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Wiener Morgenzeitung · 1923-09-23 · Heft 1655 (23.9.1923) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1655 (23.9.1923)
Date
1923-09-23
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Nt. 1655 ' SÜ&tcit, Sonutag :|: Wie der Sperling »ach Amerika kan». Es sind wenig Aber 70 Jahre verlgattgen. seit der bis dahin in der Neuen Webt »ach unbekannte Sperling als gefeierter Gast in Ncw- Novk seinen Einzug hielt. Der Spatz, der sich in Europa als diebischer, naschhafter »mb unverträglicher Gassenjunge der Vogelwelt keines besonderen Nn'fes erfreut, wurde bei seinem Erscheinen in New-Aork geradezu als Held und Retter gefeiert. Im Jahre 1851 wurde Neiw-Aork von einer Raupenplage peimgesucht, vor der man sich nicht zu retten wußte. Jeder Baum in den Straßen und den Parkanlagen war von kleinen, gefräßigen Raupen übersät, die in kurzer Zeit die Bäume kahl gefressen und die grünen Oasen in der Steinwüste der Großstadt vernichtet hatten. Die Dinge waren schließlich so weit gediehen, daß sich kein Mensch nrehr in die Parkanlagen traute, aus Ekel vor den widerwärtigen Raupen, die von den Bäumen auf die Spaziergänger nrrd Erholungsuchenden herabregneten. Vergebens hatte'man alle Mittel versucht, der Plage Herr zu werden. Da kaut einem der glückliche Gedanke, cs einmal mit dem englischen Haussperling zu versuchen, der sich als Jnsektcuvcrtilger grüßen Rufes erfreute. Auf ein diesbezügliches Gesuch, das nach London gerichtet wurde, übernahm es der Vorsteher der Dreifaltigkeitskirchc, persönlich einige Sperlinge nach Ncw-Aork zu bringen. Diese wurden dort in Freiheit gesetzt und erfüllte» durchaus die Hoffnungerl, die man auf sie gesetzt hatte. Auf Grund dieser Wahrnehmung würbe dann die Einführung der Sperlinge nach Amerika in» großen Maßstab »luternommen. Gärten, Parks und öffentliche Anlagen bevölkerten sich bald mit dem in seiner Heirnat verachteten Sperling, der mit den Raupen so eifrig aufräumte, daß in zwei Jahren die Raupenpl-age beendet war. sNacksolqeude Notizen bis zu der Rubrik „Vereine" find entgeltlich.) MAU offeriert nur das Teppichhaus Weitzner, 6. Bez., Marialiilferfiraße 105. Tischteppich 190 Sf., Speisezimmerteppiche. Perserart 590 5k., Bettvorleger 15 5?., Clothsteppdecken 175 K., Laufteppiche 18 K., Flanelldecken 45 K., Wandteppiche 29 5k., Bettgarnitirre»», hübsch gestickt 190 5k., Leinentischdecken 65 5k. Gute Qualitäten. Preise in Tansendern. * Alle Hausfrauen rufen im Chor: „ Die beste Seife ist Kagor/* * Das altbekarimte Tapezierermöbelhaus M. Weitz verkauft sowohl in der Filiale, 2. Bgz.. Darwingasse 39. als auch in der Filiale, 5. Bez.. Arbeitergasse 37, erstklassige Taa^'erer-' mobel aller Art zu außerordentlich billigen Preise»». bei ßinkiinsen bas Warenhaus Brüder Schiffntmttt. Infolge Vergrößerung der Geschüftsräuu»e gelangen im Kaufhaus B r ü d e r S ch i f f »n a n n, 2. Bez., Taborstraße 48, Waschwaren, Damen- und Herrenwäsche, ferner Leinentoaren, Bettwäsche, Regenuräntel soivie origi»»al englische Stoffe für Damen und Herren ttt enormer Auswahl zu unerreicht billige« Preise« zum Verkauf. Nachstehend einige Beispiele: Prima Webe.pro Meter 11.000 St. 8.500 K. * Chiffon ....... „ „ 12.000 K. 8L00 „ „ Streifgradl ...... „ „ 14.000 „ «ettzeuge.