Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1653 (21.9.1923)
- Date
- 1923-09-21
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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wne b Men, Freiday Gerichtssaal. Uralte ist Krane. Der Kaufmmm Leopold Sch. hatte am 36. Juli 1920 Vem Wiener Bankverein einen Scheck rm Betralge von 2000 holländischen Gulden Wergeben, der auf eine Amsterdamer Bank gezogen war. Es wurde vereinbart, daß die Bank die holländischen Gutldon in österreichische Kronen zum Kurse von 63,50 K. nach Eingang zu bezahlen hab>'. Trotzdem die korrefpondierende Bank des Wiener Bankverein in Amsterdam diesen Betrag dom Wiener Bankverin schon am 7. August 1900 gutschrieb, verständigte der Wiener Bankverein von Kaufmann erst am 18. September I960 dom Eingang des Betrages und stellte chm diesem Betrag erst an demselben Tage zur Verfügung unter Zugrundelegung des vereinbarten Kurses von 63,50 K., obwohl der Kurs imzjwischen beträchtlich gestiegen war. Der Kaufmann, der behauptete, die Verständigung erst im Oktober bekommen zu haben, lehnte die Annahme des Betrages mit der Begründung ab, -daß er schon am 15. August den' Vertrag storniert habe, da er damit rechnete, daß der Betrag ungefähr am 19. August behoben werden könne. Da der Wiener Bankverein die 2006 holländische Gulden nicht zurückftellen wollte, klagte der. Ämtfntomt auf Zahlung des Betrages. Das Wiener Handelsgericht vernrteilte den Wiener Bankverein bloß zur Zahlung eines Betrages von 126.000 Kronen, da es von der Anschauung ausging, daß zwar ein schuldhafter Verzug aus Seiten des BalNkveroins vorlag, daß aber der Kläger nach den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen den Lurch die Geldentwertung entstandenen Schaden nicht beanspruchen kann und sich daher mit den entwerteten Kronen und -den Verzugszinsen begnügen muß. Bei der vorgestern unter dem Ersitze des Hofrates Dr. Grünberg stailgeftrndenen Verhandlung vor dem Oberlandesgerichte teilte nach längerer Beratung der Vorsitzende mit, daß die Entscheidung den Parteien -schriftlich bekanntgegeben werden wird. Herr Richter! Wenn Me mich verurteilen, werde ich konfessionslos. Mit dieser „fürchterlichen D r o h u n g" glaubte ein Angeklagter den Richter für einen Freispruch geneigter zu machen; der Richter, hielt sich-jeooch an das Gesetz und nicht an.das Seelenheil des Gesetzverletzers. Bor dem Bezirksgerichte' Döbling. (Oberlandesgerichtsrat Dr. Ruzizka) hatte sich kürzlich der Angestellte Matthias Binder wegen Ehrenbeleidiaung des christlichsozialen Gemeinderates Franz Kar a s e k zu verantworten. Als der letztere am Karsamstag bei der Auferstchung im Zuge mitging, rief er ihm zu, so, daß es auch-andere hörten: „Das will ein christlichsozväler Gemeinderat sein, und gibt Inden eine Wohnung." Eine weitere Belcrdraung gegen Gemeiuderat Karasek beging er dadurch, daß er an die christlichsoziale Partei ein Schreiben -richtete.''in dem Karasek als .Schmutz der Partei" bezeichnet wird. Binder gehört der n at i o nal.so zia listisch e n Partei an und führte .zu seiner Rechtfertigung folgendes an: Er sei Kriegsinvalide und manhabe.