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Wiener Morgenzeitung · 1923-10-20 · Heft 1682 (20.10.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1682 (20.10.1923)
Date
1923-10-20
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. KW Wien, Samstag Wiener Morgenzeitung. SO. Oktober 1923 Sette? Frankreich anfangs des Monats; der jetzige Preis ist aber P. L. 70. Weintrauben sind Ende des Monats von P. T. 100 im Juli auf P. T. 175 gestiegen. Der Preis für Wassermelonen ist infolge LeS Überangebots auf P. T. 20 gefallen, der gerade die Transportkosten deckt. Auch Mandeln sind weiter im Preis zurückgegangen, bei fast gar keiner Nachfrage kosten sie jetzt P. T. 950, Javazucker, der versprach billiger zu werden, ist nun wieder im Steigen begriffen; der Tagespreis ist P. T. 476 gegen P. T. 428 Ende Juli und P. T. 330 am 28. August. Cardiff Dampfkohle wird mit P. T. 350 notiert gegen P. T. 420 im Juli. Alkohol ist von P. T. 472 auf P. T. 450 gesunken. Einheimisches Mehl steht P. T. 140 gegen P. T. .170 im Juli, andererseits K. sich das importierte weiße Mehl von P. T. 160 Ende' Juli auf P. T. 190 verteu Clearlngknm der Österreichischen Nationalbaak vom 19. Oktober 1928. Kurs1'vom 18. Okt. Geld Ware Geld Ware Devisen (Schecks und Aus- 2|ngzahlungen) Amsterdam f. 1 holt. Gulden Agram 1 Jug. Kronen . . . Belgrad 1 Dinar ..... Berlin* 1 deutsche Reichsmark Brüssel 1 belgische Francs . Budapest 1 ungarische Kronen fuß 4 27770.- 27870.- 27800.- 6 850.- 854.- 832.— 6 850.- 854.- 832.- 8 0,055 n,067 °‘o8G 4'/. 3644.- 3656.- 3874.- 6 3.80 3.90 3L0 334.- 336.- 327. 10780.- 10920, 10880.- 12280.— 12326.— 1 5 8 3 32C700.-321700.-32T. 5V» 9480,— 9520.- 9480,- 6 3194.- 3206.- 3714.- 4 70935.- 71185.- 70935.- 5 4212,- 4228.- 4267t- 8 2110.- 2126.- 2115.- 7'/, 678.- 682.- 683.- 4'/, 18520.- 18580,- 18520.- 6 550.- 650.— 630.— 3 12705.- 12755,- 12725.- Bukarest I Lei ..6 Chrlstlania 1 norweg. Kronen . Kopenhagen 1 dänische Kronor , London 1 Pfund Sterling » » , Madrid 1 Pesetas Mailand 1 Lire > t , , . , . New York 1 Dollar Paris 1 Francs .!.!.!! Prag I tschecho-slow. Kronen , Sofia 1 Lewa ...... Stockholm 1 schwedischeKronor , Warschau** 1 polnische Mark» , Zürich 1 schweizerische Francs , Noten Amerlkan. Noten v. 5 Dollar aufw, > , kleinere , . , Belgische Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva , » ■ ■ 100 , . » kleinere... Dünlsche Noten 100 Kroner . , Deutsche Noten zu 1000 Mark. , » » i* 100 » » , » » kleinere. . . . Engl. Noten von 5 Livrest. aufw. * , kleinere ..... Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden , Italienische Noten ▼. 100 Lire aufw, . , kleinere . . . Ingosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar ■ » ■ 100 , , „ . kleinere , Norwegische Noten 100 Kroner , Polnische Noten v. 5)0 Mark aulw, » „ kleinere.... Rumänische Noten zul000u.500Lel R , kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel * » ■ 100 s , » » kleinere . . Schwedische Noten lOOKronör . Schweizerische Noten 100. Francs, Spanische Noten 100 Pesetas . , lschecho-slow. Not. v.lOOOautw. » „ kleinere . . Ungar. Noten (neueEm.) zu lOOOKr. ' . ■■ . zu 10.000 Kr, . * . . . kleinere ..... * Für 10.000 Mark, ** für 10.000 poln. Mark. 27900.- 838.- 838.- 0.098 3686.- 3.90 329.- 10920,— 12320.— — 32170C.— 9520.- 3226.- 71185.- 4283.- 2125.- 687.- 18589.— 73'».- 12775.- 75560.- 70960.- 70560.- 70960,- 70460.— 70860.- 70460.- 70860.- 3600.- 3630.