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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-24 · Heft 1716 (24.11.1923) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1716 (24.11.1923)
Date
1923-11-24
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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BeSe V Wien, SaM'iatz SCOiettet? Movgenzeltung."^ Vme solche Verbrndun-g märe aus künstlerischen Gründen höchst bedauerlich gewesen. Noch immer ist daS Wiener Burgtheater „eine Klasse für sich", wenn auch durch die Ungunst der Zeit, vielleicht auch unkünstlerischer Einflüsse, der alte Glanz verblichen ist. Es ist aber nichts zu .unterlassen, was die Bedeutung des Buvgtheaters erhöhen kann, und gerade fetzt ist wieder ein Aufschwung gu verzeichnen. Durch die Verbindung urtt einer Privatbühne hätte das Bnrgtheater endgültig seinen Rang deÄoren. Gegenwärtig wird ein Projekt traten, wonach die Bundesthvater entstaatlichi und vollkommen autonom werden sollen. Auch diesem Projekt wäre es vorzlsziehen, wenn Buvgcheater und Oper Staatsbühnen bleiben könnten und wem: sich ein Weg fände, diese Kunstinstitute zu sanieren, ohne auf den Widerstand des Generalkommissärs zu stoßen. Sind diese beiden Bühnen auch nur Kunstbesitz, so stellen sie unzweifeHafft doch einen sehr kostbaren Besitz der Republik vor, dessen sie sich niemals entäutzern dürfte. Lyroltr 78. Sebnrtstagrseier. Rudolf Tyrott, der unübertreffliche Charakteristiker, Liebling ztveier Generationen, mit seinem künstlerischen Wesen völlig im Wiener Boden wurzelnd, wurde bei seinem gestrigen Auftreten in „Lolos Vater" aus Anlaß seines 75. Geburtstages, den er in beneidenswerter Frische begeht, im Deutschen Volkscheater mit enthusiastischer Herzlichkeit gefeiert. Nach den: pveiten Akt versammelte sich eine zahlreiche Aratulantenschar um der: Jubilar, der zu einem Ehrensitz geleitet wurde. Als erster Redner sprach Direktor Bernau, der in knappen Worten ein schönes Bild von Tyrolts Künstlerschaft umriß. Bürgernreister Seitz hielt eine warme Ansprache und kündete an, daß er im Gemeindevat die Verleihung des Ehrenbürgerrechtes an Tyrolt beantragen werde. Weiters sprachen ein Vertreter des Staaisamtes für Unterricht, der Präsident res Volkstheatervereins sowie Vertreter anderer Körperschaften. Herr Reimers überbrachte die Grüße des Burgtheaters. Herr Kutscher« sprach als Regisseur des Hauses launige Worte und präsentierte ein Angebinde. Selbstverständlich gab is eine Fülle von Kränzen. In einer schlichten Ansprache dankte der Gefeierte für alle Ehrungen und schloß unter jubelnden Ovationen des Publikums mit den Worten: „Bewahren Zie dem alten Tyrolt, auch wenn er nicht mehr auf diesen Brettern steht, ein freundliches Gedenken!" In der Vorstellung selbst hatte Throlt alle Register seines unverwüstlichen Humors aufgezogen. —d. „Knnftgemeinschast." Die diesjährige Herbstausstellung der ,/Kunstgemeinschaft" tat Glashaus des Karsergartens enthält eine stattliche Anzahl von netten Sachen u-rtb Sächelchen. „Nett" auf Dinge der Kunst angewandt, ist aber bekanntlich stets ein Verlegenheitsvort, und in der Tai ermangelte ein großer Teil der ausgestellten Objekte stärkerer charakteristischer Züge. Sauber gearbeitete Landschaften hat Seidl 'beigesteuert, P-irkherts an Pettenkvfens Art gemahnende Bilder sind wirkungsvoll in den Farben, Lurie Froß- Neuste ins „Fischer am Strande" frische Impressionen, an denen namemlich das gut erfaßte Lpiel der Lichter anspricht. Ein Frauenporträt von Slajna operier: glücklich mir dem Zusammenspiel