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Wiener Morgenzeitung · 1923-10-03 · Heft 1665 (3.10.1923) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1665 (3.10.1923)
Date
1923-10-03
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Ält, MWVoch Et «chOetzen könnten, weil sie.vom ,Mrbandder polnischen MWstr^-' «tot SchEsn erhalten halben. in dem ihnen mit» gBM wiöd, daß sie tm Falle einer Miwfljm*:an der jüvi^ jd*» Wvanstoltuna <®u8 dem Verbände aur.yeschlossen Werden. Nach Bekanntgabe dieses Briefes hielt der im Gaal zufällig «mresieiddeAbgeordnete Dr. Schipper eine Ansprache, in der et die Roiftvoi^BestrebuiWSN innechakb der polnischen Künistterschast aufs schärfste brandmarvte. /;•■'' 1 Gerhart Hauptmann weilte aus der Durchreise nach, dem Süden in Wten. Der Dichter war an einer Lungenentzündung ertrankt, ldie er glücklich überwunden bat. Tr ist bereits so webt hergesteut. daß er in SWirol, wchin er sich heute beaoben hat, an oer Fertigstellung eines Büiynenwerkes arbeiten wird. Auch zu den Vorgängen in DentWand will der Dichter, wie er sich in Wien äußerte, in einer Schrift Stellung nehmen. Awl de« rheatem. Burgtheater. Morgen,.6 Uhr, zu erhöhten Preisen, Schillers Trauerspiel ,Me Verschwörung des FieÄo zu Genua". , ' Akademietheater. Morgen, halb 8 Uhr, Komödie ^Amibury" von Oskar. Wilde. B o l ks o p e r. Heute „Gavallevia vustieana" und „Der Postgzo". Morgen unter der Leibung des Direktors Fel'ix Weingartner Mozarts ,Mn Juan". Deutsches Bo.lkstheater. Samstag den 8. Oktober B>ernar>d Shaws dvoiaktige Komödie „Man daun nie Wissen", deutsch von Siegfried Trebitsch, zur ersten Anfsührung. In den Kammerspieien fmvet die Promiere des Lustspiels .-Schwarz und Weiß" (Le Blanc et I« Noir) von Sacha Gurtrv. deutsch von Eisenschih, Sonntag den 7. Oktober, statt, .schwarz und Weiß" ist das erste Stück Sache Guitrys, das nach dem Kriege in Oesterreich aufgesührt wird. Guitrp wurde von Direktor Geher eingelladen, der Wiener Pvemieve seines Werkes Lizuwohnen. In der Renaissancebühne begimvt die heutige Trstaufflihrung des englischen Dramas „Carnedal" von Har- Vlnge und Lang, in der Bearbeitung von Imre Fazekas. Johann Strauß-Theater. Sonntag als erste Nachmittagsvorstellung bei ermäßigten „Katja", die Tänzerin". _ Gerichtssaal. „Meuterer" vor Gericht. Sine DsrsamnMmg von Wchrmännevn der neunten Kom» pagnte dedreien Insanterievegmvents, die am 8. April in dem burgenläMschrn Ort Rechnitz abgchalben wnrde, hatte für d« Jn'faMevisten Josef Grnner «nd Robert Wein» gartner «nmrgonchme Folgen. Gegen die beiden wuicke «antvich vom Regiment Äkommando die Anzeige erstattet, daß sie gegen ihren KompagmeLMnmndanten,' den StMhanptmar« OM Sandenbach, faindseSiige «nd gchaffige Aeuhevumgen vorgebvacht und der DersamMmy »men Antrag «nterkweiteit hÄen, welche die Versetzung des Kompagniechafs sordsü. Gegen Grüner «nd Weingarm-or wände daher die Anklage wegb» VechWchrS der Meuterei erhoben, über die bvrerts vor vierzehn Tagen sine VochaMnng vor dsm Mnzelmchter Hofvat Dr. Haerdtl beßm LandeSgevicht 2 pattgeftmiden hat, die jedoch «ach längerer Dauer zur ßofoutsg neuer Zeugen bet* Lagt worden iüft Gestern wurde die BeUhaMuug vor demsÄben Richter -u Ovbe geführt. Der Hauptmau» als PalMer. Die Angeklagten «klärten sich «mchtschaÄng. Hcmptmann Handenbach halbe unter der Mailmschaft antisemitische uud m-ouarchiistüsche Propaganda getrieben, er wollte eine Kompagniebib'liothek