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Wiener Morgenzeitung · 1923-08-25 · Heft 1629 (25.8.1923) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1629 (25.8.1923)
Date
1923-08-25
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 1689 Mtzn, SMtstag 'Güwehre ebenfalls ftirchtbar teuer geworden sind, wird sich's jeder überlegen, dein IaMport zu huldigen. Der Umstand, das; gar keine Aussicht besteht, daß sich die Lage bessere, veraulaßte eine Abordnung des Gewerkschaftsrates, vor dem Ministerpräsidenten zu erscheinen und ihn um Einführung des Jndexsystem 51t ersuchen, doch erklärte Graf Bethlen, er hege diesbezüglich Bedenken. (Dies sagte er, als für die öffentlichen Angestellten bereits die der Indexziffer im ganzen und großen entsprechenden Gehälter bestimmt und sogar schon ausgezahlt waren! Es scheint, daß die Herren den Ausdruck „Index" auf die Indextafel setzten und vor ihm solche Furcht haben wie der .-Teufel vor dein Weihwasser, wo sie in WiiMchEeit Mber notgedrungen dem Auwenden des verachteten Systems nicht länger auszuweichen vermochten.) Nach kurzer Be-sprechung schloß der Ministerpräsident mit der Zusage, die Negierung werde im Rahmen der Jndemnitätsvorlage der Nationalversammlung Gelegenheit geben, über das Einsetzen eines Lohnvergleichsamtes ähnlich den gleichartigen Kommissionen, die bereits während des Krieges funktionierten, zu verhandeln. Lohnbewegungen sind übrigens fast auf der ganzen Linie zu verzeichnen. Auch in zwei Kohlengruben im Borsoder Komitaie wird gestreikt, was den nahegelegenen DioSgyörer staatlichen Eisenwerken Anlaß gab, den Betrieb siuzustcllen, so das; 6000 Arbeiter beschäftigungslos wurden. Die schweren Verhältnisse hatten bereits zur Folge, daß Facharbeiter sozusagen irr großen Scharen auswaudern, zumeist nach Frankreich, wo es jetzt an Arbeitern stark mangelt, nachdem mehrere hunderttausend Mann ins Nuhrgebiet kommandiert wurden. Die Angestellten der städtischen öffentlichen Betriebe erhielten im vorigen Monate 26 und kurz darauf weitere 40 Prozent Lohnaufbesserung, sind aber nicht zufrieden und jetzt sind frische Zulagenunterhandlungen im Zuge. vetreidrWerM in Polen. Warschau, 24. August. (Tel. der „WieWr Morgenztg.".) Der Verband der polnischen Müller Hai dem Handelsministerium ein ausführliches Memorandum überreicht, -in welchem darauf hingcwiesen wird, das riesige Mengen von Getreide in der: Mühlen aufgespeichert liegen, für die kein Absatzgebiet vorhanden ist: Die Mühlenbesitzer fordern vom Ministerium energische Maß u a h m e n, 'M eine Krise, die durch >dcn ldsbersluß an Getreide droht, zu verhüten. Weitere anhaltende Besserung der Reichsmark. Senkung de- Schweizer Franke». — 2H Devise Warschau unverändert. Bon den internationalen Adärkten wird eine bessere Bewertung der deutschen Reichsmark ^gemeldet. So ist sie in Zürich von 0,000403 auf 0,000435 gestiegen. Ebenso haben sich auch in Berlin die Dctviseniverhältnisse gebessert mit Rücksicht darauf, daß die Maßnahmen der Regierung Kur Stützung der Reichsmark im Reiche lebhaften Anklang finden und auch erfolgvecheißend sind. So wurde in Berlin die Devise NÄv-Aork mit 4,688.2M gegen 5,667.300 am Vortage notiert. Ebenso senkte sich ,das Pfund von 32,042.600 auf 21,196.376 Mark. Auch die Devise Wien ist von 7281 auf 6683 abgebröckelt. Bemerken8wc«rt ist, daß der Schweizer Frank auf den holländischen Platzen neuerlich abzubvöckeln beginnt. Dies äußert sich auch kn Zürich in einer Steigerung der westlichen Devisen. So besserte sich London von 35,31 auf 25,22, Now- Aork von 553-5 auf 663/60. Auch die Dcvise Wien notierte 0,0077881 gegen 0,007776 a>m Vortage. 