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Wiener Morgenzeitung · 1923-11-10 · Heft 1703 (10.11.1923) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1703 (10.11.1923)
Date
1923-11-10
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Sei le 8 Wien, Samstag a t«!6 *5«“«* erfahren' konnte. Gegen ^/M/Z/Aten m ernzelnen Favoritpapieren McinunBkäufe der Spekulation, so daß sich cme germMgige Besserung einauf l 2^ Prozent^"^ kliert. Wochengeld prompt stellte sich 19oJ? * » f C™tnf‘ ^edit 683.000.-. Oesterr. Kredit 123.000.-. Britisck-Ung. Bank 112.000.—. Salao Koblen_ flHmcntmnmar 92.000.-, Sndbaln, 85.000.-, StaatSbabn fifinZ'” ^SfftL3!0'000' CUmmmt Berg oß9°fin&r# ^Äe’^ie9Ci A5-000.-. Ungarische Atta. Kohlen 2,260000- IWfortii Kohlen 1,800.000, Adria 395.000,-, CloMde chem. Fabrik 90.000, Nng. Eisenbahnverkehr 165.000.- 2Äbait^Ko“^' Verein. Holz 29.000.—, Kobnrg 33.000, Spodium 152.000.—. u Sie Levlsenkurse.?üöem*w- ^ebifenfurfe.) Amsterdam 243.390 /(QQ7ß-?Art ^0-923 (3".923), Cbristimiia 93.763 W!?^^N'k.^^-7S0 (107.730,. Stockholm 165.583 (165.5851, Italienische 27.930 (27.930h London 2 793 000 (2,793.000), New-Aork 628.425 (628.425), Paris ' 35 910 (36.910), Schweiz 111.720 (111.720), ’ Svanien (83.790), Wien 8977 (8977», Prag 18 354 Budapest 83.915 (33.915), Sofia 5785 (5785) 7381 (7381,. " In Millionen von Mark. Berlin. 9. November. (Notenkurse.)*) — Noten: Dollar £28.425 (628.425), Pfund 2,793.000 (2.793.000). Italienische 27.930 (27.980), Polnische —.— (—.—), Tschechoslowakische 18.354 (18.354). Oesten. aestemvelte 8978 <8970). *) in Millionen Mark, ausgenommen polnische Mark. Prag, 9. November. (Devisenkurse. — Mitgeteilt vom Dankamte de? tschefbo-slowakischen Finnnzmiuisteriums.) — Berlin*) 11.90 (19.40). Zürich 619.75 (621.75). Paris 198.0a (207.25), London 155.— (155.50), New-Aork 34.50 (34.50), Belgrad 40.65 (40.50), Bukarest —— (——) Wien 4.63 (4.63), Warschaus) 21'/. (21'/.), Llgram :-)> Budapest 17.75 (17.87).’ Jugoslawische 39.<5 (39., o), Oesterreichische gestempelte Lrone 4.67 (4.67) ^"lnische 's) —.— (24.50), Unaa'n'che 12.12 (11.12). *) pro Billion, f) pro Million. . 83.790 (18.354), Belgrad Bu-ap«ft, 9. November. (Kurse der Devisenzentrale.) - Amsterdam ,540 bis 7980, Bukarest 101- bis 114.—, Kovew Hagen 3335 bis 3555, Christiania 2860 bis 3080. London 87 700 bis 92.100, Berlin -.-bis—.-. Italien 850— bis 935.— Paris 1135.- bis 1201.-, Prag 573.- bis 617.-, Stockholm 5130 bis 5460, Zürich 3440 bis 3660, Wien 0.2755 bis 00975 Sofia 173.— bis 184.-, Belgrad 227.— bis 241.-, New-Bor! 19.500 bis 20.600, Warschau 1.60 bis 2.10f), Brüssel 980 — bis 1035.—. ch) für 100 polnische Mark. Agram, 9. November. (Devisen.) Wien 0.12125 bi« —. Berlin —.— bis —.Budapest bis , Bukarest 42.50 bis , Italien 382.25 bis —, London 383.25 bis , New-Jork 85.50 bis —.—, Paris 492.— bis , Prag 251.— bis -.- Sofia bis Schweiz 1530.- bis —. Brüssel —bis —• arschau 0.007 bis —, Amsterdam 3320.- bis —, StocHolm —bis —. Belgrad» 9. November. (Devisenkurse.) London 382.— bis —, Paris 492 bis —.—, New-Pork 85.25 bis —, Genf 1525 — bis —.—, Saloniki —bis —, Mailand 381.