Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1625 (21.8.1923)
- Date
- 1923-08-21
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Gtik S Sßtetf, ®t«t§tog Wiener MorgenzeiruNtz. 31. August 1928 Nr. ISA Volkswirt. Sestempette Krone Abzahlung Wien 0.0078 V. kenttmes. 0.007787 Centimes. In Zürich notierte 20./8. 18./8. Re österreichische Krone . . Y . « % 0.007787 0.0077*/« die österr. gestempelte Krone . . « 0.007887 0.0078 die tschechische Krone . , . 16.15 16.17'/, btc STIqtI *••••«••• » » . . 0.000125 0.000135 Holland ... 217.50 217.50 New-Nork . .. , . 552.75 553.- London , . 25.20 25.23 Paris 30.75 30.50 Mailand.. . . 23.75 23.67 S3clfltab ••••••••••« . , 5.80 5.80 Bukarest ....... ... , . 2.40 2.— Sofia ... 4.60 4.50 Bttbctyeft *»•••*••••• . . 0.03V» 0.03 V« Warschau.. 0.0023 0.0025 Neuerliche MschwSchung der Reichsmark. Der französische und belgische Franken haben sich um ein Geringes erholt. Auf dorr internationalen Märkten hat die Reichsmark neuerlich eine Abschwächung erfahren. Von deutscher Seite wird behauptet, daß hier französische Verkäufe bei den Kursdrücknngszwecken mü gewirkt hätten. Tatsache ist nur, daß aus Amsterdam solche Verkäufe gemeldet werden, was sehr viel für die Annahme spreche-?, würde. Sollte sich dieselbe bewahrheiten, so ist bald mit eh uv Besserung zu rechnen, da bekanntlich die Franzosen nur stoßweise mit den in den Reichsbanken des Ruhrreviers beschlagnahmten Geldmengen ihre Markverkäufe vornehmen. Sie haben vor einigen Tagen neuerlich einige Milliarden beschlagnahmt. Es ist möglich, daß dies die fetzige Kursabbröckelung aus den internationalen Märkren verursacht hat. In Berlin selbst sind die Kurse mit Rücksicht auf diese Umstände neuerlich in die Höhe gegangen. So notierte der Dollar 4,189.500 gegen 3,192.000 am Vortage, das Pftind 19,251.750 gegen 14,563.500, die österreichische Krone 5985 gegen 4588. Es ist auch die Ansicht verbreitet, daß die Teuerungswelle in Deutschland die DevisenPanÄ neuerlich hervorgerufen habe. Auf dem Züricher Markte ist die geringe Besserung der Devisen Paris und Brüssel bemerkenswert. Erstere besserte sich von 30,50 auf 30,74, letztere von 24,30 auf 24,70. Auch die österreichische Krone hat eine geringe Besserung zu verzeichnen. Im gestrigen Clearing wurden folgende Kurse sestgcfteilt: eieariogknrse Ser Österreichischen Nationalbank vom 20. August 1923. Devisen (Schecks und Auszählungen) Amsterdam f. 1 holl. Gulden; Agram 1 jug. Kronen .... Belgrad 1 Dinar .. Berlin 1 deutsche Reichsmark , Brüssel 1 belgische Francs . , Budapest 1 ungarische Kronen , Bukarest 1 Lei. Christianla 1 norweg. Kronen . Kopenhagen 1 dänische Kronor . London 1 Pfund Sterling ... Madrid 1 Pesetas. Mailand 1 Lire New York 1 Dollar ,,,,,, Paris 1 Francs. Prag 1 tschecho-slow. Kronen , Sofia I Lewa . Stockholm 1 schwedlscheKronor . Warschau 1 polnische Mark . . Z&rich 1 schweizerische Francs . Noten Kurs vom 17. Aug. Geld Ware Geld Ware 4 27950.- 6 733.- 6 733.- 8 0.0165 4'/, 3074.- 6 3.85 6 309.- 5 11580,— 5 13280,- 3 323500.— 5'/, 9530.- 6 3034.- 4 70935.- 5 3907.- 5 2077,- 7'/, 593.- 4*1, 18820.- 6 0.30«/. 3 12835.- 28050.- 27900.— 737.- 733.- 737.- 783.- 0.0185t*) 0.0215 3086;- 3149.- 3.95 3.85 311.— 307.— 11620.- 11630.- 13320.