Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1675 (13.10.1923)
- Date
- 1923-10-13
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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B Mvn, Samstag Durch zwei 'Akte, von denen man sagen muß, daß sre wirklich mit allen Salben gerieben sind, fesselt das Kaleidoskop überaus bunter Szenen und der lebendige, streckeniveise witzige Dialog. Dann folgt ein nachdenklicher Abgesang, ein recht langwieriges Raisonnement über das Problem, ab es wünschenswert ist, eine längere Lebensdauer 51t er streben, als die Natur gestattet bat. Auch dieser fenilletvnistisch pointierte Schlußakt hört sich vortrefflich an. Nur darf man nicht allzu angespannt hinhorchen. Die Komödie ist uns Glanz geschlissen, strahlt alle Farben ans — nur keine Wärme. Und der Weisheit Schluß ist so banal, daß man irgendwie fühlt: Virtuose Technik hat mich aufs Eis geführt. Frau Konstantin gestaltet die männerbezwingende, männermordende Primadonna, die bereits 336 Lenze zählt, alle Männer zu ihren Füßen zwirlgt, aber innertief) längst erkaltet ist. Daß sie, die vollkommen fühllose schöne Maske sein müßte, dennoch mit herrlichstem Pathos leidenschaftlichste Klagen aus dem gestorbenen Herzen strömen läßt, ist ein Widerspruch, der auf das Konto des Autors geht. Außerordentlich ihre Kunst der Dialogführung int ersten Akt. Und ihr schwüles Toiletten-Rafinneinent benimmt den Atem. Anton Edthofers überlegene Nonchalance und Grete W i tz m a n n s Innigkeit kommen der trefflichen Aufführung sehr zustatten. Herr R 0 s e n t h a l hingegen schien uns unzulänglich. Die ivertvollste Gestalt (vielmehr die einzige) der Novität ist ein alter Herr, den der leibhaftige/ Anblick der Jugendgcliebten wieder pudelnärrisch verliebt macht. Hans Ziegler bringt für diesen Kastagnetten schwingenden Greis nur sichere Routine mit. (Man denkt an Darsteller wie Goetz oder Nowotny.) Direktor Beer? hat für phantastische Einkleidung, magische Lichtwirkungen und scharf geprägten Dialog gesorgt. Nur die Betrachtungen des Schlußaktes über Seiu oder Nichtsein ermüdeten durch Schneckentempo. Wozu Herr Forest nach Kräften beitrug, der mangels Rollenstudiums für seinen Part stets die dreifache Zeit in Anspruch nimmt. —. Das Publikum nahm die fesselnde Komödie contra Professor Steinach beifälligst auf. Direktor Beer dankte für den Autor. O. A Einmaliges Gastspiel der Comedie sraucaise in -eil Kammcrspielen. Zwischen den Mitgliedern der Com edle franco i s e und Direktor Siegfried Geyer ist soeben ein Beitrag zustande gekommen, demzufolge ein einmaliges Gastspiel, das ein Ensemble des berühmtestes Theaters Frankreichs nach Wien bringt, in den Kaminerspielen Samstag den 27. d. stattfindet. Das Ensemble bringt die hellte berühmteste Pariser Schauspielerin Madame Suzannc Pie rat zum ersten Male nach Wien, ferner werden ztvei der berühmtesten Pariser Künstler, Henri Cerbau lt und Alain Dhnrtal. an dem Gastspiel -eilnchmen. Zur Aufführung gelangt die .Komödie „Armer" von Paul Gera^dy. der größte Erfolg der letzten Pariser Theatersaison. Die nächsten Nenaufstihrungen des Raimund-Theaters. Fm Raimund-Theater spielt Leopoldine Konstantin tägdich die Emilra Marly in der Komödie „Die Sache Makropulos". Die Künstlerin wird als nächste Rolle die Arlette in der deutschen Uraufführung der Komödie „Ein schwaches Weib" von Jacques Deyal zur Darstellung bringen. Die Direktion hat ferner das Schauspiel „Sechs Personen ans der Suche nach einem Autor" von Pirondello, die gleichzeitig in Berlin zur deutschen Uraufführung gelangen wird, erworben. Jüdisches Museum. Im Jüdischen Museum, 2. Bez., Malzgasle 16, ist gegenwärtig das schon verschiedentlich angezeigte Gemälde „Rückkehr nach Zion" von Leonhard D n r m a s ch k i n ausgestellt. Das Gemälde wurde in den letzten Tagen von einer Reihe von Kunstkennern besichtigt und hat ein allgemeines Interesse gesunden. Es ist von Sonntag an täglich von 11 bis 4 Uhr der allgemeinen Besichtigung zugänglich. Aus de« Matern. Bürgthcater. Sonntag, nachmittags 2 Uhr, gelangt „Einen Jux will er sich machen" zur Aufführung. (Kein Kartenverkauf.) — Abends 7 Uhr bei aufgehobenem Jahresabonnement zu erhöhten Preisen Shakespeares ,^kön'i g Richard d c r Z w c r t e". — Als Vorstellung des Burgthcaters im Akademieiheater geht Sonntag den 14. d. Sudermanns „Die S chmetterlinassch lacht" in Szene. Anfang halb 8 Uhr. Spielplan des B u r g t h e a t e r s. Montag „Anna Karen:na", Dienstag „Nathan der Weite", Mittwoch „Pe nt h e s i le a", Donnerstag „Das Wintermärchen". Freitag „König Richard der Zweite", Samstag „Cyrano von Bergerac", Sonntag „Einen Jux will er sich machen". Beginn der Vorstellungen um 7 Uhr. Spielplan des Akademietheatexs. Montag „Die Frau von 40 Jahren", Dienstag „Die Medaille, „E r st er Klais e", Mittwoch „DerAaub der Sabine r i nn e it", Donnerstag „Die Med allle"", „Erster Klasse", Freitqg „Die Reise irr die Mädchenzeit", Samstag „.i,er gute Konia". Beginn der Vorstellungen halb 8 Uhr. ' . Spielplan der Slaats 0 P e r vom 14. bis inklusive .17. h.: Morgen, -oiertei 7 -Uhr, „T r i ft <111 it 11 b Fsald e". Montag, 7 Uhx, z>n)i ersten Mpje, „Mo non Lese0nt", -rueystaa, 7 Uhr, "D e r B a r t? i c v von Bagda d". ,ß ch cherazad e". Atittwoch, 7 Uhr, „M a ,i 0 u L e s c a 11 i". _ V 0 lk 8 0 per. freute wird unter Leitung des Direktors Felix Weingartner Verdis „Aida" gegeben. Morgen Sonntag, nachmittags 2 Uhr, zu bedeutend ermäßigten Preisen zum ersten Male in dieser Saison „Der Waffenschmied", abends halb 7 Uhr „D i e fr u g e n 0 t t e n" mit Direktor Weingartner als Dirigent. Deutsches V 0 lk8 t hc a re r. Ferdinand Wittenbauers akademische Komödie „Der Pr ivatd0zent" wird Sonntag und Donnerstag den 18. i>. mit Dr. Rudolf Tyrolt als Professor Prutz wiederhol!. ^-ielplan des D e u t s ch e u B 0 l k s t h e a t e r §. Sonntag, halb 3 Uhr nachmittags, „T a i f n n", 7 Uhr abends, „D e r Privatdozent". Gastspiel Tyrolt. Montag, halb 7 Uhr. „Peer Ghnt". Dienstag, 7 Uhr, „Familie Schimek", Gastspiel Throlt. Mittwoch, 7 Uhr, „Mau kann nie wissen". Donnerstag. 7 Uhr, „Der P r^d t d 0 z e n t", Gastspiel Throlt. Freitag, 7 Uhr, ,/M an kann nie wi js e n". Sarnstag, 7 Uhr. zum ersten Male, „Das verschnörkelte Gitter", Komödie in drei Akten von Leo Feld. Spielplan des Raimund-Theaters. Täglich, 7 Uh< sbends. „Die Sache Malrop nlos". Morgen. halb .