Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1724 (2.12.1923)
- Date
- 1923-12-02
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1794 Men, Sonntag ffo L^d. an die Aktionäre der Gesellschaft irr Verhältnis 2:1, fit«nko Valuta, hinauszugeben, aufzuheben, hmgegcu die auf 40.000 SharöZ entfallende Dividende an die Aktionäre »er Gesellschaft als Bonus zur Ausschiittuug zu bringen, w das; fäeichzenig mit der für da8 Berichtsjahr entfallenden Dwidmde der Veitscher Gesellschaft gegen Präsentierung des Coupons der Veitscher Aktie vier englische Schillinge bezahlt werdet!. Weiters wurde beschlossen, .den § 10 der Statuten dahingehend abzuändern, das; die Marimalzahl der Verwaltungsräte von 13 auf 15 erhöht wird. Die im Laufe bfc8 Geschäftsjahres vorgenommcnen Kooptiernngen in den "Verwaltunasrat der Herren Siegmund Boscl (Präsident der Nnioubam) nnd Hofrat Mbert Frankfurter, wurl lMätigt und Herr Sieg» mund Bosel, dessen Mandat mit b.cjft Generalversammlung abgelaufen ist, sowie die statutenaemaß zum Austritt bestimmten Mitglieder des Verwaltnngsratcs, die Herren Vizepräsident Geheimer Konnnerücnrat Wilhelm u. Oswald und Ludwig Weift, wiedergewählt. Da Herr Hermann Vtibrlcu, dessen Berwaltnngsro.tsmandat glcichsalls abgelaufen ist, aus die Wiederwahl verachtete, tvurde an desseu Stelle Herr .Dr. Wolsgaug Dawid. Vizetnäsident dev lluivnbank, iu den Verwaltungsrat gewählt. In der ans die Geueralversantmlung folgenden konstituierenden Sihung des Berwalinngsrates wnroen Herr Sigmund Bösel mm Präsidenten und die Herren Geheimer AommerzienOt Wilhelm v Oswald und Henry Goldberger zu Vizepräsidenten gewählt. — Die Auszahlung der Coupons erfolgt vom 3. .Dezember 1023 ab gegen Rückstellung des die Erträgnisse des Geschäftsjahres 1922-23 betreffenden Coupons Nr. 24 in Wien bei der Lianidatur der llnionbank/ in Basel bei der Basier Handelsbank, in Koblenz am Rhein frei der Firma Karl Später und bei der Diskonto-Gesellschaft, Filiale .Koblenz. </► (Entgeltlich.) Die Stimmung in Finanziellen war gestern von Bureau xn Bureau eine ausgesprochen feste. Tie Beilegung des Konfliktes in der Metallindustrie und die bevorstehende Aufwertung förderten die Nachfrage. Im Vordergründe des Interesses standen wieder Bankenwerte, ferner waren auch einzelne Industrie werte wesentlich höher taxiert. Auch für Schrankenwerte hörte man durchwegs höhere Taxationen. Die gestrige Versorgung gestaltete sich überaus leicht, da Geld in größeren Mengen zu 0,375 Prozent pro Woche unplaciert blieb. Börse sör landwkrtschaWchr «rvdukk. (Eigenbericht der „Wiener Morg-uzeitung".) Die Weizentzemdcnz an den überseeischen Platzen sprach sich in den letzten Tagen ruhiger aus, dagogen haben hie Maisprcise infolge ungünstigerer Wetterberichte eine Befefrigung erfahren. Die evrrtpävscben Plätze zeigten keine einheiÄiche Tendenz, im Westen war festere S immnng Vorherrschend, dagegen blich an den gsteuro-päischen Plätzen die Stimmung ruhig. Der Wiener Markt empiirug *u Wocbenkbeainn einige Anregung ans dem lebhwfteu Gang des Mehlgeschckftes. das sich allerdings in der Zweiten WachenhWe wieder verringerte, da gegenüber den nanchast echten Fordernngen für MMe sich naturaemäfter Widet5bantz e'msrellte. Das Meizengeschäst zeigte in den letzten Tagen, wähl au8 diesem Grunde geringeren Umfang. ohne daß die serthevioe faste Tendenz einen Wbrnch erfuhr. Sehr fest tendiert Rogaen. in Ermangelung heimischer Erzeugnisse greift der Konsum