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Wiener Morgenzeitung · 1923-10-12 · Heft 1674 (12.10.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1674 (12.10.1923)
Date
1923-10-12
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Wien, Fwrkvg Wiens« wtorgenzettung. 1H. l'JÄO s£Ci Üt « Der Dollar fünf Milliarden Papiermark. Gerüchte wer die Sttelchmg der Mark in Mich. - Auf der Berliner ProdnktenbSrl» werde« nur mehr Goldpreise notiert. — Neuerliche Jevifenbefchlagnahme. Kr. 1674 Volkswirt. Sestemvelte Krone 0.0079 Oeutimer. Auszahlung Wien ----- 0.0078°/« llentlmer. In Zürich notierte 9./11. 10,/IO. -ie östeneichische Krone. . 0.0078V» 0.0078»/. die öfterr. gestempelte Krone . . . 0.0079 0.0079 die tschechische 8krone. . 30.70 16.80 die Mar!. . gestrichen 0.0000003 Holland.. . 219.50 219.60 .. ,. 553.37 558.- London ...... . . 25.41 25.42 £)3(u?ls **•••••**•** 33.70 34.30 Mailand. 25.40 25.50 Belgrad...».. . 6.55 6.55 2.60 2.60 Sofia . ... . 6.45 5.45 Budapest.. . 0.0307 0.0305 Warschau 4 0.0005 0.0005 ' Die Währungspanik iriimnk in Ds»rtschNmd -ihren Fortgang. U-m -die M-ittags'stnlcken notierte hsnte der Dollar in Berlin fituf Milliarden, das Pfund m Milliarden. Wenn man dies mit dem Sowjetrnbol vergleicht, so fämc man zu dem Resultat, daß silr einen Sowjetrubel sechs Mark geboten werden. Diese Verhältnisse zoige-n, daß der Gipset der Wähvuugskatastvophe erreicht zu sein scheini. In. den Mittagsstunden .tauchten Gerüchte aus, daß die Notierung in Zürich 'gestrichen sei. Bisher ist eine offizielle Bestätigung dieser Meldung nicht eingelangt. Tatsache aber ist, daß die auswärtigen Märkte bei -dvefer geringen Bewertung der Mark nicht mehr auf eine Mavknotierung auf die Dauer reflektieren bitrfh'it. Schon ans mathema.tijch-techneschen Gründen der Kursberechnnng wird sich wohl bald die Unmöglichkeit Herausstellen, die Mark in den hochwertigen valnta-rischen Länder» weiter zn notieren. In Deutschland selbst ist -die -Flucht vor der Mark allgemein. Die wahnsinnigen Kurse, welche für Devisen g-ena-mv werden, sind -«meist nur nominell, da zu diesen hohen Preisen k-.'ine Devisen auszn treiben sind. Di-e LaMvivtschast hat fick als erste von der Markivährung abgekehr.t und auf 'der Berliner Produktenbörse wird von Home an der Kurs -n-nr mehl -irr Gold s-ostge!s-eht. In dom letzten Moment scheint die deutsche Regierung .doch alle noch 'möglichen Maßnahmen ergreifen zu wollen, un> dom drohende -Unheil Einhalt zu tun. So wird jetzt eim n -c it erliche Dev isenLeschlagnahme vovberaitet. Es ist möglich, daß nunmehr die deutsche Regierung zu deo schärfften Maßn-ahnr-en greifen wird, um endlich doch eine« Stillstand des weiteren Marikstuvzes zn erreichen. Me deutsche UedertenemngMfe. Bon Dr. JaequeS Adler, Leidig. In den letzten Tagen kam der Dollar an die fünfte Milliarde Papiermark heran. Dieser Kursverlauf bedeutet für die innerdeutsche Wirtschaft eine bisher noch unbekannt Entwert -n n g aller Barbestände und Forderungen in einheimischer Balnta. Da die Geschäftswelt, insbesondere der