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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-15 · Heft 1707 (15.11.1923) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1707 (15.11.1923)
Date
1923-11-15
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Seite 5_. Dien, Donnerstag' Freihandel und TarWftem. ' (Von unserem Lrndotter Kvrrespondeitieu.) Das eite Schlagwort der euglischeu inneren Politik, der Inhalt der lange Jahre dauernden Kämpfe zwischen Liberalen und Konservativen ist feit einigen Tagen im Munde aller, die irgend einen Anteil am Gedeihen des Landes nehmen. -Freihandel oder Tarispolitik laute: die Alternative. Und seit dem Momente, da sic Herr Baldwin in seiner gras; airgetegten Rede in Plymouth znm hauptsächlichsten Fgktor seiner Regierung erhob, scheint sic auch die übrigen Fragen mr Politik in den Hintergrund zu stellen. Bielleicht wäre es vernünftiger gewesen, den Kainpf ipvischen diesen zwei eurgegengesetzleil Anschauungen aüfzuschtebeii. Vielleicht hätten zunächst andere Mittel versucht ivcrden sollen. Aber wie die Lage heute dem objektiven Beobachter »scheint, gibt es kein Zurück mehr. Das Kabinett Baldwin und nrit ihm die Herrschaft -der Tory-Partei steht und f'illj mir dem Entscheid des englischen Volles, ob es das bisher geübte System der freien Einfuhr iveitechin beibehalten will oder ob es beit' Import durch Schutzzölle erschweren und dadurch die natioirale Produktion bcvoMgcn will. Man rechnet also damit, daß im Lause der nächsten Monate -jeden, «falls bis Frühling — durch Ausschrei b u n g der a l l g emeinen Wahlen das fetzige Kabin-eN an die Wähler appelliercn wird. Inzwischen rüsten die Parteien, um irr dem großen Kampf mn die politische Macht die Wähler aus die eigene Seite zu ziehen. Man verkennt dabei nicht die Tatsache, daß in diesem Falle nicht die politischen Anschauungen urrd die Prinzipienstärkc vorr ausschla-ggdberr-der Bedeutung sein «können. Ein anderer Faktor — das Bedürfnis des Tages, die Not der Stunde — wird aller Boraussich: nach diesrnal entscheiden. Die Situation ruft wirklich nach einer Lösung. Die beispiellose Arbeitslosigkeit, die gclvaltigc Werte moralischer und finanzieller Natur verzehrt, die unheimliche Lage in Industrie und Landwirtschaft schaffen eine Situation, in der eine Regierung, besonders wenn sie der stärksten Partei angchört, ohne ein positives Programm unmöglich ist. 'Seit denr Waffenstillstand ist England zur Borkriegsi»rayis zurückgekehrr. Während die kontinentale» Länder, Amerika und die britischen Dominions seit dem Ende des .Krieges eine Schutzzollpolitik betreiben, um ihre Industrie zu schützen, ist England seiner alten Tradition, dem Prinzip des Freiharrdels, treu geblieben. Die englischen Märkte sind dem Import aus allc>, Ländern frei geblieben; die Folge davon war die wüsteste Konkurrenz und die VorherrsckM des so gm bekannten Dumping-Systems. Die tolle Politik des Herrn Poincare — ivie auch ihre Resultate sein werden — bewirkte'.!, daß Frankreich heute ein gefürchteter Konkurrent für England geworden ist. Mit seinen 2000 Arbeitslosen gegenüber 2,000.000 in England, billigeren Arbeitslöhnen, der -lockeren Steuerschraube, der Reserve bei der Zahlung der Kriegsschulden an die Alliierten, schlägt es den