Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1614 (10.8.1923)
- Date
- 1923-08-10
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
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Kr. tß!4 Wim, Freitag METRO PQLTHEATER Morgen Samstag den 11. August 1. J., 6 Uhr abends (anlässlich des 60jährigen Bestandes des jüdischen Theaters)' Q-olcifa.c3Leix --A.Toerx.c5L Zur Aufführung gelangt Bar Kochba Historische Operette in 4 Akten mit dem Ensemble der Isaak Deutsch-Truppe. Verstärkter Chor. GHwnserr geglaubt., und nach eMchen SchwaMapriolen lost sich alles in Wohlgefallen aus. Man lacht bei diesem im ganzen recht flott Murrenden Schüvan>k, der eine gut geölte', nach englischer Art d^ent und elegant nuftreteiribe Maschinerie fyai, sehr viel, besonders über Herrn Forests Mustergatten. Ihn zur Heilung seines Katers einen Kuickeboin trincken zu scheu, ist ein ergötzliches Vergnügen. Neiden ihm ist die allerdings nicht gerade englische Eleganz des Herrn Balberg zu laben. Der weibliche Part stcht stark zurück; Maria West als Margaret hat entzückend englisches Blondhaar, ist gut angezogen, trägt einen schr netten Pyjama (die Firma gBt der Dheaterzettel diskret an), aber ihr ein .Kompliment über ihre Schiansipiolerei zn nrachen, fallt schwer. Die sich kompronritti-erende Mustergattin wurde von einer Darstellerin mit Berliner Manieren gegeben; ba§ sagt alles. Das Publikum lachte und klatschte kräftig. Es war sehr heiß im Theater. S. S. Zutereffengemeknschsst Etaatsover-Teutsches Spernhai»? Wie der „Berliner Lokalanzeiger" mitteilt, ist der frühere administrative Direktor der Bolksoper, Gruder- Gun tranig der vor kurzem die Sanierung des Berwaltungsaipiparates der Wiener Staatsoper übernommen und den Plan der regelmäßigen Auslandsgastspiel« des Burgcheaters und der Staatsoper entworfen hat, jetzt auch administrativer Generaldirektor des Deutschem Opernhauses in Charlottenburg geworden. Gruder-Guntram, der einen Konzert- und Theateragerrtuvenkonzern gebildet hat, hat in dessen Namen der österreichischen Staatstheatervevwaltung gegenüber die finanzielle Deckung -der Auslandsgastspiele der Wiener Staatstheater übernommen. Er scheint nun die Absicht zu haben, eine Art finanziell-administrative Interessengemeinschaft zwischen dem Wiener und dem Berliner Qpernmstitut anzubahnen; das Charlottenburger Deutsche Opernhaus hat bereits einen Teil der vier Milliarden österreichischer Kronen zur Verfügung gestellt, mit denen die Ausstattungskosten von Richard Stvauß' neuem Ballett „Schlagobers" in dev Wiener Staatsoper veranschlagt sind. Mit der finanziellen wird wohl auch die künstlerische Interessengemeinschaft allmählich unvermeidlich werden. Das Deutsche Opernhaus ist ein Privatbühne und die administrative Personalunion mit der Wiener Staatsoper bedeutet wohl die Vorbereitung zur Ueberleitung der Staatstheater in die Hand des Privatunternehmertums. Helene Odilon, die einst vieLgesvierte, hoch dmch körperliche Seiten aus ihrer Laufbahn gerissene und gänzlich verarmte Wiener Künstlerin, weilt gegenüvärtig in Marienb ad, und sucht, wie schon in Wien und anderwärts, durch den ihr polizeilich