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Wiener Morgenzeitung · 1923-10-14 · Heft 1676 (14.10.1923) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1676 (14.10.1923)
Date
1923-10-14
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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im Wien, Gomvtag Wiener: MoegeNzeliÄns. u. tm TvÄeS Sehet wühle im eigene« Sntereffe bei Kiokiiksen Las Warenhaus Brüder Schiffmann. Infolge Vergrößerung der Geschäftsräume gelangen im Kaufhaus BrüderSchiffm.aum, 2. Bez., Taborstraße 48, Waschwaren, Damen- und Herrenwäsche, ferner Lelnenwaren, Bettwäsche, Regenmäntel sowie original englische Stoffe für Damen und Herren in enormer Auswahl zu unerreicht billigen Preisen zum Verkauf. Nachstehend einige Beispiele: Prima Webe..pro Meter 11.000 K. .. hiffon . „ Streifgradl...... Bettzeuge. Bettücher, 140 Zentimeter breit Matratzengradl. Blaudruck. Etamins in allen Farben . . , Damenhemden.. » Damengarnituren (dreiteilig) . , Seidenjumper. Kretonhemden (für Herren) . . Unterhosen.. Covercoats. Englische Schafwollstoffe. 12.000 K. 12.000 K. 25.000 K. 8.600 K. 8.800 _ 14.000 „ 9.800 „ 19.800 „ 28.000 „ 9.800 „ 7.900 „ 19.800 . 98.000 „ 69.000 . 29.800 „ 18.000 „ 39.800 _ 46.000 „ Regenmäntel.. 125.000 * Eine bekannte Tatsache ist es, daß man Schafwollstoffe, nur Qualitätsware, für Damen und Herren am besten und billigsten bei der soliden Tuchfirma Arthur Baß, I., Steindelgasse 3, einkauft. Kleinste Regie, kleiner Nutzen. Freie Besichtigung ohne Kaufzwang. * Das allbekannte Tapezierermöbelhaus M. Weiß verkauft sowohl in der Filiale, 2. Bez.. Darwingasft 99. als auch in^der Filiale, 6. Arbeitergasse 37, erstklassige Tao^'srernrobel aller Art zu unser ordentlich billigen Preisen. * Alle Hanssrauen rnsen im Chor r „ Die beste Seife ist Äagor^ * Kosice (Kaschau). Unser dortiger Berichterstatt r ..ldet, Saß der Erlauer -Oberrabbiner, Ehrwürden Herr Oimon Schreiber, am 9., 10. und 11. d. in Kaschau geweilt hat ztvecks Fühlungnahme mit der dortigen Kulrusgemeinde. Bei dieser Gelegenheit inspizierte er auch die Koscher- und Schelpessach-Erzeugüng der unter seiner Oberaufsicht stehenden Kasseesurrogatlfabrik Heinrich Franck Söhne, wo er alles den rituellen Vorschriften entsprechend, also in vollste Ordnung und sehr befriedigend vorgefiunden hat. Seine Abfahrt gestaltete sich zu einer herzlichen Sympachiekundgebu:vg, weil ihn viele Gomeindemitglieder au die Bahn begleiteten. * Gute Anzugstofse 66.500, 89.600 und 98.500 K., Kleider- und Kostümchevrots 89.500 und 49.500 K.. alles reine Wolle. Flanellbarchente 13.980 K. und komplettes prima Anzuazüigehor 98.000 K. in der Restenverkaufsgesellschaft. 6. Bez., WindmMgaffe 2. * Maison Gichner, 6. Bez., Mariahilferstratze 37. In der gestrrgen Annonce dieser Firma wurde die Delephonuummer irrtümlich mit 75-2 angegeben. Die richtige Telephonnummer ist 71-2. *Damenhüte. Trofteur-, Filz-, Testin-z, Samt-, Pann-, Pelzhüte, neueste Modelle, zu Fabriksprevsen. Filzhüte, Pelzhüte, Pelzkappen werden auf modernste Formen umgeformt und umgefä^bt in der Damenhutfabrik Siegfried Ornstem. 6. Bez., Dheobaldgaffe 13. * Gesinnungsgenossen bestellen ihre. Anzüge. Raglans, Wmtevrocke bei dem bekannt vorzüglichen Schneeder Z. Katz, 6. Bez., Mariahilferstraße 96. Solide Bedienung. DM« Preise. * Endlich das Richtige. Durch Trage» der berühmten De. Lahmanns Gesundhertsstiefel wird seder Fußleiden 'beseitigt. Erhältlich «für Herren in allen Größen und Weiten im Schuhmodehaus .Fortuna". 