2ins-!u8 Geld Kurs vom 23. Aug. Ware Geld Ware 4 27970.- 28070.- 27970.— 28070.- 8 733.- 737.- 738.— 742.— 6 733.- 737.- 738.- 7*2.- 8 0.016 0.017* 0.013'/. 0.015«/. 4'l. 3124.- 3136,- 3124.- 3136.- 6 3.85 3.95 3.85 3.95 6 309.- 311.- 319.- 321.- 11480— 13280— 11520.-!l53u,_ 13320.— 13260— 11570.- 13300,- 3 323000.- 324000,-323200.- 024200.— 5'/, 9380— 3049— 4 70935— 5 3952— 5 2080— 7'/, 603— 4«/, 18820— 6 0.30 3 12815— 9420.— 9380.- 3061.- 3049— 71185.- 70935— 3968.- 3962— 2090,— 2077— 607.- 598— 18830.- 18820— 0.31 0.30 12865.- 12825,- 9420,- 3061— 71185— 3978.— 2087— 602.- 18880.- 0.31 12875.- Ini Wiener Clearing notierte: Clearingkurse der Osterreiebischeu fiationalbank vom 24. August 1923. Devisen (Schecks und Auszahlungen) Amsterdam f. l holl. Gulden Agram 1 jug. Kronen .... Belgrad 1 Dinar . Berlin 1 deutsche Reichsmark! Brüssel I belgische Francs . , Budapest 1 ungarische Kronen . Bukarest 1 Lei .. Christlania 1 norweg. Kronen , Kopenhagen 1 dänische Kronor . London 1 Pfund Sterling . . . Madrid i Pesetas. Mailand 1 Lire New York 1 Dollar ...... Paris 1 Francs.. . Prag 1 tschecho-slow. Kronen , Sofia I Lewa . Stockholm 1 schwedischeKronor . Warschau 1 polnische Mark . , Zürich 1 schweizerische Francs . Noten Amerlkan, Noten v. 5 Dollar autw, _ » » kleinere . , , Belgische Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva . - . , 100 , . . » , kleinere, . , Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten zu 1000 Mark. . - . .100 ... kleinere. ... Engl. Noten von 5 Livrest. aufw. _»» » kleinere. Französische Noten 100 Francs , Holländische Noten 100 Gulden , Italienische Noten v. 100 Lire aufw, . » , kleinere . . . Jugosl, Noten ungest. zu 1000 Dinar » » B 100 . .. » . » „ kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw, w kleinere j Rumänische flöten zulOÖOu.SOOLei Buss. Noten (Roman,) zu 500 Rubel » ■ » 100 . . . » » kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.lOOOaufw, t, . kleinere , Ungar. Noten (neueEm.) zulOOOICr. »zu 10.000 Kr. ... . . kleinere ..... 70560;- 70960.- 70560— 70960— 70460.- 70860— 70460— 70860— 3085.- 3115— 3085— 3115— 581.- 589— 576— 584— B6l!— 569!- 556— 564!- 13180.- 13200— 13110— 13190— 0.W6 0.017* 0.013«/, 0,015*/. 321200*- 322800— 321400— 323000*.- 321000.- 322600— 321200— 322800— 3905.— 3935— 3915.- 3945— 27770.- 27970— 27770— 27970— 3025.- 3045— 3025— 3045— 3005— 3025— 3005— 3025— 724— 730— 729— 735— 716— 722— 721— 727.'- 11340— 11420— 11390— 11470— 0.29VS 0.31«/, 0.29V, 0.31«/. 0.24'/, 0.26«/, 0.24«/, 0.26«/, 288— 292— 298— 302— 268— 272— 278— 282— 18610— 18710— 18160— 18710— 12700— 12780— 12710— 12790— 9260— 9340— 9260— 9340— 2062— 2078— 2059— 2075— 2057— 2073— 2054— 2070— 2,10 2.30 2.10 2,30 ’iÜcß *7*25 2*05 Um *) SpammnyrSttdMM^ Wiener MorgenzertuNg. 