- 3630.- 3660.- 656.- 661.- 661.- 689.- 636!- 644!- 641!— 649!- 12130.— 12210.— 12130. - 12210.- 0.046 0.065 0.08 o.ioz 0.044 0.084 O.ÖlMe 0.09*/,§ 318900.- 320500.- 318900.- 3205OO.- 318700,- 320300— 318700.- 3203-00.- 4165.— 4195.- 42Ä1— 4250.- 27570.- 27770,- 27600.- 27800.- 3160.- 3180.- 8180.— 3200.- 3140,- 3160.- 3160.- 3180.- 839.- 845.- 821.- 827.- 829'.- 835*.- 81l!- 817'.- 10650.- 10730.- 10750.- 16830.- 530.— 630.— £30.— 730.— 480.— 580.- 5,80.— 680.- 326.- 330.- 321.- 325.- 306.- 310.- 301.- 305.- l83to!— 184IO»—. 1831ü!- I84to!- 12590,— 12670.- 12610.- 12690.- ,9160.— 9440.- 9360.- 9440.- 2092.- 2108.- 2097.- 2113.— 2087.- 2103_ 2092.- 2108.- 2.35 2.55 2.20 2.40 Ü3Ö n ~2A5 Ü35 Die Kaufmannschaft fordert die Erhöhung der gesetzlichen Verzugszinsen. Anläßlich der Beratungen, die im Gremium der Wiener Kaufmannschaft über die Zinsfuß frage stattfanden, wurde übereinstinunend der Ansicht Ausdruck gegeben, daß vor allem die gesetzlichen Bestimmungen, welche die Geldknappheit und ihre Wirkungen verschärfen, beseitigt werden müssen. Nachdem bereits die Aufhebung der noch bestehenden Beschränkungen des Dcvisenvrrkehrcs, die dem Zuflüsse . ausländischen Kapitals hindernd im Wege stel>en, nachdrücklichst gelfordert wurde, hat sich das Gremium nunmehr an die Justizverwaltung mit denr Ersuchen gÄvendet. eine Eingabe,^ welche das Gremium vor beinahe zwei Jahren wegen Erhöhung der gesetzlichen Verzugszinsen an das Justizministerium gerichtet hat, der Erledigung znzusühren. Die unverhältuismäßige NiÄrigkeit der gesetzlichen Verzugszinsen gegenüber dem tatsächlichen Zinsfuß hat zu dem unerwünschten Ergebnis geführt, daß der säumige Schuldner dadurch, daß er das Geld im eigenen Geschäfte oder gar zu Spekülationszweckeu vevtvendet, geradezu eine «Prämie erhält. Dieser Zustand widerspricht nicht nür allen Grundsätzen der Billigkeit, sondern ist überdies geeignet, die Wirkungen der Geldknappheit . für weite Kreise der Kaufmannschaft zu -vergrößern. Es ist wohl zu erwarten, daß die Justizverwaltung der Anregung des^ Gremiums Rechnung tragen und diesen unerwünschten Zuständen ein Ende bereiten wird. Ursprungszeugnisse für Jugoslawien. Es häufen sich die Falle daß österreichische Kansleute bei Lieferungen nach Jugoslawien statt der , Bertragssätze die Zölle nach den M a x i m a l s ä tz e n entrichten müssen und dckdurch zu schweren Schaden kommen, weil die Ursprungszeugnisse, erst nachdem die Ware die jugoslawische Grenze Passiert hatte, emgeholt wurden und darum von den jugoslawischen Zollbehörden nach den neuen Vorschriften nicht anerkannt. werden konnten. Die 'vondclskammer kann in derartigen Fällen nachträgliche keine Aohilse mehr schaffen und macht daher die Kaufleute wie die Spediteure neuerlich darauf aufmerksam, sich gleichzeitig mit Abseudung der Ware die notwenldiaen Uvsprungszeugu isse zu veschassen. da sie die AuDcllung rückdatierter Ursprungszengnisie nach wie vor grundsätzlich avlehnen mutz. Postpakete nach Amerika. Bei Postpaketsendungen nach den Verbürgten Staaten von Amerika kommt es häufig vor, daß der Wert m der Zollinhaltserklärung von den Wsenldern niedriger angegeben wird, als der Betrag in der Faktum. Dadurch ergeben sich bei der ^Zollabfertigung in den Vereinigten Staaten Hollanstande. Um für den Warenempfänger in den Vereinigten Staaten Unannehmlichkeiten und Kosten zu ersparen, ist damuf zu. achten, daß in der Zollinhartserklärung gewissenhaft der wirkliche Wert der Sendung angegeben wird, wobei dieser mit dem Betmg der Faktum übereinstimmen muß. Hingegen ist cs, außer bei Gold- und Silberwaren und Pretiosen, nickt notwendig, daß der Wert der Zollinhaltserklärung mit IcitMt ui onr Begleitadvesse übe rein stimmt. Aufhebung und Wiedereinführung von Zöllen in Angarn. Die ungarische Regierung hat die Zollsätze für Asphalt-, bitumen (ausgenommen Goudron) sowie Goldschwefel und Goldschwefelkarmin der T.