- 13230.— 324500.-323900.- 9570.— 9580.- 3046. — 3T44.- 71185.— 70935.- 3923.— 3902.— 2037.— 2077.- 597.- 568.- 18889.— 18920.— 0.31V* 0.31 12885.- 12845.- Amerikan. Noten v. 5 Dollar auiw, „ » kleinere . . . Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva . . . ■ 100 , . » , kleinere. , . Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten zu 1000 Mark. , . , .100 . . . Berechnung der Warenumfatzstemr für Beträge in ausländischer Währung. Das Gremium der Wiener Kaufmannschaft teilt mit, daß für die Ermittlung der Warennmsatzsteuer, soweit die Grundlage dieser Steuer auf ausländische Währung lautet, neue llmrechnungAverte Verlautbart wurden. Sie traten mit 17. August in Kraft. Der Umrechnungswert für 100 deutsche Reichsmark beträgt nunmehr 2.40 K. Die ungarische Weizenanleihe. Aus B u d a p e st wird uns berichtet: Die Frage der Weizenausfuhr ist noch immer nicht geklärt.. Es kann jedoch als ganz sicher angenommen werden, daß de Regierung die Bewilligung zur Ausfuhr eines größeren Postens Saattv-eiizens erteilen wird. Vorläufig soll es sich um den Export von 600 Waggons handeln, deren Abwicklung einem Konsortium' übertragen weiden soll. Auf dem hiesigen Platz umlaufende Gerüchte wollen wissen, daß diesem Konsortium u. a. die HUngar ia- B a n k, die Firma Fleisch! und auch die Wiener G e t re i d e ge se lls ch a s t an gehören. Die Mühlenbesitzer sträuben sich naturgemäß mit allen Kräften gegen jede Weizenausfuhr, und man erwartet von dieser Seite einen energischen Vorstoß hegen die in Aussicht genommene Ausfuhrtransaktion. Durch diesen Webenausfuhrplan werden übrigens die Verhandlungen, welche vor kurzem Ivegen einer Vorschußa n l e i h e auf die Mehlausfuhr begonnen wurden, in keiner Weise berührt. Diese ausländische Devisenanleihe soll auch diesmal unter Garantie der Mühlen-, beziehungshveise der Geldinstitute auf dem holländischen Markt placiert werden. Die holländische Gruppe will dieses Vorschußdarlehen diesmal nicht mit der Mehlausfuhr verknüpfen, es handelt sich fetzt vielmehr unt e:u rein bankmäßiges Geschäft. Vor einigen Tagen ist ein Direktor der holländischen R e c v n st r u c t i e-- Bank in, Budapest angekommeu, um die Verhandlungen weiter zu führen und eventuell zum Abschluß zu bringen. Die Einflüsse der Rsthrbesetzuna ans die Weltwirtschasts-- lage. Aus London wird gemeldet: Die Stelle der britischen 9tote, welche sagt, daß die Besetzung des Ruhrgebietes direkt und indirekt auf die industrielle und wirtschaftliche Lage der Welt einwirkt, wird täglich durch Mitte ilnnaen aus den verschiedensten näheren und weiteren Ländern bestätigt. Der britische Ministerpräsident, hat herVor^eboben, daß der Chi'lesalpeterexport stark gelitten hat und Blättevineldungen aus Brasilien verzeichnen einen starken Rückgang des.Exportes in Kaffee und anderen Rohprodukten, der auf die Besetzung gurückzusühren ist. Kanada und die Vereinigten Staaten stellen cm beunruhigendes Schwinden der Märkte für ihren Weizen und ihre Fabrikate fest. Tie „Toronto Mail Newspapers" schreiben, daß die Verhältnisse in Europa in die kanadische Geschäftslage Hineinspielen. so daß die Farmer darunter zu leiden haben und sich auch in der Industrie Arbeitslosigkeit geltend macht. Die „Times" verbreiten sich über die Wirkungen der Ruhrbesetzung mit Bezug auf den Export Westafrikas und Indiens. Ende letzten Jahres bezog Deutschland große Warenmengen ans Westafrika und Indien. Die deutsche Einfuhr aus Westafrika ist heute lahmgelegt. während die Nachfrage nach indischen und anderen Produkten wesentlich zurückgegangen ist. Ganz allgemein haben die Wirkungen der Besetzung auf den Welthandel einen ungeahnten Umfang angenommen. 