26. August 1V23 DeNe 7 Der Wiener Geldmarkt. Das österreichische Postsparkasienamt Hat gestern namhafte WÄräge, zu 1,87 Prozent pro Atonat dem Markte zugeführt und damit einen vollständigen Umschwung in den Geldverhältnissen herbeigeführt. Unter dem Eindrücke der Zuflüsse waren die Effekten bei der Prolongation zu 0,87 und 0,76 Prozent pro Woche unterzubrmgen. Lediglich die schwächeren Speknlationselemente hatten noch gegen einiges Mißtrauen zu kämpfen. Die zur Verfügung gestandenen großen Geldbeträge wurden von der Börse nur zun: Teile in Anspruch genomuien, sa»daß mit, einer iveiteren Besserung des Geldstandes für die nächste.Zeit zu rechnen ist. Die Wiener Banken ermäßigen ihre Bankenkon-itionen. Wie wir erfahren, schweben im Schoße des Dankenverbandes Verhandlungen wegen Ermäßigung der Bankenkonditionen. Durch diese Maßnahme soll das Esfektengesä)äft wiedcrbelebt werden. Mit Rücksicht darauf, das; sich die Spesen der Banken durch Geschäftsvereinfachung vermindert haben, glauben die Banken, nunmehr ohne wesentliche Verluste eine Reduzierung ihrer Konditionen vornehmen zu können. Erleichterungen hinsichtlich der Wareimmsahstsner für die auf inländischen Messen abgeschlossenen Geschäfte. Wenn Erwerbsunternehmer Luxusgegenstände, deren Lieferung im Kleinhandel der erhöhten Warenumsatzsteuer unterliegt, zum Zwecke gewerblicher Weiterveräußerung erwerben, so sind derartige Lieferungen der erhöhten Warenumsatzsteuer dann nicht unterworfen, tvenn der Eriverber durch Vorweisung einer amtlichen Bescheinigung über den Bestand und die Art seines Geschäftsbetriebes dem Lieferer den Nachweis erbringt, daß die Ware zwecks gewerblicher Weitevveräußerung erworben wird. Nach den allgemeinen Vorschriften stellt die"Steuerbchörde l. Instanz diese Bescheinigung aus; ausländischen Eriverbsunternehmern kcMen sie im allgemeinen nur erteilt tverden, wenn die Bestätigung einer inländischen Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie über den Bestand und die Art ihres Geschäftsbetriebes vorliegt. Protest gegen die ungarischen Börsenumsatzsteuern. Aus Budapest wird gemeldet: Der Verein der Effekten- und Valutenhändler hat' in der Frage der erhöhten Umsatzsteuer, die rückgängig nach den Provisionen verlangt wird, beschlossen, die Entscheidung des Obersten Verwaltungsgerichtshofes zu provozieren, und bis dahin dem Finanzministerium den Vorschlag zu unterbreiten, bis 16. September bloß Zweidrittel der Umsatzsteuerbeträge einzuverlangen. Weitere Erhöhung der ungarischen Börsensteuer. Aus Budapest wird telegraphiert: Finanzminister Kallah erhielt die Bevollmächtigung vom Kabinettsrat zur Erhöhung der Börsensteuer um 100 Prozent. Die Vertreter der Tebe und des Giro- und Kassenvereines sprachen heute bei dem Fincnzminister' vor, und protestierten gegen die geplante große Erhöhung im Namen sämtlicher interessierten Kreise. Der Minister gab ihnen keinen endgültigen Bescheid. Die jugoslawische Anleihe in Frankreich gescheitert. Aus Agr am. wird, gemeldet: Die Kommission, die mit der'Prüfung der Bedingungen für die Aufnahme einer. .Anleihe in Frankreich in der Höhe von 300 Millionen französischer ^Franken beauftragt war, erklärte, diese Bedingungen feien für den SHS-Staat unannehmbar. Postanweisnngsverkehr nach Deutschland. Wie der Hauptverband der österreichischen Kaufmannschaft mit teilt, wird vom 26. August angefangcn der Höchstbetrag für. Postanweisungen nach Deutschland, Saar gebiet und freie Stadt Danzig auf 10,000.000 Aiark erhöht.,, Zweifelhafte private