von Grün und Rot. Weiters wäre auf die Bilder Katchadauwiens hinzuweHrv, der in exotischer Farbigkeit schwelgt; von den übrigen mären Elisabeth Jung, Rob. Steiner, .Nil mann, Sterniseld, Horacek (ein leuchtkräft.iges Interieur) zu nennen. Wilhelm K a.u s m a n u s Graphiken haben Eigenart, seine Oelmalereien stechen durch helle Töne und emem Zug zur Plastik hervor. Auch die Radierungen von Sandstein sind Arbeiten von künstlervscher Qualität. r. d. - Max Reinhardt über Ben Zwi-Baratoff. Asus Rc-v-Aor-k wird uns' berichte:: Max Reinhardt, der sich gepMivärtlg in. Amerika aushält, wurde bei seiner Landung in New-N-orlk von' einer großen Zahl Pressevertreter erwartet und nach amerikanischer Sitte sofort „ausgchragt". Mir dem Vertreter des - .Morning Journal" unterhielt sich Re-mhandt über den- Änteil der Juden an der BühnenLunst -in den letzten Jahr- Mmen. Reinhardt erklärte, daß die größten BüHnenLÄMdr' d-w (Aegeuwar-: nmd auch der jünchten Drrganigsrcheit Juden sind uns daß er eine Ar brät über diefr Frage vorbervite. in rvelcher er seine Behauptung auch beweisen werde. Besonderes üab zollte er den Schan-spiÄern der auch in Wien bekannten Wi'inaer Truppe und dem künUerffchen Können des russisch-südischeui Schauspie-lers Ban Zwi-Baratoff, welcher gegeuwärirg irr Philadelphia unter großem Bchfall des PMiLums auistritr ums den Reircharidt in Wien kennen lernte. Am selben Tage wie Reinhardt länderen auch zwei Delegierte der Oberammergauer Passtonsspirle, Wilhelm Lechner und Be-ncdikt S tar h'l, die nach Amerika fuhren, um dort mehrere Verträge für eine Serie von Aufführungen der PaMnsispretle aLtzujschlreßen. „Die Not in Calais" Hans Hadem ann hat die bekannte Historie von den sechs Bürgern der hungernden Stadt (üailais, die sich opfern und um dieses Opfers willen oont Eroberer verschont werden, nöuerdinigs dvamat-iffch beiarbettet. Bekcmnttrch hat Georg Kai As er denWben Stoff in seinem ausge-zeichueten Drama „Die Bürger von Calais" ibchandelt. Havemanns Drama, das in Wdesheim zur UrauMhvunig gelangte, kann neben dem Werke Georg Kaisers nicht bestchen. Es ist all-zu lyrisch geraten, wenn auch der Diollog bemerkenswert fein geführt ist. Die Novität, die von der dortigen Freien Volksbühne $11 AuGi'chrung gebracht tefce, hatte einen Achtungserfolg. ' Am de» Theatern. VolkZoper. Heute: „Lohengrin". Morgen abends: Sigismondv Z a l e s ch i als AmonaSro in „A i d a". Die Direktion hat die Opern „DieVögel" von Bra » nf e l s und „AnnaKarenina" von H « b a y znr Erstaufführung in Wien erworben. . ZurDeutsche« BolkStheater wird Alexander Moiffi bei seinem diesmaligen Gastspiel noch dm König in der neu inszenierten „I ü d i n v o n T o l e d o", den Monte» zuma iu Gerhart HauptmannS dramatischer Phantasie „D 11 t« itz« H «N« nd" und den Rustan in GnIlparzerS -Der Traum einLeben" spielen. — Die heutige Aufführung von RittnerS um einstudiertem Don Juan-Spiel „Unterwegs" mit Alexander Moissials Baron beginnt pünktlich um 7 Uhr. Im R a i m u n d - T.h e a t e r wird zur Erinnemng an die vor 30 Jahren erfolgte ErWung des Hauses für Dienstag den 27. d. das Volksstück mit Musik „H e i m g'f u n d e n" von Ludwig Anzengruber mit Willy Thaller in der Hauptrolle neu einstudiert. Im Carl-Theater gastieren ab Montag den 26. b. allabendlich Mizzi Z w e r e » z und Paul O h l m ü h l in der Nedbalschen Operette ,,P o l e n b l« t". — Für die nächste Operettennovität am Carl-Theater „Glück bei Frauen" von Bruno Granichstädten wurde der jugendliche Operettensänger Fritz Schulz vom Berliner Nollendorf-Tbeater