au-t das ungarische und flcWakische Produkt Nirück. Das Hafenoeschäs^ ist als recht mäftig Zn bc-eichnen, da sich gegenwärtig die Berka,ffSmöglich. feit vorwiegend auf den Platzkonlsnm, beschränkt. Gerste wurde in kleineren Mengen Zu höheren Preisen wm-gesebt. auch Mais erfuhr eine höhere Bewertuna. Bon sonstigen Artikeln sei erwähnt, doft man in italienischen Reis und in Zwiebeln zu billigeren Preisen ankommen konnte. Es notieren pro Kilogramm ab Wien (exklusive der Pquschalwarenumsatzsteuer): Weizen inländischer 3245 bis 3209 K.. jugoslawischer 3400 bis 3500 K.. Roggen inländischer 2650 bis 2750 K., ungarischer 2650 bi8 2700 ft.,- tlchecho-slowaklscher 2050 bis 2750' K., Gerste inländische 2500 bis 2750 K.,tschechoslowakiscke 2700 bis 3050 K., 1.20 bis 1.45 tschech. K., Mährische Mais 2600 bis 2675 K.. Hafer inländischer 2020 bi» 2125 K., Lop^i'ix>^ 1MJ4. Nacdvrui, mboten, J, Ladjächnikod-Vorlag, Berlin. (23. Fou,ehimg.) Öifel Roses. Roman von Schalom Asch. Alle Landsleute beneideten Aavon Melnik nnd gönn« km ihm das Glück nicht, das der Onkel durch sein Interesse für Mascha in sein Haus gebracht hatte. Nichtsdeswlveniger wurde Mascha der Zarrberring zu des Onkels Herz; wenn jemand eine Bitte an den Onkel hatte — eine Tochter ver« heiraten, Angehörige nach Amerika bringen. Geld heimsenden wollte, kam er zu Mascha; und Aaron Melnik, Maschas Baker, wählte die Leute auS, denen er Wohltaten erwies. Aaron Melnik toottta umschmeichelt wie einst Sam umschmerchrilt wurde, seine Frau Rosa hielt das Schicksal övr Kusminer Landsleute in Händen — und das alles durch das Znuberringlein Mascha, das so diel Gunst in den Augen des Onkels gesunden hatte. In dieser Atmosphäre wuchs Mascha auf; sie begann bereits die häßliche Roll«, die sie spielte, zu verstehen (in-- ,'timitiv hatte sie sie schon lang empfunden), doch sie konnte sich nicht leisen. Die Eltern, die Verwandten und all« Landsleute hielten das, was ihr widerfahren war, für ein so großes Glück, daß sie es nicht wagten, sich dagetzeu aufzu'lehnen oder etwas anderes zu denken, als alle. Landsleute. Bis in die letzte Zeit hatte sie selbst alles für ein großes Glück gehalten, doch je reifer und älter sie wurde, und insbesondere in der letzten Zeit, stieg in ihr bi« Empfiudltug ans, sie werde dieses Glück teuer bezahlen müssen. Es war ihr noch nicht ganz klar, womit sie werde bezahlen müssen, doch sie empfand, sie sei ein Opfer für ihre Eltern, ihre Geschwister, ihre Verwandten und für alle Landsleute ... Diese Empfindung umgab ihr zartes mädchenhaftes Wesen mit einer Hülle von Trauer und Stille, Weun Alascha mit jungen Freundinnen oder bekannten jungen Leuten bei einem Tee, einem Ball oder einem Ausflug war. konnte sie selten so frei und glücklich lachen wie ihre anderen Freundinnen. Es kapt ihr vor, als schwebe etwas über ihr, etwas Fremdes und Trauriges und alle sähen es; über ihr weißes Ailaskleid,. das schöner und prunkvoller n>ar att die Kleider aller ihrer Freundinnen, schien Wiener Morfttnzettrms. zionistische BeriMMio» Leovoldstadt ■ ' Kastor 8—4 -*fr M. MM u. GewerbttreidMe des Sektors 3-4 , Hollandstraße — Tandelmarktgasse — Taborstraße — Rovaragasse — Praterstraße — Schüttelstraße nnd umliegende Gassen) erscheint bei der Dienstag den 4. d. M., 6 Uhr abends, im Cafä // Bürger, II., Prater 11, stattfindenden li kWsmKMMei ArsMMliig Tagesordnung : Die Lage des jüdischen Kaufmannes /> und Kleingewerbetreibenden // Referenten: Industrieller