„ „ 12.000 St. 9.800 „ Bettücher, 140 Zentimeter breit „ 19.800 „ Matratzengretzl.„ „ 28.000 „ Blaudruck.„ „ 9.800 „ Ctamine in allen Farbe»» . . . „ „ 7.900 „ Damenhemden.. 25.000 St. 19.800 „ Damengarnituren (dreiteilig). 98.000 „ Seidenjumper. 59.000 „ Dretonhemdei» (für Herren). 29.800 „ Unterhose»».•. 18.000 „ Covercoats. 39.800 „ Englische Schafwollstvffe. 45.000 „ Regenmäntel.. . 125.000 „ Schulnachrichten. * Oeffentliche Handelsschule SIflitta. Prrs;>rl!e und Aufnahme der Schüler und Schülerinnen in die anfangs Oktober begir»nende»l S o n d e r k u t f c für kaufmännische Lehrfächer und fiir Bankwesen und in die zwei- und einsährigen A b e n dk n r s c des 76. Schuljahres 1923/24 in der Schulkanzlei, Wien, i. Bez., Rauhensteingasse 5. Telephon 77-0-77. Geteilte, Borträge und Versammlungen. H a k o a h -O r ch e ist e r. Das Hakoah-Orchestcr niinmt seine Proben heute im Vereiussaal des Kouzerthauses wieder a»rf. A»lsnahine von neuen Mitglieder»» jeden Sonntag um!2 Uhr dortselbst.' L e o p oldst ädt c r Volk sh ein», 2. Bez., Zirkusgaffe 48. Morgen Montag Beginn folgender Kurse: 7 bis '8 Uhr: Jvsefine Spitzer: Englisch 2 für Vorgeschrittene. 8 bis 9 Uhr: Josefine Spitzer: Englisch 1 für Anfänger; Gina Schreiber: Englisch 1 für Anfänger (Parallelfrirs). Urania. Heule: Großer Saal: Halb 3 Uhr: Althcidelberg/du Feine. 6 Uhr: Bei den Ureinwohnern Australiens. Halb 8 Uhr: Humor in der M»»sik. Kleiner Saal: Halb 3 Uhr: Eine Reise in die Sahara. Von Tunis nach Diskra. Halb 5 Uhr: Opernfragmente. 2. Margarete. Halb 6 Uhr: Zicherkonzert Otto Slezak. Kurssaal: Halb 6 Uhr: Eduard Golias: Staatsbürgerliche Erziehung. Halb 8 Uhr: Oberst Rudolf Nenning: Die Ehernie i»n Weltkrieg. 2. Klubs aal: Halb 6 Uhr: Prof. Karl Rö ssel: Entwicklung und Verfall der Gesangskunst. 1. Halb 8 Uhr: Vortragsaberrd Gustav P i ch l e r. — Morgen Montag: Großer Saal: 6 Uhr: Körpersport. Halb 8 Uhr: Deutsch-Südtirol. Kleiner Saal: Halb 6 Uhr: Dr. Fritz Schulhof: Ueber Stimmungsschwaubungen. Halb 8 Uhr: Dr. Karl Schütz: Physiologie und Hygiene der Leibesübungen. 4. Kurssaal: Halb? Uhr: Priv.-Doz. Reg.-Rat Dr. Josef Keil: Griechische Geschichte und SMhtt. 2. Halb 8 Uhr: Prof. Dr. Oswald R o s s i: Bon» Sinn der Träume 4. Klubs aal: Halb 6 Uhr: Mich Redorost — Hela Kosani: Dramen der Weltliteratur. 2. Halb 8 Uhr: Die Philosophie der Vorsokratiker. ■ 2. Dr. Egon Ober-h uv<r: Thales, Maximander, Anaximenes. 