Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1684 (22.10.1923)
- Date
- 1923-10-22
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite i Me», Montag Mene« Moxgeuzevimü. SS. Oktober lSA R«. 1684 Sportplatz Hohe Warte Sonntag, den 28. Oktober 192 3,. Meisterschaft Variier* die Ri ren Vorverkauf ab heute: Amateure, I., Liliengasse 1 — Hakoah, I., Wiesingerstrasse 11 — Neumann, I., Kärntnerstrasse — Stadion, II., Franzensbrückenstrasse 24 — Stadion, II , Taborstrasse 4 — Häusler, II., Taborstrasse 59 lom Briefkasten der Redaktion. Professor. Der Betreffende ist Jude. — M. S. An sich wäre dieser Vorgang vom Wohnungsamt aus zulässig; doch uhö cs ratsam sein, wenn Sie sich mit einem Advokaten ins Cinoeruchmen setzen. — Musikverlag. Wenden Sie sich an die Firma R. Löwit, 1. Bq.. Fleischmarkt 1. Schllch-Wouik. Das Klubturnier der SchachfeMon Hakoah. In der Schachsektion herrscht gegenwärtig rege Tätigkeit. Die Einteilung in Gruppen mit Spielern aller Stärk'ecrrade trägt ihre Früchte. Es wird erbittert gekämpft und die Spieler der tieferen Klassen bemühen sich, ihre Gegner aus der höheren Klasse zu Fall -?-u bringen. was ihnen nicht selten gelingt. Wir bringen heute eine Partie, die trotz ihrer Kürze dilrch ihren wechselvollen Verlauf imereffant ist. Weiß: Rosenb'aum. — Schwarz: Schlesinger. 1. J2-f4 e7—e5 13. vbl-bb-f T, c8-d7 2. 62-63 e5Xf4 14. v boXd? L 67—c6 3. L clXfi 67-65 15. v b?Xs6 Sc2Xal? 4. S gl—f3 S bS-c6 16. 8 62-cL!«) L c6—67 5. Sbl-621) Dd8-f6: 17. Lfl—L.SI T s8-68 6. L f4Xc7 D f6Xt 2 18. Lb3Xd7t T 68X67 7. D dl-bl*) D b2—c!-i 19. Da6—c8f T 67-68 8. g2-*9 8 c6-b4 20. D c8—c6f T 68-67 9. L c7—c5 S b4Xc2f 21. Tbl-bl S g8-f6 10. K el-dl 8 c2-e3t*) 22. Tbl—b8f K e8—e7 11. K 61-.1 Se3-t2t 23. Le5Xf6t g7Xt6 12. K el—f2 65—64 24. Dc6-e4 # *) Hier h Itie zuerst c8 geschehen sollen. *) Unverständlich. Glaubte Weiß, daß Schwarz die Damen tauschen würde? Aber dieser Zug verhilft ihm später zum Sieg, da Schwarz schlecht fortsetzt, und so behält Weiß recht. 3) Hier hätte Schwarz sofort 64 spielen sollen. Wollte darauf Weiß, wie in der Partie, fortsetzen, so hätte er nach 10.... v doch, L 67, ll.DXb7, L c.6, 12. D a6, DXalf, 13. LX-,2. D c3f, 14. K beliebig, D c5 den Angriff zurückgeschlagen. *) Dieser starke Zug sperrt die schwarze Dame aus. Den folgenden Teil spielt Weiß mit großer Kraft. Schwarz ist rettungslos verloren. Alle Varianten, die der Leser selbst leicht finden kann, führen für Schwarz zum Verlust. Aus der Schachwett. Der Schachklub „Schlechter" spielte vor kurzem in Brünn gegen den dortigen tschechischen Schachklub und mußte sich mit dem Resultate 5:6 geschlagen geben. Der Klubmeister der Hakoah, T a k a c s, der ebenfalls auf Seite des Schachklubs Schlechter kämpfte, führte seine Partie zum Siege. Simuttanoorslellung. Unser Mitglied Herr Adolf Gottlieb weilte am 17. d. als Gast im Schachklub Simmering und gab dort eine Simultanvorstellung, wobei ihm 13 Schachspieler entgegentraten. Nach zweistündiger Dauer waren zehn Gegner geschlagen; bloß einer konnte gewinnen, während zwei Partien unentschieden endeten, ein für Herrn G o t t l i e b gewiß glänzendes Resultat! Zuschriften sind an die S ch a ch s e k t i o n Hak o a h, Eafö RÄöel, 1. Bez., Wallnerstraße 4, zu richten. M 1 I i Rugby in Ober-St. Veit., Der