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Wiener Morgenzeitung · 1923-08-01 · Heft 1605 (1.8.1923) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
5 (1923)
Issue
Heft 1605 (1.8.1923)
Date
1923-08-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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EtnzelimininerKIOao Wie n: Zum Abholen in der Expedition, lI.,Taborstr.l-3a öder in einer Verschleisstelle (Trafik) ohonati: K 281000 KBtPostversand für Wien n. Oesterr. nionatl. K 281000 Tb öbeiclio-Slowakei! Mon, K17. Jugoslawien: Mon.Dinai40. Polen: Mon. Mk.30.000.Deutschland: Mon.Mark50.000. F r a n k rM Belgien: Mohatl. Frcs. 8 DG- Naoh Zahlungen "WH bei Preiserhöhungen Vorbehalten Tschecho-Slowak«« i tschech. K 1.— Italien: Monatl. 10 Lire, R u n a n i e n Mon. 90 Lei,' Bulgarien Mon. 75 Lewa, Sch w e i z und das übrige' Ausland monatlich Frcs. 3 Redaktion u. Administration Wien, II.,Taborstrasse 1—3 Telephone: 44-0-38,43-3*19, ab 6 Uhr abds.19-483,16r301 TeL-Adr.: »Morgenzeitung“ Wien Oesterreichisches Postsparkassen-Konto Nr. 150.693 Nr. 1603 Me«. Mittwoch. 1. August 1923 8. Zuhrgimg Die Wahlzeit. —Wien/1. August. Mit Lern hmtigenTsge beginnt die Wahlkampagne kn Oesterreich nun auch offiziell. Die Regierung publiziert die Ausschreibung der Neuwahlen für den Natiouailrat und bestimmt den 21. Oktober als Wahltag. Da zur gleichen Zeit auch die Neuwahlen in den Wiener Gemeinderat Vovgenommen werden, kommt eine erkleckliche Anzahl von Persönlichkeiten in Betracht, die sich um das Vertrauen ihrer Mitbürger bewerben. Vor allen anderen treten natürlich die bisherigen Mandatsträger vor den geehrten Wähler, von dessen Existenz sie diesmal wieder Kenntnis nehmen und den sie natürlich mit Versprechungen aller Art überschütten. Jeder einzelne, der sich um das Mandat bewirbt, trägt den Marschallstab im Tornister, jeder einzelne hat das große Heil sür den Staat in der Tasche, und jeder einzelne läßt an dem Gegner kein gutes Haar. Es ist Mischen den Christlichsozialen und den Sozialdemokraten, wie versichert wird, ein Abkommen getroffen worden, in welchem beide Parteien Zusagen, einander die Versammlungen nicht zu stören und die Wahlbewegung in möglichst ruhigen Formen zu führen.: Mit-den Großdeutschen ist eine solche VÄeinbarung nicht zustande gekommen, weil diese Partei erst erfahren muß, wieviel Sitze ähr die Hakenkreuzler gnädigst gestatten wollen. Da man aber bei diesen letzteren bezüglich der politischen und sonstigen Umgangssormen schlechte Erfahrungen gewacht hat, bleiben sie cmßer^H W Pchgramms der güten WäWsilten, wobei zu beachten ist/ düß dieser Begriff zu allen Zeiten ein ziemlich relativer gewesen ist. Der Wahlkampf paßt sich überall der landesüblichen Methodik für die Schlichtung von Streitigkeiten an. Man weiß, wie ,ziwr BeffpieL in Ungarn,, in Italien, aufder OppositionSpärteien zusammen und da'-, gibt' es. immer i W Manschen,. heMw; Stimmzettel Äntmert. UKWHlMWr^.iMveMg^ dewM!MWWKkn?