-ihm' mit Iran und .zwei Kindern ein Kabinett und Küche angewiesen. Als im selben Hause eine Wohnung, bestehend aus Zimmer und Küche leer wurde, habe er den Gemeinderat ersucht, er möge ihm diese Wohnung geben. Herr Karasek habe ihm versichert, daß er die Wohnung erhalten. werde. Trotz diser Zusage habe aber die Wohnung ein jüdisches, kinderloses Ehepaar bekommen. Nach durchgeführter Verhandlung sagte der Angeklagte Mm Richter: ,-Herr Richter! wenn Sie mich verurteilen, werde ich konsessionsll-os. ich will Gerechtigkeit!" Ms de Echter -den Angeklagten zu 80.000 K. Geldstrafe verurteilt, rief der Angeklagte zu dem Gemeinderate gewendet: ,So, morgen trete -ich mit meiner ganzen'Familie ans der katholischen '.Kirche aus und Sie haben die Seelen meiner Kinder auf dem Gewisse n." Ein Monat Gefängnis wegen Mißhandlung eines antisemitischen Agitators. Bor dem Amtsgericht Mallersdovf in Bayern 'halte sich -der jüdische Pferdehändler Becker ans Ergoldsbach wegen Körperverletzung zu verantworten. Als der nattonalfozraMische Jlgitator Fritz Bölkl, früher Polizeilöulnant in Passan, im Gasthof blutrünstige antisemitische Reden führte, hatte ihm Becker widersprochen. Bölkl erging -sich dann in personbichen Ausfällen gegen Becker, worauf? Becker einige Schläge Verabfvlgr-'. Becker wurde vom sgericht zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Volkswirt. Gestempelte Krone ----- 0.0080 Centimes. Auszahlung Wien ----- 0.0078°/, ßrntimes. **>*4«««*4a AA /A JA <A In Zürich notierte 20./9. 19./9. die österreichische Krone . . 0.0079-/, 0.0080 die österr. gestempelte Krone' 0.0080 0.0080 die tschechische Krone . . . 16.96 >/i 16.98 die Mar!. 0.0000027 0.0000030 Holland. 222.50 222.90 New-Dork ........ 566.50 London.. 25.68 25.70 Paris. 33.50 33.05 Mailand . . .. 25.30 25.05 Belgrad.. , . 6.10 6.10 Bukarest . . . . . 2.60 2.60 Sofia . 6.32 5.35 Budapest). . . 0.0310 0.03'/, Warschau ........ 0.0020 0.0020 zuschristen tut Oie Redaktion sowie unverlangt einlangen-en Manuskripte» Volle man stets Rückporte beilegen» da sonst «ine Leanrwortung» beriehnngsweise Rücksendung nicht erfolgen kan«. Wiener Moegenzeitung. Sie wirtschaftlichen Berhandlunge« mit Polen. Zur Befastiigung und zum Zwecke -des Ausbaues der Handelsbeziehungen zwischen Oesterreich und Polen wird sich unter Führung des BmrdesministerS Dr. Schür ff am 24. d. eine Reihe von Delegierten der kaufmännischen und industriellen Körperschaften nach Warschau und womöglich nach Lodz begeben. An der Reise nehmen auch sechs Referenten des Dundesministerrums für Verkchrswesen und Handel teil, um mit Hilfe dieser Fachleute eine Verbesserung des Eisenbahn-, Post-, Telegraphen-, Telephon- und Luftverkehres zu beraten. Auch die Aufhebung des Paßvisnms im gegenseitiigen Reiseverkehr wird zur Diskussion gestellt werden. Zu dem derzeit noch immer unzulänglichen Handelsvertrag mit Polen sollen ebenfalls Verbesserungen vorbereitet werden, und M glatten Abwicklung der sich sonach entspinnenden geschäftlichen Dezichungen ein umfassender Rechtshilfevertrag zur Besprechung gelangen. Auch die Aushebung, beAw. Erleichterung der Ein- und Ausfuhrverbote sowie der Ausfuhrabgaben wird den Gegenstand von Beratungen bilden. Rußlands Finanzlage and WSHruug. In einer abgchaltenen Pressekonferenz der Russischen Botschaft in Berlin gab der Volkskommissar für Finanzwesen, Sokolnikow, eine Darstellung der finanziellen und währungs-- politischen Lage Sowjetrutzlands. Das russische Budget weist auf der Ausgaöenseite in den letzten Monaten folgende Ziffern auf (es