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Wiener Morgenzeitung · 1923-08-05 · Heft 1609 (5.8.1923) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1609 (5.8.1923)
Date
1923-08-05
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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M. im Wk«, Sonntag Wiener Mo^genzettrms. 8. August 1923 Seite ÜL Eine Palästina-Kommissiorr bearbeitete alle Anfragen hon und..betreffs Palästina. Das Kommissariat süx die Immigration wird von De. I. Cohen verwaltet. Die Vorbereitung der Chaluzim geschieht durch eine unabhängige Organisation. Vom 1. Juli 1921 bis zum 15. April 1923 wurden in Holland für zionistische und palästinensische Zwecke die folgenden Beträge aufgebracht. ' 1. Das Einkommen des N. Z. B. einschließlich der Abonnementsbeiträge für das Bundesorgan, der nach London abgeführten Schekelbriträge der Mitglieder sowie der sonstigen Schekeleinkünste belief sich pom 1. 7. 21 bis 30. 6. 22 .auf fl. 14.317,74 „ 1.7.22 „ 11.4, 23.. „ 10.818,30 2. Das Einkommen des Jüdischen Nationalsmrds belief sich vom 1. 7. 21 -iS 30. 6. 22 .auf fl. 14.595,- „ 1. 7. 22 „ 15. 4. 23.. „ 14.350,- 8. Dar Einkommen des Keren Hajessod betrug -iS 31. 12. 22.. . . fl. 206.911,98 fl. 260.993,02 4. DaS Einkommen des ChaloetS-VereineS (Vereenigiug tot Vakopleiding van Palästina- Pioniers) . ... . . fl. 17.329,— fl. 278.322,02 Mehrere tausend Gulden wurden in Holland auch für die Realschule in Haifa gesammelt. Ferner wurde für die Universitätsbibliothek eine Aktion durchgeführt, deren finanzielles Resultat noch nicht genau feststeht. Schließlich sei noch erwähnt, daß in Holland Vieh für Palästina aufgeilauft wurde. Der Bundesvorstand deS „Nederlandschen Zionistenbond" besteht aus den Herren r j A. Simons, Vorsitzender, F. B e r n st e i n, Sekretär, S. van der Heyden, Schatzmeister, Nehemia de Lieme, Mitglied des Zentralrates, A. P o lak, Leiter deS Buch- und Broschürenhanbels, Dr. K. I. E d e r-s ch e i m, E. A s s ch e r Jüdischer NationalfondS-Kommissär ist Herr M. I. S i m o n 8. Italien. Ter Zionistische Landesverband Italien konzentrierte während der Berichtspeviode seine Tätigkeit hauptsächlich auf die Aufklärung der öffentlichen Meinung Italiens über dir Ziele des Zionismus und bemühte sich, die über die zionistische Bewegung verbreiteten Vorurteile zu zerstreuen. Das Organ des Verbandes „Israel", dessen Umfang vergrößert wurde, und das unter den. jüdischen Familien Italiens weit verbreitet ist. behandelt regelmäßig alle Seiten der zionistischen Probleme. Der Verband hat «chre Reihe von Artikeln in der allgemeinen Presse sowie verschiedene Broschüren über den Zionismus veröffentlicht. Er unterhielt ferner Beziehun« gen zu den hauptsächlichsten politischen Veremen und den führenden Politikern Italiens. Die zionistischen Vereine in der Provinz haben sich an der Arbeit des Verbandes eifrig beteiligt. Die Vertreter des italienischen Judentums haben ihre Synlpathie mit der zionistischen Bewegung häufig zum Ausdruck gebracht. Es wurden für zionistische Zwecke in den vergangenen Jahren die folgenden Betrage gesammelt: Für den Schekel: 1922: 115 Pfund Sterling 12 Schilling 4 Pence. Für den Goldenen Schekel; 17 Pfund Sterling. Für den Keren Kajemeth l'Jsrael: 1921: 126.100 Lire. Für den Keren"HaMod: ■ 1423 Pfund Sterling 18 Schilling 6 Pence (bis >1. 