englischen Markt sogar im eigenen Lande in d.'r Aorkshire Wollindustrie. Der Raubzug ins Rührgebiei hat eine Situation geschaffen, die Frankreich erlaubt, ungeheure Mengen deutschen Eisens und Stahles zu Schundpreisen am englischen Markt — den, einzig offenen übrigens — anzubttten. So lange England den Freihandel nicht durch das Schutzzollsystem erseht, ist es allen diesen Gefahren vollständig wisgeliefert. Es zahlt, wie ein bedeutender Journalist neulich bemerkte, für das M-.'fser, mit dorn man es zu schlachten versuche Die Frage erschein, -noch komplizierter, wenn man bemerkt, daß das Streben, den Freihandel innerhalb des Imperiums aufrcchtzuerhalten, trotz aller schöner, Worte nur eine Illusion ist. Die Dominions betreiben eine Schuhpolitik für die eigenen Produkte und sind vielleicht im bestell Falle bereit, den englischen Waren aus den eigenen Märkten den Vorzug zu gewähren. Es gibt also einen einzigen Weg in den Augen vieler Engländer, der zur Besserung führen kann, und der muß dir Abschaffung des Freihandels mit sich bringen. Man scheirlt jedoch auch innerhalb der Regierung noch nichl ganz genau alles vorausgesehen zu fyateit. Denn wie anders läßt sich die Erklärung Baldwins in Manchester, der Hochburg des Liberalismus lind des Frechandels, erklären, daß die Einflchr von Fleisch und Mehl frei sein wird. Die größte Stütze des Tory-Systems ist doch die Masse der Landbevöllrrnng, die ste's über den Niedergang der Landwirtschaft klagt. Ihr unlßte man doch eine Kompensation versprechen. So lauge man über diesen Punkt „ich! klar genug orieirtiert ist, läßt sich das Schicksal der beabsichtigten Neuerung nicht. Voraussagen. Dir Aussichten sind jedoch für das Schutzzollsystem günstig schon mit Rücksicht barmtf, das; das vielleicht der einzige positive Vorschlag ist, der im jetzigen Atome nt angesichts der drückenden Lage von einer der politischen Parteien kommt. Di? Liberalen sind ausgesprochene Gegner des Protektionismus, begnügen sich aber mit der Negation, ohne etwas Positives vorzuschlagen. Tie Arbeiterpartei läßt schon heute erklären, daß sie zwar gegen.den Regierungsvorschlag-ist, will jedoch mit den . Liberalen keine Verbindung eingehen, da sie den einzigen Ans- )K-.| st, einer Bernlögensabgaibe sieht. So Reibt für den Augenblick vie Entwicklung der Frage ckbznwarteu. Das Problem selbst ist von größter Wichtigkeit nicht nur für England, sondern für, den ganze n Kontinent, wenn man bedenkt, daß der englische Markt aus alle Länder die. größte -Anzichnnaskrvst ausiib,. Ae englischen Neuwahlen. London, 14. November. (Tel. d. „Wr. Morgeuzeituug"). Morgen gelangt im Unterhause der Mißtrauensantrag zur Beratung, welchen Ra ms ah Macdonald und Clynes 'oeni Unterhause vorlegen. Darin, wird der Negierung Nachlässigkeit in der Wahl ihrer' Mittel gegen die Ar bei ts-' l o s i g k e j t vorgeworfcu, ferner. bedauert, daß sie den. Einfluß Englands im Ausland nicht wiederhergcstellt habe, nnd ocr RrschlM -ruf Durchführung der Neuwahlen auf üer Grnud- Wiener Movgenz«eitu»s. l-T Novetltber 1923 . Ar. 1WP Ae Schlubfitzung^ies DelcBiertcntaocs Wr österreichischen Noniften. Zu Beginn der Montagltachtsitzung, mit lve'lcher der Parteitag der österreichischen Zionisten seine Beratungen beschloß, erhielt Delegierter Dv. Fa