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Wiener Morgenzeitung · 1923-12-02 · Heft 1724 (2.12.1923) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1724 (2.12.1923)
Date
1923-12-02
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Gerte S DOROTHEUM Versteigerungs^Einteilung TIcHe* Fra? lost»; Jrden 0> flllfcsr and Oilnastlh»r; JoieS St Brll* lernenand Perienschmttek. Tl|tlehQtliiauo5>?B948i*»tiiii'a Im Ludwfistorff-, NSssier. und K6lowat-Sar und speziell lass» Mg-. Do 6 XII. SohJnw Dcbiüer, PeNefltpp'cll«. Oi'tnlicie, Kuniteewerhe tm Franz JoMl-XaÄlj Wen Di u Fr 7. XN. im Hoc!i- Sa»i. jeden Ml im OeChaa-' dal: Kanslgeuerbe. Qems de, JTep- I:nd«r*ül«iztUi, Operngläser. piche, Anl^tutätth; jeden Di n Hhotoappma't. Bilder; jede« Or rr Möbel. Laster. Bilder, HStis- SolÖM Wische. Pelze PersergerSte im O'as.iof > eppldif, K dder, NihmästMhrd,' Ml 5. XI'jeden Do ft. Fr d. 8« Fahrräder; Jeden - RI: Pfcctei 15. MH Bi ea*e im Eittinger-asa), tpparate, Ferngläser, ^cnrelvjeden Di, Mi u Fr BHefnatlw, masch nen, Re;sszenge;Ff7. XII. I Vt., MarlaMlferstr. 73. Hits tlmtnraente, RMlkalie«; Fr 14, II. Jag»w»tfan, Falirrkder, Sattelzeuge, Pelze im Lsdwigstorfif-Saat. Di 4. XII. 10 Uhr vflnn.: KtmpieitaWsrket-tHB-EIrrtchtunc: | Werkzeugmaschinen, Transtn}*- aonen Werkzeuge csw. in 188 Posten, VII. Schottenfeldgaste 7b. Do 13, Fr U. X!t.: Wttfmichfs- »gadtrdstliso: Schöne* Mobiliar, Klaviere, Persertepplcbe, Bilder. Kurtstgewerbe, Antiquitäten m Fi am Josef-Saal. lads.i Ml: -eobniioh« Auktion: Autos u. ücsfl'nt teile, Maschinen, Wagen. . erkzeuge, Armani rin. Mesijpp.itots, Vil. kSlogan " 6. Mo l(i b't Do il XII.: ”45. Ktntsfaükbod* Oata'lfltl.*chej Kunstgewerbe im Kunstauktion». Sädl. . Mi 12. XU., 10 Uhr vtrfai, X Davidgaftc 92: Komp etie u beeilt »Idf-Anla»»#» 3 Zyl-nder, tsOp.v, Leober*oorf. Ausführliche Verzeichnis^ «lotaetim, Komraissions-Zfonmcr ,1. Täglich Schauitsllmigan sh 1 Uhr Beginn der verfctefigerttng®» LÄ 3 Uhr Näheres durch die Mitteilungen“ und „fiachr.ciitrtib!attcr'‘ Verleihers aus, eher negativ in den Zerrbildern dtt Jiisti-zpersonen Und des Berliner Cchiedenums. die, nach- Zeich° nötigen des bekannton KarrlkalnrMn Eoorqe Grosz entworfen, auf der Bschnr stanken nn-d tftti der gr-aussmcn Ironie verkörpert waren, die seinen anFla-genden Müttern eigen Sft- ES gDt in diesem Drück, das freilich nur einen zcirl-os konstruierten Fall bcharrdel', viel ÄtlnÄität, die um ihrer selbst willst wirkt. Bor dem Richters! ich! Ltt?e:t seit jchtzr ein mit den Jahren immer mehr Zu füh'.entzer Mangel. * Ein Dreiakter, der dank der BerkörpcrUNH der Hauptrolle durch Carola T o e l! e s blonde Rei.;e diel Beifall findet; „Eine galant« Nacht", hat Hims Bachwitz zn-m Verfasser. Cr ist deshalb bemerken Aveit. weil Literat-rrtfreutchSN das Motiv aus einer Novelle Jakob Wassermanns bekannt sein dürft«. Ein Politisch VevscLgt«t finde: keinen anderen AnÄveo, um die letze Nacht vor seintr Milcht ins AnSl-and «ntzehelligt verbringen M können, alS er in einem gastlichen Hotel, das von der Polizei wetzen des hohen Ranges seiner GelegerheitSgaste nicht scharf - koUtrölliett zck Mckeü pflegt, in Gesellschaft eines untz^cholieite« MWchenS vertzrintzk. Dieses Mädchen ist bei Bachwitz di« Tochitt des pM.ifHeit ToVftirSes, wüv hckt, dck es NM in iirt SuMiel geraten Sst, die WaMung aus LvSfifchhHter DPrÄMeit zustt stWheMn ftttti detzchrettden Weibe dn-tchyu-ittächen. Die sMtzt bet Set Toell« werrkgtt «rS einer DiSMufttistt Mt Eöotit KnMSrdig, <cks ans dem GsgeNfatz M bet ihr Mht Mnoßeit HMHeit deS Lesens deiMoll, und darum eMich §üm HiAe 8er Nicht seM>sr« Iv*t vetlich e« Mi «Mauten AttKÄWtcheit. Dt. &. M. Vrophrreiunsetl auf dm Aeate». Bon R. Spektor. Man kann nie im voraus wissen, ob ein DheateHück Erfcklg Hatzen wird odtzr nicht. Das habe ich sebvst Mr Otimge «rsuhren. Da ich ein emigerma^n bekanntet Mischer Schriftsteller bin, kamen <mir sehr häufig TheakeHücke knS HauS mit der Bdr«, sie zu lesen, meine Meinung darüber zu sayrn und, wenn der Eindruck günstig Ware, mich bei den Mischen Theaterdirekioren und EchMpielrrn für titk AuMhrung eine zusetzen. Als Schriftsteller hielt ich eS stets für ein« heilige Pflicht gegen mein Volk, alle Manuskripte genau durchzulesen und rnein UrteÄ abzug^ben. Ich laS und las, doch was ich den Verfassern sagen und welchen R« ich chmn Mr chre Stück« getzen sollte, ob sie Erfolg haben würden oder nicht, das wuhre ich, um bei der Vrchrheit zu Meißen, menra-lS; ich konnte nur fajjcn, ob ein Diäck irgend welchen literarischen Wert hatte oder nicht. Den Verfassern von Glücken, welche «ach Ttmnn Meinung kiterärischen Wert hatten, riet ich, zu den ThraterdireLtören zu gehen und ihnen ihre Stück« vorzalegeckf den an/deren, ihr Manuskript zn verbrennen und das Schreien von Thea-terskücken on^ugeben. Nun baten mich aber viele Autoren, ich möge chr Stück,;reun e§ mir gefallen hatte, den Dirskt-oren «mpschlen, da sie der Ansicht waren, daß die Direktoren suf meine Meinung .".was geben. In meiiwm langen Letzen hsb« ich so einige D-rtzrud Stücke empfohlen, die mir sehr gefallen hatten, und war von ihrem Bühnenerfolg fest über-mgt. Di« Direktoren :«nd di« Schauspieler waren überglücklich, wenn ste di« Stücke l-rfen, die ich öhnen empfahl, jsder Schauspieler fand eine passende Roll« für sich und jeder Dheaterdirektor rieb sich schon die Hände, wenn er rm Gedste die Üinnahmen d«S vollen HaufeS vor sich sah, welcher das Stück sicher bringen wurde. So herrschte eitel Freude, aber dir dauerte nicht lange, Denn sie Stücke, die ich empfchlrn^ hatte «nd die auch deck äheaterdiriÄoren und den Schairfpielern so gefielen, fietlen alle bis >uf eines, daS noch jetzt auf dem Repertoire he» Mischen ZH-attrS stcht, völlig durch. Ich begann daher alliNMich an meiner Sachkenntnis und meiner Profch?ttntzabt in Theater« dingen stark zu zweifeln und habe aus dieser SeMslfkepsiS heraus sogac ein eigenes Stück, weiches schon . Abraham G-okdsaden ■jfiu Aufführung angenommen hatte, dessen Aufführung aber durch das inzwischen erßilgt« Verbot deS jüdischen Theaters in diiißland un:ertzlietzen war, seither nie mehr einem Theater^ direüp: angeboten. Iivei Beispiele ans meiner Erfahrung mögen sitzen, wie schlimm «2 um Prophezeiungen für den Theate^rfvlg eines Stüüi'.