-Nr. 626 außer Kraft gesetzt. Die bisher außer Kraft gesetzten Zollsätze für Melasse, Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Mais, Heidekorn, Hirse, Bohnen. Erbsen.. Linsen, Mehl und Mahlpradukte, Grassamen, Saatgut und Blumen- -samen. .. Ochsen, Stiere. Kühe. Jungvieh. Kälber, Schafe und Ziegen, Lämmer und Kitze, Schweine, Pferde, Maultiere und Esel. Naturbutter. Schweinefett, Brot, Fleisch und Heringe wurden wieder i n $taf t g,e f e tz t. Boy diesen Waren wurden in die Liste A. mit einem Zollaufgelde von 13.000 •/« 1131facher Zoll) eingereihtr Linsen, Grassamen, Heringe, gesalzen und geräuchert. In die Liste Bi mit einem Zollaufgeld von 130.000 % (1301facher Zoll): Melasse und n. b. b. Wollwaren zum Besticken. In die Liste 6. mit einem Aufgeld von 170.000 •/« (170lfacherZoll) wurden eingereihtr Erbsen, Saatgut und Blumensamen, sowie Samte und samtartige Gewebe zum Besticken aus Erlaubnisschein.. Für alle anderen oben angeführten Waren ist das höchste Zollaüfgeld von 380.000 0 , l8301facher Zoll) zu entrichten. Nähere Auskünfte erteilt daS Zvllbureau der Wiener Handelskammer. Nachfrage nach Säcke« i« Rußland. Im Zusammenhang mit. der GAveidekampagne macht sich auf den russischen Marenmärkten, im besonderen in der Ukraine, eine rege Nachfrage nach Säcken bemerkbar, der ein nur ungenügendes Angebot seitens des. Textilshndikats gegenübcrsteht. Das Außenhandels- Kommissariat sich sich daher bereits im vorigen Monat genötigt, die Einfuhr von vier Millionen Säcken aus dem Auslande zu gestatten, wobei nachträglich der Zoll auf Sacke, die für den Gstreideexport eingeführi werden, ans ein Rubel pw Pud herabgesetzt wurde (der Kurs des Zollrubels war im September auf'320 Rubel der Ausgabe 1923 festgesetzt worden). Zur Hebung der Produktion der Sackindustrie hat nunmehr der staatliche Plauausschuß die Frage -der Iuteeiusuhr, aus den: Auslande angeregt, was jedoch auf Widerstand seitens des TextilfUndikats stößt. Ein endgültiger Beschluß liegt bisher in dieser Frage noch nicht vor. Die Lodzer Textilindustrie. Die Lage der Lodzer Textilindustrie gestaltet sich zurzeit sehr ungünstig. Die letzten Schwankungen der polnischen Währung veranlaß ten die meisten Lodzer Textilfabriken, keine Verkäufe'zu tätigen. Fast 70 Prozent'der Lodzer Fabriken, namentlich, die kleineren, und mittleren Unternehmen, haben ihren Betrieb eingeschränkt. Die Einfuhr von Rohstoffen ist sehr erschwert. Dem bevorstehenden Besuch .des Handelsministers Szydlowski und des Arbeitsministers 'Dinolski sieht man , in Lodzer Industrie-, kreisen mit ^Spannung entgegen. Den Ministern wird, wie der . „Ost-Expreß" ensährt, eine Denkschrift über die Lage der Lodzer Industrie übergeben werden, die Borschläae zur. Besserung der Verhältnisse cn hält. Die Lodzer Industriellen sind sehr verstimmt darüber, daß die Regierung bei englischen Fabriken Lieferungen für die Armee zu bestellen beabsichtigt, während die Arbeitslosigkeit in Lodz