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Wiener Morgenzeitung · 1923-08-14 · Heft 1618 (14.8.1923) · p. Seite 9

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1618 (14.8.1923)
Date
1923-08-14
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Ar. Men. DienSdafl ' stellen deL Freiverkehres wurde völlig paralisiert durch die rücksichtslosen Repartierungen, die das Zentralnotemnstitut weiter aufcechterh alten mußte. Bezeichnend für die Unzulänglichkeit, mit der die Umstellung mit Devisenmarkt wiederum vorbereitet war, ist die Kursentwicklung der'Dollar- Schatzanleihe, die Disparitäten bis zn 40 Prozent gegenüber dem Dollarknrse ergab, was zu einer Diskreditierung der schon in einigen Tagen herauskommenden Goldanleihe führen müßte, wenn es nicht in den nächsten Tagen noch gelingt, die Differenz zwischen den beiden Kursen auszugleichen. Denn für die neue Goldanleihe wird ja die ungefähre Parität mit dein Dollar gefordert. Bankschecks als Mttkl zur Behebung der Geldknappheit. Aus Berlin wird uns gemeldet: Die Großbanken haben sich genötigt gesehen, Schecks in Beträgen über 1 und 5 Millionen Mark gegenseitig auf einander auszuschreibrn und als Zahlungsmittel zu verwenden. Alle Kassen, Firmen und Privatpersonen werden gebeten, solche Schecks als Zahlungsmittel weiter zn verwenden und nicht alsbald zur Einziehung zu bringen. Der Wiener Geldmarkt. ObiglÄch die Prolongation erledigt war, ist eine Verbesserung der Geldverhälr nisse nicht zn konstatieren gewesen. Die Banken zeigten sich tvegen der Bovgänge in Deutschland zurückhaltend und haben deshalb dein Markte kein neues Kapital zjugesiichrt. Trotzdem ist ober von einer empfindlichen Gold'knapiphen nicht gesprochen worden. Der Reportsatz bewegte sich zwischen 1,50 'und 1,75 Prozent pro Woche. Die neue deutsche Goldanleihe. Die Ausstattung der neuen ivortkbeständigen DollaranlePe des Deutschen Reiches, für die die Zeichmmgen am 16. August 'beginnen werden, bat in dieseii Tagen noch eine gewisse Aenderimg erfahreii, die indessen nur Verbesserungen darstellen. Mr die Anleihe hastet 'bekanntlich der gesamte deutsche Privatbesitz, und ^war in der Form, daß die Reichsrsgiern>ng ohne besondere Anstimmung des Reichstages in die Lage versetzt wind, für Verzinsung und Rückzahlung besondere Zuschläge zur Vermögenssteuer zu erbeben. Für die Anleihe sind Steuerbefrexmigen infoferne vorgesehen, als keine Börsenumsatzsteuer etthdben wird« und ferner insoferne, al§ die Zeichner der Anleihe fowie alle diejenigen, die die Anleihe im Taufe des, ersten Jahres erwerben. ton der Erbschaftssteuer <befve.il finid. Die Anleihe eignet sich tvegen ihrer ganz kleinen Stückelung zur Anlage vorübergehend stüsstaer Gelder auch des Neimisten Mannes. Sie ist aber ebenso zur Anlage von Betriebskapitalien geeignet, anm so mehr» als sie die bei den Darlehenskassen beleiybar sein wird. Die Bedingungen, unter denen Äombardkredtte auf der Grundlage der Anleihe aufgenontmLn werden können, sichen noch nicht fest. Cs werden iedenfalls Borzugsbediwgnmgen fein. Immerhin ist selbstverständlich im Rahmen der neuen Währungspolitik an eine Papicrmark^Tombchchierung wicht zu denken, sondern es kann nur eine wertbefLändige Lombardierung bis zur Hälfte des ansmachenden Betrages in Frage kom-men. Um die neue Anleihe besonders gleich