Anleiheversuche österreichischer Firmen in der Schweiz. Zu dem unter diesem Titel in unserem Matte erschienenen gestrigen Aufsatz werden wir vonr Rechtsanwalt Dr. Wilhlrm GoGberg ersucht, festzustellen, daß die Firma Alphons van der Lp u. Co., Bank- und Handelsgeschäft m. b.'H.,s .im Wiener - Handelsregister, Band 166, -Seite 199 eingetragen ist. Die Firma bemühte sich, da in Oesterreich Kredite nur zu sehr hohen Zinsen erhältlich sind, ans der Schweiz/ in der' der -Zinsfuß unvechältuisnmßig" niedrig, ist, Kapitalien nach' Oesterreich für Industriezwecke au bringen, zumal da der der Zinsfuß von 16 Prozent pro amw in Oesterreich nur ein Bruchteil der hier bezahlten Zinsen ist. Außerdem wurdeuns auch vom Advokaten das von der „Baseler Nationalzertung" zindrte Zirkular vorgelegt, in welchem den Schweizer- Interessenten vorgeschlagen wird, einen. Vertrauensmann zur Durchführung der Geschäfte nach Wien zu ideldgieren. - - - Rene russisch« Aktiengesellschaften. Ans Berlin, wird geinejdet: Wie Ost-Expreß aus Moskau ineldet, sick> im- Juli und August die Statuten folgender neuer Wtiengesellfchaften bestätigt worden: 1. Russische Aktiengesellschaft für Binnen-. Handel, Moskau; 2. „Mvsdomtvp" A.-G. für HeiMvittel, Baumaterialien und Heizungsanlagen; 3. WiengeseWhaft -für' die Herstellung von NägMn .Mvosd" (Rostoiw a. D.); 4. 'Holz- Handelsgesellschaft in Iwanow-Woßnefensk. Die -beiden ersten Gesellschaften haben ein Mtienkapital von 350.000 Goldrubel, die beiden letzteren ein Kapital von 500.000 Goldvubel. Die Erste russische Mtiengesellschaft fiir Binnenhandel mit Rohstoffen und Getreide ,/Rostawar" WLoskau) erhiM die Genehmigung, ihr Grundkapital auf 600.000 Galdvu-bel zu erhöhen. - Eine russische Gnkaussorganisation fiir Farben. In Moskau-wurde kürzlich eine Zentrale FaDbenemkrufsorgausisation gegründet, welche die früheren staatlichen Ginkaufsorgane >in dieser Branche ersehen sollte. Wie der „European Comüneroial" berichtet, nimmt die Nachfrage nach Farben in Rußland ständig M? ja es werden auch große Anftvengnngen für - die FarbenerzeuMng im Inland gemacht. Doch hüben diese Bemühungen voÄäufia wenig Erfolg, da T^utsHland sich bisher geweigert hat. die hierfür notlwemdigsn Zwisch-enprodMe zu liefem. Man glaubt nun, daß die neugeÄildete Organisation einen stärkeren Druck auf die auÄläüditschen Äichevanten lverde ausüben können. Vor deni Kriege war Rußland eines der wichti-asten Wsab-gcbiete Ur doutsche Farben. Polnische Zollgebühren. Wie die Kanrmer für Handel, Gewerbe und Industrie verlautbart, teilt die polnische Postum Ermäßigung der Zollgebühr wenden. Es wird daraus aufurevksam gemacht, daß solchen Ansuchen mcht entsprochen werden kann. _ Wiener Börse. Freundlichere Stimmung. Im Gegensätze zu der gedrückten Stimmung der Vortage hat gestern die Börse ein viel freundlicheres Bild ge boten. Schon bei Beginn zeigte sich lebhaftere Kauflust, die Erkennen ließ, daß sich das nornrale Geschäft wieder etivas lebhafter zu entwickeln beginnt. Ueber die Ursachen dieses plötzlichen Stimmungsumschwunges zum Besseren werden verschiedene Ansichten kolportiert. Einerseits wird der Meinung Ausdruck gegeben, daß die Urlaubszeit der Börse nunmehr bald vorüber sein werde, und das; andererseits die Beschränkungen im Börsenverkehr sukzessive aufgelassen werden. So wurde der