wächst. Südamdrikanische Baumwolle. Angesichts des zunehmenden Weltbaunnvollederbrauches und der infolgedessen in absehbarer Zeit, drohenden Baumwöllknappheit weift W. - I rving Buliard in einer Rede vor dem Nationalen Baumwollspinuerverband in Boston auf die Bedeutung hin, die der Baumwollproduktion Südamerikas in der Weltvcrsorguug ,zukomme.s -Insbesondere besitze Brasilien alle Voraussetzungen für eine gewaltige Steigerung seiner Baumwollproduktion.. Brasiliens Baumwollexpori, der von 19.607 Tonnen. im Jahre 1921 auf 33.917 Tonnen im Jahre 1922 gestiegen war, ist infolge der äbnormalen Rtarktverhältnisse in den ersten -sechs Rlonäten -des laufenden Jahres allerdings wieder zurückgegangen, doch ist die Ba-nmwollproduktion Brasiliens seit vier Jahren inununterbrochener Zunahme beg-r?>ffen und insbesondere von englischer Seite wird in letzter Zeit, nachdem die Anbauversuche in Aegppten und Ost-Australien nicht zu dem gewünschten Resultat geführt., haben, einer Steigerung' der Baumwollkultn-r in Brasilien, aber auch int nördlichen > Argentinien und in Parag-uay erhöhtes Interesse enigegengebracht. Bekanntlich hat auch Stinnes in Brasilien und in^ Argentinien größere Äandkomplexe zur Bauniwollkultur! erworben. Der Häuteexport aus Brasilien. Die Ausfuhr von Häuten aus Brasilien hat sich in den ersten sechs Monaden des laufenden' Jahres ans das Eineinhalbfache erhöht. Sie betrug inl ersten Halbjahr 1923 31.8-59 Tonnen im Werre von 58.608 Kontos gegenüber 20.673 Tonnen im Werte von 29.359 Kontos im gleichen'Zeitraum des Vorjahres. - - Wiener Börse. Geschäftslos. Der f-ussige Geldstand, der eine glatte Erlcd'.gung der Prolongation verhieß, ließ zu Beginn der gestrigen Börse in der Kulisse', vorübergehend eine günstigere Stmmmn-g Platz gvnfew. Es'halte für kurze Zeit den Anschein, als ob nunmehr die Kulisse ''sich zu regerer Tätigkeit aufraffeu wollte. Doch bcüd war dieser Eindruck verwischt, als aus dem Deutschen Reich u-ttgünstvgere Nachrichten ein'laugteü. Die Erwägungen über den Ausgang der österreichischen Wahl als auch die Besürchtungen, daß sich in DoirksHlaud die Verhältnisse lomp'li- Zieren könnten, bewirkten, daß sich die Kontermine, weiche zu Beginn des Verkchrs voreilig Deckungen vorgenommen hatte, sich nunmehr neuerlich zu kleineren Vorstößen entschloß, Das Gepräge des -Marktes wurde aber hauptsächlich durch die Teilnahmslosigkeit des PnMkums beeinflußt. Es waren nur wenig Schlüsse. getätigt wovdcn. Wohl waren aus Prag «und Budapest günstigere Nachrichten erngelaufen, die von einer besseren Gestaltung der' dortigen Börsen und einem Rückzug der Kont>crmine aus ihren Plätzen zu meDen wußten, doch d«str Unistcmd hat den Grundchavakter des Geschäftes nicht wesentlich beemfklßt. Nur einzelne ungarische Werte konnten in der Kulisse Echoliungm auihveisen. So profitierten Ung. Kredit 58.000 K., Bntifch-ungarische 16.000 K., Rima 7000 K. und Ung. HoHerr. 16.000 K. In Alpine war das Geschäft geringer, diesÄben büßten 7000 K. ein. Kleine Posten Staatsibahn waren von Budapest gekauft und profitierten 6000 K. Bon den österreichischen Werten wahren Mektrizitätswerte stärker 'begehrt. Cs profitierten' Siemens 18.000 K., A. E. G. Union 9000 K., Waagner 5400 K. Ausnchmend leibhaft war das Geschäft in Krupp, welche um 26.000 K. höher schloffen. Im Schranken sind, einige wenige Papiere ansgenommeu, nur g.'r-inge KnrSverändevungen zu verzeichnen. Petroleuinwevte waren zum Teil stärker begehrt. Es stiegen Apollo um.75.000 K., Fanto um 80.000 K., Galizia ,mn 400.000-K. Hingegen waren Echodnioa um 50.000- K; Naphlha um 80.000 K, schwächer. Von den Akaschinenwerten profilierten auf die Nachricht von tschechischen Lokomorivbestellnngen Danek 30.000 K.,'L>em.