Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1696 (3.11.1923)
- Date
- 1923-11-03
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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«er Zusammenbruch der Belgrader Usedin- Jena Banka. lieber beit Zusammenbruch der Belgrader Ujedin- Je«a Banka meldet der Agranter „Morgen": Die Belgrader bürgerliche Bank, deren Gründer der ehemalige serbische Finanzminister Milan Marko die ist, hatte, sich mit der Jugoslawischen Handelsbank vor eineinhalb Jahren unter «dem Namen Boogradska Ujedinsena Banka fusioniert; die jugoslawische Handelsbank ist aus . der serbischen Handelsgesellschaft hervorgegangen, die zur Kri e gszeit in Saloniki mit den ihr von den aus Amerika heimgekehrten Kriegsfreiwilligen zinsenlos zur Verfügung gestellten Dollar arbeitete. Bei der Rückzahlung wurden die Dollar zum Kurse des Emlagetayes zurMgezahlt und dadurch die Einleger arg verkürzt. Noch vor einigen Monaten gelang es der Bank, das von ihr gekaufte Hotel Moskvä in Belgrad um 24.Millionen Dinar dem Staate zu verkaufen, doch genügte auch diese Summe nicht, den Zusammenbruch zu verhüten. Die gesamten Passiven werden auf 86 Millionen Dinar geschätzt, dürsten, aber weit höher sein. Seit einem halben Jahre notierten die Aktien der Bank, die angeblich ein voll eingezahltes Aktienkapital von 25 Millionen-Dinar gehabt haben soll, mit 40 bis 50 Dinar bei einem Nominalwert von 100 Dinar. In den letzten Tagen sank der Kurs bis 15 Dinars Ms einer der Hauptgründe des Zusammenbruchs wird angegeben, daß die Bank für eine griechische Firma in Saloniki bei der dortigen Filiale der Banca Comerciale Jtaliana bis zum Betrage von 8,5 Millionen Lire Garantien übernommen hat. Die leitenden Mitglieder der zusammettgebrochenen Bank, sollen ihre Gelber heimlich in Sicherheit gebracht haben. Wie verlautet, .hat die Dank mit fiktiven Einlagen gearbeitet, deren Gesamtbetrag mehrere Zehnmillionen Dinar erreichte und auch eine große Anzahl ungedeckter Schecks ausgestellt. ... Der Zusammenbruch der tschecho-slowakischen Bodenbank. Nach Berichten der tschechischen Blätter wurde in der letzten Sitzung des Bankausschusses auch die Liquidierung der Boden, bank zur Sprache gebracht. Die Verluste erreichen die Höhe von 240 Millionen' Kronen. In den letzten Tagen vor dem Zusammenbruch der Bank haben hohe Funktionäre wertlose Dcklzaktien für teures Geld an die Bank verkauft. Ursprünglich hieß es, daß die Kommittenten 80 Prozent ihrer Forderungen in bar, den Reist in Staatspapieren bekommen sollen. Ob dief-?r Plan aufrecht erhalten wird, ist mehr als zweifelhaft. Der gestrige Geldmarkt. Boi den Vorarbeiten für die gestrige Prolongation zeigte.sich Geld-etwas flüssiger.-Es war zu 0.75 bis 0.87 Prozent erhältlich. Wahrend noch am Mittwoch allgemein für Reportgeld ein Zinssatz von 1 bis 1.25 Prozent zu gestanden werden mußte, zeigteu sich die Danken gestern im Reportgeschäft-entgegenkommend. All-eMugs war die Besserung auch dem Umstand zu danken, daß der Ultimo erledigt war und der Bedarf des legitimen Handels demnach nicht mehr so '.mmittMar an den Geldmarkt heranyetrcten ist wte früher. Die Erhöhung -er Post- und Telegraphengebiihren. Unter den wichtigsten