Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1923-11-28 · Heft 1720 (28.11.1923) · p. Seite 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1720 (28.11.1923)
Date
1923-11-28
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2979076-2980477-2980802--16920-3003878
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

«ffft 0 Dien, Mittwoch etter Mov-erizettuilA f-tzlich zulässig sei, weil jeder österreichische StacNsblirM aus edem Ort, nur nicht aus'feiner Zuständiiikeilsacmeindc. obgeschafft werden könne. Da die Beschwerdeführerin nicht nach Wien zuständig fei, kann sie abgeschaffi werden. Aus den Akten wurde konstatiert. daß die Beschwerdeführerin noch bei ihren Eltern woynt und daß ihr infolge ihres Gnadenaestiches eine probeweise Aufenthaltsbewilligung von sechs Monaten vom Machstnat gewährt wurde. — Der Comptoirist Friedrich G., der gleichfalls bei seinen Eltern wohnt und von diesen erhalten wird, wurde nach einer Abstrafung wegen Verbrechens des Diebstahls für zehn Jahre aus Wien abgeschafft. Auch dieses AbschaffungSerkenn'niS wurde vom Magistrat als pofttffche Landesbehörde b e st ä t i g i. In der Beschwerde an den VerfassnngsaerichtShof wird geltend gemacht, die Abschaffung des Beschwerdeführers käme einer Entziehung des freien Aufenthaltes und der Freizügigkeit im Bundesgebiete gleich, da keine andere Gemeinde ihn aufnehmen müßte. Eine einmalige Abstrafung lvegen Diebstahls sei keine dauernde Gefährdung der Sicherheit fremden Eigentums. Er wohne in Wien bei seinen Eltern, sei im Geschäft seines DaterS angestellt und erst, wenn Ue Abschaffung auS Wien vollzogen und er hierdurch der Unterstützung durch seine Familie beraubt würde, wäre die Gefahr einer neuerlichen Verfehlung vorhanden. In der Gegenschrift des Magistrats wird auch in diesem ftalle die Bundesburgerschaft des Beschwerdeführers als bedeutungslos bezeichnet. bcnn da auch dieser Beschwerdeführer das Heimatsrecht in Dien nicht habe, fei die Abschaffung gesetzmäßig. Der 8 14 des VerfassungsübergangsgesctzeS enthalte nur eine Verheißung, daß künftig die Frage des Heimatsrcchtes der Optanten geregelt werde. Wie diese Regelung erfolgen wird, sei aber derzeit ungewiß. — In beiden Fällen wird das Erkenntnis des Verwaltunasaerichthofes Donnerstag publiziert werden. Die Schießerei in Spillern. Gegen die an den blutigen Vorfällen, di? sich anfangs Oktober in Spillern zwischen Hakenkreuzlern und Arbeitern abgespielt haben, beteiligten Personen findet die Verhandlung vor dem Kreisgericht in Korneu bürg am 11. Dezember statt. Von den damals verhafteten Hakenkreuzlern wurden die meisten nach durchgeführter Untersuchung entlasten. Die Hauptboschuldigten blieben jedoch im Kreisgericht Kornenburg in U Werst, chunasbafi. M-it dem Kinde im Arm im Stundenhotel. Dü- Bikdhauersgatlin Theres« H-umpel harre gegen dre Private Sophie Türk die Privatanklage wegen Ehebruches erhoben, worüber gestern vor dem