engagiert. Im Lustspieltheater verbleibt die Schwanknovität „Der Held ihrerTräume" mit Haust Niese auch die nächste Woche allabendlich auf dem Spielptan, nur D i e n S t a g den 37. d. findet eine Unterbrechung statt imrch die Aufführung des Lustspiels „Madame gastiert", und Freitag den 30. d. wird als Literarischer Abend „W e t t e r l e u ch t e n" von August Strindberg gegeben. Im Johann Strauß-Theater geht als nächste Novität vor Weihnachten „N u r e in B a j a z z o", Operette in drei Akten von Michael K r a u s z, zur Aufführung. Bis dahin;eht täglich die Operette „EinMarchenausFlorenz" u Szene. In der I ü d i f ch e u B ü h n e, 2. Bez., Taborstraße 12, gelangt heute SamStag und morgen Sonntag Zolotarewskis Drama „A j e d e r F r a «'S B e r l a n g e n" mit der amerikanischen Künstlerin Henriette Schnitzer in der Hauptrolle zur Aufführung. WochenspielplanderStaatsoper. Sonntag den 25. d. um 7 Uhr „M a n o n L e 8 c a u t": Montag den 26. d. „Der Zwerg", „G i a n n i S ch i c ch r"; Dienstag den 27. d. „D i e F r a u o h n e S ch a t t e n"; Mittwoch den 28. d. „D e r M a s k e n b a l l"; Donnerstag den 29. d. „D e r Z w e r g", „G i a n n i S ch i c ch i"; Freitag den 30. d. „M a no n"; SamStag den 1. Dezember „Aid a". Im Redoutenfaal. Sonntag den 25. d. „Der Barbier von Sevilla"; Samstag den 1. Dezember „Der Barbier von Sevill a". Woche nspielplan des BnrgtheaterS. Sonntag den 25. d. um 2 Uhr nachmittags „Der Bersch w e n d e r", um 7 Uhr abends „Wenn der junge Wein blüht"; Montag den 26. d. „Das Wintermärchen"; Dienstag den 27. d. „Die Stützen der Gesellschaft"; Mittwoch dm 28. d. „Cäsar und Cleopatra"; Donnerstag den 29. b.. neu einstudiert, „Der Richter von Zalamea"; Freitag den 30. d. „D e r Schwa n"; Samstag den 1. Dezember „Anna K arenina". Wochenspielplan de 8 Akademietheaters. Sonntag den 25., d. um 3 Uhr nachmittags „Klein D o rri t", um halb 8 Uhr abends „D as stärkere Band"; Dienstag dm 26. d. „Der Bibliothekar"; Mittwoch den 27. d. „W ö l f e i n d e r N a ch t"; Donnerstag den 28. „B n n b « r y"; Freitag den 30. d. „D a 8 stärkere Band"; SamStag den 1. Dezember „Wölfe in der Nacht". Wochenspielplan des Deutschen Volkstheaters. Sonntag den 25. d. um halb 3 Uhr nachmittags „Die Brüder von S i. Bernhard", um 7 Uhr abends, ferner Dienstag dm 27. und Freitag dm 30. d."„Unt erw e g 8" (Baron: Alexander Moiffi als Gast); Montag dm 26. d. „D er A r z t am S ch ei d e w e g e" mit Alexander Moiffi; Mittwoch dm 28. d. „Paraeelsu s", „Er i st an allem schuld" ..mit * Alexander Moiffi; Donnerstag den 29. d. „D o « C a r l o s" (Posa: Alexander Moiffi). Wochenspielplan des Raimnnd-TheaLers. Sonntag den 25. d. um halb 3 Uhr nachmittags Wiener Kammeroper: „Die B o b e m e", um 7 Uhr abends „F a f ch i n 8“ (Gastspiel Leopoldine Konstantin); Montag den 26. d. und Smnrtag dm 1. Dezember „D e r S t a r" (Gastspiel Leopoldine Konstantin); DimStag den 27., Mittwoch dm 28. und Donnerstag den 29. d. „Heim g'f u n'd e n" (mit Willy- Thaller); Freitag den 30. d. „Zwei glückliche Tage". Gerichtssaal. Beleidigung eines Rechtsanwaltes durch einen Kollegen. Bor dem Strafrichter des Bezirksgerichtes FünGcrus fand gestern eine Verhandlung statt, forc der Rechtsanwalt Dr. Engelbert Zinsler gegen feinen BvntfsLolleyen Dr. David Wender e-inge'bracht hatte. Wie iit der Klage ausgeführt wird, lag dem Falle folgender Tätlbestand zugrunde: Seitens des Wohmnrgsamtes trnwde dem Kläger eine im Hanfe Rostnaqasse,1 befindliche Wohnung 19 angewiesen. Gegen den Zuwevsungsbefchluß hatte