in Aussicht, genomürenen GMHren-eckhöhungen sind die folgenden in Aussicht genommen: Briesgebühr bis zu 20 Gramm gegenwärtig 600 K.. beabsichtigt 1000 K-: Po>t« karte (800 K.) 500 K.,. Drucksache bis 500 Gramm (100 K.) 200 K., Warenprobenendungen (600 Kch 1000 K., Einschreibkgebühr (1000 K.) 2000 K. Einstl-LelePhoncmWuß' in Wien: Bis 24 eigene Rufe (1.920.000 K.) 8,600.000 K., bis 12 eigene Rufe <960.000 K.) 1,800.000 5k.. halbes Telephon (576.000 K.) 1.200.000 K.. Biertel-Tolephon (386.000 K.) 720M K. Das Ergebnis dieser Erhöhungen wird mit einer jährlichen Mehrrinnahme int Post-, Telephon- und Fernsprechdienst mit 220 bis 230 Mlliarden Kronen geschätzt. Da sich <tttf Grund der beabsichtigten Iparmasmahmcn das Jahresdefizit von 269 Milliarden auf zirka 100 Milliarden reduzieren dürfte, so würden 120 bis 180 Milliarden Kronen von den Einnahmen aus dieser Tariferhöhung für Investitionen verbleiben. Ans diesen Jnvestikionen beabsichtigt die TelePhonverwaltunH folgende Ausgaben zu decken: Vermehrung der PartcidlenMltnden bei den Postämtern, die Automatisierung-aller bisher nranuell beiriobenen Teilnehmerstellen, die Einschaltung von 5000 neüen Teflnchmerstellen,-die Errichtung einer Anzahl von Ue'berlandscrnisprechleitungen, von. denen die wichtigsten von Wien nach Salzburg, nach Tarvis, zwecks Anschlusses nach Triest, nach Lundenburg .zwecks Anschlusses nach Warischau um sind. Schließlich soll auch die NmwaMuug von EistHapschMsett in GcsellischaftAeleiphone. wenn die AnutelÄung bis 91. Jänner 1024 vorgenommen, wird/ die bisher in der Regöl aus technischen Gründen abgewiesejt wurde. durchgeMrt werden. Neue Kulissepapiere au der Wiener Börse. Zu-M ersten Male kamen gestern die von-der BÜr-seukanpmer bchtimM-ten fünf n-eucn- Schrankenwerre in bcir Kulissehandel. Es waren dies die Aktien der Lombard- und sEskomptebank, der Brückner Maschlin-enlfabvik, der Karpathen-PetrolemnMseUchaft, der Seinpetitwerkc und der Trifailer Kohleuwerksgefellischast. Oesterreichs Außenhandel im Monat September 1923. In der soeben erschienenen 7. Nummer der .Malifkischen Nachrichten" veröffentlicht der Handelsstatistiische Dienst int Bundes- Ministerium für Handel und Verkehr bereits die. Eraebnisse unseres Außenhandels im Monat September. Die Einfuhr zeig^ dem Vormonat gegenüber eine weitere Erhöhung und erreichte einen Wert von 138 Millionen Goldkronen (gehen 135 Millionen Goldkronen int August). Infolge der gleichzeitig ziemlich erheblichen Abnahnte der Ausfuhr, von 88 Millionen Goldkronen int August auf 80 Millio.nkn Goldkronen im' September, stieg das Defizit der Handrls-lli'lauz in diesent Monat auf 58,4 Millionen Goldkronen, (ohne Edelmetalle). Die Zunahme der Einfuhr.betrifft hauptsächlich Getreide und Obst, aber auch fertige Jndustrieerzeugnisst, vor allem Dextil-- war-en, während die Einfuhr dort lebenden' Tieren und mineralischen Brennstoffen zurückgegangen ist. Die Abnahme der Ausfuhr betrifft vorwiegend Nohholz, dann die Erzeugnisse der Papier- und. Textilienindustrst. In den ersten nduen Monaten znfamntengenvnMen erreichtes die Einfuhr (ohne Edeliüetalle) einen Wert von 1096 Millionen Goldkronen gegen 1176 Millionen Goldkronen int gleichen Zeitraum des Jahres 1922. die Zlusfuhr betrug 669 Millionen Goldkronen gegen 780 Millionen GoWronen im vorigen Jahre. Das BilanPiassiivmn erreichte daher in der bisher abgelaufenen Periode, Jänner bis-Scpdemiber, eine Höhe von 424 Millionen Goldkronen (Monatsdurchfchnitt 47) gegen 896 Millionen -Goldkronen im gleichen Mschnckt des vorigen Jahres: Berkanf rumänischer Effekten ins Auslätid. Bukare st, 2. November. (Del.