Bezirksgerichte Fürffbans (OderlaNdesgerichtsrat Dr. N e h o d as verhandelt wurde Herr Humpel unterhielt seit längerer Zeit intime Beziehungen mit der Türk. Am 16. und 23. August, in der Zeit von 12 bis 2 Uhr mittags, sei das Paar in einem Hotel gefeh.'u worden. Das den Fall besonders widerlich macht, ist der Umstand, daß die Türk mit ihrem etwa drei Jahre alten Kinde im Arm sich im Stundenhotel eingebunden habe Don besonderem Interesse war die Aussage der jm Hotel awaestellten^ Bedienerin, die auch Smbenmädchendienite leistete. Sie erklärte, daß sie sich ganz genau erinnere, daß sie das Paar gesehen habe, sie Wiste fufr genau zu erinnern daß die Türk ein Kind im Arme getragen habe, so etwas vergesse man nicht. Auch Zwei weitere Zeugen sagten belastend auS. Allen diez'm Zeugen gegenüber bliÄ die Angeklagte dabei, es liege ein Irrt u m vor. Narb durchgeführter Verhandlung verurteilt« der Richter die Sophie Türk wegen Uebertretung des Ehebruches zu einer vierzehntägigen Arreststrafe Die augeforderte Wohnung des Gattenmörders Eine seift« same WvhnunoSaiVorderung lag gestern der Mietkommistion des Bezirksgerichtes Leopott/tadt zur Uebewrüfnng vin. In der Nach? vom 13. auf den 14. Juni hatte der ehemalige obgobaure Gerickrskanzlist Albert Anton Mautner in seiner Wohn-nng. Rueppgaste 23. seine Frau Regina Mautner, unter bisher noch unaufgeklärten Umständen erwürgt. Mautner wurde wegen Verbrechens deS meuchlerischen Gattenmordes dem Landesgerichie eingeliefert. Die Wohnung wurde unmittelbar nach dem Morde gerichtlich gesperrt^ die beiden verwaisten Kinder wurden provisorisch im Eltsabethinerheim unterz^bracht. Das Wohnungsamt der Stadt Dien ließ die Mahnung anfordern. In der Zwischenzeit kehrten nach Aufhebung der gerichtlichen Sperre die beiden verwaisten Kinder mit ihrer Großmutter in die Wohnung *urud. Di? Sckwoster der ermordeten Frau Mautner, Frau Fanni Uhrmacher, erhob gegen die Anforderung der Wohnung dm Einspruch, über welchen gestern verhandelt wurde. Die Merkormnission gab dem Einspruch Folge und hob die Anforderung als ungesetzl ch auf. ♦ ssesteVkelte P'rnne ---- MM#1/, Ikentlmee. AmzaNung Wien -°- 0.00808/„ Centime«. In Zürick notierte 27./11. 2e.n1. die östeneicksiclie.Krom ...... 0.0080'/, 0.0080»/ die österr. peßktzipelte Krone . . . . 0.0080*/* 0.0081 die tlcßeckische Krone. 16.65 16.72'/, die Mark.pro Milliarde .Holland. 218.10 218.25 Neir>-?'ork 571.- 572.50 London.. . , . > 26.01 25.01 Baris.. 80.Ö6 81.15 Mailand .. 24.77 24.82 Velarad............. 6.56 6.50 Vnkarest .......... 2.92 2.77 4.88 4.45 Budapest »»».».»»«».. 0.0802 , 0.03 Warschau .. —.