Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1620 (16.8.1923)
- Date
- 1923-08-16
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Wiener Morgenzeitunü. W. AuKP IMS Nr. IM ntmisteritmt erklärt, daß es triemmrd zur Führung von AnleiheverhatMnttgrtt ermächtigt hat. Milde Zustände an der Budapester Börse. Aus Budapest wird uns gemeldet: Au der gestrigen Börlse bestandeil weiteichiu die wilden Zustände, wie Ire in der Borwoche anfgetrcteu waren. Alle Versuche des Börsenvorstandes. der: Kassatag definitiv zu regeln, scheiterten an den Verfügungen des Negierrt-ngskommissärs, der, int Gegensatz zu den. Wünschen der Börsenbesucher immer wieder neue Einschränkungen unter dem Vorwände bontititmi, daß der Effektenhandel ein unisolides Gepräge zeige. Aus diesem Grunde hat unter Führung des Budapester Börsenvorstandes eine Aktion eingesetzt, die Liesen unhaltbaren Zuständen ein Ende setzen soll. Kapitalserhöhung der Raaber Waggonfabrik. Alls Budapest wird tltts telegraphiert: Die Naaber Waggonfabrik steht derzeit vor einer Kapitalserhöhung. Litauischer Holzmarkt. Seit Mitte Juni sittd die Preise auf Rundholz, Sleeper und Schwellen etwas stabiler geworden. Auf den Sagemühlen geht die Avbeit nach der Beseitigung des Streiks nur sehr träge. In der letzten Zeit wird das be-avbeitet>e Holz hatrptsächlich nach Memel exportiert, seltener nach Tilsit oder Königsberg. Die Tendenz zur Hebung des Exports würde sich entschieden befestigen und entwickeln, wären nicht die gegenwärtigen Maßregeln allgemeinen Warakters, die sich -im Handel überhaupt, wie auch speziell im Holzha-udel, hemmend bemerkbar tnachen. So hat zivm Beispiel die Dwsngirng darWer, daß die epportterenrden Fivnven 70 Prozent der Fakturen in stabiler Valuta an die Emissionsbank zum Einwechsoln in Lits zu liefern haben, bedrückend auf die Ausfuhr eitlgvwstkt. Bei -der gegenwärtigen Konijunktmr des Weltmarktes. bezMmvgsweis-e des Holzexports, realisiert sich der Handel oKnals nur allmählich, und daher legt sich die Zahlung der 70 Prozent in stabiler Valuta als eine schwierige Äa-st auf den ga-nzeu Betrieb. Die Stimmung der Kaufleute Mld des Vereins der Holzindustriellen in Kowno ist außerdem eine stark aufgeregte infolge der Schwierigkeiten, die ihnen bei der 'Beschaffung des Auslaudsvifnms von seiten der litauischen Paßstelle in den Weg gelegt werden. Die Kanfmannscha'ft sowie auch die Privatleute erhalten auf ihre Gesuche in den häufigsten Fällen Absagen. Statt eines Auslandspasses wird oft der Werse Rat erteilt, zur Kur nach den litauischen Kurorten zu reisen oder anstatt -der zweiten Gurlde zur ersten beiztttvcten. Zu welchem Zwecke solche Maßregeln getroffen werden, ist allerdings unbekannt. Jedoch eines steht-fest — die Handelsbezichttugen werden gehemmt. Erschwerung des ausländischen Handels üt Rußland. Die russische Sowjetregierung hat zwei Verordnungen über dm Außenhandel und über Handelsgeschäfte ausländischer Firmen irt Rußland erlassen. Danach darf keine ausländische Firma ohne Genehmigung des Auß-enhandelskommissariats irr Rußland Comptoirs,- Zweiggeschäfte und Vertretungen eiurichten. Zu diesem Erlaß, der jede private wirtschaftliche Betätigung in Rußland erdrosseln