einrichten, in der nur antisemitisch« Schmähschriften und antirsogiralistisch« Bücher Aufnahme finde« sollten. Diese Bestrebungen machten in der Kompagnie böses Blut. Die Erregung steigerte sich, als der Mannschaft das Gerücht bekannt wurde, daß der Hauptmann den Bauern 600 Gewehre versprochen habe. Die Versammlung habe vom RogimentskommaiNdo eine Untersuchung dieser Mannschaften gefordert, die Versetzung des Hauptmannes stj lediglich ge» wwnscht worden, falls die Untersuchung die Richtigkeit der gegen Ähn erhobenen BefchuMgungen fMtellen sollte. Stabshaupt-mann Laudenbach erklärte, daß vr den BerwMHnsmann der Mannschaft, Joses Grüner, beanständete, weil dieser -in der Kasern^ FlügzetM gegen den MutterschcoftSzjwang auf dom schwarzen Brett angeschlagen habe. AlS großer Bücherfreund ha!b>e er der Mannschaft das Lese» der ihm Pa ss on >d e n Bücher, empfohlen. Hierbei erklärte er der Mannschaft auch seine Politischen Ansichten. Eines. TageS iführte ihm der Stabsfeldwebel' zwölf Baue«» vor, die wissen wollten, was Hakenkreuzter, Frontkämpfer «nd Monarchisten , eigentlich seien (!). In der. Wohnung des tzÄldwebeLs habe er ihnen entsprechende' Aufklärungen gegeben. Der Richter be- MlLiAte hierzu, er halbe es wicht für richtig, daß ein österveichis scher Bundesosfizier an der Landesgwntze an derärtigen poWsche-n ZufommMkünfte« >«Md. Besprechungen - tMrchme. - ^Freiwilliges" vertrauen. HauptmaM Lauden'bach gab noch an, daß et silehh nach Iber erwähnten Versammlung die ganze Kompagnie aLavimevt« und an die Mannschaft'ldie Frage .richtete, wer sich der Entschließung anschließe. Daraufhin sei freiwillig ein Protokoll M seinen Gunsten' verfaßt worden, dos er dom Gericht «ttner MEnMüM. leite Kraue >g Me» - In Zürich notierte die österreichische Krone . . , die österr. gestempelte sirone . die tschechische Krone ... die Mark . . . . .!, . . . Holland >»,..»»,»» New-York » » i' * , London Paris Mlailand »»,»»»«»» Belgrad » » » « , ,»»»«.. Bukarest « , , * •!» # Sofia . . . . Budapest :. Warschau . . - «.MS Centlmes. 8.0V78',, «entimeri O O O » ♦ t 2./10. ' 0.0078’/j 0.0079 16.77V* O.OOOOÖ2 220.60 660.75 25.49 38.35 25.27 .6.35 2.65 5.50 0.08 ' 0.0013 t./l’Ö.' ' 0.00-8V< 0.0079«/4 16.75 ' 0.0000024 219.85 . , 660.— 25.46. 84.17 25.47 6.37 Vs 2.60 5.40 0.0301 0.0017’ dtid Kurs vom 1. Okt. Ware Geld Ware Clearingknrse 1er Österreichischen MationalM vortz 2. Oktober 1923. Devisen (Schecks und Aus- 7,.. Zahlungen) ... Sb Amsterdam f. 1 holl. Gulden Agram 1 Zue. Kronen . . , Bel er nd 1 Dinar ..... Berlin 1 deutsche Reichsmark Brüssel! belgische Francs Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest 1 Lei .. Chrlstlanla l nomeg. Kronen . 4 27900.- 28000,- 27900.- 28000.- . 6 788.- 792.- 803.- 807.- . 8 788.- 792.- 803.- 807;- . 8 0,16 0.21*) d.261/, 0.3 IV* . 4*1. 3604. - 3618.- 3674.- 3686.- ,6 3.71 3.81 3.71 3.81 . 6 325.- 327.- 339.- 341.- 5 11080,- 11120.- 11080.- 11120. I«s IIVIWVKI IIIVHSU 4 |7 uww, — 4 4 »«VI— Iivuvi ••••»• en 1 dänische Kronor . 5 12380,- 12420.- 12480.— 12520. London f Pfund Sterling Madrid 1 Pesetas , , _ . Mailand 1 Lire . , ’ New York 1 Dollar. . . . Paris 1 Francs. Prag 1 tschecho-slow, Kronen Sofia 1 Lewa . 3 32170».- 322700.-322000.- 323000.- 5',» 9380.- 9420.- 9480.- 9520.- 6 3199.- . 3211,- 3204.- 3216.- 4 70935.- 71185.- 70935.-' 71185.- 5 4227.- 4243.- 4322.— 43)8.- 5 2115.- 2125.— 2120.- 2130.- 7 V, 688.- 692.— 676.- •680.