‘J Uhr, Wiener Lwmneroper: „Earnttu"; Wrenex MorgenzeiLung. MteilMZm am dem WbMnM. Frieda Stern Leo Klein Wien IX. Verlobte Oktober 1923. Wien IX. 7886 NEUEN Behufs Errichtun [TT^^ einer - VE R K AIJ F S S T ELI, E, IM E N, 11. suchen wir passende Lokale Bedingung: TABORSTRASSE Offerte an „BEKA“ Mödling Billige Teppiche Handknüpfer, wenig gebrauchte tadellose Teppiche, sowie auch neue, verkauft MAX ROTHOLZ VIII., LERCttENFELDERSTRASSE 48 35 aus Persien eingelangt und zu Abbauprelseit en gros und en detail abzugeben, freie Besichtigung. flbbasAll, I, Eisnrkt 8 / ZolMager StiUigftc« -a ohne Regie für Herren u. in allen Preislagen aglan- und Velonrstoffe Jahlnngserleich!erung Prima Schafwollstoffe JSjfiesialarHIccl: Winterrock-, Raglc Sofel Blankstein & Sohn, H. Schmelzgaffe 4 Telephon 41-fl-4TI A Hnmetag ffeeehloeeen 1 Damen ■ slagen! 9 »nrstoffe 9 103c 8 9 affe 4 | Ni.bdy I mpekov c n s weitere Tanzabende finden au der Neuen Wiener Bühne als Nachtvorstellungen heute Sanistag und morgen Sonntag um 10 Uhr abends statt. Spielplan der R c u e n Wiener B ü h n e. Alltäglich, 7 Uhr, „W. U. N." mit Stahl-Nachbanr und Karl Goetz als Gäste. Spielplan der R e u a i s s a n c e b ü h n e. Täglich bis einschließlich Mittwoch, halb 8 Uhr abends, Gastspiel Maria Karsten und Dskar.Beregi „Karneval". Ab Donnerstag, balb 8 Uhr abends. Gastspiel Claire Wallentin und Ernst Pröckl, zum ersten Male, „L i e b e", tragikomische Groteske von Paul Apel. Freitag und die folgenden Tage, halb 8 Uhr abends, Gastspiel Clane Wallentin und Crnst Pröckl, „Liebe". Apollo t he ater. Infolge technischer Schwieriglcite,: mußte die beabsichtigte Aufführung der „Törichten Jungfrau" von Oskar Straß in der Nachmittagsvorstellmm am Sorrntag abgeändert werden. Zur Anssnhr.mg gelangt „Dorine und der Zufall" in der pollständigen Abendbesetzung. Beginn der Vorstellung 3 Uhr nachmittags, ermäßigte Preise. Gerichtssaal. „Raffe und Sprache" und kein Sude. Der Gerichtsdolmetsch und die geschiedene Studentin. Vor dem Berwaltungsgerichtshofe untere Vorsitz des Präsidenten Schuster fanden >in den letzten Tagen abermals Verhandlungen über Beschwerden von Op ti o n s werbern statt, die vom Bnndesministerium für Inneres wegen Mangels des Rachwoises der d Eschen Rasse un»d Sprach: abgewies e n worden waren. Unter diesen Ahgowiesenen 'befand sich auch Ver Wisn« ReKtLrMalt. - nutz G^ichlsdolmetsch Dr. Erwm Fried, dessen Vertritt Dr. Erich Äo-rnfeld sn'-i der Vcr. Handlung vor feew VevtoattuirgsgLrichtshas «s als brsmiders befremden-) bezeichnete, daß einem bM'ideten Görlchtsdpl-irnlsch, dtt allo die iSdNUllw Sprach^ ganz brsmrder.s bcherrschLN'Nmß, vom Bunhesministcrinm nicht oinpral die sPvgWche Zilgchärigkeit Air putschen Ägssg gu-gdhilligt Was ahe; die Rasse" selbst hetriqft. so is-er kein Meysch sn Oesterreich imstande, seine Rass-eäu-gehyrigkest nachzntvchsen. Auch dem BMdesministeriunl für Ine re 8 wäre es nicht möglich, oinen splchon Nach" weis zu '.'rbrüM'ii. C-ine Rassepreinheit innerhalb .einer Ration gibt es übrrhaicht nicht, -geschlverge hrnn in Europa. Der Begriff „Rasse" stehe wissen.schaft'lich gar /nicht fest, sondsrn sei nur lLegenstand politischer Schl a-gWorte. Die Frage der Ätel'igjüm «Drhabe mit der R-asse nichts zu tun. Nach dem Brunner Staatsioertrag sei die. Frage der Zn-gehörigkeit nach Rasse -und Sprache in liberaler Meise guszniegen. Eine zweite Beschwerde betraf die dw' Wiener Uniiversiiätshörerin Rene Sandor, die trotz «ihrer Jugend schon ver-!heiva-tet -war und geschieden ist. Ihr Vertreter wies darauf hin, daß diese Studentin vermöge ihrer Gesinnung von rein a ris ch nt S i n d e n t e n v e r e -i n i g -u n g e n als M-itglied a-llsgenommen wurde. Sie sei die Tochter eines Richters und habe nur an deutschen Schulen «ftubiert. Vermöge ihrer Eheschließuttg ihätte .sie ihre frühere Zuständigkeit mich Wien nur dann nerl-ieren können, taeim diese Ebe.gültig gewesen wäre. Diese ix J Ungarn geschlossene und sofort geschiedene Epe sei aber weg.".'