— Polnische Napbchaproduktion. Durch di« Eröffnung neuer Naph'hagrnben wurde die Produktion im Borhslawer Beiden um zirka 23 Zisternen Erdöl monatlich erhöh! und beträgt geaenwärtig 185. Ebenso stieg die Erdgasproduktion um 150 Ki'bkdM'"ier pro einer Minute, wodurch die Borvsla-wer Produktion di? Tusta-nowitzer überstziea. Aus dem Erdgas wird immer mehr Gasolinbenqin enzeugi. In der letzten Zeit wurden Gasolinfabrikon auf den Schächten „?ofia". „Gottfried" und „Rabaechn" (SMaplanas errichtet. Die Produktion des neuevbohrten Schacht-tz „Las'.cz". Eigentum der Finna CdikuS» .Kraft u. Co., beträgt täglich 4M Zisternen und 80 Kubikmeter Erdnas pro Minute. Die neuerbohrten Schachte „Alexander 2" (Silvaplanal produziert 3,5 Zisternen täglich, „Photooän" 1^ Zisternen Erdöl täglich und 6 Kubikmeter Erdgas pre Minute, „Gottfried 1" zirka 6 Zisternen Erdöl täglich und 8 .Kubikmeter Erdgas pro Minute. S. A. Fanto erivarb in der lebten Zeit van der Firma Segall, Lifffchütz n. Miernik in Bortzssaw die Schachte „Pissudski 1 und 2". „Barber". „Ermuha". „Pllsudski 3". ..Berthold 1 und 2" und ..Bruno" in Mraznica. Di^e Schächte prvduqieren zirka 90 Zisternen Erdöl monatlich und 93 Kubikmeter <^as pro Minute. Die +^-oTt-dre Produkt wn Vieler Gefellschatf stieg van 18.6 Zisternen auf 21 täglich und tvntt 02 Kubikmeter Erdgas auf 95 .Kubikmeter pro Minute. D>'e Transaktion bedeutet eine weitere Verringerung des Besitzstandes der Reinprodnzenten zu winkten der R E'-nerievroduzenten. Di« Wiener Gesellschaft Browar kaufte in Borvslaw die Sbäch'« ...Krakow", Poznan", „Wroclaw" und die Schächte der Pewprostiner Gesellschaft in Pereprost-in Die Petromin-A.-G-, di« dem Konzern der Lombarduiw ESkomwebank in Wien anoehört, erwarb von der S. A. de Entrepr'«-'s CommercialeS in Bafel die Mrhrbeit der Iriaa^lktien. Zur Finanrieruna dieser Transaktion wird «ine Erb">buna des Mieukapitals beabsichtigt. Di« Wiener Gesellschaft „Petrol" erwarb die nicht in Betrieb stehende Gru1>e „Flora" in Tustanowire, um dort die Produktion anfzuuehmen. 1., Judenplatz Nr. 6 Telephon 65-4-56 Telephon 65.4-56 Kulanteste Durchführung aller bankgeschäftlichen Transaktionen sowie Verwal'ung von Qeldern im Kontokorrent- I Verkehr zu dem jeweils geltenden Reportzinsfuss. S7 Copyright 1924. Nachdruck verböte«. J. Ladjachnikofl-Verla?, Berlin. (SO, Fortntzuirz.) Snkel Moses. Roman von Schalom Asch. Den ,^wei Token" zu Ghren versammelten sich sämtkrche Kusminer Landsleute am Abend vor Abgang des Schiffes beim Onkel Berl, um von „den Toten" Abschied zu nehmen. Die „zwe Toten", der albe Melnik und Onkel Berl, saßen am Tisch obenan und tranken den Landsleuten ,Zechajim" 51t; ihre Familien, Töchter. Schwiegersöhne und Enkel nahmen von ihnen Abschied, sie weinten wie bei vin-em Begräbnis. Die Landsleute baten beide um Verzeihung für Unrecht, das sie an ihnen begangen, wie man eS bei Verstorbenen tut. ,^Las gibt es denn für einen Unterschied zwischen uns? Wir alle werden heimfahren, alle werden wir dorthin sichren, wohin sie fahren!" so rief ein Kusminer, ein alter Mann, der auch nach dem Friedhof von Kusmin Sehnsucht hatte. „Reb Berl, grüßet alle dort!" „Wenn ihr dort meine Leute sehet, Reb Morde.chai, so grüßet sie ..." „Leget Fürbitte für uns ein" rief