der Hauseigentünter Prof. Karl Horand durch Rechtsaitwalt Dr. David Wender Einspruch erhoben. Als dem klägerischen Rechtsanwälte am 8. Oktober die Wohnurrg NÜergchen werden «sollte, drang der Hcmsbeforger Rappaport evgemnächtig in die Wohnung ein und eMarte, iftc mcht mchr verlassen zu wollen. Unmittelbar darauf erschien Doktor Wender und erklärte gegenüber dem intervenierenden Wohnungskommissär lFulins Sommere r, daß der, .Hausbesorger über seinen Ratschlag vorgehe ud daß er hierfür die Brrantwormni übernehme, weit der Zuweisungsbes ch l u ß noch nicht rechiskräftig fei rrnd daher die Wohnung von Doktor Zrnsler noch nich: biogen werden dürfe. Z-inÄer, berichlete sofort über diesen Verfall dem Wohnungsamte; dieses Orderte ihn auf, die Wohnung am nächsten Tage zu oe- Zichen. Znnt Zwecke der Durchführung dieser Verfüguttg begab sich Dr. Zmsler am nächsten Tage um 9 Uhr in die Ämtskanzlei des Wohnungskommissärs. Er traf dort den Doktor Wender, d-:r gerade dem Kommissär auseinandeHetzte, daß Dr. Zinsler ra'gS zuvor sich ihm gegenüber ehrenwörtlich v e rgslichrer habe, die Wolmung bis zur Envscheiduug des Einspruches durch die Mictkommission nicht »zu >beFiÄhen.. Doktor Zinsler erklärte, daß ein solche ehrenwörtLiche Verpflichtung seinerseits niemals erfolg: sei. Hie-muf habe Dr. Wender Dr. Zeisler vorgeworren, daß er d.e chrenwvrtlich gegebene Verpflichtung verleugne. Der Beschuldigte erklärte bei der Verhandlung, «daß »er niemals behauptete habe, sein Gegner (Dr. Wender) habe sein Ebrenwo": gebrochen. Wohnungskommiffär Julius - Sommer«, in dessen Bureau sich die WrenbÄeidiMngsfzene abgespielt hat, gab, als Zeuge einvevnommen, an, der Beschuldigte habe ausdrücklich erklärt, Dr. Zinsler habe .sein Ehrenwort gchrochen. Nach dmchgcksichrtem BeweiSverfahren erkannte Dr. Richter Len boschuldigten Rechtsanwalt Dr. David Wender der Ghrenbeleidigung schuldig und verurteilte ihn zu «eine Geldstrafe von fünf Mtllionen Kronen, eventuell zehn Tagen Arrest. Der Verurteilte berief gegen das Urteil in Punkto Nichtigkeit, Schu«ld und Strafe. Ehr« Vater und Mutter. Zu unserem unter diesem Titel am 17. d. erschienenen GovichtsMlbericht wird uns Mitgeteilt, daß als Zeugen nicht Vertvandte der Frau Adelgunde Kronenjels, sondern die Verwandten der Fra». Herta Kvonemett erickie«» fab M. Nobeitcher 1983 Volkswitt Gestemvelte Krone --- 0.8080'/, kentim«. Aurrahlung Wie« --- 0.8880'/, Centime». In Zürich notierte 23./11. 22,/1L die österreichische Krone.. 0.0080»/, 0.0080% die österr. gestempelte Krone . V. » 0.0080»/, 0.0081*/, die tschechische Krone. 16.67 % 16.72% die Mark.pro Milliarde —.— Holland »••••• >••*••• 217.90 218.76 New-Aork............ 673.— 672.75 London... 26.07 26.16 Paris ... 31.— 31.80 Mailand 24.86 26.10 Belgrad 6.57*/, 6.62*4 Bukarest «.».,»• * . * 2.76 2.90 Sofia 4.76 4.76 Budapest .... » » 0.0302 0.03 —.— Lar Bndget für dar Fahr 192t. Der Entwurf des BundeZfinanzgesetzeS für das Ja>hr 1924 liegt jetzt im Druck vor. Das Defizit deS Jahres 1924 wird mit 836,7 Milliarden Kronen präliminiert. Gentäß dem Wiederaufbaugesetz hat aber das Defiztt nur 14 6,7 Milliarden zu betragen. Es wird demnach in den Artikel 1 des BundesfrmutzgesetzeS die folgende Bestimmung ausgenommen: „Die Bundesregierung wird im Sinne des Genfer Protokolls 3 und des Wiederaufbaugesetzes angewiesen, die Gebarung so emzurichten, daß der tatsächlich« Ab» gang des Jahves 1924 nicht mehr als 146,7 Mlliarden Kromn betrage und die Herstellung des Gleichgewichtes im Jahre 1928 ermöglicht werde. Zu diesem Zwecke hat die Bundesregierung^ unverzüglich geeignete Maßnahmen einzulsiten, «m die veranschlagten Bundesausgaben entsprechend z«! verringern und die veranschlagten Einnahmen ent-' sprechend z» erhöhen." Die Bundesausgaben. Da§ Erfordernis dev Staatsschuld für das Jahr^ 1924 beträgt 1,198.027,069.000 K gegenüber 798.886.067.009j Kronen für das Jahr 1923; davon ist das Erfordernis der! Staatsschulden Alt-Ostevreichs mit 20.541,760.000 K.