9. Bez.. Nußdorfevstraße 9. (Siehe Inserat Seite 16.) Schulnachrichten. * Lanöelsschule Deutsch» 9. Bez., Hörlgaffe 12. Der nächste ftmfwöchige Bank- und HandelSkurS für Juristen, Techniker, Abiturienten ufw. beginnt am 17. O k t v b e r. Anmeldungen und Prospekte täglich im Sekretariat. Vereine, Vorträge und Bersammlnnge». I ü d i s ch e V o l k s b i b l i o t h e k „tfi a". Heute. V«il Uhr, dringende Ausschußsitzung. — Z i o n i st i s chakademischer Landesverband. Montag, 16. d., findet um V*8 Uhr abends eine Sitzung des Landesverbandes statt. Ort r Bude der I. A. V., Bariffia, 8. Bez., Lerchenfelberstraße 46. — Jüdisch-akademischer Technikerverband (Stellenvermittlung) r Freie Stellen in Konstantinopel für zwei Architekten, drei Ingenieure, drei Zeichner, einen Sekretär und einen Daktylographen. Näheres fftr Kollege«, die Praxis und Kenntnis der französischen Sprache haben, Samstag von 10 bis 12 Uhr vormittags, 3. Bez., Reisnerftraße 23. Schutzverband abgebauter Angestellter. Dienstag den 16. d. findet um 7 Uhr abends im Saale der Bezirksvertretung für den 9. Bezirk, Währingerstraße 48, eine vom Schutzverbande ehemaliger öffentlicher Auge st eilten einberufene Versammlung mit der Tagesordnung statt:„DieForderungen der abgebauten öffentl ichenAnge st eilten. Leopold st LdterVolkSheim, 2. Bez., ZfrkuSgaffe 48.' 7 Uhr: Ernste und heitere Szenen und Lieder von Ludwig Anzengruber. Mitwirkende: Dr. Gustav Maier, Schriftüeller Karl Anzengruber, Konzertfängerin Anna AuzengruLer, Dr. E. Fischer. Karten bis 6000 K. Urania: Heute: K l e i n e r S a a l,7*11 Uhr: Meisterzyklus der internationalen Kammermusik: Smetana- Dvorak. — G ro ß e r Saal, 1/3B Uhr: Aus der Glanzzeit der heiteren Wiener Musik. — KleinerSaal, 7,3 Uhr: Franz Schubert und feine Freunde. — Kleiner Saal, V,5 Uhr: Opernkonzert. (V.): La Traviata. — Großer Sa a l, 6 Uhr: Nanuk der Eskimo. — K u r s s a a l, */,6 Ührr Dr. D. Papp: Der Traum vom Maschinenmenschen. (III.) — Klubsaal, 5 Uhr: Schriftsteller O. G i b a l e: Neue Dichtung in Oesterreich. — GroßerSaal, V*Ö Uhr: Humor in der Musik. — Kleiner Saal, 7,8 Uhr: Raimund Zoder: Aus der Werkstatt des VolksliedsammlerS. — Kurss a a l. 7,8 Uhr: Universitätsprofeffor Dr. V. Grafe: Die narkotischen Gifte. (I.) — Klubsaal, 7,8 Uhr: VortragSc!r:'b Aesti Lyro-Wolek. 5Jcuc Stenographiekurse für Burgerschüler. In der!o' :rn Sitzung des Gemeinveratsausschusses für allgemeine rD.go!0t,euheiten wurde einstimmig beschlossen, daß an den '7'ürgrrschulcn, 2. Bez., Weintraubengasse' 13, 12. Bez., : ' ' 10, 18. Bez.. Meiselstraße 47, 16. Bez.. Neumayer- '/asso .'b. 19. Bez., Kreindlgasse 24, und Pyrkeraasse 16. sowie Bon, Ärromnruüe 78. neue Stenograpylekmese für Bürgersind. Außerdem soll an der Bürgerschule, -- eine neue vierte Bürgerschuklasse OHg. Pariser Modelle KLEIDER KOSTÜME MÄNTEL zeigt Fritz Marburg e I.,Opernring Nr. I Bühne und Kunst. Rudolf Uralt im „Pritmtdozentru". (Deutsches Volkstheater.) Rudolf Tyrvlt spielt jetzt den alten Professor Prutz im „Privatdozenten". Wie schmerzlos läßt sich doch ein verstaubtes Stück ertragen, wenn ein Meister auf der Szene steht. Tyrolt läßt das gut 'gemeinte, über