Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 5 (1923)
- Issue
- Heft 1609 (5.8.1923)
- Date
- 1923-08-05
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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M. MS -—-- Men, Gomckvg SOieite« Morsenzettung. 8. GWist 1928 Gerte 18 Die vereinigten „STAFA“-FIRMEN sind das grösste Unternahmen für alle Bedürfnisse das täglichen Lebens ■ ■■■ „$tafa“-A.-G. Warenhaus Zentralpalast Wien, VII., Marlahilferstrasse Nr. 120 Das Kaufhaus für alle Bedarfsartikel Lebensmittel-Abteilung 45 Filialen in Wien. Eigene Lagerhäuser. Wurstfabr. Kellereien u. Lefcensmittelimport Alle Lebensmittel billig und gut WWW« „Stafa“-Kreditinstitut Reg. Ken. m. b. H. Sichere Kapitalsanlagen. Alle -------- Banktransaktionen ------- Telephon: 30580 Serie Telephon: 30580 Serie i lidi ii * lehr! TRADE MARK ii durch den neuen hygienischen HR |% #lk M Strumpfschoner nl(l/vJ Sie ersparen Zeit und Celdl Alleinige Erzeugung und Generalvertrifeb: SIGI Ges. m. b. H., Wien, IV. 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Soweit bisher sestgestellt werden konnte, befinden sich die Kinder, die auch den im Bahnhof« anwesenden Amtspersonen gegenüber Leine Klage Vorgebvocht, vielmehr die über die Expedition verbreiteten ungünstigen Nachrichten als den Tatsachen nicht 'entsprechend bezeichnet haben, anscheinend wohlauf. Die Polizeidirektion setzt se'lbst-verftäMich die Erhebungen bis zur vollständigen AMärung des Sachvechaltes fort. Sihönwetter. Vorgestern abends brachen in ganz Oesterreich viele Gewitter aus mit stellenweisen ssehr ergiebigen Niederschlägen (Zell ant See 37, Ischl 24, Wien 4 Millimeter). Gestern morgens war es im Westen noch stärker bewölkt, im Osten heiter. Tagsüber war der Himmel in ganz Oesterreich fast wolkenlos. Die Mittagstemperaturen blieben unter 25 Grad. Hoher Luftdruck über dem Festlande laßt einige schöne Tage erwarten. Voraussage: Schönwettea, höchstens vereinzelte örtliche Gewitter. Ser ungarische kisenbahnerstreik und di? Wiener Mrkte. Der Streik auf den .ungavikschen Bahnen hat bis jetzt keine nennenswerte Beeinträchtigung der Wiener Märkte gebrächt. Es wlaren gestern Vorräte, die vor Msbrnch de§ Streiks verladen worden waren, augek.ommen, außerdem wurde Gemüse auf dem Donanwege verfvachtet, so daß -sich nirgends Mangel MW-ar machte. — ‘ ' Die Kauflust auf den Griinwarenmärkteir war km allgemeinen schwach, tr-otzdcm vermochten sich die Preise zu behaupten, bloß Salate Wgtsrk sin<ktznde T-enben^. Blau« Pflaumen aus Ungarn waren in großen Mengen vorrätig, auch xugolsiawisch« Zwetschken kamen reichlich auf den Markt. Pilze sind nur spärlich vochanden, dagegen ist das Angebot an Butter und Eiern.nach wie vor günstig. Die Preise blieben ziemlich unverändert. In der Großmarikchalle ist i-m Detailhandel keine Ber- > änderung zu verzeichnen. Im Vergleich zum Samstag der vorigen Woche hat sich Rindfleisch um 2000 bis 4000 K. pro Kilogramm verbilligt.. .Die Preis« der übrigen . Fleischgattungen erfuhren gegen die ^vorige Woche kein«, wesentliche Veränderung. Re SchuhfvbrN „Beta"MN>ling ist das größte derartiger Unternehmungen Oesterreichs, mit einer Kapazität von 2000 bis 2500 Paar pro Tag. Es ist aber nicht nur das größt«, sondern auch das ältest« Unternehmen, das'1871 vom inzwischen verstorbenen Senior-Chef Moritz Klein gegründet wurde. Es blickt daher auf eine bereits „52" jährige Tätigkeit zurück, welche stets nur produktiver Arbeit gewidmet war. Dttrch Arbeit, Fleiß und Sparsamkeit, ist es so zum führenden Unternehmen Oesterreichs geworden. . ,Führend" aber auch durch sein Verkaufs-System, welches mit Umgehung von jeden verteuernden