Beschluß der Börsenkammer, die Börse an vier Tagep . der Woche abzuhalten, günstig ausgenommen. Den wesentlichsten ‘ .Arrtzoß aber boten Meldungen über eine. stavk VerfWjgttng bcs Geldmarktes, die c* bewirkte, daß Geld in jeder Menge anfzutreibcn war. Ter Zinssatz war sogar in einzelnen Fällen unter ein Prozent gesunken. Dazu kamen auch DeckungSkänfe der Konternüne, welche befürchtete, fich^ allzu weit vorgelvagt zu haben. Dies zeigte sich besonders in Staatsbahn, in welchen ein äußerst reges Geschäft zu konstatieren war, und die zum Schlüsse um 46.400 K. höher als am Vortage schlossen. Allerdings spielten hier auch Gerüchte über eine Fusion bW Wiener Lokomotivfabriken der StaatSbahir mit den Warchalowski-Wcrken mit. AnS den oben erwähnten Gründen sind auch.die Bankwerte stärker begehrt gewesen. So profitierten Bankverein 14.000, Oesterrcichische Kredit 20.000, Ungarische Kredit 70.000, Ländcrbank 16.000, Unionbank 10.000 K. Die Deckungskäufe der Kontermine und die regere Kauflust des Publikums, besonders aber Kansansträge aus Prag, hatten hier mitgewirkt. 5^ros; war das Interesse für Krupp-Aktien, ' welche sehr rege umgesetzt waren und um 27.000 K. höher als am Vortage schlossen. Alpine profitierten ebenfalls von Deckungskäufen und schlossen um 63.000 K. höher. In Sälgo- Aktien zeigten sich große Kaufaufträge ans Budapest, welche das Niveau dieses Papiercs uni 79.000 K. erhöhten. Oesterreichische Eletrizitätswerte waren Gegenstand stärkerer Nachftage. So sind Sieniens um 14.890, Union um 14.000 K. gestiegen. Auf Prager Käufe gewannen Skoda 86.000 K. Hier allerdings wirkten auch die Nachrichten über einen günstigeren Geschäftsgang dieses Unternehmens mit. Im Schranken war das Geschäft im großen und ganzen ruhig, doch zeigte fick/ auch hier für einzelne Werte reges Kaufintercsse und war für einige sogar das Pluszeichen aufgezogen worden. Besondere Beachtung fand der Umstand, daß Lehkam neuerdings in den Vordergrund des Interesses getreten sind, und wieder den Kurs von einer Million vorübergehend überstiegen haben. Sie schlossen um 190.000 K. hoher als am Vortage. Sonst zeigte sich eher Verkaufsneigung in Papierwerten, und es büßten Brigg 50.000, Heirrrichsthaler 50.000 ein, während Neusiedler 70.000 und Steyrermühl 110.000 K. profitierten. In den Petroleumwerten zeigt sich noch immer Realisationsneigung, welche bewirkte, daß einzelne Papiere weiter im Kurse abbröckelten. So büßten Fanto 60.000, Schodnica 40.000 und Wien Jloridsdorfer 20.000 K. ein. Nur Galizia gewannen eine Million. Von den Maschinenwerten standen Warchalowski mit Rücksicht auf die oben erwähnten Fusionsgerüchte im Vordergrund des Jnteresies und gewaimen 60.000 K. Zum Schlüsse des Verkehres wurde allerdings bekannt, daß diese Gerüchte von eine^Fusion nicht den Tatsachen entsprechen. In Eisen- und Metallwerten war das Interesse geteilt. Greinitz erniedrigten sich um 18.000, währerü» Hutter 15.000 K. gewannen. Die, Umsätze waren gering. Bezugsrechte: Lemberger Hypothekenbank 10.500, Oesterreichische Industrie- und Handelsbank 1000, Unionbank 60.000 bis 70.000, Korkstein 8000 Geld, Wiener Solo 60.000 Geld, Afeb 7100 K. Auf dem Anlagsmarkt war das Geschäft gering. Von den Exoten notierten : Erdöl * 62.500 bis 65600, Jriag 810.000 bis 325.000, Mraznica 270.000 bis 300.000, Universale 28.000 bis 30.000, Wiener Waffen 28.000 bis 29.900. Holzverband 26.000 bis 27.000 K. BaumwollmaM. Aew-Bork» 23. August. Baumwollzufuhren' in den atlanL. und Golfhäfen 14.000, im Junern 17.000, Ausfuhr nach <Äoßbritannien-, nach dem Kontinent 5000. Lokalmarkt middling: 25.25 (gestern 25.75). Tendenz r Unregelmäßig. — Termine r August 24.65, September24.60, Okwder 24.