-Kontp.) Die Blätter stellen fest, daß die infolge der zunehmenden- Geldnot eingetretene Börstnbaisst eine derartiae Entwertung fast aller Judnstrie-. und- Dänkpapi-er-s herooräc rufen habe, daß die Gefahr entstunden sei. es werde ein s. Srovemver 1923 ÜSeite t I., Judenplatz Nr. 6 Telephon 65-4-86 Telephon 65-4*54 Kulanteste Durchführung alter bankgeschäftlichen Transaktionen sowie Verwaltung voh Geldern Im Kontokorrent* «Verkehr zu dem jeweils geltenden Heportzlnsfuss. 57 Teil der größten Industrie- und Bankinstitute des Landes für billiges Geld in di« Hände des Auslandes geraten. Der Verkauf von Wetten rumänischer Unternehmmogen an düs Ausland habe im großen Stile eingesetzt und es sei vorausznsehen, daß ein großer Teil der-rumänischen Industrie- und Bank-- Papiere den Weg ins Ausland, finden werde, falls die Ent- »vertung der Wetten andanere. . .Die künftige Behandlung der Äktiengesellfchafte« in; Oesterreich. Wie wir von. unterrichteter Seite erfahren, wird i die Regierung künftighin bei der Behandlung von Gesuchen, wegen Gründung neuer Aktiengesellschaften, oder Umwandlung -bestehender Gesellschaften in solche eine durchaus veränderte Haltung einuehmen. Aktiengesellschaften werden nur daNn be-! willigt werden, wenn die Form und der Wirkungskreis des i Unt-ernehmens absolut die -Errichümg gerade einer Aktstnigesellschaft erfordern. Als mindestes Aktienkapital wird ein Betrag von zwei M i t l i a r d e n Kronen frstgesetzt sein, Tie Negierung gedenkt, diese Neuerungen zwar nur schrittweise, aber doch mit größter Konsequenz durchzu-- -führen. In diesent Zusammenhangs Horen.wir auch, daß be- - '-züglich der Bewilligung von.Kapttalsvermchrungen in Hin-, kunst ein neues Verfahren ,eingeschlagen werdet: wird, das. Kapitalserhohungcn wesentliche Einschränkungen setzt und diese allmählich gänzlich zur. Einstellung zu bringen trachtet. Rumänischer Weizen für Oesterreich. Aus Bukarest, 2. November, meldet Tel.-Komp.: Den Bukarester. Blättern MsobAe. Hobe man in diest-M'Jahr-t! mit grogen Ankäufen von ruwänischent Weizen durch Oesterreich zu rechnen. Im Preise :stelle sich rumänischer Weizen billiger als Welzen antgarischer Provenienz. Wie«er Börse. ««schistSMe. An der gestrigen Wiener Börse war keine wefentlich-e Geschäftstatimest zu konstatieren. Die -ungünstigen Nachrichten über die Vorgänge in Deutschland wirkten kakmierend. Auch.'der ' Wochenschluß-und-dievevorstchende Prolongation verursachten eine gewisse Zurückhaltung. Trotz alledem ließ der Märkt .nicht -eine fremkdliche G-rundtendenz vermissen. Auf dent Marktender Nngarwer-te-zeigte sich größere Bewegung, da der günstige-Verlauf des^ letzten Kassatagrs und die gebesserten GelidverhältnissL auf dem Bndapester Platze eine zuversichtliche Haltung hervorgertlfen hatten, welche auch auf den Wiener Markt rückwirkte. ’ Dazu!aiu! noch, der Entschluß der Budapester Backten, hie dortige Kontenmtte eittzuHvick-en, welche beschletnrigw Deckungs- - bestrebungett ders-elboH. zur Folge--hatten.