3. 1923). Jugoslawien. Der Zionistische Landesverband in Jugoslawien erholte sich während der Berichtsporiode von einer merklichen Erschlaffung, die sich In den vorausgehenden Jahren, insbesondere im Rückgänge der finanziellen Einnahmen äußerte. Die Zahl der dem Landesverbände angeglvederten Ortsgruppen, ist auf 46 gestiegen, und im Schekeljahre 5682 wurden 4550 Schekolim abgesetzt; es wird erwartet, daß in diesem Jahre eine Schekelzahl von 7000 erreicht tvird. Der Jugendvevband umfaßt 25 Ortsgruppen, welche 800 Mitglieder zählen. Dieser Verband machte während der Bcrichtszeit erfreuliche Fortschritte und betätigte sich erfolgreich an verschiedenen zionistische« Sammelaktionen. In Jugoslawien erscheinen heute sechs zionistische Blätter, und zwar ,Zidov (kroatisch) in Zagreb, das offizielle Parteiorgan „ZidovSka Svijest" (kroatisch) in Sarajevo, ,-Jüdisches Volksblatt" (deutsch) in Novisad, ,,Haiwvi" (ungarisch) in Novisad, „Gideon" (kroatisch) in Zagreb, das Organ des I«-- gendverbandes „Haawiw" (kroatisch) in Zagreb, eine Zeitschrift sw Kinder, Im Dezember 1921 tagte die Landeskonferenz in Sarajevo, die unter anderem auch die Maaßersteuer entführte. Im August 1921 und 1922 fanden in Sarajevo und Zagreb die Konferenzen des JugenLverbcmdes statt. Die Jahveskonserrnz des Landesverbandes für das laufende Jahr wurde für Mai 1923 nach Novisad einberufen. Das Palästina-Amt in Jugoslawien, das seit dem Jahre 1920 besteht, errichtete bisher vier Farmen zur Ausbildung der Chaluzim in Landwirtschaft und Gartenbau. Es, wurden bereits 16 Chaluzim aus Kosten des Landesverbandes nach Palästina Mchickt. Da der Landesverband nicht imstande war, die hohen Erhaltungskosten der Farmen länger zu bestreiten, und in Erwägung des Umstandes,^baß nur wenig Aussicht auf eine entsprechende Arbeitsgelegenheit für laird wirtschaftlich cmsgebildete Chaluzim in Palästina besteht, hielt er es für empfehlenswerter, den Chaluzim Gelegenheit zum Erlernen von Handwerken zu geben, was auch zum Teil gelang>Das Palästina-Amt unterstützt auch bie ’Hitf der Durchreitst weilenden ausländischen Chaluzim, indem es ihnen bis zu ihrer Abfahrt nach' Palästina- ExistenzmSglichkeitm gibt. In Jugoslawien wurde zur Unterstützung der Chaluzim ein .Betrag in der Höhe von 200.000 K. aufg^racht. Das Pa-, WiM-Amt beMt W Kgenlvärttg mit der Frage, die in Jugoslawien noch weilenden Chaluzim in Palästina endgültig anzusiedeln und die hierzu erforderlichen Mittel im Laufe des Jahres 1923 aufzubringen. Der Landesverband unterhält freundliche'Beziehungen zu der: anderen jüdischen Organisationen. Die Zionisten in Jugoslawien besitzen fast überall.pie Majorität im Hauptausschuß des Gemeindobundcs, mit Ausnahme der Vojvodina, wo sich jedoch der zionistische Einfluß immer mehr geltend »rächt. Diele jüdische Gemeinden haben in ihr Jahvesbudget auch eine Abgabe für dm K. K. L. ausgenommen, während ander« auch einen Jahresbeitrag für den K. H. leisten. Die Zionisten nehmen auch vegen Anteil am allgemeinen politischen Leben im Lande, jedoch ist es infolge der geringen Anzahl der Juden bei dem bestehenden Wahlgesetz unmöglich, Sitze für die Parlamentswahlen zu erringen. Der Landesverbrrk befaßte sich