-s 70.000 K., Sieg! 16.000 K. Brünner Maschinen waren um 10.000 K. schwächer. Von den Transpovtwerten haben Nordbahn 800.000 K. profitiert, Donau-Dampfschiff sind um 70.000 K. gestiegen. Vom. den SpiritnSwerten erhöht>en sich Brosche um 70.000 K. und JnngbunZlaner um 6W.000 K. ' Bezugs rechte: Fonciere 400.000, Spodium 295.000, Mma 87.000 bis 40.000, Szierasacr 105.000. Auf dem Anlagemarkt herrschte vollkommene GeschäftSstille. Von den Exoten notierten: Apollo-Film 60.000, CMl 60.500 bis 63.000, Jriag 845.000 bis 370.000, Mrazniea 206.000 bis 315.000, Schubert u. Co. 15.500, Universale 60.000 blis 62.000. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Ter gestrige Verkebr an der Warenbörse ivgr gleich so lebhaft wie im Wochenlaufe und in Ebemikalien sprach sich die Tendenz sür fast alle Artikeln fest behauptet aus. Jntereffe bestand namentlich für Kristallsoda (der Preis stellt sich auf 1600 K. ab Wien) und für GaSöl (45.060 K') ab Raffinerie. Ausgeboten wurden: Wasserstoffsuperoxyd tech- . nisch zu 3.75 Schweizer Franken transit, schweselsaure Tonerde 17/18 zu 3800 K., Bleiweiß chemisch rein zu 13.100 K., Glyzerin 28 Bö chemisch rein zu 29.000 K. ab Wien, ftanzösischeS Harz W. W. zu 5600 K. transit Wien, inländisches F- G. zu 4600 K. ab Wien, Milchsäure Vol. technisch 50°/g zu 13.500 K., Minium Bleiberger zu 12.000 K., Paraffin 60/62 in Tafeln transparent weiß zu 7000 K., Salmiaksalz zu 8900 K., Schellack T. N. orange zu 110.000 K.> französisches Stearin in Tafeln zu 27.700 K., ÄiontanwachS Riebeck zu 4800 K. transit Wien, Schwefel Floristella zu 2700 K., Bloch'chwefel zu 2900 K., Stangen zu 3100 K., Zinnober (Jdria) zu 160.000 K. Oele und Fette. Das Geschäft hielt sich in dev engsten Grenzen, Preise blieben durchgehends nnverändert. Offeriert wurden r holländisches Leinöl zu 17.700 K., Mböl doppelt raffiniert zu 13.800 K., Knochenfett raffiniert 97/98% zu 13.400 K., französisches Rizinusöl l. Pressung zu 20.600 K., Schweinefett fpure lard) Faßpackung pro 100 Kilogramm zu 36.05 Dollar transit Wien, in Kleinfassern zu 26.600 K. ab Wien. Kolonialwaren. Der Verkehr gestaltete sich etwas lebhafter, die Tendenz sprach sich eher etwas fester aus. Kaffee Santos Primes befestigte sich um 500 K. auf 40.500 K., SantoS superior um 400 K. auf 38.000 K., Rio VII Johnston um 700 K. auf 33.000 K. Tee, Kakao und Kondensmilch erlösten letzte Preise. Gewürze lagen fester, Cassia lignea erhöhte den Preisstand um 500 K. auf 44.500, Kümmel um 1000 K. auf 43.000 K. und Piment um 1000 K. auf 28.000 K., Edelsüßer Paprika ist um 2000 schwächer und notiert 92.000 K., R e i S blieb unverändert, nur Siam Patna glaciert ist um 100 K. höher und notiert 6400 K. Zucker ist um 5 Punkte niedriger, Kristall notiert 3.50 tschech. K., Würfel 3.8V tschech. K. prompt ab Grenze, Kristall vro Oktober notiert 9950 K. versteuert frachtfrei Waggon Wien. Lekwar 1923 befestigte sich um 200 K. auf 6200 K., dagegen schwächten sich bosnische Pflaumen um 400 K. ab und notieren 95/100 Sackware 5200 K. und in Kisten neue Ernte 6200 K. Leder. Die Tendenz war schwächer. Preise sind um 1000 bis 2000 K. billiger. Es notiere« Sohlenleder Vacheleder- Garnituren 51.000 bis 55.000 K., Vacheleder-Croupons 75.000 bis 82.000 K., Hälse 38.000 bis 40.000 K., Afern 28.000 bit 30.000 K., Oberleder und Rindsbox blieben Mverändert. Alles gegen Vorwoche. Zunr öffentlichen Verkauf gelangten laut Art. 343 de- H.