^n'-O^tLM8ch ist es bisher )/l^geganQrtt und die Feftsetzung des Wahltermins auf einen rauhen Heribsttag laßt hoffen, daßeS auch m düseM-KWe chnevAlzu sWrke.EMsse aMlufeu ■Jpi,..; V. .'.''-VvV -'.v'.jif-^r. clü tentMenL^ MW) ....... ,„r. .UM He . äptzellaKß WPMMsmittÄ^üÄWen, infolge ihrtzr Jugetid mH als Wähler in Betracht -kömmen,: sindc'sie' doch ülK ZcmuMe/ bej Kein Ersatz für Euno. lerc Der Aesftmld der — nohm. Berlin, 30. Juli. Was Deutschland jetzt erlebt, ist mehr als ein völliger wirtschaftlicher und politischer Zusammenbruch. Es muff wohl als Zustand völliger Auflösung des Reiches bezeichnet werden, dessen einheitliche Zusammenfassung sich an den Namen Bismarcks knüpft, des Mannes, der nun 25 Jahre tot ist, und dessen Werk, wie immer es auch beurteilt werden mag, in verhältnismäßig so kurzer Zeit so furchtbar zugrunde gewirtfchaftet wurde. Nichts ist bezeichnender für die völlige Auflösung, als daß jetzt, wo die ganze Wett, und sogar schon ganz Deutschland überzeugt ist, daß die Politik des Stinnes-Strohmannes Cnno, das Justament statt einer vernünftigen, ans Ersüllungsbereitschast basierenden Berständignngsarbeit Deutschland um das Ruhrgeviet gebracht und überdies den letzten Rest feiner Finanzen völlig zerrüttet hat, daff jetzt sich niemand finden will, der bereit wäre, die Regierung C u n o a bznlösen. So scheint es, daff dieses Ministerium, das mit seiner lächerlich puppenhaften Politik" die geradezu hochverräterischen finanziellen Transaktionen der Stinnes und Konsorten und die politischen Beutezüge der Kohlenmagnaten an Ruhr und Rhein , gefördert und gestützt hat, bis ans weiteres noch am Ruder bleiben wird. AüMst 'MacmWewßretPnWcRDmsß^ >WffäUdeseirp NOvsttz eiste nieue PegiHrunK'rMü« setzem da Wch ckOneSaW. Dann äben dürften dieTage denRegierung Cnno durch eine Sbe- MpC strtüMO beendet 5 werden,^ die? angesichts dsr' heukitzeU B^UHättnisse unausbleiblich ist. Deutschland hungert. Die Preise steigen stündlich um phantastische Summen. Die Entwertung den Mark geht unaufhaltsam.weiter und mWWchMächr^Zeit Mv-jMMuM 'recht, Siel lM'Mensfe^pMüWe, der Wes Mittel Szern^zu setzen und.die RtM-W wündwM Heck hetzte keine Kohle; das -R^isK Mit settter starken Produktion muff'fremde Kvhle dank dem Abenteuer. der KMe^W^tMäu ^n' d Mtznsetzen, mrk •i: ftflBSTi*~.v H >., /r. «<, ■*-!!..--i „>~ i ■ . - - MWWM MlkKMAM. n.1g s-ei'r^ir ' ■■ tz! für alles im rnrede wird. ge-., »ZF der groAnH mal __ _ öon allen Mten MMgriffen .v tot,Ä Mv<M . mW ReMH.rechten - ÄungenDgll. die chaDLktevistiischen Mtzvhy^A'.W^r.'ML-Mch<opnetwnzeigen..-. - : j 1^ M; IM. . 4? Uhr 16 Minuten * früh. Br o«ch-o pnen'm ö nie shÄWt^Ar^Hnf^öMMlMn ÄeM erklären,^ daß. -es sich fügen jchpMhinzu,^ tmiPMeE um. Lobe ._ . S®4^ÖWäl4ffl|SSa^. y'r' v.T ' . .... . '' Nach dtzrEHtjen> MAdung.'vom- EÄM-Ms'Hr (tim deutsche» Politik. nm sr e m d e s G e l d kaust. Damit ist Deutschlands Wirtschaftskraft, welche bisher als unüberwindlich galt, völlig gebrochen. Indes hat Frankreich Zeit. Die Bemühungen E n g l a n d s um Lösung der