Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1659 (27.9.1923)
- Date
- 1923-09-27
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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8 Men. Donnerstag Liefe Leppichpreffe offeriert nur das Teppichhaus Weitzuer, 6., Mariahilfm'tr. 105. Tischteppich 190 K., Speisezimmertevpickie Perserart 890 K.. Bettvorleger 15 K.. Clothsteppdccken 175 K., Laufteppiche 18 K.. Flanell« decken46K., Wandteppiche 29K.. Bettgarnituren, hübsch gestickt 190K., iieinentischdecken 65 K. Gute Qualitäten. Preise in Tausendern. * Tanzlnflituk Aermann Braun» 14. Bez.» Nein- -orfgasse 42. Vereine, Borttiige und Versammlungen. Urania. Henk-: Großer Saal: 5 Uhr: T-i-ergeschichten. Dornröschen. Halb 8 Uhr: Tr. Frau; B r euul ich: Die EcholungSfürsorge für Wiener Kinder int Sommer 1923. Kleine r Saal: Halb 6 Uhr: Land.'sschuliilspeNor Hofrat Tr. Anton Becker: Bau und Bild Niederösterrcichs. Halb 8 Uhr: Direktor Karl Jäger: Vorlesung. Kurssaal: Halb 7 Uhr: Rcchnungsdivektor Robert Baller: Einführung in die photographische Praxis (31 8 Uhr: Tr. Karl Pauker: Die Landkarte (2). Klub saa l:-Halb 6 Uhr: Theoretisch-praktische Kaumvemluisikkurse. -Halb 8 Uhr: Alte und neue Erzähler (2). Hilda Wegner: Fedor Dostojewsky. Zeire M i s r a ch i, W i e n, 2. B e z., P r a t e rstraße 43. Heui-e anherordentliche Generalversammlung. Erscheinen aller Mitglieder Ehrenpflicht! Le op o ldstädtr r Volksheim. 2. Be;., Zirkusgasse Nr. 18. Heute: 7 Uhr: Englisch (2), französische Konversa» rion. 8 Uhr: Englisch (1), Englisch (1) Parallelkurs. Auskünfte, Einschreibungen und Programme täglich von 6 bis 9 Ubr abends in den Kanzleien. — Sonntag wird au der Volkshochschule des Leopoldstädler Volksheims das Winterhalbjahr mit einem,Dich tera be n d ciugeleitet, der Goethes „franst" gewidmet ist. Mltwirkend Tr. Hofniaun und Ferdinand Ouuo. Beginn 7 Uhr. Hebräische Abendlurse des Jüdischen Schulvrreines. Ter Jüdische Schulverein eröffne! anfangs Oktober Abendkurse für hebräische S p r -a ch e' u u d L i t c r a t u r in den Lehrsälcn des Hebräischen Pädagogiums, 1. Bez., Trahtgaffe 4, welche von den bewährten Pädagogen A. Birnbaum und I. Gelernter. Professor am Jüdischen Realgymnasium, geleitet tverderr. In methodischer Beziehung soll e'ne Intensivierung des Unterrichtes durchgeführt werden, weshalb die Kur-leitung insbesondere mit jenen Teilnehmern rechnet, die es mit dem Erlernen des Hebräischen ernst meinen und daher die Kurse ohne Unterbrechung zu frequentieren beabsichtigen. Einschreibungen und Anskünfts täglich von 11 bis t Uhr vormittags und 3 bis l Uhr nachmittags im Sekretariat des Jüdischen Schulvereines, 2. Be;., Zirku'sgasse 33. Kursbeitrag 30.000 K. monatlich. Ter genaue Eröffnungstermin wird rechtzeitig bekanntgegeben werden. « »f*6< Orig. Pariser} Modelle U KLEIDER KOSTÜME MÄNTEL 1 zeigt Fritz Marburg <f j l.,Opernriits Nr. I M Wr. Pelzmoden-Werkstätte Heinrich Weininger Bühne und Kunst. Fröhlicher Abend im Raimund-Theater. „Die Komödie der Irrungen." — „Zeitvertreib." Dieser willkommene, übermütige Abend begann mit Musik. Offenbachs Ouvertüre zu „Orpheus in der