- Stockholm I schwedlscheKro’nör | 4*/] 18520*.- 18580.*- 18520.- -18580.— Warschau'1 polnische Mark » , S Zürich 1 schweizerische Francs . 3 o.12*/i 0.13*/* 0.15 12640.- 12690.- 12655.- 0.16 12705.- Noten Amerlkdn. Noten y. 5 Dollar aulw, 70560.- 70960,- 70560.- 70960. - . , _ kleinere . . . i«ow.- -vu-,.— Belgische Noten 100 Francs . . 3565.- 3595.- 3535.- 3665.- 70460.- 70860.- 70460.— 70860. Bulgarische Noten zu 1000 Lpra , : : s°L.'. Dänische Nöten 100 Kroner « Deutsche Noten zu 1000 Marie. »''''» , 100 . . kleinere. 866.- 674.- 654.- 662.- i 646!- 654!- 634!- . 642*.- 12230.- 12310.- ,B80.- 12460.- 0.16 021 0.25'/, 0.30'/, o!l5% 020% 0-24'/, 0.29*7, 319700.- 321300.— 320000.- 321600.- 4180.— 4210.- 4275.- 4305.- 27700.- 27900.— 27700.- 27900,-. ,8160.— 3180.- 3165.— 3185.- 3140.- 3160.- 3145.- 3165.- 777.- 783,- 792.- 798- , , tllvmvre» O , -w VsLV/H U*€,*t’/9 EngL Noten Ton 5 Llvrest, anfw, 319900.— 321500.— 320200.— 321890.- . » # kleinere ... » . « Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden , Italienische Noten v. 100 Lire aidw, . , '» kleinere . tagosl, Noten nagest, zu 1900 Dhter . :« Ä lm . . .. kleinere . . Norwegische Nöten 100 Kroner * Polnische Nöten v. 500 Mark aulw, , , , kleinere. V. . ». RumValsche Noten su100Du.909LeL 313. ., , kleinere . .. . nf'° Russ. Noten (Romdd,)zh500 Rubel > m » 100 , 1 / kleinere. « Schwedische Noten WO Kronor , Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.1000 aufw. . . kleinere . » kleinere . . . ♦) Für 1000 Mark. 7*7.— 773.- 782.— 788.- 16050.- 11030.- 10950.- 11030.— 0.12 0.1« 0.14 -0.16 9.10 «i12 0.12 0.14 -<••'313.—/' 317.— 330.-7 934.-7 293.- 297.- 310.- 314.- -- —*~ 18310'.- 18410*- 18310*.- 18410!- 12525.- 12605.- 12540.— .12620,- 9260.-. 9340.- 9360.- 9440.- 2097.— 2113.- 2102.— 2118.- 2092.- 2108.- 2097.- 2113.— 2.- 2.20 2.- 2,20 l!w "il5 1*,95 Ül5 Stuf Befragen des Verteidig«- Dr. KoM, ob er anf die Mannschaft einen Druck ausgeübt habe, entgegnlöte vor ZvUlge: Ich Hab' nur gesägt, daß, wer für dies« Emschlteßung ist, sich der Meutereischuldig macht. — Bergiger: Also das neunen Sie freiwillig? , Die Verhandlung . wurde' schließlich M iWnvernahmrl ipeiteper Zeugen vertagt.. Seneralversammlung der Auglo-AustriM Sank Limited. Am 26. September d.J. hat ht ^London die erste ordentliche Generalversammlung der Slnglo-Austrran Bank Limited ftattgefunden. In dem Rechenschaftsberichte wird ein Rein gewinn, von 70.776 Pfund 11 Schilling 2 Pence für das Jahr 1923 ausgewiesen. Gemäß dem von der Generalversammlung akzeptierten Antrag des Verwaliungsrates wird auf jede Stammaktie-zu 1 Pfund Sterling eine von der englischen Emkommenfteuer freie Dividende von 6 Pence zur Verteilung gelangen/ demnach für eine Million Stammaktien, insgesamt 26.000 Pfund Sterling. Von dem Restbetrag werden 25.156 Pfund 5 Schilling 2 Pence, das ist jener Teil des Gewinnes, der im ersten Quartal 1922 vor der Umwandlung in eine englische Bank erzielt worden ist, dem Reservekonw zugebucht, wahrend.weitere. 