Ruhrkrise, welche sicherlich wirtschaftsholitischen Erwägungen im Jnselreiche entspringen, begegnen einem festen, durch die trotz des Orientsriedeus noch immer unklaren Verhältnisse gestärkten Widerstand Frankreichs, das genau weiff, daff D e n t s ch l a n d k a p i t u l i e r e n mit ff, wenn nicht vorher die Revolution den Bürgerkrieg in Deutschland bringt, der für die französischen Abstchten einer endgültigen Festsetzung iw Ruhrgebiet ebenso willkommen wäre. Die Revolntron in Deutschland, oder besser gesagt die Berliner Revolution (so wie die erste Revolution die Kieler war), wird k o mmun i st i s ch sein. In Nord- Und' Ostdeutschland würde ein Rechtsputsch das gleiche Schicksal wie der Kapp-Pntsch haben. Gelingt sie, so ist ein neuer - W e l t b r a n d zu befürchten. Deshalb wird im Stillen von französischer Seite der nord- und ostdeutschen kommunistischen Revolution der Schrecken einer re ch t s n a t i o n ul i st i s ch - 's e p a r at i st i s ch e n B e w e g u n g im Westen und Süden entgegeugesetzt. Auf solche Weise hofft Frankreich, sich selbst vor denr Kommunist MM<bewjlch^n:.ÜüH/glekchzeLtig^as^peMMW' WlfÄ MMckelu M. könrren.- -Diese RechnMgM::obfie stMmk, M däMtzesMtt MMjN 5chun.u-: ^jedenfalls'Deutschland, ' das -MoWlWräDW5-WMi' vdus.ä.rMrWüd'e 'M'itteleüropas,'''W'OchUhkeW^häht^§..?'Sv weit hat es die teils verblendete, teils schurkische Politik der Stinnes-Mariouetteu gebrächt Will aber Deutschland den Bürgerkrieg veKnreiden, so kann es nnr 'bediuMWMofe^Kupttulatiöu WHM> eine MW 'i-t u M M-vuV die-' wvw DeMschlMd säst^MMg' uutUr ' - MtzMwg der Mark vertan MMssMk. MkeEuI ckhMch m m" a e.h *e u r> e ä r!.k/ü'''st tevielle ÄtÜtzung durch die Wilhelmstraffe völlig MnsvMch' wird^ Und daraus Wartet 'die^ KMUHig^Mtzlgdu-.'' eiues'"deu-!kfchLü-- Büm' 'gerkrkeges, Mer' cimewöitÄen' lM^lMse''--^gUU^.-. EUrWpuMHMdLN.müKU'eMeMW'W'beiÄen:' Mlleu' wiÄ i BMwaütkM DeütsHkUnd-' nrM Kein Regierungswechse! vor Ei«Ia«ge» d« englische« AntivoM -; B^e rzlf n, 31. JUls.-.Das^^BerLinrr Tagu vfatt" schreibt, HU. deh rgestrigest. Berätungeü des Vorstandes -er sozialdemokratischen Rxichstagsst-aßtiop, sei Unt bilduirg d e.S.' Re ichM (i»i netM ode^gar y ein , R e g i e r U UgDw'eMs.'ell- '7' fp; lMr^ gar nicht erörtert? KrMM^Waue,:.' als 517? i1. :* .. ^opLon,..A.. HorgtznDtM!/.) .ÄiL' U^n'L'bh.PnUHg^ >fr a'ke^H'ü^'tek 'hat Montag in eitt-er Versammümg in London unter, dem.^Vorsitz .von« AK q u i t h beMa.ss^n, mne. Mrlrägskarnpägne in ganz Eng-- land^zu eröff^tört/ iutb ätocfr au.f. Grund des .folgenden Partei- - ^ProMMms: 7^.-'w: V : -11 v*-: ‘EndMtiZe. Regelirntz-" Üer " N ö p ä r a t i o n s-1 und SH'ul'denfrage, und.gl-eichzeüige.A-.b-.rMt-u-ng.. ,2. Freier Mndel.. :•'V v ... / - .,. •'; ' 8. '^nÄchtzr^fHv^ V' ’1 •" * ' / - -" :'f '" . 4.’ NMordnhng. des^V'erhaltmsses .ztvisöhen ^AHitgÄ^'evilt'7 ünd^Arbchneh'mern^'Jt'■,^ v.*. ‘i' -■ . heute na^miWs^'^-tvegen 8-0 4 v f> : i » i.u n;.: :.i o MÄn'WMWeEgW

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