st vom Präsidenten das Wort ltiib gab int Namen der Opposition eine Erklärnng ab. ivelche lebhafte Ilnrtrhe bei den Delegierten erregte. Die in der Erklärung enthaltene Behauptung, daß der Parteitag und seine Beschlüsse nicht legal seien, wurde vont P r äsidentert der Tagung mit Berufung auf die einmütig gefaßten inappellablen Beschlüsse des Parteigerichtes aufs entschiedenste zurückgc wiesen. lieber Antrag des Prof. F r e-n d ging der Parteitag über diese Erklärung zur T a g e s o r d n n n g über. Da der Referent für Jugendarbeit Dr. Klebe x, welcher dem abtretenden Landeskomitee angehört hatte, es abgelehnt hatte, den Bericht über die Tätigkeit des Iugettdreferats zu erstattest, wurde dieser Bericht vom Parteisekretär Dr. Ge l ber vorgebracht. In der darauffolgenden Debatte, an welcher sich die Herren- S ch -w c r t f i n g e r, Dr. W i l h e i m, Ing. F r e n n d l i ch, Dr. B r a n d, Hoch stimm und Brenner beteiligten, kam die Auffassung zum Ausdruck, daß die Jugendarbeit intensiviert werden und daß insbesondere auf die berufliche Umschichtung der Jugend Wert gelegt werden müsse. Die vont Delegierten Prof. Freud im Atomen der Resoltttionskomntission vorgelegten Resolutionen, die. wir bereits in unserer gestrigen Nummer wiedergegebett haben, wurden sämtlich etnstinnnig znnt. Beschluß erhöbet!. Nach der Vornahme der Wahlen, über bereit Ergebnis bereits berichtet wurde, erstattete Delegierter Dr. Felix -die Vorschläge der B. U dg ctkom Mission. welche ebenso wie der Antrag des Referenten ans Erhöhung der Parteistcucr zttm Beschlüsse erhoben wurden, ebenso die Resokttion des Delegierten Freundlich, daß alle finanziellen Aktionen nur im Einvernehmen mit dem Finanzreferenten des Landeskontitc.es unternommen iverdert dürfen. Das dem Delegierteniage als Gast beiwohtiende Aktionskomiteemitglied Dr. Nahum Goldmann besprach sodann die Prinzipien für die bevorstehende K e r e n Hajcssod-Äkti on in. Ocsterreich. Dr. Goldmann wies darauf hitt, daß unsere politische Lage aus§ engste mit den ökottomischen Faktoren in Palästina znsammenhängt. Politik — fuhr der Redner fort -— ist nichts anderes als ein Shstent von Fiktionen. Die wirklichen Kräfte, die man hat, führt man in der . PgPtik nicht jeden Augenblick ins Treffen, sondern nur Fiktionen. Aber hinter diesen Fiktionen läge eines Geheimplanes bezüglich der Zölle verurteilt. Die Wahlparole Baldwins findet sowohl die Arbeiterpartei als auch die liberale Partei wohlgerüstet. Gestern fand bei . Sir Alfred M o n d, dem hervorragenden Mitglied der Lloyd George-Partei und ehemaligen Minister im Kabinett Lloyd; George eine Besprechung zwischen Asquith, Lloyd George und Sir John S i m o n s statt, wobei das Zusammen« i gehen der beiden liberalen Fraktionen bei den Wahlen be-; schlossen wurde. Die Bereinigte liberale Partei hat über diese Verschmelzung bereits ein Commttniqne veröffentlicht. : Das von den vereinigten Liberalen erlassene Manifest bekämpft vor allem die auswärtige Politik der Regierung Baldwin. Der Arbeiterpartei kommt für ihre Wahtpropaganda das llrbeitslosenproblem sehr zugute. Baldwin, dessen Partei im Zeichen des Schutzzolles ähnlich wie im Jahre 1916 zu den Wahlen geht, ist bemüht, eine vollständige Vereinigung mit der Ehmnberlain-Gruppe der