1. Hebräische Abendkurse des Jüdischen Schulvereines. Um wetteren jüdischen Kreise»» die Möglichkeit zur gründlichen Erlernung der hebräischen Sprache, beckv. Vervollkoinm- «ung in derselben zu geben, eröffnet der Jüdische Schulverein anfangs Oktober dieses Jahres Abendkurse für hebräische Sprache und Literatur in den Lehvsälen des H e b r ä i s ch e u R ä d a g o a i u ur s- 1. Bee.. Drabtaaise L Wiener Morgenzeitung._ Diese Kurse werden von bewährte»» Pädagogen, den Herren Arie B i r »r b a»»»u u»»d I. Gelernter, Professor am Jüdischen Realgym»»asiu»»r. geleitet werden. In methodischer Beziehung soll eine Jntensivierrnrg des Unterrichtes durchgeführt werden, weshalb die Knrsleitung insbesondere mit jenen Teilnehmern rechnet, die es mit dem Erlernen des Hebräische»» ernft meinen und daher die Kurse öhne Unterbrechung zu frequentieren beabsichtige»». Gi»»schreibungen r»ud Auskürlfte täglich von 11 bis 1 Uhr vormittags u»»d 3 bis 4 Uhr nachmittags im Sekretariat des Jüdischen Schnlvereines. 2. Bez., Zirkusgasse 3 3. Kurs bei trag 3 0.0 0 0 K. »nonatlich. Der genaue Erösst»u»»gstcrmin wird rechtzeitig bekanntgegeben werden. * Der Unterricht in den V e r e i n ig tze»» h ebrä»sche n Schulen, 2. Bez., Große Mohrengasse 16. sowie in der Schule 20. Be-s., Othmargasse 4 6, hat bereits begonnen. Weitere Einschreibungen für Ansäirger und Vorgeschrittene, .Kinder unib Erwachsene, täglich von 4 bis 7 Uhr abends, an Sorrutagen von 9 bis 12 Uhr vormittags. Wien, 2. Bez., Zirkusgasse 33, Telephon 45-606. Ausweis Nr. 30 vorn 1. b»8 14. September 1923 18,733.195 K.; insgesamt 255,011.106 K. — Zentrale: Aron Spitzmam» 1,000, Moses Lutzki 220, Dr. Gelber f. verl. Wette an Frl. Irene Löwy 100, Oswald Reicher, Dr. Arth. Neik je 50. — 1. Bezirk: Oswald Weiß als Kranzspende f. verstorbene Frau Kremenetzky 1,000, Viktor Grünwald 100, S. Goldschläger 50. — 2. Bezirk: Strum 78, Adolf Klappholz 50, Schlarn 61, Oberrabb. S. Friedmaru» 78. 5. .Halpern 51, Sam»,»lg. Nosmann-Sptnel b. Hochzeit Spindel 601, Josef Hirsch 100, Oskar Basz 100, Jakob Jakobowicz 50. — 3. Bezirk: Max Markus Jahreszeiten 1,000, Bethaus Untere Viaduktgasse 308, Adolf llngar 100, Dr. Leo Nabinowitz 70. — 6. /8. Bezirk r Meudl Friedman»» 50. — 9. Bezirk: Clj. MargulieS „freudiges Wiedersehen" 1,000. Dr. Isaak Robinsohn 400, Doktor Goldhammer 100, Elhanan Nabinowitz 50. — 13./15. Bezirk: Abraham Zahler und Frau wünschen Kol Jisrael „Schanah towa ubracha" 100. — 18./19. Bezirk: d. Erna Patak a. N. Frau Kohut 1,000. — 20. Bezirk: „B'nai B'rith" 55, Stephan Stengel 50, Hitachd»»th: Strum 350, Max Klappholz 960. Kasriel Klappholz 640, Fische! Nattel 283, Ahawath Zior»: Meier David 80, Kivuzah Chawerim 99, Slulturgnivpe XX: 5Uugmann 60, Sa»nu»lg. Frl. Landesberg 110, Sm»nnlg. b. Hochzeit Färber d. Zuckerkandl- Nemnanu 217, Smmnlg. Frl. Feuerstein 47, Saminlg. Frl. Rofines 80, Akad. Landesverband: Dir. Robert Adler 1,000, Misrachi: Bernhard Jaar 330. — Pratersprengel: Julius Katz 100. — Badgastem: d. Dr. Joses Kohn: Dir. Oskar Babesch 200, A. B. 20l), Dr. Ernst Gütig, Prag 200, med. Dr. Therese Kindler, Wien 200, raeri. Dr. Moritz Reumann 300, Pmil Grün- »vald, Dr. Josef Kohn je 100, Rrrdolf Haas. Wien 50. — Linz: S. Hirschfeld, Harr») Sebka, Siegm. Popper, Tr. Schneeweiß, Max Adles je 50. - Mödling: Dr. Rosenheck 100. Max Klein 50, ziou.