Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1635 (31.8.1923)
- Date
- 1923-08-31
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1635 Wim, FrEag i ii i in i ■ ■ —tji't*—•—— 1 Gestempelte Krone — 0.0078 Centimes. Auszahlung Wien — 0.0078 kentimes. In Zürich notierte 30./8. 29./L. Ke österreichische Krone . . . . . . 0.0078 0.0078'/, rie österr. gestempelte Krone . . . . 0.0078 0.0078'/4 die tschechische Krone .... . . . 16.92'/- 16.30 ' ie Mark . .. . . . 0.000060 0.000083 Holland. . . . 218.- 217.80 Nc>v-?)ork. . . , 654.— 554.25 London . . . . 25.20 25.20 ^arts ♦•••••*••• . . . 31.25 31.75 Mailand. . . . 23.82 23.97 Belgrad. 5.87'/, 6.82'/- ,Bukarest ...... r.°. . . . . 2.45 2.45 Sofia.. . , , 5;20 5.50 Budapest. 0.03*/, 0.03% Warschau ......... . - 0.0023 0.0023 , Die österreichische Fnduftrie gegen dar M bahnWereinlommen. Das vor geraunter Zeit in Rom abgeschlassene Südbahuübereinkomnten wurde int Schoße des Hauptverbandes der Industrie Oesterreichs einer sorcijfältigen Prüfung und ciugehcndvm Studium unterzogen. Hierbei wurde von alfcn berufenen Faktoren einstimmig konstatiert, daß die Oesterreich aus besagten: Uebereiukommen zugedachten finanziellen Belastungen überaus schwerwiegend und hart sind, so daß die Gefahr nicht von der Hand zn weifen ist, daß der österreichischen Volkswirtschaft aus diesem Titel eine abermalige empfindliche Belastung erwachsen könnte. Ente solche - wäre aber nicht nur geeignet, das mit so schweren Opfern in Angriff genommenes Sanierungswerk - zn gefährden, sondernnrüßte auch die Stagnation, unter der ein Großteil der heimischen Industrie leidet, auf das empifindlichfte verftärkelt. Der Hauptverband der Industrie Oesterreichs ist sich bewußt, das; die österreichischen Vertreter anläßlich des Abschlusses des in Rede stehenden Mbeveinkommens sich in einer Zwangslage befanden, die es ihnen nid)t gestattete, die Oesterreich zugedachte Belastung zur Gänze abzulehnen, hofft jedoch rm Hinblick auf das bereits angekündigte Eingreifen, des Generalkommissärs, das; sich gelegentlich der bevorstehenden Verhandlungen in Genf ein Weg finden wird, um einen gerechten Ausgleich zwischen der schonungsbedürftigen Lage Oesterreichs und den Ansprüchen der übrigen Vertragstcilnchmer zu finden und Oesterreichs Staat und Volkswirtschaft jene Erleichterungen zu verschaffen, die gefordert werden müssen, um den Fortgang des S-anierungswerkes nicht ernstlich zn bedrohen. Zeitungsnachrichten der letzten Tage zufolge sind übrigens A n tt ä h er u n g c» zwischc n d e n beteiligten Staaten z ust a n d e g c k o m m c n; welche Modifikationen des Uebereinkommens^ erwarten lassen, die hoffentlich gerade jene Punkte berühren, auf welche die österreichische Volkswirtschaft großen Wert legen muß. Cleariugknrse der Österreichischen Nationalbank vom 30. August 1923. Devisen (Schecks und Aus- 71n. Kurs vom 29. An*. Zahlungen) fUß" 0eJd Ware QeId Ware Amsterdam {. 1 lioll. Gulden Apram l jug. Kronen . , . He’grul 1 Dinar . Benin 1 deutsche Reichsmark Brüssel 1 belgische Francs . Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest 1 Lei. Christian!» 1 norweg. Kronen Kopenhagen 1 dänische kronor London 1 Pfund Sterling . . Madrid 1 Pesetas . . , . . Mailand J Lire ...... New York 1 Dollar. Paris 1 Francs. Prag 1 tschecho-slow. Kronen Sofia 1 Lewa . Stockholm 1 schwedlscheKronor Warschau 1 polnische Mark . Zürich l schweizerische Francs Noten 4 27900— 6 758— 6 758— 8 0.55 4'l, 3214.