statt. Die Festrede hält Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. S. Fun k. Die Chanukkah-Lichter zündet Herr Oberkantor I. M ü l l e r an. Regiekatten sind an der Abendkassa um y37 Uhr erhältlich. Bühne md Kunst. Moissi'Srsla. «Die Jüdin vom Toledo" im BolkStheater. W «nag vielleicht ungerecht fein, die Schaden Toter zu besschtoöre-ll, wenn iiebondöge ischaus!prÄer8sch« Le-iftnM zu bcurteüöm ist. Aber schon gewisse Lußove AchnLichrsrten gelben Anlaß zu einem DevMch M Kains, wenn über Moiffis Körrig Wphons gesprochen wertden soll. Beide. SchausYieLer zog bas Wort -u dieser Rolle, und iboi beiden »st es m der Gasvcil.!»ltng des Kastllterckönilgs Idos Wssentlichste. Aber es ist doch «tat Unterschied zwischen Kmntz^ WphorrS m<d dem Moifsis, de-r Unterschied, welcher jene Klöuft darstellt, die Kvischcn dm» darstelle-- vischen Erfassen -einer Figur »uw Hrer darstelleriischer: Auis sassnng Geigt. Kamtz gaib eiM»: /Kön-ig, kvelcher l-v'vne Jugend hatte. MvW ist ein Köwiig, den: die GntwiMmlg vom Jüirgling tz»m: Manne vechaigt geibAeiben ist. Die erste Güstailtnng ist ein : »mnMiche, die zweite ein menschlicher Spezialfall, d^'r, nnrg auch in manchen NngeMicken noch so interessant sein, dc»m doch amf die Dauer evmirdet nnd ikühl klüßt, das ann so mehr, als dieser Spezl>assfall so oft nnd oft schon von Moissi ckbgewa:,rdöl! wunde, von sei»:en: Hamlet angefamgen- Ibis zu-m Don Juen. ES wäre Äber irvndmÄbar, :beben dom Genuß der lbrrirckewd wrchMutenidcn Stünnvr, awf den sich die Frvude an Moissis Kr staltung .wie so oft auch hier beschränken muß, nicht auch «uriger seiner Züge vovnchmen Humors Eriwälhmmg M üun, dir Moisii seinen: König Mphons gM. Das Jr^eNkmd Rachül zu yetsMeu. 'b-edarif es dm vrchr unbewußt weMicherr M bewußt schauspieleritschLn BegÄbnnjg. Fvau Ors-ka, «ivslchr mit dieser Rolle Hr Wiener Gastspiel Kveifjanw, ist an toieife GtzstM mit bewußter Schachfliele«!: herangagairrgen. Sie stellt das veuzevri Bel^oge-ne gang ansgazeichwet dar, -mit allen scha>uspiell-wi!schen HAfAmÄteln; aber von dM «rsiprünigll'ich WeNlichen, daß das KiMiche ist, davon ist leid« gar nichts .5», nwrffeu, und so r-mmt die Figur am ihr bestes Teil. Die Lull,»» der Fvaiu Orsika. wivd getzAhnttr sie ha» «an« MMut-Pelzmodelle Pelze njlll. LiMt, MW« AMmz! ». Kerltzlis? (Strtanfs|*l[ca: Älksh«» 51>?>91) 3«tMlc ItNssaMe 11, Äl. Steile II hu M schickung der Großmarkthalle (Fleischckdteilung) war nicht be« wnders günstig ausgefallen. Es warm irn ganzen bloß fünf Waggons mit verschiedene»: Fleischgat-tungen ange-kommen. Ter Konsum hielt sich in bescheidenen Grenzen. Im.Kleichandel blieben die Preise imverändert. Ans den Grünwarenmärkten standen genügend Vorräte jüce Art zur Verfügung. Die Preise erfuhren rm großen und ganzen keine wesentfiche Veränderung. Im Großhandel wurde für niederosterreichische geleuch- -.zic Eier ein Preis von 2150 Kronen pro Stück gefordert. Ans itn Märkten ffföt eS aber noch gemLgrnde Mengen frischer aus dem Bugenland und aus Ungarn, die im .Kleinhandel 2000 bis 