Konservativen herbcizuführen. Morgenlhm in Saloniki. Athen, 1Z. Noveinber. (Tel. dcr „Wr. Morgenzei;uug".) Der Generalgouvenvenr von Saloniki gab zu Ehr«n des zmn Dberkontntissür für Fütchtbittgshilfe des Vöökevbttndes ernannten Henry MorgentHan ein Diner, zu wolcheim eine Reih.' von Vertretern der jüdischen Gentoütde Saloniki geladen waren. MorgettHau zu (chren veranstÄteie die jüdische Gomei-nde eilten Cmpsr-ng in der Saloniikic-r Loge B'nei B'rith. Der Mörder Daskalows freisestirochen. Prag. 1-1. Rvvülnbe-r. (Dfchech. Preßbunamt.) In dem - Schwurgerichtsprozeß gegen den Äim-der Daskalows, A-chanas N ikottow, boa-ntlworietm vre Gchchivownen die ovste Fmge, dakhmlMtend: ,,-Jlst Llchanas Nckolow schu'tdig, am 36. Mi'gnst 1923, als er auf DasikÄ»w, in der Absicht, ihn zu - tii-ten, schoß, -ans dies- Weife di-,, Tvid Rchko Daskalows her- ' bpigüfülhvt -zu haben?" mit vier Stimmen Ja und ach-t - Stt'i'm m -e n kän, die zweite Hatlptfragc: „Fst AlhanaZ Mkol-ow jchuWiq. als er aut 36. AuWtjst 1W3 mit. s-ein-er 7 Pistole auf Daskalvw schoß, sine . Tat bega-Mn zu ha'ben, , durch welech eine Lebeitsgefahr eti-tstahett Kann und so die Brr» > letzung des Iwan Bchadz-ejew herbeigaMirl zu haben?" m-i-t drei Slinnnen Ja - nnd n e u n S t \ m m eit Nein und bitc r dritte Hauptfrage wc>gen u-n erlaubten Waffe nt vagensnrit ' zlMf Stimmten Ja. De-r Angeklagte wurde daher u u r lu egen u iterlaatb t-c n Waff<- ul r age n s zu 4 8 S tunden Arzrest Wovu-rtM und die Strafe als durch die Haft verbüßt erklärt. Athanas N'M-ostv.wurde der Polizei betlzaifs- - An Sw o if n n g übeogsben. >r "''.1 müssen anch reale Faktoren stehen. Es ist aber stit unmöglicher Zustand, die Fiktionen benutzen >zu wollen, bevor wir die Realitäten haben. Es ist daher eine loichtigc Attfgabc, in organischer Arbeit diese Realitäten zn schaffen. Ein A n t a g v u i s nt u s zwischett der A u f b a u a r b e i t i tt P a l ä ft i it a und der l a it d espoliti f ch e n A rb e it darf d e s h a l b n i ch t b e st e h c n, weil die Diaspora noch sehr/lange dauern wird nnd ein. rein palästinensischer ZioniSnnls ohne Berücksichttgung des Diasporajudettt-lmts feine Ziele nicht erreichen kann. Das Problem, diese Arbeiten in Einklang zn bringen, ist ein Problem des Primats, des Rangverhällnisses. In unserem gegenwärtigert Stadium gebührt das Primat unserer Arbeit der Palästina-Arbeil, gerade aus dem Gesichtspunkte heraus, daß auch -d'ie landerpolitische Arbeit,' die nottvendig ist, solange es Juden in der Galnch gibt, fundiert sein muß auf dein Jndeninnt in Pa lästina. Es m-uß eine organische Verbindung ^beider Arbeiten geben. Die Leitung glaubt, daß jetzt der Momeitt da ist, um den österreichischen Zionismus und das österreichische Judenlnut für den Keren Hajessvd zn ntobilisieren. Die Leitttng hat sich vorgenommert, gerade die Länder zu äktivierett. welche bisher -itt der Keren Hajessod-Llrbeit nicht aktiv .waren. Der Erfolg dieser Arbeit hängt von der persönlics>en Leistung jedes einze'lnett Zionisten ab. Der Erfolg der Keren -Hajessod-iArbett wird' alle Differenzen zrt überbrücken imstande fein. (Lebha-fte-r Beifall.) Sod^rnn ergriff der* neu erwählte Präfiden-t -des Landes. kontitees Oberbaurat Stricker das Wort. Er legte dar, daß er die Führung des