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Wiener Morgenzeitung · 1923-09-28 · Heft 1660 (28.9.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1660 (28.9.1923)
Date
1923-09-28
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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’-.Yy' Nr. 1660 Mm, FMag *" —‘ .‘" —■---' “■“■ _| --™- öffnnngSftadium ein Nachbeben der wichtigen Kulisse ' eflekten, doch waren die Einbußen bloß in den Werten tschechischer Provenienz, in Uebereinstimmung mit der schwachen Haltung der Prager Börse, stärker. Ms im weiteren Verläufe des Verkehrs Rückkäufe in Südbahn-Prioritäten, österreichischen Kredit, und in den Alpine. Aktien erfolgten, kam, von diesen Papieren ausgehend, eine etwas gebesserte Stimmung zum Durchbruch, die auch bis zum Schlüsse in Geltung blio6, da der flüssige Gelüstend — Wochengeld war zu ein Prozent ange'boten — stimulierend wirkte Im Schranken dagegen machte sich Realisationsbedürfnis geltend und waren die in den letzten Tagen stark favorisiert gewesenen Papiere stärker rückgängig. So verloren Dampfschiff .120.000. K., Nordbahn 1,166.000 K., .Kaschau-Oderbergen 68.000 K. Von den Bauwerten büßten Gotteschauer 160.000 K., Perlinooser 160.000 K., llnion-Baumaterialien 66WÖOO K., Wiener Ziegel 40.000 K. und Ziag 34.000 K. ein. Bloß die Aktien der Allgem. österr. Bari zeigten eine Er. Höhung um 20.000 K. Von den Brauerciakticn fielen Gösser um 80.000 K. und Pilsner um 1^00.000 K. Westböhmische Kohlen ermäßigten sich um 130.000 K. Der Rückgang der Brunner Maschinen betrug 60.000 K., Petroleumwerte hielten sich zumeist auf dem letztgemeldeten Niveau. Von den Zuckeraktien wiesen Schönpriesener einen Rückgang um 120.000 K. auf, Schoeller.Zucker verloren 476.000 K. Auf dem R e n t e n ni a r k t e war abermalbilliger anzukommen. Die österreichischen Kategorien ermäßigten sich wohl nur um eine Kleinigkeit, dagegen siel die ungarische Goldrente um 2000 Punkte. Von den Exoten notierten: Apollo-Film 90.000 bis 32.000, Anzeigen-Ges. 330.000 bis 940.000, Jriag 365.000 bis 376.000, Holzverband 31.600 bis 35.000, Mraznica 247.000 bis 352.000,. Schubert u. Co. 16.000, Universale 65.000 bis 00.000, Wiener Waffen 24.000 bis 26.000. Mehmiirtte in 8t. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morge-nzeitung".) R i n d e r m a r k t. Der Auftrieb belief sich auf 237 Stück inländisches, 567 Stück jugoslawisches und 395 Stück rumänisches, zusammen 1189 Stück Schlachtvieh, worrmter sich 889 Stück Mcist- «nd 300 Stück Beüttvieh befanden. Der Gattung nach waren 791 Ochsen, 128 Stiere und 270 Kühe. Bei völliger Stagnation angesichts der geringen Käuferbeteiligimg erlitten die Preise im Vergleiche zu Montag in den nteiften Fällen einen Preisrückgang bis zu 1000 K. pro Kilogramm. Es notierten: Ochsen je nach Qualität 11.000 bis 16.000 K., Stiere und Kühe 11.000 bis 16.000 K. und Beinlvieh 7000 bis 10.600 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. Schweinemarkt. Aufgetrieben wurden 545 Schweine, darunter 339 Fleisch- und 206 Fettschweine. Fettschweine blieben im Preise behauptet, während Fleischschweine 1000 K. pro