28000.- 737.- 737.- 0.0235 3661.— 3.95 309.- 11670.- 13270.- 324900.- 9620.- 3C55.— 71185.— 3918.— 2037.— 572.- 18980.- 0.32 12895,- 70560.- 70960.- 7C560.- 70960.- 70460.- 70860.- 70460.— 70860.- 3035.- 3035.- 3110.- 3140.— 571.- 579.- 546.- 554.— 551*— 559*.- 526!- 534.- 13120.- 13200.- 13070.- 13150.- 0,024 0.026 0.029 0.031 g ff KiCIIICiC i«| Engl. Noten von 5 Livrest. auiw. 321700.- 323300.- 322100.- 323700.- » , kleinere. 321500.- 323100.- 321900.- 327,500.— Französische Noten 100 Francs . 3860.— 3890.- 3865.- 3895.- Holländische Noten 100 Gulden . 27750.- 27950.- 27700.— 27900.- Italienische Noten v. 100 Lire auiw. 3020.— 3040.— 3030.- 3050.- „ „ kleinere . . . 300C.— 3020.- 3010.— 3030.- Jngosl.Noten ungest. zu 1000 Dinar 724.- 730.- 724.- 730.- , , „ kleinere . . 716.- 722.- 716.- 722.- Norwegische Noten 100 Kroner . 11440.- 11520.- 11490.- 11570.- Polnische Noten v. 500 Mark auiw, 0.30 0.32 0.30 0.32 „ » kleinere .... 0.25 0.27 0.25 0.27 Rumänische Noten zul000u.500Lei 298.- 302.- 296.- 300.- » „ kleinere . . . 278.- 282.- 276.- 280.- Russ, Noten (Roman.) zu 500 Rubel —.— ■ ■Bl, 100 W b b kleinere . . Schwedirc'ie Noten 100 Kronor . 18610,- 18710.- 18710.- 18810.- Schweizerische Noten 100 Francs, 12720,- 12800.- 12730.- 12810.- Spanische Noten 100 Pesetas . , 9420.- 9500.- 9470.- 9550.- Tschecho-slow, Not. v.1000 aufw. 2059.- 2075.— 2059.- 2075.- * , ■ kleinere 2054.- 2070.- 2054.- 2070.— Ungar. Noten (neue Eni.) zu lOOOKr. 2.10 2.30 2.10 2.30 . .zu 10.000 Kr, . » . . kleinere . 2.05 2.25 2,05 2.25 *) Aus Auslandsabgaben nichts übernommen. Die Zoll- und Tabakeinnahmen im Juli 1923. Die Zollvnd Tabakeinnahmen jm Juli 1923 betrugen 232 Milliarden Pavierkronen (Zoll 85, Tabak 147). Im Jänner betrugen die Zoll- und Tabakeinnahinen 179, :m Februar 170, im März 188, im April 188, im Mai 215 und im Juni 202 Milliarden. Die Einnahmen waren daher im Juli um 17 M'illiardl.n höher als im Mai, dom besten Monat im ersten Halbfahre, und um 43 Milliarden höher als im Monatsdurchschnitt des ersten Halbjahres. Aenderung von ungarischen Ausfuhrabgaben. Die Austro- Ungarische Handelskammer tM mit. daß nach einer Verordnung des ungarischen Finanzministeriums in Hinkunft die Ausfuhrabgabe für Schweine unter 120 Kilogramm 5000 K., über 120 Kilogramm 15.000 K. und für mit ausländischem Mais gemästete und mit besonderer Bewilligung ansgeführte Schweine 5000 K. Pro Stück beträgt. Weiters wurde die Aussuhrabgabe nach für den menschlichen Genuß ungeeigneten Futtermehl aus Weizen und Roggen sowie für Gerstenmehl, Gerstenmahlprodnkte und Malz aufgehoben. Nähere Auskünfte erteilt die Austro-Ungarische Handelskammer. 