muß, da die Genehmigung natürlich nicht vielem Firmen erteilt wird, äußert sich eine Zuschrift an den deutsch-russischen Verein, aus der wir folgendes wiedctgeben: . . . Bereits heute halteir die Russen nicht nur den Verkauf ihrer Erzeugnisse ur Deutschland in ihren Händen, sondern sie konzentrieren bei ihren Wirtschaftsorganen und Verbindungen auch den Verkauf deutscher Waren in. Rußland. Werden deutscherseits Bedettken bezüglich der ungleichen Stellung beider Parteien geäußert, dann weisen die Russen auf den andersartigen Ausbau des Wirtschaftssystems in Deutschland gegenüber demjenigen in Rußland hiir. Mit diesem Hinweise darf niait uns jedoch auf keinen. Fall unsere Rechte schmälern. Wir müssen deutsche Waren nach Rußland meistbietend verkaufen können, ebenso wie wir auch passende Bezugsquellen für unseren Bedarf im Auslande zu suchen die Möglichkeit haben müssen.. Sachlich betrachtet, ergeben die Verhältnisse, wie sie heute liegen, aber folgendes Bild: Die russischen -Organe treten als alleinig« Verkäufer russischer Erzeugnisse auf, sie verkaufet r ihre Waren in Deutschland meistbietend, sie lassedie deutschen Käufer sich überbteten; wer den Nutzen hat, das liegt auf der Hand. Dieselben Organe bilden. den einzigen Einkaufsapparat für deutsche Waren, sie lassett Lie deutschen Lieferanten, sich gegenseitig unterbieten; wer zieht den Nutzen? Es ist ja lobenswert, die Konjunktur auszunutzen. Führende Männer der russischen Wirtschaft weisen auch unverblümt auf das durch das Außenhandelsmonopol geschaffene Vorrecht hin, das als Trtnnp-f bei der Gewährung von Zugeständnjssen an die Gegenpartei jederzeit ausgentttzt werden kann! Für uns ergibt sich aber die Frage, ob Deutschland tut Verkehr mit Rußland dauernd eine solche traurig passive Rolle spielen kann. . . Berliner Börse. Berlin, 18. August. Die in den letzten Tagen in den Verkehr geflossenen bedeutenden Zahlungsmittel haben zu einer, wesentlichen Erleichterung des Geldmarktes geführt. Die verfügbaren Gelder werden anscheinend zu Effekteukänsen benutzt, wozu dos ermäßigte Kursniveau besonderen Anreiz bietet. Die Anfangsnotievnngen stellten sich an. der Effektenbörse größtenteils namhaft besser, namentlich auf den: Montannach. Im weiteren Verlaufe wurde das Geschäft sehr still und die Anfangsnotierungen konnten sich zum Teil nicht voll be' haarpten. (Alles in Tausenden von Mark.) Sch büß kur se: Türkische Lose 24.000, Oesterr. Staatsbahn 31.000, Nordd. Lloyd 2100, Ver. Elbeschiffahrt —, Berliner Handelsgesellschaft —.—, Kommerz.-Privatbank —, Darmstädter Bank 3800, Deutsche Bank 5000, Diskonto- Koimnandit —, Dresdner Bank —, Nationalbank für' Deutschland —.—, Oesterr. Kredit —, Oesterr. Länderbank —.—, Neichsbank 1300, Wiener Bankverein —, Wiener Unionbank, Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 2730. Bochumer Gußstahl 35.250, Daimler Motoren 985, , Deutsch-Luxemburger 22.500, Deutsche Waffen u. Mnn'rtton-, Dynamit Nobel 2900, Felten u. Guilleaume 11.760, Gelsenkirchener Berg. 26.000, Tb. Goldschmidt 9400, Harpener Bergbau —Hirsch Kupfer 16.000, Höchster Farben 4300, Hohenlohe-Werke 8500, Laurahütte 6200, Mannesmamtröhren 16.000, Phönix Bergbau 15.400. Schuckert u. Co. 21.000, Siemens u. Halste 22.'50ü, Telephon Berliner — Sie Jevisenkurse. Berlin, 15. August. (Devisenkttrse.) — Amsterdant I. 067.325.