Groß- und Einzelhandel ohne ein bestimmtes Minimum an disponibler Papi-ermark gar nicht operieren kann, ist also wiederum ein wesentlicher Teil an Betriebskaplt-al in seinein Wer-i vernichtet worden. In allen Geschäftszweigen, deren Btarkt das Inland ist und deren Einnahme mir in Papiermark besteht, ist daher ein merkwürdiges, aber leicht zu verstehendes Mißverhältnis zwischen Anlagekapital und Betrie bs kapital auzutreffen. Das Anlagekapital — Grundstück, Gebäude, Maschinen — ist gediegener, unverminderter Sachwert, meist ohne jede wesentliche Belastung, da die Friedenshypotheken durch -die Inflation prMisch beseitigt wurden. Dies Anlagekapital gleicht aber leider an llubeweglichke>it und Unbrauchbarkeit nur allzu sehr einer Lokomotive chne Wasser und Kohlen, solange, als den hohen Go'ldnrarkzif-strn seines Wertes nur eine verschwindend geringe Goldnravksu-mme des Papiermark-Eetriebskapitals zur Seite steht. Jegliche Ansicht der deutschen Volkswirtschaft, sich wieder -in die Höhe zu arbcit-eu, beruht in .erster Linie ans der Tatsache, daß das Anlagekapital, der Hauptsaktor der Produktion, noch unverschrt erhalten ist. Jegliche Anfbaupolitik muß' den Weg einschlageu, -oin diesem stchenlen Kapital adäquates umlaufendes-Kapital itcat zu schaffen, da vom Vorhandensein eines solchen gegenwärtig in weilen Bezirken von Produktion und Handel kau irr m-ehr di-e Rcde sein k-ann. Das Mittel hierzu dürfte eiu-e entsprechende Kreditbelastung des, wi-e gesagt, heule fast schuldenfreien Anlagekapitals sein. Wie die Ausgäbe von 'Obligationen aus den immobilen Besitz -der deutschen Erwerbswirtschast zur Mobilisierung der Neparationsla-sten nitib zur Fundierung der neuen Währ-un-gsbaitk dienen soll, so finden schließlich aus der Plattform des intakten Anlagekapitals auch die wertbeständigen Schuldverschreibungen Platz, die das Einzelnttternehmen zwecks Auffüllung seines Betriebskapitals emittiert. Bau der Emission solcher tu -e r i b e st ä n d i g e n Obligationen hört man heule des öfteren; gegen märtig sind es vorwiegend regetrechle Baiitta-Llnleihen, im Ausland auisgenomnien und in Edetvaluta eingezahli, nachdem matt ans triftigen Gründen von der R^.'thode der wer!beständigen Papi-ermark-Attleilw -- durch Einstellung ans bestimmte Warenpreise „wertbeständig" gemacht — wieder abgekommen ist. Zweisel-lvs sind diese' Bcilnta-Anleihen im Ausland eines der besten Mittel, der deutsch eit Wirtschaft wieder zu brauchbaren Betriebskapitalien zu verhelfen, und wer cs nur irgendwie kann, bemüht sich um solchen Kredit. - Die Aussicht-en ans dessen Erlangung sind indessen wenig günstig, solange als die liiigewißhe!! über die Lösung des Repa r a t i o u s p r o b l c in s irn-d die weitere Politische und ökonomische Entwicklung des Deutschen Reiches noch unvermindert anhält. Wenn auch an sich die Neigung im Ausland, i-nsbesondcre in Amerika und England, zur F-inanzbeteilignng an der deutschen Produktion -deutlich erkettn-bar ist, so bleibt -man doch dort bis zum Eintritt einer Stabilisierung in Deutschland