Wiener Amateur-SPortverein brachte festem auf seinem Matze das -erste Mugbyspiel Austragung, wobei ein .Hlberger Gtudenteirteam den Gegner äbgab. Die Gäste sie-iten mit 28:17 Punkten, nachdem sie zur Pause mit 17:0 geführt hatten. Aus dem Resultat ersieht man also, daß die Heidelberger ihre lieber! egenhett vor der Pause weit mehr zur Geltung bringen -konnten als nach Seitenwechsel. Dies war darauf zurückznführen. daß die Heim-ischen in der zweiten Spielzeit ihre Befangenheit abgelegt hatten, und daß zwei Heidelberger. die Posten der zwei schlechtesten Wiener übernahmen, lieber das Spiel an sich wäre zu-sagen, daß es Geschicklichkeit, Kraft Mut und taktisches-Verständnis in gleichem Piaße erfordert. ES bringe alle Vorteile, d,e dem Fußballsport innewohnen, ohne so einseitig wie letzterer zu sein. Beim Rugby werden nämlich -die Arme ebenso ausgebildet wie die Deine. Als Massensport dürste zu mindest bei uns Rugby nicht in Betracht kommen. Bei dieser Spielart ist es gestattet, dem Gegner/mit den Händen beim Lttb zu fassen, ihn zu Boden zu schleudern und de.rgleichen mehr. Man erkennt also sofort, daß nur Gentlemans, deren sportliche Gesinnung über sedes Lob erhaben ist und die sich demgemäß beherrschen können, diesen Sport betreiben dürfen. Ohne die Fußballer beleidigen zu wollen, kann doch festgestellt werden, daß sie nicht Rugby spielen -dürfen. Bei einen: Kampf gegen Sparta zum Beispiel gäbe es Todesopfer. Der geringe Raunt, der uns zur Versüssung sieht, gestartet uns nicht, sämtliche Regeln wiederzugeben. Wir wollen aber unsere Leser damit vertraut machen, -um was es sich bei Rugby eigentlich bandelt. Das Spielfeld ist 65 Meter breit und 100 Meter lang. Es ist also etwas kürzer als ein Fnßballseld. Tort, wo -beim Fußballspiel die Tore ausgestellt sind, dort sieht man sie auch beim Rugby. Bei letzterer Sport-art ist der Querpfosten aber höher angebracht und die Torständer ragen über Querbalken einige Meter hinaus. Punkte können aus drei Arten erFelt werden. Gelingt -es einer Partei, den Ball über die. Tor- oder Kornerlinie mit den Händ.'n zu tragen und das Leder dann auf den Boden nirdemulegen, daun hat sie drei Punkte erreicht. Dadurch hat sie sich das Recht erworben, cmn Versuch zu unternehmen. Dieser besteht darin, daß ein Angreifer den Ball ausnimmt, ihn von dem Punkt, wo er hinter der Tor- oder Korn-erlinie niedergeleat ward?, parallel zur Sesteulttne - in beliebige Entsrrnuna int Spielfeld nirückträat. Die Anareis-er müssen sich in die eigene SpielbäO>e und die Bertridig.-r hinter die Tor- oder Korn-erlinie zurückziehen. Beim Ball selbst darf nur der Angreifer bleiben, der dm Versuch unternimmt, nnd ein platt auf dem Boden liegender Partner, der den eiförmigen Ball in di-e wünschenswerte Lage -bringt. Ist diese Stellung eingenommen, dann versucht der Schütze, das Leder mit dem Fuß über den Querp'sosten und zwischen die Settenstangen zu lenken. Geli-nat dies, dann werden für die Angreifer noch weitere .zwei Punkte da-Wg-ezäht. Sie haben somit gleich -fünf Punkte erobert. Gelingt der Versuch nicht, dann bleibt es bei den ursprünglichen drei Punkten. Die drittle Art, aus die Punkte erreicht werden können, ist folgende: Obne vorerst den Ball mit den Händen hinter die, Tor- oder Kornerlinie aebrächt zu haben, lenkt ein Angreifer das Leder mit dem?vuk über die Quer- und zwischen die Seitenlangen. Dieser Erfolg zählt vier Punkte, Tie Spielzeit beträgt 2 mal 30 Minuten. Da dem Rugbyspiel entschied'.'n Vorteile innowohnrn, so können wir es den Ver.'