handelt sich dabei um die Voranschläge, nicht um die Ist-Ausgaben): ftir Juli 140 Millionen Goldrubel, August 160 Millionen Goldrubel, September 170 Millionen Goldrubel. Von diesen 170 Millionen Goldrubel für September sollen gedeckt werden: 110 Millionen durch ordentliche Einnahmen aus Steuern, Zöllen ufw.; 15 Millionen durch die Emission der Notenpresse au Sowjetrubeln; 45 Millionen durch Kreditoperationen, Von diesen 45 Millionen entfallen wiederum: 7 Millionen Goldrnbel auf die Brotanleihe; 16 Millionen auf die langftistige Goldanleihe (die erste Goldanleihe Rußlands); 1 Million auf die GoldMigationen der Eisenbahn; 34 Millionen auf die kurzfristigen Goldschatzan-Weifungen des Finanzkommissariats. Diese Zahlen geben einen außerordentlich interessanten Einblick in die Struktur des russischen Finanzwesens. Nachdem Sowjetrußland mit -der Brotanleihe, die den deutschen Roggenanleihen entspricht, den ersten Versuch zur Wiederherstellung des langfristigen Staatskredits unternommen hatte, ist man neuerdings zum Goldkredit, und zwar sowohl in langfristiger als auch kurzfristiger Form übergeigangen. Wenn in dem Gesamtbudget 16 Millionen durch die Notenpreffe gedeckt werden, so bedeutet das gegenüber den Voranschlägen etwa 10 Prozent der Gesamtausgaben. Der Dolkskommiflär erklärt«, daß Sowjetrußland unter Umständen, wenn es doyu gezwungen wäre, auf die Notenpresse überhaupt verzichten könnte, daß er aber auf dieses Mittel so lange nicht verzichten wolle, als die russische Finanzlage nicht durchaus befestigt sei. Das sei bis zum Augenblick aber nicht der Fall. Der Uebergang zur Parallelwähdung, der mit der Einführung des Tscherwonetz im Dezember 1922 erfolgt sei, habe sich bewährt. Um den Zirkulationsradius des Papierrubels nicht allzu sehr einzuengen, um also dem Staat die Möglichkeit zu geben, die Jnflationssteuer zu erheben, habe man das Goldgeld nur bis auf einen Tscherwonetz herunter (das entspricht zehn Goldrubeln) gestückelt. Durch diese Stückelung sei eine feste Grenze gegen ein allzu tiefes Eindringen des Tscherwonetz in den Kleinverkehr gegeben. Die Mertstabilität des Tscherwonetz, für den eine Einlösungspfticht in Gold oder Devisen ja nicht besteht, werde durch die Staatsbank gesichert, durch entsprechende Operationen an den Fondsbörsen. Dazu sei diese Bank in der Lage, da sie über einen relativ großen Devifenschatz verfüge, der nur das Spiegelbild einer aktiven Handelsbilanz sei. (Die Aktivität der Handelsbilanz wird, nebenbei bemerkt, gestützt durch eine Verordnung, nach der die Einfuhr mindestens zehn Prozent unter der Ausfuhr zu halten ist.) Der Volkskommissar kündigte an, daß die Notenpresse wahrscheinlich in etwa neun Monaten vollkommen stillgelegt sein würde. Dann würde die Reform des Geldwesens einen Abschluß finden, würde die Parallelwährüng beseitigt nn-d eine endgültige Währungsreform durch Uebergang zur Goldwährung herbeigesührt werden. Voraussichtlich würde dann Silbergeld als Hartgeld und daneben Papiergeld, das gegen Silber einlöslich ist, in Umlauf gesetzt werden. Das Srlbergeld soll aber nicht eine Funktion im Sinne des Bimetallismus ausüben, sondern soll lediglich als Scheidemünze dienen. Gegenwärtig besteht der Geldumlauf Sowjetrußlands etwa zu zwei Dritteln aus dem wertbeständigen Tscherwonetzgelde und nur zu einem Drittel aus dem Papiergelde. Im