auch mit Angelegenheiten allgemeinen, sozialen und charitativen Charakters, insbesondere gewährte er den durchreisenden ChÄuzim reichliche Hilfe. Während.der Berichtszeit wurden nachstehende Beträge für zionistische Zwecke gesammeltf' für den Keren Kajemeth l'Jsrael im Jahre 1921. K. 1,310.214,— „ „ „ „ „ * „ 1922. „ 1,363.030,60 für den Keren Kgjemeth l'Jsrael bis Ende März 1923. .. ... „ 936.106,80 für den Keren Hajessod im Jahre 1921 . . . . „ 2,063.384,84 . . •„ * - „ 1922 . . . . „ 2,031.348,06 Im Jahre 1921 betrug die Schekelzähl . . . 6050 1922 „ „ . . . 4550 Der Verbandsvorstand setzt sich wie folgt zusammen: Dr. Hugo Spitzer, Präsident; Dr. Alexander Licht, Doktor Moritz Levi, Dr. David Alkalay, Dr. Julius Dohany, Vizepräsidenten; Dr. Alfred Singer, Richard Harzer, Schriftführer; David Spitzer, Schatzmeister; Lav. Stern, Vorsitzender der Nationalfondskommission; Simo Spitzer, Leiter des.Keren Hajessod; Dr. Stein, Leiter des Palästina-Amtes. Lettland. Der Verband hat 31 Zweiggruppen, von denen 19 besonders tätig sind. Der Landesorganisation gehören 400 Mitglieder an, hiervon 142 allein in Riga. Im Jahre 5682 wurden 2848 Schekolim verkauft. Der Verband führt die all-' gemeine zionistische Arbeit im Lande im Einvernehmen mit der Misrachi- und der Zeire-Zion-Organisaiiorr, die im Palästina-Amt und den Komitees des Keren Hajessod und des Keren Kajemeth vertreten sind. Durch Vermittlung des Palästina-Amtes gingen im letzten Jahre 746 Personen nach Palästina. Der K. K. L. sirmmelte in den vergangenen anderthalb- Jahren, von Oktober 1921 bis April 1923, 1,306.848 lettische Rubel. Der Keren Hajessod sammelte! bis zum April 1923 8,032.006 lettische Rubel und 600 Pfund Sterling. Bis Ende März 1933 gingen beim Hauptburean des Keren Hajessod in London 2006 Pfund 16 Schilling 11 Pence aus Lettland ein. Die Zioyisten beteiligten sich an den Wahlen zu den Gerneinderäten, zu den Stadträten und zum Parlament. Es erscheint in Lettland eine jüdische Tageszeitung, „Unser Weg", deren Herausgeber zum größten Teil Zionisten sind, die die Tendenz des Blattes bestimmen. Mitglieder der Leitung des Zentralkomitees itttb die folgenden Herren: L. Ettingen, Präsident; Dr. Hosfmann, Vizepräsident; M. Fiirkelmann, Schriftführer, S. Salmonovitsch, Schatzmeister; I. Thron, Dr. Salkind, A. Fitter, Beisitzer. Litauen. DaS Zionistische Zentralkomitee in Litai.;,i steht in Verbindung mit 85 Ortsgruppen. Der Verband gibt eine Tageszeitung, „Die Jüdische Stimme", heraus. Der Einfluß des Verbandes erstreckt sich auf alle Angelegenheiten des jüdischen öffentlichen und nationalen Lebens. Im Jahre, 5682 wurden in Litauen 3460 allgemeine Schekolim verkauft. Bis Ende April wurden für den Goldenen Schekel 30 Pfund Ster-- lang aufgebracht. Es bestehen in Litauen drei Jugendorganisationen: der Verband der zionistischen Studenten, der Makkabi und der Jüdische Wanderverband. Der Verband unterhalt ein Palästina-Amt, in dem alle zionisttschen Gruppen vertreten sind. Die Kulturarbeit des Verbandes hat sich während der Berichtsperiode bedeutend ausgedchnt. Ein Netz von jüdischen Gymnasien und ^Volksschulen, in denen die hebräische Sprache vorherrschend fft, ist über das ganze Land verbreitet. In Kowno existiert auch ein Lehrerseminar und ein hebräisches