- 6 3.75 6 317_ 5 11430— 5 13180.— 3 321700.- 5V* 9380.- 6 3014,— 4 70935,- 5 3967— 5 2080— 7'/, 858.- 4 '/, 18770.- 6 0.28 3 12795— 28000.- 27900,- 762.- 743— 702.— 743— 0.65*8) 0.0093 3226.— 3314.— 3.85 3.85 319.- 324— 11700.— 11430,— 13220.- 1327,0.— 322700.-321700.- 9420.- 9380.— 3026.- 3054— 71185,- 70935— 3983.— 4062.— 2090,— 2080— 662.— 693— 18880.— 18720.- 0.29 f) 0.28‘f, 12845.- 12725— 28000,—. 747— 747— 0.0103 3326— 3.95 326— 11470— 13270— 322700— 9420— 3056.- 71185— 4068.- 2090.— 697— 18780— 0.29 V» 12845— merlkan. Noten v. 5 Dollar aufw, » » kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva . - - » M . . » » kleinere, . . Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten zu 1000 Mark, , , . , 100 „ . , n „ kleinere.... Engl, Noten von 5 Livrest, aufw, » kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 dulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw, » , kleinere . . . Jugosl. Noten ringest, zu 1000 Dinar » » » » 100 „ « » » kleinere , . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw, 9 kldficrG Rumänischesten zul000u.500Lei _ » » kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel » »HR 100 » „ » » » kleinere . , Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs, Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.1000 aufw, .. » „ kleinere . Ungar, Noten (neue Em.) zu lOOOKr. , »zu 10.000 Kr, . , . » . kleinere ..... 70560— 70960— 76560— 70960— 70460.— 70860— 70480— 70860— 3175— 3205— 3275— 3305— 636— 644— 671— 679— 616— 624— 651— 659— 13030. - 13110— 13080— 13160— 0.55 0.65*) 0.0089 0,0099 —— 319900— 321600— 319900— 321500l— 319700— 321300— 319700— 321300.— 3925— 3955— 4005— 4935— 27700— 27900— 27700— 27900— 2990— 3010— 3030— 3050— 2970— % 90— 3010— 3030— 749— 755— 734— 740— 741— 747— 726— 732— 11290— 11370— 11290— 11370— 0.27 0.29 0.27 0.29 0.22 0.24 0.22 0.24 296— 300— 303— 307— 276— 280— 283— 287— —— —— —— 18560.- 18660,- J85IO.— 18610— 12680.- 12760— 12680— 12760— 9260— 9340— 9260— 9340— 2062— 2078— 2062— 2078— 2067— 2073— 2057— 2073— 2— 2.20 2.10 2.30 Ü95 2Ü5 2.05 2*25 *) Von Heute ab versteht sich die Notiz für 100 Mark. 8) Von den Abgaben werden 60"/, übernommrn. t) Ans Auslandsabgaben nichts übernommen. Wiener Morgenzeitung. . 31. August 1923 . Serk 7. Turbulente Szenen ans dem Devisemnarlt. - Steigende Arbeitrlosigteit. - Die Warenpreise über der WeltmarttparM. — Ratlosigkeit der Mttschastrfaktaren. um IM m 51« Die durch die deutsche Mavkinflation hevvorgerufene Wirtschaftskrise macht sich jetzt in ihrer vollen Stärke geltend. Die Devisenhöchstkurse sind schon wiederum weit höher als es diejenigen Rekordkurse waren, welche die Regierung Stresemann bei ihrem Antritt vorgefunden hat. An der gestrigen Berliner Börse hat der Dollar den Kurs von 11 Millionen Mark überschritten, das Pfund wurde zeitweise mit mehr als 50Millionen Mark notiert. Selbst die österreichische Krone, für welche gerade vor einen: Jahve noch der siebzigste Teil einer Mark geboten wurde, wird jetzt mit 160 Abart beizählt. Es ist selbstverständlich, daß sich solche Zustände nicht lange halten können. Die Atomisierung der Mark scheint vollendet zn fein. Allerdings haben auch ausländische Verkäufe hier stark mitgewirkt. Es scheint, daß Frankreich wieder seine Hand mit