mnHaulfsMig M machen und auch den Börsenverkehr in 'dvvsem Papier zu gleich lern, wird ton der Leitung der Berliner BvdinMNgsgemernschcrft der Bankiers den Mitgliedern vorgeschkagen werden, nur 1 Prozent, d. h. die Hälfte der sonst üblichen ProvRon. zu orcheven. Beim Verkehr -der Bankiers unter- «maüdor sollen OM Prozent Provision berechnet werden. Die Kapitalsvermehrnngen der ungarischen Banken. Aus Budapest wird uns berichtet: Da die Gelldknapphei: an» hält und die Möglichkeit, größere Geldsummen zu erhalten, iwilcht vorhanden ist, werden, wie bereits gemeldet, die Buda-- Pester Großbanken noch im Lause dieses Monats größere .KapitalserhÄhungen vornchmen müssen. Im Inland besteht jedoch keine größere Begebungsmögstchkeit, so daß die nngärischen Großbanken ihr Interesse dem Ausland Mvenden. Schon in ton letzten Tagen fanden größere Verkäufe int Ausland statt. Um nun einer Ueberifremdung zu steuern, werden alte Mtien mit plurakem Stimmrecht ausgefhattet werden. Wiener Börse. An der gestrigen Börse herrschte eine dmchwegs flaue Stimmung. Die Creigniffe in Deutschland, der Sturz des Kanzlers Cuno, die Ausbreitung der sozialen Unruhen, die ungewissen Nachrichten über die Situation in Deutschland mahnten die Spekulation zur Vorsicht. Dazu kam noch die bevorstehende zweitägige Verkehrsunterbrechung, welche bei dieser fTauen Stimmung das Publikum vor dem Eingehen in größere Engagements abhielt. Endlich waren es auch Budapester Nachrichten über die Schwierigkeiten einer Börsenreform, die es bewirkten, daß auch für ungarische Werte kein richtiges Animo herrschte. Im Laufe des Verkehres kamen Nachrichten aus Prag, welche von einer schwächeren Tendenz der Prager Börse zu melden tvußten. AN diese Umstände bewirkten, daß das Geschäft einen sehr schleppenden Verlauf nahm. Die Konte'kniine sah bei dieser Situation die Gelegenheit zum Einnreifcit gekommen und suchte das Kursniveau durch stärkere Abgaben 311 drücken. Dies ist ihr auch in einzelnen Fällen gelungen, zumal da der Vörseubesuch gestern ein sehr schwacher war, viele Börsianer infolge der zweitägigen Verkehrsunterbrechuug bei ihren Familien in den Sommerfrischen geblieben sind und so denr Verkehr das belebende Element fehlte. Trotzdem fauit von einer Kursderonte auf keinen Fall die .Rede sein. Das Geschäft wickelte sich in engen Grenzen ab. Die ongebotene Ware wurde verhältnismäßig gut ausgenommen. Die' Bankwerte waren stärker vernachlässigt. Es büßten der Bankverein 14.000, Oesterreichische Kredit 29.000, Ungarische .Kredit 51.000, Depositenbank 5500, Länderbcmk 25.000 und Univnbank 21.000 ein. Bon den Montanwerken war Alpine ans stärkere Angriffe der Kontermine rückgängig und verlor 50.000 K. Felten luaten um 25.000, Waagner um 24.000 und Siemens utn 16.000 K. schwächer. Von den ungarischen Werten büßten Rima 27.000 und Salgo 89.000 K. ein. In Staatsbohn fanden ebenfalls größere Abgaben der Kontermine statt und bewirkten, daß dieses Papier 76.000 K. einbüßte Juli-Süd waren auf die Nachrichten, daß in der Bereinigung der Fragen wegen der Regelung des Akkordes neuerliche Schwierigkeiten aufgetaucht waren, um 51.000 K. niedriger. Jur Schranken waren auf allen Gebieten Rückgänge zu verzeichnen. Die tschechischen Werte litten unter Prager SßetföVcu, die Betroleuiupapiere waren wieder auf Käufen Wiener Morgenzettung. 