. \ .des EhehindernisseS der Religionsverschiedeilheit in Oesterreich : ungültig. Durch diese nach -unserem Recht -nn.zulässige Che habe sie daher weder ihre Werveichische.Dlaatsbürgerschaft noch ihre Zuständigkeit nach Wien verloren. Ter Berwa-ltungsger-ichis- W wies die Beschwerde des Tr. Fried, und sieben artd-che Beschwerden als n-nbegründet ab, indem er an seiner bisherigort Jttdik-atttr über die Rassetrsrage festh-ielt. Nur der Beschwerde der Studentin Sandor wurde st a >t t g e gebe tu 18. Oktober 1933 M. 1378 Bollswirt. Gestempelte Krone -°- ».0079 kentime». Auszahlung Men — ».»»78°/« Centimes. In Zürich notierte 12./10. 11/10. öle österreichische Krone ...... 0.00786/g 0.0078»/, die österr. gestempelte Krone .... 0.0079 0.0079 die tschechische Krone. 16.70 16.70 die Mark. gestrichen gestrichen Holland.. ‘‘.19.40 219.50 Netv-York. 558.— 558.87 London.. 25.40 25.41 Paris. 38.95 88.70 Mailand... . 25.50 25.40 Belgrad. 6.55 6.55 Bukarest ...... V. . . , . * 2.60 260 Saftet 5.45 5.45 Budapest .......... 0.0307 0,0807 Warschau . . . ..‘. . . 0.0006 0.0005 Clearingknm der Österreichischen Mionalbantt vom 12. Oktober 1928. cv locii ^ocnecKs uiia Aus* Zahlungen) <le>v Amsterdam f. 1 holl. Gulden . « 27870.- Kronen WS.- Belgrad I Dinar 82ß.-~ Berlin* 1 deutsche Reichsmark . % n.n1/. Brüssel I belgische Franca . . 4V. 3634.- Budapest 1 ungarische Kronen . ß 8.8t Bukarest 1 Lei ....... g 33^ Christlania 1 norweg. Kronen . s 10980.— Kopenhagen 1 dänische Kronor , 5 12380.- Ldadon 1 Pfund Sterling ... 3 32LrN't.» Madrid l Pesetas.8'/. 9430.- Malland j Lire . , . 6 3244.- New York 1 Dollar.4 70935.- Parls I Francs.,5 4292.— Prag 1 tschecho-slow, Kronen . 5 2120,— Soßa 1 Lewa .......?'L SV.- Stockholm 1 schwedischeKrönor . 4% 18470.— Warschau»*! polnische Mark . . 6 770.— Zürich 1 schweizerische Francs . 3 12795.— Noten Kurs vom 11. Okt Ware Geld Wan 27070.- 27870.- 28970.- 833.- 898.- 832.- 832.- 823.- 832.- V.lg'.'. 0.14 ■0.16 3648.- 3614.- 2520.- 3.00 3.80 - n.« 332,— 327,- 32?.- 11020.- 10830.- 10870. - 12470,— 12430.- 1247N.- 323300.-823300.- i 9470.- Ö3S0.- 823300.- Do.- 3266,- 3229.- SStzl.- 71185.- 70935.- 71185.- 4308.— 4302.— 4318.- 2130.- 2119.— 2129.- 607«— 682.- 696.- 18530.— 18470.— 18530.- 870.- 900.- 1009.- 12755.- 12695.- 12745.— Amerikan, Noten v. 5 Dollar aulw, „ » . , kleinere . . , Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten in 1000 Levd . . . Iw , . » kleinere. . . Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten zu 1900 Mark. . » » » 100 » . » ff kleinere» » , , Engl. Noten von 5 Llvrest. autw, „ . kleinere . . . . . Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. lOOLtre aulw. » ,, kleinere . . . Jngost, Noten ringest, zu 1000 Dinar , „ 100 „ ... kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 600 Mark aulw. . , kleinere .... Rumänische Noten ztU0OOu.500l.el « kleinere . . . Rttss. Noten (Roman.) zu 500 Rubel » » » . 