Kilogramm gegenüber Dienstag eingebüßt haben. Es notierten: Fettschweine 25.600 bis 27.000 K., und Fleischschweine 26.000 bis 30.000 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. S t e ch v i e h m a r k t. Die Gesamtzufuhr belief sich auf 2497 Stück Kälber, darunter 946 lebende, 994 Weidnerschweine, 452 Weidnerschafe, 397 lebende Schafe, 32 Ziegen und 6 Lämmer. Lebende Kälber haben sich in: Vergleiche zur Vorwoche um 1000 K. und Weidner je nach Qualität bis zu 2000 K. pro Kilogramm im Preise ermäßigt. Fleischschtveiue tendierten unverändert, wogegen Fettschweine um 3000 K. pro Kilogramm gestiegen sind. Es notierten: Lebende Kälber 20.000 bis 26.000 K., Weidnerkälber 22.000 bis 30.000 K., Fleischschweine 25.000 bis 33.000 K., Fettschweine 29.000 bis 30.000 K., Weidnerschafe 7000 bis 18.000 K., lefieube Schafe 6000 bis 11.000 K. und Ziegen 5000 bis 10.000 K. pro Kilogramm. Die WarenmiiMr. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Baumwollgarne, Ba u mwo! lzw i r ne und kohe Baumwollgeweöe erfuhr?« gegen die Vorwoche Nachdruck verboten. (1. Fortsetzung.) Feiwisch, der Frchrrmvn. Eine Legende von Zolian Nagy. Einzigberechtigte Uebertragung ans dem Ungarischen von Stephan I. Klein. Ans diese Art Wunde die Zwietracht noch größer, denn da Feiwisch nicht in die Synagoge ging, waren der Jadeit für der: Gottesdienst'wieder nur nenn und ein gemeinsames Beten war nicht möglich. Aber wozu einen Kantor haben, nxrnt er zum Singen keine Gelegenheit hat? Da 'wandten sie sich alle gegen Feiwisch, auch seine einstigen Partei-' ganger, ja diese sogar am schärfster:; sie schimpften, drohten, flehten, versuchtenihn zu überreden, doch fruchtete alles nichts: Feiwisch erklärte, ihm sei dieser Kantor nicht recht, man müsse ihn fortschicken; ja, er gab sich nicht einmal mehr mit der Absetzung des Kantors zufrieden, sondern forderte, 'daß auch 'der Vorsitzende der Gemeinde, der Metzger S'nnche, abgesetzt werde; denn er sei 'daran schuld, daß jener Kantor gewählt worden war und nun die ganze Gemeinde trefe esse. Darüber geriet der Metzger in große Wut, erklärte, er würde Feiwisch nicht am Ättesdieriist teilnichmen lassen, und er werde es ihm schon zeigen. In seiner Wut holte er einen Studenten ans der Stadt, dem er Wohnung, Verpflegung und Wochengeld gegen die Verpflichtung gab, bei jeder Gelegenheit in der Synagoge als Zehnter zugegen zu sein. Aber auch dies focht Feiwisch nicht an, er blieb'bei seiner Ansicht, aß kein Fleisch und ging nicht irr die Synagoge, sondern betete'ldaheim. Uebrigens aber ging er seinen Geschäften nach und arbeitete fleißig. An einen: Sabbat, nach dem NachmittagsgotteSdierrst, begegnete er auf der Straße zufällig den übrigen, als sie zusammen aus der Synagoge heimwärts strebten. Er wollte an ihnen wortlos vorbeigcherr, aber der Metzger, der gern spöttelte, stellte ihn mit den Worten, er möge nicht so in die Synagoge eilen, denn der Götter-dienst sei bereits zll End.'. e" ' ->'d ein häßlicher Zar..'