> pro 1924, hauptsächlich da die Eisenbahnschulden aus dem' Staatsschuldetat auf das Eisenbahnetat übertragen wurden so»! wie da bei den Markschulden durch den Mariksturz der Kurs»! Verlust aufgchört hat, um 63 Milliarden niedriger! als das entsprechende Erfordernis pro 1923. Das Erfordernis! der Bundesschulden der Republik, in dmen auch! das der Völkerbundanleihe inbegriffen ist, beträgt pro 1924 1,192.072,109.000 K, gegenüber * 734571^95.000 St pro 1923. Die Leistungen an Länder und Gemeinde« werden mit 1786 Milliarden prälimirrlert, ,daS ist um 670 Mlliarden höher als im vorigen Jahr. Die Pensionen erfordern 1297 MAliardm gegen 748 Milliarden im vorigen Jahr. Dagegen sind die Abferttgungen auf Grund deS Abbaugesetzes wesentlich geringer, sie betragen 17 Milliarden gegen 66 Mlliarden im vorigen Jahr. Das Erfordernis des Schulwesens. Die Ausgaben für die Hochschule« betrage« 88,7 Ml- Karden gegen 69 Mlliarden im Jahr 1983, für die technischen Hochschulen 17,9 Mlliarden gegen 11,8 Milliarde»! im vorigen Jahr. Das Erfordernis der Hochschule für Bode«-! faltur beträgt 6,9 gegen 8,8 Milliarden, jenes der Tierärztlichen! Hochschule 6/3 gegen 3,4 Milliarden. Die Ausgaben für Mit«! t el sch ulen erfordern 72 gegen 61 Mlliarden im Bov<^ fahre, das kaufmännische BildungNvesen 4,9 gegen 3,8 Mil-! liarden. Für Volksschulen werden 18,8 gegen 12,4 Ml»! liarden im vorigen Jahr erfordert. Die BundeSerziehungsan-: statten bedingen einen Aufwand von 17,8 gegen 16 Milliarde»^ im Jahre 1923. Für Kunst, Museen und Denkmalpflege werden > 17 gegen 14 Mlliarden im vorigen Jahre erfordert. Der Ans-; wand für Kultus ist mit 89,8 Milliarden präliminiert, wovon! 84,7 der Religionsfonlds sind. Im Etat für soziale Verwaltung ist die KrieySbv- 'schädigtenfürsorge mit 357 Mlliarden veranschlagt! gegen 328 Milliarden im vorigen Jahr. Die Arbeit slosen-> Vers ich er.un g .erfordert eine Ausgabe von 604 Milliarden,) während im Jahve 1923 hierfür 130 Mlliarden cängestellt! tvaren. Der Bundesbeitrag zum ÄleinrentnerfondS ist mit 40 Mlliarden gegen 6 Milliarden int vorigen Jahre präliminiert. Für Bolksgesmvdheit, insbesondere für Krankenanstalten, werdet: 183 gegett 68 Milliarden im Jahre 1923 eingestellt. Für Landunb Forstwirtschast werden nur 110 gegen 123 Milliiarden im vorigen Jahve in Anspruch genommen. Für Straße «bauten werden 30 gegen 28 Milliarden im vorigen Jahre, für Bundes bauten 40 gegen 86 Milliarden, für Wasserbauten 54 gegen 46 MMarden im vorigen Jahre veranschlagt. Me Kosten des Heeres. find auf 660 MMarden (gegenüber 661 Mlliarden im Jahr» 1923) veranschlagt, noch immer eine schwere Belastung deS. Budgets. Das Generalkommissariat tkostet den Staat 4,6 Mlliarden. Die Einnahmen. Die Ergebnisse der direkten Stenern sind mü 1,616.700,000.000 K. gegen 679.060,880.000 pro 1923 veranschlagt, darunter die Einkommensteuer mit 960 Milliarde)! (gegen 509 tm Borjahre), die Aktiensteuer mit 400 Milliarden, die Erwerbsteuer mit 146 Mlliarden. Die Zölle sollen 1,236.400,000.000 K. (um zirka 100 Milliarden mehr als im , Jahre 1923) ergeben,

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