Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1630 (26.8.1923)
- Date
- 1923-08-26
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Men, Sonntag ©rite 1V Wiener Morgen.-ertung. 26. August 1923 Nr. 163V Volkswirt. Gestempelte Krone --- 0.0078'Z Centimes. Auszahlung Wim — 0.0078 Centimes. Zn Zürich notierte 25./S. 24./S. sie österreichische Krone . . . . . 0.0078 0.0077V, die österr. gestempelte Krone . . . 0.0078»/, 0.0078 die tschechische Krone .... . . . 16.25 16.20 die Mark. 0.000115 0.000125 Holland . .. . . 218.- 218.— Rew-Iork. . . 553.— 553.50 London . . . 25.20 25.22 Paris. 31.02 Mailand ......... 23.90 23.80 Belgrad. . . 5.67»/, 5.80 Bukarest ........ . » . 2.40 2.55 Sofia . . . . 4.90 4.70 Budapest. . . . 0.03»/, 0.03 »/* Warschau. 0.0024 0.0023 Generalrat Ir. Schwarzwald. Der bisherige Leiter der Kreditjcktion des Finanzministerrums, Sektionschch Dr. Schwarzwald, ist zum geschästsführenden Berwaltungsrat der A n g l o A u st r i a n Bank ernannt worden. Er überninrmt hier das Erbe des Dr. Rosenberg, an dessen Stelle er auch nominiert wurde. Die Tatsache als solche, daß ein Staatsbeamter in den Bankendieust Übertritt, ist nicht neu. Es ist zweifelhaft vom Gesichtspunkt einer höheren Wirtschaftsauffassung nicht ganz und gar mit der Stellung eines Staatsbeamten vereinbar, daß er, der bisher als Auffichtsorgan und Bertrauensperson des Staates im Wirtschaftsleben fungierte, nunmehr selbst aktives Mitglied einer Wirtschaftsorganisation wird, die bisher seiner Aufsicht unterstand. Theoretisch genommen ist dies zweitsellos anfechtbar. Wenn man aber die Karriere der österreichischen Staatsbeamten in dem letzten Jahrzehnt beobachtet, so kann daran nichts Außerordentliches mehr gefunden werden. Eine Unzahl von höheren Staatsbeamten ist in den Privatwirtschaftsdienst übergetreten. Jede Bank kann schon mit ihren eigenen Hofräten und Sektionschefs arischen Geblüts aufwarten, welche die Vertretung der Unternehmungen nach außen hin übernehmen und die sich gerade bei Banken weniger bewährt haben, als von ihnen erwartet wurde. Eine Unzahl politischer Würdenträger hat die politische Machtstellung dazu benützt, um sich nachher erträgnisreiche Stellen in der Privatwirtschaft zu sichern. Dein kleinen Landesbeamten Zerdik und späteren christlichsozialen Staatssekretär wurde sicher nicht in seinem Amte vorausgesagt, daß er jetzt eine Unzahl von Verwaltungsratsstellen besitzen werde. Sollen hier alle Beamten des Eisenbahnministeriums genannt werden, die die Wtdbahn zu überwachen hatten und nachher den Weg zu Angestellten der Südbahn gemacht haben? Soll hier vielleicht der Unmenge all der Finanzbeamten gedacht werden, die nachher als Steuerreferenten von Jndnstriegesellschasten ihre Fähigkeiten cmsnützten, um dem Staate möglichst wenig Einkünfte zukommen zu lassen? Fast 99 Prozent all dieser waren stramm christlichsozial oder deutschnational, antisemitisch oder vielleicht auch hakenkveuzlerisch gesinnt und haben leicht den Weg zur Charakterumbildung gefunden, als es sich darum handelte, in ein Privatnnternehmen einzuireten. Bei all diesen Uebertritten hat kein Hahn gekräht. Jetzt regt man sich plötzlich auf, daß einmal ein Jude, Sektionschcjf Schwarzwald, den Weg zur Privatwirtschaft gefunden hat. Allerdings, Sektionschef Dr. Schwarzwald hat nie sein Judentum hervorgekehrt, in der Reihe der Assimilanten stand er vielleicht an der Spitze und das Judentum hätte ihm