. Jeder einzelne Wiener Morgenzeitung. keine - Veränderung/ und vorwöchentliche Preise vermochten, sich zu behaupten. Der Bradforder Wollmarkt. liegt fest, da die Kämmereien keinerlei Preißkonzessionen machen können, infolge der hohen Wollpveise.'die in London und Australien bezahlt werden. Die Umsätze in Karmnzug waren nicht bedeutend, dagegen ging das Geschäft in Kämmlingen slott. Seide. Der Rohseidenmarkt zeigte, wie aus Mailand gemeldet wird, wenig Leben. Der europäische Konsum hat -sich noch nicht zur Eindeckung entschlossen. Die Fabrik hat keine Lager, und da auch noch gegenwärtig Amerika jegliches Quantum per September—November anfkanft, wird es schwer fallen, noch passende ■ Ware zu finden. Dies ist ein weiterer Grund zur Annahme, daß sich die Preise nur wenig verschieben werden. Die Meldung von einer weiteren Katastrophe in Japan hat wenig Einfluß auf die Seiden ansgeübt, während die Kokons wieder etwas anzogen. Die weiteren Nachrichten ans Jokoharna sind weniger pessimistisch. Da aber die japanischen Firme:: in New-Aork vorläufig auch prompte Seiden nicht abliefern und zuerst Instruktionen von der Seidenbörse abwarten, werden die Preise auch für italienische Seiden hochgehalten» Roheisen. Die jungst gemeldete Besserung am britische.' :X'.A> eifenmarkt. soweit Hämatit in Betracht kommt, hält an. und die Fabrikanten sind in der Lage, die Preise zu halten. Gießerei-Roheisen dagegen ist in einer weniger günstigen Lage, da die Produktion, besonders in Schottland, de,i gegenwärtigen Bedarf übersteigt. Man hofft jedoch, daß nächstens auch die Nachfrage für die Qualitäten zunehmen wird. Spiritus. Bedeutende Veränderungen sind seit der letzten Zeit nicht zu verzeichnen, das. Geschäft trägt nach wie vor einen schleppenden Charakter, vereinzelt zeigt sich mehr Leben, so zum Beispiel für rektifizierten Spiritus, in welchem Artikel die Vorräte knapp sind. In BrennspirftnS heckt der Konsum feinen dringendsten Bedarf zum Preise von 5800 K. pro Liter. Neue Ware in Slibowitz stellt sich aulf 66.000 bis 78.000 K., Liköre haben mäßiges Geschäft zu 62.000 bis 85.000 K. pro Literflafche. Kormnerzwave kostet 35.000 bis 50.000 K. Offene Ware ist etwas billiger. Rum, 40prozentig, inländische Ware, ist zu 20.000 bis 22.500 K. Pro Liter erhältlich. Ferner notieren Wachholder und Treber, 40pvozeniig, 28.500 bis 34.000 K. Himbeersaft tendierte etwas schwächer, Ware konnte man schon zn 18.200 bis 18,400 K. erhalten. $ Kolomaüvaren. Die hanseatischen Kolonialwarenmärkte waren sehr belebt. Die starke Erhöhung des Goldzollansgeldes führte zunächst zu einer überaus regen Nachfrage nach sofort greifbarer, verzollter Ware, wobei namentlich der Platzhandel mit bedeutenden Käufen lhervortrat. Weniger Interesse zeigte sich ifür schwimmende Ware, und zwar hauptsächlich deshalb. weil Brasilien seine Offerten wiederholt heranfsetzte, wodurch auch die unterwegs befindlichen Partien einer Preissteigerung unterlagen. Trotz der starken Verteueruüg der Tlbladungsware schritten die H a m b u r g e r Importeure fast täglich zu größeren Käufen, mit Rücksicht daraus, daß die Bestände im Hamburger Freihafen in der letzten Zeit ganz gewaltig znsammengeschrumpft sind. Der Kakaomarkt zeigte ein festes Gepräge. Die Preise für Kakaopulver gingen in wilden Sprüngen