— bis —. Prag 249.— bis Berlin —bis —, Wien 0.1205 bis —, Bukarest 41.50 bis — .- Sofia —bis —, Budapest —bis —, Brüssel — bis —, Amsterdam 3350.— bis —, Warschau —.— bis War» chm», 9. November. (Devisen.) Berlin —.— London 7,860.000, New-York 1,772.000, Prag 51.950, Wien 24.75 Nero-Dark, 8. November. (Devisen.) London 443.56, Paris 672, Berlin O.CÖOOOOOO68, Mailand 443.—, Zürich 1754. —, Kopenhagen 1691.—, Stockholm 2636.—, G&rifttanm 1440 Amsterdam 3850.—, Prag 291.37, Wien 0.14125, Budapest 0.55, Bukarest 50.37, Warschau 0.0003, Madrid 1324.— , Helsingkors 268,—, Brüssel 493.5, Kanada 1.50 unter pari, BrasMn 108.63, Argentinien 31.67, Belgrad 117.—. Lopfriekt 1924. Nachdruck verböte,!. J. Ladybchnikofl-Verla?, Berlin. (8. Fott>rtzm>g.) Solei Mise». Roman Von Schalom Asch. Jüngere, Leute im Städtchen wußten gar nicht, daß Josef der Grießmüller einen ältesten Sohn hatte, und die, welche sich doch daran erinnerten, hatten ihn längst für tot gehalten. Sein Plötzliches Erscheinen in den Gassen des Städtchens weckte bei vielen Leuten Jngenderinnerungen. Sie erkannten in dem Fremden ihren Jugendfreund, ihren Ehederkameraden; so traten sie denn aus dem Fremden zu und lbegrüßten ihn mit dem großen „Schalem Atejchem". Bald 'durchdrang »das ganze Städtchen die Kunde von der Ankunft des ,/Amerikaners", der aus de.r iveiten, weiten Welt 'heimgekehrt war. Am Abend war die Wohnung Josef des Grießmüllers belagert von Verwandten näheren und ferneren Grades, von Nachbarn und von Einwohnern ohne nähere Fa milienbeziehungen zum Grießmüller, die. gekommen waren, um nach ihren Angehörigen in Amerika Erkundigungen einzuziehen. Auch wenn einer einen Sohn oder Bruder in Afrika, in Brasilien oder in England hatte, kam er sich ülber ihn zum „Amerikaner erkundigen. Denn, was eigentlich Amerika fei, darüber war man sich im Städtchen noch nicht ganz klar und damals hieß alles Amerika, für die Stadtbewohner gab es von jenseits der Grenze an eme einzige große Stadt, die hieß „Amerika". Bald begann ein Raunen und Rauschen im Städtchen von den fabelhaften Reichtümern »des Amerikaners. Es gingen Erzählungen um von einem Stock mit goldenem Knopf, den er feinen Vater mitgebracht, und von goldenen Uhren und goldenen Ketten, die er feinen Brüdern und der ganzen Familie zum Geschenk geniacht hatte. Und als er am Sabbat in einem neuen karierten Anzug und einem Uebevzieher mit Seidenfutter über die Straße ging und beim Thoraaufruf, mit dem man ihn natürlich beehrte, 'dem Vater ein „Mischeberach" machen ließ und dabei einen ganzen Rübel spendete, da gab es solche Aufregung im Städtchen. daß es geradezu in die Gluten und Wolken der Phantasie und der Legende über,den Reichtum des Amerikaners gehüllt war. Josef d.r Grießmüller. welcher bisher in der Stadl ui.— »ehr äugeseben gewesen war. -r mahlte die ganze. Wiener Morgenzektung. 