nie Dank zu sagen gehabt für eine Gefälligkeit, selbst für eine solche, die auch ein Nichtjude anstandslos erwiesen hätte. Es ist auch hier nicht am Platze, ihn und feine Handlungsweise vielleicht deshalb zu verteidigen, weil er als Jude geboren wurde. In seinem Amte hat er nie daran gedacht. Etwas anderes ist es, was viel mehr Interesse verdient. Sektionschef Schwarzwald hat, so viel bekannt ist, nie nach einer Privatanstellung gestrebt. Er hat sogar gute Anbote abgewiesen. Er war der Staatsbeamte wie er im Buche steht. Sowohl im Handelsmuseum als auch später als Leiter der Devisenabteilung des Finanzministeriums und noch später als Vorstand der .Kreditsektion. Soviel bekannt ist, hing er an seinem Berufe als Staatsbeamter. Und tvenn er jetzt dennoch den Weg zur Privatwirtschaft gefunden hat, so dürften es wohl andere Motive sein, die ihn dazu bewogen haben als die gemeinhin angegeben tverden. Er hat zweifellos der österreichischen Staatswirtschaft sehr große Dienste geleistet. Die ganze Devisenzentralisierung ist sein Werk. Der Gang, den die Währungspolitik Oesterreichs in den letzten Monaten genommen hat, ist nicht zum geringstell Teil sein Verdienst. Er war es auch, der die Liquidation des alten Notemnstituts besorgt und an der Gründung der Nationätbank sehr werktätig mitgeholfen hat. Seine Verdienste um die Völkerbnndanleihe sind nicht allzu bekannt. Es kann aber jetzt ruhig gesagt werden, daß rreben dem Inden Dr. Rose nberg ihm der Hauptanteil an dem Gelingen der Völkerbundanleihe zukommt. War Dr. Rosenberg mehr der Diplomat der Völkerbundanleihe, so hat Sektionschef Schwarzwald die gesamte Organisation, den Aufbau, die Ausstattung und Durchführung der Anleihe besorgt. Es wäre dem Kanzler Seipel nie gelungen, bei dem Judentum nahestehenden englischen Finanziers irgend einen Erfolg aufzuweisen, wenn nicht die Juden Dr. Rosenberg und Dr. Schwarzwald hier sehr stark tverktätig mitgearbeitet hätten. Natürlich, jetzt ist es Zeit, diese Tatsache zu verheimlichen. Die „Reichspost" kann sich immer nur in die Brust Wersen, Herr Dr. Seipel habe die Anleihe gemacht. Sie ver- Mt» 4» sage«, vier hk Wye gebahnt, km SanAtz geMrt und Wer ihm sein Rüstzeug geschätfsen hat. Es waren diese beiden Juden. Doch das nur nebenbei. Der christlichsoziale Finanzminister Dr. Kienböck und selbst der Kanzler Seipel haben es zugelasscn, daß Dr. Schwarzwald der Leiter der Krcditsektion des Finanzministeriums bleibt. Die christlichsvzialdentschnational-antisemitische Koalitionsregierung hielt an ihm, der doch eigentlich seiner Geburt nach der verpönten Gilde der Ostjnden angehört, fest. Sie hätte ihn natürlich längst fallen gelassen, hätte sie ihn nicht gebraucht. Sie tat es einfach nicht, weil sie keinen anderen an seiner Stelle hatte, der die Völkerbundhilfe zustande gebracht hätte. Jetzt ist Dr'. Schwarzwalv nicht mehr nottvenbig. Die BöU'erbundantoilie ist unter Dach und Fach gebracht, die Nation altbank ist in Funktion, das Sanier-ungÄverk hat den .Höhe- Punkt überschritten, die Krone ist stabiliifterl uni) wenn nicht wieder irgend welche christlich soziale oder großdontfche Tolpatsche kommen, die das ganze Programm verderben, ist Aussicht, daß sich die Wirtschaft Oesterreichs nunmehr normal entwickeln wird. Jetzt braucht man den Juden Schwarzwald nicht mehr. Dazu stehen die Wählen vor der Tür. Den Christlich sozialen wird ohnedies JnbensreEdlichkeit vorgeworlfcn, weil sich einige