14. August 1923 Seite 9 aus Galizien rückgängig. Von Petrolenmwerten verloren Apollo 16.000, Fanto 260.000, Karpathen 42.0o0, Galizia 100.000,' Naphtha 389.000, Schodnieä 160.000. Von ' den Maschinenwerten büßten Brünner Maschinen lOO'.OOO, 5kurz 10.000, Marswerke 22.000, Schember 40Ö0 K. ein. BezugSrechte: Schlesische ESkomptebank 35.000, Universale 61.000, Wiener Bau 80.000 Geld, Wienerberger Ziegel Geld, Klothilde 85.000, Galrzische Montan 132.000, Gran-Szaszvarer 160.000 K. Der Anlage markt wöes eine feste Tendenz auf, die tschecho-slowakischen Eisenbahnobligationen wurden von tschechischer offizieller Seite gekauft. Oesterreichische Renten waren rückgängig. Von den Exoten notierten: Erdöl 68.600 bis 62.500, Holzverband 26.000 bis 27.000, Iriag 340.000 bis 360.000, Mraznica 220.000 bis 265.000, Tepege 146.000 bis 165.000, Wiener Waffen 26.000 bis 29.000. Die Waremnörtte. (Eigenbericht der „Wiener MorgeMitung".) wurden hiervon die schweren Papiere des Montamnarktes Bt troffen. Die Rückgänge erreichten hier zum Teile 5 Millionen Prozent und darüber. Bochumcr Gnßstahl-Wktien verloren sogar 11 Millionen Prozent. Umsätze kanten wegen mangelnder Kauflust nur vereinzelt zustande und das Geschäft trug während des ganzen Verlaufes einen schleppenden Charakter, Die Devisen gaben auf gleichzeitige Besserung der MarL im Auslände ber geringem Geschäfte nach. (MeS in Tausenden von Mark.) S ch l u ß k n r s e: Türkische Lose 30.000, Oesterr. Staatsbahn 68.000, Nordd. Lloyd 3500, Ver. Eweschiffahrt 2000, Berliner Handelsgesellschaft 11.600, Kommerz.-Prit'Ävank 1800, Darnrstädter. Bank 3000, Deutsche Bank 5500, Diskonto- Kommandit 12.000,. Dresdner Bank 2500, .Nationalbank für Deutschland —.—, Oesterr. Kredit 690, Oesterr. Länderbank •—.—, Reichsbank 1900, Wiener Bankverein 460, Wiener Unionbank —, Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft 2400, Bochumer Gußstahl 25.000, Daimler Motoren 1075, Deutsch-Luxemburger 20.000, Deutsche Waffen u. Munition-, Dynamit Nobel 2450, Felten u. Guilleaume 10.200, Gelsenkirchener Berg. 27.000, Th. Goldschmidt —, Harpener Bergbau 37.000, Hirsch Kupfer 13.000, Höchster Farben 3700, Hohenlohe-Werke 8200, Laurahütte 9000, Mannesmannröhren 14.000, Phönix Bergbau 15.250, Schuckert u. Co. 22.000, Siemens u. Halske 23.600, Telephon Berliner 900. Gold und Silber. In Deutschland wurden die Umrechnungskurse für die Berechnung der Anssnhrabgäbe in Gold für die Zeit vom 16. bis 17. d. wie folgt festgesetzt: 100 ägyptische Piaster 9.77, lOo amerikanische Dollar 420.85, 100 argentinische Pesos (Papier) 143.91, dieselben in Gold 327.06, . 100 belgische Franken 19.53, 100 brasilianische Milreis (Papier) 43.4b, 10o bulgarische Lewa 3.96, 100 chilenische Pesos (Papier) 53.96, dieselben in Gold 149.90, 100 dänische Kronen 73.91, 100 deutsche Papiermark 0.0002, lOo deutsch-österreichische Kronen 0.0058, 1 englisches Pfund Sterling 19.23, 100 englische Schilling 96.15, lOo englische Pence 8.01, 100 estländische Mark 1.20, lOo finnische Mark 11.69, 100 französische Franken 24.24, 100 griechische Drachmen 6.96, 100 holländische Gulden 165.12, IOO japanische 2)cit 205.03, 100 italienische Lire 18.17, 100 jugoslawische Dinar 4.45, 100 lettische Rubel 1.60, lOo mexikanische Dollar 200.72, 100 nmtvegische Kronen 68.09, 100 ostmdische Rupien 129.39, 100 polnische Mark ,0.0018, 100 portugiesische Eskudo 17.01, 10g rumänische Lei 2.09, 100 schwedische Kronen 111.67, 100 Schivcizer Franken 73.98, 100 spanische Peseta 60.07, 100 tschechische Kronen 12.42, 100 türkische Piaster 2.42. 