Unterwelt" wurde mit stürmischem Beifall anfgenommen. Tie SprechtheÄerbesuchcr freuen sich doppelt, wenn man sie mit musikalischen Gaben überrascht. — Dann folgte in gelungener, ulkiger Ausmachung — halb Offenbachiade, halb Rüpelspiel — Shakespeares ^Komödie der Irrungen". Der Spielleiter Willy Schm reder nützt mit Glück Erfahrungen früherer >Shakespeave-Abende ans, uub ein spielfreudiges Ensemble folgt seinen Intentionen. Allen voran Karl Eh mann, dem es außerordentlich gelingt, einen hcrz'osen, dummen, aus Langeweile und ererbtem Blödsinnewig lachenden Krähwinkeltyrannen auf die Beine zu stellen. Haus Ziegler und insbesondere Cduavd Loibner geben das verprügelte Dienerpaar -zwerchfellerschütternd und Maria Gut t mann erfreut durch resolutes, herb-anmutiges Jungfrau-entnm. Voll Verdienst die Herren Neugebauer, Böhm, Zeisel und K ersten. Grete Kaiser, eine jugendliche Schwergewichtsdame, kämpft nicht ohne Erfolg gegen die Hentinnugen ihrer äußeren Erscheinung. Nicht zu übergehen, daß diesmal auch Herr Urid-il mittut. Natürlich nicht höchstpersönlich. Weiland Shakespeare hat bloß die Erlaubnis erhalten, den- Namen des gefeierten Mannes nachträglich in den Text seines Lustspiels anfzunehmen. Der britische Dichter weiß eben seit den jüngsten österreichischen Sprwterfolgen in London, die Wiener -Fnßballgrößen zu schätzen. Nachher spielte ment Nestr o y s Posse „Z eitvertreib", die dank der ausgelassenen und liebenswürdigen Allotria des Herrn Loibner tatsächlich ein angenehmer Zeitvertreib war. Nur daß die Vorliebe der .tttitwirtendon -Männerwelt für die Weißnäherinnen nicht -bei allen Damen begreiflich war, dir als Wiener NäheMwvrMktpate», O. A. «in ü a » ■ N n Wiener Moraerizeiturrg. isa.'n:aRBBaBBiDsaBDiHiiiaMRSBBii>'|)ll4N|l ■ P Infolge Umbaues der GeschAftSrünme; « ■ ■ Großer von Mäntel i Kostüme \ Kleider l Blusen | zu tief herabgesetzten Preisen! nach Original Pariser Modellen J im KonseMonshans > Leopold Ascher K Bruder \ Vll. Mariahilferstratze SO 1 Konzette. Gerade rechtzeitig zur Jahrze-hntseier deZ Bestandes des Wiener Konzerihauses erfolgte der Umbau des Podiums im großetl Saale, init dessen ungünstiger, ungleichmäßiger Akustik man sich bereits als mit einem notwendigen Uebel abgefunden hatte. Nun ist der erste Schritt getan; ob -der Saal die richtige musikalische Temperatur voll erreichen wird, ist freilich eine Frage der Zeit, die das Holz völlig austrocknet und mit musikalischen Wellen zu durchtvärmen, ja gleichsam mit Musik zu imprägnieren vermag — oder auch nicht! Immerhin schien schon gelegentlich des Chorkonzertes der Donkosaken die Tragfähigkeit des Pianos und die Deutlichkeit der Aussprache eine Wendung zum Besseren anzukünden. Dieser russische Chor, der so gar nichts von deutscher Liedertaselei an sich hat, bestrickt immer wieder durch die Naturgewalt seines Ausdruckes. Ganz zwanglos stehen die zwei Dutzend junge Männer, in schmucker russischer Blitse umihren jungen, famosen Dirigenten Serge J-aroff und singen mit jener Kraft des Erlebnisses, ivelche die russische Kultur so oft der Natur nahe kommen läßt, ihre russischer Chöre. Großartig klingt die