zunächst noch abwartend in der Gewährung -von Anfbaugeldcru. Gegenwärtig, angesichts der fortschreitenden Markeutwc-rtuna, wiro daher der Maitgel an ausreichendenl Betriebskapital recht drückend einpsnnden itl'.d ist mit eine der wesentlichsten Ursachen der UeberteiiernngSkrise, die sich heute allenthalben in der deutschen Wirtschaft geltend -macht. Die lieber teuerung der dent-schen Prod-nkt-e äußert sich bekanntlich auf dem Weltmarkt sowohl als auch im Binu-engeschäft, und zwar ganz besonders, seitdem man fast allgeniein die Preise i-n Goldmark — richtiger: Dollarmavk — berechnet. Die deutsche Prodnktionsmaschine arbeitet, -vor allein auch deshalb zu teuer, wall die ihr heute abverlangte effektive Leistung nur einen Bruchteil ihrer vollen LeistnugSfähigkeit beträgt. Es ist immer ein kostspieliges Pcrsahrcn, um e-ine-5 kleinen Effektes willen einen' großen Apparat ins Werk zu setzen. Einige Tatsachen, die die heutige llebertencrung und Verminderung der de-utscheu Pr^u-lt-io>r beleuchten und erklären, seien hier besonders angeführt. Wie schon erwähnt, ist Betriebskapital i knapp, nruß aber -doch unter allen Umständeu zur Auh.rcknrrhaltnng dcS BetviebeS beschafft we bd'en. Nach der GsjamLag» wird Äst der Geldmarkt stark -und täglich beansprucht. Infolgedessen können die Banken als Herren des Geldmarktes für ihre Leistu-ngen hohe -und höchste Gebühren berechnen und erhalten ste mich. Das gilt nicht nur Von einfacheir Papier-markkrediten, wo ja die Geldentwertung selbst auch unerhörte Zinssätze noch übevtrumpft, sondern sogar von wertbeständigen Kvediten, die an sich — bei selibsw-erständlicher Bonität des Debitors — kaum viel höher bezahlt werden sollten als etwa ein 'Kronenkredit in Wien. oder Prag. Und dies g-rtt .selbst von gänzlich risi'küfreien Geschäftsvovgängen, wie Gutschrift eines eing-vreichten Schecks auf dem Guthaben eines K-uu'dcn. Ein jeder Federstrich eines Bankbeamten kostet den Kurrden hohe Spesen. Der große Kunde — Gwßindustrieller uüd Großspekulant -r sieht achs-llzuckend darüber hmweg, der kleiire -und mittlere Knude wird verärgert. Dir Sposenbetrag aber geht als Teil der. Gestehungskosten, den der ausländische Konkurrent nicht in gleichem. Ümfäng kennt, mit ein «in den Warenpreis, und ein Schritt zur lle'berteuerung ist bereits getan. Es ist ' daher symptomatisch, daß ernste deubsch-e' Wi-rtschastskreis-e, wie HandelKfämmern und große BLrbände, an die Banken kategorische Warnungen' vor solcher Ueberspaunung iyrer Konditionen richten. Mag den Banken auch »ihre gcschäs.lich: Usberlastung durch den fieberhaften gesteigerten Geld- .und Wevtf'apierverkehr der Jnflrtionsperiode uitib der finanzielle Druck der enorm sich vermehrenden Gehaltszahlungsn geglaubt werden, so täten -m doch besser daran, den Bogen nicht zu überspannen. Ein an>deres nachteiliges Moment für die Preisbildung der deutschen Indtlstrie ist die Bert-euerimg ihres Rohmaterials -und H-ilssstosssbeznges, die durch die. Stilllegung und Abschnürung des Ru-hr.gobiets eingetreten war und auch jetzt nach -Einstellung