100 ungarische Kronen 0.02, 100 uruguayische Peso (Gold) 61.68 (alles in Goldmark). . Hitz.it stellen sich die Preise, wie folgt: Feingold Einkauf 43,700.000° K., Verkauf 47,000.000 K., der Einkauf von Silber 1,300.000 K., Verkauf 1,400.000 K. pro Kilogramm, Goldlegierung 14 Karat pro Gramm 24.220 K., 18 Karat 31.146 K>, Silber 800-1000 Teile fein pro Gramm 1040 K.. 3004000 Teile feilt 1170 K. ‘ Münzen: 1 Silberkrone: 5200 K., 5 Kronen: 27.900 K.» 1 Silbergulden: 14.300 K., 2 Gulden: 28.600 K., 10 Kronen in Gold: 131.000 K.. 20 Goldkronen: 262.000 K., 100 Gold- * krönen: 1,311.000 K.. 1 Dukaten: 148.600 K. Oele und Fette. In den letzten Tagen sprach sich die Tendenz schwächer aus und zn ermäßigten Preisen wurden folgende Gattungen offeriert: Kokosöl Prima weiß zu 17.800 K., Sojaöl.-Fettsaure zu 14.260 K., Rüböl doppelt raffiniert zu 16.900 K., Elain 'sap. -97-98 zu 48.000 K., Rindertalg 43-44 Grad Prima zu 14.800^ K.°, Rohwollfett zu 4900 K., Sesamöl erste Pressung zn 18.3o0 K., Agmispeiseöl zu 16.600 K., Schweinefett pure lard Kisteripackung zu 21.600 K. und Kokosspeisefett in Fässern zu 18.000 Ä. Nach beit letzten Berichten aus England war die Lage' der Oelmärktc ruhig. Bor allem wurde seitens der Großhandelshäuser über rirangelndes Kaufinteresse deutscher Firmen. geklagt, die sich im Hinblick auf die Währungsverhältnisse größter Reserve im Einkauf befleißigten. Auch an den englischen Talgntärkten waren die Umsätze gering, trotzdenr die Preise zum Teil zugunsten der Abnehmer neigten. Die- Sec- - frachten stellten sich zuletzt von London. Liverpool und Hüll nach Bremen und Hamburg aus 16 Schilling pro Tonne. Was den Verkehr an den deutschen Märkten anlangt, so hielten sich diese in sehr engen Grenzen. Die sehr unklaren politischen itnbwirtschaftlichen Verhältnisse waren nicht dazu angetan, merkliches Kausinter esse zu erwecken, im - Gegenteil, man operierte im Einkauf sehr vorsichtig, zumal obendrein auch die Preise infolge zmtehntender Markentwertung sehr hoch gcspamlt waren. So reserviert sich die Abnehmer in bezug auf Einkäufe verhielten, ebenso zurückhaltend waren aber auch die Verkäufer. Infolge sehr starker Repartierungen war die Beschaffung von Devisen mit großen Schwierigkeiten verbunden und es 'mußten infolgedessen die Importfirmen Fast ganz untätig im Einkauf bleiben. Biehmörkte in St. Marx. . . (-Eigenbericht der .Mcener Morgenzeitung".) R t lt b c x «t n 11 i. Der Austrieb belief sich auf 1031 Stück iuländisches, 184 Stück ungarisches, 18 Stück tschecho-slowakisches, 978 Stück jugoslawisches. 25 Stück dänisches und 1076 Stuck rumänisches, zusammen 3312 Stück Schlachtvieh, worunter sich. 2272 Stück Mast- und 1034 Stück Beinlvieh befanden. Der Gattung nach waren 1997 Ochsen, 524 Stiere, 783 Kühe und 2 Büffel. Es notierten: Ochsen prima 14.600 bis 16.000 K., extrem 18.000 K.. sekünda 13.000 bis 14.300 K., tertia 11.000 bis 12.500 . K., Stiere 12.000 bis 15.500 K. und Kühe 11.800 bis 15.000 K., Beinlvieh 7000 bis 11.000 K., Büffel - K.. pro. Kilogramm Lebendgewicht. Preise gegenüber der Vorwoche