..i.u als Ilebungssport entschieden anompfehl::*.. L> tswärtige Resultate. z Fußball in der Tscheche-Slowakei. Prag: Slavia gegen T. F. C. 2:1 (1:0). 15.000 Zuschauer. Ausgeglichenes Spiel. Tie Tore crzielre Vanik (aas weite aus einem Freistoß'. — Tie Prager Sparta konnte in T e p l i tz gegen den dortigen Fußballklub nur ein unentschiedenes Resultat, und zwar 2:2 (1: 1) erzielen. Sparta wan wobl zeitweise stark überlegen und erzielte durch Kolcnaty nur Bohada ihre Tore. Die Teplitzer leisteten aber ersolgreiched Widerstand nnd erzielten ihre Treffer durch den Wiener Hastl nd Kumte. 5000 stmchauer.' — Viktoria, Pilsen schlug in Pilsen die -leipziger Eintracht 3:0. Die englische Liga. Manchester—Blackburn 1:0, Arsenal—Bolton W. 2:1, Liverpoo l—Noit ingham 1:2, Middlesbrough—Newcastle 1:0. Sunderland—Tottenham 1:0, Chelsea—Westham U. 6:0, Westbromwich—Aston Villa 1:0, Cardiff City—Preston N. E. 1:1, Huddersfield—Birmingham 1:0, Notts County—Evertou 1:0, Sheffield—Bnrnley 2:1. Der gestern in Belfast ausgetragene Länderkampf Irland- England endete mit einem Siege der I r e n von 2:1. Der Sportklub Admlra gastierte gestern mit einer, koin. binlerien Mannschaft in P r e ß b u r g und lieferte dem Sportklnb Bratislava mit 3:3 (1:1) ein unentschiedenes Spiel.- Budapester Meisterschaft. M. T. K.-WspeK 8:0 (0:0). Tore: Molnar (2). F. T. C.—38er 1:1 (0:0). Tore: Patücky und Pisa. B. T. C.—Zuglo 4:0 (1:0). Tore Horvath uttb Totb. VasaS-V. A. C. 1:0 (0:0). Torschütze:/ Takae. Törekves- III. Bezirk 0:0. U. T. E.-U. T. S. E. 4:1 (2:1). Tore Ieszmas und CsontoS ie 2. II. Klaffe: M. A. C.—B. A. K. 1:0. Terez Varosi-K. A. O. E. 3:0. Fleischhauer-M. A. V. C. 2 t 2. Trstverisea—E. T. C. 1:1. Nemzeti Vövarosi 1:0. B. E. A. (£.— Juweliere 2:1. Postbeamte-E. M. T. K. 2:1. Deutscher Fußball. Spieiyerein'i-gung Fürth gegen Nürnberger S. V. 0:0. 1. Nürnberger F. C. gegen Bayern 5:0. Der vielfache deutsche Meister zeigte sich wieder in seiner alten glänzenden Fon» und lieferte ein hervorragendes Spiel. 10.000 Zuschauer. Hamburger S. V.-Holstein Kiel 3:1 Leichtathletik. Daö Verbandsmeeting. Von den gemeldeten auswärtigen Größen war fast tt-ibmand am Start erschienen. Da die Äurchführung des Me-etingS auch sonst viel zu wüusüten übrig ließ, kann man getrost vor» einer Blamage sprechen. R'stilwtc: 1000 Meter-Handikap: 1. Zadrazil (W. A. F.), 70 Meter Vorgabe, 2:30-2. 2. Ganta lWackcr). 3. Steinitz (W. A. F.). 4. Friede (-Mall 2:37'4. 5. Mahr (Mal) 2:38-5. 6. Klecka« (Ri. T. V. 1860) Brustbreite zurück. 7. Swatonek (W. A. C.). Gute Leistung des Siegers. Friede als Malman lief nur um */„ Sekunde über seinen, eigenen Rekord. — 300 Meter-Rekordversuch : 1. Benedek (W. A. F.) 36'8, österr. Rekord. 2. Schenner 4 Meter zurück. 3. Kleinowitz (W. A. C? weitere 2 Meter zurück. Benedek hält den in Hochform befindlichen Schettner ziemlich sicher. - 3000 Meter-Handikap: 1. König (M. T. V. 1860) 914. 2. Haustr (70 Nieter' 9 15. 