wuchtige Tiefe ihrer Bässe, die geradezu an tiefe Bläser erinnert, auch sonst verstehen sie sich — etwa im Nachahmen der alten kleinrussischeit Bandura — ans instrumentale Effekte. Tie reiche 2-kajsa ihrer Dynamik imb ihr lebensvoller Vortrag rechtfertigen ihre wachsende Popularität. Aus Rußland stammt auch Josef Schwarz, der berühmte Opernbariton, der längst die amerikanischen Weihen erhalten hat. In seiner internationalen Sängerlaufbahn ist er ganz Italiener geworden, der in der Uepprgkeit der Klangentfaltung und in der .Kunst des Theatervortrages nur wenige Rivalen hat. Mit angespannie-m Gesicht und ringenden Händen singt er die große Arie aus dem Maskenball, mit dem gleichen Theaterpathos leider auch Lieder von Brahms, dessen keusche Gefühlswelt ihm fremd ist. Ganz anders Paul Bende r, oer deuffche Opernsänger, der mit starker Intelligenz seinem etwas spröden Organ die weiche Legatobindung und das schönste Mez« zavoce abringt. Er vermag ebenso das schlichte Pfitzner Lied innig nachzuempfinden wie den Sturm der Loeweschen Ballade zu entfesseln. Bei Karl Flesch freut man sich über die gesunde Einfachheit seiner großen Kunst. Er kann so viel, daß man das außerordentliche technische Können gar nicht mehr wahrnitnmt und wie gebannt dem süßen Gesang seiner Geige nachsinnt, der im Verein mit der süßlichen Kantiiene von Ernsts Fis-Moll- Konzrrt fast zu viel her Süßigkeiten hat. Origineller sind die lieben kleinen Charakterstücke von Josef Su k, deren reizvolle Miniaturen er mit seinem schlanken, vornehmen Geigenton wie mit seinen Pinselstrichen nachzeichnete. — Der New-Aorker Kapellmeister Theodor Spieri n g, welcher sich mit einer korrekten Aufführung Brahms C-Moll-Symphonie dem Wiener Publikum vorstellte, ist ein tüchtiger Vertreter des Taktstockvirtuosentums, womit die Notwendigkeit seines Debüts noch nicht erwiesen ist. Als Novität brachte er Albert N o e l t e s Gesangsszene mit Orchester „Vor einem Bilde", deren Solo vpn Frau Elsa Alsen mit ansehnlichem stimmlichem und dramatischem Können gesungen wurde. Schade um die liebe Mühe! Das anspruchsvolle Werk, welches das alte Lied von Nacht und Tod, von Liebe und Weltenende singt, erschöpft sich in allen Vokabeln von Tristan-Extase und Walhällwonnc und kommt mit seinem verblaßten Wagner-Epigonentum um eine Zeitspanne zu spät. - slb. Sie Rückkehr der Philharmoniker. Ans Bremen ist ein von gestern vormittags datiertes Telegramm cmgelangt, wonach die P h i (h n t tu o u i f c t honte um 8 -Nhr früh im West bahn Hof eintresfen. Abschied der Düse. Eleonora Düse begibt fick) nach ihrem heutigen Äbschiedsgastspiel in der Neuen Wiener Bühne morgen Freitag nach Paris und von dort in den nächsten Tagen nach Cherbourg, von wo sie sich in der nächsten Woche nach New-Aork einschifft. Frau Düse absolviert in den nächsten Monaten ein a in e r i k an i sch es G astsp i el in ihren berühmten Rollen. Heute abends spielt Frau Düse die Bianca in Marco Pragas „La Porta chinsa" („Die verschlossene Tür"). Altmeister Rudolf Throll hat sein diesjähriges Gastspiel rill D e n t s che >r Volkstheater als Schalanter in Anzengrnbers Volksstück „Das v ier te Ge bol" begonnen und die aroße Sckar feiuer Berehver «ollte für die große künstlerische. 