eine Frau und schluchzte laut. Me „Toten" selbst waren sehr lustig. Sie fühlten gar n-icht, daß fi« sterben fuhren. Onkel Berts Augen leuchteten und er fuhr sich zufrieden durch den Bart. Sein Aussehen war das eines Menschen, der daran ist, ein Glück zu erlangen, das er sein ganzes Leben lang erloartet hat, eines Menschen, welcher jetzt den Lohn für die Mühe seines ganzen Lebens empfängt. Ruhe und stille Heiterkeit sprachen aus allen seinen Bewegungen. Auch der alte Melnik war lustig, er trank jedem zu und witzelte: „Wenn ich deinen Vater, den alten Chaim drüben in der anderen Welt treffe, wird er mich natürlich fragen: Was t«tt» «ipmtKdt meist Sohn in SlmveriLa? Ich werde ihm antworten: Dein Sohn frißt Schweinefleisch und entweiht den Sabbat, deshalb wirft dich dein Grab immer wieder heraus. Dann wird er schon über dich kommen und dich bei Nacht erwürgen. Du wirst schon noch dein Teil bekommen — 0, wirst du noch dein Teil bekommen!" Und alle Landsbeute lachten herzlich über den „Toten", der Witze machte. Die Landsleute kamen zum Schiff, um den ,Zoten" das Geleite zu geben; es fah aus wie ein wirkliches letztes Geleite. Die Kinder weinten, fielen dem Vater um den Hals und baten ihn um Vergebung: „Vater, vergib' uns, wenn wir etwa nicht recht gegen dich gehan'delt haben." „Vater, wir werden dich nie vergessen. Solange du leW, werden wir dir Geld schicken." „Lange werde ich euer Geld nicht benötigen", Onkel Berl lächelte ruhig und gut, „bleibt gesund, liebe Kinder, und denkt an Gott Tann rief Onkel Berl Charlie, seinen einzigen Sohn, beiseite und sprach zu ihm: ,^Ich habe nur eine Bitte an ssch. Freilich, ich hätte gewünscht, es wäre anders ... .ich kann ja nichts tun. Aber das eine versprich mir. versprich es mir mit Handschlag, daß du es halten wirst: Wenn du hörst, daß-alles vorüber ist, sage den Kadisch nach mir. Versprich es mir, mein Sohn ..." Die Landsleute standen beim Schiff und sahen der Szene zu; alle wußten was der Vater jetzt von sej.n«m Sohne verlangte, und alle erinnerten sich an ihre eigenen Kinder, alle dachten daran, wie fern und fremd ihre Kinder ihnen in Amerika geworden'waren. Und die Landsleute begannen zu seufzen. Da und dort wurde'heimlich eine Träne aus den Augen gewischt und einer flüsterte dem anderen zu: ,^Fst denn mein Sohn besser? Oder deiner?" Charlie, welcher in den paar Jahren zu einem großen und «hageren Burschrn mit zwei kräftigen Händen und einer breiien, knochigen Brust hcrangetvachsen war, stand da wie einte Statue. Er begriff, daß der Vater etwas Heiliges i*nt? 28. November 1288 Nr. ITJR Der ungarische Bankausweis vom 23. d. zeigt eine Zw nalnne des Slaa-tSnoienvorkshpeS um 8SL Milliarden Kranen, f'viu’r wies das Wechselpartefeuille eine EchShung um S4,S Milliarden Kronen auf, wogegen die Giroguchaben eine Vev- Minderung um 9 Milliarden »Kronen hotten. Gloarlnoknrse der Österreichischen Ratlonalbank vom 27. November 1928. Zahlungen) Amuferdam f. 1 holl, dulden Atrram 1!»