20,620 Pfund 6 Schilling auf neue Rechnung Vorgetragen norden. sEntgelll.ich-)'^ die polnWe Industrie und die Kredilfrage. (Bon einem'^führenden polnischen Industriellen.) Es ist eine allbekannte Tatsache, daß die polnische Industvie, die durch' den 5krieg und die Raubwirtschaft der JnvasionStruppen vollkommen zugrmcke gerichtet wurde, nur.dank der großen Kredite von feiten des Emissionsinstituts sich auf-, znbauen vermochte. Die Anforderungen der Industrie in dieser Hipsicht haben allerdings das Tempo der Inflation beschleunigt und, was damit k Zusammenhang sicht, eine Depression der heimischen Valuta hervorgerufen. Daß diese Kreditpolitik,- deren positive Seite m der^ Aüftichtung zerstörter Arbeitswerkstäiten flogt, einzelnen die Erwerbung vbn Reich, tümern^ermöglichte, ist nicht abzuleugnen und konnte auch nicht- , vermieden werden. Es ist klar, daß der letztere Umstand der ' mit demagogischen Argumenten aperierendey Presse einen reiche - lichen Stoff bietet, dte Kreditpolitik des EmissionSinstituts als eine den Interessen des Staates schädliche Politik: darzustellen, und das Prinzip, ),Leme Kredite fiir die Industrie' in Polens mark", zu verfechten. Es scheint sogar, daß diese'aus den ersten - Blick genüg t stichhältig erscheinenden Argumente. Über alle -sonstigen wirtschaftlichen Erwägungen Oberhand gewannen haben und daß die leitenden Personen -des polnischen NoteninstitutS Oktober 1023 von innert durchdrungen sind, so daß die Industrie sich in einer sehr schwierigen Lage befindet. Die für die Politik des Rötttte instituts verantwortlichen Faktoren scheinen zu vergessen, daß die Wirtschaftsinteresseu. einey Kreis bilden und daß durch Einstetten oder ausgiebige cht-estringtetung der Kredite Folgen zu ovvarten sind, die sicherlich Nicht in der Absicht der Initiatoren liegen. Die einer soliden Kveditbasis beraubte Industrie wird nolens volens teure private Kredite in Anspruch nehmen müssen, wäs natürlich die Verteuerung der erMgten Ar'ikel zur Folge haben muß^ in vielen Fällen wird aber die Produktion stark eingeschränkt oder vollkommen eingestellt werden müssen, was wieder Arbeitslosigkeit nach sich ziehen wii-. Die für die Wirtschaftspolitik des Staates verantwortlichen Faktoren unterscheiden nicht zwischen Industriellen und Industrie, und mdem sie den Industriellen treffen wollen, legen sie die Industrie lahm. Ein Staat wie Polen braucht Werkstätten der Arbeit, um die Schäden des Zkrieges und der NachKciegSzeit wettzunmchen, und eine Politik, die sich radikal, ohne Erwägung wirtschaftlicher Momente gegen die Industrie wendet, sie;u erdrosseln droht, sich von demagogischen Losungsworten hinreißen läßt, muß aufs schärfste verurteilt werden. ' Meröings erfordert die Kreditpolitik eine genaue Revision, ein Unterbinden der einzelnen Kreditquelle aber sozusagen über Nacht kann unerwartete Vecheerungen zur Folge haben. . („Prager Presse".) Sie Wirtschaftskrise 1« Deutschland. Die wachsende Absatzstockung in Deutschland legt immer mehr industrielle betriebe lahm. In der Textilindustrie arbeiten die meisten Betriebe nur drei Tage pro Woche, trotzdem die Mucht vor der Mark eine stärkere Nachfrage nach Textilwaren brachte. Auch die K o ng fe k tü 0 n hat in den letzten Wochen meist nur geringe Aufträge erhalten; trotz'der gestiegenen Löhne ist eben der größte Teil des deutschen Volkes durch die fortschreitende Geldentwertung nicht mehr in der Lage, die notwendige» , Ergänzungen des Kleiderbestandes vorzunehmen. In do» verschiedenen Zweigen der Textilindustrie zeigt sich immer mehr das Bestreben der Fabrikanten, für ausländische Firmen Lohnarbeit zu verrichten, was in den allermeisten Fällen darauf zurückgeführt werden muß, daß znr Beschaffung der Eigen Rohstoffe die Mittel nicht mehr vorhanden sind. In den Schuhdetarlgeschüsten ist ein fast vollständiger Stillstand des Absatzes festznstellen, so