im Spiel hat, weil es in der letzten Zeit die in: Rnhrgebiet beschlagnahmten Milliarden auf dem Umweg über Amsterdam neuerlich ftilznbieten begonnen hat. Andererseits verschärfen auch die Anforderungen der Nuhrindustrie, bei welchen die Machinationen des Stinnes-Konzerns die Hauptrolle spielen, durch ihre Valutenmachinationen die Situation. Es ist erklärlich, daß die deutsche Wirtschaft in ihrem Bestreben, sich der Markentwertung in jeder Hinsicht anznpassen, unmöglich immer den richtigen Maßstäb finden kann. In ihrer Angstpsychose haben einzelne Wirtschaftskreise bei Befürchtung der nächsten Ereignisse die Preise für die meisten Waren höher zu kalkulieren begonnen als es dem Weltmarktpreis entspricht. Die Folge davon ist nicht nur eine steigende Teuerung, sondern auch eine Verschärfung dieser Teuerung, tvelche auf der ungerechtfertigten Ursache des Ueberragens des Weltmarktpreises beruht. Hervorhebung verdient die Tatsache, daß dieser Umstand wieder von der Kohlen t n d u ft r i e, die bekanntlich im Stinnes-Konzern zum Großteil vereinigt ist, ihren Ausgang genommen hat. Die Folge der Kohlenvertenerung ist aber eine ungeheure Verteuerung der Produktion, welche die einzelnen Produkte in ihren Preisen so erhöht 'hat, daß sie nicht mehr auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig sind. Infolgedessen h a b e n viele I n d u st r i ew e i g e e i n f a ch ihre Betriebe eingestellt. So hat sich zum Gespenst der Inflation und der Teuerung noch die gewaltige Arbeitslosigkeit hinzugesellt. Aeußerst beängstigende Symptome, die den Beginn der Zertrmnmernng der Grnndfeste der deutschen Wirtschaft zu künden scheinen. Die Lage i« den Randftaate« Rußlands. Uo'ber die wirtfchotfliche Lage Osteuropas entnehmen wir dem Geschäftsbericht der ^Internationalen Warenaustaufch- A.-G. in Berlin: Danzig: Im Freistaat Danzig ist der Wirtschaftslaus durch die Markentwertung beeinflußt. Die Kalkulation auf Goldbasis hat sich in Danzig bereits in erheblichem Maße durchgefeht. ■ ■ Estland: Während im Jahre 1921 der Wert der Einfuhr doppelt^ so groß war wie der Wert der Ausfuhr,, trugen im Jahre -1922 der gesteigevt.!: Tranfitvekähr und die Revaler Getreideverkänse nach Rußland.zu einer Besserung der Han-, delsbilanz bei. Inzwischen ist ein Stillstand des Exportes nach Rußland und nn Gefolge eine wirtschaftliche Krisis eingetreten, die auch gegenwärtig noch nicht überwunden ist. . Lettland: Auch Lettland hat sich zu weitgehend ans eine Wiederbelebung des Geschäftes mit Rußland eingestellt, die nicht ich erwarteten Maße eingetreten ist und eine Uöberfüllung, -des Landes mit Warenvorräten zur Folge hatte. Die landwirtschaftlichen Verhältnisse dieses Landes bedingen einen großen.Bedarf an landwirtschaftlichen Geräten. Litauen: Das wichtigste Ereignis in der litauischen Volkswirtschaft >der letzten Zeit ist die Einführung der litanifchen Nationalwährnitg. Die hiedurch vorübergehend eingetre-tene Wirtschaftskrisis kann als überwunden angesehen werden. Die Handelsbilanz Litauens gestaltet sich sehr günstig. Von den: Warenimport Litauens stammen etwa drei Viertel aus Deutschland, von feinen Erzeugnissen (Holz, tierische Produkte, Sänrereieu, Flachs, Leinsaat) wurde die Hälfte nach Deutschland abgesetzt. Auch der englische Markt gewinnt ftir die litauische Wirtschaft -immer mehr an Bedeutung. Finnland: Finnlands Wirtschaft