Landes« komitees unter dent Zwange der Berhältniffe übernommen hat und er habe. verlangt, daß ntan ihm in diesem Zeit« punkte alle Kräfte, über welche dir Partei veyfüHt, zur Ber« fügnng stelle. Redner tverve .zu jedem Zionisten den Weg finden, welcher Frieden ttnd Zusammenarbeit in der Organisation wünsche, aber für ihn existiere kein Zionist, der die Legalität der von ihm übernommenen Leitung anzlveisle und er bitte alle, ihm bei der Vertretung dieses Standpunktes zu helfen. (Stürmischer Beifall.) Nachdem Chefredakteur Lo-wy denk Präsidium des Parteitages-, besonders dessett Präsidettten Dr. Ehrlich, den Dattk der Delegierten für die würdige und obsektive Führung der Geschäftes.verdolmetscht hatte, schloß Dr. Ehrlich mit den besten Wünschen für die' neue Leitung den Parteitag. Die Delegierten stimmten die TiAvah an. WW>M>WWW>M>MW>W>>>>WWWMMWWMS!LO. Sefterreich. Ser Ander Vlus ei« Prozent. Amtlich wird nritgvteilt: Die auf Grund >do5 Abbatt» gefeheö eingesetzte paritätische Kommission hat in >hvsv Sitzung vom 14. November 1923 nachstehendes Gutachten abgegeben: Dte Kosten der Lebenshaltung haben sich in der Zeit vom 16.Oktober bis Dt.November um ein Prozent «erhöht. Nationalratopriiludien. Die Hauptw-ahlbehör-e hat sich ein vereinfachtes Ber» fahren zur Erledigung der Wahlproteste znvechtgelegt rtnös kurzerhand Einsprüche des Landbunpes an den Ver-» fassungsgerichte.J' unter Hervorhebung« der eigenen Unzuständigkeit verwiesen. Ein Protest der Großdeutscheck gegen dw Mandatsvarteilimg in Niederbsierraich wurd^ gleichfalls abgewlosen, so daß nunmehr das Ausscheiden- Dr.Ursins und Dr. Z-eidlerH e«ndgültig ist. TLv Nationalrat wird sich also aus 83 Ch ristlich sozale n, 68 Sozialdemokraten, 19 G roßd«utsch«en und 4 Landbündlern zusammenfetzen-. Falls der Land-- bund mit seine.-. Einsprüchen beim Verfassungsgerichtshos Recht behält, wird sich vtelteicht die Äkotwendigkeit einer Neu wählt mB tt r g «e n l a tt d heratlsstellen. Itt diesem tzalle ist damit zn rechnen, daß der Landbund auf Kosten der andewn Parteien noch etwa drei bis vietz Man dato erhält. i In den nächsteit Tagett iverden die Ehristüchsozialew und die Gvoßdeutscheit versuchen, auch den Lanvbund in die ÄiegierungSntehrheit einzubeziehen. Für Montag den 19.dist eine Obmännerkonfvrenz einberusen. die sich mit den Vorbereitungen zur Konstitnierimtg des Nationalrate>' befasset wird. Bundeskanzler Dr.Seipel wird Mtteilungen über das Arbeitsprogramm, da» noch vor Weihnachteit «ertedigt werden soll, machen--Da es vpranssichtlich ni.I mehr möglich setn wird, bis zum Jahresschluß den ordentlichen Bundesvoranschlag ztr erledigen, so wird die Regierung voraussichtlich >^in dreimonatliche- Budgetprovisorium cknsprtechen. Die Verhandlungen mit den Nnnderangeftelllen. lieber Einladung des Bttndeskanzte-rs erschien -das Achter» fpmiiec der Organisationen der Bunidesattgcstellten gestern im Bnttdeskcmzleranlt, um die Mitteilungen der Regierung über die seinerzeit in Anssicht gestellte zweite Etappe der Aufbesserung der Bezüge entgcgenPmchmen. Der gogerUvärtigen zweiten Etappe soll eine desinit-i-ve Neuordnnttg der Besoldti ngs verhält misse folgen, durch die die Stabilität der Bezüge dom-r-nd Michert -werde.

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