herzjlich schlecht geratene Drama tief, tief unter sich. Seine große Kraft steigt dort hinaus, wo die Liebe daheim ist. Freikarten für die Jug'.ndi Alle sollen sie diesen alten akademischen Lehrer sehen und Hören. Semen Unmut über verderbte Sippenwirtschaft, seine Erbitterung über, scheinheiliges Äugenverdrehen, sein: sorglich geborgene, nur selten aus dem lauteren Herzen aus die Lippen tretende Zuneigung für die, welche männlicher Freundschaft wert sind, und vor allem seine kindliche Freude an herzhaften, underderbten jungen Leuten! Wenn er'sich in der letzten Szene sorglich umschaut, ob ihn kein Zeuge hindert, aufzuseufzen, wcnn er mit unvergeßlicher Handbewegung dem alten Kasten, der Universität, Abschied zuw'mkt, weil er nicht mehr lehren kann, wo Unrecht an der Wissenschaft und ihrem berufenen Jünger geschah, sst der fragwürdige Anlaß vergessen, das Unbehagen über die künstlerische Unzulänglichkeit des Stückes verwunden. Die Begegnung mit einem verehrungswürdigen Menschen und Künstler ist dir geschenkt und du hast dich deiner Rührung nicht zu schämen. Ausfallend das feine und vornehme Spiel Grete Volkmars. Man sieht, die junge Künstlerin arbeitet an sich. Voll Verdienst hie.Frauen Werner und..-F,örh sowie Herr. Dumont.; v. ** O. A. Lar Aktkourvrosramru der LtaadLhsater. Die nächste Premirre des Burgtheaters findet am 27. d. statt. ES gelang die Novität „Improvisationen im Juni" von Max Mohr zur Aufführung, welches eine Rolle für Frau Auguste Wilbrandt-Baudius enthält. — Im Akademietheater geht am 81. d. Thaddäus Rittners „Wölfe in der Nacht" und Felix Saltens „Das stärkere Band" in Szene. Wie nahe die Beilegung der Differenzen mit Frau Bleibtreu bdvorsteht, geht daraus hervor, daß der Künstlerin in dem Stücke Saltens bereits die Rolle der Herzogin zugeteilt ist. Frau Bleibtreu wird bereits in den nächsten Tagen an den Prob en t eilnehmon. — Für den ersten Burgtheaterabend im großen Konzerthaussaale wird Calderons „Circe" verbereitei. Die Rolle -der Cttje spielt Frau Wohlgemuth, die des Ulysses Herr As lau. — Pueeinis Oper „M an on Le sc aut", deren Generalprobe in Gegenwart des Komponisten stattfand, geht in der Staatsoper Montag den 15. d. zum ersten Male in Szene. — Die erste Ausführung der Staatsoper im Redouten saal in dieser Saison findet am 20. d. st''/. Cs wird „F i g a r o s H o ch ze i t" gespielt. Lar Tirom-Ballett kn der BoUsÄer. Die in der Volks oper stattfindenden Ballettabende des Sironischen Ensembles be.qi.nnen nächsten Dienstag. Es werden zum ^stenmral die' Sironischen Ballette Huldigung für Johann Strauß". ,Tutankhamen-Legende" und ,-Kupido in «Ähönbrunn" auifgefühvt. Wa Fornaroli und Dbneenzo Celli von der Mailänder Soala sowie Bianca Gallizia von St. Carlo i« Neapel find bereits einketroffen und haben an den letzten, von Frau Sironi geleiteten Proben teÄMnommM. Die Geuvralprobe findet movgep Montag um 11 Uhr vovmittags vor geladenem Publikum statt. Für die notleidenden Künstler Leutschlands. Wohltatigkeitsvorstellung in de» Kammerspicke«. In den Kammerspielen findet Montag den W. d. im Rahmen der Nachtvorstellung eine WohltLtigkcitsvorftellung zugunsten der Hilfsaktion für deutsche Künstler statt. Zur Auffülmuna gelangt .Komtesse Mizz i", Komödie von Avtur Schnitzler in folgender Besetzung der Hauptrollen: Graf — Arnold Korff; Mizzi — Rosa Mbach^lletth; Fürst — Hermann Rombevg; Lolo — Haust Niese; Philipp — Hermann Dhimig: Prof. Windhoser — Robert Dalberg; Wasner — Hans Lackner. Hierauf .