1. ElisabeMraße 9, Mezzanin- Wiener Börse. Die gestrige Börse ließ ihre Rückkehr zur allmählizen Festigkeit nicht verkennen. Es scheint, daß die Verhältnisse in Deutschland von der Wiener Börse ruhiger beurteilt werden. Andererseits hat sich auchdie Erkenntnis durchgernngen, daß bio Erschütterungen des Marktes zu Anfang der Vorwoche nicht begründet waren. All diese Motive bewirkten, daß sich das Interesse des Publikums neuerlich stärker der Börse zuzuwenden scheint und daß einzelne Werte Erholungen aufweisen konnten. Tic beruhigende Bewegung ging von der Kulisse ans, wo sich in den Bankwerten ein größeres Geschäft zu entwickeln begann. Namentlich Unionbank erfreuten sich lebhafter Nachfrage. Das Bezugsrecht derselben wurde mit 75.000 K. gehandelt. Trotzdem wies die Unionbank einen Endkurs von 369.000 K. auf, was gemeinsam mit dem Bezugsrecht einen um 24.000 K. höheren Kurs bedeutet. Bankverein gewannen 18.000 K., Depositenbank 4000 K., Anglobank 5000 K. und Länderbank 23.000 K. Nur Oesterreichische Kredit, welche anfangs rege begehrt waren, wiesen znm Schlüsse eine kleine Abschwächnng von 3009 K. auf. Bei der Beurteilung der Industricwerte wirkten die Bedenken wegen des Ausbruches des tschecho-slowakischen Streites mit. Dies bedingte einen gewissen Pessimismus, der es bewirkte, daß sich einzelne Industriewerte nicht in vollem Maße erholen konnten. Felten gewannen 9000 .ft* Union 3000 K., Siemens 4200 K. Bemerkenswert war nur die Steigerung in Krupp um 22.000 K. Schwächer waren auf Prager "Abgaben Poldihütte um 12.000 51., Skoda um 64.000 5k. Auch die ungarischen Werte waren mit Rücksicht auf die nervöse Stimmung auf dem Bndapester Markte infolge der dortigen knappen Geldvcrhältnisse schwächer. Es büßten Rima 8000 K., Salgo 49.000 K. ein. Interesse verdient die.Abbröckelung des Südbahnkurses um 30.600 Ä. Es sollen in diesem Papiere Pariser Abgaben getätigt worden sein. Ebenso haben auch Statsbahn 18.000 K. eingebüßt. Es sollen auch hier ausländische Verkäufe mitgewirkt haben. Jm Schranken ließ die Stimmung trotz ihrer Ruhe die Einheitlichkeit vermissen. Bei den Petrolenmwerten waren fast durchwegs 51urseinbußen festznstellen. Es büßten Apollo 20.000 K., Fanto 100.000 K., Karpathen 10.000 K., Galizia 1,200.000 K. ein, wogegen Naphtha um 100.000 K. höher waren. Von den Bankwerten des Schrankens verloren Niederöstcrreichische Escompte 20.000 5k. Hingegen gewannen Bodenkredit 10.000 K., Verkehrsbank 10.000 5t., Merkurbank 8000 5t. Von den Papierwerten stiegen Bricgl um 150.000 K., Heinrichsthalev um 35.000 K., Lehkam um 35.000 Ä. Von den Bauwerten besserten sich Golleschauer um 48.000 51'., Perlmooser um 120.000 K. Bezu gs rechte: Lemberger Hypothekenbank 12.000 K., Bank für österreichische Industrie und Handel 1000 5t. (Mb, Unionbank 68.000 5t. bis 79.000 5t., Korksteinfabrik 7000 51'., Wienerberger 355.000 K. Geld, Klothilde 60.000 51., Eisen- . bahnbedarf 6000 K., Gasindustrie 130.000 K., Gcg 800 .K. Auf dem A n l a g e m a r k t e war das Geschäft gering. Von den Exoten notierten: Erdöl 56.000 bis 56.750 5t., Erdöl-Bezüge 2200 bis 2800 5t., Eos 2800 bis 3100 5t., Iriag 300.000 bis 320.000 5t., Mraznica 360.000 bis 370.000 51'., Tepege 115.000 bis 115.000 K., Universale 29.000 St, Wiener Waffen 27.000 K., Holzver^and 26.000 bis 87.000 K, Sie Warenmiirttr. (Eigenbericht der .