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Wiener Morgenzeitung · 1923-10-09 · Heft 1671 (9.10.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1671 (9.10.1923)
Date
1923-10-09
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Wt 1C73. Wien, ÄitznSkay Wienev Morgenzeilung. kommt die genau behütete, knappe Verfassung und Währung^ Politik der neuen Nationalbank, die sich nicht nach Belieben dehnen und strecken darf; dazu kommt ihre prohibitive! Stellung und Haltung gegenüber den anderen Geldinstituten und Zentralen, die sich vorzugsweise im Dcvisenverkehr äußert, und diese in der Beweglichkeit und Liquidität ins Hintertreffen drängt; dazu kommen schließlich d'ie gewaltigen Unkosten an Spesen, Lasten und Risstn des Bank- und Geldgeschäftes, die auf die Kommittenten abgebürdet und auf die Konditionen übcrwälzt werdet!. Das alles macht das Geld rar und inacht es teuer. Das ist zugleich die Erklärung, das ist die Quelle und der Sitz des Nebels, und sind diese bloßgelegt, dann kann rs nicht fehlen, auch die richtige Medizin dagegen zu brauen,! bannt es nicht heiße: Sero mebicina paratur. Ser offizielle Zinsfuß Deutschlands 108 Prozent. Berlin, 8. Oktober. (Tel. der „Wiener Mora-enzeitung".) Die Reichsbank hat den Diskontsatz für Papiermark-arlehen von 60 auf 108 Prozent erhöht und sich damit dem Zinssatz der Darlehenskasse angepatzt. Die Reichsbank hofft, durch diese Matzuahmen eine neuerliche Beunruhigung des Devisenmarktes hervorzurufen, um dadurch die deutschen Devisenexaltationen «nzudämmen. Wierung von Anfohrzöllen in Japan. Wie wir berichtet hab'en, wurden in Japan zur Erleichterung dps Wiederaufbaues der durch die Erdbebenkatastrophe zerstörten Gebiete die Zölle für eine große Gruppe von Waren bis 31. März 1924 sistiert. Da eine Reihe dieser Waren wichtige Exportartikel vornehmlich der österreichischen (Äsen-, Elektro-, Holz- und Lederindustrie bilden, so ist wohl mit einer B c I e b n u g des ö st e r r e i ch i s ch e n Exportes in diesen' Waren nach Japan zu rechnen. Die wichtigsten dieser nuumchr zollfrei zur Einfuhr zugeiasstnen Waren sind: Lebensmittel und Konserven, Mcüizinalien, Garne, Zwirne, Gewebe und Kleider aus Baumwolle und Wolle, Decken, Stiesel und Schuhe aus Leder, Galoschen, Schreib- und Zcichenpapier, Papiertapeten, geteerte Filze und Pappen für Dach- und Bodenbelag, Zement, Mauer- und Dachziogel (außer solchen ans feuerfestem Material), Tafelglas, Stab- und Stangeneiseu, Drahtstäb.' in Rollen, Bleche, Platten, Röhren Nägel, 'Schrauben, Eisenbahnbaumaterial (auch Feldbahnschienen), Leitungsmaste aus Ei'en, Konstruktionen für Häuser, Schiffe, Brücken nsw.s Hahne, Ventile, Bau- und Möbelbeschläge, Scharniere, Schlösser und. Schlüssel aus Eisen oder unedlen Metallen, Werkzeuge und landwirtschaftliche Geräte, Krane, MhmaschiMn, Eisen- und Blechösen, Heizkörper, Gas-, Wasser- Volt-, Ampere- und Wattmesser, Telegraphen- und T-elephonapparate und äderen Bestandtteile, Lastenautos, deren Bestandteile und Motoren fiir