behauptet. Stellenweise haben Preisrückgänge von 500 K. pro Kilogramm stattgefunden. K 0 n t u m a z m a r k t. Donnerstag den 16. d. gelangen auf denk Kontumazmarkte 133 Rinder jugoslawischer Herkunst, gute Qualität, zum Verkaufe. Bor ft envieh markt. Nach den bisher vorliegenden Anmeldungen und Ausladungen dürste sich der Auftrieb auf zirka 3000 Schweine belaufen. Vaumwollmartt. Aew-VorK» 11. August. Baumwollzufuhren in den atlant. und Golfhäfen 9000, im Jnnem 6000, Ausfuhr nach Großbritannien -, nach dem Kontinent 3000. Lokalmarkt ttttädHnp: 25.25 (gestern 24.25). Tendenz r ruhig. Terrnine r August 24.75, Septentber 24.75, Oktober 24.—, November 24.—, Dezember 24.—, Jänner 23.82, Febmar —, März 23.67, April Mai 23.67 Juni—. Juli 23.63. Berliner Börse. Berlin, 13. August. Wegen der gespannten imrerpolitüschen. Lage, der Dividendeitzahlmtgsmittelknappheit mrd der^nnkontrollrerbaren Gerüchte irber Streiks und Ordnungsstörnngen im Lande eröffnet« die Börse in gedrückter Stimmung. Hie mit Rücksicht auf die bevorstehenden Sleu-erleisttmgen zu,, erwartende Notwendigkeit, in 'Kürze große Geldmittel flüssig zu machen, hatte auf allen Gebieten Angebot zur Folge, das den Kursstand durchwegs erheblich herabdrückte. Namentlich Prager Börse. Prag, 13. August. Die heutige Börse eröfftrete den neuert Verkehr der Woche auf allen Gebieten in schwacher Stimmung/ Auf dem Jndusnieakticnmarkte machten nur Brauerei- und' Baupapiere eine Ausnahme und konnfen sich teillveise erholen. Transportunternehmen lagen .fast gäirzlich unverändert. Bankpapieve waren interesselos, erholten sich gegen Schluß etwas. Die Wiener Bankpapiere gaben durchwegs im Kurse nach. Auf dem Airlagemarkte war eine Beruhigung zu beobachten. In Exoten fanden regere Umsätze bei fallenden Kursen statt. Die Schlußtendenz war abgefchwächt. S ch l u ß k » r s e: Türk. Eisenbahn-Anleihe 400 Franken —, Böhm. Nuionbank 436.—, Böhm. Eskomvtebank 410.—, Böhm. Jndnstrialbank 438.—, Zilmostenska Banka 427.—, Anglobank 164.—, Oesterr. Kredit 152.—, Wiener Uuionbauk 210.—, Wiener Bankverein 106.50, Buschtiehrader - Eisenbahn Lit. A 570.-, Lit. B 217.—, Ferdniands-Nordbahn 9850.-, Prag-Duxer 195.—, Aussig-Teplitzer Eisenbahn 1685.—, Nestomitzer Zuckeriudnstrie 1495.—, Vereinigte Elektrizität Wien 214.—, Brosche 1500—, Koliner Spiritus 1215.—, Königshofer Zement 1185:—, Breitfeld-Danek 494.—, Ninghoffer 780.—, Simmeriuger 199.—, Nothkosteletzer Textil 323.—, Alviue Montan 378.—, Poldihütte 495.—, Prager Eisen 1215.—, Oei^-rr. Berg n. Hütten 3000.—, Skoda 570.—. Jnwald 588.—. Budapest, 13. August. Mit NücksW ans die dreitägige Verkehrsunterbrcchnng^ überhäufte das Publikum die Banken und Firmen mit Kaufaufträgen, deren Effekinicrnng schon bei Eröffnung einen sehr lebhaften Verkehr zur Folge hatte. Auf sämtlichen Märkten trat eine allgemeirie .Häüsseffimmung zutage, welche, von den schweren Werten ausgehend, ^Kursgewinne von 50 bis 100 Prozent hervorrief. Die Festigkeit hielt bis zum Schluß an und die. spärlich anftxetenden''Realisatiottsbestrebuugen vermochten der allgemeinen Knrserhöhuu.g keinen Einhalt zu tun. Die Schlußtendenz war sehr fest und der Verkehr äußerst lebhaft. Wochengeld betrug 14 bis 16 Prozent. Schlußknrse: llug. Kredit 620.000.—, Oesterr. Kredit 190.000.-, Britisch-Ung. Bank 97.000.