- . l'-.ü: ist: Das ein« Beispiel betrifft 9. & Perez. Nletter Morftettzertuttg. hörte-ch» alle ferne Stücke vorlese«/Fast alle Zuhörer ard ich mit churn waren der Meinung, Pewz' Stücke würden keinen Crfoilg auf der Bühne Hatzen, was sich auch spater, als einige vim ihnen a-ufgasuhrt wurden, destoligie. Nur bei einem SM, brÄ Drama „Die Bechichnng", waren die Esten Znb'iret überzeugt, datz es dem großen Publikum sehr gefallen würde. Dos Stück wurd' in einem der besten Warschauer Mischen Theater zur Aufführtmg gebrach:, Plakate und Presse machten Ungewöhnliche Rillame, Direktor und Schauspieler waren des Riesenerfolges sicher, die erste Vorstellung lockle «in mW« heures Publikum, die ganze WarsklMier judisck'e Intelligenz, ja sel-bst Kreise, die sich sonst nie für das indische Theati'r inte-rcsiieren, heran; aber das Stück schlug nicht ein und verschwand nach ein paar.ArMbrnngen vom Theater Für das zweite Beisvi! muß An-ski herhaltan: Bor Jahren las An ski in Odessa im Hause von Mendcle Mochet Sforim einem Kreise li'erarstch hochstehender Personen seinen „Dybuk" aus d.m Manufkrip! vor. ^n-ski war ein ausgff« zeichneter Vorleser, und es war ein ästhetisches Vergnügen, ihm zug-ichören. Als er seine Vorlesung boerdet hatte, sagte tr uns, er habe Hoffnung, den „Dpbuk" in rusiisävr Sprüche atN Moskau-r KLirstler'hea'er zur Auffützrung zu bringen, zurzeit nnterhaMe er darüber mit StaniÄawski.?llle waren verwmtderik als st« dies hörten. An-ski wollte nun die AMcht der Zuhörer wissen, ob das Stück Ausücht aus Erfolg habe. Alle schwiegen, nur einer aus der ganzen Zuhörerschaft sprach das aus, was auf a^len Göstchterü;n lSsen ivär: daß das Stück als Bilchdrüma schr interessant sei, aber für die Rirffrchr-nng w.'hl nicht ra«ge. lind doch ist der Bühnenerfol-g de8 „Dtzback" beispiellos in der Geschichte des iüdischen Theaters. Aus all dem geht hervor, daß man »ul Bühnei/chrilflsteller.?i nicht nur Talent, sondern mich slVck braucht, rim, wie in der Lotterie das große Los, den Erfolg beim Theater- Publikum zu gÄvinnen. Die BnrgtheLt'r-Wccke. Mt^rocki lind dt im B-ir^heater di-''Evstailffühmmo des „Teufelöschüler" von Bernard sta". In den Hauptrollen: Frau Wohloemulh. Herr Treßler. Regie k>«rterich. — Donnerstag im Modemieth ater Premiere der Komödie „Die kleine Konditorei" von Eugen Hel tat. In den Hauptrollen dk? Damen' Marberg, Mapen. Rettv. Die Herr?n: Schnwle. Mayerbofer und Thimig. In der Kondvoreiszene wird ein- Mode schau stattfinden, an der sich die ersten Wienr Firmen beteilige. — Freitag Raimund-Feier im Bnrathec^er. Zur Ans' fützrung oelanat: „In Gutterstein", „Der Barome'ermacher