in die Höhe, doch verhielt sich der inländische Konsum abwartend, da man nicht mehr ohne weiteres die gewaltigen Preissteigerungen bewilligen kann. Im Verkehr mit den überseeischen Produktionsmärkten wurde das Geschäft wesentlich dadurch eingeengt, daß von: Auslände neue Angebote nur zögernd einliefen. Ans dein Kasfeeinarkte war das Geschäft sowohl in verzollter Ware als auch in Transitware recht belebt. Prag, 27. September. Mit Rücksicht auf we bevorstehende dreitägige Verke'hrsunterbrechung wurden Deckungskänfe vorgenommen, weshalb die Eröffnung in fester Haltung vor sich ging. Als in: Verlaufe schwächere Wiener Tendenzberichte eintraten, machte sich auch hier eine rückläufige Bewegung gelten!), Me in Zucker-, Brauerei- und Maschinenfabriks-Aktien einen größeren Umfang annahm. Nur Kupferwerte blieben hiervon unberührt. Tränsportpapiere gaben nach festerer Er- ^sagte Feiwisch etwas Beleidigendes. Er hörte mit finsterer * Miene zu und rief nur von Zeit zn Zeit -mit eintöniger Hartnäckigkeit: „Trefe-Fvesser! Trese-Fresfer!" bis sie ihn schließlich zornig sich selbst überließen. . Am Sonntag hatte Feiwisch Arbeit, sollte etwas in die benachbarte Stadt schaffen. Als er nach mittags heimwärts fuhr, erblickte er auf der Straße, unweit der Stadt, einen Karren, der mit Rinderhäuten hoch beladen war. Das eine Rad des Karrens war gebrochen, die übrigen drei staken bis zur Achfe im Morast; das Gefährte konnte nicht von der? Stelle geschafft werden. Der FuhvmaUn sowie zwei andere Männer, offen-bar die Eigentümer -der Häute, «standen neben dem Karren und stritten. Als sie. in der Ferne Feiwisch mit dem leeren Fuhrwerk erblickten, steckten sie die Köpfe zusammen und schienen zu beraten. Tann kam «der eine auf ihn zu, ließ ihn halten und machte ihn: .das Angebot, er möge, die Häute in die Stadt befördern. Feiwisch gefiel das Geschäft. Er dachte, das ganze würde eine Verspätung von« einer Stunde bedeuten, und er werde am Abend mehr Geld in die Schublade einschließen «können. Sie 'Itntebten rasch handelseins und luden die Häute auf Feiwisch' Fuhrwerk über; die« beiden Männer «setzten sich -obenauf und fort’ Karren setzte sich in Bewegung. Als sie die Stadt erreicht und eben die ersten Häuser hinter sich gelassen «hatten, kamen Gendarmen des Weges. Diese strebten geradewegs aus das Gefährt zu, erfaßten die Zügel der Pferde und begannen .die Männer ausznfragen/ woher sie kämen und wem die Häute gehörten. Die beiden Männer sahen einander erschrocken an u«nd 'erwiderten, hie Häute gehörten «ihnen, sie hättet: sie ebe:: auf «dem Mapkt gekauft. Daraufhin gab der eine Gendarm beiden Maulsehellen, nannte sie Diebe itutib Schurken und erklärte, sie feien verhaftet und würden vor freu Richter geführt werden. Feiwisch, den die Gendarmen des Einverständnisses mit «den Dieben verdächtigten, behaupplete der Wahrheit gemäß unerschütterlich, er-habe die Ladung erst vorhin von,'einem nn'terwcigs stecken gebliebenen Karren übernomlmü; doch die Gendgrineu betrat'ttm ihn mißtrauisch und erklärten, dies winde i'«.; Y-. v . 