des Miirtschastskampf-es erst in einer gewissen 'Zeit wieder ausgeglichen werden kann. Steiukohlenversorguug von Cardiff anstatt von Essen her ist eine Betriebsverteuevnng, die sich naturgemäß auch im Preis der Fabrikate zu erkennen gibt. Die Geldknappheit, zu de'c auch die verschärfte Steuereinziehung^ wesentlich mit beiträgt, gestattet nur die Ausführung tatsächlich vorliegender Aufträge ilnd läßt kein Arbeiten auf Lager zu, wie es früher vorkam, nm eine stille. Zeit zu überwinden und den Arbeiterstamm in B;- sthäftigung zn halten. Heute setzt, sobald Orders und Zahlungen auobleiben, alsbata Pctriebseinschränknng, Kurzarbeit, Teiteytlajsrlng ein. Die Kaufkraft von Arbeitern und ^lugest eiltengeht rapid zurück, der IiAandsmarkt verödet nochunchr, die Nachfrage versiegt in Dingen, die man nicht nnmiltelbär zum Leben braucht — man fault aber auch schon keine Hansbrandkolile zn dem geforderten Goldmarkpreis ntehr kaufen — fast gänzlich, und dies bedeutet selbstverständlich neue ProduktionSeiitschränknng. In jeder Prodnktions-, oder richtiger gesagt, Ueberproduktionskrise no'entaler Zeiten erfolgte schließlich der Umschwung dnrch eine Preisverbillignng seitens der Proditzenten, die die Nachfrage zur Aufgabe ihrer Zmückhaltnng belvog.-Die gegenwärtige deutsche Nebertencrnngskrise sieht dem. Weg zu solcher natürlichen Lösung durch die Inflation verfverrt, die, ohne nach drr Berkanfsmöglichkeit zll Jagen, die Preiskurve unerhört trach oben drängt. - - - Aus di-cseni Dil-eimna führt nur eine' SbaWistevnngder deutschen Wirtschaft heraus, die hierbei einer umfassende'.'.' Mitw-eknng des Auslandes nickst wird entraten tönnen. Daß dies -aber bald und gründlich geschieht, liegt auch im Interesse aller am lvellwirtschaftlicbl-il Güterumschlag beteiligten Länder, denn der deutsche Prednzent, der seine Ware nicht tnehr abzirsetzeil vermag und seine Ri-triebe abbanen muß, entfällt dernentsprechend auch als Kanstment. Was kann Deutschland heute noch von den Rohstoffen der nvrdamcrikanischen Union erwerben, deren Export dem Deutschen Reiche im Jahre 102" fast 345 Millionen Dollar darstcllte? Der Wiener Geldmarkt. -Ans -dem Wiener Geldntarkte ist neuerlich eine große Entspamnntg eingetreten. Doch wird -mit einem Gefühl der Unsich-erhsit der heutigen Prolongalion mit einer gewissen Spenurung entg-egengesehen. Es handelt sich insbesondere darum, ob der Geldstand, der sich .seit der letzlen Wochen-vers-orgrtng rapid gebessert hat, auch tatsächlich befried igend bleiht. Ans" Abschlüssen, d'e gestern für die dieswöchige Prolon.gat-ion u>stände kamen, war zu ersahen, daß die Bcssernng fort'be-stche. Es war Geld zn Reportzwecken zu 0,626 bis 0,75 Prozent erhältlich. Es sind auch zu diesen Sätzen große Umisätze erfolgt. Neuorganisation in» österreichischen Brankartell. Unter den Brauereigesell.scha.ften, die dem sogenannten Wicrter Kartell antzehör^n, ist ein« Besvegung im Zuge, welche eine Neuvr-gäni-;ation zum Zwecke hat. Es solle»! einzelne kle'ne Betriebe ansgelassen werden, dcmtil aus dem Wege der Konzentration große Ersporutll« ersielt werde« Wunen. «»»«»»»»>! »!!,,, Clearingknrse irr Österreichischen Nationalbant vom 11. Oktober 1928.