daß neue Aufträge von den Schuhhärcklern an die Fabrikanten kaum vergebe» werden können. Die Schuhfabriken arbeiten deshalb auf der ganzen Linie stark reduziert. Rasch verschlechtert hat sich die Lage auch in der Papierindustrie, weA — wie der Bund deutscher Vereine des Druckgswerbes, Berlages und der Papierveravbeitung erklärt — durch den Nebevgang der meisten RohstoMiefevantvn zur Goldmarkberechnu^g die.Festsetzung der Preise vielfach weit Über dem Friedenspreis erfolgte. Auch aus dem Ausland find Aufträge nicht zu . erhallen, weil die Preise bereits das WeltiNarLtniveau überschritten haben. Infolge des geringen Auftragseinganges und Fehlens von Betriebsmitteln mußten daher Betriebsstillegungen Vovgenommen werden. Auch in der deutschen Zementindustrie liegen die Preist wett über dem Weltmarktniveau. So wurde in der Zementindustrie Norddeutschlands am 22. September? in Westfalen am 29. September wegen vollkommener Absatzstocking die Arbeitszeit auf 24 Stunden in der Woche beschränkt. Eine Folge dieser Umstände ist eine stetig wachsende Arbeitslosigkeit. Berlin allein dürste gegenwärtig an die 150.000 Arbeitslose zahlen. Orig. engl. Anzug, 160 cm breit K68XX30 Orig. engl.X)«ui>16, löO«m breit K fc&ÖOO Ori*. frnns, Velour . . . . » . K 99.000 Ner Hafenbau ht Haifa. Wie ber. Jerusalemer I. C. B.-Bertreter von gut unterrichteter Seite erfahrt, wird der Bau des Haifer Hafens im kommenden Frühling begonnen werden. Der Hafen soll derart ausgebaut werden, daß Schiff« von etwa 10.000 bis 12.000 Tonnen in ihm Platz haben sollen. Bei den Bauarbeiten werden etwa 3000 Arbeiter beschäftigt werden können. Das Ergebnis der Goldauleihe in Deutschland steht vorbehaltlich geringfügiger Ergänzungen fest. Es wurden insgesamt 164,224.186 Mark Gold gezeichnet, und zwar gegen Mark 129,788.194 Mark Gold, gegen Devisen' 30,852.809 Mark Gold, gegen Dollarschätzanweisungen 2,596.553 Mark Gok> und gegen Goldniarkquittungen 986.630 Mark Gold. Rückzahlung verloster Pfandbriefe der Oesterreichisch« ungarischen Bank. Die in Ausführung der Artikel 206 und 189 der Friedensverträge von St.-Germain und Trianon ernannte Liqmdierungskommission der Oesterreichisch-ungarischen Bank bringt hiermit zur östentlichen.Kenntnis, daß die bis zum 31. Dezember 1922 perlosten und bereits seit längerer Zeit zur Rückzahlung fälligen Pfandbriefe der Oesterreichisch-uimart chen Bank, ebenso wie diejenigen Pfandbriefe dieser Bsack, welche am 1. August 1923 verlost wurden und ab 1.' Oktober 1923 zu» Rückzahlung gelangen, samt deren Coupons bis zum l. Februar 1924 am Amtssitze 'der Liquidierungskommission der Oesterreichisch-ungarischen Bank (Hypöthekärabteilung,. Wien, -1. Böz., Herrengasse 14) in österreichischen Kronen rückgezahlt werden. Am 1. Februar 1924 werden jene Beträge in österreichischen Krönen, welche auf die nicht zur.' Rückzahlung präsentierten verlosten Pfandbriefe samt Coupons entfallen, unter Einhaltung der gesetzlichen Formalitäten zu Gerrchtshande» deponiert werden. Kapitalserhöhung der Mereurbank/ Auf Grund des Be. schlusses'der ordentlichen Generalversammlung von 11. Juni d. I. erhöht die Mercurbank laut der heute zur Veröfseutlichung gebrachten Ku'ndnrachung ihr A k t i e n k a p i t a l von 7,6 Milliarden ^Kronen Nominale auf 10 Mlliarden Zkronen Nominale. Denbisherigen Aktionären werden 600.000 Stück 11. Taborstr. 17a I. Adlergasse S

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