Oskar Goldschmid, David Nebenzahl // Erscheint im eigenen Interesse! ungarischer 1950 bis 2050 ft., Reis italienischer 0200 bis 6300 Sfr. Durnra 5300 bis 5E00 K.. Hirse 2300 bis 2600 K., Mohn 10.500 bis 11.000 ifr, Weißbohnen ungarische 4700 bis 5200 K., Wehengrieß inländischer 6250 bis 6350 Sfr, Weizenmehl Skuller inländisches 5750 bis 5850 Sfr, ungarisches doppelgriffig 5400 biS 5500, 2.55 tschech. St., griffig 5200 bis 6300 K., 2.45 tschech. Sfr, Brotmehl inländisches 4150 bis 4200 ft., Futtermehl prima 410) bis 4200 Sfr, Noggenmehl prima 4200 bis 4300 K., Weizenkltzie 1150 bis 1200 Sfr, Noggenkleie 1000 bis 1050 Sfr Sir WarenmSMe. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Zucker. Tie Auslandsmärkte lagen fester und die Preise gewannen, mitgezogen von der -Besserung am New-Uorker Markt, wo greifbarer Zeutrisuqalzucker um 5.98 'Cents für Dezember und 4.34 Cents für März <mf 8.79 Cents, beziehungsweise 4'78 Cents gestiegen war. AuS der Tschecho-Slowakei lauten die DieldUngen über die Ern'e und die Aussichten über das r« erwartende Ausbeuteergebnis günstig. Der Anslandzuckermarkt in Hamburg verkehrte behauptet, man forderte für böhmisches Feinkorn 27 Schilling. Die Melaffepreise gingen gleichfalls in die Höhe. Hier ist die Tendenz anhaltend fest, die Preise zogen um 10 Punkte, respektive um 200 K. an. ES notieren: Kristall 3.85 tschech. ft., Würfel 4.15 tschech. Sfr prompt sowie 3.75 tschech. Kronen, respektive 4.24 tschech. K. pro Jänner und März ab Grenze und 10.600 K., respektive 11.400 ft. ab Lager Wien. Spirituose». Geschäftlich ist im allgenreinen eine Befferung zu konstatieren und die Äbsatzverhältnisie bei der -Preßhefe- und Cpiritnsstellr sind als günstig zu bezeichnen. Das Rnmgeschäft ist mit Rücksicht auf as kalt« Wetter zufriedenstellend. Der reguläre Preis ist 21.000 bis 22.000 ft. pro Liter (46*/,ige Ware). Hychgrädiger Rum kostet 27.000 bis 42.000 ft. und Jamaika Rum 78.000 K. In Slibowitz ist normales Geschäft, Originalware aus Zwetschken hiesiger oder bosnischer Provenienz kostet 65.000 bis 73.000 Sfr, flutet. Verschnitt 50.000 bis 55.000 K. Schankbranntweine, wie zum Beispiel Staulslauer wird für vorige Ware zu 26.000 ft., für 60*/oiftc Ware zu 32.000 ft. auSgeboren. Weindestillat kostet 75.000 bis' 90.« 00 K. pro Liter absolut. Liköre verzeichnen unveränderte Tendenz, offene Ware kostet 27,000 6&/48.0Ö0 ft., für leitende Marken werden, auch, höhere Preise erzielt. Himbeersaft ist mit Rücksicht auf die steigende Tendenz in Zucker fester geworden, mau hört von Preisen, die bis 14.000 ft. geben. In B r e n n s p t r i t u S sind die Ab satzverhättuiffe alS normal zu verzeichnen. Suschriftm an die RedaMon sowie unverlangt «inlangeuden Manuskripte« wolle man stets ÄScilporto betlegen, »a sonst eine Deanswortung, beziehungsweise Rücksendung nicht ersosgen kann. ein dunkler Gazeschleier zu schweben, in den eine tote Braut gehüllt wird. Mascha schien es, sie habe kein Becht mehr, sich frei zu freuen und so kaut unid frei zu lachen wie die Mädchen ihresgleichen... Und oft erklang mitten in der Nacht, wenm alle fch und ruhig schliefen, ein Weinen, ein leises Schluchten, — Mascha weinte mch wußte nicht warum 3. Der Bräutinam. Auf der Treppe knarrten Owkel Msis' ucur, gelbe Schube uns seine Stimme erklang: Mascha, ready?" In der offenen Türe standen Maschas Gltzem. Der ehemalige Arbeiter Aaron Melmk hatte Fetzt angesetzt. Rosa war voller und gesünder