orff der Zauberinsel" <1. Akt), „Dr Bauer als Millionär" (Eine^Sqene des zweiten Mtes) und „Der Verschwender" (Z. Mt). MakkoLSer-Akend. ZuMwsten des Vereines Jüdisch« Kinder freunde und deS J-fraMtäfchrn BlinId^uinstrt-utS Hohe Wart« ffindet im Zeremoniensaale der Hofbnrg am 5. DeMmber e'm«_Makkatzäer-Feie r statt. CS wirken Mit: LTtzenkatttsr MckithiaS fAngüNden der Achter). Osfät Beregi (Rezitationen). Dr. Otto AtzeleS (.Ansprache) Professor Jckins Wolfsohn, (Klavier) imd Direktor Jsaal D«usch (Jüdische BoNAietzer). .. ^Sozial« Mvtive in der jüdische« Atxrütm." ÜNM diesem Titel veranstaltet das Arbeiterheim Botochow in btt Jüdischen Bühne (2. Bez.; Taborstraße 12). Sonntag den 2. De-mber um haM 8 Uhr, euren literarischen Nachmmag.. Äußer Vön Vorlesungen uiÄ> GesangSvorträgen der Mitglieder der Jüdischen Bühne: Frau Was. Frl. Markowa, Frau Mißberg und Herrn Dttttfch wird ./Menschen", Komödie in einem Akt von Scholem Alefchem anfgeführt. Einleitende Mort«' M. Singer. Mitteilungen aus dem Publikum. Seppichhauä Stlobelkaus 3itefon:63-5-30Jene TUtenX!8äUepHtnarkt32. ^4 8. Dezember IM Kr. 1724 p.v,>Mtu'.wrA<.vz:}tt,.,.tmn»p rAfi v>._ \v \ Vj*+> . -an«>< mrmm vteitisfc iö 6 ®9 %MX.Füvori(CiisfrJ)& ~ (30^ 11 | wfalV.Sthänhrtsmerstälö& x l I ®|XXI.HoupÄtf4 ' J U 1 VJ\1M \7 fRl m wsv.Vt*-' uem mrnrn WM mm jo ai)d^«|>pk1)c BourlG. durchpew. bl, 3 3 K 40ö V*loar, durchs vrebtn Prat' tware, 2/5 . , . . K 1B3>0 V-1our. boso rißrft A< sfüb *wnte . . . . . . K 1450 Souafwoll-Moscbiokhiillfet, bester Perserprsa-z. 2/3 ... . . . . » . K ISfM Are*.m*t>, neueste Dessins. 2/3.K 3300 Za *ad*T#pplohn ln »11 n Grö»s»n und Quel.n&tott Iip* rnd. fea«f*^ppicbc Pr m% ZiM.a^er, 70 »m breit ........ Äl Prima . 90 cm bret ..K -44 Jaoqanrt , 70 cm breit.. , . » . K 80 jACttasro. flOcm breit.. . . K S4 ^Fölottr», 70 cm b «it « K 188 Voloars, 90 cr: breit.. . 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K 1150 P<wstersclKifz«p Beaata, durch^vsbt, finaerdick, Grösse I20yi90 K 85 F'agefdtok, kunsttanibönriCrt, Grösse 130X130 K 145 PlAiOh, feit st tanobouridM, fain «e'üttert Wacbsfucb ßebt^ö HerUlipokam JlnJ&msUgen bis 6käbds.geöffnet* Ersa Mayer Hermann Birkenfeld Wien, II. Wien, II. empfehlen sich als Verlobte Wien, im Dezember 1028 Statt jedtr besonderen Anzeige Sidi Stein Wien* Xtf. Verlobte November 1928 Max Kitizer Wien, UI. Möbelfabrik ]. Spira Fein« lies, lll„ WMWM 1—3 Wohnun^feötnrfcliturtgefi. (ßckö Käirl SchweighofergäSse) TEPPICHHAUS URACH l Co. VI., Marish!Bfer*t aß$ 79 ISS Stets größtes Laigftr iH Tepblchtn, Vorhängen, Tlfcohdccken, Bettvorlegern sowie echt» KnügM- und Smyrna-Teppiche nm amMMi u HMMNMg KiHius-uJustiz-Taiareu. Barette drhh teil Sis vtrr&tlr Oier faaeh Ms»» bei d«w bekennten Sper.lutnrnaa KUSSkss 0SI.VMW. Stesse» Lager fein«r Stoff# fUr Mauh#s eilungee | J*t. 4EMUS0 WIEN, IS. 7aaomST»«SSE 54 <**«'• ES! Die Preise vers ehen flieh in Tausentiem. 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