- - - Auf'döm' DieMV Markte waren gestern die Jnterventionskäufc der Banken genau 31t beobachten. Allerdings' fort* : zentrierte sich ihr Interesse in erster Reihe auf die ihtten nahest ebenden Konzern-u-nternehtmingen. Doch bcwirkten diese Käufe eine verhältttisuräßig' gute Haltung dieser Papiere. * Die Kuli s s e lvar heute um einige Papiere vergrößert. Dies üble keine besondere Rückwirkung auf die Markigestaltling. In beit Bankwerten war das Geschäft gering. Sie -wiesen zuur größten Teile Abbrockelmtgen auf. Staatsbahn büßte 19.000 K. ein. Jtl der AlpinekulisseMmr das Geschäft M'mtmal. Krupp war um 4000 K., Siemens um 9000 K., Salgo um- 4000 K., nuga-rische Hofherr um 5000 K. schwächer. Die.in der. Kulisse' zum' ersten Male gehandelten Semperit waren; um 25.000 K. höher. ... Int Schranken sind auf vioi-en Gebieten Kursabtschwächnngeu fetstzustellen. Von den Petroelumtverten waren Fanto um^ 90.000 K. schwächer. Hingegen besserten sich Galicia um 1,300.000 K., Naphtha um 180.000 K., Schodniea' 'um 90.000 K. Von den Maschinenwerten senkten sich: Brückenbau , um 30.060 K., Denes um 50.000 K., Wiener Lokomotiv um- 80.000 K., ungarische Waggon um 17.000 K. Hingegen erholten sich MntatUren nnt 10.000 K., ZielenicwM um 27.000 K. Bon den BanwertM tvaren Königshofer um 80.000' K., Gollrschauer mtt .60.000 K. höher. Wienerberger büßten 30.000 Krönest Litt.'Bon den Paplerwerten verlören Heinrichtsthaler 100.000 K.-, Ley-lam 20.000 K. Doch echEen sich Nen-siedler um 150.000 K. Bon den Tran-KPortwertcn büßten Dainpffchiff! 22.000 K-,; Nordhahn 50.000 K. ein. Navigazimre profitierte 100.0Ü0K- B'e -z u g s r c ch t e: Wiener Bcuckverein 4800 bis 5500 K-, Depositenbank 2400 bis 2800 K., österreichische HoHbank 6000 Kronen, österreichische Eisemttldustrie 550.000 K., Hotel Krantz 16.200 K:, Siersgaer'Montan 105.000 K., österreichische Eisenbahnverkchr 81.000 K., Bita 90.000 K. Auf. dein Anlagemarkt tva-r das Geschäft gering.. - Bon den Exoten notierten: Apollo-F-ilm 58.000, Erdöl "54.000 bis 57.000, Jriag 820.000 bis 330.000, Hblzderband 36.00.0 bis 29.000, Mrazn-iea 802.000 bis 316.000, Schubert Cv: 17.000, Tepege 112.000 biS 117M, liniverfale 60.100 bis S2.000, W-e.!er Waffen 28.M. - - - - Me WallnmSrtte. :! Eigenbericht der „Wiener Mor>.qeu5e-itung".) Gewürz«. Das Geschäft ist mtähig, der Konsum fce£t stets seinen . unmittelbaren Bedarf. Besondere Preisverändernngen sind nicht' zu venzeichnen, nur Kümmel befeistigte sich um 800 K.'asts 4-3.500 K. ckb-Wirn. Sockst kamen noch zu Markte: Cassia lignea zu 44.'600 K., Pfeffer Sinaavore schwarz zu 94.500 K., Piment zu -28.000 K-. Paprika edysuß zu 92.000 K. ab Wien. Man notterte pro 50 Kilogramm unverzollte Ware r Für lat spanischen Anis in Ballen »tut etwa 50 Kilogramm teilt ,ujtd unvermifcht 125 Peseta (Gnmdzoll 4 Mark pro 100 Kilogramm), für russischer Anis in Säcken 58 Schilling, siir I. aebleichten Kardaman 530 Schilling (Grundzoll 100 Mark pro 100 Ki^ granunh für b assia Bruch selected Ballen von