christlichsoziialr Würdenträger mit Inden in Geschäfte eingelassen halben. Man will nicht an der Spitze eines 4>eranftuoitungsvollen Amtes einen Juden, haben, auch wenn er noch so wertvolle Dienste geleistet hat. Und so hat'Dr. Kienböck den Sektionsches Schwärzwald „scheiden lassen". — Der Mohr hat feind Pflicht getan, nun kann er gehen. Die Großdout,scher, haben ihre Konzession erlangt, die WrgcÄichchristlichsozial-antifeinil'ische Koalition ist wieder hevgcstellt und ist durch die Opferung des Juden nicht mchr gefährdet. Allerdings, arrgenehm scheint auch dem Sektionschelf Dr. Schwarzwald sein Amt in der letzten Zeit nicht gewesen Zu sein. Es ist doch wenig angenehm, einem Herrn Zn dienen, der in «seinem Blatte, der „Rvichspost", Tag für Tag die haarsträubendsten Alärchen und die unglaublichsten, von Deutschnationalen verfaßten, den Juden unterschobenen Broschüren veröffentlichen läßt, um mit ihnen zu beweisen, daß die Inden das arische Volk beherrschen wollen. In einer solchen Gesellschaft kann man sich wirklich „ich: wohl fühlen, selbst wenn nran der envagiertoste Assim-ilant ist. Für die Charakterstärke der Christlichsozialen spricht es allerdings, daß sie ans der einen Seite die Dienste des Inden annahmen, ihn sogar sehr gründlich Msnüpten und auf der anderen Seite sich in Anthemitisnrus und der Schilderungen der schädlichen Wirkung der Inden nicht genug tun konnten. Allerdings ist es auch charaktervoll, Zuerst die Dienste eines Juden anzunehmen, ihn in jeder Weise anszunützen, ihn, nachher das Dasein zu vereckeln und Zuletzt noch zu behaupten, er hätte in einer mit seiner öffentlichen Stelle mg unverantwortlichen Weise gehandelt. Ob die StaatÄoirtschäft ans ihren, Re>kouvalesze>nz'bette für die Dauer solche Praktiken verträgt, ist sine andere Frage.- An unsere P.T. Abonnenten! Am 1. September 1923 beginnt ein neues Abonnement auf die „Wiener Morgenzeitmrg". Wir ersuchen, die Bezugsgebühren rechtzeitig einzuzahlen, beziehungsweise das Trafikabonnement rechtzeitig zu erneuern, damit die Zustellung des Blattes keine Unter^ brechung erleide. Bezugssebühren ab 1. September 1922 : Abonnement für Wien (zum Abholer» im Expedit oder in den DerfchleiWellen) monaklich.K. 28.000.— Sonn- und Wochentagsnmnmer.K. 1.000.— Monkagsnummer.700.— Das Abonnement wolle gefälligst rechtzeitig in der Nächstliegenden Verschleißstelle erneuert und die Bezugsgebühr gleichfalls dortselbst erlegt werden. Oesterreich monaklich.S. 28.000.— Tfchechv-Slowakei monaittch .... ifchech. K. 17.— Polen monastich.poln. Mark 70.000.— Jugoslawien monailich.Dinar 40.— Deutschland monaklich.Mark 500.000.— BumLnien monatlich.Lei 90.— Lolland monallich.holl. fl. 1.50 Jlalien monatlich. Lire 10.— Schweiz monatlich .... Schweizer Franken 3.— Frankreich monatlich.Franken 8.— Belgien monatlich.belg. Franken 8.— England monaklich... .Schilling 3.— Amerika monatlich. . . ..Dollar 1.— Zahlstellen: Oesterreichisches Pvstsparkaffenkvnlv 150.693. Tfchecho-slowakifches Postfparkasfenkonlo (Prag) 59.351. Polnisches Postfparkassenkonlo (Warschau) 190.227. Deutsches Postscheckkonto (Berlin w 7) 108.722. Rumänien und Bukowina: Ostbank A. G. unq deren Filialen. Schweiz: Schweizer Volksbank in St. Gallen. Jugoslawien r Postsparkasfenkonlo (Zagreb) 40.085. Italien: Soziela dt Credilo Cvmmereiale Triefte» Dia Mazzini 30. Die Verwaltung der 11 „Wiener Morgenzeitung" Wien, II., Taborstraße 1—3 Telephon 44.038, 