gestatteten Verkauf ihrer Bilder die nötigen Mittel für ihren Lebensunterhalt zu erwerben. Eine neue Oper von Franz Schreker. „Memnon", ist der Titel eurer ziveiaktigen Oper, an der Franz Schreker gegenwärtig enhikt. Der Stoff b'.handelt den legendären Zng Me.iinons an das Ende der Welt in das Reich der Götter und gleichzeitig die Entstehung des Memnonkolosses, sowie dessen Erklingen bei Sonnenaufgang. Die ^Habimah" in Petrograd. Die hebräische Theatergefellschaft „Hab im ah" hat Petrograd WMrsburg) 'beisucht und dort einiige Theaterstücke niiit großem Erisolg ausgeführt. <-I. E. B.) _ Am den Theater«. V a > ■! ß o (per: Heute „M >ada ur e B u t i c r [ X y". — Die Diveldisn der Volksoper hat Frau Ada Poliakowa von der Großen Oper in Paris für ein viepinaliges Gastsipiiel onMgvcrt. Das erste Auftreten der Künstlerin findet Freitag den 17. d. als Mimi in „Boheme" statt. Im Deut s ch e u B o l l s t h e a t e r gelangt morgetl Säurstag, 7 Uhr abends, als erste Vorstellung der neuen Epielgeit Lengyels „Taifun" mit Jakob FMHanmier als Dr. Toilevamo, zur Aufführung. Gerichtrsaal. Das regenbogenfarbige Gebiß. Jur dunkelsten Afrika gibt es 9,'cgerstänmve, bei welchen schwarz gefärbte Zähne als bclaudercs 'Mittel zur Verschönerung ,dienen ^In- Europa -gelten Zähne, die in allen Regenbogenfarben spielen, keineswegs als besondsre Zierde. Dieser Anschannng war auch der MschäiftMhrer Alfons Käufer, dem dir Zahntechniker Bruno J l'-c ein Gebiß geliefert haue, dis. nach kurzer Zeit das erwähnte lebhafte Farbenspiel aufwies. Und da sich hera'usstellte, daß der'Ille das von: Besteller gelieferte, seine Goild verkauft und statt dessen Dichter wertig es Material verwendet hatte, klag'.e Herr Käufer den Zobntechuiker wegen Betruges. Bei der Verhandlung überzeugte sich der Richter durch einen Lvkalaugenschcin in der Mundhöhle des Klagers von dem Zustande des Gebisses., und ließ' die Ajnsreden des Angeklagten, dir Zähne Wien infolge EmwirVung von Sauren im Munde des Klägers schwarz geworden, nicht gellen, sondern -?rnr:e.lte den Zahntechniker ,8u 'einer Woche Arrest. Mit dem Ersatzanspruch von Mllimien Kranen wurde der Kläger aus den Zivilrechtsweg veÄvIestn. & Wienev Morgenzeitung. 10. August 1923 M Seite 9 Volkswirt. Gestempelte Krone — 0.0078 Centimes. Auszahlung Wien ---- 0.0077 kentimes. In Zürich notierte 9./8. 8./8. die österreichische Krone ..... 7 0.0077 0.0077»/« die österr. gestempelte Kröne .... 0.0078 0.0077*/« die tschechische Krone .. 16.- 16.12'/, die Mark.. 0.0001 0.0001 Holland. 216.- 217.75 New-Uork .. 548.- 552.- London . ....... 25.02 26.18 Paris .. 31.20 31.50 Mailand.. 23.42 23.80 Belgrad .. 6.95 6.90 Bukarest . ..V. 2.75 2.75 Sofia ....... . 5.- 5- Budapest. 0.03V, 0.03V« Warschau . ... 7. 