— (1,183.035.—), Belgien 123.690.- (137.655.-), Christiania 452.865.— (494.760.—), Kopenhagen 502.740.—(552.615.—), Stockholm 722.190.— (799.995.-). Italienische 116.707.- (127.680.—), London 12,369.000.— (13,715.625.-), New-York 2,693.250.- (2,992.500.-). Paris 149.625.—(165.586.—), Schweiz 493.702.50 (542.640.-). Spmtien 369.076.— (403.987.50), Wien 3890.- (4289.-), Prag 80.797.- (88.777.-), Budapest 14.763 (15.960), Sofia 21.846.- (24937.—), Belgrad 28.428.- (31.920.-). Berlin» 15. August. (Notenkmse.) — Noten: Dollar 2,293.260.- (2,992.500.—). Pfund 12,368.000.- (13,715.625.-), Italienische 113.750.- (126.183.-), Polnische 1150.- (1400.-), Tschecho-slowakische 76.807.- (87.580.-), Oesterr. gestempelte 3491.— (4089.-). Amsterdam» 15. August. (Devisenkurse.) London II. 62*/., bis Berlin 0.00092 V, bis Paris 18.99 bis —Schweiz 46.— bis —.-. Wien 0.0035 bis —, Kopenhagen 46.80 bis —.—, Stockholm 66.90 bis Christian!« 41.85 bis New-York 254.37 bis , Brüssel 11.52'/z bis -.-. Madrid 34.40 bis Italien 10.77*/, bis Budapest bis HelsingforS 7.— bis —, Prag 7.42‘/3 bis —.—i. Delhi B ' Men, Doimerrdav Bolkswitt. ykstempeve Sinne ---- 0.00787, Oentimes. Auszahlung Wien — 0.0078 Sentimes. I« Zürich notterto 16./8. 14./8. bie österreichische Krone . . . . \\ 0.0078 0.0078 die österr. gestempelte Krone . . . 0.00787, 0.0078*/, die tschechische Krone ....... , 16.15 16.20 die Mark. ... . . 0.000225 0.000190 Holland ............ 217.25 218.- Neto-Nvrk »«»»»«.»,.» 553.- 653.50 Sottbott «••»««•« » » D » . 25.27 25.30 Pari8 •••* . 30.45 30.40 Mailand. 23.90 23.50 Belgr<ch . ... . . . 5.85 5.877, Bukarest . 2.45 2.50 Sofia ............. 4.70 4.80 33ubftp£fi . 0.037« 0.03'/, Warschau . . . .. . 0.0027 0.0024 Weitere Steigerung per Reichsmark. Wesentliche Entspannung der Währungskrise. Auf den internationalen Plätzen läßt sich ein andauerndes Steigen der Reichsmark konstatieren. Hatte sie vorgestern noch in Zürich 0,0002 notiert, so tvar gestern ihr Kttrs um ein Achtel gestiegen und betrug 0,000225. Auch in Berlin ließ die stürmische Nachfrage nach Devllu: nach und bewirkte ein Abbröckeln derselben. So senkt-r sich der Dollar von 2,932.500 auf 2,693.250, das Pfund von 13,715.-625 auf 12,360.000. Auch das Niveau der österreichischen Krone senkte sich von 4289 auf 3491. Es ist also auf der ganzen Linie eine wesentliche Entspannung festzustellen. Die Aufnahme des innen Kabinetts im Auslande und die Ankündigung der Uebernahme des Finanzportescuilles Deutschlands durch Hilf er ding scheinen in psychischer Hinsicht diese Aenderung der Situation bewirkt zu haben. Ler polnische SchnldeMenst. Warschau, 15. Attgust. (Tel. der „Wr. Morgenzeitung".) Nach den offiziellen Mitteilungen funktioniert der Dienst für die Rückzahlung der Auslarrdsschulden durchaus normal und die Zahlungen werden von der polnischen Regierung pünktlich geleistet! Im Jahre 1923 wurden folgende Summen an dos Ausland zurückgezahlt: 2 Millionen holländische Gulden, 1,820.000 amerikanische Dollar und 4 Milliarden polnische Mark (die letzgenannte