Theater unter dem Namen „Habima". : Für den Keren Kajemeth wurden im Jahre 1922 2,920.865 deutsche Mark und 3604 Litas gesammelt; im Jahre 1928 wurden bis Ende April 29.008 Litas aufgebracht. Für den Keren Ha jesssod wurden im Jahre 6682 5,597.293 deutsche Mark (gleich 3875 Pfund Sterling) gesammelt; im Jahve 6893 bis zum April 4421 Pfund Sterling (bis zum 31. März 1928 gingen beim Hauptbuveau des Keren Hajessod in London 6401 Pfund 14 Schilling ein). Für den Universitätsfonds wurden 145.276 deuffche Mark (gleich 300 Pfund Sterling) gesammelt. Für die Universitätsbibliothek wurden 302.000 deutsche Mark aufgebracht und 2000 Büchergesammelt. Für den Juwelenfonds wurden von 7808 Personen Spenden, deren Wert sich auf ungefähr,1500 Pfund Stor- , ling betreff gesammelt. Der Verband Me einen führenden Einfluß im jüdischen nationalen und Gemeindeleben des Landes aus.. Er war die Triebkraft irr dem Kampfe um die nationale. Autonomie, das jüdische Ministerium uM, in den Wahlen Kp den jüdischen GöMinr - :v::. mgen und den parlamentarWen Lövperlchaften. Der Zionismus hat in Litauen besonders mit der Gegnerschaft der Orth oboxen zu kämpfen; doch gelang es ihm, einen entscheideueri Einfluß in den Gemeinlderäten, in den lokalen Institutionen und in den nichtzionisttschen Organisationen zu erringen. Der Minister für jüdische Angelegenheiten war bis vor kurzem ein Zionist. . Der Zentvalrat widmet sich mit besonderer Energie den Fragen der Chaluzimwanderuug aus Rußland durch Litauen. Er organisierte ferner ein Departement zum Verkauf der Aktien der Jüdischen Koloirialbank. Die ersten Ergebnisse dieser Aktion sind befriedigend. Im März d. I. fand in Kowno ein allgemeiner zionistischer Parteitag statt, der beschloß, vor dem 18. Kongreß eure allgemeine zionistische Konferenz für Litauen einzuberufen. Die Leitung der Föderation besteht aus den folgenden Herren: Dr. B. Berger, Ehrenpräsident, und den Herren Dr. S. Ro'senbaum, Dr. M. Schurz, Dr. M. Wolf, Dr. Josef'Berger, I. Margulin, Cernos, M. Cohen, M. Schalit, Dr. I. Segal, Dr. Jdelsohn- Natkurnskh, Wolffman. v Luxemburg. Der Zionistische Landesverband Luxemburg wuM im August 1822 gegründet. Das Komitee besteht aus folgenden Herren: Fabriksbesitzer Alfred Horn, Luxemburg, Präsident; Diplomingenieur Jacques Herz, Luxemburg, Schriftführer; Dr. M. Franz Mayer, Luxembuvg, Kassier; Kaufmann Max Rosenfeld, Luxemburg, Keren Hajessod. Außer der Unterstützung der Keren Hajessod-Avbeit fanden keine besonderen Veranstaltungen statt. Die Mitglieder, des Vorstandes aber benutzten jede passende Gelegenheit, um irr der jüdischen und nichtjüdischen Oeffentlichkeit für den Zionismus zu werben. Der Verband steht tzr gutem Einvernehmen mit den bestehenden jüdischen Vereinigungen und Gemeindeverwaltungen. Oesterreich. Der Verband besteht ans 14 Bezirkssektionen in Wien und 19 Provinzortsgruppen. Außer diesen zählt der Landesverband folgende Sonderorganisationen und Verbände: 1. Den österreichichen Landesverband im Weltverban-de zionistischer Studenten mit 2700 Mitgliedern. 2. Den Verband der sephardischen Zionisten „Jchnda Halowi" mit 1100 Mitgliedern. 3 Die Vereinigung der ruffisch-ukrrinischen Zionisten mit 90 Mitgliedern. 4. Den Kreis Oesterreich der jüdischen Turn- und Sportvereine mit über 4000 Mitgliedern. 