0.0025 0.0023 Goldmark veruiindert. Der GoMassenbestand änderte sich nicht.'Die Bestände der Bank an Münzen ans unMem Metall gingen um 0,1 auf 23,8 Milliarden Mark zurück. Die Darlehenskassen des Reiches vermehrten ihre Ausleihungen um 542,7 aus 3939,5 Milliarden Mavk. Sie führten einen dieser Zunähme entsprechenden Betrag an Darlchenskassenischeinen an die Reichsbank ab, derer: Bestände an solchen Scheinen demgemäß auf 9987,5 Milliarden Mark anwuchfen. Die deutsche DollarTchatzanleihe. Aus Berlin wird telegraphiert: Industrie, Handel und Banken haben versprochen, der Reichsbank für die Dollarschatzanweifungen fünfzig Millionen Goldmark in Devisen zur Verfügung zu stellen. Die Verhandlungen sind heute schon fast gänzlich zu Ende geführt worden. Damit ist die aufgelegte Dollar-Schatzanleihe imtergdöracht. Das deutsche Goldagio 42,5 Millionen Prozent. Berlin, 9. August. (Wdl.ff.) Für die Zeit vom 16. bieinschsteßlich 17. August 1929 beträgt das G old zoll a nfgeld 42,679.900 vom Hundert, Nie deutsche Wöhrungrfmge. Die Aeußernngen Cunos haben in ihrem allgemeinen Charakter 'nichts gebracht, was als konkrete Maßnahmen zur- Abwendung des deutschen Währungschaos angesehen werden, könnte. Trotzdem ist eine gelinde Erleichterung der Situation zn konstatieren. In Berlin selbst sind eitrige Devisenmengen auf b-cit Markt gekommen und bewirkten, daß der rapide Sturz gestern keine Fortsetzung fand. Der Dollar notierte luic vorgestern 4,847.850 Papiermark, das Pfund 21,945.000 gegenüber 19,450.000 am Vortage- Der französische Francs blieb mit 275.310 Mark unverändert. Die österreichische gestempelte Krone hat sich sogar ein wenig gesenkt und notierte 6783 gegen 6982 am Vortage. Diese Zahlen zeigen, daß gestern eine etwas ruhigere Stimmung auf den deutschen Märkten herrschte. Es scheint, daß sich die Banken und Börsen vorläufig abwartend verhalten, in der Ansicht, daß es auf diese Weise unmöglich weitergehen könne. Von allen Seiten wird eine entschiedene Aenderung der deutschen Währnngs- und Finanzpolitik gefordert. Es dürfte diesen Wünschen in gewisser Hinsicht Rechnung getragen werden. Ob aber tatsächlich die erwartete Erleichterung der Situation schon im Anzuge ist, kann vorläufig schwer übersehen werden. Die nächsten Tage dürftet: in dieser Hinsicht vollkommene Klärung schaffen. Mittlerweile beginnt sich das Wirtschaftsleben dem rapiden Währungsverfall« anzupassen. Dies geht nicht ohne gewaltige Reibungen und Demonstrationen vor sich. Die Panik vor der Mark hat das Streben nach! der Goldwährung in immer weitere Kreise getragen. Und so ist es sehr wahrscheinlich, daß bald die Meldung von der Einführung der Goldwährung wird gebracht werden können. Nachstehend die im Laufe des gestrigen Tages emgetroffenen Meldungetr aus Deutschland: Der letzte Juliausweis der deutschen Reichsbank. Der deutsche Staat schuldet der Reichsbank 59 Billionen. — Der deutsche Banknotenumlauf 43,5 Billionen. — Verminde- , rung des ausländischen Goldschatzes. Berlin, 9. August. Wie der Ausweis der Reichsbank dom 34. Jüli zeigt, haben die Ansprüche an das Zetrträlnoteninstitnt Mm letzten MonatsWnß angesichts der sprunghaften Steigerung des gesamten Preisnick Lohnniveaus eine neue außerordentlich starke Znnahnw -erfahren. Die Bestände der Dank an di kontierten ReichsschatzanweisunUen wuchsen um 14.666.9 auf 59.762, das Wechsels rtefeuille um 4983,9 auf 18.914.9 und di« Lombardforderunigen um 2287,7 auf 2553,1 Milliarden Mark an. Für die gesamte Kapitalsaulage ergab sich somit eine Erhöhung um nicht