1' " /'-?r schon he rau oste situ. Sie 28. September 1928 ©ette T i'ii'mmn uab. Heimische Banken lagen ungleichmäßig dt« Wiener schwach. Der Anlagemarkt 'bekundete eine feste Haltung. Exoten konnten die eingangs erzielte Besserung nicht aufrechtechalten. Die schwache Haltung blieb bis zum Schluss« 'bestehen. Morgen Feiertag. . . . .. Schlnß 1 urse: Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Franken —.—, Böhm, llnionbank 467.—, Böhm. Eskomptebank 479.—, Böhm. Jndustrialbank' 500.—, ZivnostenSka Banka 463.60, Anglobank 170.—, Oesterr. Kredit 160.—, Wiener Unionbank 181.—, Wiener Bankverein 107.50, - Bufchtiehrader Eisenbahn Lst. A 582.-, Lit. B 222.—, Ferdincmds-Nordbähn 11.850.-, Prag-Dnxer 235.—, Aussig-Teplitzer Eisenbahn -— Ncstomitzer Zuckerindustrie 2210.—, Vereinigte Elektrizität Wien 207.—, Brosche 1930.—, Koliner Spiritns 1495.—, KöttigShoser Zement 1650.—, Breitfeld-Danek 591.—, Ringhoffer 986.—, Simmeringer 205.—, Rothkosteleher Textil. 420.—, Alpine Montan 350.—, Poldihütte 519.—, Prager Eisen 1296.—, Oesterr. Berg u. Hütten 3430.—. Skoda 619 —. Jnwald 716.—. Baumwollmartt. Aew-Vorkr» 26. September. Baumwollzufuhren tn den atlam. und Golfhäfen 63.000, in: Innern 16.000, Ausfuhr nach Großbritannien —.—, nach dem Kontinent 23.000. Lokalmarkt miäälinx: 29.25 (letzt. Kurs 29.10). Tendenz: willig. — Ternüne: September —, Oktober 28.55, November 28.27, Dezember 28.27, Jänner 27.82, Februar März 27.72, April Mai 27.71, Juni Juli 27.05, August Re Devisenkurse. Berlin, 27. September. (Devisenkurse.) — Amsterdam 55,860.000.- (49,476.000.-), Belgien 7,381.500.- (6,723.150.-). Christiania 22.743.000.- (19,950.000.-). Kopenhagen 25,536.000.- (22,543.500.-), Stockholm 37,905.000.- (33,516.000), Italienische 6,483.750.- (5,685.750.-),London 648,375.0Ö0.-(573,562.500.-), New-Pork 142,044.000- (125,685.000.-), Paris 8,678.250.— (7,780.500.-), Schweiz 25,336.600.- (22,643.500.-), Spanien 19,750.000.-(17,655.750.-), Wien 199.500.- (177.655.-), Prag 4,269.800.— (3,750.600.-),Budapest 758.100.-(668.300.-), Sofia 1,376.550.- (1,206.975.—), Belgrad 1,695.750.— (1,476.300.-). Berlin» 27. September. (Notenkurse.) — Noten: Dollar 142,044.000.— (125,685.000.-), Pftmd 648,376.000.- (578,562.500.-), Italienische 6,483.500.- (5,685.500.-), Polnische 45.000.- (42.000.-), Tschecho-slowakische 4,269.000 (3,750.600.-),. Oesterr. gestempelte 199.500.— (177.500.—). Prag» 27. September. (Devisenkrirse. — Mitgetetlt vom Bankamte des tfchecho-slowakischen FinanzministerirrmS.) — Berlin 0.23 (0.28^), Zürich 608.75 (610.75), Paris 210.25 (214.25), London 164.50 (164.50), New-Dork 34.- (34.-), Belgrad 39.95 (40.60), Bukarest — Wien 4.59 (4.68), Warschau 1.063/* (1.01YA Agram (-.-), Budapest 17.12 (17.15), Jugoflawische 89.25 (39.25), Oesterreichische gestempelte Krone 4.58 (4.67), Polnische 0.89'/. (0.89-,.), Ungarische (11.-). Bnüapesl» 27. September. (Kurse der Devisenzentrale.) — Anlsterdam 7615 bis 8055, Bukarest 94.— bis 107.— Kopenhagen 3500 bis 3720, Christiania 3100 bis 3320, London 88.400 bis 92.800, Berlin 0.002 bis 0.003, Italien 890.— bis 945.-, Paris 1210.- bis 1276.-, Prag 683.— bis 627.-, Stockholm 5150 bis 6480, Zürich 3440 bis 3660, Wien 0.2750 bis 0.2950, Sofia 185.