^Ortsgnrvpe 227. — Villach: Fischer & Sprerer 1,678' Moritz Fischbach 145, Tischrunden 468, Hermann Heimlich 50. Ein Mtttnent Wischer Fugend. Es hieße den Sil»»» sich manifestiererlden L e b e»»s verkrilnen »vollte mar» eine Publikation wie diejenige der jüdischer» Jngel»dbe»vegung, der die bekailnte deutsche Kult»»rzeitschrift: „Die Tat" eilt Sonderheft*) gewrdmet hat, lediglich als literarische Erscheinung beurteile»». Und dies ist insoferne auch ein gutes Symptom, als ja die Literatur ehernals die größte Gefahr der jüdischer» Jugend gebildet hat. Mar» muß vielurehr die hier gesammelte»» Aufsätze, die a»»s einer eiirheitlichen Geistcsrichtrlng zusa»nmei»stimn»en, n»ehr oder »veniger »»»»mittelbar aus der lebendigen Belvegmrg, der Jugend begreifen. Eigentlich ist es »vicderum nur ein ganz bestimmter Ausschnitt der jüdischen Jngerrdbewegnng, der hier zu Worte kau», der geistige Flügel gleichsam, der die notwendige Erga»»znng der rein ans Palästina eingestellten. Hcchalnz- Bc»vegm»g und der vor allen» auf Gestlndung des Körpers i»»»d der Seele gerichteten Wanderbetvegung bildet. Dieser „geistige Flügel" aber — diese»» Eindr»»ck macht »venigstens ein großer Teil der Aufsätze — will weder Literatur noch jene abstrakte Geistigkeit, die man hierzular»de hä»»fig „Mystik" sck)ilt. Daß die Form allerdings hie und da schiocrfällig, abstrakt oder überschlväirglich ist, liegt an dein geistigen Milieu und an der Sch!ve»-c der Probleme, von denen viel mehr das Ringen als fertige Lös>»»»gen uns entgcge-atreten, — bis aus die eine, die in der Te»»denz besteht, Menscheirt»»»»» »mb Judentum in die innere Richtung der Zeit einzustellen i»nd von da a»»s das ganze Leben, vo»n seelischen Beke»»nt»»»s bis zur Gesin»»»»»»g der Werktäglichkeit zu umfassen. In n»m»chen Bez»eh»»ngen den ernsteren Wegen der allge»ne»nen Jilgendbewegung vcrlvaudt, sucht diese Richtung tvieder i»n Jüdischen historische und schöpferische Einstellung zugleich, strebt eine Welt mnerlich zu erfassen, in welche diese Generation kaum mehr hineingeborei» »st, r»nd ans einer neuen Religiosität ihr Leben zu bestimme. Nicht a»»s der Pietät des Erben, steht sie doch pietätvoll zum Alten, wo sie in alte»» Formen und Gesetzen den »»»»vergleichlichen Geist der Reiirheit findet (so z»»m Beispiel die Aufsätze vor» Koch und Levinger), der allerdings heute nicht mehr in gleiche For»»» zr» fassen ist, aber doch wieder die Form nicht als etwas Gleichgültiges erlebe»» läßt. Besonders hervorzuheben ivären auch die Allsführungen über „Jüdische Mystik" (Leo Bock) und „Sittliche Wirklichkeit" (Herma»»»» Weyl), wobei über das Historische hinlveg a»»s iilnerem Znsammenhm»gsgefi»hl Wese»»tliches ersaßt wird: Jüdische Mystik als „Sabbatmystik", getragen vom großer» Gedanken der Zeitenerfüllung, sittliche Wirklichkeit