Zwischenfaktoren, nach dem amerikanischen Prinzip: Turn oder" -arbeitet. Das heißt: ' * Kleiner Einzelgewinn beim Fabrikanten und Schnhhändler, dafür rasch sich drehender und steigender Umsatz. Anis diese Weise fahren am besten: a) Der Fabrikant als „Produzent". b) der Schuhhändler als „vermittelnder Kaufmann, c) das Publikum als „Konsument"! „B e k a" ist aber nicht nur „führend" geworden durch feine Leistungsfähigkeit", „Solidität des Fabrikates" und dabei doch „billigen Preisen"; — alles für den Mittelstand bestimmt, der heute unter der Teuerung so schwer zu kämpfen hat, — sondern es ist auch „führend" in der sozialen Fürsorge für Angestellte und Arbeiter. In den letzten fünf Jahren wurden: 10 Ärbeiterhäufer, 2 Beamtenhauser und 60.000 Quadratmeter Schrebergärten denselben quasi gratis zur Verfügung gestellt. Denn die Devise der Firma lautet: „Arbeit ehrt und Erfolg verpflichtet!" _ , (Entgeltlich.) Meine Lokalchrouik. In der Nacht zum 3. d. wurde bei der Zigarettenhülsenfabrik „Messe" am Rennweg ein Kasseneinbruch verübt. Die Täter haben sowohl die Außentüre, als auch; den Tresor der Kasse mit Nachschlüsseln geöffnet und haben etwa 100 Millionen Kronensgöstohlen-. -; Die PolizeidnÄtion in Kasch au verfolgt den Saban Brach in wegen eines in Rumänien begangenen Raubmordes. — Wegen Raubmordes an dem Mehhirten Johann Lackner werden die Brüder Anton und IM Gutowrtz von dev Gendarmerie in Eibiswald verfolgt. Der 19jährige Wehrmann Johann Dem«5, in der Rennweger Kaserne, wurde gestern dem Landesgemchte eingeliefert, weil er die Prostituierte Sabine Schnattinger gefährlich bedroht hat und verdächtig ist, ein Fahrrad gestohlen zu haben. * Die österreichische Goldparität. Die Geschästsleitung der Oesterreichischen Äationalbank teilt mit, daß die Golparität (Umrecknun^verchältnis betreffend die ZollzAlungen in i>) für die Ngl Gold) für die Periode vom 6. August bis 16. August 1923 mit 14.400 K. festgesetzt worden ist. * Rückkehr des niederländischen Gesandte». Der niederländische Gesandte Jonkheer Dr. W. M. van.Weede ist nach absolviertem Urlaub auf seinen Posten in Wien zurückgekehrt. * Gm jüdischer SchwekinvailjNe, Schuhmacher, derber früher rn guten Verhältnissen war und durch Kriegs und Invalidität um Habe und Existenz, gekommen.ist, bittet jüdische Herzen, ihm durch Ermöglichung des Ankaufes einer alten Schuhfttckmaschine zur Aufrichtung einer Existenz zu verhelfen. Wrr sinid gerne bereit, Spenden entgegenzitz« nehmw uiwd ste andie Adresse des.Bittstellers gelangen zu lassen. p * Die Aspernbrücke Mgefperrt. Wegen Reparaturen des Pflasters kann am Montag von 11 Uhr nachts an und am Dienstag die Aspernbrücke nicht befahren werden. D>r BerkLbr Für ^nßgäng?r und der Straßenbahnverkehr bleiben aufrecht. Die Verkehrssperre erfolgt nur bei günistiger Witterung. * Me G«i§- und StrompMse vom 1. v!S8. August. Der Preis für einen Kubikmeter Gas bleibt im Monat August mit 2140 K. unverändert. Die Strompreise betragen ber sechswöchiger Mesung für Licht 605 K. gegen 509 K. der Vorwoche und für Kraft 305 K. gegen 307- K. der Vorwoche pro Hektowattstunde. * Falscher Feueralann rm Johann Strauß-Thmter. Gestern abends meldete der irrt Johann Straußs-Theater angebrachte Feuerautomat der Feuerwehrzmtrale mrm Brand. Starke Löschzüge rückten aus, fanden aber, daß der Alarm falsch war. Ob sich der Automat selbst angespielt hat oder ob Böswilligkeit vorliegt,, konnte - bisher nicht ermittelt werden. Einerseits ist es möglich, daß infolge der Erschütterung beim Fuhrwerksverkehr aus der Staße der Automat von selbst zu funktionieren beginnt; anderere seits sind in der letzten Zeit mehrfach mutwillige Alar mierungen der Feuerwehr