-,Salgo Kohlen 770.000.-, Rimamuranyer 245.000.—, Südbahn 175.000.—, Staatsbahn 595.000.—, Gran-Szaszvarer 650.000.—, Oberungarifche Berg 860.000.—, Drasche-Ziegel 360.000.—, Ungarische Allg. Kohlen 3,100.000.—, Urikanv Kohlen 1,450.000, Adria Clotilde chem. Fabrik 235.000—, Ung. Eisenbahnverkehr 265.000—, Anglobank —, Verein. Holz 40.000, Koburg 55.000.—, Spodinm 900.000. Die Devisenkurse. Berlin, 13. August. (Devisenkurse.) — Amsterdam 1,460.340.— (1,546.125.—), Belgien 166.585 — (169.575.-), Christicmia 164.485.- (638.400.-), Kopenhagen 682.290.—(718.200.-), Stockholm 987.525.— (1,047.375.-), Italienische 159.600.- (167.580.-), London 16,957.500.— (17,955.000-), New-York 3,600.750.— (3,890.250.-), Paris'207.480 — (223.440.—). Schiveiz 674.310.- (718.200.-), Spanien 508.725 - (538.650.-), Wien 5286.50 (6586.—), Prag 109.725 —(117.206.-), Budapest 204.43 (213.46), Sofia 33.416.— (35.910.—), Belgrad 39.400.— (41.895.-). Berlin, 18. August. (Notenkurse.) — Noten: Dollar 3,690.750.- (3,890.250.-), Pfund 16,957.600.— (17,955.000.-). Italienische 158.602 - (167.580.-), Polnische 1650.- (1675.-), Tschecho-slowakisckie 109.626.— (117.2(10.—), Oesterr. gestempelte 4987.- (5886.-). Prag, 13. August. (Debiseukmse. — Mitgeteilt vom Bankamte des tschecho-slowakischen Finanzmiuisterimns.) — Berlin 0.10«/. (0.09'/.), Zürich 624.75 (626.75), Paris »191.75 (195.—), Loirdon 155.37 (155.37), New-?)or! 34.05 (34.05), Belgrad 36.70 (36.75). Bukarest (-.-), Wien 4.61 (4.60), Warschau 1.44V, ft.47»/,), Agram —(—.—), Budapest 18.— (18.—), Jugoslawische 36.60 (36.62), Oesterreichische gestempelte Krone 4.65 (4.60), Polnische I.891/4 (1.471/,), Ungarische 12.75 (12.75). Budapest, 13. August. (Kurse der Devisenzentrale.) — Amsterdam 7510 bis 7710, Bukarest 87.— bis 94.—, Kopenhagen 3476 bis 3595, Christiania 3080 bis 3200, London 86.750 bis 89.160, Berlin 0.0045 bis 0.0065, Italien 815.- bis 850.-. Paris 1080.-bis 1116.-, Prag 565-bis 589.-, Stockholm 5040 bis 5220, Zürich 3440 bis 3560, Wien 0.2660 bis 0.2800» Sofia 166.- bis 173.-, Belgrad 202.- bis 210.-. New-Porj 19.060 bis 19.660, Warschau 0.0860 bis 0.0960, Brüssel 855.- biS 890.-. Agram. 13. August. (Devisen.) Wien 0.1320 bis —Berlin 0.00225 bis Budapest 0.50 bis Bukarest 43.— bis —.—, Italien 405.50 bis —London 434,-i bis —, New-York 9500.— bis —.—, Paris 532.50 bis —.—: Prag 277.50 bis —, Sofia bis —, Schweiz 1725.—' bis —, Brüssel —bis , Warschau -bis —. Amsterdam 3700.— bis —.—..Stockholm —. Belgrad» 13. August. (Devisenkurse.) London 432.56 bis —Patts 536.-bis New-York 8425.- bis Genf 1710.— bis—Saloniki bis —, Mailand 404.50 bis —, Prag 278.— bis —.—, Berlin 0.002 bi; —, Wien 0.1316 bis —Bukarest 42.25 bis Sofie 82.— bis —.—, Budapest bis Brüssel 425.- bis —Amsterdam-bis—.—, Warschau —bis —. Warschau, 13. August. (Devisen.) ~ Berlin 0.06, London 1,173.000, New-York 242.500.-, Prag 725.-, Wien 23.46. Nero-Nork, 11. August. (Devisen.) London 457, Paris 667.-, Berlin 0.0030, Mailand 427.50, Zürich 1818.-, Kopem Hagen 1836.-, Stockholm 2662.-, Chttsttania 1637, Amsterdam 3986.—, Prag 291.76, Wien 0.14V», Budapest ®/w, Bukares! 48.75, Warschau 0.04%, Madrid 1367.-, Helsingfors 277.-. Brüsiel 449.—, .Kanada 2% ». p., Brasilien 101.50, Argen, tinien 3259-, Belgrad 108.-.

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