^Schone Seelen", Komödie von Felix Salten, in folgender Besetzung der Hauptrollen: Heinrich — Arnol>d Korff; MWi — Mizzi Günther; Egon — Oskar, Karlweiß. Beide Stücke 'werden von Direktor Siegfried Geyer inszerriert. Der Kartenverkauf zu dieser einmalige': Vorstellung beginnt morgen an der Kasse der Kammer-svicle.' Der Aain'.'rtvag sst HW« Gänze sür die Hilfsaktion der deutschen Künstler unter dem Prol^ktor^ des Ministers Dr. Schürft bestimmt. Hebe ra h [ u \\ g -c n u?v > :;i extra q « i t ,t i f r L Achechksche Kunst ln Me». Aussteffzmg im Der Hagenbund hat, in dankenswerter Weise sich^ über allerlei nationalistische Bedenklichkeiten hinwegsetzend, die .auch im Wiener Kunstleben herumspuken, die Prager Künstlervereinigung Dianes zu Gaste geladen. Es ist eine Ausstellung von hohem Niveau, die einen charakteristischen Ausschnitt aus dem tschechischen Kunstleben darbietet und als eine erfreuliche Bereicherung der Wiener Expositionen zu werten ist. Von den Malern sei an erster Stelle Ottokar Kuvin genannt, dessen Werke unter dem französisierten Namen „Coubine" auftreten. Dies nimmt nicht weiter wunder, tvenn man weiß, daß Kubin (der i-m Übrigen mit dem bekannten Groteskenzeichner gleichen Namens nicht zu verwechseln ist) in frühen Jahren nach Paris ging, wo er als bedeutender Vertreter einer bestimmten Richtung gilt. Französischer Einfluß ist bei Kubin überall deutlich und! namentlich steht er im Banne von Ingres. Die klassizistische Linie seiner Kunst läßt jedoch nicht verkennen, daß Kubm den Wog über die neueste Moderne genommen hat. Seine delikaten Zeichnungen ebenso wie der flötrnblafende Hirt mit Schafherde und ein Früchtestilleben gehören zu den besten ^Stücken der Ausstellung. So wie Kubin haben einige andere Mitglieder des Mänes den Weg zu einer neuen, strengen Formensprache gefunden, die das knbistischexpressionistische Experiment glücklich überwunden hat. So ^onicek, der das Rotbraun seiner Gemälde mit einer herb-strengen Linienführung verbindet und in Mt und Landschaft gleich vorzüglich wirkt. Vinzenz Be ne sch lebt sich stärker in der Farbe aus, die er zu glücklichster Harmonie zu mischen weiß. Sein „weibliches Brustbild" fesselt durch! den Schmelz der Farben, leuchtkrästig wirkt das „Mädchen mit dem Kruge", und auch. Benesch' Landschaften und' Stilleben zeugen von reifer künstlerischer Delikatesse. Kremlicka ist noch stärker vom Kubismus beeinflußt, zeigt jedoch sowohl in seinem pastosen weiblichen Akt als in seinen Lithographien Kraft und Eigenart. In einem Räum treten etliche Kubisten, wie Filla und Prochaska, auf, die sich nicht weniger wild gebärden als die andersnationalen! Vertreter dieser Richtung. Hugo Boettingers impressionistische Gemälde fesseln durch innere Rhythmik und die delikate Luftbehandlung. Auch! Nejedlhs Landschaften zeigen starkes malerisches Empfinden. Bemerkenswerte Größe deo Auffassung und sicheres Können findet man in den beiden Bildnissen von Nechloba. 