erfolgt, so daß es möglich ist, daß auch in diesem Falle sich ein Bösewicht ins Haus geschlichen und den Automat in Tätigkeit gesetzt hat. * Die Buchbergwmte niederaebranut. Bei dem gestritzen Gewitter ist die bekannte Warte auf denk Buchbergl ber Neulengbach abgebrannt. Zwischen 6- und 7 Uhr schlug der Blitz in das stattliche Schutzhaus und zündete. Dre Flammen griffen rasch um sich, und 'Löschversuche hatten kernen Erfolg. An Hilfe durch Feuerwehr war nicht zu -denken, und so ist die Warte fast ganz nieder gebrannt. düng und Wäsche für ein etwa acht- bis zehnjähriges Mädchen gefunden, und zwar eine blaue Schürze, ein schwarzes Dirndlkleid und Leibwäsche mit „H". Das Bassin wurde, sofort genau abgesucht, doch fand man keine Ertrunkene; es ist daher ausgeschlossen, daß das Kind innerhalb de.S Bades ertrunken ist. Von einem Unfall außerhalb des Bades hat kein Mensch etwas wahrgenommen. Mitteilungen zur Aufklärung des Fundes sind au das Polizeikommissariat Leopoldstadt erbeten. * Schonung für die Kranken! Die Direktion des Roten Kreuz-Spitales Rudolfin er haus in der Billrothstraße isiihrt darüber Beschwerde, daß die Lenker der Kraftwagen, di« wird, die Fenster der Kranken^-,mm er offen zu Hallen. ÄnS diesem Grunde -richtet die P ct' z e i d i r e k t i o n an alle Len., ker von Krafwagen die Aufforderung, ausi strikte Einhaltung der Automobüfahrvorschriften (insbesondere der Höchstgeschwindigkeit von 15 Kilometer,' in der unübersichtlichen Kurve von 6 Kilometer), wodurch die Abgabe von Warnungssignalen in vielen Fällen überflüssig werden wird. Durch ständige Ueberwachung der Billrothstraße wird ifü» die Feststellung der Zuwiderhandelnden Sorg« getragen und gegen sie mit st r e n gst er Bestrafung dorgegangen werden. * Unfall older Verbrechen? Aus F r redberg au der Afpangbahn tvivb gemeldet: In der Nähe der Station Grafendorf wurde am 29. Jull um halb 6 Uhr nachmittags dre,Leiche des' Bünde'sbahnangestellten Josef Stiesel (Mitglied des revublikanischen Schutzverbandes in Sinkmenngunweit des Bahnkörpers mit zwei Kopsverfletzungen aufgefunden. Ursprünglich hatte ■ man ange-- nommm, daß Stiefel durch einen Absturz vom Bahnkörper sich tödlich verletzt habe. Da jedoch Stiefel kurz vor seinem Tod in einem Bauemhause mit zwei Burschen ans dem Dorfe eine fcharfe politische Auseinandersetzung gehabt hatte, wurde m der Arbeiterschaft das - Gerücht verbreitet, das;. cS sich um ein Verbrechen handeln könnte. * Ein Raubmord auf Rügen. Aus Stubenkammer auf der Insel Rügen wird gemeldet, daß dort eine zur. Kur weilende Dame während eines Spazierganges ermordet und beraubt wurde. Gerüchtweise verlautet, daß die Ermordete eine Wienerin, sein soll. An zuständiger Wiener Stelle ist bisher weder der Name noch die Heimatszugehörigkeit der Ermordeten bekannt. * Russische Schachmeisterschaft. Das allrussische Schachturnier in Petersburg ist, wie der „Ost-Expreß" meldet, nach zweiwöchiger Dauer geendet worden, und hat dem Schachmeister P. Romanvwskh die „Meisterschaft des Sowjetbnndes" eingetragen. * Anfragen in Amerika. Laut Mtdeilungen der österreichischen Vertretungen in den Bereinigten Staaten von Amerika langen in letzter Zeit öfter Anfragen österreichischer Bundesbürger in Angelegenheit von Verlassenschaften, Versicherungen, Schadenechatzansprüchen usw. mit großer Verspätung ein. Es liegt die Möglichkeit nahe, daß viele Anfragen wegen unvollstäMger oder unrichtiger Adressierung ihr Ziel nicht erreichen. Derlei Anfragen mögen dHer hinsichtlich aller Angelegenheiten, die die ameritanrschen *Oststaaten betreffen an das Ausir. Conis. Gen., 24 stäke street New-Ajork City, jene, die die Weststaaten betreffen, an