- uevisen vacnecKS una ausyt„. Zahlungen) 4fuß" Qe,d Amcterdam k. 1 holl, dulden; 4 27870.— Agram 1 jus. Kronen » .; , ß 898.— Belgrad 1 Dinar ...... g 828.— Berlin* 1 deutsche Reichsmark - , g o,I4 Brflsse! I belgische- Francs . . 4% 3614.— Budapest 1 ungarische Kronen . fi 3.80 Bukarest 1 Lei ....... 8 327.— Chrlstjanla 1 norweg. Kronen . 5 10330,— Kopenhagen I dänische Kronor , 5 12430.— London 1 Pfund Sterling ... 3 322300.- Madrld 1 Pesetas ...... fl'/« 938c.— Mailand 1 Lire.ß 3229.- New York 1 Dollar...... 4 70935.— Paris 1 Francs ....... 5 4302.— Prag 1 tschecho-stow. Kronen . 5 2n9.— SoBa I Lewa .. .?'/, 692,— Stockholm 1 schwedlscheKronor , 4V, 18470,— Warschau** 1 polnische Mark . . 6 900.— Zllrich 1 schweizerische Francs . 3 12695.— Noten Kurs vom & Okt Ware Qetd Wan 28970.- 27900.— 832.— 827.- 832.- 827.- 0.16t 0.22 3626.- 3674.- 3.90 3Ä) 329.- 327.— 10870.- 10880.— 12470.— 12280.— 323300,-322500,— 9420.- 9380.- 3241.- 3234.- 71183,- 70935,— 4318.— 4312.- 2129.— 2125.- 696.- 690.- 18530.— 18570.- 1000.— 750.— 12745.- 12715.- 28000.- 831.- 831.- 0.26 3686.- 3.9l 329.- 11920.- 12320.- 323500.- 9420.- 3246.- 71185.- 4328.- 2135.- 694.- 18630.- 850.- 12765.- Amerikas Noten v. 5 Dollar aufw, 75560.- 70960.- 70860.- 70560.- 70960.- » kleinere . . . 70460.— 70460.- 70860.- Belgische Noten 100 Francs . . 3565.- 3595.- 3625.- 3655.- Bulgarische Noten zu 1000 Leva . . 670.- 678.- 668.- 675.- , . kleinere. . . 650.- 658.— 648.- 656.- Dänische Noten 100 Kroner . . 12280.- 12360.- 12130.- 12210.- Deutsche Noten zu 1000 Mark. . 0.12 0.16t 0.19 0.21 , . i, 100 . . . » „ kleinere. . . , 0.10 0.14* 0.17 0.2! Engl. Noten von 5 Llvresf. aufw. 320500.— •322l*>0.~ 320700.- 322300.- „ „ kleinere. 320300.— 321900.-* 320500.- 322100.- Französische Noten 100 Francs . 4255.— - 4285.- 4265.- 4295.- Holländische Noten 100 Gulden . 27670.— 27870.- 27700.- 27900.- Italienische Noten v. 100 Lire aufw. ■* 3191).— 3210.- 3200.- 3220.- „ „ kleinere . . . JoeobI. Noten ungest. zu 1000 Dinar 3170.— 3190.— 3180.- 3200.- 817.- 823-- 816.- 822.- » ° . * 100 , „ „ „ kleinere . . 8,77,— 813.— 806.- 812»“ Norwegische Noten 100 Kroner . 10760.— 10780.- 10750.- 10830.- Polnische Noten v. 500 Mark aufw, 850.— 950.— 700.— 890.- P » kleinere .... 800.— 900.— 650.- 750.- Rumänische Noten zulOOO ».500Le! 316.— 320.— 316.- 3«0.- p „ kleinere . . . Russ, Noten (Roman.)zii 500 Rubel 296.- 3Ö0.— 296.- 300.- —.— —.— —.— . . . p 100 p ppp kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . 18260.— 18360.- 18360.- 18460.- Schweizerische Noten 100 Francs. 12580.- 12660.- 12600.- 12680.- Spanische Noten 100 Pesetas . . 9260.— 9340.- 9260.- 9340.- Tschecho-slow. Not. v.lOOOnufw, 2101.- 2117.- 2107.- 2123.- „ p kleinere 2090.- 2112.- 2102.- 2118.- Ungar. Noten (neue Em.) zulOOOKr, 2.35 2.55 2.30 2.5k , p zu 10.000 Kr. . , , . . kleinere . . . . . 2.30 2.50 2,25 2.4? 