16. November 1923 Nr. 1768 Die Meisterschaft Sämtliche Meisterschaftsspiele gelangen bereits am Sonntag zur Austragung. Da. wie bei der Gleichwertigkeit der Konk'»nvnten -nicht anders pr erwarten ist. ausschließlich Mannschaften zum Kampfe antreten. deren Spielstärke keinen wesentlichen Unterschied ausweist, werden sämtliche Treffen interessanten Sport bringen. Nach peinlichen Vorfällen tritt die Hakoah morgen auf dem Simmeringer-Platz gegen die tüchtigen .'Hausherren an. Die jüdische Mannschaft hat allen Grund, mit den in der heurigen Saison ausgetragenen Spielen sehr unzufrieden zu sein. Diese Behauptung bezieht sich aber nicht auf die sportliche Ausbeute, sondern auf den Verlauf der Spiele. Gleich das erste Tressen aeg-n Ostmark reitigte Geschehnisse. die für die Zukunft das Aeraste befürchten ließen. Die Pessimisten behielten tatsächlich recht, da di« Hakoahner auch in der Folge vor Mißhelligkeiten nicht verschont blieben. Dabei können wir den jüdischen Sportlern aber einen Vorlvurf nicht ersparen. Sie haben nämlich noch immer nicht erkannt, daß vieles, was jedem anderen Spieler erlaubt, ihnen verboten ist. Die geringste sportliche Entgleisung, die das Publikum sonst mit Humor anfnimmt. wird, wenn sie Hakoahner sich zuschulden kommen lassen, zum Verbrechen gestempelt. Letztere müssen endlich lernen, streng nach den Regeln zu handeln, um auch nicht!den geringsten Anlaß zur. sagen wir. sportlichen Betätigung der Zuschauer zu geben. Wir erwarten deshalb, daß sich die Krieauer morgen wie Engel benehmen, damit ihre Verleumder sich nur bei Aufbringung der größten Phantasie betätigen können. Auf den rein sportlichen Teil des morgigen Spieles übergehend. kann festgestellt werden, daß die Hakoah vor einer ziemlich schweren Aufgabe steht. Der Angriff der Simmeringer kann wohl bei einiger Aufmerksamkeit in Schach gehalten werden, da zwischen dem Können Horvaths und Danis' und dem der übrigen Stürmer ein großer Vnterschred besteht. Die Verteidigung der Krieauer hat also ihr Hauptaugenmerk auf die beiden früher genannten Spieler zu lenken, insbesondere der schnßgewaltige Danis bedarf einer treuen Bewachung. Die Deckung der Simmeringer ist gut und ausaealichen. ohne aber Ueberragendes leisten zu können. Das sicherst« Bollwerk der Simmeringer. das auch von der Hakoah nur schwer wird genommen werden können, ist die Verteidigung. Der Tormann Aigner dürfte derzeit von keinem Fachkollegen übertroffen werden. und die beiden Verteidiger Musil und Jra würden auch unserer Auswahlmannschaft zur Ehre gereichen. Wenn die Hakoah also morgen erfolgreich bleiben will, dann müssen ihre Stürmer weit bessere Leistungen wie in den letzten Spiele« bieten. Vor allem ist cs notwendig, daß die Angreifer endlick den Mut aufbringen, im gegebenen Moment zu schießen unv nicht durch Weitergcbcn des Balles sich der Verantwortung zu entziehen. Für Hnlpern wird die Hakoah Ersatz einstellen müssen, doch bleibt ihr die übrige Mannschaft erhalten, da kein Spieler suspendiert wurde. Wir richten an die Krieauer nochmals die Aufforderung, absolut fair zu spielen und selbst auf Provokationen nicht zu reagieren. Im vergangenen Jahre endete das erste Sviel 1:1 unentschieden, während das zweite Treffen der Hakoah einen 2:1-Sieg einbvachte. Schiedsrichter Komar. Reserven: Edelmann. Eine Ueberlastung scheint der Sportklub Rapid seiner Mannschaft anferleqt,z» haben, da sie am Somstag ans eigenem