'Von den Graphikem seien neben Kubins Werken etliche prächtige Arbeiten vou Meister Svabinskp, Rambousek, Vondrousch, Schimon, Vik und Stretti-Zamponi genannt. Gut ist auch die Plastik vertreten. In Stursas großer Plastik des „Verwundeten" erscheint das Pwblem des Gleichgewichtes in bemerkenswerter Weise gelöst, auch seine „Mutter" ist eine Arbeit voll scharfer Charakteristik. An Kafkas großem ,-Orpheus" stört trotz, der guten Modellierung der Eindruck des Pofenhasten. Treffliche Portrütbüsten haben Dvorak, Spaniel mü> Bvnda beigesteuert. Die Ausstellung, die auch! etliche gute architektonische Entwürfe enthält, macht im ganzen einen durchaus erfreulichen Eindruck. r. d Friede in d:n Theater«. Mm ift die Em-igwng zwischen kDrvMoven 'Md bis auf das PersoM der VMsvper, mit wslchom gesonderte VerhaMungen gepflogen worden, auf der G-vumdilage zustande gekommen, daß rückwivkond vom 1. Soptembsr >m bestimmten Abstufungen Erhöhungen der Bezüge ^bewMat wurden. Bis Jahresschluß ist ewe StrMbewägung ausgeschlossen. Die Frage der ErneuerW'Ng d-er Kolleltfvveirtrüge blieb unberührt. „Meuer VollS-kuuft". Im Renen Wloner Stadttheater findet das erste Gesellfchafftskonzevt der Wiener Volkskunst unter Mnstlevifchor Leitung des Komponisten Ludwig Grub er stM am 14. d. Sonntag den 28. d. statt. Wiedrrauftreten Hanfi Meses. Hans: Niese hat ihre Unpäßlichkeit glücklich überwunden. Die geschätzte Künstlerin totndb Dienstag den 16. d. «im Lustfpieltheater, das bekanntlich jetzt Josef Jarno leitet, in einer ihrer besten Rollen, nämlich iim Schwank »Die Welt ohne Männer", witeder auftreten. S. Segalowiez, der bekannte jüdische Schriftsteller, weili auf der Durchreise von Warschau nach London m Wien. Vovausisichtl'ich wird Segälowicz >m Wim für eine Vorlesung aus seinen Schriften gewonnen werden. Sascha Gaitrh, der amüsante fvanMftche Komödiew dichter und Schauspieler, wurde zmn Ritter der Ehrenlegion ernannt. Anlaß zu dieser Auszeichnung gab sein Jahrhundertfpiel zu Ehren des großen fvrnMifchen Gelehrten Pasteur, das er im verflossenen Jahve geschaffen hat. „Der Kaufmann vo» Venedig." (Zweiter Teil.) Aus London wird uns berichtet: In den nächsten Dogen kommt ein nems Drama auf den Büchermarkt, das schon vor seinem Erscheinen lebhafte Kontroversen hervorruft. Es handelt sich um ein Stück des TheatorkvitKers John G. Ervine: ,,Drr Kaufmann von Venedig — zweiter Dell." Die Handlung dieses neuen Dramas beginnt zehn Jahve nach 'den ,in Shakespeares ,M>ufmann von Venedig" geschilderten Ereignissen im Hause Portiias. In Londoner litsravischen Kreisen wird Ervine der Vorwurf gemacht, daß er aus Ruhmsucht mit dem Namen des unsterblichen GhakMieare Mißbrauch treibe. Auf solckie billige Weise könnte dann der talentloftste literavische Streber sich an den Ruhm nnfteMicher Dichter klammern und enrporzukomme-n versuchen. Dieses Präludium hat übvigens vorläufig bloß zur Folge, daß der Herausgeber dieser ..Fortsetzung" des ,'Kaufmanns von BoMfg" mit Borbc'vsi auf das Buch überhäuft wird. Aur den Meatem. B u r g t h e a t e r: Montag gelangt Tolstois *11: n kr Karenina" zur AuMhrung. — Dienstag den 16. d. l'iird Lesfings „Nathan der Weise" aufgeführt. Anfang der Vorstellungen um 7 Uhr. — Als Vorstellung des Burgtheaters im Akad emietheater geht Montag ^Die Frau von v i e r z i g I a h r e n" von Sil-Varä tn Szene. Dienstag den 16. d. werden folgende Einakter von Ludwig Thoma aufgefiihrtzr die Komödie i t M e d a i l l e" und der Bauernschwauk ^Erster & f a f? e". Beainn-der DorKellsuae» 7»8 Uhr.

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