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Wiener Morgenzeitung · 1923-10-16 · Heft 1678 (16.10.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1678 (16.10.1923)
Date
1923-10-16
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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VHE« IUTB DiienStag «ine« Herrn im gemeinsamen Haushalt." Der Möbolfabvikant {Vofcf Anton Ruß ist von seiner Gattin geschieden und führt gegen sie einen Zivilprozetz. Im Verlaufe desselben überreichte Herr Ruß durch seinen Anwalt Dr. Otto Fuchs eine Eingabe, Wiener Morsenzeitung. IS. Oktober 1S28 in welcher er die Behauptung aufstellte, daß sie mit einem .Herrn im gemeinsamen Haushalt lebe. Durch diesen Borwurf fühlte sich die Dame in ihrer Ehre aufs tiefste verletzt und erhob gegen ihren ehemaligen Gatten die EhrenbeleidigungSklage. mt führte aus. daß, wenn auch durch di« Verhältnisse der Nachkriegszeit das Leben „im gemeinsamen Hauthalt" eine Erscheinung des Alltags geworden sei. eS fiir eine geschiedene Frau nicht besonders ehrenhaft sei, wenn ihr dieser Barwurf gemacht werde, besonders, wenn dieser Vorwurf ungerechtfertigt sei. Denn sie müsse die von ihrem ehemaligen Gatten ausgestellte Behauptung entschieden in Abrede stellen. Der Verteidiger des Angeklagten erklärte, daß keine Wrenbeseidignug vorliege. Das Zusammenleben im gemeinsamon -Haushalt sei «ine in verschiedenen Gesetzen anerkannter Zustand. Der Richter sprach den Beschuldigten frei. Die Hausmeisterin will keinen Lebenswandel. Dia Hausbesorgerin Eleonore Burghardt scheint ihre Zeit, die sie pflichtgemäß zur Auftrechterhaltung der Ruhe und Ordnung de« ihr anvertrauten .Hauses verwenden sollte, dazu ' zu benützen, mn unangenehme Tratschereien zu machen. Besonders aus die Private Iosefine B. hat eS die Frau Hauöiueisterin abgesehen und seit Monaten überhäufte sie die Mieterin mit Schmähungen und Beschiu'.psnngen ärgster Art. Me Frau Hatlsmeisterin ist aber auch ome moralische Person und duldet es nicht, daß die ihr unterstellten Mieter einen „Lebenswandel" führen, so sagte sie u. a. nrit Bezug auf die Klägerin: „Man muß sich mit Hausfreunden umgeben, wenn der Alte nichts mehr leisten kann. Da bekommt man Toiletten." Diese boshafte Rede der Hansmeisterin war nicht danach angetan, die Sympathie der Mieterin für sie zu erhöhen. Vorgestern stand die Burghardt vor den: Richter und leugnete natürlich alles. Da sich abtsk Zeugen fanden, die die Klage bestätigten, wurde sie zu einem Monat Arrest verurteilt. Dies zur Warnung aller Wiener Hausmeister Innen mit böser Zunge. Volkswirt. Krone 0.0079 Auszahlung Wie« » 0.0078’/* kentimes. In Zürich notierte 15, /10. J3./10, die österreichische Krone . . .... 0.0078»/,, 0.0078»/. die hsterr. gestempelte Krone .... 0.6079 0.0079 die tschechische Krone . . . 16.65 dikMark .. ... . ' gestrichen gestrichen Holland. .... 218.75 019.25 Netv-Nork ........ 657.- London . .... 25.26 25.29 Paris .. 88 85 Mailand.. .... 26.57 25.40 Belgrad. .... 6.55 6.55 Bukarest.", . .... 2,60 2.60 Sofia . 5.45 Budapest. 0.0807 Warschau ....... .... 0.0006 0.0006 Ciearingkarse der Österreichischen Nationalbank vom 15. Oktober 1928. Devisen (Schecks und Auszahlungen) Amsterdam 1. 1 voll. Gulrfen Agram 1 |«tr. Kronen .... Belgrad 1 Dinar . Berlin* 1 deutsche Reichsmark . Brüssel 1 belgische Franca . . Budapest 1 ungarische Kronen * Bukarest 1 Le!. Chrlntianla 1 norwetr, Kronen . Kopenhagen 1 dänische Kronor . London t Ptund Sterling . . . Madrid 1 Pesetas. Mailand 1 Lire. New York 1 Dollar.. Barls I Francs.. Frag 1 tschecho-slow. Kronen . Sofia I Lewa . Stockholm 1 schwediacheKronor . Warschau** 1 polnische Mark. . Zürich 1 schweizerische Francs . Noten Amerika». Noten v. 5 Dollar aulw. » » kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu IM0 Leva . . . „ 100 . . „ . » kleinere. . . Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten zu 1000 Mark. . , . . 100 „ . . _ . , kleinere. . . . Engl, Noten von 5 Llvrest. aulw. » , kleinere. FranfSslsche Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100Lire aufw, , » „ kleinere , . . Jngosl, Noten ungest. zu 1000 Dinar " » » ,» '«> * ' « , kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Merk aufw, n " . . « kleinere. . . , Rumänische Noten zu1000,i. SOOLci „ » „ , n kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel » » « 100 , Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . , Tschecho-slow. Not. v.lGOOaulw. „ . kleinere Ungar. Nöten (neue Eni.) zu lOOOKr. . . zu 10.000 Kr. . . . . . kleinere . . . . . * Für 10.000 Mark, ** Oald Ware Q.eld Ware 27870— 28970— 27870— 27970— 830— 834— 828— 832- 830— 834— 828.- 832— 0.18«/, 0.00»/, , 0.17'/, V.I9'/. 3720— 3751- 3634— 3646— 3.80 3.90 3.80 3.90 327— 329— 330— 332— Zins 5 10930,- 10970.- 109«0.- 11020,- 5 j?530.— 12570.- 12380.- 12420— 3 3209OO.- 321900.-322300.- 3233«'.- 5*/i 9430,- 9470.- 9430,- 9470— R 3219.- 3231.- 3244,- 32*6. — 4 70935.- 71185,— 70935,- 71183.— 5 4362.- 4378.- 4292— 4300— 5 2113,- 2123.— 2120— 2130— 7V, 696— 700— 693— 697.- 4y, 18570— 18670— 18470— 18330— R 700— 800— 770— 870— 3 12725.- 12775.- 12705. — 12753.- 28.228,815.494,417.000 Wort iw Verkehr. dmmo der Berlin, 15. Oktober. Die Inanspruchnahme der Reichs bank zum letzten Qnartalsfchluß war, wie zu erwarten stand, ganz außerordentlich groß. Nach dem Ausweis vom 29. September stieg die gesamte Kapitalsanlage um nicht weniger als 38.982,1 auf 48.976,6 Billionen Mark. Der Hauptteil dieser Steigerung entfiel wiederum auf die Reichsschatzauweisungen. deren Bestände auf rund enormer Kreditansorderungen des Reiches um 82.980,8 auf 46.216,2 Billionen anschwollen. Das Wechselkonto nahm gleichzeitig um 1459,6 auf 3660,1 Billionen Mark zu, während die Lombardforderungen der Bank um 468,1 ans 98,6 Billionen Mark abnahmen. Ter Goldbestand ging weiter um 33,8 aus 448,9* Millionen Goldmark zurück; die dem Goldkassenbestande der Reichsbank Verdreifachung in einer Wache. - Sennin- " der Reichsbank. entnommenen Beträge fanden wiederum zur Deichen« beschaffung Verwendung. Der Banknotemimlauf mußte nämlich in der letzten Septemberwoche mehr als verdreifacht werden, er hat sich von 8627,7 auf 28.228,8 Billionen Mark erhöht. Die Reichsdarlehenskasstn wurden in der Berichiswoche in der Höhe von 648,8 Billionen Mark neu in Anspruch ge« nommen, ihr Darlehensbestand erreichte damit 941,1 Billionen Mark. Sie führten einen entsprechenden Betrag an Darlehenskassenscheinen an die Roichsbank ab, so daß deren Bestände an solchen Scheinen auf 941,1 Billionen Mark stiegen. «naa 7C560— 70900— 70560— 70960— 70460— 70860— 70460— 70860— 3685— 3715— 3585— 3615— 674— 682— 671— 679— 654— 662!~ 651— 659— 12380— 12460— 12230. - 12310— 0.17 0.2 t 0.16 0.20 o!l6 a2o 0*.15 Hl9 31Ö100— 320700.- 320500— 322100— 318900. — 320500— 320300— 321900— 4315— 4345— 4245— 4275— 27670— 27879— 27670— 27870— 3185— 3205— 3210— 3230— 3105— 3135— 3190— 3210— 819— 825— 817— 823— 8^‘— 815i- 807— 813'.- 10810— 10880— 10850— 10930— 650— 750— 720— 820— 600— 700— 670— 770— 316.- 320— 319— 3*3— 296— 300— 299— 303— —— —— 1S3W— 18460— isml 18360— 12610— 12690— 12590— 12670— 9110— 9390— 9310— 9390.