<«. Kronen . . . neWnd I nin^r . RerMn* 1 deutsche Reichsmark Rrne-e’ 1 helcUche Franca , Pnrtaneat I unnarlsche Kronen Bnknreat l Lei. Chrlatlnnln 1 nnnve«». Kronen Kooenharen l dünlariie Kronor London 1 Pltind Sterling . . Madrid! Peaetas ...» * Mailand , Lire .,.!!! New York l Notier..... Paria t France ...... Pra«r 1 fachecho-slow. Kronen Solln 1 Lewa . Stophhnlnt 1 achwedlaeheKronor Warschau** I nolntache Mark, Zürich I aehwelrerlache Franc* Zinsfuß Geld 27110.-. 8:o._ sn- «.a» 3304. 3.T0 Sflt.- loiso.- 12833.- 31 5',. 9130,- fl 3 8S.- 4 70035.» 8 3807.- 5 3001.- 7',. *33,- 4‘|, IN370.- « 19«.- 3 12445,— 4 6 fl R 4*1. fi 8 5 fl 3 Wer« Kurs von 38. Her, (leid wan 37390.- 271VL- 373*8.- 814.- 807.- 814.- 8»5.- 807— 8.« 7.7» SLs 3519. - 8384. - 3399.- 3.80 3.« 3.7? 393.- 3'S,— 389— 10220. 10180— 10330— 12870.- 13330— 12570— 311000—309300— 510300.- 9170— 0130,— 9179— 3098.- 3A*1— 50*9— 71195— 70035— 71199— 5993— 5987— 3883— 2071— 20*7— 2087— fl42— *38— 542— 18430— IPJ70— 18430— 230— 200— 240— 12495— 12375.- 12425— Noten Amerlkan. Nolen v. fl Dollar aulw, 70.190— 70090,— 7nsm— 70990— , » kleinere . , . 70190— 709*0— 704*0— 70690— Relrlache Noten 100 Franca . , 3790— 329«— 3240— 3270— Bulgarische Noten eu 1000 Leva . 31 fi— 524— 8111— 824— . . im . > . , kleinere . . . 40(5— 1504— 490— 504— Dänische Noten 100 Kroner . . 12680— 12790. - 12380— 12460— Deutsche Noten*. . . » » » 7.20 f 7.90 7.20 7.80 , „ kleinere* , . . 6.70 7.30 0.20 6.8f EnuL Noten von fl Llvrest. aufw. 3«8300— 3T9800.- 307500— 509100— „ , kleinere. 300 >»— 30^00— 307300— 308900— PransflsUche Noten 100 Francs . 3930— 3*50— 3«o— 3650,— HoPHndlache Noten 100 dulden . 299*0— 271V— 269*0— 27150— Italienische Noten v. 100Ure aufw. 30SO— 3070— 30»— 3040— . . Heinere . . . 3030— 3050— 3rOO— 3IÄ0— JuttosL Noten nnsest. zu 1000 Dinar 809— 815_ »99— 808— . . . , 100 . . . . kleinere . . 799— 8T0— 789— 795— Norwegische Noten 100 Kroner , 10080— 10130— 10^50— 10130— Polnische Noten **. 190— 230— 209— 240— , , kleinere** . . . 180— 220— 110— 230.- Rumänische Nolen T.nlono«i.SOOLel 35«— 354— 348— 352.- . kleinere . . , 330— 334— 323— 332.- Russ. Noten (Roman.) zu M0 Rubel —— —— —— , —— . „ . .100. , , . kleinere. . Schwedische Noten IOO Kronor . 18160— 18260— 18HH- 18260— Schweizerische Nolen 100 Francs, 12330— 12410— 12280— 12340— Sv»nIsche Noten 100 Pesetas . . 9010— 9090— 9010— 9090— Tschecho-slow. Not. v.lOOOaufw. 2038— 2054— 2034— 2050— , , kleinere 2033.- 2049— 2029— 2045— Ungar. Noten (neue Eni.) zu lOOOKr. 2.05 2.23 2.04 2.24 . . zu 10.000 Kr. . . . , . kleinere. 