100 » , , . kleinere . . Schwedlsclie Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Franc». Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.lOOOaulw, , . kleinere Ungar. Noten (neue Ent.) zutOOOKr. , , zu 10.000 Kr, ... , . kleinere. 75560.- 70950.- 70860.- 7*980.- 70400.— 70860.- 70460.- 70800.- 3555.— 3615.- 3565.- 3505.- 671.- 679.- 670.- 678.- 65l!- 659!- 65a!- SR.- 12230. - 12310.— 12280.- 12360,— 0.1G 0.20 0.12 0.18 o!l5 "o!l9 o!to ~o!t4 320500.- 322100.- 320500.- 322190.- 320300.- 321900.- 3203.W.- 321900.- 4245_ 4275.- 4255.— 4285.- 27670.- 27870.- 27670.— 27870. - S2tO.— 3730.— 3190_ 3210.- 3190.— 3210.- 3170.- 3190.- 817.- 823.- 817.- 823. — 807*.- 813*.- «13.- 1C850.— 10930.- 107LO.- 10780.- 720.- «20.- 830.— 9^- 670.- 770.- 800.— 900.- 319.— 323.- 316.- 320.— 209.— 303.- 296.- 3C0,— I826'A — I836o!- 18260.- 18161.- 12590.— 12670.— 12580.- 12660.- 9310.— 9390.- 9260.- 9340.- 2162.— 2118.- 2101 — 2117.- 2097. - 2113.— 2095.— 2112.- 2.35 2.55 2.35 2.5* 230 2!öO 2!30 * Wir 10.000 fflinrt, ** fiir 10.000 uo(n. 'Hirni. Das letzte Ringen der Marl. Neuerliche Stützungsaktionen. lim das Chaos in der d.uitscheu Wirtschaft nicht weitere,, Umsang annehmeu zu lasse», ist die denlsche Regierung bestrebt, irgendwie den weiteren Markstürzen Einhalt zu tun, tveil sonst die inneren Wivtschalstsrefovmen, die sie unbedingt zwecks Konsolidierung der Wirtschaftsverhältttisse unternchmen muß, in ihrer Durchführung pehindert tv-erden würden. Zn diesem Z,wecke sind auch gestern ganz deutlich wahrnehmbare Stiitzuitgsaktionen der Reichsmark auf den iuterimtionelen Plätzen zu konstatieren gewesen. Se,wht in London, a!s auch in Rew-Vork hat die Stützungsaktion mit Vcliemenz eingesetzt. Ebenso ist wieder, wie schon vor einigen Machen, von der Nationalbank die Nachfrage nach Devisen in Berlin Voll befriedigt worden, was M einer uouerlichen Panik der valntahoischenden Kreise führte, w«il pirje nich, yiis die ZlehernÄhme der D-viftn riggrriMes waren nud auch nicht die flüssigen Mi.'fl zur Pozchlung der zuMstesnM Levismmengen zur Verfügung iwtien. DüditkÄ ist mt gewisse Erschütterung des Berliner Dkirisemu-artttS' erzielt worden. Es sind dies Milt<l, die scholl ".inzWigomat angew-ndet Word.m. Es frggt sich, ob sie dkÄmal groszeren Erfolg habcu ü'erd.ni. Verminderung des Goldbestandes der deutschen Reichsbank um die Mste. Das „Berliner TMtzlaU" schreibt: Aip 10. Iäiuier er. folgte hex Ei,m;arsch französischer Truppen ins Ruhvgsbiet. Ter passive Widerstand setzte ein. Im Gefolge der Abwehrpofitik war dür Nefchsbauk verschiedentlich zu Fnjerventioneit auf dem GMepmstpkte gezwungen. Auch mußte sie Devisen für ua:- weichigr Jpipopte -ein Reich nUlmit!elba-r zur Verfügung stellen.. Es machten sich ans diese Weise erhebliche Eingrisfc in den Goldstcstand des Zenwallwten.institntes notwendig. Das spiegelt sich in der folgenden Gegenüberst-ellnug des Goldbestandes am Beginn und am Ende der Nnhraktion (alles mi Millionen Goldmark): Goldkassen- Goldbepot nn Gesawt-Goldbestand Ausland bestand (unbelastet) 1.7. Jänner . . 1)54.810 50.083 1,004.81 r' Lcptember . 458.415 11.318 409.727 Differenz" B8fi.il5~ . Die ReichSöcdnt hat somit m Vexlcrufe dieses Jahves 595 Millionen gioldinark, daS ist mehr alß die Hälfte des Bestandes ztt Beginn'der Rnhrakiwn — genau berechnet 59 Pr/, zent — ebiMbüßp