Summe an Italiens Ueberdies hat die polnische Regierung Zinqen in der Hohe von 915.215 Dollar, . ferner die Rate für die von Amerika gelieferten Lokomotiven in der Höhe von 1,200 0.000 Dollar entrichtet. Int Jahve 1923 ist nur noch eine Rate in der Höhe von 283.500 Dollar <im, Oktober) fällig. Wie die offiziellen Miiteillmgen besagen, hat die Pünktlichkett des Schuldners im Auslände günstigen Eindruck hervovgeruseu und zu günstigen A n l e i h e a n g eboten votr privater Sette aus dem Auslande geführt. Jugoslawien führt keine Anlerheverhandlungen. Aus Belgrad wird berichtet: Das Finanzministerium'dementiert die Meldung einiger Blätter, .der zufolge ein englisches Batckkonfortmm beauftragt worden fei, Verhandlungen zwecks Aufnahme einer Anleihe in England zu führen. Das Finanz- Copyright 102S Nachdruck verboten. R.L3wit Vortag, Wten-Lcipzig. (65. Fortsetzung.) 8n Polens Mlderu. Roman von I. Opatofchu. Autorisierte Uebertragung aus dem Jüdischen von Siegfried SHmitz. „Dcrs ist wahrscheinlich ein Dorfjude" — entschuldigte chn Reb Jtsche —, „er wohnt auf dem Lctnde und' sieht von einem Neujahr bis zu-m anderen keinen Juden vor sich..." * „Und glaubt — unterbrach der Rastbi lächelnd —, „wenn man vor d>em Grafen den Hut abnitnmt, fo muß man es vor mir erst recht . . Mordechai verließ das Haus. Er blieb auf dent Hofe stehen und konnte zwischen Rabbi Mendele und Reb Itsche nicht unterscheiden. Er sah die Krähen wie ein schwarzes dreieckiges Tuch auf dem Schnee liegen; dann erinnerte & sich an den mageren Schlächter mit der augelaufenen Nase, und konnte sich mit dem (^danken nicht befreunden, daß die Krähen, vo-n detten die Bauern glauben, sie feien verfluchte Seelen, auch Seelen von Schlächtern sein sollten. Ist diese Boxstellung jübisch? Bei den Juden ist ein Schlächicr ein ordentlicher Mann, der Thorawisfen hat und keiner Fliege etwas 311 rlevde tut. Seine Augen find weich, seine Schritte leise, und wenn er ein Tier schlachtet, so geschieht es mit einem gewissen stillen Zeremoniell; fast unhörbar tritt er hinzu wie der Hohepriester, spricht eineu Segensspruch, zieht leise das blinikende Messer durch — ein Schnitt und die Schlachtung ist vollzogen im Namerr Gottes! Mordechai zitterte; er fühlte unbewußt, daß Rabbi Mendele recht hatte. Und je länger er dastmtd, desto trauriger wurde es ihni ttnrs Herz. Er lvusfte nicht, was ihn quälte; er hatte etwas tun wollen, sich bau \ ganzen Morgen daraus vorbereitet, nun verdroß es ihn, daß er sich ^nicht erinnern konnte. Er ging i-m Hofe hin und her, von da in den Gurten, ohne zu rnevken, daß es finster wurde. Bis zu den Knien' watzete er im Schnee und horchte auf das Knirschen des Schnees. Jahrelang schon, so schien es ihm, stand er ganz allein inmitten eines gefrorenen Flusses. Das Eis kracht, springt und er sinkt, will sich mit Händen und Füßen haltettj aber alles weicht und er sinkt, hebt sich einpor und sinkt wieder. Er erschrak vor seinem eigenen Schrei und sah sich um. Da bemerkte er in einem Fenster von Dowidls Wohnung eine Gestalt und spürte mit einem Male die Henneligkeit eines tvavmen hellen Zimmers. In seinein Hirn öffnete sich e-iri Kämmerchen und er erinnerte.sich, daß er um