9 «, KtClilCIw » * ~*d\t * Für 10.000 Mark, ** für 10.000 poln. Mark, t Spanmmgsändenmg. MMWBtoWWaa—WWIIBWUlHWMBgaBMM—WlllllfflinUWWBMUMIW BMmi—TOBW Verhandlungen ungarischer Testilmdustrieller in Wien. Aus Budapest wird uns gemeldet: „E'st Murir" zufolge befinden sich zwei leitende Persönlichkeiten des Landesverbandes der uns gar'.schcu Texlilfa'brikonten in Oesterreich/nm unit der oster« reichifchen Pr'vatindnstrie und der östcrr-clchischcn Regierung Verembarnngen zu treffen. Die Ermäßigung der Kreditbedingmigcn der Banken für die Industrie. Da die Konditionen, welche die Banken bei Kre- , diigewährnng an die Industrie stellen, die Produktion schwer, belasten. wmrde auf Iuitiative der Otatioualbank und der Regierung der Versuch unternommen, in dieser Hinsicht insoserne Nemednr zu schaffen, daß von den Banken die Kredite der Industrie zu niedrigeren Bedingungen zur Vevsnguug gestellt werden. Bis jetzt ist die Sache über das Pressogcpläukol nicht hinansgckvmmen. Gestern nachmittags fand eine Sitzung des ftii* dustrieverbandes statt, welche sich'mit dieser Frage befaßte und verschieden« Mittel zur Mhilfe empfahl. Dir Industriellen haben auch ein Memorandum verfaßt, in welchem sic besonders krasse Fälle allzu hoher Zinsen nähme und däher allzu großer Verteuerung des Kredits anfzählten. Gestern abends fand ttltu eine gemeinsame Besprechung zwischen den Vertretern der Banken und denen der Industrie statt, in--welcher der Sia-.idpiinkt beider Teile einer Erörterung unterzogen wurde. Die Industrie verlangt in erster Reihe eine Verbillig.ung der Kond i t: o n e n und eine Verein f a ch u u g d e r' K r e d i t e« Währung. Sie erklärt, durch eine vereinfachte Manipulation würde auch den Banken rnauche Ersparnis erwachsen,' und diese wären dann imstande, billigere Kredite zn gewähren. Außerdem verlangt die Industrie, daß Pie Banken a it s l ändischeK r ed i t r rii i t ga r a n t i c r -c n. Dies soll derart geschehen, das; die Industrie selbst zu niedrigerer Verzinsung diepAnslandSkredite ansprich:, hingegen die Banken sowohl dic Kreditlbeschaffung als ancl) in gewisser Hinsicht die Rückzahlung der AuslanüSkredite garantieren. Vorläufig haben die Besprechungen, wie wir erfahren, zn keinem greifbaren Resultat geführt, und dürfen 0at' fortgesetzt werden. __________ Wiener Börse. Hervorgernstu dnrch größere Kanforders in einzelnen Schrankenwerten, eröffn etc die gestrige'Börse in sehr fester Haltung, wozu auch noch die enorme Flüsfi.g>keit des Geldes — der Reportsatz fiel aus 0,25 Prozent — vielfach, 'beigetragen hat. Wenn die Umsätze keinen größeren Umfang anznne-hmen vermochten, sw war dies 'der Znrückihaltnng der Spekukation tvvgen der Vorgänge in Deutschland zuznschreibenp Auch die bevorstehende Prolougattvn mahnte zn eimger Vorsicht und Zurück- Haltung, wenn auch das Zuströmen fremder Gelder -ans den, AuÄauide jede Befürchtung in dieser Hinsicht zerstreut. Wieder zeigte fich reges Futeresse für Banwertc, K'nen aber ancb bald lebhafte Nachfrage nach den-Bankenwcrieu? a>e

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