Platz .gegen Admiva das fällige Meisterschaftsspiel und am Montag ein internationales Treffen gegen Makkabi (Brünn) anszuivagen hat. Gegen die Floridsdorfer hat Rapid im allgemeinen leichtes Spiel gehabt. So sieaten die Hülleldorfer auch im Vorjahr 1:0 und 6:1. Mit Rücksicht darauf, daß die Admira morgen ohne die beiden untreu gewordenen Spieler Czihak und Schierl antreten muß. dürste sie auch diesmal einer Niederlage nicht entgehn. Schiedsrichter Werner. Reserven: Ing. Baum. Ein erbittertes Ringen dürfte das Zusammentreffen der Amateure und der Vienna ans der Hohen Warte werden. Im abaelanfenen Meisterschaftsjahr siegte die Vienna im ersten Spiel 4:3, während die Amateure im zweiten Treffen mit 3:2 Toren die Oberhand behielten. Ein unentschiedenes Resultat würde den Erwartungen am ehesten entsprechen. Schiedsrichter Braun. Reserven: Fischer. In unangenehmer Erinnerung ist noch das letzte Spiel zwischen M. A. F. und Wacker, bei dem die Meidlinger nc. .' Ansicht zahlreicher Persönlichkeiten nicht mit voller Kraft gespielt haben. Sie unterlagen auch damals mit 0:3 Toren, wodurch W. A. F. in der ersten Klasse verblieb. Im Herbstspiel hingegen behielt Wacker mit 5:0 Toren die Oberhand. Die beiden Mannschaften, die einander morgen in Hütteworf entgegewreten. bobm ungefähr die gleichen Si«- gesaussichteu. Schiedsrichter Schönecker. Reserven: Frredl. Aussichtslos an letzter Stelle liegt der Sportklub Ostmark, der morgen den Wiener Sport» kln'b zu Gaste empfängt. Im Gegensatz zu ihren Widersachern Simmeringer Sportplatz XI.t L,*ber«trasse, Strassentoalinllaien: F, x8, 118 und 6. — Kote Markierung bis zum Platze Sonntag den 11. November, 2 Uhr nachm. HflHüH Meisterschaft MWilMi Hakoah-fimmering Vorher die Reserven Nacht hindurch Grieß in einem kleinen Ladenvaum und bei Tag ging er stets schläfrig herum, wurde mit einem Male ein so geachteter Bürger, als hätte er das große Los gezogen. Den ganzen Sabbat lang wurde Kugel und Schalet aus den Häusern der besten und vornehmsten Bürger der Stadt rn die Wohnung Josefs des Grießmüllers getragen, um dem vornehmen Gast, dem „Amerikaner", aufznwarten. Bald ging das Gerücht um, der Amerikaner sei he.rgekommen, um große Geschäfte.zu beginnen, er würde gleich die nächste Woche anfangen, eine große Grießmühle zu bauen, und habe zu diesem Zwecke schon öe.im Gutsherrn ein großes Stück Feld vor der Stadt gekauft. Die Juden begannen zu rechnen und wiegten sich freudig in der Hoffnung, mit des Amerikaners .Hilfe ihr Glück zu machen. Als der Sabbat zu Ende war, besuchten Makler und Koufleute aller Kategorien Josef den Grießnrüller und begannen von verschiedenen Geschäften zu sprechen. Der eine schlug einen Handel mit Ochsen vor, der andere mit Wolle, ein dritter eine Anleihe für den Gutsherrn gegen hohe Zinsen. Andere gingen noch weiter und begannen, sich delikat und zartfühlend zu erkundigen, ob Herz und Hand des Gastes noch frei seien. Tenn es war bekannt geworden, der Amerikaner sei noch ledig. Der Amerikaner hörte alle Besuchern sehr ernst zu. interesiievte sich für alles, fragte' um alles und wollte, alle Einzelheiten wissen, gab allen