Kreditwesen des Landes habe man sich vollständig von der Papierwährung emanzipiert und sei restlos zur Goldwährung übergegangen. Das russische Preisniveau stände zurzeit etwa 35' Prozent über der Friedenslinie gegenüber einer Weltteuerung um 60 Prozent. Der Volkskommissär rechnet weiterhin mit einer günstigen Entwicklung des Außenhandels. Wenn dieser im vorigen Jahre 225 Millionen Goldrnbel betragen habe, so rechnet Sokolnikow für das kommende Jahr mit einer Ziffer von etwa 400 Millionen Goldvubel. Aus den Ausführungen des Volkskommissärs ergab sich, daß die Goldrechenwährung in Sowjetrußlaitd einen Erfolg gezeitigt hat. Daraus können jedoch Schlüsse für Deutschland nur mit gewissen Vorbehalten gezogen werden. Denn erstens verfügt Rußland über eine aktive Handelsbilanz, die die Staatsbank in den Stand setzt, das Goldgeld ungefähr auf Goldparität zu halten, zweitens ist die Finanzlage' jetzt schon derart günstig, daß, wie gesagt, nur 10 Prozent der Ausgaben durch Notendruck beglichen werden, und drittens ist überhaupt . 21. September 1923 Nr. 1653 die Regenerationskraft eines Agrarstaates wie Rußland — unbeschadet seiner politischen Ordnung — ungleich größer oH die Deutschlands. Sie Ausfuhr Jugoslawiens im Fahre 1923. Nach einem Gutachten der Zerealienftktwn des Kongresses der Handelskammern in Belgrad stehen für die AuSfuhr aus Jugoslawien im Jahre 1923 zur Verfügung: Waggons Wert in MUl. Dinar Weizen. 35.000 1260 Mais. 30.000 780 Gerste, Hafer, Roggen . . . 3.000 75 Bohne». .. 2.000 70 70.000 2175 Dich ... .. 800 Fleisch tmb Fleischprodukte . 480 Eier. 50 * 110 Häute 211 1651 Pflaume».. . 5.500 198 Pflamnenlekwar. 370 6 Obst . . . . . 1.250 33 7.120 237 Brennholz ....... 105.300 920 Bergprodukte. 73.000 170 Die Gesamtmenge einschließlich der hier nicht erwähnten, für die Ausfuhr verfügbaren Artikel wird auf 300.000 Waggons im Werte von 7 bis 8 Mlliarden Dinar geschätzt. Im Vorjahre betrug der Ausfuhrwert 3 Mlliarden Dinar. Um die Konkurrenzfähigkeit herzustellen, wird die Herabsetzung des Ausftchrzolles für Weizen auf 20 Dinar beantragt, alle anderen Ausfuhrzölle auf Zerealien wären aufzuheben. Nur im Notfälle wird die Belastung der Mehlausftchr mit 10 Dinar pro 100 Kilogramm für zulässig erklärt. Im Interesse der Verkehrssicherheit wird beantragt, die Zölle höchstens zweimal jährlich, und zwar in voraus festgesetzten Terminen zu ändern. („Jugoflavenski Lloyd" vom 29. August 1923.) Clearingknrse der Österreichischen Nationalbank vom 20. September 1923. Devisen (Schecks und Auszahlungen) Amsterdam f. 1 holl. Gulden; Agram 1 jug. Kronen . . . . Belgrad 1 Dinar . Berlin 1 deutsche Reichsmark . Brüssel I belgische Francs . . Budapest 1 ungarische Kronen . Bukarest 1 Lei. , Christianla 1 norweg. Kronen Kopenhagen 1 dänische Kronor . London 1 Pfund Sterling . . . Madrid I Pesetas ...... Mailand 1 Lire.. New York 1 Dollar. Paris 1 Francs. Prag 1 tschecho-slow. Kronen . Sofia 1 Lewa . Stockholm 1 schwedtscheKronor . Warschau 1 polnische Marie . . Zürich 1 schweizerische Francs . Zinsfuß Geld Kurs vom lß.Sepi Ware Geld War« 27900.— 28000.— 27900— 766.— 770.- 763— 766.— 770.— 763— 47, 3484— 3496— 3444— 6 3.75 3.85 3.75 6 318.— 320— 318— 5 11130— 11170— 11130— 5 12530— 12570— 12530.- 3 321500— 322500—321500— 57, 9380— 9420— 9280— 6 3164.— 3176— 3124— 4 70935— 71185— 70935— 5 4192— 4208— 4132— 5 2125— 2135.