etiva 100 Kilogramm 25 Schilling (Gruud^oll 50 Mark pro 100 Kilogramm), für Casiia lignea selected (Asten von etwa 50 Kilogramm) 42V, Schilling, für Cassia Vera l. Ware, Ballen von 40 Li8 48 Kilograttun 27 holl, fl (Grunbzoll 60 Mark pro 100 Kilogramm), für spanischen Ingwer in Ballen von etwa 50 bis 60 Kilocckamm Tara 0.9 Kilogramm 73 Schilling (Grundzoll 80 Mark vrs 100 Kilogramm), für l. holländischen Kümmel in Ballen von etwä 50 Kilogramm 68 holl. fl. (Grundzoll 4 Mark pro 100 Kilogramm). Livorneser Lorbeerlaub in Ballen 97h. Lire (Grundroll 4 Mark pro 100 Kilogramm), für Muskatblüte Banda F. Kisten von etwa 40 bis 60 Kilogratnm 146 holl, fl., sür Zanzibarnelken I. Ware iit GonieS von etwa 60 bis 68 Kilogramm 128 Schilling (Grundzoll 60 Mark pro 100 Kilogramm), für Jamaikapiment Ballen 80 bis 70 Kilogramm 23 Schilling, für schwärzetr Lampongpseffer Ballen 50 Kilogramm 39 Schilling, Singavvrepfeffer Ballen 55 bis 65 Kilogramm 42 Schilling. Zucker. In der albgelausenen BerichtAvoche hielt sich das Geschäft in engen Grenzen, die Tendem war eher etwas schwächer gegen «die Vortvoche. Man notiert: Raffinade Kristall 8.40 tschech. K.» -Würfel 3.70 tschech. K. pro Oktober-Dezember in Ganzwaägon ab Grenze unverzollt unversteuert, Raffinade Kristall Hier-. reichlicher Provenienz 9800 K., Würfel in Kisten österreichischer -Provenienz 10.800 K. pro Oktober frachtfrei Waggon Wien, sowie 9900 K., resp. 10.400 K. ab Lager Wien. - - - Am Weltzuckerntarktevollzog sich der Ueberga-ng vom alten Mt tteu-en^ Betriebssahre m ruhiger Weise. Anfang schlllgen die Preise leicht rückläufige Bewegung ein. namentlich aus dein Grunde, weil sich der Ertrag eines Teiles der Rohrzuckerernte als umfangreicher l)erausstellte als bis dahin angenomin-en worden war. Im weiteren Verlaufe aber -wurve die Wschwäch'u-ng wieder -ein-geholt, weil die Nachfrage von neuent lebhafter eiusetzte. Auch die Verzögerung der Rübencrnten sowchl in Europa als auch in Amerika trug zu dom erneuten Anziehen der Preise bei. Die Preissteigerung am Weltmarkt für Zucker inn-cchalb der letzten vier Wochen kgnn auf 20 bis 25 Gobdpseunige für den Zentner g-ewertet werden. Bon böson'derer Bedeutung für die Gestaltung des zuckermarkt es ist die Aufhebung der Z-wangswirtschaft für Zucker in Deutschlattd. Die wieder eingelführte freie Zuckerwirtsch-aft wird zu einer bedeutenden Vermehrung des Rüben« anbaues führen. Die einettgenden Be-stimm-uckgen waren es gewesen. die den Anbau ganz bedeutend zurückgehen ließen. Nachdem die Freiheit des Verkehrs wieder she-rgestellt ist, werden die Zuckerfabriken nicht zögern, alles zu tun, um im nächsten Jahre eine be-deutende Echöhung des Rübena-nbaueS zu veranlassen. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzvitung".) Das Chemikkaliengeschäft aut Hamburger Warenmärkte ist ruhig, jedoch stehen die Preise hoch. Aetznatro« kostet 5.525, Netzkali 8.450, Glaubersalz kalz. 2, Kalilauge 5.850, Natronlauge 4.4, Oxalsäure 11.6, Pottasche 6.6, Salmiakgeist 8.7 und Zinkweiß 14.2, alles in Milliarden Mark. Der Verkehr an. der gestrigen Warenbörse war mäßig belebt, immerhin bestand Interesse für Minium, Aetznatro», Glaubersalz kalz. und für Kartoffelstärke. Das AusgeLot hielt sich in den engsten Grenzen und zunt Kaufe lagen vor Aetznatrön 128/130 zu 7500 K. pro November Wien, Bleiglätte B. B. U. zu II. 400 K., Minium Bleiberger zu 18.000 K., Paraffin 50/82 ^afcOt transp. weiß zu 7100 K., Schellack T. N. or. «t 110.000 K. Me übrigen Gatttmgen blieben auf letztem Weis» staube. ^^"..