Hoffnuilgett und es schien, er werde rm nächsten Augenblick das ihm vorige schlagene Geschäft abschließen. Aber er machte keine Geschäfte in >der Stadl. Da sich der Amerikaner ein paar Wochen dhne Beschäftigung im Städtchen anshielt, ruhig bei seinem Vater, dem Grießmülker, wohnte, ohne Mühlen zu tarn oder Geschäfte zu machen, wnd da sich an ihm kein Groschen verdieiven ließ — so verlor er allmählich seinen ganzen Reiz. Niemand interessierte sich möhr für ihn. Seine ärierte Hose erweckte kein Äaunen mehr, ja, nicht einmal seine goldenen Ringe und die Geschenke aus Gold gaben Anlaß zu Gesprächen. Josef der Grie.ßmüller verlor auch sein Am sehen. Man hörte wieder bei Nacht di« Mühlsteine in seinem Laden weinen und sah bei Tag einen verschlafenen mit Mehl bestäubten Juden vor sich. Jedermann war mit den eigenen Angelegenheiten beschäftigt und der Amerikaner -war Aber gerade als sich niemand mehr für ihn interessierte, begann der Anierikaner, für die Einwohner des Städtchens großes Interesse an den Tag zu legen. Er erkundigte sich bei jede.ni seiner Bekannten genau nach Berus, Verdienst und Wochengebrauch, besuchte fremde Wchnungen und sah sich genau an, wie die Leute dort wchnten und lebten, was sie aßen und worauf sie schliefen. Als man ihn fragte, weshalb er dies eigentlich wissen umßte, ob er den Leuten etwa Lebensunterhalt geben wolle, da lächelte er bloß: „Mtan soll alles wissen. Wissen ist ein wertvoller Besitz!" Einige Zeit später war der Amerikaner verschwunden. Einen jüngeren Bruder hatte er mitgenommen, dem Vater hatte er, wie man erzählte, ein paar hundert Rubel zurückgelassen, uni die Mühle zu vergrößern. Wie er gekommen war, so verschwand er auch. Zuerst hatte man es gar nicht benierkt. Als man aber dann doch seststellte, der Amerikaner sei fort, sprach man im Städtchen allgemein, es habe so kommen müssen. Denn Amerika sei ein Zaulbevla-nd, das den, der ihm verfallen sei. nicht ruhen lasse. Wer eimnal die Schwelle Amerikas betreten hat, der kann in keinem anderen Lande mehr seßhaft werden, und wäre es auch sein Geburtsort; denn es zieht ihn nach Amerika zurück, wie es den Dieb zu seinem Raube zieht. . . Aber 'bald nach dem Aiuerikaner begann das ganze Städtchen nach Amerika zu wandern. Im Anfang war es gar nicht zu merken, daß die Einwohnerzahl des Städtchens immer mehr zusammenschmo-lz. Die Alten zogen auf den Friedhof die Jungen nach Anierika . . . Zuerst nahm der Amerikaner seine Angehörigen hinüber... erst die Brüder, dann die übrige Familie, die Kinder der Brüder, die. Oheime und deren Söhne und Schwiegersöhne. Später aber begannen sich Kinder von Schwägern und entfernten Verwandten, schließlich Bekannte und einfache Landsleute" an ihn um Schlffs'karten zu wenden. Der Amerikaner wurde alluiählich zu einer Art BerwandschastsMittelpunkt auch für ganz fremde Leute; sie wären bemüht irgendeine entfernte Verschwägerung mit ihm -herauszufin den, die legten sie ihm dann in einem Brief dar und bäte» ihn um eine Schiffskarte. Der Amerikaner schlug die Vitt» niemals ab. Und allmählich verlief sich das Städtchen

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