weniger als 31.327 auf 74.620.9 Milliarden Mark. Den fremiden Guthaben bei der Bank flössen weitere 7454,9 Milliarden Mavk zu, ihr Bestand vermehrte si6) dadurch ans 27.857,1 Milliarden Mark. Trotz energischer Steigerrmg der Bairknotercherstellung re>ichteu die von der Bank bereitgestellten Notennrengeu in der letzten Iuliwoche nicht aus, der enorm anschwellcnden Nachfrage nach Zahlungsmitteln in vollem llnffanM zu genügen. Die Zunahme dos BanknotennmtlMlfes stieg von 6339,1 in der Vorwoche auf 11.769,9 Milliarden Mark in der Berichtswoche, so daß der Gesamtumlauf die Ziffer von 43.604,7 Milliarden Mark erreicht hat. Der Umlauf an Darlehenskasseuscheinen hielt sich weiter auf 11,2 Milliarden Mark. Von dem im Auslände ruhenden Teil des Goldbestandes sind wiederum 20 Millionen Goldmavk veräußert worden. Das Golddepot tut Auslande hat sich inifol-gedessenauf 90 Millionen Ser internationale Valutenmarkt. Die deutsche Reichsmark stabil. — Besserung des Schweizer Franken. Abschwächung der westlichen Devisen. In Zürich hat sich die deutsche Reichsmark auf dem Niveau des Vortages gehalten und notierte wieder 0,0001. Es ist vorläufig ein« gewisse Beruhigung eingetreten. Es fragt sich nur, wie lange diese andauern wird. Ein anderer Umstand hat aber die Aufmerksamkeit der Devifenmärkte erregt. Der Schtveizer Franken hat aus den internationalen Dkärkten eine m-evklicho Bessemng erfahren. Dies äußerte sich darin, daß sämtliche westlichen Daluten auch in Zürich eine stärkere Abschwächung auftn,weifen haben. So senkte sich New-Iork von 552 ans 548, London Von 26.18 auf 26.02, Paris von 31.50 auf 31.20, Mailand von 23.80 aus 33.48. Es scheint, daß die Kursobschtvachung, welche der Schweizer Frauken vor einigen Wochen erlitten hat, nunmchr wettgemacht werden soll. Die Devise Budapest hat sich gestern neuerlich um eine Kleinigkeit gebessert. Sie notierte 0.0350 gegen 0.0312 am Vortage. Auch die Devise Warschau hat sich um eine Kleinigkeit von ihrem tiefen Niveau gehoben und notierte 0.0026 gegen 0.0029 au: Vortage. In bezug aus die polnische Währung dürfte eine günstigere Auffassung eingetreten sein/ In Wien ist die Reichsmark von 0.019 auf 0.0315 gestiegen. Bei den anderen Devisen ergaben sich nur geringsihgige Veränderungen. Der franHösische Frauken senkte sich von 9896 auf 3976. Nachstehend die offtgrellen Notierungen: Olearingkurse der Österreichischen Hatlonalbank vom 9. August 1923. Devisen (Schecks und Aus- Zlfl8. Zahlungen) fuß Amsterdam f, 1 holl. Gulden Agram 1 jug. Kronen » . . , Belgrad > Dinar ...... Berlin l deutsche Reichsmark . Brüssel 1 belgische Francs . , Budapest 1 ungarische Kronen . Bukarest 1 Lei ...... . Christiania 1 norweg. Kronen , Kopenhagen 1 dänische Kronor . London 1 Pfund Sterling Madrid 1 Pesetas . . , Mailand 1 Lire . . . > New York 1 Dollar . , . Paris 1 Francs . . . , Prag 1 tschecho-slow. Kronen , Sofia 1 Lewa . , Stockholm 1 schwedfscheKronor . Warschau 1 polnische Mark . , Zürich 1 schweizerische Francs , Noten Amerikan, Noten v. 5 Dollar aufw. „ „ kleinere . . , Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva . » . „ 100 . . „ „ kleinere» . . Dänische