Lastenantos, Schnittholz, Holzspäne, -Wolle und -Draht. Für Personenautomobile und deren Teile wurde der Einfuhrzoll aus die Halste (M Prozent, beziehungsweise^ 16 Prozent) ermäßigt. Nähere Auskünfte erteilt die Zolla'bteilung der Handelskammer, 3. Stock, Zimmer 204. Clearingknm der Österreichischen Nationalbank vom 8. Oktober 1923. Devisen (Schecks und Aus- 7,_. Zahlungen) fuß" Oeid Kurs vom 5. Okt. Ware Geld Ware Amsterdam f. 1 holl. Gulden Agram 1 jug. Kronen . . Belgrad I Dinar . . . , Berlin* 1 deutsche Relchsma Brüssel 1 belgische Francs Budapest 1 ungarische Krom Bukarest 1 Lei. Chrlstlanla 1 norweg. Krone Kopenhagen 1 dänische Kro London 1 Pfund Sterling . Madrid l Pesetas . . Mailand 1 Lire . . New York 1 Dollar. . . . Paris l Francs. Prag 1 tschecho-slow. Krone Sofia l Lewa . Stockholm 1 schwedlscheKro Warschau** I polnische Mai Zürich I schweizerische Fra . 4 27900.- 28000,- 27900,- 28000.- . 6 823,— 827.- 1 8lS.- ' 822.- . 6 823.- 827.- 818.- 822.- . 8 (1.81V, 0.91 Vs8 O.lt 0.13 > 4'l. 3594.- 3608.- 3504.- S5iG.— . a 3.70 3.80 3.70 3.80 .• fi 324.- 326.- 321.— 323.- . 5 10980.- 11020.- 1103«.- 11070. - . 5 12280.- 12320,— 12330.— 12370.- . 3 : 322300, — 32330Ü.-922800.- 323300.- . 5'/, 9380.- 9420.- 9380.- 9420.- . 6 3209.- 3221.- 3184.- 3196.- . 4 70935,— 71185.- 70935.- 71185.- . 5 4257.- 4273.- 4212.— 4228.- . 5 2093,- 2103.- 2090.- 2100.- . 7'/, HR6.— 890.- 688.- 692.- . 4'6 18470.— 18530.— 18570.- 18630.- . 6 650.— 750. - 0.05V. 0.06V- . 3 12685.- 12735.- 12675.- 12725.- Noten Amerika». Noten v. 5 Dollar stofw kleinere . . Belgische Noten 100 Francs . Bulgarische Noten zu 1000 Leva , * 100 „ . » » kleinere. . Dänische Noten 100 Krön er . Deutsche Noten zu 1000 Mark. » - - «w » o » kleinere. . Engl, Noten von 5 Llvrest, ..» » kleinere . . . hranzöslsche Noten 100 Frai Holländische Noten 100 Gul< Italienische Noten v. 100 Lire h „ kleinere . Jugosl. Noten ungest. z» 1000 - . * .. 100 . - » „ kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw, » * kleinere . . . . Rumänische Noten zulOOOu. 500Lei , „ kleinere i . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel - * . . 100 . » „ kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs, Spanische Noten 100 Pesetas . . ischecho-slow. Not. v.lOOOauIw, „ „ kleinere Ungar. Noten (neue Um.) zu 1 OOOKr. >. »zu 10.000 Kr, . . , . „ kleinere. 70560.— 70960,- 72560.- 70960.- 70460.- 70860.- 70460.- 70860.- 3545.- 3575.- 3455.— 3485.- 664.- 672.- 666.- 674.- 644!- 652.- 646!- 654!- 12130. - 12210.- 12180.- 12260.- 0.797« 0.937. 0.097« 0.137; 0.73 o!87 o!oo o!i3 320520.- 322100.- 321000.— 322600.- 320300.- 321900.- 320800.- 322400.- 4210.— 4240.- 4165.- 4195.- 27700,- 27960.- 27700.— 27909.- 3175.- 3195.- 3160.- 3180.- 3155.- 3175.- 3140.- 3160.- 812.- 818.- 807.- 813.— 802!- 806'.- 797!- 863.- 10850.- 10930.- 10900.— 10980.- COO.- 700.- 0.057. 0.06'/. 550.— 650.- 0.04Y, 0.057^ 313.- 317.- 308.- 312.—' 293.- 297.- 288.- 292.- I826(.'. — 18360,- 1 I 'äß 18460.- 12570.- 12650.- 12640.- 9260.