^-^ette. Das Geschäft hielt sich in engen Grenzen, Prei,e blieben durchwegs unverändert, nur Schweinefett pure iard Faßpackung ermäßigte sich um 5 Cent» auf 36.85 Dollar 200 S.1^f”l72§STeta at in 9,'te,5,ftm cl“ um K 0 l 0 nialwaren. Bei mäßigem Geschäft traten Veränderungen in folgenden Artikeln ein: Kaffee Rio VH Johnston befestigte sich um 300 K. auf 33.500 K., Sul de MinaS um 500 L. auf 35.500 K., inländischer Kakao erhöhte den Preisstaick um o00K., auf 29.500 K. und ebenso Caffia lignea auf 45.500 K.?ndierte etwas schwächer; Kristall notierte 3.30 tschech. K., Würfel 3.55 fschech. K. . pro November-Dezember ab Grenze sowie 9560, resp. 10.050 K.. pro November frachtfrei Waggon Wien utrd 9600, resp. 10.100 K. äb Lager Wien tallieum zu 50.000 und zu 47.000 K. , . 3“'“f.!el'H’fe' M«»-» W, 11 Uhr vomA. SS» »9 Mett ^ifftttSger, dm Ballen Wallroßleder »nd elf Kisten Türschließer. Baumwollmartt. . 1. November. Baumwollzufuhren tu den atlam- und Golshafrn 91.000, im Innern 30.000. Ausfuhr nach Großbritannien 69.000, nach dem Kontinent —.—.. Lokalmarkt middling: 31.25 (letzt. Kurs 31.50). Tendenz: Kst- -- Terminer November 80.50, Dezember 30.53. Auuer 30.03, Februar —. März 30.08,- April —Mai DitÄss'’’"' JE 29.47, August 38.06, September 26?95, Berliner Börse. M 2. November. Die weileve Baiiffe der '.I7uv :m MMmde mb dve instestpoMschLn Wirren, deren Wirk-u"i v-ock durch allsrlvi tmigücksti-ge Gerüchte verstärkt. wurde. haÄcm di- Mrcht m tec wÄ-teren' MaÄonÄwertstM qe-waLM verstau Dde Folge war der MrstMche.DMm Mm Erwiestü von Me?- ten. Die Kstüse erfuhren SstiMvuMest van IdrsHer tmerhovtem UnM-ckg '-imd stellten sich auf das-Fünfb>i§ SiO°nfache des bisheMeu Standes. Zarm Großteil «kotm'die Fesisetzuing der cklntlichen Kurst wogen vollständigen Materitt-si. mangels Wnüchst nicht zustande. Nicht ttm- JnduftriWapiere fotilbipm. auch Backk- und SchWahrtsÄtiie-n erMten. mm fu*M i. 7; .’vwv «c/cwUiiviviiUl]i smtzrett mt spateren Verlaust -die Ackflwä-vtÄdewegun^, -nmäl die ZiMvbnn^en wieder sehr Wribm. (Alles in Milliarden von Äiarid) Dollarschatz amveisun gen 3800. S ch l n ß k» r s er Türkische Lose 2000, Oestevr. StaatSbahn 6600, Nordd. Lloyd 3800, Per. MeschiMrt 2500, Berliner HMtdelsgesellschast 18.000, - Kommerz. Privatbank 2900, Darmst. Bank 2500, Deutsche Bank 4500, Diskonto- Kommandit 10.000, Dresdner Bank 2000, Nationalban! für Deutschland —.—, Oesterr. Kredit 185, Oesterr. Länderbank —, ReichSbonk —, Wiener Bankverein 180, Wr. Unionbank 60, Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft' 8700. Bochnnter Gnßstahl —, Daimler Motoren 700, Deutsch-Luxembttraer 21.000, Deutsche Waffen n. Munition , Dynmnit Nobel 2400, Felten u. Guilleaume —, Gelsenkirchener Bera Th. Goldschmidt 4000, Harpener Bergbau - Htrsch Kupfer 15.000, Höchst. Farben 5000, Hohenlobe-Wcr'c 12.000, Laurahütte 12.090. Mannesmannähren is.Tru, D6.+++-^-:2C