- 2095,1— 2111 — 2102— 2118— 2090— 2106— 2097— 2113— 2.32 2.52 2.35 2.55 2l27 9!47 2Ä n für 10.000 poln. Mark. Von Dr. Jacques Adler (Leipzig). Ter erste Schritt zum Vorhaben der Sanierung ist mit der Annahme des Ermächtigungsgesetzes getan. Wie sind nun die Aussichten der Sanierimg zu beurteilen? Aus welchen Grundlagen baut sie sich auf? Voraussetzung für das Gelingen des Versuches ist die Erfüllung zweier außenpolitischer Bedingungen. Erstens ein .end gültigesUeberein kommen mit den Signatar- Mächten des Versailler Vertrages über dessen finanz- und wirtschaftspolitische Auswirkung, insbesondere die H ö h e d e Repa ra t i o n s s u m m e und deren Tilguuasmodus. Hier für liegt seit Monaten ein deutsches Angebot vor, das von England und Italien für beachtenswert erklärt worden ist. Nachdem, soeben Lord Enrzon vor der britischen Reichskonferenz die Revision der durch das Londoner Ultimatum von 1981 festgesetzten Reparatioistzlast in zustimmendem Sinne besprochen hat, kommt es vor allein auf die Haltung der Gruppe Frankreich-Belgien an. Eine Verständigung inst diesen Mächten sucht die Reichsregierung jetzt im Wege direkter Verhandlungen herbeizuführen, nachdem sie im letzten Septemberdrittel den passiven Widerstand im Ruhrgebiet eingestellt hat. Erschwert und kompliziert werden diese unbedingt notwendigen Vorverhandlungen durch den Disziplinbruch einiger Großindustriellen, die eigenmächtig Besprechungen mit den Besetznngsmächten ausgenommen, und zwar nicht nur über die lokalen, praktischen Details der Wiedereröffnung der Betriebe, sondern auch über Gegenstände m Reichsgesetzgebnng, wie Arbeitszeit, Kohlensteuer, Kohlen- ■ Zwangswirtschaft, Reichsbahnverwaltung. Ermutigt wurde dieser schwere Uebergriff, her die im jetzigen Augenblick beonders. gefährlichen Gegensätze zwischen Kapital und Arbeit erneut aufgerissen hat, durch die Regierungskrise während der ersten Oktoberwoche. Nächst' der Lösung des Reparations- und Ruhrproblems ist zweite außenpolitische Grundvoraussetzung für den Erfolg hex. deutschen Sanierung die finanzielle Ausiands.hilfe in entsprechender Anleihenform, sowohl zwecks Mobilisierung der geldlichen Reparationsverpflichtungen als auch zwecks Wiederaufbaues der deutschen Produktion, dip .zwar noch ein unversehrtes Anlagekapital hat, in ihrem Betriebskapital aber erschöpft ist und daher des Kapitalznganges durch unmittelbare Fiuanzbeteiligung des .Auslandes bedarf.. Vorbesprechungen hierfür sind namentlich in Amerika im Gange, die zu Abschlüssen führen könnten, sobald einmal ein positiver Verlauf des Meinungsaustausches zwischen Deutschland und den Alliierten' feststeht, andererseits ein realer; Beginn der innerdeutschen Wirtschaftssanierung iu festen Umrissen erkennbar wird. Sind hiesür die Grundlagen gegeben? Mau darf diese Frage' nach dem Staude des heutigen Tages immer noch bejahen. Die staatspolitische Basis ist durchaus gegeben, Kraft und Autorität der republikanischen Reichsverfassung nicht erschüttert. Selbst die rechtsradikalen Machthaber in Batiern haben den offenen Verfassüngskonflikt mit dem Reiche bisher, gescheut und dürften es auch weiter tun, da selbst die gewaltigste Maulaufreißerei au der Isar die Tatsache von Bayerns wirtschaftlicher Abhängigkeit vom Reiche nicht aus der Welt schaffen kann, und da schließlich noch verschiedene andere Dinge dem bayrischen Partikularismus Schranken auferlegeu. Die große Koalition im Reiche und in Preußen ist Garantie der politischen Stabilität. Da Preußen ernährungswirtschaftlich ausschlaggebend für Sachsen und Thüringen ist, läßt auch der neue kommunistische Einschlag in den Regierungen dieser Länder keine wirklich ernsthafte Befürchtung einer staatsrechtlichen Separierung auskommen. Die wirtschaftspolitische Grundlage der