-ßi.-B. 600 Quadratfuß dunkelhavannabraunes Boxcalf zu 15.000 K. pro Quadratfnß. R o b h ä u t e. Die Tendenz war nicht einheitlich, Preise sind teils höher, teils schwächer und auch unverändert. Kalbfelle ohne Kopf sind um 3000 K. niedriger und notieren 31.000 K. pro Kilogramm. Iloßhäute schwächten sich. um 20.000 K. auf 230.000 K. pro Stück ab. Fester sind Schaffelle um 1000 K. und notieren 35.000 K. pro Stück und Schafblößen um 2000 K. notieren 30.000 K. Die übrigen Gattungen blieben unverändert, und zwar Rindshäute mit 18.500 K. pro Kilogramm, Kitzfelle 20.000 K.. Ziegenfelle 47.000 K., Winter-Hasenfelle 18.000 K., Sommer-Rehfelle 45.000 K., Winter-Rehfelle mit 30.000 K. und Gemsenfelle mit 60.000 K. pro Stück. Zum öffentlichen Verkauf gelangten nach Art. 343 des H.-G.-B. Gummischläuche zu 600 Schweizer Franken. Zunr öffentlichen Verkauf gelangen heute üm 11 Uhr ein Speisezimmer neu, am 23. d. um %1 Uhr Salmiak subl. in Stücken, Gummi cordefan und Gelbkali transit Wien und transit Budapest, am 25. d. um 11 Uhr 81 Stück Feuerlöschapparate „Perkeo". Baumwollmartt. Mew-Norü» 18. Oktober. Baumwollzuftchren in den atlaiE und Golfhäfen 13.000, im Innern 32.000. Ausfuhr nach Großbritannien 31.000, nach dem Kontinent 57.000.—. Lokalmarkt middling: 29.80 (letzt. Kurs 30.05), Tendenz; Stetig. — ■ Termine: Oktober 29.33, November 28.93, Dezember 28.85, Jänner 28.35, Februar —.—. März 28.40. Avril Mai 28.45, Juni Juli 27.90, August 26.70. September 25.95. Berliner Börse. Berlin. 19. Oktober. Wegen eines Worckommnlü.ö au.'äßlich der Zahlungsginstellung der Firma Kochmann, Z-Küler n. Comp, beschloß die Maklerkammer, mit der KursseststeUung vorläufig auszusetzen, bis die Frage der Haftbarkeit der Äiakler für ihne Aufgaben geklärt sei. Es wurde hierüber die Entscheidung des Ministers an<sevufen. Das Geschämt war auch infolgedessen im freien Verkehr Eingestellt worden. Nach 1 Uhr wurde der Handel wieder ausgenommen und die Vkakler begannen mit der Festsetzung der ersten amtlichen Kurse und der Einheitskurse. Die Tendenz war außerordentlich fest und die Kurse wiesen entsprechend der kolossalen Devifensteigeruug sehr beträchtliche Erhöhungen auf. Der Handel kam aber nur langsam in Fluß. (Alles in Millionen von Mark.) Dollarschatzanweisungen 12.500. S ch l nßkurie: Türkische Lose 8000, Staatsbahn —Nordd. Lloyd 31.900, Ver. En 129.000, Berliner Handelsgesellschaft 68.000, Kommerz --.rt »ark 14.000, Darmst. Bank —.—, Deutsche Bank' 29.000, Tistonzo* Kommandii 89.000, Dresdner Bank 18.000, Nationalbank für Deutschland —, Oesterr. Kredit 2000, Oesterr. Länderbank , Reichsbank —, Wiener Bankverein 2250, Wr. Unionbank -, Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 18.000, Bochumer Gnßstabl 195.000, Daimler Motoren 4000, Deutsch-Luxemburger 180.000, Teutsche Waffen u. Aiunition —Dynamit Nobel 18.500, Felten u. Guilleaume 65.000, Gelsenkirchener Berg. 160.000, Tb. Goldschmidt 38.000, Harpener Bergbau 220.000 Moderne Futterstoffe Crepe de Chine. Crepe Gebrgette, alle Arten Seidenreste , abnorm billig bei Kann & Fried VI.. Linke Wienzelle 40. im Hofe

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