— bis 195.—, Belgrad 228.— bis 242.—, New-Uork 19.500 bis 20.600, Warschau 0.0650 bis- 0.0815, Brüssel 1045.- bis 1100.-. Agram, 27. September. (Devisen.) Wien 0.1200 bi? —, Berlin 0.00080 bis —, Budapest 0.40 bis —, Bukarest 41.— bis —, Italien 399.— bis —London 398.— bis —, New-Pork 85.50 bis —Paris 530.- bis —, Prag 260.— bis —, Sofia —.— bis —, Schweiz 1545.— bis —, Brüssel —bis —Warschau 0.025 bis — Amsterdam 3380. - bis —. Stockholm —. Warschau» 27. September. (Devisen.) Berlin 0.000,21, London 1,444.500, New-York 316.000, Prag 9625.—, Wien 4.46. New-2)orlr» 26. September. (Devisen.) London 466°/,,, Paris 623-, Berlin 0.000085, Mailand 4597,,Zürich 1784.—, Kopenhagen 1788.—, Stockholm 2654.—, Christiania 1587, Amsterdam 3931.-, Prag 301t-, Wien 0.14%, Budapest 0.54, Bukarest 47.75, Warschau 0.03,25, Madrid 1399.—, HelsingforS 268.— Brüssel 535.—, Kanada 2 3/1G «. p., Brasilien 109.90, Argentinien 33.49, Belgrad 118.—. fuhren zum Stadthaus und dort vernahm Feiwisch dom Richter, die Häute wären gestohlenes Gut, in einer antdeven Stadt, die eine Tagesreise entfeirnt «war, vom Dachboden eines Metzgers entwendet. Die Veiden Männer waren die Gesellen des Metzgers, hatten am Nachmittag des vorhergegangenen Tages, wählend der Metzger über Land war, die Häute ans den Karren eines un'betanuten Fuhrmannes g«ela«den und tratet: damit fortgefahren; der Frau ^des Metzgers sagtet: sie. der «Meister hätte ihnen «den Auftrag dazu gegebett. Erst am Abend, als der Mann nach Haufe zurückkehrte, kan: die Spitzbüberei auf. Von.den auf den Feldern und Wieset: arbeitender: Leuten erfu«hr «der Metzger, welchen Weg die Diebe emgeschlagen hatten; schnell faudtr er durch einen berittenen Bo«ter: einer: Brief an der: Richter, er nwge sie verhafte:: lassen, wenn sie die Stadt passieren. Ir: dem Brzcf stand auch geschrieben, der Führrnauu des Wagerrs, auf «den: die Häute v>erladeu waren, ha«be um den Diebstahl wissen -müssen, der::: während die beiden Diebe die Häute auf freit Karrer: luden, habe er aufgepaßt, ob der Metzgerrneifter nicht heimkormne. Tie beiden riberfiihrten Diebe leugnete:: 'nun' nicht länger und tvurden sofort hinter Schloß und Riegel gesetzt. ,Feiwisch «war gar sehr darüber erschrocken, -daß er «in eine so häßliche 'Dache geraten «war. "Er flehte den Richter arr, ihn frei zu lassen; er sei ein. redlicher Fuhrrnauu, wohne irr: Dorfe und habe nicht gewußt, fraß die Häute gestohlenes Gut waren; diese seien^erst hier auf seinen Karren überg«sla«drr: worden; er sw ärn Sabbat dahein: gewesen; dies könnte das ganze Dorf «bezeuge::; als Jude mache er am Sabbat überhaupt leine Fahrt. Die beider: Diebe bestätigten seine Verteidigung, doch der Richter wollte ihnen keinen Glauben schenken. Schließlich entließ er Feiwisch mit den: Bescheid, er würde zur Verhandlung gela«der: werden und,, möge da«nn auch die Zeugen mitbrmgen, frie be- " «weiser: könnten, .daß er den Sabbat «daheirr: in seinem Dorfe verbracht habe. Könne er dies aber nicht beweisen, so werde er der Mitwisserschaft für fchulfrig befunden v ' bestraft. 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