43.31g« Ratisizirrnag tses ZMbahnalkordr durch Zugoslawien. Die Südbahuverivaltung hat aus Belgrad VerstäM« glmg erhallen, daß die .jugoslawische Regierung den Akkord über das Regime definitiv der Südbahn ratifiziert hat. Die ö ste r r c i chis che Bundesvegieruug hat ziluächst der B e r l ä n ger u u g des Regime Provisoire bis 1. Oktober 1923 zugestimmt. Der Wiener Finanzmarkt. Unter dem Eindrücke der überaus leichten Bewältigung der Effektenversorgnng konnte sich die Tendenz auf dem Effektenmärkte wesentlich befestigen. Im Vordergrund des Kanfinteresses standen neben Bankwerten, die im Kurse merklich höher genannt wurden, tschechische Papiere,, die im Einklang mit der Festigkeit der Prager Börse durchwegs Geldangebots zu den gestrigen Schlnßkursen verzeichnen konnten. Der Wiener Geldmarkt. Die Geldverhältnisse haben sich mit einer überraschenden Plötzlichkeit geändert. Wenn noch vor zwei Tagen ein Geldsatz für den restlichen Teil des Arrangements. ein Zinssatz für Reportgeld von 0,89 bis 0,87 Prozent verlangt. wurde, so hat das Bereitftellen großer Geldbeträge der Postsparkasse zu 1,87 Prozent pro Monat die Geldsitnation mit einem Schlage geändert. Gelegentlich der gestrigen Effekteirversor-gung blieben größere Geldbeträge zu dein lange nicht beobachteten Tiefstand von 0,39 Prozent pro Woche offeriert. In den übrigen Geldsorten wurden folgende Leihsähe bewilligt nnd bezahlt: Berlin 05 Prozent. Budapest 46 Prozent pro Monat, Paris 18 Prozent, Zürich 11,5 Prozent. Ncw-Dork 8 Prozent, London 9 Prozent pro Anno. Autzerverkchrsctznng jugoslawischer Banknoten. Berichten aus Belgrad zufolge verordnetc die Narodna Banka, daß die Zehndinarnoten. Emission 1919 (auf Sxx einen Seite ist ein Schmied beim Amboß stehe,ch gezeichnet), außer Verkehr gesetzt werden. Die Narodna Banka wird diese Noten noch sechs Monate lang en'tg.'gennohmen. A. E. G. Umon-Elcktrizitäts-Gesellschaft. Auf Grund Beschlnsscs der außerordentlichen Generalversammlung vom 9. Juni d. I. gelangen vorerst 300.000 Stück, ab 1. Iän- 19 23 d i v id c u d en b e r e ch t i g t e A ktien der A. E. G. Union-Elelktrizitäts-Gesellschaft zur Ausgabe ,md werden zur Gänze den bisherigen Aktionären zum Preise von 10 0.0 00-K. tel qucl pro Stück derart zum Bezüge angcboten, daß auf je fünf alte Aktien je eine neue Aktie bezogen werden kann. Das Bezugs recht ist bei sonstigem Verfall in der Zeit vom. 2 7. August bis einschließlich 11. September d. I. bei der Allgemeinen österreichische,i Boden-Credit-Anstalt oder der Oesterreichischon Credit-Anstalt für Handel nnd Gewerbe, Wien, ausprüben. (Entgeltlich.) Postverkehr mit den besetzten Gebieten Deutschlands. Wie die Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie in Wien erfährt, muß mit Verzögerungen nnd Störungen im Brief- und Postverkchr mit den besetzten Gebieten Deutschlands gerechnet werden. Entsprechende Verlautbarungen über die jetveiligen dortigen Postverkehrsverhältnisse sind unmögilch. Die deutsche Postverwaltung lehnt für alle durch die fremden Truppen nnd Behörden venivsachien Unregelnräßigikeiten und Schaden die Verantwortung ab. Budapester Privatverkehr. Der Privatverkehr war sehr fest. Die Kurse im Verkehre von Bank zu Bank waren: Ung. Kredit 830, Oesterr. Kredit 220, Koncmerzialbank 650, Salgo 800, Ung. Hofherr 240, Südbahn 155 bis 160. Hermes 96, Bodenkredit 446, Lloyd Bank 47 bis 48. Slavonia 110.000 bis 120.000, Pester Vaterländische 10 Millionen. Ungarns