das Austrian Eonsulat 30. North Michrgan Avenue Chicago, Illinois, gevichtek werden, * wobei die Adresse mit lateinischen Buchstaben zu schreiben ist. Oesterroichische Bundesbürgermögen 'sich ' in Viesen Angelegenheiten nicht an amerikanische Rechtsanwälte, sondern an die heimischen Gerichtsurrd Verwaltungsbehörden wenden, wo ihr Ansuchen protÄollariH niedergelegt rnrd im Wege ves Bundeskanzlemmtes (Auswärtige Angelegenheiten) an die zuständige Vertretung gesendet wird. Man kann auch beim Bundeskanzleramt (Auswärtige Angelegenheiten) unmittelbar mit einer vorschriftsmäßig gestempelten Eingabe um Einschretten ansuchen. Keinesfalls wären von den Geisuchstellern Vollmachten auszustellen oder Dokumente zu unterfertigen, ohne daß sie hierzu von einer zuständigen Behörde anfgefordert würden. * Konferenz der Palästina-Aemter Rumäniens. Am 22. und 28. Juli fand in Bukarest die vierte Konferenz der Palastina-Aemter Großrumäniens statt, an welcher die Vertreter der Palastina-Aemter Bukarest, Czernowitz, Kischiuew, Cluj, des Haftnamtes in Galatz und der allrumänischen Chalriz- Organisation teilnahmen. Di« Konferenz beschäftigte sich neben der Regelung einer. Reihe von organisatorischen Fragen vor allem mit der Regelung des Hasendienstes Galatz—Constanza sowie mit der Tagesordnung der Weltkonferenz der Palästina- Aemter in Karlsbad. Es wurde beschlossen, eine Delegation zur Konferenz dev Palastina-Aemter nach Karlsbad zu entsenden, der die Herren Jrrgenieur Kanner, Professor Silberbusch und. Barpal angehoren. Die anderen Mitglieder der Palastina- Aemter, welche zugleich Delegierte beim Kongreß sind, werderr gleichfalls der rumänischen Delegation angchören. — Vom Czernowitzer Palästina-Amt sind im ersten Halbjahre 1928 nach Palästtna abgöfertigt worden: Im Jänner 63Personen, -im Februar 122, im März 66, im April 58, im Mai 54, m Juni 128, zusammen 491 Personen. Darunter befonden sich zwei organisierte Chaluz-Gruppen, und zjvar die 16. und 17. rumänische Kwuzcch. Für diese Personen war Czernowitz das Ausgangs-Palästina-Amt. Außerdem.mußte Czernowitz als Durchgangs-Palästma-Amt für die jüdischen Transtt- Wanderer aus Polen bis-zu ihrer Ankunfst in Constaarza sorgen. Von den Travsitwanderern wurden abgefertigt: Jnr Jänner 376 Personen, im Februar 231, im Mürz 219, im Juni 160. zusammen 976 Personen. * TalmM-Thora-Msracht. Das von den .thorotveuen. Eltem bekundete Interesse für diese Lehranstalt, läßt em weiteres Aufblühen der Anstalt erivartem Es werden von tüchttgen, thoratreuen Lehrern sämtliche religiösen Disziplinen wie: Chnmmasch mit Raschi, Tenach, Gemara mit Konkmentaren, jüdische Geschichte, Schulamn Aruch, Geographie Palästinas, usw., alles in hebräischer Unterrichtssprache gelehrt, wobei aus eine rettgrös-- nationale Erziehung besonderes Gewicht gelegt wird. Es liegt daher im. allgemeinen Interesse der thoratveuen Eltern, ihre Kinder dieser vorzüglichen Talmud-Thora mit vollster Zuversicht anzuvertrauen. Die eventlielle - Unkenntnis der hebräischen Konversation bildet kein Hindernis, da, wie die Erfahrung gelehrt hat, die Zöglinge die hebräische Sprache in dem zum Erlernen der genannten religiösen Disnplrnen nötigem Maße in kürzestet Zeit, in zwei bis drei Wochen, sich aneignen. Ueberdies wurde gerade ffit\ die Ferimzchb neben den vorhandenen Abteilungen noch eine neue B o vbereitungsabteilung eröffnet, wo die neu em* tretenden Zöglinge die beste Gelegenheit haben, dw nötigen , Vorkenntnisse bis zum -Beginne der neuen Semesters pchj rnmouagen weroen ragrrry gicuitycit o ui» j-s muuuuii» und 3 bis 6 Uhr nachmittags im Misrachi-Lokale, 2. Bez., Praterstraße 43, 2. Sneue, Tür 11. entgegen- 17