27. September 1823 Nr. 1659 Leistüng begeisterten Beifall. Die Aufsühruugdes Deutschen BtzIkSt!l>ü4ters, bis <mk einige neue Besetzungen Volt früher her bekaunt, ist ausgezeichnet. Unter der großen Zahl der Mstwirkeuden sind lnsbesoMre Jräuleiu Keller sowie die Herren. L a ck u c V, I w a l d und W a n i t ck hervorzuhebeil. «kvffnunfl der «usNeNung im veffevretchtfchen Museum» Am Samstag den 3Y. d., 11 Uhr vormittags, werden der Herr Bnndespräsident Dr. H a t n i s ch und der Herr BnndeSminister für Handel und Verkehr Dr. S ch ü r f f die „A u 8 st e l l n n g des m o d e r n e u österrei ch is ch e n K tt tt ft f) n n b lu c r f 8 u n b die Dagobert- Pech 8 - G e d ct ch t lr i 8 a n 8 st e l l n n g" im Oesterretchtschen Musemn, 1. Bez., Wollzetle 45, eröffnen. Die Ausstellung wird täglich von 10 bis 4 llhr zugänglich sein. Vera ZaslawSkaja, die beliebte jüdische Schauspielern, welche zuletzt am Moskauer jüdischen Küustlertheater tätig war, begibt sich auf eine Gastspielivuruee nach Amerika. Die Künstlerin ivird sich vorübergehend 'ln Wien aufhalten und lvahrscheinlich auch in einer Ihrer besten Rolle»» in Wien austreten. » Das Arab Gustav Klimts. Ist der -gchvigeu Sitzung des GderalSauöschusscs für Wohlsahrtöwef.'st wurde be. schlossen, daß die Grabstätte des Malers Gustav Klimt m Würdigung seiner großen künstlerischen Leistungen daiN-eruid aus Kosten der Gomeintde anszufchmück-en sei. Der Alltrag wurde e inftimnl ig augenomm e n. Au» den Lheater«. B n r g t h e a t e r. Morgen gelangt Shakespeares Tram« ö n t g Richard d e r Z w e i t e" neneiustudiert und lü Szelle gesetzt zur Aufführung. Begilln 7 Nhr abends. A k a d e in i e t h e a t e r. Morgen geht daS Lustspiel „Die deutschen Kleinstädter^ von Kotzebue in Szene. Beginn halb 8 Uhr. L o l k s o p e r. Heute geht „Die Boheme* kn Szene. Dirigent: Herr Leo Kraus. — Morgen gastiert Frl. Klara Musil al8 Martha in Z-lotows gleichnamiger Oper. — ,.D i e Hugenotte n" gelangen Sam-tag den 29. d. mit Direktor Weingartner am Dirigentenpult in teilweise neuer Besetzung zur Aufführung. Deutsches Volksth eater. Rtoraen wird der neueinstudierte Schwank „Familie S ch i m e v von Gustav Kadelburg mit Dr. Rudolf Tyrolt in der von ihm kreierten Rolle des Johannes Nepomuk Zawadil dem Spielplan eingereiht. R a i nr u n d - T h e a t e r. Morgen, Samstag und Sonntag finden die vorletzten Aufführungen des Wiener Stückes „Der liebe A n g n ft i n" von Julins Bittner statt, das nur mehr an zwei Abenoen in der kommenden Woche zur Wiederholung gelangt. — Donnerstag den 11. Oktober beginnt Leopoldine Konstantin in der deutschen Uraufführung der Komödie „Die Sache M a k r o p n l o 8" von Karel Capek ihr Gastspiel. Renaissance-Bühne. Die Erstaufführung des dreiaktigrn Dramas „C a r n e v a l" von H? Cb. Hardinge und Mathesone Lang, bearbeitet von Emmerich PazekaS, ist für Dienstag den 2. Oktober festgesetzt. Die Hauptrollen spielen Maria Karsten, Oskar Beregt und tll'ilhelm Heim, der iu dieser Rolle sein Engagement an den Robert-Bühnen antritt. Theater