ziele»»d nach „höhere»»», metaphysischen» Leben." U»»d hier wie dort bricht irr geistigerer For»n durch, was in seiner Lebensanwendmrg Goslar als „jüdlsche Wirtschaftsgesinnung" (gleichsam Evgänzimg mrd Pol des sabbatlich Geistigen) bezeichnet, die sich auslehnt gegei» die Tyrannei des Wirtschaftliche»» auf allen Gebieten und ein Gewissen dafür wecken will, „daß es kein Exportinteresse keine Wirtschastsfrage, lein Fjnanzprojekt geben ka»»n, das es wert wäre, daß seinetwegen Blut ) „Die Tat," Mo»»atöschrist für die Z»lln»»ft deutscher K»»ltur. Augrrst, 1923. Verlag Enocn Died-richs. Irma. 23. September 1923 Seite 8 und Gesulldheit auch »>nr ciires lebende»» Me»»sche»» hinge opfert werde»»". Es ist a»srick»tig, wenn diese jungen Leute (siehe den Aus satz Edingers) »nit den europäisth-kultureller» Traditiorren ihre. Entivictlnng »licht brechen »vollen, >u»d andererseits doch »viede: im Ideal des „Eholuz" eine Möglichkeit erkennen, auf den» ent. »vicklu»lgsofsc»»en Felde Palästinas eme bis jetzt freillich nur ge. ahnte Synlhcslhon Arbeit nub Siulint herbeiprsühre»». Er wähnt seien unter anderen noch Beiträge über kürrstleristhe Be tätigiura von Jude»», über die Frau in der juligjüd'scheu Ba »vegrrng und hü schöne Uebersctz»»»»g ei»»es Sobbachy'n.'lns Vv» Franz R v s e n z »v e i g. Ernst Müller. „Jiddischer literarischer Kalende, redigiert von Dr. A»» elm Kleiirmairn, Lemberg, 1923. Dieses Smnmelbnch enthätz Beiträge literarischen m»d wis:e»lschastlrchen Inhalts von Jakos Mestel, Rieben F.»hn. Ber Herolvitz, Groß. Reßler, Renzio, Moser, Mark Wüßbcrg, Wc'.irlcs. Gerschon Bader, Z. F Finkelstein, Senator Dr. Michael Ringel, Siegel u»»d anderen Mitteilmgen der SchachseMo« Hakoah. Aus dem Wettkampf Holland—Hakoah. Nachstehende Partie, die wir der soeben crschie»»cnei Doppelnum»ner 7-8 der „Neuen Wiener Schachzeitung" emnehn»en, ist ein schönes Zeugnis der SPiellveise der heutige» „Wiener Schule". Die ebenso ausführliche wie trefflich, Gloff»er»»ng rührt von A. Takacs her. Weiß: M. W. Fick. — Schtoarz: A. Takaes. 1. e2— e4 c7—< :5 24. 8 61- -52 0 s7-68 2. S bl — c3 67e6 25. g4—g5 bb-bl O. g2— 8» b7— 06 26. 8 52-g4 r»4—a5 4. L 51- -g2 L c8- —b7 27. T 51-52 ") ab—al 5. Sgl —e2 67- 66 28. T 52-51 T 08-28 6. 0-0 Sb8 -67 29. T fl—bl a4Xb3 ") 7. 62dB 3.7- L6^) 30. L 63X64 eoXd4 8. Lcl —e3 Sg8 -56 31. 62Xb3 8 d7—eo ") 9. b2— b3 Dd8 —c7 32. SglXeö D e8Xe5 10. D dl -62 Lf8 -e7 33. T alXa8 ") L b7Xa8 11. Kgl —h2 0- 9 31. K h2—h3 u) L c8—a6 12. 52f4 b6— b52) 35. T hl-al L c6-d7! 13. Sc3 -dl T 58 -68 *) 36. Kh3—g4») Lc8-c7») 14. LeB -gl4) Ta8 —c85) 37. D 62-53 L c7—bS! ") 15. S dl -53 e6— e5! 38. S g3~e2 56Xg5 16. c2c4!6) 8 67 —b8 39. H4Xg5 g7—g6 17. 1)2b3 7) Sb8 -c6 10. Se2—g3 66-65! 18. 54- 15 Sc6 —dl 11. clXdö h7-h6!,8) 19. g3gi'8) 856- -67 42. g6Xb6 ») g6X55 20. 8 52 -dl Td8 -58 13. 8 g3Xtü K g8—b8!