Sanierung ist ztvar schmäler als die staatspolitische, aber immerhin doch aus dem Schutthaufen der zerbrochenen Währung soweit freizulegen, daß hierauf ein im Anfang zwar sehr.einfacher, aber doch solider Neubau errichtet werden kann. DaS gut erhaltene Anlagekapital der deutschen Produktion ist der Ausgangspunkt. Nachdem die Inflation alle Inhaber von festverzinslichen Papiermarkforderungen, insbesondere Hypotheken und Obligationen, grau sam und gründlich expropriiert hat, ist dieses immobile Kapital heute praktisch fast schuldenfrei. Auf dieser Tatsache gründet die Reichsbank einerseits den Aufbau der neuen „Währungsbank", die den Geldumlauf sanieren, anderer seitS das Garantieangebot an die Gläubiger von Versailles, das die Reparationsfrage lösen soll. Auch dem privatwirt schaftlichen Wiederaufbau wird das Vorhandensein eines noch belastungsfähigen Immobiliarvermögens nutzbar gemacht, in dem die Währungsbank verpflichtet werden soll, 1200 Millionen Neumark — die durch Goldmark-Renleubriese gleichen Nennwertes gedeckt sind — darlehensweise der Reichsbank zur kreditwirtschaftlichen Finanzierung von Erwerbsimtcr nehmungen zu überlassen. Für die Heranziehung des seiner alten Lasten durch Entwertung - ledig gewordenen Aiüagekapitals zur Fundierung eines neuen, wertbeständigen Zahlungsmittels und eines neuen, wertbeständigen Produktivkredites führt die Begründung, die den Währnngsbankgesetzentwurs begleitete, wohl überzeugende Gesichtspunkte an. Auf die Dauer ist freilich die Sanierung nur durch führbar, wenn in der volkswirtschaftlichen Bilanz der Ans gleich v o n S o l l und Haben gelingt. Diese Frage ist zwar ernst, aber doch nicht hoffnungslos. Die Ernteergebnisse dieses Herbstes sind ziemlich befriedigend, so daß bei geeigneter Finanzierung die Ernährung und damit die Arbeitsfähigkeit der Bevölkerung üchergesteltt Et. Auf dieser crnährungswirtschastlichen Basis wird auch die erforderliche Produktionssteigerung vorgenommen werden können. Sobalo aber deren erste Grade sichtbar werden und die Konsolidierung der deutschen Produktion internationales Vertrauen gewinnt, dürfte es am Sukkurs durch Auslandskapitäl nicht fehlen, wodurch die Basis für Intensivierung der Produktion ivesentlich verbreitert werden würde. Eine ernste Vorfrage der deutschen Sanierimg lautet schließlich: Wird die notwendige scharfe Einschränkung der Staatsausgaben und des allgemeinen Konsums durchführbar sein? Um beides zu ermöglichen, hat die Reichsregierung sich die diktatorischen Bestignisse gesichert. Vor die Gefahr des sonst drohenden Zusammenbruches ihrer Existenz gestellt, wird die Bureaukratte die neue Sparpraxis einfach akzeptieren müssen. Für die allgemeine Konsumtion aber bedeutet die Rückkehr zu wertbeständigem Geld eine so günstige Gelegenheit zum Sparen und zur neuen Kapitalshildung, daß der planlose Luxusverbrauch der Inflationszeit von selbst ein Ende nehmen wird. Die Dauer der Samerungsaktton. In einer Wähler» vevsamMkung wies Bundesfilnanzmmisi>e.r Dr. Kienböck darauf hin, daß die N-ationalbomk imstande war, einen D evisenvorrat von elf Millionen Pfund anfzuhäufen. Das war überraschend, tveil wir in Oesterreich eine passive Handel Ab-ilom haben. Seitdem sich das Vertrauen aus die österreichisch--: Währung gefestigt hat. hat sich auch die Tatsache gezeigt, daß die Schubladen auf,gegangen sind unb di« Strümpfe sich geöffnet haben. Dadurch sind der NaOoWBba.uk zahlreiche fremde Valuten Mgeslossen. Ban Monat M Monat wird diese Situatii-on. wie die Ausweise der Notisübank be» llveifen. besser. Mr können die-» österreichische Währung aller? dings ans die Dauer nur wertdeständia