- 9340,- 9260.- 9340.- 2075.- 2091.— 2072.- 2038.- 2070.- 2086.— 2067.- 2083.- 2.12 2.32 2.05 2,25 2,00 2.27 2.- 2.20 * Für 10.000 Mark, ** für 10.000 polu. Mark. § Spammungsänderung. . Die deutsche Währungsreform hinausgeschoben. Ans Berlin wird uns telegraphiert: Nach dem Rücktritt Doktor Hilferdings als Reichsfinanzminister kann mit einer Hinausschiebung der Wähmngsreform gerechnet werden. Wenn auch das endlich akzeptierte Projekt nicht dfls Werk Hilferdings ist, sondern als Kompromiß ans langwierigen Partieienverhandlungen hervorgegangen ist, so erscheint es doch zweifelhaft, ob der neue Finanzminister Dr. Luther die Vorschläge übernehmen wird. Die Valorisation in Ungarn. Aus Budapest wird uns berichtet: Das Finanzministeriuni hat einen Gesetzenttvurf über die Frage der Valorisation den Vertretungen der Interessenten zugestellt. In dieser Angelegenheit fand im Finanzministerium eine vertrauliche Beratung statt, art der außer dem Staatssekretär Bela Schober die Bankdirektoren und die Vertreter der Interessenten teilnahmeu. Wie verlautet, wird von den Interessenten jeder Versuch mit einer gesetzlichen Valorisation abgelehnt und besonders scharf dürften sie gegen den Plan der Valorisierung der Kredite des staatlichen Noteninstitutes Stellung nehmen. Welcher praktische Schritt diesen Beratungen folgen wird, das dürfte, wie „Pesti Naplo" berichtet, von dem Zeitpunkte der Neubesetzung der Stelle des zurückgetretenen Finanzministers Dr. Kallay und von der Person seines Nachfolgers abhängig sein. Italienisches Zollgoldaufgeld. Wie uns aus Rom berichtet wird, ist das italienische Aufgeld bei Zahlung der Zölle in Papierlire neuerlich gesunken und beträgt für die Zeit voni 1. bis 7. d. 324 Prozent (100 Goldlire gleich 424 Papierlirc) gegen 388 Prozent in der Vorwoche. Mitteilungen des Kredilorenvereines von 187V. Daö gerichtliche Ausgleichsverfahren wurde eingeleitet: Oe st erreich: Oeser Franz, Inh. Marte Oeser, Klaviererzengung, Wien, 5. Bez., Margaretenstraße Nr. 13Z. Braun Josef, Ges. d. Firnis Josef Braun & Stein Ges. in. b. H., Wien, 1. Bez., Tuchlaubcn 7. Braun Josest und Stein, Tuch- und Schafwollwaren, Gesellschaft mit beschr. Haft., Wien, 1. Bez., Tuchlauben 7. Hanusch Franzi (Ges. d. Firma Franz Hämisch & Co., Wien, 10. Bez.). Wien, ' 6. Bez., Mittersteig 22. Kcmdl Jakob, Kaufmann, Wien, 12. Bez., Breitenfurterstraße 93. Reich Moses, Kaufmann, Wien, 2. Bez., Große Pfarrgasse 6. Schmiedt Wilhelm, Lederwarenerzeuger, Wien. 6. Bez.', Hirschengasse 11. Stangl Franz, Akkumulatorenerzeugcr. Boten, 12. Bez., Gcmdenzdorfergürtel 41, wohnh. Wien, 6. Bez., Gsrornergasse 8. Jnzersdorfer Eisengießerei, Ges. m. b. H., Jnzersdors bei Wien. Hundrieser Rupert, Holzhändler, Enimersdorf. „Robinson". Ges. m. b. H., Linz, Karl Marx-Straße 6. Schweykowsky Eduard', Inh. d. Zentral-Hotel (vorm. Hungaria), Bad Hall. BergSmann Karl und Franz Demel, Handelsleute, Wels, Konrad Meindl-Straße 11. T s ch e ch o - S l a w a-- k e ir Klier'Rudolf, Kaustnann, Chodau. Holy Josef und Philomene, Gastwirt, Cylnmean. Giersig Franz, KMfmann, Gablonz a. d. N. Grünbaum Pauline, Handelsftau, Kremsier.!Jiricek Aloisiai Schnittwaren, Leipnik. Holecy Peter n. Sobn, Kaufleute, Lipt. St.