Noten 100 Kroner , , Deutsche Noten zu 1000 Mark, , » »ti WO a , „ „ kleinere...» Engt, Noten von 5 Livrest. aufw. „ kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holländische Not^n 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw. „ « kleinere . . . Jngosl, Noten ungest. zu 1000 Dinar . > » 100 . „ „ „ kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw. „ n kleinere .... Rumänische Noten zulOOOu,500Lei kleinere Russ. Noten (Roman.) zn 500 Rubel »»an 100 a kleinere » Schwedische Noten 100 Kronor * Schweizerische Noten 100 Francs. Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v.lOOOaufw, . * kleinere Ungar, Noten (neue Eni.) zu lOOOKr. . , zu 10.000 Kr. . . . . . kleinere. Geld Kurs vom Ware Geld 8. Au«. Ware 4 28000.- 28100.- 28000— 28100.— 6 763,- 767.- 763— 767— 6 763.- 767— 763— 767— 8 0.014 0,016 Q.012 0.014 4M, 3074.- 3086— 3144— 3156— 6 3.75 3.85 3.75 3.85 6 341.- 343— 337— 339— 5 11460,- 11500— 1148u— 11520.- 5 12930.- 12970— 12860— 12900— 3 : 323700_ 324700—323600— 324600.- 5*/a 9830.— 9870— 9880— 9920— 6 3029.- 304t— 3044— 3056.— 4 70935.- 71185— 70935— 71185— 5 4022.- 4038— 4042— 4058— 5 2075.- 2085— 2075— 2085— 7 V, 628.- 632— 628— 632— 4*/j 18870.- 18930— 18820— 18880— 6 0.30V- 0.31 Vs 0.3t1/. 0.32*/* 3 12955.- 13005— 12875— 12925— 70560.- 70960,- 70560— 70960— 70460.— 70860.- 1 704N>.— 70860— 3635.- 3065.- 3105.- 3135— 606,- 614.- 606— 614— 686i— 594i- 586!- 5941— 12780.- 12860.- 1271«.— 12790— 0.0218 0.0235 0.019 0.921 *) —— 321900.- 323500.- 321700.- 323300.- 3975.— 4005.- 27800.— 28000.- 3905.— 3025,- 2985.- 3005.- 755.- 761,- 321800.- 323400.— 321600.- 323200.— . 3995.- 4025.— . 27800.— 28000.— , 302o.— 3040.— 3000.— 3020.— ' 755.- 761.- 748— 754- 748— 754— 11320— 11400— 11340— 11420— 0^0 0.32 0.31 0.3S 0.25 0.27 0.26 0.A 332— 336— 331— 335— 312— 316.~ 311— 315.- 18660— 18760— 18610— 18710— 12840— 12020— 12760.— 12840— 9710— 9790— 9760— 9840— 2057— 2073— 2057— 2Ü73— 2052— 2068— 2052— 206S.— 2.10 2,30 2.10 2.30 2T05 l!25 2.05 2!25 An unsere geehrten Abonnenten in Dentschlnud und Polen! Die fortgesetzte VntwerKlng 5er deutschen und polnischen Währung nötigt uns, eine Erhöhung der für diese Länder geltenden Bezugsgebühren vovzunehmen. Die bisherigeat Preise waren so niedrig angesetzt, daß sie nicht einmal die Ausgaben für Porto und Papier gedeckt Wen. Monnementsbedingmigen ab 1. August: Deutschland .... 150.000 Mark Polen ...... 46.000 Mark Die Erhöhung gilt rückwirkend ab 1. August. Wir er- .su'chen daher unsere Woimenieu, die Differenz auf die. bisherigen Preise sofort nachzuzahlen. Im Sinne unserer Verlautbarung am Kopf des Blattes sind wir berechtigt, bei Preiserhöhungen Nachzahlungen zu begehren. Die Einzahlung hat so zu erfolgeu, daß wir spätestens am 15. August über die Gelder verfügen können, da wir sonst zu unserem Bedauern genötigt wären, die Zufen-- dung der „Wremr Morgenzeitung" an säumige Zahler eiuzustellen. Polnisches Postsparkassenkonto: Warschau, Nr. 190,227i („Wiener Modenzeitung"). Deutsches Konto: Berlin N W 7, Nr. 108.722 („Wiener Marge nzeiiung"). Ae Berwaltnns her ^Wiener Morgeuzeitung". Me«. S. Bez., Lalwrftraße 1/3.