6. Den ziomstkchen Frauenverband mit 1000 Mitgliedern. Dem Zionistischen Landesverband gehört auch die hiesige Landesorganisation der Föderation Hitachduth, die drei Vereine mit 1200 Mitglieder zahlt, an. "Seit dem 12. Zionistenkongreß hat sich der Landesvierband nicht nur numerisch vergrößert, sandern auch organisatorisch gestärkt. Das Interesse für zionistische Fragen, insbäsondere für den Wiederaufbau Erez' Israels, ist mrch außerhalb der organisierten Zionfften reger geworden. Durch die zionistischen Mitglieder wurden auch die B'nei B'rith-Logen für die ‘ Mitarbeit am Wiederaufbau Palästinas gewonnen. Die große Zahl der seit Kriegsausbruch ilt D,,.erreich lebenden zionistischen Ostjuden hat ebenfalls viel zur Stärkung unseres Gedankens in den jüdischen Masien beigetragen. In der vor vier Jahren gechaffenen „Wiener Morgen- Zeitung" besitzen die österreichischen Zionisten ein zionistisches Tagblatt in deutscher Sprache, welches wesentlich zur Stärkung der Bewegung beigetragen hat. Seit dem 12. Kongreß fanden zwei Parteitagungen, im Oktober 1921 und November 1922, statt. Ein ausführlicher Bericht über die Tättgkeit des Wiener Palästina- Amtes befindet sich im Kapitel über Immigration. Die Einschränkung der Immigration nach Palästina im Mai 1921 traf über 1000 Chaluzim, die bereits in Wien transportbereit waren, ruf das härteste. , Dank der Opfer- Willigkeit einer kleinen Gruppe von Gesinnungsgenossen gelang es damals, ein eigenes Chaluzimheim in Kühlenbergerdorf zu erwerben, wo 100, im Notfälle 300 Chalu- Zim, uniergebracht werden?konnen. Außer den Chaluzim wurden in diesem Heime Transporte ukrainischer Pogrom w a i s e n, die im Juli 1922 nach Palästina reisten, beherbergt, und im Sommer wird das Heim als Ferienheim für Jugendliche zur Verfügung gestellt. Ferner wird, die Cr- Ächtung einer landwirtschaftlichen Schule soivie praktische landwirtschaftliche Kurse in der Nähe des Chaluzheims geplant. Auf kulturellem Gebiete ist vor ollem der hebräische S ch u l v e r e i n zu erwähnen, der gegenwärtig zwei j ü d ische Volksschulen und ein jüdisches Realgymnasium unterhält. Das im Jahre 1919 begründete und der zionistischen Zentrale in London unterstellte hebräische Pädagogium zählte im letzten Jahre 19 Dozenten und gegen 200 Hörer. Eine große Anzahl von Absolventen hat in den verschiedensten Ländem eine Anstellung als Lehrer gefimden. Aus budgetäven Gründen mußte jedoch mit Beginn des Schuljahres 1928—>1923 die Unterstufe aufgehoben werden. Derzeit besteht das Pädagogium aus zwei Abteilungen mit fünf Dozenten mrd 60 Hörern. Hebräische Nachmittags- und Abendkurse dienen der Verbreitung der hebräischen Sprache unter der Volks- und Mkittelschuljugend. Die Vereinigten hebräischen Schulen zchlten im Schuljahre 1921—1922 22 Klassen mit'acht Lehrern und 426 Schülern. Eine bedeutende Ergänzung fand das jüdische Kulturwerk in Wien durch die verdienstvolle Tätigkeit des „Vereines jüdischer Kindersreunde", der zwei hebräische' Kindergärten mit drei Lehrkräften und 80 Kindern, sieben Tagesheimstätten und Mädchenabendheime erhält. In den' letzten zwei Jahren wurde auch eine Reihe heoräisa)er Prwa»ru'.'i>: und kleiner Wanderbibliotheken errichtet.

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