Mchlausfuhr und staatliche Getreideversorgnng. Aus Budapest wird gemeldet: Der Ernähvnngsscnat lbeschloß, in dieser Saison lediglich die Ausfuhr von Mehl, nicht aber die Lliusfuhr^ von Getreide zu gestatten. Das Exportikon'tingont vom Vorjahre sowie die damals geltende Exportabgabe von fünf Kilogramm Weizen wird auch iit diesem Jahre 'beibehalten. Ferner wird nach Meldung des ,-Ulj Neinzedek" von, 1. August 1923 beäbsichtigt, die staatlick)« Getveideversorgnng auch in diesen, Jahre änfrecht zu erhalten. Die Dr die staatliche Getreideversorgung benötigten^ Getreidemengen wird der Staat unmittelbar bei den Landwirten einkaufen. Jene ^Landwirte, die dem Staat die Lieferung ihrer Uckberschüssc zu den festgesetzten Terminen zusichern, erhalten einen Barvorschnß von einer Million Kronen Pro Waggon. Die Abwicklung erfolgt im Auftrag des Staates durch die Futupa-El.-G., die auch auf Wunsch der Verkäufer .deren Steuerschuld aus dem Gegenwert des gelieferten Getreides!be,zahlt. Zottreform in Brasilien. Den brasilianischen Senat beschäftigt gegenwärtig eine Vorlage, durch die das besteheirde Shstem der Zölle ad välorem grundsätzlich durch ein Tariszollschten, ersetzt werden soll. Ad välovem-<Zöllc sollen nur bei jenen Zollpositionen beibehalten werden, bei denen die Einftihvung von Tardszöllen auf Schwierigkeiten stoßt. Zollbefreiungen werden nur in volkswirtschaftlich begründeten Fällen gewährt werden. Das neue Shsten, soll auch die Bekäinpfung der Zolldelikte erleichtern. Anleihe der jugoslawischen Staatshhpothekenbank in der Schweiz. Aus Belgrad wird gemeldet: Der Leiter der StaatshyposHekenbank, Dr. Bogdan Markovic. der wegen Aufnahme einer Anleihe von 180 Millionen in der Schweiz weilte, ist nach Belgrad zurückgekehrt. Die geplante Anleihe sollte mit ^demselben Konisortiun, abgeschlossen werden, das bereits früher der Bank eine Anleihe von 1Ü5 Millionen Schluchzer Franken gewährt hat. Das Kousortinn, erklärte sich bereit, die neue Anleihe unter den gleichen Bedingungen wie die erste zu gewähren, stellte jedoch eine neue Forde r u n g, daß nämlich die ihn, aatf 70 Jahre erteilte Konzession zur Exploitierung der Elektrizitätswerke von Fäla ans tveitere 30 Jahre verlängert wipd. Da in dieser Angelegenhei: der Staat kompetent ift, kam Dr. Markovic nach Belgrad, mn neue Instruktionen M erhalten. Der Polnische Holzmarkt. Aus Warschau wird gemeldet: Die Lage der polnischen Holzindustrie gestaltet sich i>,folge des starken Kurssturzes der Polennmrk um so schwieriger, als trotz oer zunehmenden Dertenerung der Stämme im Walde, der Arbeüslöhne und der technischen-Hilfsmittel eine entsprechende Steigerung der Preise mit Rücksicht ans den Mangel an Absatzgebieten in letzter Zeit nicht vorgenommen werden konnte. Auch das Ausfuhrgeschäft brachte keinen Ausgleich, toeil der Export hauptsächlich noch nach Frankreich gerichtet ist und der Franken in, Verhältnis zur Polen,nark bei tveitem nicht so stark gestiegen ist. tvie der Dollar, während die Jnlandpreise sich meist den, Do'llarstande anpassen. Der in der Holzindustrre ausgebrocheue Streik ist ans bic Forderung einer 150prozentigen Lohnerhöhung znrückzusühren, tvelche die Industrie nicht bewilligt hat. — Das Holzgeschäft über Danzig wird von „Przemysl Handel" folgendermaßen beurteilt: Der Holzbedarf des europäischen Kontinents ist besonders wegen Belebung der Bautätigkeit jtt letzter Zeit bedeutend gestiegen. Uneu starken