*•) 21. L gl -eS Dc7 -68 14. T ul-bl Ld7+55f 23. Se2 -g3 57- 56») 15. elX55 T 58—g8 f **’ 23. hS- -L4 D 68-68 l) Die schwarze Dame »nuß »»ach c7, um die Entwickluu; der Königsflügelfiguren zu ermöglichen, da durch die latent» Drohung eo so»»st gestört wird. 3) Beide Spieler sind jetzt mit der Entwicklung fertig. Weiß s»»cht a»»f den» Königsflügel anzugreifen, wogege»» Schwarz i»r Zentrum und a»»s dem Damenflügel ein Gege»»spiel findet. s) co—c4 wäre nicht gut ivegen 14. 8 52, eXä 15. eXä, T c8, 16. T ei und die e-Linie kommt nur de»n Weißen zr» statten: ebenso schlecht wäre ä6—ä5 »vegen 14. e5Xe4, 15. LXd4! eX6, 16. eXf6 LXf6, 17. LXb7 DXb7, 18. D b4, und jetzt zeigt stch die Schwäche von 64, die früher auszunützer» ist als die von c2, jetzt droht aber 65, da nach 16. eXk6 8Xk6 mit starke»»» Druck auf c2 folgen kann; ebenso droht aber auch e6—e5, um mit späterem 65 das »veiße Zentr»»m arlfzurollen. *) Beseitigt beide Drohungen, da auf ev 8 e3 sehr »manangenehm wird. *) Zwingt den Springer nach t2 z»» gehen, da c4 mit Erobenmg der e-Linie droht. €) Weiß »vill sich im Zentrum »»icht stören lasse»» uub hält die Partie geschlossen, um einen RochadeMgriff einleiten zu können. 7) Um nicht immer ans o4 (nach bX«) aufpaffen zu müssen. 8) Dieser A»»griff sieht gefährlicher aus als er ist. . Z Schwarz tonnte jetzt das drohende g5 und Lh4 bouetttb verhindern, da nach 28. g5 56 I 24. g6 hXg/ 25. fXg LXß3 f 26. K><g8 D e8 der Bauer g6 verloren geht. In der richtigen Erwägung aber, daß Weiß auch nach g5 nicht weit konnnen »oerde, ließ Schrvarz den Zug zu, um später den gelockerte»» Kö»»igsflügel selbst anzugreifen. 1B) Te»»»poverlust in höchster Zeitnot! Der erste Tausch im 29. Zug. Schwarz steht bereits bester, da er das wichtige Feld e5 fiir seine Figuren frei hat und dadurch einen sehr gefährlichen Königsangriff dnrchfiihren kann. ’*) Mit 31. fXg, 32. hX? v s7 auf Bmlemgewi,»»» zu finden, ermöglicht Weiß ein gutes Gegenspiel, z. B. 33. v 5 8 e5 (33... DXg4, 34. 0X66), 34. 56! 3Xg4, 35. 0X^4. Der Textzug erzwingt den Tmrsch, da sonst 8 57 mit Bauerngetoinn folgt. ") Erztoirngei», da Schwarz sonst nach Lc7 die a-Linie durch 1' aS erobert. u) g6 wäre verderblich »vegen bXg, 35. fXg 56 — 55, und gewinnt. w) Jetzt droht Weiß, sich d»»rch 0 54 zn entlasten. l€) Verhindert D 54, da nach 0X54, KX54, 65 y, K dXt. Schwarz ein gewonnenes Emdspiel hat. l7) Um den tveißen Tur»n »licht eiudringen zu lassen. n) (Diese beiden schönen Bmlerr»opfer wirken entscheide»»d. Die Red.) i°) Jetzt bricht die »veiße Stellung zusmlmlcu; aber Tbl hätte auch nichts genützt, z. B. 42. Tbl, höt, 43. Kh4 gXfi 44. eXf» 0X55, 45. 8X55, TX55, und getvinnt. Andere Varianten sind leicht. *9 Nach diesem füllen Räurnnngszug ist Weiß verloren. 44. b7 nützt »vegen 0X55, nebst D g71 auch »»ichts. 3l) Weiß gibt ans, da Matt oder »naterieller Verlust »»icht zu vermeiden ist, z. B. 46. Kh4, v 56 ch, 47. KU3, 0Xb6 ch. 48. Od4. Tg31/ 49. Kh2, DXb4f, 50. Kgl, DXM. Zuschrift"i au dö. ^" »^sektinl» 5m ko ab: Cafö Arlon l, Rothgasss.

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