— 2125— 77, 660— 664.— 662— 4*6 18570— 18630.— 18570— 0.23'/* 0.287, 12590.- 12505— 28000— 767— 767— 0.27 V, •; 3456— 3,85 320— 11170— 12570— 322500— 9420— 3136— 71185— 4148— 2135— 666— 18630— 0.237, 12555— Noten Amerikan. Noten v. 5 Dollar aulw, „ „ kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva . . „ , 100 . , „ . kleinere. . . Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten zu 1000 Marie. . . . .100 . . . „ * kleinere. . . . Engl. Noten von 5 Livrest. aulw. „ „ kleinere. Französische Noten 100 Francs , Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aithv, . „ kleinere . . . Jngosl, Noten ringest, zu 1000 Dinar . . , . 100 . „ , „ kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aulw. » „ kleinere . . . . Rumänische Noten zulOOOu.50OLel „ , kleinere . . . Russ, Noten (Roman.) zu 500 Rubel . . . „ 100 . „ „ „ kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.1000 aulw. » „ kleinere Ungar. Noten (neue Eni.) zu lOOOKr. . . zu 10.000 Kr. . . . . . kleinere . *) Für 1000 Mark. 70560— 70960— 70560— 70960— 70460— 70860— 70460— 70860— 3445— 3475— 3405— 3435— 638— 646— 640— 648— 618— 626*— 620— 623— 12280. - 12360— 12280— 12360— 0.30 0.35') 0.25 0.3Q*) 319700.- 321300.- 319200.— 320800— 319500— 321100— 319000.- 320600— 4145— 4175— 4085— 4115— 27700— 279CO— 27700.— 27900— 3140— 3160— 3100.— 3120— 3120— 3140— 3080— 3100— 757— 703— 754— 760— 750— 756— 747— 753— 11000— 11080— 11100— 11080— 0.217» 0.23", 0.22 0.24 0.197» 0.217, 0.20 0.22 3H>— 314— 310.— 314— 290— 294— 290.— 294— —— 18360— 18460— 18360.— 18460.- 12425— 12505— 12390— 12470- 9270— 9350— 9270— 9350— 2107— 2123.—?lf)7.— 2123— 2102— 2118— 2102.— 2118— 2.35 2.55 2.30 2.50 230 2.50 2.25 2.45 f- Die Stimmung in Finanzkreisen war gestern von Bureau zu Bureau des Hohen jüdischen Feiertages wegen ganz belanglos. Bevorstehende Einführung der Wiener Banlvereinsaktien an der Budapester Börse. Wie in Börsenkreisen verlautet. werden die Aktien des Wiener Bankvereins demnächst an der Budapester Börse eingeführt werden. Ter Einführnngsknrs soll sich um 150.000 ungarische Kronen herum bewegen. Anglo-Austrian Bank. Der Verwalt nugsra: der Anglo- Austrian Bank Limited in London hat in seiner am 13. d. abgehaltenen Sitzu>ng, entsprechend den Vorschlägen des Wiener Komitees, den Sektionsche'f des Bnndsmm'isteriums für Finanzen, Dr. Hermann Schwarzwald, in die Verwaltung des Institutes kooptiert. In derselben Sitzung wurde der Rücktritt des Herrn Max C aval e r de An ha ttch zur Kemrtnis genommen. Die Vettvaltnng sicht Herrn v. Anhauch mit dom größten ^bedauern ans ihrer Mitte scheiden, zumal Herr v. Anhauch der Bank durch eine Reihe von Jahren ä!s treuer und uneigennütziger Freund und Berater zur Seite geständen ist. (Entgeltlich.) Aktienabstentveluna der Gesellschaften der ehemaligen österreichisch-ungarischen Privatbahnen in Rumänien. Das rumänische Berkchrsmiinisterium hat verlautbart, daß in der Zeit vom 20. bis 30. d. (hon 8 bis 12 Uhr und von 18 bis 18 Uhr) der Bezirksdirektion der rumänischen Staatsbahnen in Kronstadt alle Aktien der Privatbahnen der ehemaligen ■ österreichisch-ungarischen Monarchie, soweit ihre Strecken sich auf rumänischem 'Gebiete befinden, zur Abstenipelung vorgelegt werben. Die Abstenipeluna wird an den r'r'i "rwähnten Tagen und in der wstaeieineo >-•,