-Wiener MorgenMung".) Hopfen. Am Saazer HMenmarkt bestand lebhalftze NachpvaO stir 1922er und 1921er, doch versuchten iKäwfer. billiger anM kommen, weil die Eigner für einen PreisrÄckgang keinen Grün? sehen, zumal da die Ernwauslsichten sich wicht gebessert hcibei und ein ziemlicher Bedarf besteht, der unausgesetzt seim Deckung sucht. Preise stellen sich von 3950 bis 3058 K. fÄ 1922er und 2500 bis 2600 K. für 1931er. Am Nürnberger Mallkte hat Hopfen die höcM Preisstufe erreicht. Für Hallertauer wurde 280,000.000 Mk pro Zentner gchovdert. Die st M e QuaLität kostete in den letztev Jahren vor denn Kriege durchschnittlüch zirka 100 ML. Dil <Aeigernna betrügt demnach das 2,900.000fache. Die Dollar« steigevung betrügt bei einem Kurse von 2,700.000 Mk. dagegen mir das 700.000f.ache. Denmach dürste der Hopfewpreis höchsten- 700.000 Mk. pro Zentner betragen. Diese enomte PwisstVige« rnna ist Mi so weniger zu verstchen, als die Ernteaiussichte» nicht so schlecht sind, wie es vor einigen Wochen noch den An> schein hatte, nachdcm die Witternwa günstig geworden ist.. Man glaubt, mit einer annüherden Mittelernte rechnen zu können Es scheint, daß die gesteigerte Ausfuhr von Hopfen welsentlich zu der ungeheuren Preiisstoigerung beitrügt. Es sind in de» Zeit vom 1. September 1922 bis 31. Mai 1923 66.168 Zentner mehr ausgeführt als eingüfi'chvt worden, wogegen der Ausfuhr« übevschnß vom September 1921 bis August 1922 nur 1824 Zentner betragen hat. Leder und Häute. Die am Schluß der Vorwoche veröffentliDen Preise W« Ä^der und Häute bliiebrn auch heute >cmfvecht. In Ungarn hat die große HevWfaison auif dem Leder» linarkt bereits einabsetzt. Die Fabriken ^können die vielen Aüf< trüge kaum bewältigeu. boeÄcn sich auch nicht, di.? fertige Wort abzuigichen, tveil di^ Tagespreise nicht mehr im Einklana mit den Erzeugnngskosten sichen. Eine Preiserhöhung des Leders stcht vor der Diir, denn die enormen DarUfeMhungen anü Preissteig.'rnngen' auf jedem Gabiete soivie die Erhöhung de, Tlrbeitslöhne zwingen auch die Fabrikanten Air Aendevum ihrer 5taikulation. Der Häuteniarikt ist schlecht; dst^fortwah rend steigenden Fleischpreise verminderteitz den Fleischkontsnp -noch mehr und di.e Stichtage ergeben keine nennenswerten Häuteniengen. Bei der großen Nachfrage stiegen mich die Preist der Häute und Rindshüäute im Grüngewicht und notiere» 9500 bis 10.000 K. pro .Kilogramm. Die geringe Produkte tvird von den Fabriken und Gerbern glaA übernoinmrn. Eisen und Stahl. Amerika hatte im Iüli die. geringste Roh'blockProÄu?M in dieseni Jahre, sie betrug dnrchschnitt'lich avbmistagmck 140.000 Tonnen, insgesamt 3,515.000 Tonnen, wahrend W Höchstproduktion im April mit 157.000 Tonnen erreicht wuvdo Der Stahltrnst wie auch andere Werke beginnen heute mit bei Abschaffung der ZllvöMunIdenschicht. Die hiermit Verbundenei Mehrkosten und Produktionsausfälle werdeii zu einer Bev steifung des Atarktes führen. Die Kanflnst hält au 'bei sesterei Pveilsen. Gesteigerte Nachfrage nach Nbhoisen hält die Prvifi ans ihrer bisherigen Höhe. . „ „„ Der britische RoheistNmarkt blieb ruhig. olbiwM arm weitere .Ermäßigung dar Roheistnpreise dem Ansehen naq etwas mehr Nachfrage hervorgebracht hat. Roheiseulfaibrivantei finden die erzielbaren Preise wenig lohnend und sind Hochcheu sowohl in Middlesbvough wie in anderen Gegenden