hat die Krkegsfolgen überwunden und fast wieder das Niveau der VorkrieMeit erreicht. Dsm Import von 3900 Millionen Finne-mnark stcht ein Export von 4400 Millionen Finnenmark gegenüber, so daß sich firr 1922 ein Exportüberschuß von 500,000.000 Finnenmark ergibt. Zn «der Steigerung des Exportes trugen die für die Holzausfuhr besonders günstigen Weltmarktverhältnisse bei. Zeitweiliger Ausschluß' zweier Bankfirmen von . der Wiener Börse. An der gestrigen Börse hat eine Kundmachung der Börse Aufsehen hervorgerufen, in der mit geteilt wurde, daß die Bankfirma Fröhlich u. Co. sowie A. u. B. Friedin a n n u, C o m.p. vom 3. bis 7. September vom Arrangement ausgeschlossen wurden, weil sie trotz wiederholter Ermahnungen ihre Lieferungspflicht nicht erfüllt haben. Die Firma Fröhlich zählt zu den älteren Bankhäusern Wiens und hatte bisher ein sehr umfangreiches Geschäft. - „Mrazniea" Petroleum-Industrie A.-G. Die „Mrazniea" Petroleum-Industrie A.-G. vermehrt ihr Kapital von.Nom. 150,000.000 K. auf Nom. 226,000.000 K. durch Ausgabe von 187.600, Aktien a Nom. 400 K., die zur Gänze den alten Aktionären im Verhältnis von zwei alten Aktien zu einer jungen Aktie zum Bezugspreis von 146.000 K. überlassen werden. Das Bezugsrecht ist bei der Unionbank in Wien und deren Filialen in Innsbruck und Lemberg in der Zeit vom 1. bis 12. September d.. I. auszuüben. (Entgeltlich.) Kanadischer Bankkrach. Aus, London wird telegraphiert: Die Home Bank of Canada hat ihre Zahlungen eingestellt und den Konkurs angemeldet. Das Kapital der Bank betrug 6 Millionen Dollar. Nach dem letzten Ausweis vom 31. Mai machten die Depositen 2 Millionen Dollar aus. Der Reingewinn erreichte 232.000 Dollar. Der Reservefonds belief sich auf 66.000 Dollar. — Das Unternehmen hatte durch verschiedene Handelsfallisenients erhebliche Verluste erlitten. Handelsvertreter auf der Messe. In- und Auslandkäufer werden vom Reichsschutzbund der Handelsvertreter in Oesterreich, Wien, 1. Bez., Salvatorgasse 12, Fernsprecher 8373 und 45248, höflichst ersucht, sich bei Bedarf von legitimen, einwandfreien, brauchen- und sprachenkundigen Handelsvertretern, Reisenden und Kommissionären entweder bei deh. Geschäftsstelle, 1. Bez., Salvatorgasse 12, und zwar von 4 bis "6 Uhr nachmittags, öder bei dem an jedem Samstag um halb 3 Uhr nachmittags im Wiener Ringcafe, 1. Bez., Stubenring 18 (Souterrain), abgehaltencn Verbandstrefftag zn wenden. Bei dieser Organisation werben nnr Handelsvertreter ausgenommen, welche außer der Gewerbeberechtiguna noch kaufmännische Erfahrungen nach- Pzeisen Müllen« Einfuhr ausländischer Valuten nach Rußland. Personen, welche aus dem Auslande nach Rußland reisen, um hier einige Zeit zu verweilen, oder welche zur Allrussischen landwirtschaftlichen Ausstellung nach Moskau fahren, können fremde Valuten in unbeschränkter Menge mitsthren, wobei sie aber folgende Regeln befolgen müsien: 1. Sie müssen im Paß von seiten der hiesigen Vertretung der S. S. S. R. oder anderer verantwortlicher russischer Aemter vermerkt haben, daß sie tatsächlich zur Allrussischen landwirtschaftlichen 'Ausstellung reisen. 