-MMoS. Bondy Heinrich, Kaufmann, Mähr.-Ostran. Bondy & Kraus, Kaufleute, Mähr.-Ostran. „Pharmacia", Pharm. Industrie- und Handels-Ges. m. b. H., Mähr.-Ostran. Wnlkan Joachim,. Bäcker, Mähr.-Ostran. Fanlhaber Josef, Holzwarenerzcugung, Niederlindewiese. Scholz Lothar, Kaustnann, NkemeS. Brüder Benedikt,' Bammternehmung, Nürschan. Kovar -Franz, Ges. d. Firma F. Kovar & Co., Olmütz. Soucek Wenzel, Kanfmann, Prag. Fried Gottlieb, Kaufmann, Prag-Weinberge. Stefan Albert,.Kaufmann. Preßburg. SchumannBenö, Kaustnann, Preso'v. Spiölnrann Leo, Handelsmann, Proßnitz. Klopstock Davids Kaufmann, ' Rnzomberok. - Pohl Friedrich und Stephanie, Gastwirte,' Stephansruh. Orsovsklj Florian, Tischler, Troppau. Seit! Johann,. Kaufmann, Znaim. Stiksa Rudolf, Kaustnann, Zvolen. —Der Konkurs wurde verhängt: Oesterreich: Ehrenfreund Robert, Kaustnann, Baden. Tschecho-Sl'ow ak ei: Härtel Josef, Kaufmann, Hrnschau. Richter Fanny, Modistin, Komotan. Werner Julius, Kaufmann, Teplitz-Schönau. Handels- und Jiidustriegesellschast m. b. H., Holitz. Jakob Johann, Bäcker, Gossengrün. . Wimer Mrse. Schwach. Ungeachiet des gewaltigen Rückganges des Zinsfußes nu-flt'in halbes Prozent, der sogar sich vorübe rgeihend ans ein Biertolpvozeni verringerte,' wies dennoch die Bärfe ein ausg e p r ä g t s ch w a ch e 8 B i l d ans. Wohl wurde als wichtigste Ursache die trostlose Gestaltung der deutschen Wirtschasts- Vev'hältnisse angegeben, doch scheint es, daß dies nicht der ausschlaggebende Grund gewesen ist. Es dürsten hier in erster Reihe b örse n tech nis che Momenteumspielen, die eine Berflanung der Börse verursachten. . . Bon der gedrückten Stimmung wurde sowohl die Kulisse als auch'der'Schranhen betroffen. Mir ganz Verein,zeit zeigten sich Ansätze einer freundlicheran Stimmung, so in erster' Reihe in den tschechischen Kohlenpapieren, welche aus -die Kunde von der.Beilegung des Bergarbeiterstreiks eine freundlichere Beurteilung fanden, ohne dies aber im Kurse deutlich znm Misdruck z-n bringen. In der Kulisse machte die Kontermine erneute heftige Vorstöße, die das ilkive-an der einzelnen Kulissepapiere wesentlich heräbsetzten. So büßten Oesterr. Kredit 15.000 K-, Bankverein 13.000 K-, Depositenbank 60(i0 „K., Länderbank ^1.000 K., Nnionbank 10.000 K. ein. Von den Industriewerten waren nani-entlich ungarische Jndustrietvevte wesent- Suschristen an die Redaktion aiiani!iii'jcnv>aBM sowie unverlangt einlangenSen Mlinuslrriptcn wolle man stets Rückporto beilegen» im sonst eine Beantwortung» beziehungsweise Rücksendung nicht erfolgen kann. wrawiiMry»t*i«>s j. , <.''7 > vrwe * «um «- a KeSisüte .a. sn s&mfiü. et.Wiener6eschtnack vereint— i:v.'r ld" -' ' WerkstSSten, unter pers« R./i.fr* r-'~> 9! OkiolberM Seite 7 lich schwächer. Es habe Rhmamnrauy 12.000 K., Saig» 60.000 K. verlornen. Arich von den Sndblahnwerten