Nifkcles ivillett gekonmten ivar. Sein Herz wurde leicht. Kapitel 8. Gesenkte Augen. In Reb Dowidls Wohn-tlng war es ttoch finster. Nur auf den Scheiben eines Fensters flackerten Flarnmchen. Das waren die Flantmerr eines alten polnischen Kachelofens, die sich auf den Scheiben widerspiege'lten. Vor dem Kachelofen lag auf einer weichett Öttonrame Dnsizka, Daitiel Eibufchitz' Frau, itt eitrem dnn'kelrotetr Samnret- 'schlastock, dessen Schleppe in Falten ans den Bodett fiel. Faul wie eine Katze dchnte sie sich int roten Schein des Feuers, hüllte sich in Kissen eit: nutz schmiegte sich an . Rffkele, die in eilt 'Wollttrch gehüllt neben ihr saß und sehnsüchttg ins Feuer schaute. Die dicken Wände und die schweren tiefen Teppiche auf donr Boderr saugten das Knistern des Feuers ein und auch die menschliche Stimme tvtrrde ganz anders, sie klang, als käme sie aus dein Bodett. Duszka legte ihre Stirnhaube ab; dichte kurzgeschorene Docken kamen zum Vorschein und,gaben ihrem Kopf etwas Knäbenhaftes. Das Haar war so schwarz, daß die Docken mit Silbergrail bestäubt zu sein schienen. Duszka uinschlang Nifkele, grub eine Hälfte ihres Gesichtes in ihren Schoß und flüsterte unaufhörlich: „ . . . ich habe es so geru, wetm dn nt ich kämmst . . . leichter, leichter, so! Weiß: dn lvas? Kämnte tnich mit den Fingern. . ." Sie nahm Nisketes Fittger und führte sie über Kopf und Hals, bei jeder Berührung schloß sie halb die Augen inttc fuhr zusammen, als hätte sie glühendes Eisen berührt. „Ist dir kalt?" fragte Duszka. „Mir ist fo kalt, ich weiß nicht warum!" „Drück dich fest an mich, ich will dich wärmen! Deine Finger sind eiskalt ... ach das kühlt . . . weißt b»u, Rist kele, ich habe cs so gern, wentt wir allein bleiben, ganz allein . . . wir müssen einntal alle Türen und die Fensterladen schließen und alle Oefen heizen, im Dunkel sitzen so wie jetzt mW du, mein Lieb, wirst mir 'das Haar kämmen . . . lvichter, leichter . . , ich werde sie nicht mehr absch,neiden, Daniel sagt auch, ich möge sie wachsen lassen. . ." „Wer, Daniel?" fragte Rifkele verwundert. Erinnerst du dich, was für Haar ich als Mädchen gehabt habe? Es wird imeder ttachwachsen, so lang" — ihr nackter Arm fichr bis zu den Fußknöcheln —, „)oie gefällt dir die Stirtchaube, die mir Daniel nntgchrächt hat?" „Di-e mit den Granaiett?" „Ja, die Granaten sind so rot, fast wie Blut, und lvenn ich die >Hattbe anziehe, kommt es mir vor, als würden meine Haare rot. Möchtest dn rote .Haare habet:? Ich nröchte so gern rote Haare haben, feuerrote, so wie die Flammett tm Ofen, sichst dn? Da-tiel sagt, ich hätte rotes Haar 'habett müssetr, langes rotes -Haar, hi, hi, hi!" ,Mch deshalb kleidest du dich in Not?" Duszka antwortet^ nicht; sie erhob sich, versteckte die Füße unter dem Schlafrock, streckte" den Hals ein tvenig empor mt vom roten Schein des Feuers übergossen sprach sie leise und gcheimnisvoll: ' „Nientand Vars davon wissen, Riffele, auch der Groß» Vater nicht. . . „Wovon?" „Daß er zwischelt uns ist." „Wer?" Duszka anttvortetc nicht sofort, sie bcugie sich noch^ nrehr zum Feuer nieder it-nfo sprach noch leiser: „Purpur wird er tragen, feurigen Purpur." „Was ivird er tragen?" . '' kFortsetzung folgt.)