geworden. Beide sahen viel jünger aus. Aaron Melnik trug fetzt einen schwarzen, kurzen Bart, er hatte feiste, rote Backen und einen roten Nacken vom Biertr'mken bekommen. Er stand ohne R ck da, in einsm bledend weißen Hemd, und war gerade nach b:m Frühstück. Rosa trug eilten Seidenunterrock. Beide lächelten dem OM freudig zu: „Ready, Onksl. ready!" Ebenso wie Mann und Frau einander in Armut gehaßt hatten, so liebten sie sich im Rcichtzum. Ebenso wie sic einander früher unaufhörlich beschimpft und beklagt hatten, so überbotzen sie sich fetzt an Zärtlichkeit und liebevollen Segenswünschen. Eines sorgte für das andere. Es schwirrte nur so von „lieber Aaron", „goldener Aavon" und „Rosa,.du mögest mir nur gesund bleiben" und „du hstst doch heute noch gar nichts im Munde gehabt" und ähnlichen Zärtlichkeiten. Beide faßten den Onkel unterm?lrm und führten ihn ins Zimmer. Bald erschien Mascha. Sie w^r in den letzten Jahren tvirklich groß geworden. Noch lag das kiMiche Wesen aus ihrem Gesicht, die Muttermilch auf ihren Appen. Aber i^re Gestatt und Erscheinung atmeten erfrischende Imgendrerfe. Ihre schwarzen, dichten Haare waren in zwei starke Zöpfe geflochten nnd durch ein Seiden-band verbunden. Sie trug einen breiten StvoMt und ein weiße? Meid, wie es der Onkel gewünscht hatte. Eine breite, -weißseidene Schärpe umschloß mit einer Scksteifr chve fugelchschurale Taille. 2. Dezember 1988 _Sette U Hopsen. Am Saüzer Hopstmnarkte war stärkere Nachfrage. ES lvürdei einige hundert Zentner Meist Mittel- und ante Mittelhopfen in de« Preislage vvu 3300 bis 3450 K. aufgekanft und für Mehrer, Posten U bis 3580 St. bezahlt. HauptkäUfer waren inländische Stundschaftshändler und Exporteure. Interesse bestand auch füi 1.022er Saazer Hopfen, der nominell 2700 bis 2800 K. notiert Schlußstimmnng äußerst fest, da man mit Rücksicht auf dir tze» ringen Aorräte bei Abzug einiger hundert Zentner für laufender Bedarf auf neuerliche Preiserhöhung rechnet. Holz. Das hiesige Platzgeschäft verlief in der Berichtswüche ruhkk und auch das Exportgeschäft ließ viel zu wünschen übrig. Am deutschen Markte tauchen zeitweise Nachfragen naä Schnittholz auf. aber es ist vielfach unmöglich zu den Angeboten Stellung zu nehmen, da wertbeständige Zahlungsmittel weder in Trschlereigswerbe, noch in der Holzindustrie oder im Sägemühlengewerbe tu genügender Menge vorhanden sind. Die Schnittholzpreise sind gegenüber der Verteuenmg aller sonst lebenswichtiger Waren beträchtlich zurückgeblieben. Die Zlngebote. die vorliege» beweaen sich zwischen 80 nnd 50% über der Bewertung in de: Vorkriegszeit. Der Bezug von Schnittholz aus dem Ausland namentlich aus Pommrrellen, ist fast ganz zum Stillstand gekourruen Der preußische ForstfisftrS lehnt trotz lebhafter Bemühungen der Sagemühlenbesitzer die Wiedereinführung von Stnndungskrediter für Rvhholzkäuse ab. Baumwollmartt. Nevi-Ddrst, 30. November. Banmwollzufuhren in den atlanr und ^'olfhäftu 111.000, im Innern 36.000. Ausstrhr nach Großbritannien 630.000, nach dem Kontinent 11.000. Lokalmarkt wiääliv«: 37.35 (letzt. Kurs 37.60). Tendenz Unregelmäßig. — Termine: November —.—, Dezember 36.85 Jänner 36.20, Februar —. März 86.35, Avril —. Ma 36.50, Juni Juli 35.65, August 33.55, September 30.1.5 Oktober 89.