waren die Aktien um 16.000 K., die Prioritäten um 20.000 K. im Kurse niedriger. Skoda-Mien verloren 30.000 K-, Waagner 18.100 K., Sie-nrens 13.400 K. und Ungar. Hofherr 32.000 K. Im Schranken waren wieder wesentlich schwächere Kurse zu verzeichnen. Stärker in Mtleidenschast gezogen wurden die schtvcreu Effe'kten, namentlich Petroleumaktien, von denen GaliFra 1,150.000 K. verloren. Naphtha ermäßigten sich um 130.000 K., Fanto um 100.000 K., Apollo- Mineral um 15.000 K., Nordbahn büßten 800.000 K.» Heinrichtstaler und Mumdus je 80.000 K. ein, Dosmanos verloren 50.000 K. Von den Znckeratt'ien gäben Nesto-mntzeir 300.000 K., Schoeller 190.000 K. und Böhm. Zucker IM.llOO K. nach. Die lustlose und zur weiteren Schwäche neigende Ten-denz hielt bis zum Schluß des Verkehrs nnverminde-rt an. Bezugsrechte: Merkurbank 10.000, Glasfabrik Jnwald 80.000 und Landeis 4000. Aus dem Anlagcmarkt waren wenig Verändernngen zu verzeichnen. Die tschechv-slowakischen Eisenbahnprivrit äten lagen ottvvs besser. Bon den Exoten notierten: Anzeigonges. Brief, Erdöl 56.000 bis 65.000, Jriag 320.000 bis 348.000, Holzverband 27.000 bis 28.500, Mrazniva 200.000 bis 315.000, Universale 46.000 bis 47.000. Bo» de» Waremnärtten. (Äigenbericht der ,Miwer Movgenzeitnng".) Rauchwaren. Am Leipziger Rauchwarenmarkte nahm der ^deutsche Markt -um so weniger Ware auf, als das ibeste und vsichste Absatzgebiet — Rheinrmd Rnhrgebiet — fast -ganz ansfällt. . Vom Auslande gingen einige Aufträge aus Polen und der Tschecho-Slowakei ein. und zwar für billige Artikel und Um« schwäre, unter anderem gefärbte Kanin, Zickel, gefärbte Ziegenfälle, Nutria.' Skunks, amerikanische Opossum und verschiuvene Futterartikel. Im allgemeinen war der Be-sitzwechsel aber nicht allzu groß, so daß die Großfirmen noch über reich-. liche.Warenbestände verfügen. Die von der Handelsvertretung der rnsiischen Sowjetrepubliken in Deutschland veranstaltete Aktion russischer Rauchwaren fand lebhaftes Jntevefse, doch war die Beteiligung des Auslandes w-eniger stark. Trotzdem ging die Airktion flott von statten. Mit Ausnahme von Persianern, Fehschweisen. Fchifutter und russischen Zobeln, für die die russische Handelsvertretung zu hohe Preise erwartete, sind fast alle anderen Artikel verkauf worden. Eisen und Stahl. Am amerikanischen Eisen- und Stahlmarkte ha; sich dir Nachfrage in Stahl ein wenig gebessert. Die eingehenden Anfragen auf Weißbleche lassen für das Jahr 1934 eine ungeheure Produktion erwarten. Die Eisenbahnen bestellten wertere - > 100.000 Tonnen Schienen und sollen die Auftragserteilung aus, weitere 75.000 Eisenbahnwagen noch für dieses Jahr 'beabsichtigen. Japan karrst in höherem Maße nnd bestellte 12.000 bis 15.000 Tonnen Feinblech und fragte um 60.000 Tonnen verzinkte Bleche und 12.000 Faß Drahtstifte an. Der .Roheisenmarkt ist abgeschwächt, Preise geben .um 0,50 bis 1 Dollar nach. Der Ferromanganmarkt ist etwas gebessert. '.Da der Zwrschenhanddl weniger .Material anbietet. blieben Preise 'der Erzeuger unverändert/ Hopfen. ' Am Saazer Hopsenmarkte herrscht sturmi,che Ätachsrage, so daß Eigner ihre Forderungen durchgehends erhöhten. Man bezahlte für Mittel- und Prima-Hopfen 3500 bis 8850 und für Ansstichhovfen 3600 pro 50 Kilogramm exklusive Umsatzsteiler. Auch am Laude wurden höhere Preise' gefordert und auch bewilligt. Die Produzenten sind äußerst fest und zurückhaltend geworden und nur schwer zur Älbgabe zu bewegen. Am Nürnberger Markte sind die Tagesumsätze zwar nicht von großem Ums<r/kge, was wchl mehr im Zurückhalten der Verkäufer, als in mangelnder Kauflust seine Ge- -gründuirg findet. Wie ans Pslauzungsgebieten, namentlich aus der Holledqu und aus Württemberg., geschrieben wird, weigern sich die Landwirte, ihre Erzeugnisse gegen Zahlung in deutschen Geldzeichen abzugeben, sie wollen nur im Tausche gegen tvertbeftändige Gegenleistung verkgnfen/ ... Wiener Schnhbfirse. (Eigenbericht der ,Mrener MorgenMung".) An der gestrigen Schuhbörse war schwacher Verkehr und nur geringe Mengen gelangten zu den vorwöchigen Preisen zum Abschlüsse. Es notieren; H e r r e n st i e f e l Makay Boxcalf und Chobreml schwarz 190.000 K., Rindsbox 180.000 K., Natmleder und schwarzes Kuhleder 170.000 K., Braunleder 195.000 K., Goodyear Welt und handrahmengenäht Boxcals 230.000 K., Rindsbox schwarz. 215.000 K., Braünleder 285.000 K., Sportstiefel mit Lederfutter 290.600 K. Damen st iefel Makay und genagelt Boxcalf 180.000 Kronen, Rindsbox schwarz 170.000 K., Naturleder und schwarzes Kuhleder 170.000 K., Braunleder 200.000 K>, Goodyear Welt und handrahmengenäht Boxcalf 240.000, Braünleder 300.000 K., Sportstiefel mit Lederfutter 260.000 K., Knabenschuhe 36—39 Makay und genagelt Rindsbox schwarz 170.000 K., Braunledrr 180.000 K. Mehmärtte in St. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Mor-gen-eitung".) , Rinder m a r k t. Der Auftrieb auf dem gestrigen Rindrr- ' markte belief sich ans 1826 Stück inländisches, 206 Stück ungarisches, 22 Stück tschecho-slowakisches, 1525 Sttick iugoslawisches und 1004 Stück rumänisches, zusammen 4583 Stück Schlachtvieh, worunter sich 3370 Sttick Mast- und 1213 Stück Veinlvieh befanden. Der Gattung nach waren 2825 Ochsen, 648, Stiere 1108 Kühe und 2 Büffel. Gegenüber der Vorchoche wies der Auftrieb, da tut Laufe des vorgestrigen Tages ein größerer Transport, der nicherwartet wurde, ginlangte, eine Mehrzufuhr von 130 Stück qiif. Sämtliche guten Qualitäten wie auch Stiere blieben im Preist behauptet. Mindere Sorten tendierten flau und haben in einzelnen Fällen 600 bis 1000 K. pro Kilogramm eingebüßt. Es notierten: Ochsen prima 14.000 bis 16.000 K., ertxem bis 19.000 K., sekunda 12.000 bis 13.500 K;. tertia 9600 bis 11.600 K. Stiere 10.500 bis 16.000 K., Kühe 10.000 bis 14.000 K. und Beinlvioh 6000 bis 9500 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. B 0 r st e n v i e h m a r k t. Nach den bisherigen Ausladungen dürste sich der Auftrieb auf zirka 4000 bis 45(0 > Schweine belaufen.

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