2. Das Grenzzollamt muß ihnen bestätigen, wieviel fremde Valuten sie mit sich führen. Dieselbe Menge fremder Valuten kann im Laufe von zwei Monaten vom Tage der Ankunft in Rußland von dort wieder ausgeführt werden. Ruhiges Geschäft. * Die Hiobsnachrichten, welche aus Deutschland rinlangen, hüben auf die Tendenz der Börse gestern einen ungünstigen Einfluß ausgeübt. Dies äußerte sich darin, daß sich auf zahlreichen Gebieten eine geringe Kauflust zeigte. Allerdings hat schon die nahende Prolongation das ihrige zur Zurückhaltung der Spekulation betgetragen. Es herrschte anfangs Ungewißheit über die Gestaltüng des Geldmarktes. Doch konnte man sich bald von der andauernden Flüssiigkeit desselben überzengen. Dies verhinderte äber dennoch nicht die Spekulation, Abgaben vorznnchmen und Zurückhaltung an den Tag 31t logen. Es wirkt auch die Nachricht von der ruhigen Haltung der Prager Börse mit. Nur auf einem Gebiete zeigte sich ein lebhafteres Geschäft, das in gewisser Hinsicht eine festere Haltung der gesamten Kulisse bewirkte. Es waren dics die ungarischen Papiere. Namentlich ungarische Kwditakticn tvaren ans die Kunde von der Vornahme einer Kapitalsvermehruug und einem günstigen Bezugsrechte - -wie auch -infolge Deckungs- 1 bedürfnisfes der Budapester Kontcrmine stark gesucht und hatten eine kräftigere Steigerung anftnweisen. Sie Profitierten gegenüber dem Vortage 380.000 K. Auch die ungarischen Bankaktien des Schrankens erfreuten sich starker.Nachfrage. In den Kulissen hat die Steigerung der Coburg-Aktien um 20.000 K. allgemeinLZ Interesse erregt. Es waren Gerüchte von einer neuen erfolgreichen Saniernngsaktion durch die Prager Firma Weimaun verbreitet. Hingogen waren österreichische -Bankwerte infolge fpeknlgativer Abgaben etwas schwächer. So büßten österreichifche Kredit 12.000, Auglobank 9000, Union'bank 9000 Kronen ein, während Länderbank 10.000 K. gewannen. Bon Jndustriewerten der Kulisse ermaß i-gtvc sich ebenfalls auf Abgaben der Spekulation Lklpine nur. 12.000 K., Staatsbahn um 14.000 K., Krupp um 11.000 K. und Wagu-er um 19.000 K. Die Elektrizitätswerie A. E. G .und Felten waren auf die Kunde von den Elektrizitäts'bestrebungen etwas fester. Von den t-schechischen J-ndustriewerten haben Po'ldi 69.000 K. profitiert. Im Schrankes war die Tendenz chcr schwächer. Nur einige tschechische Jndustriepapiere waren reger gefragt. Bon den Petroleumwevten haben Apollo 20.000, Fanto 160.000, Karpathen 41.000, Galizia 600.000, Schcdnica 10.000 ciugebüßt. Von den Masch-inenwcrten gewannen Brünncr 30.000, Körting 9000 und Ziel-enieski 6000, hingegen verloren Astra 10.000 und Brückenbau 9000 K. Von Trausportwertcu -verloren Nordbahn 4-40.000, Donau-Dampfschiff 140.000 K. Bezngsrechte: Kontmerzialbank 760.000, Jnternatiouaie Handelsbank Geld, Lemberger Hypothekenbank 60.100, Nnionbank 76.000 bis 79.000, Sarasevo 860.000, Wiener Solo 65.000, AM. 8500, A. C. G. 9600, Stern 9000, Este 8620. Auf -dem Anlagemarkte büßte die österreichische Gold> rente 2000 K. "ein, Tschechenwerte waren gefragt. Bon den Exoten notierten: Anzeigen-Gesellschaft Geld, Eos 3100 bis 3700, Erdöl 72.600 bis 73.800, Holzverband 24.000 bis 26.000, Mrazniea 300.000 bis^ 310.000, Knobloch 38.000 bis 43.000, Tcpcge 160.000 bis 166.000, Universale Ban 35.000 bis 36.000, Wiener Waffen 26.000 bis 27.000. Die Warenmiirtte. (Eigenbericht der „Wicn'r Morgenzeitung".) Gummi. Der Gmn-miinarkt in Amsterdam war sehr fest und bit Preise stiegen bedeutend bei zuneymender Kauflust. Da z-.em« lich ichlank verkauft wurde,'auch durch Prvdnzenteu, )var der Uuftaü bewiediaLnd. Die Stiumuum flaute daim l<ÜEm 4Ü