an d e r W i e n. Heute, 7 Uhr abends, findet die 100. Aufführung der Operette „Bacchus n a ch t" mit Kammersänger Richard Tauber, Erika von Wagner, Fritz Jmmhoff und der übrigen Premierenbesetzung statt. Carl-Theater. Sonntag um V<3 llhr nachmittags, gelangt bei ermäßigten Preisen die .Kalinansche Operette „D i e B a j a d e r e" zur Aufführung. Gerichtssaal. Gistmörder. Die gestrige Verhandlung in dem Gistiuordprozeß nahm einen dramatischen Verlauf. Die Ursache lag in den» Berhalte'u des Hauptangeklagieil Wilhelm S ch ö n, der trotz der schweren Welastungsmvniente hartnäckig leugnete. Seine gleichfalls angeklagte Gattin Katharina wandte sich während der Verhörs an ihn und schrie ihm ins Gesicht: „Du hast gemordet, d l, h a st m i ch z u r M ö r d e r i n g e ina ch t!" Auch nach den belastenden Aussagen der beiden anbeveu Mitangeklagten verharrte Schön bei seiner Haltung. .Es folgte nun die Einvernahme einer Reihe von Zeugen, darunter des Arztes, der den Totenschein ausgestellt hatte, sowie des Vorstandes des gerichtsmedizinischeu Jnstitilts Professor Haberda. Dieser gab ein Gutachten über den Tod des Lindster ab, soweit sich eben nach der nach zwei Jahren erfolgten Exhumierung der Leiche die Todesursache noch feststellen ließ. Professor H a b e r d a erklärte bestimmt, daß Lindner nicht an Lungertuberkulose gestorben sei. Dann wurden zwei Z e l le n g e noff in n e n der Kassie als Zeugen eilwernommen. Tie erste gibt mit Beftimrutheit an, daß die Kassie ihr erzählte, sie habe z-usanrmen mit dem Ehepaar Schön den Lindner „h-amdraht". — Vors.: Hat sie einen Grund angegeben. — Zeugin: Weil er Dollar bcf e f s e n h a t. Die Verteidiger stellten eine Reihe neuer Beweisan träge, darunter den auf Untersuchung des Geistes zufta ndes sämtlicher Angeklagter, insbesondere der Angeklagter Frau Schön. „Zahlbar in Silber". Ein wichtiger Prozeß für Rentenbesitzer -beschäftigte gestern das Bezirksgericht Innere Stadt. Die Beisitzerin eines Zinsenscheines der vierprozentigen Prioritäten der Kronprinz Rildolf-B-ahn klagte das Finanzärar auf Zahlung der fälligen Zinsen im Betrage 'von zwanzig G u I d e ii, gleich v i e rz -ig K r o n >e n, in effektiv e u Silber. Di-ose Zinsen sind nach der im Text der Verschrei bung enthaltenell Bemerkung „in Silber -bei der Bundeszentralkasse zahlbar." Die Prioritätenanleihen find vom Staate zur Selbstzahlung übernommen worden. Die Klägerin hat bett ihr fälligen Zinsenbetrag, der ihr in vierzig Papier, krönen angewiesen wurde, äbgelehnt -und begehrt nun die Zah lulig in effektiven zwanzig Silbergnlden oder den Betrag von 570.000 Papierkronen, nach der Parität eine Silberkvone gleich 14.400 Papierkronen, in Zahlung zu nchlnen und stellte -in der Klage daher das Begehren auf Zahlung von zwanzig effektiven Silbergulden, eventnell von >570.000 Papierkr-onen. Der für die Finanzprokuratur erschieneue Obevftn-anzrat Dr. Kosak erstattete keine rbchtS'hinderndc Einrede. Die StreitverhaMung wird nach der -Rückkehr des Hofrates Dr. Löw/welcher diese für den Staat prinzipielle Frage selbst vor Gericht namens der Prokuratur vertreten wird, apaeordnet werden. ' - -