—, November 23.92, Dezember 23.93, Jänner 23.85, Februar , März 23.72, April —.—, Mai 23.70 Juni —, JE 28.80. _ Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzsitimg".) Der Verkehr an der gestrigen Warenbörse zeigte ein inätzig bewegtes Bild, es war allerdings das Ausgebot etwas fteuudltcher, die bisherige Kauftmlnst blieb jedoch auch weiter bestehe«. In Chemikalien wurden ausgeboten: Eisenvitriol zv 1200 K., Milchsäure technisch zu 13.500 K., zu Genußzwecken zu 30.000 K., Aetzkali 88/92 zu 11.000 K., Aetznatron 128/130 zu 6700 K. transit Wien, Alaun in Stücken zu 3600 K., Ameisensänve- 85«/, zu 14.600 K. trcmfU Wien, Bleiglätte B. B.u. zu 10.400 K., Bleiweiß chemisch rein zu 13.400 K., Chromalamr zu 9500 K.,i Glaubersalz kristallisiert zu 1000 K., Minium Bleiberger z«i 11.100 K., Paraffin 60/52 in Tafeln transparent zu 6700 K., Salzsäure 19/21 technisch rein zu 1700 K.. Salmiaksalz zu 8100 K.. Soda Bic. M. B. B. zu 5600 K., Weinsteinsäure kristaMfiert spießig zu 45.800 K., Reisstärke zu 8000 K. O ele und Fette. Unter den vorgelegenen -Offerten war auch Änes in Soja-Taselöl zu 0.49 holl. fl. ab Rotterdam. Kokosölla weiß schwächte sich um 300 K. ab auf 17.500 K. und Rüböl doppelt raffiniert um 500 K. auf 45.000 K., Schweinefett (pure lara) Kistenpackung befestigte sich um 250 K. auf 23.500 K.,i ferner wurde offeriert Faßpackung zu 34.10 Dollar pro 100 Kilogramm. K o l o n i a l w a r e n. Zu unveränderten Preisen wurde»» Tee und Kakao offeriert. K a f f e e lag — bis auf Rio VH! Johnston, welcher um 200 'K. billiger erhältlich war (32.300 K.), — fester. Santos Primes erhöhte den Preisstand Mt 1000 K.. auf 39.000 K., SantoS stlperior um 500 K/ auf 36.500 K., Sul! de Minas um 600 K. auf 35.000 K. Gewürze. Piment Md^ Paprika lagen unverändert. Cassia lignea befestigte sich um 600' Kronen auf 43.600 K. und Pfeffer um 600 K. auf 30.600 K.- Kümmel schwächte sich um 5000 K. mlf 33.000 K. ab. Burma: Reis l wurde zu 13 Schilling 7VS Penc waggongelegt Triesti offeriert. Würfelzucker befesttgte sich um fünf Punkte ab Grenzet (4.05 tschech. K.). Ab Lager Wien notiert Kristall 11.350 K. (4- 600 K.), Würfel 11.650 K. Ferner waren erhältlich Kondensmilch gezuckert pro 14 Unzeu-Dose ln Marke zu 7800 K., nngezuckert pro Dose (16 Unzen-Dose) zu 7600 K. und portugiesische Sardinen 200 Grmmn-Dosen zu 5700 K. (— 100 K.). Leder. Die Tendenz >oar fest, Preise zogen uut 1000 bis 2000 K. an. Es notieren Sohlenleder Vacheleder Garnituren 52.000 bis 55.000 K., VachAeder Cronpous 75.000 bis 80.000 K., Hälse 36.000 bis 38.000 K., Äsern und Oberleder blieben mit 25.000 bis 28.000 K. resp. 18.000 bis 23.000 K. "unverändert. Rohhäute lagen teilweise fester, teilweise unverändert. Es notieren Kalbfelle ohne Kopf 34.000 K. (4- 2000 K.). mit KoÄ 32.000 K. (4- 2000 K.), Rindshäme 16.800 K. (4- SOoTS Roßhäute 240.-000-fi. L-), Schclüelle^ SchnfMßen SLOOOEi

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