3100 Kronen kosten. Kurze Besserung der NeUerr. Das Wetter in Oesterreich ist trüb, bei Temperaturen nahe um null l^rad. Feldkirch rneldet Föhn. Auch in der Höhe des AlpeukarnmeS weht Südwind. Ein Minimum liegt über Westtrankreich. Voraussage: Wechselnd bewölkt, ftrllcnwerse Morgennebel, mild, voran». ch r l i ch e Besserung nicht vor: langer n u c r. * Hilfsaktion für die notleidenden deutschen Juden, liebe: Ktiliacfec Anfragen sieht sich der Vorstand israclitischsn .stultusgemeinde in Wien der-anlaßt, mitz,»teilen, daß er die Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge, W:en, 1. Bez.. Seitenstettengasse 3. mit der Zentralisierung und DurchMynmg der von ihm unter Teilnahme der großen jüdischen Vereinigungen zugunsten der notleidenden deutschen Juden eingeleiterkn Hilssaktiou beirau: hat. Er kann daher Samnrlungen u»:d Aktionen für diesen Zweck nur dann empfehlen, wrnn sie von solchen Personen veranstaltet werde»?, die vor: de: Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge hierzu legitimiert sind. Spenden werden auch von der Hauptraste d« israelitische« KulttMmeiM, 1, P«.. MenstMngaffe 4. 1. Stock (Postsporkassenkonto Nr. 1Z2.L54), entgegengenommen. * Für di« Aktion des Haruach zugunsten noileidender jüdischer geistiger Arbeiter sind eingelangt: Bon H. Fritz Pollak, Dr. Z. F. Ftnkelstein. Frau Blanko Federn, Dario Nappaport je 100.000 K., H. Wilhelm Wachtel 3 kanad. Dollar. * Der Streik in der Ankerbrotfabrik beendet. Nach langw'-erigen VerhaMungen konnte zwischen den AübSiiern und der Drrecklion der Änkevbrotsabrrk «in U«'b er ein kommen Mer die strittigen Punkte erziel: weüden, das in der gestern «bgehü-llenen Be:rirüSoe.r.sammftwg Id.i: Aübettar autigeheiJon wurde, mfoWdesten rvullde gestern die Arbeit im Berviebe wieder a»vf genommen möd hnrie mittags wird ldie Exp.bition von Brat wieder in rwrmalem -Umisange Mfvlgen. * Jubiläum. Der BechanSdorstand des 16. und 17. Bezirkes veranstaltet anläßlich des 3 5jährigen Jubiläums des Herm Rabbiners Professor Dr. M. I. B a ch im Tempel, 16. Bez., Hubergasse 8, Sonntag den 9. h., präzise */«4 Uhr nachmittags, einen Festgottesdienst. * Zionistische Bezirksscktion LeoPoldstM. Jeden Donnerstag zwangslosc Z»:samn:enkunst fiir Mitglieder und Gaste. — Heute, 8Uhr abends, im Wiener Bürge t« c a f e, 2. B«r., Praterftraße 11, B 0 rtrag Dr. Nahum Blauer: Wandemng durch Palästina. Das Partcnsteiner Kraftwerk. Unter B'ö:ei.li!gnn,g Vau Be-nreter-n drr BrmdesreNi«MN!g, d.r oiberölsterreichiischen Dam« IdeseUievung und Vertretern der S-Mrgclmei'nde L-:n'z wurde Mtevn die Feier des Durchschlagt des Stollens des Parte nst einer K r -a fit Werkes bei Neufelden ibcgaugen. Der S tzo l -i e n. in «dem rwa 1800 Arbcller tätip waren, ist R50 M l'er ilang \ut) .siilhrr 140 Meter unter der E»^e. Die Mrv>e An» tüD. die von dm» verstorben ei: Schwerer Jumnirnr Spychygor euiiworfm wurtve, -w-ir-d bei '.-'nrer .LeistnU'gsfährgkeit vor» 4 5.0 0 0 Pserdekrüs:en rine EneMemengr tzsgr .70 W M WiKagM RWWMvch.M Mfv», wovon die T~?23Xi!SaMmi^^