2— ».70 1.99 1» 9 . flieinric » «•*-* filto * Für 1 Milliarde Mark. ** für 10.000 poln. Mark. Wiener Börse. Schwächer. Heworgerufen durch die SchwiarigkeÄen. welche sich be^ den Stre-iikverhandlnuaen in der Industrie «gelben haben, er« äffMte die g strige Bö ose in kulstbolser und schwächerer fcaätiMtflj. Zur Reserve trira auch vielfach die noch immer mchMende Rv> grerunffskrife in Deu-ischtand bei. Wenn die Msckwächungen mir geringen Um-fiana hatten, so war dies bim Itanfttotifc zuzuschrei'ben, daß allgvmein die Ansicht vochervschend war. der Streik werde ern« ftünftiiae Lüstma finden. Nack Evlddigunig der e-rsten Verkäufe trat eine leichie Besieruna m, tfte jädoch nicht von langer Dauer war, da RecWaitionen einen Kursdruck auf einzelnen GeAeten anS'Mtzen. Von den Kuliifewsrten v-eÄore«: Bvit.-onw. BanE 5000 K., O sterr Kredit 7000 K., UnE. Kredirr M.000 K., Unionibank und ZivnoistensSa si 10.000 K., GwatSbalhn 15.000 K>, Mpine 18000 K., Felften 21.000 St,, Kriuipp 11.000 K„ Skoda 89.000 St., lDaagner 24.000 St., €5dnenS 12.000 St., Sai'go 28.000 K.. Toifailer 25.000 K. Ossterr. Hof- Herr 7000 K.. Ungar. Hoslhevr 16.000, Gail. Kachathen 22.000 K. Hinaegen waren Südlbcchn-Prionitäten Gegenstand regerer Nachfrage und wichen nach mvhchachrn Schwankungen eine SteMvumg um 18.000 K. aizf. Teures von ihm verlangte. Er Haide Mitleid mit ihm und nickte zustimmend mit dem Kopse, doch sprach er kein Wort. Er konnte dem Vater gar nichts sagen, denn der Vater war ihm wahrhaftig fremd. Die Mutter liebte er, da sie sich stets feiner angenommen und ihn gegen die älteste Schwester verteidigt hatte. Doch der Vater mit seinem Beten, Lernen und feinem ewigen Frommsein — was konnte er für den Vater empfinden? Die Schwiegersöhne standen in einem Winkel und sprachen leise miteinand'er; sie sammelten Geld und der älteste Schwiegersohn, der aus Galizien, übe.rrerch1e es Berl: Schwiegervater, das habt Ihr, wenn es nach 120 Jahren nötig sein sollte, und Ihr sollt ..." „Für das, was nach 120 Jahren nötig sein wivd, brauche ich kein (Mb; dafür habe ich mir, Gott sei dank, selbst etwas von meiner Arbeit erspart", Onkel Berl zog einen kleinen Geldbe-utel hervor, den er auf der Brust trug, „aber bis es nach 120 Jahren so weit ist, bis dahin verlasset mich nicht. Lange wird es bis zu den 180 Jahren nicht mehr dauern ... das spüre ich schon .. Onkel Berl lächelte heiter. Als es zum Mfchied von feiner Frau kam, da verstund das alt« Paar erst, was Amerika für sie bedeutet hatte. Sie hatten nach Amerika ihre Kinder gebracht. Die Kinder hatten ihnen Amerika genommen. Aber sie selbst sp'e Amerika wieder aus und warf sie wie einen wertlosen, nutzlosen Fetzen wieder weg. Amerika hatte sie in ihren alten Tagen getrennt. Doch aus 1>er alten Mutter zieht es noch ein wenig Nutzen. Den alten Vater aber schickt es heim zum Sterben. „D«r Tod hat uns nicht trennen können und Amerika Hai uns getrennt", rief Geiiendol und wußte nicht recht, was sie damit meinte; doch sie fühlte in sich einen großen Fluch gegen das Land, welches ihr alles genomnren hatte, ihre Kraft, ihr Leben und ihre Kinder, welches düs ausspett, was es nicht mehr braucht. . . (Fortsetzuna fol«t.b D2D

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.