3. Pollinek (100 Meter Borg.). König läuft sehr elegant, hat aber am Schluß Mühe, mit dem kleinen Hauser fertig zu werden. --- 10X100 Meter-Stafette: 1. W. A. C. (Weilhcim, Fehm, Bürger, Zve, Wessely, Schönthal, Kleinowitz, Schedl. Sachert, Lederer 154 2. 2. W. A. F. (Prey I, Preh II, Fritz, Ciak. Topolansky. Zadrazil, Franzan, Mcchr, Kaube, Benedek) 10 Meter zurück. Leicht gewonnen. Der W. A. F. zur Hälfte mit Ersatz. — 10X100 Nieter, Herren-Damen kombiniert : 1. W. A. C.—Danubia (Weilheim, Grescha II, Kleinowitz, Greschak l, Wessely, Färber, Sachert, Budin, U. Lederer, Lahr) 2:05'8. 2. W. A. F.—Cricket (Prey l. Mainx, Fritz, Pollak, Franzan, Göchinüller, Prey U, Völkert, Benedek, Schnrinek) weit zurück. In Budapest wurde gestern her Marathonlauf auSge» tragen, der erwartungsgemäß mit dem Siege des besten? ungarischen Marathonläufers Kiraly endete. Kiraly legt die Strecke in der auZgezeichniten Zeit von 2 Stunden 40 Minuten und 16 Sekunden zurück. 5clubmeistcrschasten des F. A. C. 100 Meter: 1. Gerlich 11,8, 2. Pctcra einen halben Meter zurück, 3. Tolar 1 Nieter zurück. — 800 Meter: 1. Neuomyer 2:081, 2. Hufnagel 2:13-7, 3. Mischling. - 3000 Meier: 1. Göstl 10'03'8, 2. Ernst 10 28, 3. Kohut. — Hochspnmg: 1. Peterlik 1'55 m, 2. Tolar 1'50, 3. Homolka 1'50 berührt. — Weitsprung: 1. Peterlik 5'76, 2. Tolar 5'68, 3. Kahn 5*40. - Speer: 1.. Ncumayer 40-45, 2. Peterlik 38'20. Grünwald 34'5. — : 1. Peterlik 31'42, 2. Fabian. 23'3\ 3. Klement 27*10. - chm: 1. Peterlik 9*45, 2. Kehn 010, 3. Fabian 8*92. Hücketz. Die sonniüt,'..^'N Mcistcrschas.sspiele brach.u folgend» Ergebnisse: W. A. E.—Amateure 4:1, X:ü), Tore: Brüder Revy (4s für Amateure )stolacck, Schiedsrichter Ialkotvitz. — A l l r o n n d— E o t t a g c 3 : 3 (2 : 2) Tore für Allround Schlesinger (2) und Ackermann für Cottage Äancil Maack und Pcissom. Schiedsrichter Förster und Holubofsky. — Lehre r—R c d S t a r 6 :0 (2 :0) Tore: Stritzko (2) Burger (2) '.Tr. -ft unb Voit. Schiedsrichter Kangfelder. — B. 's. B. gew.'nu iampslos die Punkte gegen die Kritzenborser, da v.r' nicht aittrawn. Theater von heute ~ Burfitbeater: Alt-Heidelberg 7 Jlkaflcntie-Cheater: Unterwegs Staatsoper: Madame Butterfly "7 Uolksoper: Ballettabend: .Huldigung für Johann Strauß — Tutaukhamen-Legende — Cupido in Schönbrunn '/,8 Deutsche* Uolkstbeater: Der Fremde 7 sialmunS-rbeater: Die Sache Makropnlos 7 Är-ftammerrpirle- Schwarz und Weiß 7 — Ein reizender-Mensch 10 fleitaissauce-Biihiit: Liebe y.8 neue Offener Bühnet w. u. R. '? Ufr- Stadttbeater: Die wunderlichen Geschichten des Kapellmeisters Kreisler 7 ßarltbeatcr: Boccaccio - 7 Theater an der wie»: Der letzte Walzer 7 wr.Bürgertheaterr Mädi 7!JobaBU'$trattSS'tbeater: Ein Märchen aus Florenz >/,8 lür-KonSdienbaust Die Ballkönigin V2s BoIand'Bfibne: Frau Breier ms Gaya '/,8 Custspleltbcater: Die Wett ohne Männer 7,8 Hpollo-tbeaterj Dorine und der Zufall 7 Kabarett Höfte: Josma Selim-Dr. Benatzky, Rapp, Martha Jäckel, FarkaS, Gialdini rc. 8 ßbat nvft: Theo Körner, Brüder Hoppe, HmS Ströhm, Christ, Elfeld, Else Dorell, Buresch—Strecker 8 Vtrdiia»ds-Hf»6 (11. Taborstraße 1): SSÜm tobt Atttwe» % W Mode in prächtigen Streifen oder feschen m nov. fWienerHmmpfköRi86«S Wien, VII., Neubaugasse 11 und 32 177 323 Damenmäntel Snd veiöu?sch DamenkostUme . . . . Damenkleldar Damenblusen. HerrenanzUga. . . . 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