—. Ae Seviienkurle. Berlin, 1. Dezember. (Devisenkurse.) Amsterdam 1M6.00ik (1,696.000-, Belgien 195.510 (195.510-, Christiania 633.41t (638.400-, Kopenhagen 758.100 (758.100), Stockholm 1,105.23t (1,105.230), Italienische 179.550 (179.550), London 18,354.0»! (18.354.000). New-Hork 4,189.500 l4.189.500), Paris 237.436 (227.430), Schweiz 738.150 (734.160-, Spanien 648.62s (542.640), Wien 59 850 (59'850). Prag 121.695 (121.695! Budaveft 219-450 (219'4b0), Sofia 32.319 (33.319), Belgrad 47.581 (47.5811. Fn Millionen von Mark. Repartierungen aller Kurf-e mit 1 Prozem. LerUn» 1. Dezember. (Notenkurfe.)*) — Noten: jfr-iUtt 4,189.500 (4,189.500), Pfund —.— Jtalieiüsch« 179.550 (179.650», Polnische (-.-), Tschechoslowakische 121.695 fiai.695), Oesterr. qestemvelte 59 850 <o9'850). *) in Millionen Mark, ausgenommen polnische Mark. DuSapest, 1. Dezember. (Kurse der Devisenzentrale.) — Amsterdam 7515 bis 7955, Bukarest 105.- bis 118.-, Kopenhagen 8580 bis 3800. Christiania 8000 bis 3220, London 86.800 bis 91.200, Berlin bis —Italien 890.- bis 945.-, Paris 1105.- bis 1171.-, Prag 563.- bis 626.-, Stockholm 5220 bis 5550, Zürich 3440 bis 3660. Wien 0.2830 bis 0.3050. Sofia 151.— biS 162.-, Belgrad 236.— bis 240.-, New-Pork 20.100 bis 21.200, Warschau 0.85 bi« 0.55f), Brüssel 950.- biS 1095.- f) für 100 polnische Mark. War ckn«, 1. Dezember. (Devisen.) Berlin —,' Lortdon 15,500.000, New-York 3,465.000, Prag 101.150, Wien 48.75. New-Aork^ 30. November. (Devisen.) London 493.875, Paris 540.—, Berlin 0.15 für 1 Billion, Mailand 432.—, Zürich 1745.-. Kopenhagen 1601.-, Stockholm 2627.-, Christiania 1496.—, Amsterdam 3780.—, Prag 291.—, Wien 0.14125, Budapest 0.68, Bukarest 60.76, Warschau 0.0003, Madrid 1302.-, Helfingfors 254.50. Brüffel 465.-. Kanada 2 unter pari, Brasilien 98.94, Argentinien 3123, Belgrad 113.76. Weiße Seidenstrümpfe luqten über den hohen, weißen Schuhen hervor. Der Onkel umfaßte ihre Erscheinung mit einem einzigen Bück. Wie er «s gewöhnlich tat, wem er im Geschäft zufrieden war. spuckte er in die Hände und fuhr sich Übers Haar — diese Gewohnheit hatte er Mch von seinen Fleischerburschenjahren iw der Heimat her mitgebracht und komüe sie nicht ablegen. Behaglich lächelnd brummte er: ,Mt!" ,^OnNchen, vielleicht etwas zum Essen gefällig, steht auf dem Tisch?" wagte Aaron MÄpA einzuladen. ,,Mne Zeit, das Auto wartet." „Vielleicht doch, ftische Eier, jmrger Rettich mtzt Rahm", bot Rosa an. Der Onkel blickte wütend auf Aavon Melnik. „Du hörst doch, keine Zeit, das Auto wartet", fuhr Aaron seine Frau an und machte dabei e.im bedauernde Handbewoguing. „Mascha, gehen wir. Wir werden auf der« Weg essen". Mascha folgte dem OnFel. Die Eltern riefen ihr in der Türe nach: „Laßt es euch gut gehenl Unterhaltet euch gut'" „Allrigy^, der -Onkel winkte mit der Ha>n,d frmpor. „Nun, Mascha, you like ich?" Der Onkel faßte Mascha bei der Hand, während das Auw beide drrrch die Straßen ins Freie führte. „Snrely h do", antworten das Mädchen. „fj ame gmng to give you a new tinre, kid". W'r Onkel tätschelte ihre.Hand. Mascha bekam Angst vor de.ru Onkel; es war das erste Mal, daß sie diese Empfindung m Gegenwart des Onkels hatte . . . Sie schaute ihn an; und wie sie sich so neben ihm im Ant-o sitzen sah und sah, wi-e groß und breit er war, erschrak sie vor ihm. Sie hatte keine Lust, mvt dem Auto zu fahren; viel lieber wäre sie ausgestiegen und fortgelaufen. Des Onkels Benehmen erschien ihr sonderbar. Er faßte 'sie Plötzlich, bei der Hand, sah ihr m die Augen nnd sprach: ,Msten, Mascha, y l-Äe You! Ich will, baß du mich lieben sollst, lieben very match!" „Dnvely D IU« You, Onkel!" . Gortsetzuna folgt.»