England! gedämpft worden. Mährcheinlich wird die Einschränkung iw Herstellen von Roheisen so lange dauern, bis^ Produktion un! Konsum unarfähr gleich' stehen, woraNf möglicheriweijst di4 Preisbasis sich etwas ha!lt!barer gestalten dürfte.; Gold, Silber und Münzen. tzlus dem hiesigen Platze blieben die Preist auf Vorwöchi, gem Strande In U n g a r n beträgt der Preis des reinen Goldes pro Gramm 21.000 5t., des llläraligen Goldes 14-uOO 51., eine# 20 Kronen-Goldstnck.es 130.000 5t. Silber kostet pro Gramm 580 K.. ein Fünfkroneustück 12.300 51.. mx Emguldenstück 640(1 Kronen, ein Einkronenstück 2370 K. Im Auslände beilvvgten sich die Goldankäuise seitens dei indischen Basare in mäßigen Bühnen. Ein kleiner Betrag wurd? «für den Kontinent au!fgeuom>men. Es ist däher^ währscheäMch daß Amerika wi-eder den größten Teil >der Züfuhren erhalten wird. Für die Ende Mai l. I. abgolausenen elf Monate Ward die Einfuhr von G' td nach den Vereinigten Staaten aus 264,656.011 Pfund geschätzt. Von diesem erheblichen Betrag? entfällt mehr als die Hälfte. 137,712.612 Wund, auf Groß^ britannien. Der Wert des Exportes an Gold betrug 48,473.491 Dollar. Die Zunahme an umlaufendenr Gelde in den Der^ einigten Staaten betrug vouc 1. Juni 1922 bis 1. Juni 1923 335,453.107 Pfund. , . Der Silbermarkt behielt im ganzen ein stetiges Aussehen. Abgesehen von gelegentlichen Verkäufen für chmÄstsche Rech-« nung und einigen durch den Bastitasturz h-ervorgeruifmeu Ver^ sausen für koniinent-ale R'echnlung, waren di>e Züfuhren gcving. Wiener Schnhbörse. . (Eigenbericht der „Wiemr Morgenzeitung".) 2luch der heutige Verkehr blieib gctschälftslos und tierulUgen wurden keine aufgeuommen. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeiinng".! Zum öffentlichen Verkaufe gelangen heute halb 1 Uhr 12.000 .Kilogramm Schokolade, 25 Faß prima raffiniertes Soiaöl und 16 Kisten diverse DLrlbetschl'üge. sowie morgen um 12 Uhr 60.000 5tilogramm Spreisstl und Schumrten. Biehmörtte in 8t. Marx. (Eigeubericht der „Wiener Morgenzeitung"^ Rindcrmarkt St. Marx. Der Auftrieb auf den gestr.,^. Rindermarkt belief sich auf 1932 Stück inländisches, 257 Smck ungarisches. 56 Stück tschecho-slowakisches, 877 Stück sugoflavisches nnd 1020 Stück runiänischrs. zus. 4142 Stück Schlachtvieh, worunter sich 3398 Stück Mast- und 834 Stück Beinlvieh befanden. Der Gattung nach waren 2261 Ochsen, 836 Stiere und 1045 5tühe. Außerdem waren noch 60 Stück angemeldet. Es notierten Ochsen prima 14.000 bis 16.000 51.. extrem 16.500 bis bis 19.000 5t., sekunda 12.000 bis 13.600 5t., tevtia 9500 bis 11.800 5t.. Stiere 9500 Ibis 14.000 (16.000 51.), Kühe 9500 bis 13.000 (1600) K. und Beinlvieh 6000 bis 9000 K. pro Kilo-« gramnr Lebendgewicht. Bei einer Mehrzufuhr von 840 Stück, an der namentlich einheimischen Provenienzen partizipierten, erlitten Primasorten einen Preisrückgang bis zn 1000 K.. nnttlere nnd M'indere Qualitäten wie auch Stiere von 1500 bis 2000 5t. pro Kilogramm gegenüber der Vorwoche. Kontuniazmarkt. Mittwoch den 22. d. gelangen 170 amerikanische Rinder bester Qualstät aus dein 5ionbuulazniarkt zum Verkaufe. Borstenviehmarkt. Nach den bisher vorliegenden Ausladuugen und "Anmeldungen dürfte sich der Austrieb ans 4000 Stück Schweine bestrulstiL. Raum