erhalten, wenn Staat sw irtschast ein e geordne te «ist. Wir sehen, daß das Defizit geringer wird. Wir können heute schon sagen, daß es iu 'den drei BiettMahren des Jahres 1W3, hie wir hinter uns haben, per'in ger als 20 Proben t sein wird. An^ der Mbit» ziernna des verblieibeneu Defizits arbeiten wir mit Zähigkeit. Ich weiß noch nicht, ob wir mit dem 1. Jänner 1986 schon das gange Desi-yrt 'bes-siltigt haben werden; aber andeverse-its werden wir den Völk-erünndtredtt Ende 1984 -noch nicht verbraucht haben. Mr werden bestimmt von chm npch so viel haben, als wir eventuell noch branch-en werden, um das Defizit des Jahves 193-6 .zu decken. Mer Börsentage in Budapest. Ans Budapest. 1ö. d.. meidet die Delegr.-Komp.: Die Zahl der Bövsentage wird ab 1. November wieder erhöht und es werden statt der derzeit drei wöchentlich vier offizielle Dörsenverikchrstage stattfinden. Bilanz des polnischen Noteninstittits. Warschau. 14. Oktober. (Poln. D.'l.-Ag.') Nach der Dil-a-uz der polurschen Landesdarle-henskasse vom 1. d. betvagien die GoHdres-erven 53$, die Srllberreserven 20,7, die LlnÄandsdevisen 1,6, die Guthaben Polens im Ausland 24,7, di>e Totwlsnm-me 103,1 Millionen Goldmark. Die polnisch,e Landesdarle'hcnskasse fährt fort. Silber ae>asn Gold anszuta-uscheu. Die Banknotenemission hat tm September um 4800 Milliarden Mark infolge des Kurssalles zu» ,genommen. Die Kauflrast des russischen Bauers. Laut Ansrechunngen von Prof. Lidos ch e nk o, der im Institut für wirtschaftliche St-udbvn des Komm-issariats für Finan^n eine Bor- Ilesung über die Kaufkraft der B-anern gehalten hat, beträgt die durchschnittliche Tageseinnahme des Bauern 50 Goldkopeken. Außerdem hat der Bauer einen Gewinn von Geliverlbon, die aber setzt eine 'bedeutend kleinere Rolle spielen als früher. Die Bedeutung der Viehzucht in der Geldumtauschloirtschaft des Bauern ist >gestieaen. Der Bauer vcrbr-Mcht sein« Mittel in folgender Weise: Manufakturwaren 22,4 Prozem, ÄchenKmittel 16.8. Schuhwaren 20,8, Wirtschastl'iche Ausgaben 20,4, Seife 5,1, Tabak 2,0, Geschirr 1,6, andere Ausgaben 10-8, tm ganMu 100 Prozent. Die Kau>ftvast des ländlichen Marktes für lZudnstrieart-i-kel wird von Pros. Diboschenko Es 674 Millionm Pud Rogig-eneinheit <oder rund 7 Pud pro Person) geschätzt, was in Gold umgerechnet 314 Millionen Gold« ritbel beträgt. Die Kauf-krast der Bauern iu dm .I-ahr-sn 1822-33 bleibt jedoch siebenmal geringer im Vergleich zur Vorkriegszeit. ElMvWtätsgesellschast für Palästina. Aus ^Jerusalem mÄdet I. C. B.: Der geischäftsiführiende Direktor der jüdischen «Kolan'ialbank in London Dr. Georg H a l p e r -n und Herr M. Ussischkin sind zu Direktor-eu d.'r palästinensischen 'Glek!r-!'.itä!saesellschaft Muthenberg-Konzeru) gewählt worden. . Wiener Börse. v Nach anfänglicher Befestigung abgeWvächt, E» 'hatte, zu Beginn des Verkehres den Anschein, als ob die Börse ein freundlicheres Gepräge an den Tag legen wurde. Mannigfache Momente sprachen daf-ür, wie z. B. der gebesserte Gelldstvnd und die glatte Beendigung der Protongatiorr—es war Geld zu 0,25 Prozent aiigciboteu —, die bessete Auffassung übe-r die Verhältnisse iu Dentschland und die Nachrichten über die En-trierung größerer JndustrieMschäsie durch die Staatseisen« bahngchellschaft. Alle diese Momente wirkten mit, daß die Anfang'Skurse wesentlich hoher waren als die Schlußkurse der Vorwoche. So begegneten stärkerer Nachfrage Alpine und Staatsbahn wie auch Fuli-Süd und einzelne Ban'kcnwertc. Bald a'ber änderte sich das Bild und die Börse zeigte ein« entschieden schwäche reu Eharatter. Hervorgeruseu aieser

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